#401

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 19.07.2013 23:01
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #400
@Gert: da sprichst du was Wahres an. Ich persönlich, kann zum Beispiel auch den allgemein gültigen Begriff " Bulle" nicht verknusen. Obwohl dieser mittlerweile selbst von vielen Polizisten im internen Sprachgebrauch benutzt wird. Bei einem Bullen muss ich immer an einen zentnerschweren Hörnerbewehrten Fleischkoloss denken, der sein Gegenüber aus rotunterlaufenen Augen mustert. Um ihn auf die Hörner zu nehmen.
Übrigens stellte der Begriff "Bulle", auch in der DDR keine Beleidigung dar. Solche "Nettigkeiten" mussten wir schon damals hinnehmen. Wohlgemerkt, ich spreche von den letzten Jahren der DDR. So ab 1985. Wie das zuvor gehandhabt wurde, kann ich nicht sagen.
Was den rauen Umgangston der VP gegenüber Bürgern angeht: Ich kann das so nicht bestätigen. Sicher gab es solche Typen auch. Aber die Volkspolizisten die ich kenne, waren stets um einen vernünftigen Umgangston bemüht. Darauf achteten schon die Vorgesetzten. Möglicherweise, ich kann da wieder nur spekulieren, setzte in den letzte Jahren eine Art Qualitätssprung bei der Volkspolizei ein. Bedingt durch den Umstand, dass niemand mehr eingestellt wurde, der lediglich über einen "Acht-Klassen-Schulabschluss" verfügt.
In einigen Dingen könnte sich so mancher Polizist heute, an der VP ein Beispiel nehmen. Zum Beispiel hätte sich kein Volkspolizist gewagt, ohne Dienstmütze auf der Straße herumzulaufen. So etwas sieht man heute selbst bei Verkehrskontrollen. In Polen wäre so etwas übrigens ebenfalls undenkbar. Des Weiteren hatte sich jeder Volkspolizist beim Einschreiten mit Dienstgrad und Name vorzustellen. Auf Verlangen musste sogar der Dienstausweis gezeigt werden. Heute vermuten einige Schlimmes, nur weil sie Namensschilder an den Uniformen tragen sollen.

Gruß Uwe



Uwe diese Erfahrung mit VP war vor etwa dem Jahr 1962, 1965 bin ich "ausgereist" aus der DDR, und dazwischen war ich bei der GBK und da hatte ich nichts mit der VP zu tun.


.
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#402

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 19.07.2013 23:21
von ABV | 4.202 Beiträge

Ist schon klar Gert. Fakt ist ja auch, dass in den ersten Jahren sehr viele, eigentlich ungeeignete Kräfte eingestellt wurden. Auch später gelangten Typen in die Polizei, wo man echt nur mit dem Kopf schütteln konnte. Im VPKA Seelow wurde noch im Sommer 1989, ein überall als Säufer und Schläger bekannter junger Mann eingestellt. Gegen den ausdrücklichen Protest des zuständigen ABV. Auch seitens der Bevölkerung gab es einigen Unmut. Trotz seines schlechten Rufes, war der Mann bislang jedoch nicht Aktenkundig geworden. Was auch daran lag, dass man früher auf dem Dorf, wegen ein paar Faustschlägen nicht gleich zur Polizei rannte. Sondern die Sache "intern" klärte. Außerdem handelte es sich bei dem Kandidaten um ein SED-Mitglied. Was sicher ebenfalls eine Rolle gespielt haben durfte. Als er das erste Mal Dienst verrichtete, lehnte er sich entspannt zurück, zündete sich eine Karo an und verkündete: " Ich habe es geschafft. Von jetzt an brauche ich nie mehr zu arbeiten. Und verdiene dennoch ein Schweinegeld."
Vier Wochen später verprügelte er im Alkohol und Tablettenrausch seine Ehefrau. Nun musste er doch wieder arbeiten gehen. Mitte der Neunziger Jahre wurde er bei einer Schlägerei schwerverletzt und fiel ins Koma. Aus dem er nie wieder aufwachen sollte. Das ist aber schon wieder eine andere Geschichte und hat nichts mit der VP zu tun.
Tatsache ist auch, dass unehrenhaft entlassene Polizeioffiziere, hinter wieder mit lukrativen Posten versorgt wurden. Zumindest in einigen Fällen. So wurde der einstige Stabschef des VPKA Seelow, der bei einem Diebstahl von der Trapo ertappt wurde, nach der Entlassung als Bürgermeister in einem großen Oderbruchdorf eingesetzt. Besonders schwer wog bei der Tat, dass sich der Genosse Major gegenüber der Trapo, als Pole ausgab. Hat ihm aber nichts genutzt.

