#41

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 18:06
von Ecki | 408 Beiträge

Meine Lieben,

nun, da will ich doch gern meinen Senf dazugeben.

Ich habe in der DDR so etwa die Hälfte meines Lebens verbracht (hoffen wir mal, dass ich so um die 80 bis 90 erreiche). Ich hatte in der DDR eine glückliche Kindheit, eine gesegnete Jugend und die Möglichkeit, mich nach meinen Neigungen zu entfalten. Ohne bei der Stasi gewesen zu sein oder einen "politischen" Beruf ergriffen zu haben.

Das bedeutet nun nicht, dass es kein Unrecht und keine Überwachung gab. Das habe ich wohl mitbekommen, auch mich direkt betreffend.

Das war aber nicht das Wesentliche. Das Wesentliche beinhalten meine drei zuerst angeführten Sätze.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


Bugsy und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#42

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 18:12
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Ich habe schon lange den Verdacht,es waren nur ein Handvoll Leute an der Seite der DDR,wir beide gehörten wohl dazu,Alfred.Unter dem Gesichtspunkt betrachtet, waren wir gar nicht so schlecht,dass wie den Laden 40 Jahre am Laufen gehalten haben.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 10.06.2013 18:15 | nach oben springen

#43

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 18:18
von linamax | 2.019 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #41
Meine Lieben,

nun, da will ich doch gern meinen Senf dazugeben.

Ich habe in der DDR so etwa die Hälfte meines Lebens verbracht (hoffen wir mal, dass ich so um die 80 bis 90 erreiche). Ich hatte in der DDR eine glückliche Kindheit, eine gesegnete Jugend und die Möglichkeit, mich nach meinen Neigungen zu entfalten. Ohne bei der Stasi gewesen zu sein oder einen "politischen" Beruf ergriffen zu haben.

Das bedeutet nun nicht, dass es kein Unrecht und keine Überwachung gab. Das habe ich wohl mitbekommen, auch mich direkt betreffend.

Das war aber nicht das Wesentliche. Das Wesentliche beinhalten meine drei zuerst angeführten Sätze.

Liebe Grüße

Ecki



Hallo Ecki
Da bin ich wohl in einer anderen DDR aufgewachsen .
Gruß linamax


nach oben springen

#44

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 18:37
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #7
Und wieder wird alles negativ gesehen.

Das Problem ist eher, dass die wirklich was zu erzählen haben, dies nicht tun werden. Aus den unterschiedlichsten Gründen.

LG von der grenzgaengerin



@grenzgängerin, ein gewichtiger Grund wird der sein, das man zumindest denen, die die DDR nicht in dem gewollt total negativen Bild darstellen, irgendwo auch nur die kleinste Tatsache, das kleinste Eigenerleben erwähnen, das hier und da doch was in Ordnung war, in dieser DDR, keinen Glauben schenken will...! Sie eher noch verspottet, verhöhnt, ihnen Worte solange im Munde umdreht, um sie dann als systemnah hinzustellen und die Geschichtsverklärung dann im rechten Lot ist...


Übrings, ich möchte nicht wissen, was in so manchen erzkonservativen Familien in den Altbundesländern bei der Erziehung der Kinder abging! Gestern Abend lief gerade ein Zweiteiler in Wiederholung zur Geschichte der (Vorzeige-) Familie Flick...


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
Bugsy und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.06.2013 19:43 | nach oben springen

#45

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 18:50
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Also bis jetzt hat dieser thread nicht wirklich weitergeholfen. Alles wie immer - vom üblichen Schlagabtausch bis ist doch alles schick gewesen in der DDR und danach.

