#201

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 20.06.2013 17:45
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #199
Mein Lieben,

nun, zur Volkspolizei will ich auch noch ein Bonmot dazugeben.

Ende der 1960-iger Jahre. Ich war gerade stolzer Besitzer eines Mopeds Simson "Star" geworden und flanierte zum ersten mal im jugendlichen Überschwang durch meine Heimatstadt.

Volkspolizei. Anhalten. Volkspolizist "Verkehrskontrolle, bitte die Papiere". Ich "Oh, die habe ich nicht mit". Volkspolizist "Junge, dann fahr mal schnell nach hause und bring' se vorbei".

Liebe Grüße

Ecki



Wie gesagt, es gibt immer solche Menschen (auch in Uniform oder mit Klappfix) und solche halt eben. Das gibt es doch auch in jeder Berufsgruppe.
Mein Motto auf Arbeit ist, du musst mit jedem arbeiten, musst aber nicht jeden heiraten.
Und damit bin ich immer gut gefahren.

Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#202

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 20.06.2013 18:24
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

@Uwe
Ich danke dir für deinen Beitrag. Den hast du wirklich aus dem Herzen heraus geschrieben.
Wer das im Oktober/November 1989 nicht persönlich mitgemacht hat, wird das auch nicht verstehen.
Auf der einen Seite waren die Befehle der Führung und auf der anderen Seite die Angst der vor den aufgebrachten Leuten.
Wie ich schon schrieb, hat man Kinderwagen als Schutzschilde vor uns gestellt.
Du und ich, haben doch erst mal dem Polit und der Führung vertraut. Das war halt so im Alter von 23 Jahren und in der DDR geboren und aufgewachsen,
Heute sehen wir beide sicherlich vieles anders aber ich kann dir eins sagen, dass viele dieser Leute, die damals für Freiheit demonstriert haben heute nicht mehr auf dem "Ring" in Leipzig demonstriert haben wollen. Ich frage sie dann immer nur, wo denn die Menschen alle herkamen?
Sie wollten die Reisefreiheit und den Konsum aus dem "Westen" aber den Sozialismus ohne Arbeitslosigkeit u.a. wollten sie behalten.

Dazu habe ich nur gesagt, in "Stabü" habt ihr da nicht aufgepasst oder gefehlt.

VG. Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
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#203

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 21.06.2013 00:56
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von RudiEK89 im Beitrag #202


Heute sehen wir beide sicherlich vieles anders aber ich kann dir eins sagen, dass viele dieser Leute, die damals für Freiheit demonstriert haben heute nicht mehr auf dem "Ring" in Leipzig demonstriert haben wollen. Ich frage sie dann immer nur, wo denn die Menschen alle herkamen?
Sie wollten die Reisefreiheit und den Konsum aus dem "Westen" aber den Sozialismus ohne Arbeitslosigkeit u.a. wollten sie behalten.

Dazu habe ich nur gesagt, in "Stabü" habt ihr da nicht aufgepasst oder gefehlt.

VG. Andreas


Lieber Andreas,

das möchte ich nicht unkommentiert stehen lassen. Die Menschen sind damals aus vielen unterschiedliche Gründen auf die Straße gegangen. Ich möchte jetzt an dieser Stelle nicht über die vielen unterschidlichen Strömungen der Oppositionsbewegung schreiben, die es nicht erst seit 1989 gab. Sondern mich nur dagegen wehren, dass ausschließlich die Reisefreiheit und der Westkonsum die Menschen auf die Straße trieb.

Unter ihnen waren nicht wenige, die sehr gut in Staatsbürgerkunde aufgapasst haben. Und sogar Marx nicht nur als Pflichtlektüre gelesen haben. Und daher auch einen Widerspruch zwischen Theorie und Praxis gesehen haben. Und das widerum auch nicht erst seit 1989. Doch diese Menschen wurden nicht gehört. Und es gab sogar SED - Mitglieder unter ihnen.

Ein weites Feld dieses Thema.