Gruß Uwe


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zuletzt bearbeitet 19.07.2013 23:22 | nach oben springen

#403

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 20.07.2013 00:12
von grenzergold | 187 Beiträge

Die Polizei dein Freund und Helfer, war doch erstmal negativ besetzt . Dazu fallen mir nervende Verkehrskontrollen mit Alkotest ein , oder Kontrollen der Personalien. Wer wollte denn schon einer Streife begegnen , wenn er um Mitternacht aus der Kneipe oder von der Disco gekommen ist . Und wenn man nicht dem Bild einer sozialistischen Persönlichkeit entsprochen hat , ließ man schon mal die Staatsmacht raushängen .


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#404

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 20.07.2013 01:34
von ABV | 4.202 Beiträge

Ok, dass Kontrollen nerven, sehe ich ein. Gewisse Kontrollen haben aber ihre Berechtigung. Auch heute noch. Zum Beispiel die Alkoholkontrollen.
Was ich aus heutiger Sicht absolut idiotisch finde, ist die Einordnung nach dem " sozialistischen Erscheinungsbild". Wer irgendwie " von der Norm abwich", wurde pauschal kriminalisiert. Es ist ein großer Fehler, Menschen lediglich nach dem Aussehen zu beurteilen.

Gruß Uwe


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#405

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 25.07.2013 21:26
von passport | 2.626 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #400
@Gert: da sprichst du was Wahres an. Ich persönlich, kann zum Beispiel auch den allgemein gültigen Begriff " Bulle" nicht verknusen. Obwohl dieser mittlerweile selbst von vielen Polizisten im internen Sprachgebrauch benutzt wird. Bei einem Bullen muss ich immer an einen zentnerschweren Hörnerbewehrten Fleischkoloss denken, der sein Gegenüber aus rotunterlaufenen Augen mustert. Um ihn auf die Hörner zu nehmen.
Übrigens stellte der Begriff "Bulle", auch in der DDR keine Beleidigung dar. Solche "Nettigkeiten" mussten wir schon damals hinnehmen. Wohlgemerkt, ich spreche von den letzten Jahren der DDR. So ab 1985. Wie das zuvor gehandhabt wurde, kann ich nicht sagen.
Was den rauen Umgangston der VP gegenüber Bürgern angeht: Ich kann das so nicht bestätigen. Sicher gab es solche Typen auch. Aber die Volkspolizisten die ich kenne, waren stets um einen vernünftigen Umgangston bemüht. Darauf achteten schon die Vorgesetzten. Möglicherweise, ich kann da wieder nur spekulieren, setzte in den letzte Jahren eine Art Qualitätssprung bei der Volkspolizei ein. Bedingt durch den Umstand, dass niemand mehr eingestellt wurde, der lediglich über einen "Acht-Klassen-Schulabschluss" verfügt.
In einigen Dingen könnte sich so mancher Polizist heute, an der VP ein Beispiel nehmen. Zum Beispiel hätte sich kein Volkspolizist gewagt, ohne Dienstmütze auf der Straße herumzulaufen. So etwas sieht man heute selbst bei Verkehrskontrollen. In Polen wäre so etwas übrigens ebenfalls undenkbar. Des Weiteren hatte sich jeder Volkspolizist beim Einschreiten mit Dienstgrad und Name vorzustellen. Auf Verlangen musste sogar der Dienstausweis gezeigt werden. Heute vermuten einige Schlimmes, nur weil sie Namensschilder an den Uniformen tragen sollen.