Was bleibt dem Interessierten also weiter übrig, Publikationen und Dokumentation zu glauben. Da hilft auch eine Rezension bei amazon nicht, die just an dem Tag erschien als dieser thread eröffnet wurde:

"Vorab, ich hab das Buch zwar nicht gelesen, bin aber über einen Artikel bei n-tv.de darauf gestoßen und frage mich, welchen Zweck diesen Buch haben soll. Hier wird wieder die typische westliche und vereinfachte Sichtweise angewandt, indem von einigen Personen auf alle anderen Rückschlüsse gezogen und deren Lebensläufe diffamiert werden. So durfte ich z. B. meine Telefonnummer allen meinen Freunden geben, auch denen mit Eltern, die nicht bei der "Firma" waren. Auch wenn diese in dem Buch aufgestellte Behauptung noch harmlos ist, so sind die anderen beleidigend - "strenge Väter und lieblose Eltern", "Alle Stasileute, (...), waren Alkoholiker." - das ist echt eine Frechheit! Wie kann man denn von 13 Kindern auf alle anderen schließen?!"

http://www.amazon.de/review/R18WYWNM9UA7...#R18WYWNM9UA7HU

Na ja. Macht mal weiter so. Beschwert Euch aber nicht, dass ein vollkommen falsches Bild von der DDR gezeichnet wird.

LG von der grenzgaengerin


KARNAK hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#46

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 18:53
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #45
Also bis jetzt hat dieser thread nicht wirklich weitergeholfen. Alles wie immer - vom üblichen Schlagabtausch bis ist doch alles schick gewesen in der DDR und danach.

Was bleibt dem Interessierten also weiter übrig, Publikationen und Dokumentation zu glauben. Da hilft auch eine Rezension bei amazon nicht, die just an dem Tag erschien als dieser thread eröffnet wurde:

"Vorab, ich hab das Buch zwar nicht gelesen, bin aber über einen Artikel bei n-tv.de darauf gestoßen und frage mich, welchen Zweck diesen Buch haben soll. Hier wird wieder die typische westliche und vereinfachte Sichtweise angewandt, indem von einigen Personen auf alle anderen Rückschlüsse gezogen und deren Lebensläufe diffamiert werden. So durfte ich z. B. meine Telefonnummer allen meinen Freunden geben, auch denen mit Eltern, die nicht bei der "Firma" waren. Auch wenn diese in dem Buch aufgestellte Behauptung noch harmlos ist, so sind die anderen beleidigend - "strenge Väter und lieblose Eltern", "Alle Stasileute, (...), waren Alkoholiker." - das ist echt eine Frechheit! Wie kann man denn von 13 Kindern auf alle anderen schließen?!"

http://www.amazon.de/review/R18WYWNM9UA7...#R18WYWNM9UA7HU

Na ja. Macht mal weiter so. Beschwert Euch aber nicht, dass ein vollkommen falsches Bild von der DDR gezeichnet wird.

LG von der grenzgaengerin



Da schlage ich doch mal vor erst lesen , dann Rezension schreiben.


Edit: @grenzgaengerin , warum haste denn den einen Kommentar nicht mit kopiert?


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.06.2013 18:58 | nach oben springen

#47

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 19:00
von WernerHolt (gelöscht)
avatar

Zitat
Da bin ich wohl in einer anderen DDR aufgewachsen .
Gruß linamax




@ linamax vielleicht ?wer weiss das schon?außer du......wäre doch toll ,wenn du das mal erzählen würdest

stammt von feliks .......aus dem beitrag #19 aus Stasikinder-Mein Vater war beim MfS

Zitat
Nehmen wir doch folgendes einmal als Einleitung...
Zitat"Mein Vater ist beim MdI" – so sollten die Kinder antworten, wenn sie nach der Arbeit ihrer Eltern gefragt wurden. "MdI", das steht für "Ministerium des Innern". In Wirklichkeit aber war es das Ministerium für Staatssicherheit der DDR, in dem ihre Väter arbeiteten. Hauptamtlich, mit lebenslang gültigem Eid und der Verpflichtung zu strikter Geheimhaltung. So strikt, dass die Mitarbeiter auch zu Hause nicht über ihre Arbeit sprechen durften – und ihre Kinder zu einer Lüge anhielten.
Ist daran etwas unnormal, sieht jemand dies als ungewöhnlich und als eine Eigenart der DDR bzw. des MfS an?
Auch ist das nicht allgemeingültig, in der Schule neben unserer BV wussten die meisten Kinder, Lehrer und Eltern ganz genau das ca. 85% der Eltern bei der "Firma" arbeiteten und das war in deren Augen nicht unbedingt ein Mangel.




