#41

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 14:00
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #40
Zitat von Grstungen386 im Beitrag #25
@seaman, das mit dem Bart ist echt skurril, daran ist mit schuld, dass unsere DDR untergegangen ist,die Dööfsten hatten das sagen und Betrügen und der Allerdööfste war der Generalsekretär: "Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf..." warum nun ausgerechnet diese beiden tiere die umgangssprachlich für Dummheit und Beschränktheit stehen, wie dämlich muss dieser Mann gewesen sein...



von seaman •
--------------------------------------------------------------------------------

Bin mal Mitte der 70er in die CSSR eingereist-bis zum Grenzort.

Grenzer bestand darauf den Bart abzunehmen.Zeigte ihm ein anderes Reisedokument mit gleichem Passfoto,allerdings mit dem Vermerk "zeitweilig Bartträger".Zählte nicht,Bart muss ab.
Höflich sagte ich zu ihm,überall auf der Welt kann ich mit den vorgelegten Dokumenten problemlos einreisen,nur hier in der Tschecheslowakei gibt es Schwierigkeiten

Richtig lesen, Grstungen386, es waren CSSR-Grenzorgane. DDR-Paßkontrolleure hatten einen hohen Ausbildungsstand. Insbesondere auf die Personenidentifiezierung wurde großer Wert gelegt. Bart, lange Haare oder bei Frauen ständig wechselne Haarfrisuren sind für die kriminalistische Personenidentifiezierung uninteressant.

passport


Bestätigung:
Die CSSR-Grenzorgane machten diese Schwierigkeiten.
seaman


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#42

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 14:48
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von passport im Beitrag #40
Insbesondere auf die Personenidentifiezierung wurde großer Wert gelegt. Bart, lange Haare oder bei Frauen ständig wechselne Haarfrisuren sind für die kriminalistische Personenidentifiezierung uninteressant.
passport


Die Handlungsweise der CSSR-Kontrollorgane verwundert mich auch, denn es war keine gängige Praxis. Sie waren ebenso in der Personenbeschreibung / - identifizerung nach der Signalementslehre ausgebildet, wie die Schutz-und Sicherheitsorgane der DDR.
Siehe auch Lehrbuch über die Personenbeschreibung von Gerhard Prietz, Verlag des Ministeriums des Innern (DDR).

Vierkrug


zuletzt bearbeitet 07.06.2013 16:08 | nach oben springen

#43

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 19:33
von seaman | 3.487 Beiträge

Theorie und Praxis.
Habe das so erlebt und wenn ich die Stempel raussuche kann ich das sogar datieren....

seaman


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#44

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 19:45
von Gelöschtes Mitglied
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Nicht jeder Beitrag, ist auch persönlich gemeint und man muß dann auch nicht gleich darauf reagieren !!! Das Theorie und Praxis auch in anderen Belangen nicht immer übereinstimmten, sieht man auch bei anderen Themen.

Vierkrug


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#45

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 23:21
von 80er | 572 Beiträge

Während meines Studiums in Dresden in der zweiten Hälfte der Siebziger Jahre, fuhren wir öfter mit dem Zug für eine Tagesfahrt nach Prag auf Einkaufstour (Bücher und Schallplatten). Bei der Ein- und Ausreise blieb der Zug jedesmal länger auf dem Grenzbahnhof zur Abfertigung u.a. durch die "DDR Organe" stehen.
Das Szenarium war immer ähnlich. Draussen patroulierten bewaffnete Grenzer mit Hunden. Der Zug durfte von den Reisenden nicht verlassen werden. Im Inneren des Zuges liefen mit Leitern "bewaffnete" Angehörige von Zoll und/oder Grenzern durch die Waggons (wimre Leute in Arbeitskleidung), öffneten jede Klappe, die ohnehin nur mit Spezialschlüsseln zu öffnen waren, inspizierten Zwischenräume in den Wagendecken mit Hilfe der mitgeführten Leitern. Abgesehen von den obligatorischen Pass- Zollkontrollen der stets unfreundlichen Genossen, hinterliessen diese Durchsuchungen jedesmal ein ungutes Gefühl bei den Reisenden. Was oder wen haben die gesucht? Niemand konnte sich erklären, was diesen Aufwand rechtfertigte. Ging es doch nur zwischen "Bruderländern" hin und her? Die tschechischen Formalitäten waren im Vergleich dazu geradezu harmlos. Ich habe mich damals oft gefragt, wie die Kontrollen an einem Grenzbahnhof Ost-West dann ausgesehen haben mussten, wenn hier schon so ein Aufwand betrieben wurde? Auch wenn man kein schlechtes Gewissen hatte, hinterliessen diese Kontrollen immer ein Ohnmachtsgefühl und ein Ausgeliefertsein.