LG von der grenzgaengerin


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#204

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 21.06.2013 18:45
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

@Grenzgaengerin
Ich möchte mich für deinen Beitrag bedanken.
Da ich sicher einige Jahre jünger als du bin, ich möchte meinen Werdegang über die Erziehung in Elternhaus, bei den GT etc. nicht wiederholen, habe ich als junger Mensch im Herbst 1989 einiges anders gesehen.

Das was ich schrieb, waren Aussagen verschiedener Bürger kurz nach der Wende.
Man wollte den Sozialismus mit Reisefreiheit in alle Welt und den Konsum von Westdeutschland.
Sicherlich ist es auch dem geschuldet, dass man Betriebe von der Treuhand für symbolisch einen Euro käuflich erwarb, um sie dann zu schließen.
Diese und andere Sachen werden die Meinungen der Bürger mit beeinflusst haben.

Aber wie du so schön geschrieben hast, ist dieses Thema ein "weites Feld".

Gruß Andreas


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#205

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 21.06.2013 19:43
von ABV | 4.202 Beiträge

Genau! Die Motive der Demonstranten waren tatsächlich vielschichtig. Das sieht man schon daran, dass heute durchaus nicht alle mit den eingetretenen Verhältnissen einverstanden sind. Andere aber schon! Ganz ehrlich, wenn ein Land je in seiner Geschichte dringend Reformen benötigte, dann war es die DDR! Die Wirtschaft lag am Boden, überall wurde geschummelt und gelogen und die Obrigkeit feierte sich selbst. Spätere Generationen werden wohl nur noch die Köpfe über dieses Desaster schütteln. Dazu kommt noch: jeder hat es gewusst,( fast) jeder hat mitgemacht. Aus welchen Gründen auch immer. Selbst oder gerade die Zeitgenossen, die sich heute so gerne lautstark als " stille Widerstandskämpfer" gebärden.
Meiner Meinung nach, befanden sich unter den Demonstranten der ersten Stunde, sehr viele engagierte DDR-Bürger, die eben nicht mehr mit ansehen wollten, wie sich ihr Staat langsam aber sicher selbst zu Grunde richtet. Diese Menschen erkannten die Grundübel, wollten diese beseitigt haben. Nicht aber den ganzen Staat. Und auch nicht unbedingt das " Experiment Sozialismus". Das kam erst später, ab dem November 1989. Konkret nach dem Mauerfall. Kann man aber den Menschen verdenken, die eben gerade aus dem blühenden Konsumparadies Bundesrepublik in die graue DDR heimkehrten, dass sie nicht schon wieder auf Jahrzehnte vertröstet werden wollten? Und nicht schon wieder an einem Experiment mit ungewissem Ausgang teilnehmen wollten?
So traurig es auch für jemanden mit sozialistischen Idealen klingen mag, es gibt nun einmal keine funktionierende Alternative zur " Freien Marktwirtschaft"! Selbst wenn die DDR ein selbstständiger Staat geblieben wäre, hätte die Marktwirtschaft zwischen Fichtelberg und Kap Arkona Einzug halten müssen. Ansonsten wäre diese DDR vollends zusammengebrochen. Zumal man auch ehrlich zugeben muss, dass die Vollbeschäftigung in der DDR, wie die geringen Mieten, mit absolut untauglichen Mitteln erreicht wurde. Und nur der Wahrung des " schönen Scheins" diente. Kein Unternehmer könnte es sich, bei Strafe des Ruins leisten, zwanzig Mitarbeiter in Lohn und Brot zu halten, wenn er nur für zehn Mitarbeiter Bedarf besteht.
Man kann wirklich sagen, dass während der Wendezeit etliche Idealisten geradezu " unter die Räder gekommen sind". Zunächst wurden sie von der SED kriminalisiert und zu Feinden erklärt und später von anderen Demonstranten, " Rote Schweine" tituliert. In der " Chronik der Wende", lief vor etlichen Jahren auf ARD, gab es eine Szene von eine der Leipziger Montagsdemos, Mitte Dezember 1989. Zu sehen waren zwei Demonstrationsblöcke. In dem einen skandierten " Für unser Land"-Rufer den weiteren Erhalt der DDR. In dem anderen skandierten Demonstranten " Deutschland Einig Vaterland". Andere forderten, unter den Augen hilflos resignierender Protagonisten der ersten Stunde: " Rote aus der Demo raus!"
Deutlicher konnte man die Situation der Demonstranten nicht zeigen. Der Riss der ab dem Spätherbst 1989 durch die Demos verlief, ist zum Teil heute noch spürbar.