ich weiß nicht genau ,wo das problem liegt...

um auf das buch und somit zum thema zurückkommen habe ich doch fragen...

laut buch, sind kinder von ehemaligen ma des mfs privilegiert gewesen?welche privilegien hatten sie den?
etwa solche?
1 sie durften im "sonderladen" levis-jeans zum sonderpreis kaufen?wo die eltern sicherlich begeistert waren,weil sie so tolle jeans vom klassenfeind trugen
2. sie kamen kostengünstiger in discos etc.pp?
3.sie mussten anstatt 10 jahre ,nur 1 jahr ,beim 18 ten geburtstag und führerschein-übergabe auf ihren trabant warten?
4.sie durften bestimmt auch jederzeit ,nach kuba reisen.....
5.und die 20 pfennig für die tram brauchten sie auch nicht zahlen ,weil sie sind ja mfs -kinder und privilegiert


wer ironie findet ,darf sie behalten
Mkg
HG


Bugsy und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#48

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 19:09
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #46

Edit: @grenzgaengerin , warum haste denn den einen Kommentar nicht mit kopiert?



Weil ich nicht die Vorleserin des Forums bin.

LG von der grenzgaengerin


nach oben springen

#49

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 19:09
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Ach so, ich dachte schon....


nach oben springen

#50

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 19:10
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von WernerHolt im Beitrag #47

Zitat
Da bin ich wohl in einer anderen DDR aufgewachsen .
Gruß linamax



@ linamax vielleicht ?wer weiss das schon?außer du......wäre doch toll ,wenn du das mal erzählen würdest

stammt von feliks .......aus dem beitrag #19 aus Stasikinder-Mein Vater war beim MfS

Zitat
Nehmen wir doch folgendes einmal als Einleitung...
Zitat"Mein Vater ist beim MdI" – so sollten die Kinder antworten, wenn sie nach der Arbeit ihrer Eltern gefragt wurden. "MdI", das steht für "Ministerium des Innern". In Wirklichkeit aber war es das Ministerium für Staatssicherheit der DDR, in dem ihre Väter arbeiteten. Hauptamtlich, mit lebenslang gültigem Eid und der Verpflichtung zu strikter Geheimhaltung. So strikt, dass die Mitarbeiter auch zu Hause nicht über ihre Arbeit sprechen durften – und ihre Kinder zu einer Lüge anhielten.
Ist daran etwas unnormal, sieht jemand dies als ungewöhnlich und als eine Eigenart der DDR bzw. des MfS an?
Auch ist das nicht allgemeingültig, in der Schule neben unserer BV wussten die meisten Kinder, Lehrer und Eltern ganz genau das ca. 85% der Eltern bei der "Firma" arbeiteten und das war in deren Augen nicht unbedingt ein Mangel.




ich weiß nicht genau ,wo das problem liegt...

um auf das buch und somit zum thema zurückkommen habe ich doch fragen...

laut buch, sind kinder von ehemaligen ma des mfs privilegiert gewesen?welche privilegien hatten sie den?
etwa solche?
1 sie durften im "sonderladen" levis-jeans zum sonderpreis kaufen?wo die eltern sicherlich begeistert waren,weil sie so tolle jeans vom klassenfeind trugen
2. sie kamen kostengünstiger in discos etc.pp?
3.sie mussten anstatt 10 jahre ,nur 1 jahr ,beim 18 ten geburtstag und führerschein-übergabe auf ihren trabant warten?
4.sie durften bestimmt auch jederzeit ,nach kuba reisen.....
5.und die 20 pfennig für die tram brauchten sie auch nicht zahlen ,weil sie sind ja mfs -kinder und privilegiert


wer ironie findet ,darf sie behalten
Mkg
HG





@WernerHolt, die 5 Privilegien, die Du da aufgezählt hast, sind -denke ich zumindest- eher ironisch gemeint, oder?

