#101

RE: Hausgemeinschaften in der DDR

in Leben in der DDR 03.06.2013 17:22
von Krepp | 533 Beiträge

Hallo,

Zitat von Petra im Beitrag #100
Dieser Beitrag bestätigt mein Anliegen. Darum kritisiere ich die damalige Hausbuchpraxis. Grundlage für Tratsch und Klatsch, möglicherweise -Denunziantentum.


Aha, so ist das, und damits doch noch die Wirkung hat wird noch eine Möglichkeit zum Denunziantentum geliefert.
Glaubt Ihr wirklich daran, dass die Tratschtanten zur "Aufklärung" von Damenbesuchen das Hausbuch benötigten.
Da reicht doch eine Gardine bzw. der Türspion. Oh Mist, ..spion, da sind wir ja schon wieder beim Schindluder treiben.



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
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#102

RE: Hausgemeinschaften in der DDR

in Leben in der DDR 03.06.2013 17:34
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Krepp im Beitrag #101
Hallo,
Zitat von Petra im Beitrag #100
Dieser Beitrag bestätigt mein Anliegen. Darum kritisiere ich die damalige Hausbuchpraxis. Grundlage für Tratsch und Klatsch, möglicherweise -Denunziantentum.


Aha, so ist das, und damits doch noch die Wirkung hat wird noch eine Möglichkeit zum Denunziantentum geliefert.
Glaubt Ihr wirklich daran, dass die Tratschtanten zur "Aufklärung" von Damenbesuchen das Hausbuch benötigten.
Da reicht doch eine Gardine bzw. der Türspion. Oh Mist, ..spion, da sind wir ja schon wieder beim Schindluder treiben.


Hallo Krepp,

die Namen und Adressen der Damenbesuche haben die Tratschtanten nicht per Gardine und Türspion ermittelt, sondern vom gesprächigen Hausbuchverantwortlichen. Ich glaub mich zu erinnern, dass auch die Bezeichnung "Hausvertrauensmann" geläufig war.
Das Wort wäre in meinem Falle dann schon der blanke Hohn gewesen.....
Mensch hast Du ein Glück gehabt - nie Damenbesuche - kein Klatsch im Haus !
Oder doch.. ?

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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#103

RE: Hausgemeinschaften in der DDR

in Leben in der DDR 03.06.2013 20:24
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Hallo Krepp, ich wohnte viele Jahre in einem Neubau in Eisenach, aber einen Türspion lernte ich erst nach der Wende kennen


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#104

RE: Hausgemeinschaften in der DDR

in Leben in der DDR 03.06.2013 20:26
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Mike59 im Beitrag #94
Ich glaube das ist wieder so ein Beitrag der am wirklichen DDR Leben vorbei geht.
Mit "Sicherheit" hätte es einen Anschiss gegeben wenn bei Ermittlungen jeglicher Art festgestellt wurde, das Hausbuch wurde nicht ordnungsgemäß geführt. Und? Bautzen oder was?




Menno Mike....

frag doch mal "unseren Uwe" der muss das doch wissen;-)

Hallo ABV...erklaer doch mal der holden Leserschaft wie das kontrolliert wurde.

Gruessli BO


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#105

RE: Hausgemeinschaften in der DDR

in Leben in der DDR 03.06.2013 21:04
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Boelleronkel im Beitrag #104


Menno Mike....

frag doch mal "unseren Uwe" der muss das doch wissen;-)

Hallo ABV...erklaer doch mal der holden Leserschaft wie das kontrolliert wurde.

Gruessli BO


Der ABV hat sich schon geäußert und konnte leider nicht weiterhelfen.

Hausgemeinschaften in der DDR (4)

LG von der grenzgaengerin


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#106

RE: Hausgemeinschaften in der DDR

in Leben in der DDR 04.06.2013 02:18
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #94
Ich glaube das ist wieder so ein Beitrag der am wirklichen DDR Leben vorbei geht.
Mit "Sicherheit" hätte es einen Anschiss gegeben wenn bei Ermittlungen jeglicher Art festgestellt wurde, das Hausbuch wurde nicht ordnungsgemäß geführt. Und? Bautzen oder was?


was für eine aufregung !!?? hausbuch !!?? wen hat so einen scheiß interressiert !
wenn das von mike 59 nicht ironisch gemeint war bin ich der erste der 'sicherheit' der behauptet , es gab leute die durch oben genanntes 'vergehen'
in bautzen gesessen haben !!!



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#107

RE: Hausgemeinschaften in der DDR

in Leben in der DDR 04.06.2013 02:23
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #65
wir hatten im Hausflur immer eine aktuelle Wandzeitung,hatte auch meinen aktuellen
Beitrag geleistet,zum dritten mal mein Visum nach Ungarn abgelehnt,wollte wohl keiner
lesen,denn der Zettel wurde gleich entfernt
Lutze


mein nachträglich aufrichtiges beileid !!!



Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#108

RE: Hausgemeinschaften in der DDR

in Leben in der DDR 04.06.2013 08:28
von Krepp | 533 Beiträge

Hallo,

Zitat von thomas 48 im Beitrag #103
Hallo Krepp, ich wohnte viele Jahre in einem Neubau in Eisenach, aber einen Türspion lernte ich erst nach der Wende kennen


Seit spätestens 1986 im WBS70-Neubau in Leipzig als Standard (Erstbezug Januer1987). Das weiss ich deshalb so genau, weil der
bei meiner Mutter für sie viel zu hoch war und ich keinen zweiten einbauen durfte.



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
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#109

RE: Hausgemeinschaften in der DDR

in Leben in der DDR 04.06.2013 20:48
von KID | 234 Beiträge

Was hier ehemalige Buerger aus dem Westen als Werkzeug fuer Klatsch, Tratsch und eventuelle Denunziationen, ist/war an und fuer sich harmlos im Vergleich zu dem, was heute in Deutschland als 'normal' geduldet wird. Warum sage ich das? Naja, Amerikaner, die das erste Mal in Deutschland leben, finden das polizeiliche Anmeldesystem genauso im Sinne eines Ueberwachungsstaates. Fuer uns in den USA ist das die Welt von George Orwell, 1984. Kein Amerikaner wuerde sich freiwillig einem solchen System unterstellen. Niemals und nimmer. Es gaebe hier gleich bewaffneten Aufstand, und mit Recht.

Wer das Hausbuch der DDR boese findet, darf nicht aus einem/jenem Land kommen, wo sich jeder bei jedem Umzug bei der (Staats)polizei anmelden muss. Das waere die reinste Heuchlerei.

Jens


Kurt hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#110

RE: Hausgemeinschaften in der DDR

in Leben in der DDR 04.06.2013 23:44
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Da sucht man nach Quellen, ob Westberliner bis 1989 auch schon Urlaub an der Ostsee machten und findet folgenden Zeitzeugenbericht:

"Die dunkle Seite

An dieser Stelle nun begann die dunkle Seite des Lebens an der Ostsee. Jede Familie in der DDR musste ein Hausbuch führen, in dem sie ihre Besucher eintrug. In Bitterfeld, Schkopau oder Hoyerswerda wurden diese Hausbücher wahrscheinlich eher lax geführt - unser Haus aber stand in einem Grenzgebiet. Denn auch wenn die Ostseeküste so ganz anders aussah als die mit Stacheldraht, Todesstreifen, Selbstschussanlagen und Wachtürmen bewehrte Absperrung gen Westen oder die Mauer um Westberlin, so war sie vom Priwall bei Travemünde bis hinter dem Seebad Ahlbeck kurz vor Swinemünde eben doch eine Grenze.

Auf Versammlungen waren meine Eltern eindringlich darauf hingewiesen worden, jeden Besuch zu melden. Dort, wo wir wohnten, kannte jeder jeden. Es war also nicht so einfach, jemanden heimlich unterzubringen und sich einen Hunderter extra zu verdienen. Aber den offiziellen Weg konnten menie Eltern auch nicht gehen. Alle privaten Vermieter wurden von einem zentralen Feriendienst erfasst und die Qualität der Herbergen geprüft. Ein Dachboden wäre sicher nie zur Vermietung genehmigt worden. So lebten meine Eltern in ständiger Angst und Ungewissheit, während die Bergleute aus dem Erzgebirge ihre glücklichsten Tage verbrachten."

http://einestages.spiegel.de/static/auth...esstreifen.html

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 04.06.2013 23:45 | nach oben springen

#111

RE: Hausgemeinschaften in der DDR

in Leben in der DDR 05.06.2013 00:05
von Petra | 81 Beiträge

Was ist denn das für ein Urlaub? Ach, aus dem "Spiegel" stammt das. Darf man nicht für "bare Münze nehmen".

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #110
Da sucht man nach Quellen, ob Westberliner bis 1989 auch schon Urlaub an der Ostsee machten und findet folgenden Zeitzeugenbericht:

"Die dunkle Seite

An dieser Stelle nun begann die dunkle Seite des Lebens an der Ostsee. Jede Familie in der DDR musste ein Hausbuch führen, in dem sie ihre Besucher eintrug. In Bitterfeld, Schkopau oder Hoyerswerda wurden diese Hausbücher wahrscheinlich eher lax geführt - unser Haus aber stand in einem Grenzgebiet. Denn auch wenn die Ostseeküste so ganz anders aussah als die mit Stacheldraht, Todesstreifen, Selbstschussanlagen und Wachtürmen bewehrte Absperrung gen Westen oder die Mauer um Westberlin, so war sie vom Priwall bei Travemünde bis hinter dem Seebad Ahlbeck kurz vor Swinemünde eben doch eine Grenze.

