#61

RE: Berliner Stadtschloss vs. Palast der Republik

in Themen vom Tage 28.12.2014 22:06
von damals wars | 12.192 Beiträge

Wer hätte den"Spitzbart aufhalten können?
Ein Denkmalschützer sicher nicht!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#62

RE: Berliner Stadtschloss vs. Palast der Republik

in Themen vom Tage 28.12.2014 22:15
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von damals wars im Beitrag #61
Wer hätte den"Spitzbart aufhalten können?
Ein Denkmalschützer sicher nicht!

Was sagste nun??Nicht immer alles in Frage stellen.
Rei

Von der Ruine zur Residenz: Das Dresdner Schloss
Im Herzen der Dresdner Altstadt, in direkter Nachbarschaft zu Semperoper, Zwinger und Hofkirche hat es seinen Platz: das Dresdner Schloss. Wo einst die sächsischen Kurfürsten Hof hielten, residieren heute Kunst und Kultur. Mit dem Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg fast vollkommen zerstörten Renaissanceschlosses seit 1986 entstand in den letzten drei Jahrzehnten ein sächsischer Louvre. Die aufwändige Sanierung des Museumsschlosses kostete den Freistaat bislang 281 Millionen Euro.
Zerstörtes Residenzschloss Dresden - Residenzschloss Sachsen
Feuersturm walzt das Schloss nieder

Als nach den Luftangriffen auf Dresden am 13. und 14. Februar 1945 ein Feuersturm das Stadtzentrum in Schutt und Asche legte, blieb auch das Schloss nicht verschont. Wie die meisten Gebäude in der Innenstadt war es vollständig ausgebrannt und wies erhebliche Sprengschäden auf. Lediglich fünf Räume des berühmten Grünen Gewölbes hatten dank steinerner Gewölbe, eiserner Türen und Fensterläden den Brand überstanden. Hingegen waren Hausmannsturm, Georgenbau und Stallhof schwer geschädigt. Nässe und Frost taten ihr Übriges.

Vom Abriss bedroht

Noch 1945 wurde mit ersten Sicherungsmaßnahmen begonnen: Gewölbe und Hausmannsturm wurden notdürftig gesichert, Schutt abgetragen, Notabdeckungen aufgesetzt. Ob das Schloss jemals wieder aufgebaut werden würde, stand zu diesem Zeitpunkt in den Sternen. Verkehrs- und Stadtplanungen bedrohten immer wieder aufs Neue die Pläne der Denkmalschützer. Mal sollten Georgentor und Fürstenzug einer neuen Verkehrsachse weichen, mal waren im Zuge der Neugestaltung des Theaterplatzes das gesamte Schloss, die Gemäldegalerie und die Oper von Abbruchplänen bedroht. Durch Nutzung der Räume des Schlosses, versuchten Denkmalpfleger das Schlimmste zu verhindern: man lagerte darin Bergungsgut, die Gewölbe dienten als Kartoffelkeller, sogar eine Champignonzucht wurde betrieben.


Trotz aller Kreativität war der Abriss nicht vom Tisch: Mit der Gründung der DDR sollte das Stadtzentrum von Dresden ein modernes, sozialistisches Antlitz erhalten. Landesweit wurden derartige Pläne in die Tat umgesetzt: In Leipzig begann der Umbau am Augustusplatz 1950 mit dem Abriss der Ruinen des Neuen Theaters, er endete bekanntlich mit der Sprengung der Paulinerkirche 1968. In Berlin wurde das Stadtschloss abgerissen, ebenso wie das in Potsdam. Dresden drohte das gleiche Schicksal.

Erste Pläne für den Wiederaufbau

Mit der Entscheidung, den Altmarkt im Stil des sogenannten sozialistischen Klassizismus wieder aufzubauen, entspannte sich die Lage am Theaterplatz. Denkmalpfleger und Studierende der Technischen Hochschule erarbeiteten bis in die 1960er-Jahre hinein verschiedene Nutzungspläne für das Schloss: ein Hotel war im Gespräch, die Verwendung für die sächsische Landesbibliothek und schließlich auch die Nutzung als Museum der Staatlichen Kunstsammlungen.