Realistisch betrachtet gab es für einige Kinder von Mitarbeitern des MfS und SED schon gewisse Privilegien. Die hingen wiederum vom Einfluss und der Skrupellosigkeit von Mama oder Papa ab. Diese Privilegien waren aber eher bei schulischer oder beruflicher Wahl und Ausbildung zu finden, bei anderen relativen Penuts des Alltages. Anderseits kenn ich genug tapfere Genossen- (familien), die gar nicht so ein Glück mit ihrem Nachwuchs hatten..., wo dieser nämlich in eine ganz andere Richtung als die gewollte und vom zumindest äußerlich linientreuen Elternhaus vorgegebene Richtung abdriftete. Und Papa und Mama bestimmt öfter mal zum Raport bei Parteisekretär & Co antanzen mussten!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 10.06.2013 19:45 | nach oben springen

#51

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 19:16
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #50
Zitat von WernerHolt im Beitrag #47

Zitat
Da bin ich wohl in einer anderen DDR aufgewachsen .
Gruß linamax



@ linamax vielleicht ?wer weiss das schon?außer du......wäre doch toll ,wenn du das mal erzählen würdest

stammt von feliks .......aus dem beitrag #19 aus Stasikinder-Mein Vater war beim MfS

Zitat
Nehmen wir doch folgendes einmal als Einleitung...
Zitat"Mein Vater ist beim MdI" – so sollten die Kinder antworten, wenn sie nach der Arbeit ihrer Eltern gefragt wurden. "MdI", das steht für "Ministerium des Innern". In Wirklichkeit aber war es das Ministerium für Staatssicherheit der DDR, in dem ihre Väter arbeiteten. Hauptamtlich, mit lebenslang gültigem Eid und der Verpflichtung zu strikter Geheimhaltung. So strikt, dass die Mitarbeiter auch zu Hause nicht über ihre Arbeit sprechen durften – und ihre Kinder zu einer Lüge anhielten.
Ist daran etwas unnormal, sieht jemand dies als ungewöhnlich und als eine Eigenart der DDR bzw. des MfS an?
Auch ist das nicht allgemeingültig, in der Schule neben unserer BV wussten die meisten Kinder, Lehrer und Eltern ganz genau das ca. 85% der Eltern bei der "Firma" arbeiteten und das war in deren Augen nicht unbedingt ein Mangel.



ich weiß nicht genau ,wo das problem liegt...

um auf das buch und somit zum thema zurückkommen habe ich doch fragen...

laut buch, sind kinder von ehemaligen ma des mfs privilegiert gewesen?welche privilegien hatten sie den?
etwa solche?
1 sie durften im "sonderladen" levis-jeans zum sonderpreis kaufen?wo die eltern sicherlich begeistert waren,weil sie so tolle jeans vom klassenfeind trugen
2. sie kamen kostengünstiger in discos etc.pp?
3.sie mussten anstatt 10 jahre ,nur 1 jahr ,beim 18 ten geburtstag und führerschein-übergabe auf ihren trabant warten?
4.sie durften bestimmt auch jederzeit ,nach kuba reisen.....
5.und die 20 pfennig für die tram brauchten sie auch nicht zahlen ,weil sie sind ja mfs -kinder und privilegiert


wer ironie findet ,darf sie behalten
Mkg
HG




@WernerHolt, die 5 Privilegien, die Du da aufgezählt hast, sind -denke ich zumindest- eher ironisch gemerint, oder?