Gruß Uwe



@ABV, Ja Uwe, da kommt doch von mir die Frage, ist heute so etwas gestattet oder wird es zumindestens geduldet ? Habe ähnliches im Sommer 2008 in einen Polizeirevier in MD erlebt. Hatte an diesen Tag einen Wildschaden mit dem PKW. Nach der Unfallaufnahme kam ein Beamter mit Fotoapparat um den Unfallschaden zu dokumentieren. Anzugsordnung lange Hose (war zerknittert und hing in der Kniekehle), keine Mütze auf, offene Jacke mit Diensthemd (3 Knöpfe offen) und ohne Schlips. Meinen alten Herrn, altgedienter BS und Offizier, fiel die Kinnlade runter. Naja sagte ich beruhigend zu meinen Vater, vielleicht haben wir den Polizisten gerade aus seinen Beamtenschlaf geweckt.
Was sagt deine Erfahrung, normal oder doch nicht ?

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zuletzt bearbeitet 25.07.2013 22:27 | nach oben springen

#406

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 26.07.2013 02:13
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #404
Ok, dass Kontrollen nerven, sehe ich ein. Gewisse Kontrollen haben aber ihre Berechtigung. Auch heute noch. Zum Beispiel die Alkoholkontrollen.
Was ich aus heutiger Sicht absolut idiotisch finde, ist die Einordnung nach dem " sozialistischen Erscheinungsbild". Wer irgendwie " von der Norm abwich", wurde pauschal kriminalisiert. Es ist ein großer Fehler, Menschen lediglich nach dem Aussehen zu beurteilen.
Gruß Uwe


irgendwie hinkt da deine philosophie !!!
um nicht zu sagen : die stinkt zum himmel !!!
auf wen machen 'polizei' und 'bag' heut zu tage jagt auf deutschen autobahnen im grenznahen bereich ???
nun , kein sozialistisches erscheinungsbild !!
aber immerhin menschen !!!



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#407

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 26.07.2013 07:43
von Pit 59 | 10.125 Beiträge

Ja Uwe, da kommt doch von mir die Frage, ist heute so etwas gestattet oder wird es zumindestens geduldet ? Habe ähnliches im Sommer 2008 in einen Polizeirevier in MD erlebt. Hatte an diesen Tag einen Wildschaden mit dem PKW. Nach der Unfallaufnahme kam ein Beamter mit Fotoapparat um den Unfallschaden zu dokumentieren. Anzugsordnung lange Hose (war zerknittert und hing in der Kniekehle), keine Mütze auf, offene Jacke mit Diensthemd (3 Knöpfe offen) und ohne Schlips. Meinen alten Herrn, altgedienter BS und Offizier, fiel die Kinnlade runter. Naja sagte ich beruhigend zu meinen Vater, vielleicht haben wir den Polizisten gerade aus seinen Beamtenschlaf geweckt.
Was sagt deine Erfahrung, normal oder doch nicht ?

passport

Rainer hättest Du auch mal Deinen Fotoapparat gezückt,und von der" Dienstschlampe "ein Foto gemacht,wäre doch beim Polizeipräsidenten bestimmt gut angekommen


zuletzt bearbeitet 26.07.2013 07:44 | nach oben springen

#408

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 26.07.2013 08:13
von werner | 1.591 Beiträge

Das mit der Dienstmütze sehe ich eher pragmatisch, vor allem wetter- und aufgabenabhängig.

Mich hat es früher furchtbar genervt, wenn ich bei Verkehrs- oder Fahndungskontrolle bei starkem Wind im Gespräch mit dem Autofahrer ständig die Dienstmütze festhalten musste. Den „Kinnriemen“ fand ich immer ätzend und sah vor allem bescheuert aus. Bei Kontrollen des Fahrzeuginnnern ist eine Mütze auch eher hinderlich: man bleibt hängen oder sie fällt runter.

Und im Gerangel im Stadion waren die Mützen eher Souvenir. Allerdings hat eine „fliegende“ Mütze meist ein Einschreiten der Genossen ausgelöst, weil das immer bedeutete, dass da ein Polizist in Problemen ist. Bei den Einsätzen, bei denen ich dabei war, haben wir alle Mützen wieder bekommen – meist mit einem „Souvenirjäger“ dran. Tragen konnte man die Mützen danach allerdings meist nicht mehr . . .