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zuletzt bearbeitet 07.06.2013 23:23 | nach oben springen

#46

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 23:48
von eisenringtheo | 9.190 Beiträge

Zitat von 80er im Beitrag #45
(...) Ich habe mich damals oft gefragt, wie die Kontrollen an einem Grenzbahnhof Ost-West dann ausgesehen haben mussten, wenn hier schon so ein Aufwand betrieben wurde? Auch wenn man kein schlechtes Gewissen hatte, hinterliessen diese Kontrollen immer ein Ohnmachtsgefühl und ein Ausgeliefertsein.


Im Prinzip genau gleich. 45 Minuten war die fahrplanmässige Standzeit und wirklich alle Hohlräume wurden kontrolliert. Spezialschlüssel brauchte man nicht, man konnte alles mit einem Vierkantschlüssel öffnen. Antiquitäten aus der DDR waren im Westen sehr gesucht und das Risiko erwischt zu werden, war wohl kleiner, wenn man die Wertsachen vor der Kontrolle im Waggon versteckte. Bei den Reisen in die CSSR und Polen frage ich mich allerdings, was man da schmuggeln konnte.
Theo


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#47

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 08.06.2013 08:45
von Gert | 12.357 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #46
Zitat von 80er im Beitrag #45
(...) Ich habe mich damals oft gefragt, wie die Kontrollen an einem Grenzbahnhof Ost-West dann ausgesehen haben mussten, wenn hier schon so ein Aufwand betrieben wurde? Auch wenn man kein schlechtes Gewissen hatte, hinterliessen diese Kontrollen immer ein Ohnmachtsgefühl und ein Ausgeliefertsein.


Im Prinzip genau gleich. 45 Minuten war die fahrplanmässige Standzeit und wirklich alle Hohlräume wurden kontrolliert. Spezialschlüssel brauchte man nicht, man konnte alles mit einem Vierkantschlüssel öffnen. Antiquitäten aus der DDR waren im Westen sehr gesucht und das Risiko erwischt zu werden, war wohl kleiner, wenn man die Wertsachen vor der Kontrolle im Waggon versteckte. Bei den Reisen in die CSSR und Polen frage ich mich allerdings, was man da schmuggeln konnte.
Theo



Theo aus deiner und meiner Sicht, als Besucher aus dem Westen Europas ist die Aussage plausibel. Ich denke aber , dass die DDR Bürger eine genaue Vorstellung hatten, was sie in der CSSR kaufen konnten/wollten. Das waren alles Artikel, die in der DDR gar nicht oder nur selten zu kaufen waren.
Ich hörte davon in Gesprächen mit DDR Bewohnern. Ein Beispiel kann ich leider nicht nennen, vielleicht kann ein Ehemaliger dazu etwas sagen.


.
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#48

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 08.06.2013 09:00
von schnatterinchen (gelöscht)
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In Budapest gab es eine deutsche Buchhandlung auch antiquarische Bücher gab es da.
Ich habe mir dort westdeutsche und österreichische Bücher und Zeitschriften gekauft und glücklich aus dem Laden getragen.
Spätestens hinter Prag ging dann jedes mal das große Muffensausen los.