Realistisch betrachtet gab es für einige Kinder von Mitarbeitern des MfS und SED schon gewisse Privilegien. Die hingen wiederum vom Einfluss und der Skrupellosigkeit von Mama oder Papa ab. Diese Privilegien waren aber eher bei schulischer oder beruflicher Wahl und Ausbildung zu finden, bei anderen relativen Penuts des Alltages. Anderseits kenn ich genug tapfere Genossen- (familien), die gar nicht so ein Glück mit ihrem Nachwuchs hatten..., wo dieser nämlich in eine ganz andere Richtung als die gewollte und vom zumindest äußerlich linientreuen Elternhaus vorgegebene Richtung abdriftete. Und Papa und Mama bestimmt öfter mal zum Raport bei Parteisekretär & Co antanzen mussten!

josy95





Josy,

ja die Privilegien.

Da hatten es die Kinder wirklich gut. Wenn ich z.B . an die Kinder der Angehörigen der NVA denke. Hatten die es nicht gut. Einige lernten fast die ganze DDR kennen, weil ihre Väter regelmäßige in andere Standorte versetzt wurden. Die damit verbundenen Klassenwechsel etc. waren natürlich immer ohne Probleme. Und andere hatten es noch besser, da waren die Väter 2 und mehr Jahre zum Studium in der UdSSR und die Mütter mussten alle Probleme des Alltages wuppen. Ja, die hatten es schon gut ....


Küchenbulle 79 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.06.2013 19:17 | nach oben springen

#52

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 19:20
von Zaunkletterer (gelöscht)
avatar

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #33
Wie war das Thema? Stasi - Kinder?

In übrigen wuchsen nicht nur Kinder vom MfS - Abgehörigen und bewaffneten Organen in einem Spannungsfeld auf, das größer als der normale Rahmen einer Eltern - Kind - Bezieheung. Ich erinnere da mal an leitende Mitarbeiter von Ministerien, Organisationen, Diplomaten, Handelsvertretern, Großbetrieben bzw. Kombinaten etc. .

LG von der grenzgaengerin


Hallo Grenzgängerin, kann Dir zu Deinem o. g. Artikel nur Recht geben. Was bei den MfS`lern abging kann ich nur sehr eingeschrängt bewerten. Was aber bei leitenden Mitarbeitern der Industrie an schizophren Verhaltensweisen produziert wurde war schon grenzwertig. Mein Vater, NSW-Reisekader- welch bizzare Wortschöpfung, gab sein Wissen über die weite Welt in Bild und Ton im engsten Familien- u. Freundeskreis zum besten. Über die "armen Schweine" der Grenzabfertigung, die nie den Westen gesehen haben, die nicht mal ARD oder ZDF schauen durften und dgl. mehr wurde herzhaft gelacht. Gleichzeitig wurde uns Kindern angetragen, über derartige Gespräche oder materielle Vorteile (...aus der Tätigkeit des Vaters) nicht zu sprechen. Bei polit. Gesprächen außerhalb der eigenen Wände hatten wir möglichst der allg. Phrasendrescherei zu folgen. Um gewisse Leute sollten wir einen großen Bogen machen.............. Polit. Diskussionen in der Schule hatten wir aus dem Wege zu gehen.
Bin unendlich dankbar, daß meinen Kindern derartiges erspart wurde!


Gert und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#53

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 19:21
von Uleu | 528 Beiträge

Die Diskussion gleitet ab, wir wollten doch über die Torte sprechen ...

Ich habe den Eindruck, die Torte möchte einen besseren Platz in der öffentlichen Auslage haben, mehr ins mediale Licht sozusagen ...


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
werner und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#54

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 19:24
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Uleu im Beitrag #53
Die Diskussion gleitet ab, wir wollten doch über die Torte sprechen ...

Ich habe den Eindruck, die Torte möchte einen besseren Platz in der öffentlichen Auslage haben, mehr ins mediale Licht sozusagen ...


und je länger und ausgiebiger das hier diskutiert wird, um so mehr Interesse wird an dem Buch geweckt - virales Marketing nennt man das wohl ...