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#409

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 26.07.2013 09:44
von ABV | 4.202 Beiträge

@Passport:
Geduldet im Sinne des Wortlautes, werden "Gefechtsschlampen" auch heute nicht. Un Normal ist es auch nicht. Aber so militärisch wie in der DDR, geht es nun einmal nicht mehr in der Polizei zu. Für einige ist " eine gewisse Schlampigkeit" möglicherweise ein Ausdruck von Lässigkeit.
@Frank: Was ist denn daran idiotisch? Alle die vom Aussehen her aus dem Rahmen fielen, Punker, Gruftis, Skins etc, wurden doch erstmal in eine Schublade gesteckt. Ja, heute wird bei Kontrollen auch auf das persönliche Erscheinungsbild geachtet. Es heißt ja nicht umsonst, dass ein erfahrener Polizist den Rechtsbrecher an seiner äußeren Erscheinung, inklusive Mimik und Körpersprache, erkennen kann. Im Laufe der Zeit hat doch jeder von uns ein gewisses "Raster" entwickelt. Und wer in dieses Raster hineinpasst, wird eben intensiver kontrolliert. Das hat aber nichts damit zu tun, dass bestimmte Leute, sofort pauschal in eine Ecke gedrängt wurden. Punker und / oder Gruftis können doch ganz nette Menschen sein. Die haben eben ihr Faible, tuen aber niemanden etwas zu leide. Ok, ihr Aussehen gefällt nicht jedem. Aber deshalb muss man sie ja nicht sofort kriminalisieren.
Und sei mal ehrlich zu dir selbst, in der DDR haben wir, egal ob VP oder MfS, eben diese Menschen vorverurteilt. Ohne uns wirklich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Gruß Uwe


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#410

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 29.07.2013 12:36
von Gelöschtes Mitglied
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Da hier auch die Thematik Kampfgruppen kurzzeitig beleuchtet wurde, beim Archivieren ein Bild von der Maidemonstration 1989 gefunden.



Das I. KGB (mot.) "Paul Hornick" und eine KGH (mot.) der Betriebe der Stadt. Die Technik rollte im Anschluß vorüber.

Vierkrug


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zuletzt bearbeitet 29.07.2013 12:54 | nach oben springen

#411

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 02.08.2013 20:09
von ABV | 4.202 Beiträge

Ich werde mal versuchen, soweit möglich, die einzelnen Dienstzweige der Volkspolizei, an Hand "meines" VPKA, näher zu beleuchten. Deren Aufgabenstellung und die Unterschiede zu heutigen, vergleichsweisen Tätigkeiten herauszuarbeiten. Vielleicht ist ja für den einen oder anderen, etwas interessantes dabei?