Gruß Uwe


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#206

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 21.06.2013 19:50
von Fritze (gelöscht)
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Der dicke Chanzler hat mal bei "Hurra Deutschland " gesagt : "Wer vorher lautstark demonstriert ,ist hinterher eben immer angeschmiert ! "


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#207

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 22.06.2013 01:39
von turtle | 6.961 Beiträge

Ich stelle mir so mit einem Grinsen vor , hätte man den DDR Bürgern die Möglichkeit gegeben frei in den Westen zu reisen und ohne Probleme zurück zu dürfen ob dann so viele geschrien hätten "Wir sind ein Volk" und" Deutschland einig Vaterland" Die meisten hatten doch keine Ahnung von dem was sie erwartet. Die Fernsehwelt war doch etwas anderes. Angekommen in der Realität kam für viele die Ernüchterung, das hier die Ärmel mehr hochgekrempelt werden müssen, der Ellbogen mehr eingesetzt werden muss und sich im Prinzip jeder selbst der Nächste ist . Ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl im Westen weniger ausgeprägt war ,und sogar die Nachbarschaft Hilfe im Osten besser war. Arbeitslosigkeit war nun kein Fremdwort mehr. Auch die Freiheit hatte ihren Preis ,und Reisen ohne Geld geht auch nicht. Einen besseren Sozialismus aufzubauen, diese Chance wurde vertan. Nicht das ich die DDR vermisse ,dazu hatte ich an ihrer Politik zu viel auszusetzen. Aber vielleicht hätte mich eine neue bessere DDR überzeugt. Den Sozialismus als Versuch nach dem 2.Weltkrieg als neue Gesellschaftsordnung einzuführen war in Ordnung. Nicht in Ordnung war das wie. Da hätte schon lange ein Umdenken erfolgen müssen. Anzeichen das die Menschen unzufrieden sind gab es doch genug. Gerade das MfS war doch nicht blind. 1989 war es zu spät ,der Zug zur Rettung war längst abgefahren ,Die Weichen wurden nun woanders gestellt . Wie sagte der Mensch" der im eigenem Land weniger Fans als beim sogenannten EX Klassenfeind hat,
Ja genau den Satz "wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" Von der Sowjetunion lernen heißt siegen lernen , hatte plötzlich einen bitteren Beigeschmack. Diese Suppe schmeckte den Erich's und Co überhaupt nicht mehr. Wenn wir aus unserer Geschichte lernen muss doch einiges zu machen sein.


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zuletzt bearbeitet 22.06.2013 09:47 | nach oben springen

#208

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 22.06.2013 11:39
von turtle | 6.961 Beiträge