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
nach oben springen

#55

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 19:27
von furry | 3.574 Beiträge

Da sich hier sicher keine Kinder von ehemaligen MfS-Angehörigen melden werden, möchte ich über meinen persönlichen Kontakt zu solch einem Kind berichten.
Eine Schulfreundin meiner Mutter, beide aus Schlesien stammend, war mit einem Offizier verheiratet, der im Strausberger Ministerium tätig war. Zu dieser Familie, wohnhaft im Berliner Speckgürtel, hatten wir einen sehr herzlichen Kontakt. Wir waren dort sehr oft für eine Woche und länger zu Besuch. Diesen Kontakt habe ich auch später mit meiner Familie gepflegt. Was die Aufgaben dieses Mannes in Strausberg waren, darüber wurde kaum gesprochen. Was eigentlich auch als logisch erscheinen sollte, denn ein Oberstleutnant oder Oberst, was er war, wird sicher nicht mit Interna aus seinem Ministerium hausieren gehen.
Wie ich über dieses Forum erfahren konnte, war dieser Mann Abteilungsleiter der HA I, also militärische Abwehr oder Aufklärung. Erstaunlich für mich war, dass ich mit ihm in meinen Sturm- und Drangjahren (16…19) mit ihm über Dinge reden konnte, für die mich mein Stabü-Lehrer von der Schule verwiesen hätte.
Ansonsten entsprach die Versorgungslage in der Familie, unter Berücksichtigung der Berlinnähe, dem uns Bekannten.
Nun zu den Kindern. Dieses Ehepaar hatte einen behinderten Sohn und eine bildhübsche, liebenswerte Tochter, die ein Jahr älter war als ich und leider mit 21 Jahren viel zu früh verstorben ist. Was in diesem Hause tabu war, war Westfernsehen, aber ansonsten lief dort alles so normal, wie in jedem anderem Haushalt ab. Wir sind gemeinsam in die örtliche Bierzapfstelle gegangen, keiner hat die Nase gerümpft, weil nun der Genosse xy die Kneipe betreten hat. Besonders die Tochter war in ihrem Umfeld integriert (was mir nicht immer so passte), denn hätten wir etwas näher an Berlin gewohnt, wäre ich da öfters aufgeschlagen. Sie hat ein super Abitur hingelegt und konnte in Berlin Medizin studieren, leider nicht bis zum Ende.
Vor Antritt ihres Studiums war sie noch 14 Tage bei uns zu Besuch im Südharz. Per TV hat sie nun alles aufgesogen, was ihr bis dahin verwehrt war. Wir haben alles mitgenommen, was sich in diesen Tagen geboten hat. Das Mädchen war in keiner Weise verstockt, sie war lebensfroh, ich war froh, aber leider war die Fröhlichkeit endlich.
Mit meiner Frau war ich noch einige Male an ihrem Grab. Ob es heute noch existiert, ich weiß nicht.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
Küchenbulle 79 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#56

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 19:28
von Mike59 | 7.962 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #54
Zitat von Uleu im Beitrag #53
Die Diskussion gleitet ab, wir wollten doch über die Torte sprechen ...

Ich habe den Eindruck, die Torte möchte einen besseren Platz in der öffentlichen Auslage haben, mehr ins mediale Licht sozusagen ...


und je länger und ausgiebiger das hier diskutiert wird, um so mehr Interesse wird an dem Buch geweckt - virales Marketing nennt man das wohl ...

Aha das ist also virales Marketing!


Bugsy hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#57

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 19:31
von WernerHolt (gelöscht)
avatar

Zitat
@WernerHolt, die 5 Privilegien, die Du da aufgezählt hast, sind -denke ich zumindest- eher ironisch gemerint, oder?