Auf Versammlungen waren meine Eltern eindringlich darauf hingewiesen worden, jeden Besuch zu melden. Dort, wo wir wohnten, kannte jeder jeden. Es war also nicht so einfach, jemanden heimlich unterzubringen und sich einen Hunderter extra zu verdienen. Aber den offiziellen Weg konnten menie Eltern auch nicht gehen. Alle privaten Vermieter wurden von einem zentralen Feriendienst erfasst und die Qualität der Herbergen geprüft. Ein Dachboden wäre sicher nie zur Vermietung genehmigt worden. So lebten meine Eltern in ständiger Angst und Ungewissheit, während die Bergleute aus dem Erzgebirge ihre glücklichsten Tage verbrachten."

http://einestages.spiegel.de/static/auth...esstreifen.html

LG von der grenzgaengerin


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#112

RE: Hausgemeinschaften in der DDR

in Leben in der DDR 05.06.2013 00:11
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Petra im Beitrag #111
Was ist denn das für ein Urlaub? Ach, aus dem "Spiegel" stammt das. Darf man nicht für "bare Münze nehmen".



@Petra

Was darf man nicht als bare Münze nehmen?

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 05.06.2013 00:30 | nach oben springen

#113

RE: Hausgemeinschaften in der DDR

in Leben in der DDR 05.06.2013 00:12
von eisenringtheo | 9.164 Beiträge

Nur so aus Neugier: Wie finden die Behörden in den USA die Leute, wenn sie von ihnen etwas wollen? Steuern, Gebühren, Verkerhrsstrafen (Knöllchen, Tickets). Wenn man hier so die Zeitungen liest, kommen immer wieder Meldungen von Promis, die wegen einer Lappalie "gebucht" werden, dann ein Verbrecherfoto erstellt wird und gegen Kaution wieder freikommen (Heute: Pia Zadora hat Sohn geschlagen). Vor einiger Zeit war der Schweizer Millionär Walter Beller eine Nacht im Gefängnis
http://www.jailbase.com/en/arrested/fl-p...201303260443977
http://mugshots.com/US-Counties/Florida/...391738/details/
http://www.blick.ch/people-tv/schweiz/si...-id2285425.html
Wenn ich dauernd damit rechnen muss, verhaftet zu werden, dann ist es mir lieber polizeilich angemeldet zu sein.
Theo


zuletzt bearbeitet 05.06.2013 00:13 | nach oben springen

#114

RE: Hausgemeinschaften in der DDR

in Leben in der DDR 14.08.2013 14:09
von Grenzgänger (gelöscht)
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Zitat von Lutze im Beitrag #61

beim 3.Mal hab ich es auch aufgegeben,auch ohne Ausreiseantrag,
hatte dann auf meine Weise Flagge gezeigt,der Ehrenkranz der Fahne
musste dran glauben,und dann am 7.Oktober rausgehängt
Lutze


Respekt, Lutze, für deinen Mut..

Wann und wo war das ? Nicht erst 89, oder ? (Wenn doch, vergiss die anderen Fragen..)
Wie lange hing die Fahne so draussen ?
Hast du die beiden abgetrennten Ährenkränze in den Müll geworfen oder im Straßenstaub zertreten ?
Hatte die Operation einen Namen ? (mir schwebt gerade "Hammerschlag und Zirkelstich" durch den Sinn..)
Was ist danach passiert ?

Siggi
(der nicht so mutig war - und bei dem es nur zu einem kräftigen Furz vom Fussweg aus in Richtung des Gebäudes unserer Bezirksverwaltung am Nordrand gereicht hat- aber immerhin, oder ?


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#115

RE: Hausgemeinschaften in der DDR

in Leben in der DDR 14.08.2013 18:17
von Lutze | 8.033 Beiträge

Zitat von Grenzgänger im Beitrag #114
Zitat von Lutze im Beitrag #61

beim 3.Mal hab ich es auch aufgegeben,auch ohne Ausreiseantrag,
hatte dann auf meine Weise Flagge gezeigt,der Ehrenkranz der Fahne
musste dran glauben,und dann am 7.Oktober rausgehängt
Lutze


Respekt, Lutze, für deinen Mut..

Wann und wo war das ? Nicht erst 89, oder ? (Wenn doch, vergiss die anderen Fragen..)
Wie lange hing die Fahne so draussen ?
Hast du die beiden abgetrennten Ährenkränze in den Müll geworfen oder im Straßenstaub zertreten ?
Hatte die Operation einen Namen ? (mir schwebt gerade "Hammerschlag und Zirkelstich" durch den Sinn..)
Was ist danach passiert ?

Siggi
(der nicht so mutig war - und bei dem es nur zu einem kräftigen Furz vom Fussweg aus in Richtung des Gebäudes unserer Bezirksverwaltung am Nordrand gereicht hat- aber immerhin, oder ?


1987 im Herbst war das,unser Hausobmann hatte geklingelt,
und sagte,er hätte den ABV davon in Kenntnis gesetzt,
kurze Zeit später hat der auch bei mir geklingelt,
da hatte ich die Lochfahne schon wieder abgenommen,
warum Operation?,ich habe nur meinen Standpunkt vertreten
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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