#361

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 03.07.2013 22:12
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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War das normal mit den Einzelstreifen in solchen Ecken?
In der DDR hat sich auch viel Gesockse rumgetrieben und da abends so alleine als Polizist unterwegs, ist das taktisch klug?


zuletzt bearbeitet 03.07.2013 22:15 | nach oben springen

#362

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 03.07.2013 22:35
von ABV | 4.202 Beiträge

Fußstreife wurde meist allein gelaufen. Auch an solchen Ecken. Die heutigen Jungpolizisten kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, wenn sie so etwas hören. In dem einem Jahr als ABV war ich nur alleine unterwegs. Auch in den Nächten. Und das ohne Funkkontakt zum VPKA. Wir besaßen zwar Funkgeräte. Mit denen konnte man zwar empfangen, jedoch nicht senden. Die Geräte dienten dazu, uns zum nächsten Telefon zu beordern. Irgendwo weit draußen in der "Prärie", ein absolut schwieriges Unterfangen. Heldentaten konnten unter diesen Umständen nicht geleistet werden. Selbst das Stellen eines Trunkenheitsfahrers wurde zur schieren Unmöglichkeit. Wie hätte ich den auf mein Moped bekommen? Unterstützung gab es keine, weil die ja nicht angefordert werden konnte.

Gruß Uwe


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#363

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 03.07.2013 23:19
von Fritze (gelöscht)
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Ja ,daß war schon hart ,als Praktikant nachts allein in einer Stadt ! Einige haben sich dann getroffen und bereichsübergreifende Streife gemacht.
Ich weiss nicht ,warum mir daß damals nichts ausmachte . Noch vom Kanten her abgehärtet ? Keine Ahnung !
Besonders dann in den Oktober /Novembertagen und Nächten wars doch ab und an mal brenzlig .

Aber die richtig heissen Nächte hab ich dann ,nach dem Ausscheiden von Polizei ,bei einem Wachdienst erlebt .Da hab ich mehr mit dem Gummiknüppel zugelangt als unserer Einsatzzug bei der VP.
Materielle Werte sind ja oft besser geschützt als ideelle .


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#364

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 04.07.2013 01:08
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #361
War das normal mit den Einzelstreifen in solchen Ecken?
In der DDR hat sich auch viel Gesockse rumgetrieben und da abends so alleine als Polizist unterwegs, ist das taktisch klug?



damals konnten sich noch polizeibeamte im gegensatz zu heute noch auf attribute wie : achtung und respekt unter der bevölkerung berufen ,
im jetzt fahren in gewissen gebieten einer stadt nur noch 'manschaftswagen' ein , um 'sachverhalte' zu klären !!

hat für mich so eine art 'demokratie' : hier bin ich mensch und hier hau ich rein !!!
oder verwechsle ich es gerade mit anarchie , egal !!!



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#365

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 04.07.2013 01:19
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von frank im Beitrag #364
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #361
War das normal mit den Einzelstreifen in solchen Ecken?
In der DDR hat sich auch viel Gesockse rumgetrieben und da abends so alleine als Polizist unterwegs, ist das taktisch klug?



damals konnten sich noch polizeibeamte im gegensatz zu heute noch auf attribute wie : achtung und respekt unter der bevölkerung berufen ,
im jetzt fahren in gewissen gebieten einer stadt nur noch 'manschaftswagen' ein , um 'sachverhalte' zu klären !!

hat für mich so eine art 'demokratie' : hier bin ich mensch und hier hau ich rein !!!
oder verwechsle ich es gerade mit anarchie , egal !!!


Nun ja, in dem Fall um den es sich hier paar Beiträge weiter oben drehte beschränkte sich der "Respekt" aber aufs Erstechen.


zuletzt bearbeitet 04.07.2013 01:23 | nach oben springen

#366

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 04.07.2013 01:42
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #365
Zitat von frank im Beitrag #364
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #361
War das normal mit den Einzelstreifen in solchen Ecken?
In der DDR hat sich auch viel Gesockse rumgetrieben und da abends so alleine als Polizist unterwegs, ist das taktisch klug?



damals konnten sich noch polizeibeamte im gegensatz zu heute noch auf attribute wie : achtung und respekt unter der bevölkerung berufen ,
im jetzt fahren in gewissen gebieten einer stadt nur noch 'manschaftswagen' ein , um 'sachverhalte' zu klären !!

hat für mich so eine art 'demokratie' : hier bin ich mensch und hier hau ich rein !!!
oder verwechsle ich es gerade mit anarchie , egal !!!