1.Die Schutzpolizei

In Punkto Struktur und Aufgabenstellung, kann die Schutzpolizei in einem Volkspolizeikreisamt bzw generell in der VP, lediglich bedingt mit der heutigen Schutzpolizei verglichen werden.
a) Gliederung der "Abteilung Schutzpolizei" in einem VPKA
An der Spitze stand der "Leiter Schutzpolizei", kurz S-Leiter. In der Regel ein Oberleutnant oder Hauptmann. Als dessen Stellvertreter fungierte der "Offizier Erlaubniswesen", kurz "E-Offizier", auf dessen konkrete Tätigkeiten ich noch zurückkommen werde. Weiterhin unterstanden dem "S-Leiter" die für die Führung der Abschnittsbevollmächtigten zuständigen Gruppenpostenleiter, sowie die ABV selbst. Und natürlich die im VPKA dislozierten Schutzpolizisten und die Hauswache.
Die Hauptaufgabe der Schutzpolizei bestand in der Bekämpfung / Ahndung von Ordnungswidrigkeiten aller Art. Bis hin zur Durchführung von Ordnungswidrigkeitsverfahren (Bußgeldverfahren). Schutzpolizisten in der DDR waren zum großen Teil mit Aufgaben betraut, welche heute in die Zuständigkeit der Ordnungsämter fallen. So auch die Ahndung von Verkehrsdelikten im ruhenden Verkehr (Falschparker). Was heute wohl keinem vernünftigen Schutzmann auch nur im Traum einfallen würde.
Bei der Kriminalitätsbekämpfung beschränkten sich die Aufgaben vorrangig auf Prävention (Streifendienst), die Sicherung von Tat /Ereignisorten, die Feststellung von Zeugen und Verdächtigen ( im ersten Angriff), sowie die Bewachung von Gefangenen.
Schutzpolizisten durften jedoch keine Strafanzeigen aufnehmen, Vernehmungen durchführungen und /oder Ermittlungsverfahren bearbeiten, oder Tatortarbeit leisten. Dieses fiel, anders als heute, ausschließlich in das Ressort der Kriminalpolizei! Das selbe traf übrigens auch auf die Aufnahme und Bearbeitung von Verkehrsunfällen zu. Schutzpolizisten leisteten in solchen Fällen "Hilfsdienste" für die Verkehrspolizei ( Verkehrsregulierende Maßnahmen, Durchführen von Blutproben).
Schutzpolizisten kamen auch bei Fahndungen nach Personen und /oder Sachen zum Einsatz. Zum Beispiel an speziell eingerichteten Fahndungskontrollpunkten (FKP). Der Aufbau eines FKP wurde an den Ausbildungstagen ständig geübt. So stand es jedenfalls auf dem Papier. Das notwendige Zubehör befand sich in einer verschlossenen Kiste. Welche dann im Alarmfall auf einem LKW verladen und an den vorgesehnen Kontrollpunkt gebracht wurde.
Geführt wurden die Schutzpolizisten nicht nur vom S-Leiter, sondern auch von einem Gruppenführer. In der Regel ein besonders befähigter und erfahrener Schutzpolizist. Als Gruppenführer konnte man relativ schnell den Dienstgrad Obermeister erreichen. Der dem "normalen" Schutzpolizisten ansonsten verwehrt wurde. In den meisten Fällen endete die Karriere als Meister der VP. Wobei die Zeitspanne zwischen der Beförderung vom Hauptwachtmeister zum Meister sehr oft fünfzehn Jahre und länger betrug. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel!
Der Gruppenführer fertigte den Dienstplan, kontrollierte die Arbeit seiner Unterstellten und unterstützte den S-Leiter bei dessen Aufgaben. Zum Beispiel bei der Ausbildung der "Ordnungsgruppen der FDJ". Diese stand zumindest auf dem Plan. Um etwaigen Fragen vorzubeugen: ich habe nie einer solchen Ausbildung beigewohnt.
Der oben erwähnten Hauswache fielen klassische Pförtneraufgaben zu. Wie zum Beispiel die Ausgabe /Entgegennahme von Dienstzimmerschlüsseln, die Kontrolle des Besucherverkehrs und, ja auch, die Kontrolle der Dienstausweise. Jeder Volkspolizist hatte beim Betreten der Dienststelle dem Hausposten sein "Dienstbuch" vorzuweisen. Selbst diejenigen, welche bereits seit Jahren im VPKA Dienst verrichteten. Klingt affig, war aber so.
Wer in der Hauswache ständig Dienst verrichtete, stand entweder kurz vor dem Rentenalter. Oder vor dem Rausschmiss. Wobei es, auf Grund von Personalmangel, immer wieder vorkam das auch Streifenpolizisten in der Hauswache aushelfen mussten. Heute übernehmen schlecht bezahlte Wachschützer diese nun wirklich nicht "klassische Polizeiaufgabe".
Und nun noch einmal zum bereits erwähnten "E-Offizier". Wer immer im Kreis eine größere öffentliche Veranstaltung plante, hatte diese im VPKA, beim "Offizier Erlaubniswesen" anzumelden. Dieser prüfte die Anmeldung, stellte gegebenenfalls Auflagen oder untersagte das ganze. Was aber sehr selten vorkam! Eine Kopie der erteilten Genehmigung , inklusive der erteilten Auflagen, ging stets auch immer an den zuständigen Abschnittsbevollmächtigten. Damit dieser die Einhaltung der erteilten Auflagen kontrollieren konnte. Weiterhin wusste die Volkspolizei, durch den E-Offizier, bereits im Vorfeld über jede Veranstaltung im Landkreis Bescheid. Was bei der Kräfteplanung von großem Nutzen war.
Dem E-Offizier oblag auch die Genehmigung von Waffenbesitzkarten, sowie die Kontrolle der Einhaltung der strengen Bestimmungen hinsichtlich der Aufbewahrung von Waffen und Munition.
Die Aufgaben des "E-Offiziers", werden heute ebenfalls von den Ordnungsämtern wahrgenommen.

