#1

Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 09.06.2013 20:09
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Die Dame hatte ja auch hier und in einigen anderen Foren angefragt wer bereit wäre an ihrem Buch mitzuarbeiten. Was es jetzt wieder für ein Machwerk rausgekommen ist sieht man schön an diesem Artikel. Ich bin mir sicher wir hatten dieses Thema schon einmal, allein ich finde es momentan nicht mehr.

Zitat
Leben zwischen Privilegien und Zwängen. Als Stasi-Kind im Überwachungsstaat

Die vorgestellten Elternhäuser erscheinen durchgängig sehr streng und unnachgiebig - das wirft die Frage auf: Waren wirklich alle Stasi-Eltern so hart? Ist die Auswahl zufällig oder willkürlich, um das Schreckliche noch schrecklicher wirken zu lassen? Gab es keine liebevollen, verständnisvollen Stasi-Väter?

Als sie als Teenager begann aufsässig zu werden, reisten die Eltern mit ihr 1969 in die Sowjetunion, um ihr das sieg- und ruhmreiche Bruderland zu zeigen und sie so "sozialistisch zu festigen". Doch diese Exkursion ging nach hinten los - der reale Sozialismus zeigt sich nicht mit Glanz, sondern mit Elend. Zudem erfuhr Vera von den vielen Millionen Toten durch den Stalin-Terror - und stellte um so mehr kritische Fragen, unangenehm für ihre Eltern. Ursula und Franz Lengsfeld reagieren verlegen, schweigen oder leugnen. Debatte beendet.

"Alle Stasileute, die ich kennengelernt habe, waren Alkoholiker. Anders war der Job wohl nicht auszuhalten."

"Für mich war die Stasi damals schon eine furchtbare Organisation, und dass mein Vater ihr angehörte, war ein Riesenschock für mich", sagt Vera Lengsfeld.

Getreu Mielkes Losung: "Genossen, wir müssen alles wissen!" bespitzelten also Eltern ihre eigenen Kinder, um die eigene Karriere nicht zu gefährden.

Hier erfährt man so schockierende Zahlen wie: auf 180 DDR-Bürger kam ein MfS-Mitarbeiter! Das ist einsame Ostblock-Spitze. Zum Vergleich: Beim sowjetischen Geheimdienst waren es "nur" 1:595.


http://n-tv.de/leute/buecher/Leben-zwisc...cle7726696.html


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#2

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 09.06.2013 20:17
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ich dachte die endlosen Stasi-Diskussionen nerven euch an.
Warum befeuerst du sie dann mit so einem Mist?
Verstehe wer will.


glasi und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#3

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 09.06.2013 20:23
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Vielleicht findet sich ja hier so ein armes unterdrücktes Kind. Habe meine gefragt, alles in Ordnung...


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#4

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 09.06.2013 20:24
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Feliks D. im Beitrag #3
Vielleicht findet sich ja hier so ein armes unterdrücktes Kind. Habe meine gefragt, alles in Ordnung...


Mein Vater war Bergmann, ich falle raus.


Mike59 und Jobnomade haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#5

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 09.06.2013 20:28
von Bugsy | 454 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #1
Die Dame hatte ja auch hier und in einigen anderen Foren angefragt wer bereit wäre an ihrem Buch mitzuarbeiten. Was es jetzt wieder für ein Machwerk rausgekommen ist sieht man schön an diesem Artikel. Ich bin mir sicher wir hatten dieses Thema schon einmal, allein ich finde es momentan nicht mehr.

Zitat
Hier erfährt man so schockierende Zahlen wie: auf 180 DDR-Bürger kam ein MfS-Mitarbeiter! Das ist einsame Ostblock-Spitze. Zum Vergleich: Beim sowjetischen Geheimdienst waren es "nur" 1:595.[/i]

http://n-tv.de/leute/buecher/Leben-zwisc...cle7726696.html


Meine Fresse aber auch. Schon wieder so ne Torte! Das mit der Zahl der MfS-Mitarbeiter stimmt schon gar nicht. Das ergaben meine Recherchen für mein eigenes Buch. Solche Zahlen zu veröffentlichen bring aber auch gar nichts so lange die entsprechenden Zahlen von den Wessi Geheimdiensten nicht vorliegen. Erst dann kann man Vergleiche anstellen.