Nun ja, in dem Fall um den es sich hier paar Beiträge weiter oben drehte beschränkte sich der "Respekt" aber aufs Erstechen.



nun ja , 'patienten' gibts überall aber 'weiß gott' nicht die mehrheit !!! aber heute wäre ich mir nicht so 'sicher' wie damals !!!



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#367

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 04.07.2013 12:22
von RudiEK89 | 1.950 Beiträge

Wir sind in der Innenstadt Leipzigs immer zu zweit auf Fußstreife gegangen. Das zog sich dann bis zum Zoo hin. Das Polizeirevier Mitte war ja direkt in der Innenstadt (Ritterstraße). Dieses Revier war Lehrrevier, das heißt, alle Polizisten die ihre Grundausbildung in Neustrelitz absolviert hatten, versahen ihren Dienst dort für ein halbes Jahr.
Dort wurde ihnen das "Laufen" gelehrt, bevor sie in andere Reviere versetzt wurden.
Außerdem fuhren in jeder Schicht mindestens 2 Funkstreifenwagen, die die Fußstreifen bei Lagen unterstützten.
Jede Fußstreife hatte ein UFT 771 bei sich, um Verstärkung anzufordern oder Fahndungsüberprüfungen nach Personen oder Sachen zu tätigen.

VG. Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#368

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 04.07.2013 18:23
von 94 | 10.792 Beiträge

Hallo @RudiEK89
Möchte die Frage nach dem Saab 9000 hier nochmal stellen. War dieser zivil (also handelüblich) oder grün-weiß angemalt?
Biste Dir außerdem mit dem UFT771 (70cm-Band) sicher?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#369

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 04.07.2013 23:49
von S51 | 3.733 Beiträge

Die UFT 771 hatten wir in Berlin auch ab etwa 1986. Ja, sicher.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#370

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 05.07.2013 00:07
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von glasi im Beitrag #346
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #81
@CASI
Mir sind damals auch einige Fahrzeuge weggefahren oder besser gesagt, sie haben sich einer Kontrolle entzogen.
Mit meinem Lada 2101 waren sie nicht aufzuhalten.
Das änderte sich 1992 als wir die ersten "West"- Fahrzeuge für den täglichen Dienst erhielten.

Wie lange hat die Umrüstung auf Weststandart gedauert? Ich meine Dienstwagen usw. Hat irgentwas die Wende überdauert? Oder ging alles auf denn Sperrmüll?Lg


Wir haben unseren letzten Wartburg im Frühsommer 1992 bei einer Festnahme geschrottet. Es war auch der letzte Einsatz mit Pistole Makarow. Als das Fluchtfahrzeug nur durch ein direktes Rammen zu stoppen war. Bei einem Wartburg gibt es doch verblüffend viele Kontrolleuchten... So geschehen in Berlin-Lichtenberg in der Rhinstraße. Da waren alle anderen Fahrzeuge schon VW, meistens Golf und davon ein weißer Diesel Zweitürer. Mit dem war keine Verfolgung zu gewinnen und wenn, kam man hinten nicht raus. Der Wartburg war besser, haben wir uns geärgert, den Diesel hätten wir lieber verloren.
Die Funkwagen in Berlin waren nahezu ausnahmslos zu dieser Zeit schon VW-Busse.
In Berlin kamen die Zivilfahrzeuge mit Tarnkennzeichen zentral vom Pol-Präs. und wechselten mit der Zeit von Abschnitt zu Abschnitt. Von daher waren die Zivis (StrDVB) relativ schnell konkurrenzfähig. Es kam jedoch vor, das sogar private Pkw in der Anfangszeit benutzt wurden. Wilde Zeiten eben.