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#49

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 08.06.2013 09:04
von seaman | 3.487 Beiträge

Spekulieren wir mal......
Vielleicht gab es ein einheitliches System der Zollkontrolle an den Grenzen der DDR.Egal ob Ost oder West.
Mancher Zöllner,der hier seine ersten Schichten fuhr,fand sich irgendwann,frisch ausgebildet,an der Grenze West wieder?

Eine andere Tatsache darf man auch nicht ausblenden und wird mir sicherlich der Eine oder Andere hier im Forum bestätigen können.
Die CSSR bot ein Nadelöhr zu Kontakten zwischen DDR- und Bundesbürgern,der nicht voll im Blick der DDR war.Das diese Variante mitunter nicht nur für verwandschaftliche Verbrüderungen genutzt wurde ist nicht nur zu vermuten.
Oft waren es Republikflüchtlinge, die in der DDR noch auf der Fahndungsliste standen,die sich hier in der CSSR mit Angehörigen trafen.
Wenn man dann bedenkt,dass die Zollabfertigung in der CSSR relativ lax gehandhabt wurde,wollte man schon wissen,was dort in die DDR kommt bzw.verlässt.

seaman


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zuletzt bearbeitet 08.06.2013 09:05 | nach oben springen

#50

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 08.06.2013 09:05
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Gert im Beitrag #47


Theo aus deiner und meiner Sicht, als Besucher aus dem Westen Europas ist die Aussage plausibel. Ich denke aber , dass die DDR Bürger eine genaue Vorstellung hatten, was sie in der CSSR kaufen konnten/wollten. Das waren alles Artikel, die in der DDR gar nicht oder nur selten zu kaufen waren.
Ich hörte davon in Gesprächen mit DDR Bewohnern. Ein Beispiel kann ich leider nicht nennen, vielleicht kann ein Ehemaliger dazu etwas sagen.





Die tschechoslowakische Zeitung „Rüde Prävo" hat jetzt die Liste der Waren veröffentlicht, deren nichtkommerzielle Ausfuhr aus der CSSR nicht erlaubt ist oder einer besonderen Genehmigung ...ND vom 18.11.1988

https://www.nd-archiv.de/artikel/330184..html

Leider bin ich kein Abonnent. Aber vielleicht ....

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 08.06.2013 09:06 | nach oben springen

#51

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 08.06.2013 09:07
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Gert im Beitrag #47
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #46
Zitat von 80er im Beitrag #45
(...) Ich habe mich damals oft gefragt, wie die Kontrollen an einem Grenzbahnhof Ost-West dann ausgesehen haben mussten, wenn hier schon so ein Aufwand betrieben wurde? Auch wenn man kein schlechtes Gewissen hatte, hinterliessen diese Kontrollen immer ein Ohnmachtsgefühl und ein Ausgeliefertsein.


Im Prinzip genau gleich. 45 Minuten war die fahrplanmässige Standzeit und wirklich alle Hohlräume wurden kontrolliert. Spezialschlüssel brauchte man nicht, man konnte alles mit einem Vierkantschlüssel öffnen. Antiquitäten aus der DDR waren im Westen sehr gesucht und das Risiko erwischt zu werden, war wohl kleiner, wenn man die Wertsachen vor der Kontrolle im Waggon versteckte. Bei den Reisen in die CSSR und Polen frage ich mich allerdings, was man da schmuggeln konnte.
Theo



Theo aus deiner und meiner Sicht, als Besucher aus dem Westen Europas ist die Aussage plausibel. Ich denke aber , dass die DDR Bürger eine genaue Vorstellung hatten, was sie in der CSSR kaufen konnten/wollten. Das waren alles Artikel, die in der DDR gar nicht oder nur selten zu kaufen waren.
Ich hörte davon in Gesprächen mit DDR Bewohnern. Ein Beispiel kann ich leider nicht nennen, vielleicht kann ein Ehemaliger dazu etwas sagen.