Möchte auf die Wendezeit zurückkommen. Zu den Verlieren gehörten besonders die Staatsdiener. Mitarbeiter der Volkspolizei wurden plötzlich ohne Respekt behandelt, dabei spielte es keine Rolle welches Aufgabengebiet speziell zu ihrer Tätigkeit gehörte. Ob nun ABV, Abt. 1 der K. oder die Kriminalpolizei alles wurde über einen Kamm geschert. Von der Abt. K 1 mal abgesehen von der ich mehr negativ denke ,da ihr zu große Stasinähe nachgesagt wird, dürfte sich der Aufgabenbereich der Volkspolizei nicht wesentlich von der Polizeiarbeit woanders unterschieden haben. Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten, Ansprechpartner bei Problemen und das Aufklären und verhindern von Straftaten ist nun mal überall Aufgabe der Polizei. Doch völlig egal ob vom Genossen Leutnant oder Hauptkommissar. Mit der Einigung verloren viele ihren Job. Das da Bitterkeit und gemischte Gefühle zum Einigungsvertrag aufkamen ist nachvollziehbar.
Hier hätte ich mir mehr Sachlichkeit und Schutz gewünscht.
Hatte einen Freund der bei der Kripo in Leipzig war, obwohl er offiziell keinen Kontakt zu mir haben durfte, fanden wir die Möglichkeit uns zu unterhalten. Er war Sozialist und Mensch. Für mich war das total akzeptabel. Nach der Wende war er nicht mehr lange im Staatsdienst. Ich hörte später er kam nicht mehr klar und beging Suizid.
Sollte hier im Forum jemand genauer über die Abt. K1 der Volkspolizei was schreiben können, gern auch per PN, wäre ich dankbar.
Mein Fazit: Gerechtigkeit zu verlangen ist in Ordnung, sie zu verweigern nicht! Verstehe dass da mancher von Siegerjustiz spricht. Unrecht mit Unrecht abzurechnen, kann nicht in Ordnung sein. Heute würde ich mir vom Staat wünschen etwas mehr gegen die Respektlosigkeit und zum Schutz der Polizei zu unternehmen. Prügelknaben zu sein, haben sie nicht verdient. Wir brauchen sie!

Das Stasi nicht gleich Stasi war ,habe ich schon woanders mehrmals geschrieben ,dazu war das Aufgabengebiet zu verschieden.
Das nur noch im Zusammenhang was ich über die Abt. K1 schrieb.


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zuletzt bearbeitet 22.06.2013 11:50 | nach oben springen

#209

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 22.06.2013 11:56
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

@turtle
Danke für deine Worte.
Ich persönlich sah vieles so, wie du es in deinem Beitrag geschrieben hast.
Auch ich kannte einen Offizier aus der Leipzig, der sich nach der Wende das Leben genommen hat.
Aber auch die K1 solltest du nicht über einen Kamm scheren, denn viele von der K1, außer die Leiter, sind heute noch Kriminalisten und machen eine hervorragende Arbeit. Ich möchte sie nicht missen.

Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#210

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 22.06.2013 13:27
von chantre | 425 Beiträge