wird fortgesetzt

Gruß Uwe


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#412

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 02.08.2013 22:36
von ABV | 4.202 Beiträge

2. Die Verkehrspolizei

Die Verkehrspolizei untergliederte sich in die operativ tätigen Verkehrsüberwacher, die Unfallbearbeitung, die KfZ-Zulassungsstelle, Führerscheinstelle und den KfZ-Sachverständigen. An der Spitze stand natürlich, wie überall, der Leiter. In diesem Fall der "Leiter Verkehrspolizei", kurz "VK-Leiter".
Im Unterschied zu den übrigen Polizisten, besaß die Verkehrspolizei das Privileg, weiße Mützen tragen zu dürfen. Dieses diente der besseren Erkennbarkeit auf der Straße und brachte der Verkehrspolizei den liebevollen Beinamen " Weiße Mäuse" ein. Klingt auf jeden Fall besser als " blöde Bullen".
Sieht man von der KfZ-Zulassung und dem Führerscheinwesen ab, ähneln die Aufgaben der DDR-Verkehrspolizei denen der heutigen Verkehrspolizei im wesentlichen. Weiter entwickelt haben sich jedoch die technischen Möglichkeiten, um Verkehrssündern auf die Schliche zu kommen. "Blitzer" zur Geschwindigkeitsüberwachung, inklusive der allseits "beliebten" Beweisfotos, gab es in der DDR nicht. Dafür hockten die Verkehrspolizisten mit Radargeräten am Straßenrand. Kassiert wurde gleich vor Ort. Anstatt Briefe herauszuschicken und dem Bürger noch die Bearbeitungsgebühren "überzuhelfen".
Verkehrsunfälle gab es in der DDR reichlich. Trotz der 0,0 Promille-Grenze, gehörte Fahren unter Alkohol, neben der Geschwindigkeit, zu den Hauptunfallursachen. Den Verkehrsunfalldienst teilten sich in einem VPKA, beinahe alle Mitarbeiter der VK. Wenn Not am Manne war, sprang sogar der Leiter ein! Unglaublich aber wahr: die Verkehrspolizisten fuhren zunächst alleine zum Unfallort. Nur bei schwereren Verkehrsunfällen, oder wenn sich herausstellte das Alkohol im Spiel war, bekamen sie Unterstützung durch die Schutzpolizei oder den zuständigen ABV. Bei Verkehrstoten kam grundsätzlich die Kriminalpolizei zum Einsatz. Ein Verfahren das heute ebenfalls wieder zunehmend Anwendung findet.
Bearbeitet wurden die Verkehrsunfälle, bis zur Abgabe an den Staatsanwalt, von speziell ausgebildeten Verkehrsunfallsachbearbeitern.
Übrigens: die Verkehrspolizei der DDR verfügte über profunde Mittel, um hartnäckige Verkehrssünder zu erziehen : So zum Beispiel der berüchtigte "Stempel". Für Nicht-DDRler: jeder Führerschein verfügte über eine Stempelkarte. Diese bot Platz für sechs Einträge. Der Verkehrspolizist konnte entscheiden, ob er dem Delinquenten "Geld abknöpfte", oder lieber einen Stempel verpasste. Letzere Maßnahme wurde weit mehr gefürchtet. Denn nach dem sechsten Stempel, wurde automatisch der Führerschein eingezogen. Wie lange, entschied der VK-Leiter.
Es gab aber noch eine deftige Erziehungsmaßnahme: den Verkehrsunterricht! Wurde dieser doch mit Vorliebe am Sonntagvormittag durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt hatte der DDR-Bürger gewöhnlich etwas anders vor. Aber wer nicht hören kann, muss fühlen.