GK Nord, GR 20, 7. GK
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#371

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 05.07.2013 02:11
von ABV | 4.202 Beiträge

Um mal wieder auf die Volkspolizei zurückzukommen: Warum wurde man eigentlich Volkspolizist? Welche Motive gab es für einen jungen Menschen, ausgerechnet diesen Beruf zu ergreifen? Zunächst einmal muss an dieser Stelle gesagt werden, dass es in der DDR völlig anders ablief, als heute. Wer (Volks)Polizist werden wollte, musste zuerst einmal, einen "ordentlichen" Beruf erlernen. Als zweite unbedingte Vorraussetzung galt der abgeleistete Wehrdienst. Im letzten Halbjahr vor der Entlassung, wurden die Wehrdienstleistenden, in den Kasernen, von Werbern der " Deutschen Volkspolizei" aufgesucht. So lief das auch bei mir ab. Im Sommer 1984, wurde ich zu einem Gespräch in den Regimentsstab bestellt. In einem der dortigen Dienstzimmer, wartete bereits ein ca. fünfundvierzigjähriger, leutselig wirkender Zivilist. Der Mann stellte sich mir gegenüber als Angehöriger der VP, konkret des "Wachkommando Missionsschutz" vor. Eine Bezeichnung, mit der ich so gar nichts anfangen konnte. Obwohl ich mich schon seit frühester Jugend für die Arbeit der Polizei interessierte. Natürlich vorrangig für die Kriminalpolizei. Ich verschlang geradezu die in der DDR ebenso beliebte, wie schwer erhältlichen Krimibücher der " DIE-Reihe". Wobei die Abkürzung DIE für Delikte, Indizien und Ermittlungen stand. Im Prinzip rannte der Werber bei mir " offene Türen ein". Träumte ich doch schon seit langem Polizist zu werden. Obwohl ich eigentlich daran zweifelte, den Anforderungen gerecht zu werden. In meinen Augen waren Polizisten, absolut perfekte Saubermänner. Sportlich, höflich, asketisch. Würde ich diesem Idealbild gerecht werden?
Egal, nachdem ich Bereitschaft signalisiert hatte, suchte mich der Werber nach einigen Wochen erneut auf. Diesmal wurde er schon konkreter. Auch was das finanzielle betraf. Staunend erfuhr ich, dass das Einstiegsgehalt im "Wachkommando Missionsschutz" bei 1300 Mark lag. Für DDR-Verhältnisse, ein geradezu üppiges Einkommen. Fast das dreifache des Hubgerlohns, den ich als Karpfenzüchter, bei körperlich schwerer Arbeit, ständig den Witterungsunbilden ausgesetzt, verdiente. Ich gebe zu, dass die Aussicht auf einen weitaus besseren Verdienst als zuvor, ebenfalls eine Rolle bei der Entscheidung Volkspolizist zu werden, spielte. Aber eben nur eine Rolle unter vielen.
Irgendwann musste ich dann einen detaillierten Fragebogen ausfüllen, wurde zur Einstellungsuntersuchung ins Polizeipräsidium bestellt, bis ich dann, nach dem Abschluss einer mehrmonatigen Überprüfung, die endgültige Zusage bekam. Wenn ich mehr Zeit habe, werde ich darauf noch einmal genauer eingehen. Vieles von dem was der Werber versprach, zum Beispiel einen spannenden abwechslungsreichen Dienst im Zentrum der Hauptstadt der DDR, zerplatzte wie eine Seifenblase. Meine naive Vorstellung über Volkspolizisten, bekam gleich am ersten Tag im VP-Wohnheim Berlin-Biesdorf, tiefe Risse. Als mein dato mir noch unbekannter Mitbewohner, Oberwachtmeister der VP K., vom Dienst heimkehrte, in voller Montur den Kühlschrank öffnete, eine halbvolle Flasche Wodka entnahm, um sich erstmal einen herzhaften Schluck zu gönnen. Ich konnte es kaum fassen. So in etwa müssen sich kleine Jungen fühlen, wenn ihnen zum ersten Mal dämmert, dass Winnetou nur ein Phantasieprodukt ist. Weitere Risse folgten. Von denen ich später ebenfalls berichten werde.