Und nach der Wende habe ich viele ehemaligen Stasi-Leute kennengelernt - und auch ihre Kinder. Alles ganz normal. Ich bin mir sicher, dass einige der Kinder verstört waren (nur nicht die vielen, mit denen ich mich unterhielt – die waren wirklich völlig normal), aber das lag nicht daran, dass die Eltern beim MfS gearbeitet haben, wie hier hinterhältig suggeriert wird.Viele der ehemaligen haben mir auch gesagt, dass sie sich viel lieber mit einem blöden Iren unterhalten (also mir mir), als mit irgendwelchen voreingenommenen Wessis. Wie soll da die Geschichte der DDR überhaupt “aufgearbeitet“ werden, wenn solchen Mist immer wieder auftaucht.

MsG


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
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#6

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 09.06.2013 20:34
von seaman | 3.487 Beiträge

Hätte die Torte V.L. doch ihre eigene Biographie als Beispiel für verstörte Gören vertreiben sollen.

seaman


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zuletzt bearbeitet 09.06.2013 20:37 | nach oben springen

#7

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 09.06.2013 20:35
von Moskwitschka (gelöscht)
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Und wieder wird alles negativ gesehen.

Das Problem ist eher, dass die wirklich was zu erzählen haben, dies nicht tun werden. Aus den unterschiedlichsten Gründen.

LG von der grenzgaengerin


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#8

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 08:32
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Bugsy im Beitrag #5

Meine Fresse aber auch. Schon wieder so ne Torte! Das mit der Zahl der MfS-Mitarbeiter stimmt schon gar nicht. Das ergaben meine Recherchen für mein eigenes Buch. Solche Zahlen zu veröffentlichen bring aber auch gar nichts so lange die entsprechenden Zahlen von den Wessi Geheimdiensten nicht vorliegen. Erst dann kann man Vergleiche anstellen.

Und nach der Wende habe ich viele ehemaligen Stasi-Leute kennengelernt - und auch ihre Kinder. Alles ganz normal. Ich bin mir sicher, dass einige der Kinder verstört waren (nur nicht die vielen, mit denen ich mich unterhielt – die waren wirklich völlig normal), aber das lag nicht daran, dass die Eltern beim MfS gearbeitet haben, wie hier hinterhältig suggeriert wird.Viele der ehemaligen haben mir auch gesagt, dass sie sich viel lieber mit einem blöden Iren unterhalten (also mir mir), als mit irgendwelchen voreingenommenen Wessis. Wie soll da die Geschichte der DDR überhaupt “aufgearbeitet“ werden, wenn solchen Mist immer wieder auftaucht.

MsG


Bugsy der Allrounder , der Insider, der Kenner der Befindlichkeiten der ehemaligen DDR Bürger.
Was möchtest Du uns denn hier weiss machen? Alles I.O. gewesen. War damals alles auch im Westen genauso?
Wieso hinterhältig suggeriert?
Der Vater von V.L. war nun mal bei der Stasi und diese hatte in weiten Teilen der Bevölkerung der DDR nun mal nicht den besten Ruf.
Als kritischer Teenager in der DDR kam man ganz schnell an die Grenzen der Erkenntniss und bekam gesagt, wenn du so weiter fragst könnte das nachteilig für deine Zukunft sein.
Die meisten haben das verstanden , aber eben nicht alle.
Mein Bruder war Berufsoffizier der NVA , das bewirkte schon einen Riss durch unserer Familie.
Du weißt doch garnicht wovon Du schreibst.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#9

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 13:17
von WernerHolt (gelöscht)
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Zitat von Feliks D. im Beitrag #3
Vielleicht findet sich ja hier so ein armes unterdrücktes Kind. Habe meine gefragt, alles in Ordnung...


@Feliks D.

sicher ist das ein interessantes thema,aber ob da so ein buch weiterhelfen kann?ich bezweifel das.die autorin hat 13 "schicksale" rausgesucht, sind die etwa repräsentativ für alle anderen?wohl kaum. ich bezweifel nicht ,das manche unterdem beruf ,der eltern "gelitten" haben,so wie etwa frau v.l.auch bin ich der meinung das es auch da ,unterschiede in den generationen gab. die älteren generationen,die auch noch den krieg mitgemacht haben,hatten sicher ein anderes erziehungsverständniss,als die jüngere. die wahrheit wird ,wie so oft in der mitte liegen.es gab solche und solche.wie überall anders auch.
und mir will doch keiner ernsthaft erzählen ,das alle mfs mitarbeiter und ihre kinder ,niemals und niemals nicht ,westfernsehen sahen.. sicher werden die entsprechenden eltern darauf geachtet haben ,das sowas nicht an die große "glocke" gehängt wird und man nicht unbedingt auffällt.

naja,wer das buch lesen will soll es tun,neue erkenntnisse erwarte ich aber nicht.