Gert, dass waren u.a. PKW-Ersatzteile, Fliesen, Sanitärarmaturen etc. - Zu Weihnachten in Prag oder Liberec dann allerlei Delikatessen, wie Emmentaler, Champignons, Kochschinken etc.. Erzeugnisse aus Böhmisches Glas standen manchmal auch auf dem Einkaufszettel. Und nicht zu vergessen Honig aus Melnik (den gab es auch in der DDR). Sicherlich gibt es noch andere Dinge. Aber es sind ja auch noch mehr User mit entsprechenden Erfahrungen hier.

Vierkrug


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#52

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 08.06.2013 09:08
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

Das waren alles Artikel, die in der DDR gar nicht oder nur selten zu kaufen waren.
Ich hörte davon in Gesprächen mit DDR Bewohnern. Ein Beispiel kann ich leider nicht nennen, vielleicht kann ein Ehemaliger dazu etwas sagen.@Gert

Das Problem war ja auch der Geldumtausch,der war ja wie fast alles begrenzt . Ich kann mich erinnern das wir immer Ölsardinen (nicht Lachen Gert) mitgenommen haben.


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#53

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 08.06.2013 09:15
von schnatterinchen (gelöscht)
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So isses Pit,

was konnte denn der kleine Normalozoni mit seinen paar Krönchen schon groß kaufen und rausschleppen aus diesem Land.
Was Vierkrug da beschreibt waren doch schon andere Kaliber von Geschäftemachern. Als ich meine Pappe hatte, hab ich mir eingebildet so eine Luftpumpe mit Fusspedal besitzen zu müßen und bin zweimal hintereinander nache CSSR gefahren um mir das Ding dann von den Tagessätzen kaufen zu können.


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#54

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 08.06.2013 09:15
von Gelöschtes Mitglied
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@Pit 59 , die Tschechen tauschten auch gern privart Kronen gegen DDR-Mark nicht nur zum Kurs 3 Kronen für eine DDR-Mark. So konnte man das Budget auch unerlaubt etwas aufbessern. Ölsardinen war gut, hatte ich glatt vergessen -danke !!!

@seaman, die CSSR war nicht so geeignet für Familientreffen, wie Ungarn und hier speziell der Balaton. Zwischen den Schutz-und Sicherheitsorganen der DDR und der CSSR gab es eine sehr enge Zusammenarbeit - auch beim Austausch von Informationen zum Reiseverkehr an den bayrisch-böhmischen Grenzübergängen - wobei Bayrisch-Eisenstein/Böhmisch-Eisenstein der am meisten frequentierte Grenzübergang war.

Vierkrug


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#55

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 08.06.2013 09:21
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #54
@Pit 59 , die Tschechen tauschten auch gern privart Kronen gegen DDR-Mark nicht nur zum Kurs 3 Kronen für eine DDR-Mark. So konnte man das Budget auch unerlaubt etwas aufbessern. Ölsardinen war gut, hatte ich glatt vergessen -danke !!!

@seaman, die CSSR war nicht so geeignet für Familientreffen, wie Ungarn und hier speziell der Balaton. Zwischen den Schutz-und Sicherheitsorganen der DDR und der CSSR gab es eine sehr enge Zusammenarbeit - auch beim Austausch von Informationen zum Reiseverkehr an den bayrisch-böhmischen Grenzübergängen - wobei Bayrisch-Eisenstein/Böhmisch-Eisenstein der am meisten frequentierte Grenzübergang war.

Vierkrug


Muss ich aus eigener Erfahrung widersprechen.
Es war immer einfacher und billiger als DDR-Bürger in die CSSR zu kommen als nach Ungarn. Ungarn spielte wohl erst zum Ende der DDR eine massgebliche Rolle.
Zusammenarbeit der Sicherheitsorgane klar,aber nur bis zu einem gewissen Rahmen.

seaman


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#56

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 08.06.2013 09:21
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #54
@Pit 59 , die Tschechen tauschten auch gern privart Kronen gegen DDR-Mark nicht nur zum Kurs 3 Kronen für eine DDR-Mark. So konnte man das Budget auch unerlaubt etwas aufbessern. Ölsardinen war gut, hatte ich glatt vergessen -danke !!!