Es gab aber noch etwas, auf dass einem kein Werber vorbereitete. Und zwar die bittere Erfahrung, dass alte Bekannte plötzlich auf Distanz gehen. Volkspolizist zu werden, bedeutete in den Augen der Allgemeinheit, so etwas wie eine hundertprozentige Zustimmung zur Politik der SED. Und nicht nur das! Man verkörperte von nun an einen Teil des immer unbeliebter werdenden Regimes. Kein Wunder also, dass viele Freunde und/ oder Bekannte, von einem abrückten.
1988 kündigte im VPKA Seelow, Unterwachtmeister der VP Axel B. In einer Dienstversammlung nach seinen Beweggründen befragt, gab er unumwunden an, dass sich Freunde und selbst Familienangehörige von ihm, wegen seines Eintritts in die VP, distanzierten. Ein Umstand der nicht nur ihm allein, sondern zunehmend auch seine Ehe belastete.
Repräsentant der Staatsmacht zu sein, bringt eben nicht nur Vorteile mit sich. Das trifft vor allem dann zu, wenn zwischen Staat und Bürgern eine immer größer werdende Kluft besteht.
Auch mir sollten negative Erfahrungen nicht erspart werden. Etwa während des Dienstes aus einiger Entfernung beschimpft und für die Fehler der Politik verantwortlich gemacht zu werden. Oder, im Rahmen irgendwelcher Feiern, von alkoholberauschten Anwesenden, mit Stichelein überhäuft zu werden. Die letztere Erfahrung hatte dazu geführt, dass ich noch heute konsequent größere Festivitäten meide. Nicht aus Angst. Sondern allein deshalb, weil mir das trunkenes Gelaber auf die Nerven geht.
Jedenfalls führte die Erfahrung das die Umwelt durchaus nicht immer positiv auf die Berufswahl reagierte, zu einer Vielzahl von Kündigungen. In vielen Fällen bereits im ersten Dienstjahr.
Ein weiterer Grund für einen vorzeitigen Abgang lag daran, dass einige eine merkwürdige Einstellung zum Polizeidienst mitbrachten. Vor kurzem hat mir mal jemand gesagt: " Ich könnte mich ärgern, damals nicht auch zu den Bullen gegangen zu sein. Da würde ich jetzt ein Schweinegeld verdienen. Und müsste nie wieder im Leben arbeiten."
Auch Backe, kann ich da nur sagen. Abgesehen davon, dass sich das mit dem "Schweinegeld" heutzutage ohnehin erledigt hat, mit dieser Einstellung hätte er kaum die ersten Monate überstanden. Wer sich nur des Geldes wegen und um sich vor körperlicher Arbeit zu drücken bei der Polizei verpflichtet, erleidet rasch Schiffbruch.
Auch auf die Gefahr hin, dass mir einige das jetzt nicht glauben sollten: Polizeiarbeit ist auch Arbeit! Eine anstrengende, meist an Wochenenden oder Feiertagen stattfindende noch obendrein. Wer sein kurzes Leben nicht mit Arbeit versauen möchte, ist anderswo als in der Polizei besser aufgehoben.