MkG
HG


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#10

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 13:58
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

Zur Dame V.L. muss man nicht debattieren.Die ist auch so ein Fall für sich.Aber jeder wie er mag,ich muss sie nicht haben.Ja dieses Buch wird wieder ein Kassenschlager,ist ja wieder ein Thema das brennend interessiert und keiner braucht es.Aber es bringt Geld.
Aber diese Geschichte lässt sich auch heute fort setzen.Eltern aus sogenannten gut bürgerlichen Haus,die ihre Kinder traktieren ,damit sie auch so werden wie ihre lieben Eltern.Da ist auch schon so manches Kind am goldenen Löffel erstickt.Wenn ich mich nicht irre,hat jetzt eine Enkelin der Jacobs-Kaffee Dynastie,ihr Schicksal zu Papier gebracht.Würde mich mal interessieren,welches Buch mehr verkauft wird.Ich brauche keines von beiden,da heut zu Tage der Wahrheitsgehalt sich am Verkaufserfolg orientiert.


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#11

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 13:59
von schnatterinchen (gelöscht)
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Was regt sich @Feliks D. eigentlich auf?
Frau Lengsfeld wird es schon so empfunden haben wie sie schreibt und die anderen aufgeführten Personen auch.
Viele Kinder von Angehörigen des MfS haben es vielleicht anders empfunden oder die Privilegien ihrer Eltern sogar genossen.
Was jedoch alle verbindet ist das Spannungsfeld aus Lügen und Verbergen in dem sie sich befanden.
Da ging es doch nicht nur um das Westfernsehn sondern das Kind wurde zum Geheimnissträger und mußte das aushalten.


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#12

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 14:11
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #8
Zitat von Bugsy im Beitrag #5

...
...
MsG

Der Vater von V.L. war nun mal bei der Stasi ....


Ich habe mich schon gewundert woher die Frau Ihren Knacks hat - wird also was dran sein das die Kinder von MfSlern eine schwere Kindheit hatten.


Küchenbulle 79 und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#13

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 14:16
von schnatterinchen (gelöscht)
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War Dein Papa auch bei der Firma?


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#14

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 14:20
von Fritze (gelöscht)
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Die tourt auch hier durchs Rheinland und hält Vorträge über ihre beknackte Pupertät .
Ein Bekannter ( Altbundi) von mir ,welcher dort war (wurde von seiner neuen LAG mitgeschleift ) hat danach noch n ausgiebigen Kneipenbummel hingelegt,daß er die gequirlte Scheiße wieder aus seinem Kopf bekam.


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#15

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 14:23
von Bugsy | 454 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #8
Bugsy der Allrounder , der Insider, der Kenner der Befindlichkeiten der ehemaligen DDR Bürger.
Was möchtest Du uns denn hier weiss machen? Alles I.O. gewesen. War damals alles auch im Westen genauso?
Wieso hinterhältig suggeriert?
Der Vater von V.L. war nun mal bei der Stasi und diese hatte in weiten Teilen der Bevölkerung der DDR nun mal nicht den besten Ruf.
Als kritischer Teenager in der DDR kam man ganz schnell an die Grenzen der Erkenntniss und bekam gesagt, wenn du so weiter fragst könnte das nachteilig für deine Zukunft sein.
Die meisten haben das verstanden , aber eben nicht alle.
Mein Bruder war Berufsoffizier der NVA , das bewirkte schon einen Riss durch unserer Familie.
Du weißt doch garnicht wovon Du schreibst

Naja, Schatterinchen, in deinem Eifer, deine eigenen vermeintlichen Unzulänglichkeiten aufzuarbeiten, scheinst du übersehen zu haben, dass das, was ich schrieb nur meine persönliche Meinung darstellt. Ob ich damit richtig liege oder nicht sei dahingestellt und ich lasse mich allemal eines Besseren belehren und lerne gerne von denen, die mehr Wissen besitzen.

Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich Ire und somit Ausländer bin, dass ich nur verhältnismäßig kurze Zeit in den späten 1970ern in der DDR lebte und nach der Wende ein halbes Jahrzehnt. Noch dazu sehe ich alles mit den Augen eines Ausländers. Praktisch alle anderen Mitglieder des Forums scheinen in der Lage zu sein, all das bei der Bewertung meiner Beiträge berücksichtigen zu können. Außer dir, wie es mir scheint.

