#21

RE: Angebote vorher / nachher

in Leben in der DDR 08.06.2013 19:10
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Zermatt, also mir sagte einmal ein Autoverkäufer etwas durch die Blume, das es da vor 1990 so ein gewisses Alter bei euch im Westen gab, um den Benz überhaupt erst zu steuern. Man könnte das mit "gutsituiert, finanziell gestanden, reifes Mannesalter" und noch so einigen edlen Eigenschaften bezeichnen. Heute ist das Ding, die Marke so ein richtiges Alltagsauto geworden.

Also da hängt schonmal im Osten ein HP 750 (DDR-Holzhänger) oder so ein kleiner HP 250 (in Blechkastenausführung) dahinter, gefüllt mit Gartenabfällen oder ner Sandfuhre. Das sieht sowas von verboten aus, das beschädigt richtig das schöne Teil egal jetzt ob Kombi oder Limousine. Aber der Ossi ist eben ein Macher, dem ist das Schnuppe, der braucht das Auto zum werkeln und nicht zum vorzeigen. Aber einige brauchen das schon...das Zeigen. Ich war ja sinngemäß auch mal Einer.

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#22

RE: Angebote vorher / nachher

in Leben in der DDR 08.06.2013 19:28
von damals wars | 12.180 Beiträge

Wir hatten an der Autobahn einen Turm, von dem aus wir die Autobahn beobachten konnten.
Kam aus Richtung Westberlin ein alter Mercedes-Bus oder ein altes Mercedes- Taxi, war schon klar, wer darin sitzt.
Das Markenbewußtsein der türkischen Migranten/Großfamilien war schon sehr ausgeprägt.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#23

RE: Angebote vorher / nachher

in Leben in der DDR 08.06.2013 22:10
von Fritze (gelöscht)
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Zitat von Lebensläufer im Beitrag #21
Zermatt, also mir sagte einmal ein Autoverkäufer etwas durch die Blume, das es da vor 1990 so ein gewisses Alter bei euch im Westen gab, um den Benz überhaupt erst zu steuern. Man könnte das mit "gutsituiert, finanziell gestanden, reifes Mannesalter" und noch so einigen edlen Eigenschaften bezeichnen. Heute ist das Ding, die Marke so ein richtiges Alltagsauto geworden.

Also da hängt schonmal im Osten ein HP 750 (DDR-Holzhänger) oder so ein kleiner HP 250 (in Blechkastenausführung) dahinter, gefüllt mit Gartenabfällen oder ner Sandfuhre. Das sieht sowas von verboten aus, das beschädigt richtig das schöne Teil egal jetzt ob Kombi oder Limousine. Aber der Ossi ist eben ein Macher, dem ist das Schnuppe, der braucht das Auto zum werkeln und nicht zum vorzeigen. Aber einige brauchen das schon...das Zeigen. Ich war ja sinngemäß auch mal Einer.

Lebensläufer


Also Rainer in einem geb ich Dir recht ,hier im Dorf sind alle Mercedes-Fahrer über 60 Jahre und arbeiten müssen sie auch nicht mehr. Aber in Troisdorf gibt es einen Handwerksmeister ,welcher mit einem 911er Porsche und Hänger duch die Gegend schaukelt.


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zuletzt bearbeitet 08.06.2013 22:10 | nach oben springen

#24

RE: Angebote vorher / nachher

in Leben in der DDR 08.06.2013 22:50
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #1
Nach der Wende und speziell nach der Währungsunion hat sich das Angebot an Waren, Dienstleistungen, Unterhaltungsmöglichkeiten usw. im Osten deutlich erhöht - und ob das alles sinnvoll war oder nicht, das ist genau meine Frage.

Mich interessiert, was ihr nicht gemacht habt, euch nicht gekauft habt - einschließlich einem Test, einem Ausprobieren und einem anschließenden "Nein, danke". Anders ausgedrückt interessiert mich, worauf ihr leichten Herzens verzichen könntet, ohne Verzicht zu üben.Schön wäre es, wenn es nur Stichworte wären. Ich gebe mal ein Beispiel, was ich selber wahrlich nicht brauche:

- private TV-Sender
- Peepshows
- Video-Verleih
- dummdämliche Werbung (also Werbung generell, von ganz, ganz wenigen Ausnahmen abgesehen)
- geschätzte 250 Sorten Senf im KaDeWe
usw. usw.

Besondes spannend fände ich es, wenn es sich nicht um "Innovationen der neueren Art" handeln würde, also nicht um in Fernost zusammengenagelte Smartphones, sondern um die Zeit ab 1990.
.



mir erschließt sich der 'sinn' dieser 'umfrage' nicht ganz !! ??



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#25

RE: Angebote vorher / nachher

in Leben in der DDR 08.06.2013 23:13
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Mal ne andere schöne Geschichte denn Dandelion hatte ja sinngemäß gefragt, wie der Ossi seine Anfangsnaivität in den Griff bekam, als der überschäumende Konsum, das Überangebot ihn überrollte.Hier gings um die Werbung.

Um die Wendezeit 1990 war ich als junger Handwerksmeister in einer mittelständischen Firma im Ruhrgebiet zu Gast. Wir sitzen im Büro des kaufmännischen Leiter...nennt man das den Prokuristen(ein Altprofi) und ich durfte an einer Auftragsverhandlung siehe die Materiallieferung für ein größeres Bauvorhaben der Firma teilnehmen.

Das Ganze war für mich absolutes Neuland unterm Pflug, ich saß da so ruhig in meiner Ecke und durfte das feilschen um die Prozente, auch Preise jenseits von Hundertausend bis zur halben Million mit anhören. Also je höher die gelieferten Mengen und noch so anderen Kram, umso mehr ging das Geld in den Keller. Die Leute von dem Materiallieferanten gehen, verabschieden sich und die Vorzimmerdame kommt und knallt dem Profi eine Unmenge Post auf den Schreibtisch.

Er so zu mir auf den Stapel von Post deutend: "Herr Rohloff, das hier ist größtenteils Werbepost. Würden Sie das als junger Firmenchef alles lesen?"
Ich so naiv, typisch Ossi eben:" Ja Herr Müller, das ist bestimmt wichtig, ich würde das machen."

"Ich schmeiße sowas weg" so ungerührt der Altprofi. Und ich schaute wohl aus der Wäsche wie so ein richtiger ostdeutscher Dummkopf....nur, er war diplomatischer Profi genug mir das nun nicht gerade ins Gesicht zu sagen

Der Mann hatte vollkommen Recht. Kommt heute Werbepost, Papiertonne auf und ungeöffnet fliegt das Zeugs da rein.Nun bin ich ja heute selber Zeitungsmann und das sollte nur soviel heißen, ich weiß natürlich, was mit der Werbepost passiert....sie bereichert das Altpapieraufkommen enorm.

Lebensläufer

Kann man auf (zuviel) Werbung verzichten? Man kann.


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