Wird fortgesetzt

Gruß Uwe


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#413

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 02.08.2013 22:43
von chantre | 425 Beiträge

@ABV
Bereits im Jahr 1984 war die Mot-VK Dresden mit Traffipax-Gerät, eingebaut in einen Lada, ausgerüstet. Diese Gerät kam auch sehr häufig zum Einsatz.
Aber Du hast recht, überwiegend, wurde an Ort und Stelle abkassiert.


Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky
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#414

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 02.08.2013 22:54
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von chantre im Beitrag #413
@ABV
Bereits im Jahr 1984 war die Mot-VK Dresden mit Traffipax-Gerät, eingebaut in einen Lada, ausgerüstet. Diese Gerät kam auch sehr häufig zum Einsatz.
Aber Du hast recht, überwiegend, wurde an Ort und Stelle abkassiert.


Hallo!
Ich muss einschränkend sagen, dass sich meine Erinnerungen auf das VPKA Seelow, in der tiefsten östlichen Provinz, beziehen. Anderenorts dürfte die Ausrüstung durchaus schon moderner gewesen sein. Es soll ja auch bei der Volkspolizei Computertechnik vorhanden gewesen sein. In Seelow hielt der erste PC erst im April 1995, weit nach dem Ende der DDR, Einzug. Wie gesagt, wir waren halt Provinz.

Gruß Uwe


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#415

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 02.08.2013 23:02
von chantre | 425 Beiträge

Das muß nicht das schlechteste gewesen sein. Eine Erfahrung aus meiner Zeit war, das Mitarbeiter aus der "Provinz" gern in Einsatzgruppen und Sonderkommissionen delegiert wurden. Es waren halt Allrounder. In einem großem VPKA gab es die Spezialisten, die nur Wohnungeinbrüche, oder nur
Kfz machten. In den kleineren Dienststellen mußtest Du im K-Dienst alles machen. Auch unnatürliche Todesfälle oder Havarien, Brände.


Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky
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#416

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 04.08.2013 19:31
von ABV | 4.202 Beiträge

3. Pass und Meldewesen

Das Aufgabengebiet der Abteilung " Pass & Meldewesen", findet sich heute in den Einwohnermeldeämtern der Städte und Gemeinden wieder.
Zum " Pass und Meldewesen" gehörten folgende Bereiche: a) die eigentlichen Meldestellen. Von denen es, außer im VPKA selbst, Außenstellen in größeren Orten gab. Von den Meldestellen wurden unter anderem Personalausweise und Polizeiliche Führungszeugnisse ausgestellt. Den Meldestellen oblag auch die Visaerteilung bei Reisen in " befreundete Länder". Weiterhin mussten sich bundesdeutsche Bürger die in der DDR ihre Verwandten besuchten, für die Dauer des Besuches in den zuständigen Meldestellen anmelden.

b) die " Kreismeldekartei"
In dieser, in einem speziell gesicherten Raum untergebrachten Kartei, wurden die Daten sämtlicher im Kreis wohnenden Bürger, inklusive Passfotos, registriert. Diesen Raum durften nur wenige, besonders bestätigte Mitarbeiter bzw Mitarbeiterinnen, denn im Pass 6 Meldwesen arbeiteten überwiegend Frauen, betreten. Und wenn, dann niemals allein!
Dagegen besaßen die Mitarbeiter der Kreisdienststelle für Staatssicherheit die Befugnis, bei Bedarf jederzeit den Raum zu betreten. Auch allein!! Diese Befugnis bestand, zumindest im VPKA Seelow, bis zum November 1989
c) Reiseverkehr ins " NSW"
über dieses spezielle Referat habe ich in einem anderen Thread bereits ausführlich geschrieben.

4. Feuerwehr

In jedem VPKA gab es eine Abteilung Feuerwehr
Dort arbeiteten so genannte Instrukteure. Diese waren für die Anleitung und Kontrolle der Freiwilligen Feuerwehren im Kreisgebiet, die Einsatzführung bei größeren Feuerwehreinsätzen und die Brandschutzkontrolle in den Betrieben verantwortlich.
Bei den so genannten Instrukteuren handelte sich in den meisten Fällen um Offiziere der Berufsfeuerwehr.