@seaman, die CSSR war nicht so geeignet für Familientreffen, wie Ungarn und hier speziell der Balaton. Zwischen den Schutz-und Sicherheitsorganen der DDR und der CSSR gab es eine sehr enge Zusammenarbeit - auch beim Austausch von Informationen zum Reiseverkehr an den bayrisch-böhmischen Grenzübergängen - wobei Bayrisch-Eisenstein/Böhmisch-Eisenstein der am meisten frequentierte Grenzübergang war.

Vierkrug


Ist mir neu.
Mich haben die Tschechen nur immer gefragt " Ost -oder Westgermany?" Nach der Antwort haben sie sich jedesmal gelangweilt abgewendet.
Naja,war man ja gewöhnt damals.


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#57

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 08.06.2013 09:21
von Moskwitschka (gelöscht)
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Becherovka, Oblaten, Kaugummi und Fertigmehl für Knedliki

LG von der grenzgaengerin


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#58

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 08.06.2013 09:31
von Alfred | 6.861 Beiträge

Es gab schon eine gute Zusammenarbeit zwischen den Diensten der DDR und der CSSR und der VR Ungarn.
In beiden Ländern hatte das MfS Operativgruppen.

Das Reisen in die CSSR günstiger waren, sicher. Aber es gab auch aus beiden Ländern Rückführungen in die DDR. Von 1980 bis 1988 waren es aus der CSSR rund 3.000 und aus der VR Ungarn rund 2.000 Personen.


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#59

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 08.06.2013 09:32
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von seaman im Beitrag #55
Zitat von Vierkrug im Beitrag #54
@Pit 59 , die Tschechen tauschten auch gern privart Kronen gegen DDR-Mark nicht nur zum Kurs 3 Kronen für eine DDR-Mark. So konnte man das Budget auch unerlaubt etwas aufbessern. Ölsardinen war gut, hatte ich glatt vergessen -danke !!!

@seaman, die CSSR war nicht so geeignet für Familientreffen, wie Ungarn und hier speziell der Balaton. Zwischen den Schutz-und Sicherheitsorganen der DDR und der CSSR gab es eine sehr enge Zusammenarbeit - auch beim Austausch von Informationen zum Reiseverkehr an den bayrisch-böhmischen Grenzübergängen - wobei Bayrisch-Eisenstein/Böhmisch-Eisenstein der am meisten frequentierte Grenzübergang war.

Vierkrug


Muss ich aus eigener Erfahrung widersprechen.
Es war immer einfacher und billiger als DDR-Bürger in die CSSR zu kommen als nach Ungarn. Ungarn spielte wohl erst zum Ende der DDR eine massgebliche Rolle.
Zusammenarbeit der Sicherheitsorgane klar,aber nur bis zu einem gewissen Rahmen.

seaman


@seaman - Und da muß ich Dir widersprechen - Ungarn / Balaton spielte nicht erst zum Ende der DDR eine maßgebliche Rolle. Schon weitaus vorher, schon mit Beginn und Mitte der siebziger Jahre.
Was die Zusammenarbeit mit den Sicherheitsorganen der CSSR anbetrifft, die ging über den von Dir wahrscheinlich vermuteten Rahmen weit hinaus. Ich verzichte hier auf Details. Sie war wesentlich enger als vermutet.

Vierkrug

Nachträgliche Ergänzung: siehe auch vorhergehenden Beitrag von Alfred !!!


zuletzt bearbeitet 08.06.2013 09:39 | nach oben springen

#60

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 08.06.2013 09:33
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

- arašídy - Erdnüsse
eigentlich "peanuts" - im wahrsten Sinne des Wortes..
und, ganz wichtig:
Werkzeuge aller Art fürs Heimwerkervolk DDR-Bürger

Gruss Hartmut


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