@josy95

ja natürlich ist das ironie gewesen,deshalb schrieb ich zum schluss auch :"wer ironie findet darf sie behalten".

mir geht nur diese diskusion auf die eier ,"mfs -kinder hätten auch so tolle privilegien gehabt".das ist schlicht humbug.wenn ich da nur mal an das wr-fed erinnern darf ,wo zum schluss mehr als 10000 angehörige ihren dienst versahen.das auch noch teilweise als wehrpflichtige.wenn die kinder dort alle privilegien gehabt hätten........
ich bestreite ja auch nicht ,das so mancher papa oder manche mama bei der laufbahn ihres kindes nicht "nachgeholfen" haben. wer tut das heute nicht zum allgemeinwohl seines kindes?
wird heute etwa nicht mehr gefragt in den firmen wie z.B bei VW ? beispiel: " ach hör mal ,kannst meinem jüngsten ,nicht mal ne chance geben"
das sind doch auch privilegien!!!!

MkG
HG


nach oben springen

#58

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 19:32
von Ecki | 408 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #48


Weil ich nicht die Vorleserin des Forums bin.

LG von der grenzgaengerin



Meine liebe Grenzgängerin,

das ist schade, sehr schade. Ich dachte schon, dass endlich mal jemand hier uns ehemaligen DDR-Kindern, die wir ja die Vorgabe eines eindeutigen, klaren Kurses gewohnt sind, die Richtung aufzeigt.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


Bugsy und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#59

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 19:34
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Uleu im Beitrag #53
Die Diskussion gleitet ab, wir wollten doch über die Torte sprechen ...

Ich habe den Eindruck, die Torte möchte einen besseren Platz in der öffentlichen Auslage haben, mehr ins mediale Licht sozusagen ...


Welche der beiden ins Spiel gebrachten Frauen beleidigst du mit dem Wort "Torte" nun konkret, Vera Lengsfeld oder die Autorin des Buches?
Beide wurden ja im Verlauf des Themas so betituliert.


zuletzt bearbeitet 10.06.2013 19:36 | nach oben springen

#60

RE: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat

in DDR Grenze Literatur 10.06.2013 19:38
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #51
Zitat von josy95 im Beitrag #50
Zitat von WernerHolt im Beitrag #47

Zitat
Da bin ich wohl in einer anderen DDR aufgewachsen .
Gruß linamax



@ linamax vielleicht ?wer weiss das schon?außer du......wäre doch toll ,wenn du das mal erzählen würdest

stammt von feliks .......aus dem beitrag #19 aus Stasikinder-Mein Vater war beim MfS

Zitat
Nehmen wir doch folgendes einmal als Einleitung...
Zitat"Mein Vater ist beim MdI" – so sollten die Kinder antworten, wenn sie nach der Arbeit ihrer Eltern gefragt wurden. "MdI", das steht für "Ministerium des Innern". In Wirklichkeit aber war es das Ministerium für Staatssicherheit der DDR, in dem ihre Väter arbeiteten. Hauptamtlich, mit lebenslang gültigem Eid und der Verpflichtung zu strikter Geheimhaltung. So strikt, dass die Mitarbeiter auch zu Hause nicht über ihre Arbeit sprechen durften – und ihre Kinder zu einer Lüge anhielten.
Ist daran etwas unnormal, sieht jemand dies als ungewöhnlich und als eine Eigenart der DDR bzw. des MfS an?
Auch ist das nicht allgemeingültig, in der Schule neben unserer BV wussten die meisten Kinder, Lehrer und Eltern ganz genau das ca. 85% der Eltern bei der "Firma" arbeiteten und das war in deren Augen nicht unbedingt ein Mangel.



ich weiß nicht genau ,wo das problem liegt...

um auf das buch und somit zum thema zurückkommen habe ich doch fragen...

laut buch, sind kinder von ehemaligen ma des mfs privilegiert gewesen?welche privilegien hatten sie den?
etwa solche?
1 sie durften im "sonderladen" levis-jeans zum sonderpreis kaufen?wo die eltern sicherlich begeistert waren,weil sie so tolle jeans vom klassenfeind trugen
2. sie kamen kostengünstiger in discos etc.pp?
3.sie mussten anstatt 10 jahre ,nur 1 jahr ,beim 18 ten geburtstag und führerschein-übergabe auf ihren trabant warten?
4.sie durften bestimmt auch jederzeit ,nach kuba reisen.....
5.und die 20 pfennig für die tram brauchten sie auch nicht zahlen ,weil sie sind ja mfs -kinder und privilegiert


wer ironie findet ,darf sie behalten
Mkg
HG



@WernerHolt, die 5 Privilegien, die Du da aufgezählt hast, sind -denke ich zumindest- eher ironisch gemerint, oder?