Zudem komme ich aus einem Land, das eine 800-jährige Unterdrückung erfuhr, die im Volksgedächtnis immer noch gegenwärtig ist. Somit fühle ich mich in der Lage, einigermaßen die Empfindungen der ehemaligen DDR-Bürger nachvollziehen zu können. Wenn dann noch so ein Buch von einem Wessi erscheint, was, für mich zumindest, den Zweck erfüllen soll, ein weiteres vermeintlich negatives Kapitel der DDR-Geschichte zu dokumentieren und suggeriert, dass die bloße Angehörigkeit der Eltern zum MfS bei ihren Kindern generell einen schwerwiegenden geistigen Schaden hinterlassen hat, so liegt die Vermutung nah, dass die Autorin lediglich weiter in die "DDR - schlecht, BRD - gut" Kerbe hauen will.

Leider wird ein Buch über die Existenzvernichtungen, die vom BND, VS, usw. der BRD (oder auch Geheimdiensten in anderen Ländern) verursacht worden sind nie erscheinen, weil die Dienste ihre Archiven nie veröffentlichen werden. Ich sagte bereits – nur wenn direkte Vergleiche angestellt werden können (Ost – West, wenn man so will), ist eine richtige Auswertung der Tragweite der Wirkens der jeweiligen Geheimdienste möglich.
Wiederum auch nur meine persönliche Meinung.

MsG


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#16

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 14:27
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #4
Zitat von Feliks D. im Beitrag #3
Vielleicht findet sich ja hier so ein armes unterdrücktes Kind. Habe meine gefragt, alles in Ordnung...


Mein Vater war Bergmann, ich falle raus.



Meiner auch - ich falle da auch raus, @Grenzwolf62.
Und dieses Stöckchen lasse ich ganz bewusst liegen.
Aber danke fürs Werfen, @Feliks_D

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 10.06.2013 14:30 | nach oben springen

#17

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 14:27
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

Schnattchen,da hast du völlig Recht.Aber ist es heute anders bei Kindern die aus Harzer Familien kommen und was weis ich nicht woher.Da wird es viele geben,die versuchen das zu verheimlichen und böse drunter leiden.
Mal ein Beispiel aus der Vergangenheit.Mein jüngster Sohn hatte einen Freund dessen Vater war Unternehmer.Gleich nach der Wende kam er rüber und machte sein Unternehmen auf.Seine Angestellten mussten für ein Hungerlohn arbeiten und er hat gelebt wie ein Krösus.13 Zimmer Villa,2x Benz vor der Hütte und seinen Kindern stand aller Luxus zu Verfügung.Kehrseite dieser heilen Welt war,das er sich diesen Luxus nur auf Pump geleistet hat.Soll heißen,nicht eine Handwerkerrechnung beglichen und vieles mehr.Das machte natürlich die Runde und wie Kinder so sind,drauf auf den armen Bengel.
Dann kam die totale Pleite,Firma weg,Villa weg usw.Ab da hatte der Junge nichts mehr zu lachen.Einen Trost gab es für ihn,mein Sohn blieb trotzdem sein Freund und war bei uns zu Hause immer gern gesehen.Soll keine Rechtfertigung sein aber man muss nicht immer alten Kram aufrühren,wo es heute noch genug davon gibt,bloß in anderer Form.Und all die Scheiße die passiert ist,ist Vergangenheit und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.


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#18

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 14:48
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #11
Viele Kinder von Angehörigen des MfS haben es vielleicht anders empfunden oder die Privilegien ihrer Eltern sogar genossen.


von welchen privilegien sprichst du @schnatterente, damit ich weiss wovon im buch die rede ist... und ich mir auch sicher sein kann dass du vom fach bist


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#19

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 14:49
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Bugsy im Beitrag #15
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #8
Bugsy der Allrounder , der Insider, der Kenner der Befindlichkeiten der ehemaligen DDR Bürger.
Was möchtest Du uns denn hier weiss machen? Alles I.O. gewesen. War damals alles auch im Westen genauso?
Wieso hinterhältig suggeriert?
Der Vater von V.L. war nun mal bei der Stasi und diese hatte in weiten Teilen der Bevölkerung der DDR nun mal nicht den besten Ruf.
Als kritischer Teenager in der DDR kam man ganz schnell an die Grenzen der Erkenntniss und bekam gesagt, wenn du so weiter fragst könnte das nachteilig für deine Zukunft sein.
Die meisten haben das verstanden , aber eben nicht alle.
Mein Bruder war Berufsoffizier der NVA , das bewirkte schon einen Riss durch unserer Familie.
Du weißt doch garnicht wovon Du schreibst

Naja, Schatterinchen, in deinem Eifer, deine eigenen vermeintlichen Unzulänglichkeiten aufzuarbeiten, scheinst du übersehen zu haben, dass das, was ich schrieb nur meine persönliche Meinung darstellt. Ob ich damit richtig liege oder nicht sei dahingestellt und ich lasse mich allemal eines Besseren belehren und lerne gerne von denen, die mehr Wissen besitzen.

Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich Ire und somit Ausländer bin, dass ich nur verhältnismäßig kurze Zeit in den späten 1970ern in der DDR lebte und nach der Wende ein halbes Jahrzehnt. Noch dazu sehe ich alles mit den Augen eines Ausländers. Praktisch alle anderen Mitglieder des Forums scheinen in der Lage zu sein, all das bei der Bewertung meiner Beiträge berücksichtigen zu können. Außer dir, wie es mir scheint.

Zudem komme ich aus einem Land, das eine 800-jährige Unterdrückung erfuhr, die im Volksgedächtnis immer noch gegenwärtig ist. Somit fühle ich mich in der Lage, einigermaßen die Empfindungen der ehemaligen DDR-Bürger nachvollziehen zu können. Wenn dann noch so ein Buch von einem Wessi erscheint, was, für mich zumindest, den Zweck erfüllen soll, ein weiteres vermeintlich negatives Kapitel der DDR-Geschichte zu dokumentieren und suggeriert, dass die bloße Angehörigkeit der Eltern zum MfS bei ihren Kindern generell einen schwerwiegenden geistigen Schaden hinterlassen hat, so liegt die Vermutung nah, dass die Autorin lediglich weiter in die "DDR - schlecht, BRD - gut" Kerbe hauen will.

Leider wird ein Buch über die Existenzvernichtungen, die vom BND, VS, usw. der BRD (oder auch Geheimdiensten in anderen Ländern) verursacht worden sind nie erscheinen, weil die Dienste ihre Archiven nie veröffentlichen werden. Ich sagte bereits – nur wenn direkte Vergleiche angestellt werden können (Ost – West, wenn man so will), ist eine richtige Auswertung der Tragweite der Wirkens der jeweiligen Geheimdienste möglich.
Wiederum auch nur meine persönliche Meinung.

MsG




Gehts auch ne Nummer kleiner?
Ja sicher, Deine persönliche Meinung und ich habe Dir geschrieben was ich von der halte.
Du fühlst Dich in der Lage Empfindungen der ehemaligen DDR Bürger nachvollziehen zu können. Du meinst sicher die Empfindungen nach 1989?
Weil vorher hat Dir wahrscheinlich kaum einer was erzählt.
Du unterscheidest Dich kaum von den Bundesbürgern, die mir 1989 erklären wollten wie das so ist in der DDR, nur eben mit entgegengesetztem Vorzeichen.
Wenn die Frau und die anderen unter ihren Eltern und deren Tätigkeit beim MfS gelitten haben , dann wird das wohl so gewesen sein.
Von diesen DDR internen in jahrzehnten enstandenem Verhalten ihrer Bürger hast Du mit Verlaub keine Ahnung.
Ich habe es ja schon öfter hier geschrieben und wenn Du mal rumfragst wird Dir das jeder DDR Bürger bestätigen wie sehr die Pflege von zwei Meinungen mit Lügen und Täuschen im Arbeiter und Bauernstaat schon perfektioniert war.
Das hat aber nicht jeder ausgehalten.


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#20

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 15:12
von WernerHolt (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #18
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #11
Viele Kinder von Angehörigen des MfS haben es vielleicht anders empfunden oder die Privilegien ihrer Eltern sogar genossen.


von welchen privilegien sprichst du @schnatterente, damit ich weiss wovon im buch die rede ist... und ich mir auch sicher sein kann dass du vom fach bist


@GilbertWolzow

wir wollen der schnatterente mal ein wenig nachhelfen,weil das ja ein uralt thema ist .........
dazu mal zwei links,aus der suchfunktion.........
Stasikinder-Mein Vater war beim MfS hier beitrag 19 zum bleistift
und
RE: Wegen Literaturschmuggels zwei Jahre lang in DDR-Haft!

MkG
HG


zuletzt bearbeitet 10.06.2013 15:14 | nach oben springen



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