Ich war von 1970 bis 1990 bei der Transportpolizei in verschiedenen Dienststellungen und Fachrichtungen. Angefangen habe ich als Anwärter bei der Schutzpolizei. 1978 wechselte ich dann zur K, ging 1980 noch mal nach Aschersleben. 1985 hatte ich den Wunsch zur Versetzung in ein anderes TPA (Transportpolzeiamt). Diesem Wunsch wurde stattgegeben. Was ich nicht ahnte, waren die Bedingungen. Nachdem ich einige Zeit wieder in meiner alten Tätigkeit beim KIII gearbeitet hatte, erhielt ich eines tages eine Einladung zu einem Gespräch beim Komm-ltr. I. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich das gleiche Bild und die gleiche Meinung vom K1´wie der größte Teil meiner Kollegen, geprägt von allgemeiner Unwissenheit. So fiel auch meine Antwort auf die Frage, ob ich mir eine Tätigkeit beim K1 vorstellen könnte, erst mal negativ aus. Zumal man mir sagte, daß man mir die Einzelheiten und Besonderheiten der Tätigkeit nicht sagen kann. Ich antwortete, daß ich eine Interessante Arbeit habe, die mir viel Spaß macht und ich auch keine Katze im Sack kaufe und ich auch nicht weiß, ob ich für diese Tätigkeit geeignet bin.
Nachdem ich wieder an meinem Schreibtisch saß, klingelte kurze Zeit später das Telefon und mein K-Leiter "bat"mich zu sich. Im Ergebnis diesen Gesprächs stimmte ich dann einem Wechsel der Arbeitsrichtung zu.
Um jetzt mal konkret zu werden: Ich war nie IM oder anderweitig mit dem Mfs liiert. Aus der Tätigkeit ergaben sich aber enge Verknüpfungen.
Die Aufgabe des K1 war die Ermittlung von latenten Straftaten mit besonderen mitteln und Methoden, daß heißt mal pauschal gesagt mit "geheimdienstlichen" Mittel und Methoden. Diese Art der kriminalpolizeilichen Tätigkeit gibt es mit unterschiedlichen Ergebnissen in allen Polizeien der Welt. Im K1 der DVP wurde dazu mit Inoffiziellen kriminalpolizeilichen Mitarbeitern gearbeitet, die selbst keine Angehörigen der Polizei waren.
In der Bundesrepublik sind die verdeckten Ermittler Angehörige der Polizei. Welches System das effizientere ist, darüber lässt sich trefflich streiten.
Vor meinem Eintritt in das K1 unterschrieb ich eine Geheimhaltungserklärung, weil ich in der Zukunft GVS-berechtigt war.
Aus meiner kurzen Einführung ergibt sich schon, das die Tätigkeit des K1 für den "normalen" Polizisten nicht unbedingt zu erkennen war. Die K 1 kamen irgendwann am Vormittag und gingen auch wieder zu unterschiedlichen Zeiten. Die Diensträume waren besonders gesichert, nicht mal die üblichen Leitungskader hatten Zutritt. Also konnten diese Leute nur für das MfS arbeiten.
In meinem konkreten Fall, war es so, dass ich Wirtschaftsdelikte bearbeitete. Wir deckten zum Beispiel größere Straftaten gegen dei Volkswirtschaft auf, zb Untreue, bandenmäßige Diebstähle usw. Glaubt mir, gerade in diesem Bereich der Kriminalität ist ohne Insiderwissen nicht viel auzurichten. Damals wie heute. Um unsere Quellen zu schützen und um Überwerbungen zu verhindern, wurden die Kandidaten vor der Werbung im Datenbestand des MfS überprüft. Außer der Arbeitsrichtung Wirtschaft gab es aber auch Grenze, Kirche und Handel. dazu kann ich aber nicht viel sagen.
Nach der Wende wurde ich überprüft und als Beamter übernommen. 1991 erhielt ich ein Angebot aus der freien Wirtschaft, welches ich nicht ausschlagen konnte.

Es gibt über die Arbeitsrichtung 1 der Kriminalpolizei in der DDR einige gute wissenschaftliche Arbeiten, welche die Mär vom K1 als Bestandteil des
MfS beleuchten. Es gibt auch in den Reihen des K1 Mitarbeiter, die sich schuldig gemacht haben, aber der größte Teil hat seine Arbeit als das gesehen, was es war: kriminalistische Feinarbeit.


Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky
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#211

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 22.06.2013 13:34
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #209
@turtle
Danke für deine Worte.
Ich persönlich sah vieles so, wie du es in deinem Beitrag geschrieben hast.
Auch ich kannte einen Offizier aus der Leipzig, der sich nach der Wende das Leben genommen hat.
Aber auch die K1 solltest du nicht über einen Kamm scheren, denn viele von der K1, außer die Leiter, sind heute noch Kriminalisten und machen eine hervorragende Arbeit. Ich möchte sie nicht missen.

Andreas


Mir ist schon klar das auch das Aufgabengebiet der Abt. K 1 groß war. Wirtschaftsdelikte und Schwerverbrechen gehörten dazu. Der negative Ruf als politische Partei gehört aber auch dazu. IM's der Abt.K1 und IM's der Stasi werden heute gleich behandelt ,beiden wird eine eventuelle Haftentschädigung verweigert wenn sie nach ihrer Haftzeit als IM tätig waren.


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#212

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 22.06.2013 15:36
von ABV | 4.202 Beiträge