Ein wichtiger Meilenstein für die Rettung des Schlosses war die Sanierung des Georgentors 1963. Damit waren die Pläne einer Nord-Süd-Verkehrsachse quer durch das Schloss endgültig vom Tisch. Neue Mieter wie das Institut für Kulturbauten trugen dazu bei, den Abbruch endgültig zu verhindern. Am 40. Jahrestag der Zerstörung der Stadt, am 13. Februar 1985 kam schließlich die Erlösung: Die DDR-Regierung stellte die Wiederherstellung des Schlosses in Aussicht und die dazugehörigen Mittel.


Im Januar 1986 begannen die Arbeiten an dem künftigen Museumsschloss. 15 Millionen Mark investierte die DDR-Führung bis 1990 in den Erhalt der alten Bausubstanz – der Grundstock für das, was noch kommen würde. 800 Jahre Baugeschichte galt es zu erhalten. Baumeister verschiedenster Epochen haben ihre Spuren hinterlassen, das Residenzschloss immer wieder den Ansprüchen ihrer Bewohner angepasst. Ihre Leistungen galt es genauso zu berücksichtigen, wie die Anforderungen an einen modernen Museumskomplex.

In der Zeit des politischen Umbruchs 1989/90 gelang es den Verantwortlichen, den Betrieb auf der Baustelle aufrecht zu erhalten. Dann ging es auf der Mammutbaustelle erst richtig los. 1991 bekam zunächst der Hausmannsturm seine Spitze zurück, danach begann der schrittweise Ausbau der künftigen Museumsräume. 2004 zogen Kunstbibliothek, Kupferstichkabinett und Neues Grünes Gewölbe in das Schloss, 2006 das Historische Grüne Gewölbe; die Fürstengalerie wurde 2009 wiedereröffnet, die Türckische Cammer 2010. 281 Millionen Euro investierte der Freistaat Sachsen bisher in den Bau.


Freienhagener hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.12.2014 22:19 | nach oben springen

#63

RE: Berliner Stadtschloss vs. Palast der Republik

in Themen vom Tage 28.12.2014 23:22
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Grenzwolf!

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #51
...
Was heißt überhaupt "Erich's Lampenladen" auf russisch?


Загрузите Эрих лампы(Sagrusitje Erich Lampüi)
oder konkreter:
Лампа Магазин Эриха (Lampa Magasin Echricha)

aber korrekt: Дворец Республики (Dworetsch Reßpublikie)

Schöne Grüße,
Eckhard

Edit: Korrekte Bezeichnung


zuletzt bearbeitet 28.12.2014 23:27 | nach oben springen

#64

RE: Berliner Stadtschloss vs. Palast der Republik

in Themen vom Tage 28.12.2014 23:30
von Moskwitschka (gelöscht)
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Also wenn der Witz der Berliner Schnauze rüber kommen soll, dann so:

Магазин для освещения Эриха

Das ist genauso so wie mit der Übersetzung von Redewendungen Nicht jede wörtliche Übersetzung trifft des Pudels Kern.

LG von der Moskwitschka

EDIT


zuletzt bearbeitet 28.12.2014 23:34 | nach oben springen

#65

RE: Berliner Stadtschloss vs. Palast der Republik

in Themen vom Tage 29.12.2014 06:06
von furry | 3.580 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #64
Also wenn der Witz der Berliner Schnauze rüber kommen soll, dann so:
Магазин для освещения Эриха
Das ist genauso so wie mit der Übersetzung von Redewendungen Nicht jede wörtliche Übersetzung trifft des Pudels Kern.
LG von der Moskwitschka
EDIT


Wäre das dann frei übersetzt: Das Geschäft für Erichs (Er)leuchtung?


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#66

RE: Berliner Stadtschloss vs. Palast der Republik

in Themen vom Tage 29.12.2014 23:59
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von damals wars im Beitrag #61
Wer hätte den"Spitzbart aufhalten können?
Ein Denkmalschützer sicher nicht!

Habe gedacht das von Dir mal eine Antwort kommt?
Beitrag # 62
Rei


zuletzt bearbeitet 29.12.2014 23:59 | nach oben springen



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