Gruß an alle
Uwe


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#372

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 05.07.2013 07:41
von ABV | 4.202 Beiträge

Hier ein paar Erinnerungsstücke, aus meinem Privatarchiv
















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Uwe

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#373

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 05.07.2013 08:45
von metal.999 | 49 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #360
Ja, dass Magazin war voll aufmunitioniert. Dazu kam noch das Reservemagzin. Ebenfalls voll aufmunitioniert.
@Chris Erstmal vielen Dank für deine schnelle Antwort. Ich hatte damals, während meiner Zeit in Berlin, nur Gerüchte über den Vorfall gehört. Leider aber nichts konkretes. Einig war man sich in Kollegenkreisen, dass Lawenz gegen irgend etwas einschreiten wollte. Dabei wurde er angegriffen und getötet. Der Gegend um den Prenzlauer Berg, gehörte schon damals zu den absoluten Kriminalitätsschwerpunkten. Ich war dort hin und wieder Nachts unterwegs. Allerdings in der Freizeit. Um mit Kollegen aus dem VP-Wohnheim durch die Nachtbars zu tingeln. Wir waren halt jung und hatten noch Geld.
Aber das ist schon wieder ein anderes Thema.

Viele Grüße an den Rand Berlins von der Oder
Uwe



Guten Morgen Uwe,
wir (meine Familie und ich) hatten damals in der Max-Lingner-Straße also in der Nähe des Tatortes gewohnt. Diese Gegend gehörte und gehört zu Pankow. Wenn mich nicht alles täuscht, wurde über den Vorfall auch in den Tageszeitungen berichtet.

metal.999


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#374

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 05.07.2013 09:24
von RudiEK89 | 1.950 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #368
Hallo @RudiEK89
Möchte die Frage nach dem Saab 9000 hier nochmal stellen. War dieser zivil (also handelüblich) oder grün-weiß angemalt?
Biste Dir außerdem mit dem UFT771 (70cm-Band) sicher?

Hallo @94
Der Saab 9000 CS wurde als ziviles Fahrzeug ausgeliefert und genutzt.
Bezüglich des UFT 771 muss ich meine Aussage revidieren. Habe noch einmal nachgelesen.

Wir nutzten vor und in der Wendezeit das UFT 721 und später 727.

Gruß Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#375

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 05.07.2013 12:33
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #372
Hier ein paar Erinnerungsstücke, aus meinem Privatarchiv

Hallo ABV, mit der Dreie in M/L könnste ja schon fast über einen Antrag für eine Opferrente nachdenken? Ansonsten zwei Fragen, was macht der Kolja bei dem Busausflug und zu dem §6 Deines Dienstvertrages, also ums mal kurz zu machen: hä?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 05.07.2013 12:33 | nach oben springen

#376

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 05.07.2013 12:46
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #375
Zitat von ABV im Beitrag #372
Hier ein paar Erinnerungsstücke, aus meinem Privatarchiv


und zu dem §6 Deines Dienstvertrages, also ums mal kurz zu machen: hä?




Der kluge "Beamte" baut vor!


zuletzt bearbeitet 05.07.2013 12:46 | nach oben springen

#377

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.07.2013 20:29
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #375
Zitat von ABV im Beitrag #372
Hier ein paar Erinnerungsstücke, aus meinem Privatarchiv

Hallo ABV, mit der Dreie in M/L könnste ja schon fast über einen Antrag für eine Opferrente nachdenken? Ansonsten zwei Fragen, was macht der Kolja bei dem Busausflug und zu dem §6 Deines Dienstvertrages, also ums mal kurz zu machen: hä?


Hallo 94: Der Kolja bzw die Koljas, gehörten zu einer Gruppe Sowjetsoldaten. Ich gehörte, im Frühjahr 1987, zu einer Delegation des Wachkommando Missionschutzes, die gemeinsam mit Angehörigen einer sowjetischen Einheit aus Schönwalde, die " Seelower Höhen" besuchte. Inklusive gemeinsamer Kranzniederlegung. Und der § 6, muss ich doch glatt mal schauen.

Gruß Uwe


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#378

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.07.2013 20:33
von ABV | 4.202 Beiträge

Upps, ist mir ja noch gar nicht aufgefallen, dass der § 6 nicht aufgeführt ist.. Das Ding ist ja ohnehin nur noch fürs Museum gut.

Gruß Uwe


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#379

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.07.2013 20:38
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

@ABV

Also Uwe
Die drei in ML müssen wir aber noch ausdiskutieren



Zitat von ABV im Beitrag #372
Hier ein paar Erinnerungsstücke, aus meinem Privatarchiv
















Gruß an alle
Uwe


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#380

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 06.07.2013 20:44
von ABV | 4.202 Beiträge

Grins, ich habe eben damals schon geahnt, dass die DDR bald am Ende ist. Nee, mal im Ernst: ich hatte am Abend zuvor den Abschluss anderer Prüfungen gefeiert. Und dabei zutief ins Glas geschaut. Die ML-Prüfung hatte ich auf die leichte Schulter genomen. Frei nach dem Motto: Quatsch einfach drauflos, dass wird denen schon gefallen. Leider wollten sich die Jungs mit einfachen Phrasen nicht zufriedengeben. Etwas anderes fiel meinem " Ölkopp" aber nicht ein.

Gruß Uwe


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