5. Versorgungsdienste
Die Versorgungsdienste bestanden aus dem a) Meister vom Innendienst (Spieß), b) dem Schirrmeister, c) dem Waffenmeister und d) dem Hausmeister ( Zivilbeschäftiger).

wird fortgesetzt


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#417

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 04.08.2013 19:53
von ABV | 4.202 Beiträge

5. Abteilung Nachrichten

Dieser Abteilung oblag die technische Sicherstellung des Fernsprech / Funk und Fernschreibverkehrs. Inklusive der Telefonvermittlung während der Bürodienstzeit. Zur Abteilung gehörte auch ein speziell ausgebildeter Tastfunker. Einmal in der Woche wurde der Tastfunkverkehr mit der Bezirksbehörde der Volkspolizei getestet.

wird fortgesetzt


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#418

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 04.08.2013 20:12
von ABV | 4.202 Beiträge

6. Kriminalpolizei

In den VPKÄ stellten die " Krimis" genannte Abteilung, so etwas wie eine Elite dar. Es gab wohl keinen Volkspolizisten, der nicht am liebsten zur Kriminalpolizei gehört hätte. Bei den Werbungen zur VP wurden perfiderweise immer wieder Einstellungskandidaten mit dem Versprechen sofort zur Kriminalpolizei zu kommen, geködert. Ein Versprechen das sich jedoch sehr oft nicht erfüllte.
In einem VPKA untergliederte sich die Kriminalpolizei wie folgt:
- Kommissariat 1 ( K1), zuständig für die Bearbeitung von Kapitalverbrechen sowie "politischen" Delikten. Die K1 fungierte als Verbindungsorgan zwischen VPKA und MfS-Kreisdienststelle
- Kommissariat 3 ( K3) zuständig für die Bekämpfung der allgemeinen Kriminalität
- Kommissariat 4 - zuständig für die Kriminaltechnik ( Spurensicherung und Erkennungsdienst)
- Kommissariat 7 - zuständig für jugendliche Straftäter
- Kommissariat 8- zuständig für "staatliche Kontrollmaßnahmen"

Grundsätzlich galt in der Ebene eines VPKA: jeder muss alles können und bei Bedarf jeden ersetzen! So musste beispielsweise ein Sachbearbeiter der Kriminalpolizei in der Lage sein, an einem Tatort, Spuren zu finden und auch zu sichern. Umgekehrt musste der Kriminaltechiker im Bedarfsfall, auch Ermittlungen führen.

In der Zeit von 17:00 Uhr-07:00 Uhr ( an Wochentagen9, sowie an Wochenenden und Feiertagen, kam bei Neuanfall von Straftaten der so genannte K-Dienst, ein aus dem Mitarbeiterbestand der Abteilung gestellter Bereitschaftsdienst, zum Einsatz.

Gruß an alle


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zuletzt bearbeitet 04.08.2013 20:15 | nach oben springen

#419

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 04.08.2013 20:46
von ABV | 4.202 Beiträge

Für alle an der Kommunikationstechnik der Volkspolizei interessierten, habe ich einen sehr interessanten Link:

http://www.klaus-paffenholz.de/bos-funk/...lle-Potsdam.pdf

Der Link führt auf ein PDF-Dokument. Klaus Pfaffenholz ist ein ehemaliger Offizier der BdVP Potsdam und ein absoluter Fachmann auf dem Gebiet des Nachrichtenwesens.


Gruß Uwe


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zuletzt bearbeitet 04.08.2013 20:49 | nach oben springen

#420

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 04.08.2013 23:50
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #419
Für alle an der Kommunikationstechnik der Volkspolizei interessierten, habe ich einen sehr interessanten Link:

http://www.klaus-paffenholz.de/bos-funk/...lle-Potsdam.pdf

Der Link führt auf ein PDF-Dokument. Klaus Pfaffenholz ist ein ehemaliger Offizier der BdVP Potsdam und ein absoluter Fachmann auf dem Gebiet des Nachrichtenwesens.


Gruß Uwe


................mit absoluter Sicherheit war Klaus Pfaffenholz Angehöriger der DVP


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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