In Lebus befand sich, in der Nähe der Oder, eine Dienststelle der K I / U. Diese Truppe war ausschließlich für Observationen zuständig. Die Mitarbeiter durften offiziell nicht als Polizisten in Erscheinung treten! Um nicht " zu verbrennen", durften sie auch keine Festnahmen durchführen. Außerdem war ihnen das Betreten "normaler" VP-Dienststellen untersagt. Der Funkverkehr wurde nicht über die Kanäle der VP, sondern über den Funkkanal der Abteilung VIII ( Observationen / Ermittlungen) der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit abgewickelt. Zum Zwecke der Legendierung unterhielten die Kriminalisten dieser speziellen Einheit, sogar ein Scheinarbeitsverhältnis. Laut dem Schild vor dem Eingangstor der Dienststelle, beherbergte diese eine Außenstelle des " Ingenieurtechnischen Institutes". Anfang Dezember 1989, wurde die Dienststelle von den Bürgerbewegten besetzt und aufgelöst. Fälschlicherweise ging die Bürgerbewegung davon aus, dass es sich um eine Einrichtung des MfS handelte. Wem wundert es, bei der ganzen Geheimniskrämerei!
Dessen ungeachtet, verdankt die " normale" VP dieser, sehr gut ausgebildeten und proffessionell agierenden Einheit, die Aufklärung vieler Straftaten. So konnte beispielsweise eine überörtlich agierende, sich auf Kaufhallen spezialisierte Einbrecherbande, ihrer gerechten Bestrafung zugeführt werden.

Gruß Uwe


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#213

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 22.06.2013 18:31
von Merkur | 1.021 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #212
In Lebus befand sich, in der Nähe der Oder, eine Dienststelle der K I / U. Diese Truppe war ausschließlich für Observationen zuständig. Die Mitarbeiter durften offiziell nicht als Polizisten in Erscheinung treten! Um nicht " zu verbrennen", durften sie auch keine Festnahmen durchführen. Gruß Uwe


Erinnere mich an die Festnahme eines Serievergewaltigers in Neuenhagen durch die I/U FF/O



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#214

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 22.06.2013 18:40
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Merkur im Beitrag #213
Zitat von ABV im Beitrag #212
In Lebus befand sich, in der Nähe der Oder, eine Dienststelle der K I / U. Diese Truppe war ausschließlich für Observationen zuständig. Die Mitarbeiter durften offiziell nicht als Polizisten in Erscheinung treten! Um nicht " zu verbrennen", durften sie auch keine Festnahmen durchführen. Gruß Uwe


Erinnere mich an die Festnahme eines Serievergewaltigers in Neuenhagen durch die I/U FF/O



War das etwa der, der in Polizeiruf 110 in der Folge "Der Mann im Baum" dramatisiert wurde?

Gruss

icke



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#215

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 22.06.2013 18:43
von Merkur | 1.021 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #214
Zitat von Merkur im Beitrag #213
Zitat von ABV im Beitrag #212
In Lebus befand sich, in der Nähe der Oder, eine Dienststelle der K I / U. Diese Truppe war ausschließlich für Observationen zuständig. Die Mitarbeiter durften offiziell nicht als Polizisten in Erscheinung treten! Um nicht " zu verbrennen", durften sie auch keine Festnahmen durchführen. Gruß Uwe


Erinnere mich an die Festnahme eines Serievergewaltigers in Neuenhagen durch die I/U FF/O



War das etwa der, der in Polizeiruf 110 in der Folge "Der Mann im Baum" dramatisiert wurde?

Gruss

icke




Ja genau. Es war der Heinz R ("Heftpflaster"). Der entsprechende PR 110 orientiert sich grob an den Ereignissen.



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#216

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 22.06.2013 19:24
von ABV | 4.202 Beiträge

Einer der damals an der Festnahme beteiligten Kriminalisten, gehörte auch noch nach viele Jahre nach der Wiedervereinigung, zu den Fahndern des PP Frankfurt (Oder). Heute geniesst er seine wohlverdiente Pension.

Noch ein Wort zur Betrachtung der K 1 durch die heutigen Medien: mich persönlich stören solche Metaphern wie " die berüchtigte K 1", oder " politische Polizei". Diese einseitige Betrachtung der " K1" dient nicht der Aufarbeitung, sondern zeugt eher von einem gefährlichen Halbwissen. Berüchtigt im Wortsinn war die " K1" in der DDR ganz sicher nicht. Schon allein deshalb, weil die " K1" in all ihren Gliederungen und Aufgabenbereichen, im wesentlichen niemanden bekannt war. Nicht einmal den " normalen" Polizisten und Kriminalisten. In unserem VPKA gab es ein zwei Mitarbeiter ( ein Hauptmann und ein Unterleutnant) umfassendes Kommissariat der " K1". Im Zimmer Nummer 19. Wand an Wand mit der Schutzpolizei. Trotz der räumlichen Nähe, hat kein Schutzpolizist und kaum ein anderer Mitarbeiter des VPKA, diesen Raum vor dem Dezember 1989 je von innen gesehen! Das wurde akzeptiert, was blieb uns auch anderes übrig. Natürlich bildete die Heimlichkeit, den Nährboden für verschiedene Gerüchte. Mindestens einmal in der Woche kam der Verbindungsoffizier der Kreisdienststelle für Staatssicherheit " zu Besuch" in Zimmer No. 19. Aber zu welchem Zweck?
Offiziell hieß es, dass die beiden Kriminalisten für die Bearbeitung von Kapitaldelikten verantwortlich waren. Es gab aber keine, oder falls doch, nur sehr selten Kapitaldelikte im Altkreis Seelow. Ja, aber was trieben denn die beiden Kriminalisten den ganzen Tag? Während in anderen Kommissariaten den ganzen Tag über Hektik, Telefonklingen und das Geklapper von Schreibmaschinen das Geschehen bestimmt, blieb es im Zimmer No. 19 vergleichsweise ruhig. Nicht einmal zum K-Dienst wurden die beiden "K1"er herangezogen.
Das es auf Bezirksebende weitere Diensteinheiten der K 1 gab, wusste niemand von uns. Natürlich war bekannt, dass es in der BdVP eine Observationseinheit gab. Nähere Details zu dieser Einheit kannte niemand. Selbst das die Einheit in dem zum Altkreis Seelow gehörenden Städtchen Lebus firmierte, wusste nicht einmal der zuständige ABV.
Neue Aufregung um die " K1", vor allem um die "ultrageheime K 1/ U", kam unlängst in Brandenburg nach einem Fernsehbericht auf. Dort wurde über einem Cottbusser Kriminalhauptkommissar berichtet, welcher in einem Korruptionsskandal verwickelt ist. Auf die Vergangenheit des korrupten Polizisten wurde gesondert hingewiesen. Wobei der entscheidende Tipp ans Fernsehen von Kollegen des Kriminalhauptkommissars kam. Nach dem Anschauen des Berichtes drängte sich einem der Eindruck auf, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen der Vergangenheit des KHK und dessen gegenwärtige, augenscheinlich kriminelle Machenschaften besteht.
So einfach kann man sich das meiner Meinung nach aber nicht machen!

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

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#217

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 22.06.2013 19:53
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #216
Noch ein Wort zur Betrachtung der K 1 durch die heutigen Medien: mich persönlich stören solche Metaphern wie " die berüchtigte K 1", oder " politische Polizei". Diese einseitige Betrachtung der " K1" dient nicht der Aufarbeitung, sondern zeugt eher von einem gefährlichen Halbwissen.
Na hoppla, sehe ich ja genau so. Nur kommt Dir dieser Text bekannt vor *blödfrag*

Die einzigen die sich hin und wieder bei der " KI" meldeten, neben dem MfS, waren obskure Gestalten, welche sich "K-Helfer" nannten. Es waren " inoffizielle kriminalpolizeiliche Mitarbeiter", eine polizeispezifische Variante des bekannteren " Stasi-IMs". Wie sich später herausstellte, war die "KI" die einzige Abteilung in der Kriminalpolizei der DDR, welche mit Spitzeln arbeiten durfte. Auch sonst orientierte sich die " K I", welche übrigens für die Bearbeitung politischer Straftaten zuständig war, eng an ihre "große Schwester", die Staatssicherheit. Die dort tätigen Mitarbeiter wurden besonders ausgewählt und hatten "kadermäßig" eine ebenso "reine Weste", wie die Angehörigen des MfS. Höhere Dienstposten bei der KI wurden sehr oft mit "Offizieren im besonderen Einsatz" des MfS besetzt.
Quelle: http://www.oderbruchfotograf.de/oderbruch-und-ddr/


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 22.06.2013 19:55 | nach oben springen

#218

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 22.06.2013 19:54
von chantre | 425 Beiträge

Ich möchte mal auf den Thread RE: die Kriminalpolizei (K1) der DVP und deren IM-Ausgelagert von *Meine persönlichen Wendeerlebnisse als Volkspolizist* in Staatssicherheit der DDR (MfS) aus dem Jahr 2011 aufmerksam machen. Dort wird die Thematik schon ganz gut behandelt.
Besonders interessant und fachlich auch richtig, ist das Zitat zu den Strukturen und Aufgaben aus dem ZAIG-Forum-NVA #3, damals von Feliks D.
eingestellt.
Wie bereits mehrfach festgestellt, resultieren die meisten Aussagen über das K1 aus einer Mischung von Nichtwissen, Ignoranz und Frust. Was man nicht weiß, wird hineininterpretiert oder boshafterweise dazuerfunden. Wer schon mal konspirativ tätig war, weiß dass ständiges Schweigen und Täuschen auch innerhalb der Familie stets und ständig zu Problemen führt. Nicht zuletzt hängt aber von der strikten Konspiration der Erfolg der Maßnahme und die Sicherheit der beteiligten Personen, ob nun IKM oder Verdeckter Ermittler, ab.
Bevor ich zur 1 ging, hatte ich 15 Jahre Diensterfahrung, und die Ausbildung die ich erhielt war auch nicht schlecht. Obwohl ich nicht mehr bei der Polizei bin, nutzen mir meine Kenntnisse und Erfahrungen immer noch im beruflichen Leben (ich arbeite als Selbständiger Industrievertreter)


Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky
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#219

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 22.06.2013 20:05
von turtle | 6.961 Beiträge

Danke ich lese Eure Beiträge sehr interessiert mit. Ein Schleier vor den Augen bleibt.


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#220

RE: Die Volkspolizei in der DDR, dein Freund und Helfer

in DDR Staat und Regime 22.06.2013 20:12
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #217
Zitat von ABV im Beitrag #216
Noch ein Wort zur Betrachtung der K 1 durch die heutigen Medien: mich persönlich stören solche Metaphern wie " die berüchtigte K 1", oder " politische Polizei". Diese einseitige Betrachtung der " K1" dient nicht der Aufarbeitung, sondern zeugt eher von einem gefährlichen Halbwissen.
Na hoppla, sehe ich ja genau so. Nur kommt Dir dieser Text bekannt vor *blödfrag*

Die einzigen die sich hin und wieder bei der " KI" meldeten, neben dem MfS, waren obskure Gestalten, welche sich "K-Helfer" nannten. Es waren " inoffizielle kriminalpolizeiliche Mitarbeiter", eine polizeispezifische Variante des bekannteren " Stasi-IMs". Wie sich später herausstellte, war die "KI" die einzige Abteilung in der Kriminalpolizei der DDR, welche mit Spitzeln arbeiten durfte. Auch sonst orientierte sich die " K I", welche übrigens für die Bearbeitung politischer Straftaten zuständig war, eng an ihre "große Schwester", die Staatssicherheit. Die dort tätigen Mitarbeiter wurden besonders ausgewählt und hatten "kadermäßig" eine ebenso "reine Weste", wie die Angehörigen des MfS. Höhere Dienstposten bei der KI wurden sehr oft mit "Offizieren im besonderen Einsatz" des MfS besetzt.
Quelle: http://www.oderbruchfotograf.de/oderbruch-und-ddr/



Ich könnte ja jetzt sagen, " was geht mich mein Geschwätz von gestern an". Tue ich aber nicht. Der Text so wie er da steht, entspricht meinem damaligen Wissenstand und Bedarf wohl einer dringen Überarbeitung. Ich habe in den letzten Jahren so viel geschrieben, da verliert man ab und an den Überblick.

Danke für deinen Hinweis

und viele Grüße aus dem Oderland
Uwe


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