Realistisch betrachtet gab es für einige Kinder von Mitarbeitern des MfS und SED schon gewisse Privilegien. Die hingen wiederum vom Einfluss und der Skrupellosigkeit von Mama oder Papa ab. Diese Privilegien waren aber eher bei schulischer oder beruflicher Wahl und Ausbildung zu finden, bei anderen relativen Penuts des Alltages. Anderseits kenn ich genug tapfere Genossen- (familien), die gar nicht so ein Glück mit ihrem Nachwuchs hatten..., wo dieser nämlich in eine ganz andere Richtung als die gewollte und vom zumindest äußerlich linientreuen Elternhaus vorgegebene Richtung abdriftete. Und Papa und Mama bestimmt öfter mal zum Raport bei Parteisekretär & Co antanzen mussten!

josy95




Josy,

ja die Privilegien.

Da hatten es die Kinder wirklich gut. Wenn ich z.B . an die Kinder der Angehörigen der NVA denke. Hatten die es nicht gut. Einige lernten fast die ganze DDR kennen, weil ihre Väter regelmäßige in andere Standorte versetzt wurden. Die damit verbundenen Klassenwechsel etc. waren natürlich immer ohne Probleme. Und andere hatten es noch besser, da waren die Väter 2 und mehr Jahre zum Studium in der UdSSR und die Mütter mussten alle Probleme des Alltages wuppen. Ja, die hatten es schon gut ....





@Alfred, Du mußt mal richtig lesen!

Ersteinmal hab ich die Anzahl der Kinder mit Privilegien mit "einige" (rot mark) bezeichnet, was schon mal so viel heißen soll, eher die Minderheit...

Anderseits habe ich (weil ich es aus eigenem Erlebten weiß!) davon geschrieben, das eine nicht geringe Anzahl von Kindern gerade in linientreuen Elternhäusern spätestens mit Beginn der Pubertät regelrecht rebellierten...

Ein Grund mit wird wohl der von Dir genannte mit sein, das quasi bei Familien, wo der Vater u. a. NVA-, GT-, VP- oder MfS- BuZ oder Berufsoffizier war, ein geregeltes Familienleben betreffs dauerhaften Wohnsitz wohl eher nicht stattfand, weil die Familie kreuz und quer durch die DDR und ohne erkennbaren Grund auf Reisen war, weil Papa mal wieder versetzt wurde von Nord nach Süd, von Ost nach West...

@Alfred, und nochwas: Ich habe während meines GwD einigen Kontakt zu Offizieren gehabt und bei mancher Fahrt, an manchem Lagerfeuer im Feldlager, bei der Ausbildung usw. auch Gelegenheit für ein nettes und offenes Gespräch gehabt und besonders oft das Klagelied der total unlogischen Versetzung quer durch die DDR zu höhren bekommen.

Eine Tatsache, die nicht gerade positiv für Deine von Dir immer so hoch gelobten ehem. Dienstherren, für die Herren an den Schaltstellen des DDR- Verteitigungsministerium spricht.

Hatte das nicht jemand vorhin schon einmal jemand in Deinem Thread, wo es um die Neugründung des NVA- Traditionsvereins ging, ähnlich moniert?

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 10.06.2013 19:41 | nach oben springen



Besucher
20 Mitglieder und 77 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Erinnerung
Besucherzähler
Heute waren 2160 Gäste und 118 Mitglieder, gestern 3611 Gäste und 206 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14367 Themen und 557797 Beiträge.

Heute waren 118 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen