#141

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 25.10.2014 18:25
von icke46 | 2.593 Beiträge

Immerhin gibt es in Polen noch einige begeisterte Fahnenträger, wie man lesen kann.

Wobei man korrekterweise sagen muss, dass es auch in Deutschland einige davon gibt.

Gruss

icke



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#142

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 25.10.2014 20:04
von 94 | 10.792 Beiträge

Es gibt sogar welche die wegen einschlägigen Rechtsvorschriften hierzulande sich im Nachbarland 'austoben'.

Und @ABV, es Dir erklären? Nee, in die Falle tappe ich nicht nochmal ... einem Admin die Forumsregeln erläutern; Denn wer bin ich denn? Steht mir als Normalnutzer mal garnicht zu.
Allerdings persönlich, also so auf Augenhöhe gesprochen, finde ich es leicht abstoßend wie Du das Andenken auch Deiner im Dienst getöteten Genossen so in den Schmutz versuchst zu ziehen. Sprich in dem Du (durch den Satz davor) mal wieder (siehe Gartenschläger #482) einen Vergleich nach Forumsregel 4,8 wagst.
Ach ... das ist Dir garnicht aufgefallen, und ach ... das hast Du doch nicht so gemeint?!
Schon klar ... da sag ich mal: Ja, ja!

Ansonsten schönes Geschichtle ma wieder, gefällt ja Einigen hier, na sowas *staunend_grins*
Aber eine kleine Sultanine muß ich noch ausscheißen, Warthe schreibt man im Polnischen nicht mit th, im Deutschen dagegen schon.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#143

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 26.10.2014 00:51
von Gelöschtes Mitglied
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HAllo Uwe!

Zitat von ABV im Beitrag #135
Zitat von Antaios im Beitrag #133
Hallo Uwe!
Ein schöner und sehr bildlicher (direkt wie indirekt) Beitrag.
Die eingestreuten politischen Wertungen zur Archäologie und Geschichtsforschung, gehören meines Erachtens aber nicht unbedingt rein.
Aber dazu mache ich mal einen separaten Beitrag auf.
Nochmals vielen Dank für diese Informationen.

Schöne Grüße,
Eckhard


Danke Ecki
Und gleich mal zu deiner Frage an @Hundemuchtel:
in Deutschland, gerade im Grenzgebiet zu Polen, ist es tatsächlich nicht selbstverständlich das Deutsche einen Polen Hilfe gewähren. Die Gleichgültigkeit gegenüber Polen, die nicht selten in regelrechten Phobien ausartet, ist noch immer weit verbreitet. Mit der " angespannten Kriminalitätslage" hat das ganze nur auf dem ersten Blick etwas zu tun. Diese Abneigung bestand schon früher. Sogar in der DDR. Als die Grenze weitgehend geschlossen war.
Viele Grüße aus dem Oderland
Uwe

Das war mir als "Westgrenzenanseher" so nicht geläufig.
Ich dachte immer, daß es anders ist. Wir hatten in Grevesmühlen mal eine Art Patenschaft mit Kamin Pomorskie (oder so?).
Und die Polen und -innen wurden hier so herzlich aufgenommen, wie man es sich nur denken kann.
Ich schrieb einer sehr netten jungen Dame noch eine ganze Zeit lang, bis meine damalige Freundin das nicht mehr so prickelnd fand. Naja, aber das hatte auch nichts mit "Antipathie" zu tun.

Das die offensichtlich sehr hohe Grenzkriminalität aber vorhandene Ressentiments potenziert, mag ich gut verstehen.
So wie man uns Deutsche zumeist historisch alle über einen Kamm streicht, werden die Betroffenen der Kriminalität und die "das von denen Wissenden" auch schnelll zu Pauschalisierungen tendieren. Ich denke hauptsächlich deshalb, weil die offizielle Politik das mit aller Gewalt unter den Teppich kehrt.

Jedenfalls höre ich in den Medien selten was davon und wenn, dann in erschreckend verharmlosender Form, was die Ursachen betrifft.
Schengen funktioniert eben nur bei gleichen Voraussetzungen. Die Franzosen würden ja auch nie auf die Idee kommen, im Rheinland mal eben "englisch einkaufen" zu gehen. Das hätte man in der politischen Klasse einfach mit bedenken MÜßEN, finde ich.
Man darf nicht Politik auf dem imaginären Rücken der Betroffenen machen.

Aber das sind ja auch andere Sachen. Ich habe mir Deinen Beitrag mal ausgedruckt (ohne ein paar Worte ) und ihn abgeheftet.
Da Archäologie und die Historie zu meinen Hobbys gehören, freue ich mich über solche Berichte immer ungemein.
Wer kennt hier an der Trave schon die Geschichte(n) der deutsch-polnischen Historie so genau.

Schöne Grüße,
Eckhard


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#144

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 26.10.2014 00:57
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo 94!

Zitat von 94 im Beitrag #142
.....
Ansonsten schönes Geschichtle ma wieder, gefällt ja Einigen hier, na sowas *staunend_grins*
Aber eine kleine Sultanine muß ich noch ausscheißen, Warthe schreibt man im Polnischen nicht mit th, im Deutschen dagegen schon.


Naja, das Du so direkt auf korrektes Deutsch und ggf. auch Polnisch pochst .... (odäääär )
Ich würde mich da dann auch als Teillegastheniker ansehen müßen.

Aber bitte nicht wieder persönliches reininterpretieren. Bitte, bitte !


Schöne Grüße,
Eckhard


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#145

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 26.10.2014 19:08
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Antaios im Beitrag #89
Konrad Weiß (der Filmemacher) meinte dazu:
"Wer sich nicht erinnert, lebt ohne Zukunft. Der Mensch ohne Erinnerung ist ein menschlicher Leichnam, das Volk ohne Gedächtnis eine dumpfe Horde. Ich möchte ohne Gedächtnis nicht leben."

Den Zeitungsausschnitt habe ich an meiner Pinnwand hängen.

Könnteste den mal einscannen, danke schon mal vorab!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#146

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 27.10.2014 15:25
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Antaios im Beitrag #144
Hallo 94!

Zitat von 94 im Beitrag #142
.....
Ansonsten schönes Geschichtle ma wieder, gefällt ja Einigen hier, na sowas *staunend_grins*
Aber eine kleine Sultanine muß ich noch ausscheißen, Warthe schreibt man im Polnischen nicht mit th, im Deutschen dagegen schon.


Naja, das Du so direkt auf korrektes Deutsch und ggf. auch Polnisch pochst .... (odäääär )
Ich würde mich da dann auch als Teillegastheniker ansehen müßen.

Aber bitte nicht wieder persönliches reininterpretieren. Bitte, bitte !


Schöne Grüße,
Eckhard


Er hat aber recht, Ecki. Der Fehler geht auf meine Rechnung. Dabei fahre ich mindestens einmal in der Woche über die Warta in Kostrzyn.

Gruß Uwe


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#147

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 27.10.2014 15:39
von icke46 | 2.593 Beiträge

Ich habe da sogar ein Beweisfoto bezüglich der polnischen Schreibweise:



Aufgenommen bei einem Besuch in Kostrzyn nad Odra, Sommer 2013.

Gruss

icke



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#148

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 28.10.2014 09:45
von EK82I | 869 Beiträge

Also,zum(ost)deutschen verhältniss zu Polen,da liesse sich auch eine lange Liste unterschiedlichster Erfahrungen erstellen.Ich kann mich noch an unsere Abschlussfahrt nach Polen 1978, Karpacz erinnern. Das Ende der damaligen 10.Klasse POS.War ein ganz tolles Erlebniss. Auch der Besuch der Schneekoppe,Wandern entlnag der dortigen Grenzer an der selbigen.Oben ein problemloser Besuch auf der tschechischen Seite.
Später zu GWD Zeiten wurden von uns einige zur Polengrenze abgezogen,kurzzeitig jedenfalls. Später gab es dann auf Ostseite Ärger,weil die polnischen Nachbarn besonders Lebensmittel und Kinderkleidung dem DDR Bürger streitig machten.Auch die vielen polnischen Vertragsarbeiter mussten damals unseren Betrieb hier verlassen.Eigentlich ging es in den 80ern nur bergab,mit den freundlichen Nachbrn.So richtig entspannt hat sich zumindest die Lage in den östlichen Randgebieten eher nicht.Grenzkriminalität nimmt ja eher zu als ab.Das scheint die Polen aber weniger zu interessieren.Auf deren betreiben nennt sich jetzt die A12-Autobahn der Freiheit. Das Namensschild eingeweiht unter anderem durch den schon bekannten Spezi Vogelsänger.
Zum entspannten Verhältniss braucht es keine Staatsdoktrien,auch heute nicht.Die Menschen miteinander sollen es richten.Dafür gehört es auch meiner Ansicht nach auch,dass niemand mehr in Zollkontrollen gerät,wo man es eigentlich nicht mehr für möglich hält. Solch ein unmögliches Ereigniss hatt sich auch mir eingeprägt,eigentlich fürchterlich.


zuletzt bearbeitet 28.10.2014 09:49 | nach oben springen

#149

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 28.10.2014 11:44
von WernerHolt (gelöscht)
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Zitat von icke46 im Beitrag #141
Immerhin gibt es in Polen noch einige begeisterte Fahnenträger, wie man lesen kann.

Wobei man korrekterweise sagen muss, dass es auch in Deutschland einige davon gibt.

Gruss

icke



was du nicht so alles liest. sie machen das mittlerweile so gut das die eigenen "orginal" genossen sich hinreißen lassen zu sagen: " gelernt ist gelernt , unsere jungs waren schon immer die besten!" sie bemerken nicht mal das es nicht die eigenen sind, sondern polen.
achso ja, polnische gastfreundschaft ist wirklich sehr hervorragend.


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zuletzt bearbeitet 28.10.2014 11:50 | nach oben springen

#150

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 28.10.2014 16:23
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von EK82I im Beitrag #148
Also,zum(ost)deutschen verhältniss zu Polen,da liesse sich auch eine lange Liste unterschiedlichster Erfahrungen erstellen.Ich kann mich noch an unsere Abschlussfahrt nach Polen 1978, Karpacz erinnern. Das Ende der damaligen 10.Klasse POS.War ein ganz tolles Erlebniss. Auch der Besuch der Schneekoppe,Wandern entlnag der dortigen Grenzer an der selbigen.Oben ein problemloser Besuch auf der tschechischen Seite.
Später zu GWD Zeiten wurden von uns einige zur Polengrenze abgezogen,kurzzeitig jedenfalls. Später gab es dann auf Ostseite Ärger,weil die polnischen Nachbarn besonders Lebensmittel und Kinderkleidung dem DDR Bürger streitig machten.Auch die vielen polnischen Vertragsarbeiter mussten damals unseren Betrieb hier verlassen.Eigentlich ging es in den 80ern nur bergab,mit den freundlichen Nachbrn.So richtig entspannt hat sich zumindest die Lage in den östlichen Randgebieten eher nicht.Grenzkriminalität nimmt ja eher zu als ab.Das scheint die Polen aber weniger zu interessieren.Auf deren betreiben nennt sich jetzt die A12-Autobahn der Freiheit. Das Namensschild eingeweiht unter anderem durch den schon bekannten Spezi Vogelsänger.
Zum entspannten Verhältniss braucht es keine Staatsdoktrien,auch heute nicht.Die Menschen miteinander sollen es richten.Dafür gehört es auch meiner Ansicht nach auch,dass niemand mehr in Zollkontrollen gerät,wo man es eigentlich nicht mehr für möglich hält. Solch ein unmögliches Ereigniss hatt sich auch mir eingeprägt,eigentlich fürchterlich.



Rotmark: ich kann dir, da ich mich täglich beruflich damit beschäftige sagen, dass die Grenzkriminalität die Polen sehr wohl interessiert! Es laufen auch sehr erfolgreiche Maßnahmen der polnischen Polizei gegen Autoschieberbanden. Leider ist das manchmal wie im Märchen. Beim Kampf gegen böse Drachen. Einen Kopf schlägt man und zwei wachsen wieder nach. Wofür es viele Ursachen gibt. Übrigens mischen auch viele Deutsche in dem Geschäft mit. Das Gleichnis vom " faulen versoffenen Tätervolk auf der einen" und den " ach so fleißigen, tugendsamen Deutschen auf der anderen Seite von Oder und Neiße", ist totaler Blödsinn. Eine weitere Erfahrung ist, dass die polnische Polizei hunderte geklaute Autos finden kann, ohne das es dem deutschen Michel nur eine Erwähnung findet. Aber wehe eine Karre verschwindet im Nirwana. Dann ist das Geschrei groß!
Bei der Grenzkriminalität wird kräftig übertrieben! Ich habe nicht nur beruflich mit der deutsch-polnischen Grenze zu tun, ich lebe auch dort. Geklaut wurde hier, wie überall auf der Welt, schon früher. Selbst als die Grenze zu Polen noch fest verschlossen war.
Zur Autobahn der Freiheit: Das Teilstück der A 2 ( die Weiterführung der A 12 auf polnischem Gebiet) wurde in Erinnerung an die Ereignisse in den Achtzigern Jahre, die bekanntlich von Polen ausgingen und Europa veränderten, vom ehemaligen Grenzübergang Swiecko bis nach Warschau, Autobahn der Freiheit getauft. Zu recht!
Das ausgerechnet die A 12, von der Oderbrücke bis zum Dreieck Spreeau diesen Namen bekam, erschließt sich wohl kaum jemanden. " Autobahn des Todes" wäre wohl, angesichts der vielen schweren Verkehrsunfälle in diesem Bereich, die richtige Bezeichnung. Die A 12 hat mit den Ereignissen im Herbst 1989 kaum etwas zu tun. So hat die Namensgebung eher zum Kopfschütteln, weniger jedoch zum Nachdenken angeregt.

Gruß an alle
Uwe


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zuletzt bearbeitet 28.10.2014 16:23 | nach oben springen

#151

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 28.10.2014 16:31
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von WernerHolt im Beitrag #149
Zitat von icke46 im Beitrag #141
Immerhin gibt es in Polen noch einige begeisterte Fahnenträger, wie man lesen kann.

Wobei man korrekterweise sagen muss, dass es auch in Deutschland einige davon gibt.

Gruss

icke



was du nicht so alles liest. sie machen das mittlerweile so gut das die eigenen "orginal" genossen sich hinreißen lassen zu sagen: " gelernt ist gelernt , unsere jungs waren schon immer die besten!" sie bemerken nicht mal das es nicht die eigenen sind, sondern polen.
achso ja, polnische gastfreundschaft ist wirklich sehr hervorragend.




Wenn Du meinen Text richtig gelesen hättest, hättest Du gemerkt, dass er sich auf die von Uwe erwähnte Schnapsfahne bezogen hat. Und da ich selber in Slubice von einigen solchen Schnaps-Fahnenträgern angesprochen wurde, fand ich das bemerkenswert, dass augenscheinlich nicht nur mir solche Personen begegnen.

Und ja, auch in Deutschland begegnet man auf der Strasse solchen Schnaps-Fahnenträgern, es ist also keine polnische Spezialität.

Gruss

icke



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#152

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 28.10.2014 16:59
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #151
Zitat von WernerHolt im Beitrag #149
Zitat von icke46 im Beitrag #141
Immerhin gibt es in Polen noch einige begeisterte Fahnenträger, wie man lesen kann.

Wobei man korrekterweise sagen muss, dass es auch in Deutschland einige davon gibt.

Gruss

icke



was du nicht so alles liest. sie machen das mittlerweile so gut das die eigenen "orginal" genossen sich hinreißen lassen zu sagen: " gelernt ist gelernt , unsere jungs waren schon immer die besten!" sie bemerken nicht mal das es nicht die eigenen sind, sondern polen.
achso ja, polnische gastfreundschaft ist wirklich sehr hervorragend.




Wenn Du meinen Text richtig gelesen hättest, hättest Du gemerkt, dass er sich auf die von Uwe erwähnte Schnapsfahne bezogen hat. Und da ich selber in Slubice von einigen solchen Schnaps-Fahnenträgern angesprochen wurde, fand ich das bemerkenswert, dass augenscheinlich nicht nur mir solche Personen begegnen.

Und ja, auch in Deutschland begegnet man auf der Strasse solchen Schnaps-Fahnenträgern, es ist also keine polnische Spezialität.

Gruss

icke




Ehe es über diesem Thema einen Streit gibt:
Der Missbrauch von Alkohol ist in Polen tatsächlich ein Problem. Eines der größten Probleme ist das Fahren unter Alkohol. Polen hat darauf mit drastischen Gesetzen reagiert. Nicht immer mit Erfolg.
Trotzdem: wer im Nachbarland ein Fahrzeug, dazu gehören auch Fahrräder, steuert, sollte niemals vergessen, dass bei einem Wert von 0,2 Promille bereits empfindliche Strafen drohen!! Wer unter Alkohol einen Unfall mit Personenschaden verursacht, kann mit einer Gefängnisstrafe rechnen!
Das Verdauungsschnäpschen auf dem Grenzbasar sollte man sich also lieber verkneifen.

Gruß an alle
Uwe


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#153

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 28.10.2014 19:08
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von EK82I im Beitrag #148
Also,zum(ost)deutschen verhältniss zu Polen,da liesse sich auch eine lange Liste unterschiedlichster Erfahrungen erstellen.Ich kann mich noch an unsere Abschlussfahrt nach Polen 1978, Karpacz erinnern. Das Ende der damaligen 10.Klasse POS.War ein ganz tolles Erlebniss. Auch der Besuch der Schneekoppe,Wandern entlnag der dortigen Grenzer an der selbigen.Oben ein problemloser Besuch auf der tschechischen Seite.



Danke für diesen Beitrag

Ich war auch mit meiner Klasse auf der Schneekoppe - 1974 im Winter

Ausgangspunkt war Görlitz - schon damals eine beeindruckende Stadt. Architektonische Kleinode begleiten mich seit dem das ganze Leben - wie z.B. der Flüsterbogen. Aber auch die Jugendherberge mit seinem Herbergsleiter werde ich nie vergessen. Oder das Centrum (?) Warenhaus, das ganz anders war als in Berlin. Görlitz war schon immer etwas besonderes.

LG von der Moskwitschka


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#154

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 28.10.2014 21:05
von EK82I | 869 Beiträge

Noch mal zur A12. ich habe ja das "vergnügen"unmittelbar neben dieser zu wohnen.Man hätte wirklich Autobahn des Todes nehmen sollen,auf dem deutschen Teilstück bis zum Dreieck Spreeau.Die Anzahl der Opfer innerhalb weniger Jahre unglaublich.Oft ausgelöst durch ermüdete oder besoffene LKW Fahrer,besonders aus der Ukraine,Weisrussland oder Russland.Ewige Staus an der Grenze,als diese noch eine war und an etlichen Baustellen forderten eine nicht zu entschuldigen Tribut an Menschenleben.Man kann nur hoffen,dass nach abschluss aller Baumassnahmen auch hier Ruhe einziehen wird.


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#155

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 18.01.2015 14:04
von ABV | 4.202 Beiträge



Hallo liebe Forengemeinde!
Ich bin eine Grenzsäule. Eine von vielen, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, zwischen Usedom und Zittau, den neuen Verlauf der Staatsgrenze zwischen Deutschen und Polen markieren.
Für alle " Krümelkacker": ich stehe nicht genau auf der Grenzlinie. Was ja auch blöd aussehen würde, weil diese in der Mitte der Oder verläuft. Wer möchte schon einen Fluss voller Grenzsäulen? Sieht doch irgenwie Sch.... aus.
Darum stehen wir, wie unsere polnischen Kollegen am anderen Ufer der Oder, auf dem Damm.
Früher endete oder begann an dieser Stelle die Deutsche Demokratische Republik. Je nachdem ob man mich von Osten oder von Westen her betrachtete.
Damit auch der letzte Dussel kapierte das er sich in der DDR befand, zierte eine metallene Tafel meine dem Nachbarland zugewandte Seite.
" Deutsche Demokratische Republik" stand auf der Tafel. Darüber prangte das Wappen dieses längst untergegangenen Staates: Hammer, Zirkel, Ährenkranz.


1990, die DDR lag im Sterben, klauten Souvenir-Jäger sämtliche Tafeln von den Grenzsäulen. Zwar war die DDR selbst keinen Pfifferling mehr wert, ihre Symbole offenbar schon.
Bei mir hatten die Räuber allerdings Pech-die Tafel zerbrach. Ein kleiner Teil, der Rest vom Ährenkranz, blieb erhalten.
Der neue Staat, die Bundesrepublik Deutschland, übernahm nicht nur die Staatsgrenze, sondern auch deren Markierungen.
Standesgemäß, wie es sich für staatliche Hoheitszeichen geziemt, rüstete man uns olle Betonsäulen, mit Hüllen aus Plastik aus.
Von nun konnten sich die Grenzer ganz ihrem Dienst widmen. Niemand musste mehr den Pinsel schwingen, wenn die Farbe abblätterte.
Falls ihr mich mal besuchen kommen wollt: ich stehe auf dem Oderdamm zwischen Küstrin-Kietz und Reitwein.


in einer der schönsten Gegenden Deutschlands.







Gruß an alle
Uwe


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Udo hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#156

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 18.01.2015 14:18
von FRITZE (gelöscht)
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Hallo Uwe !

Schöne Bilder hast Du uns beschert ! Aber eine der schönsten Gegenden Deutschlands ?

Letzte Woche habe ich auf Immobilienscout eine Immobilie in Grenznähe gefunden . Ganz passables Haus ,riesiges Grundstück von mehr als 6000qm mit Nebengelass für nicht einmal 50.000 in Worten, fünfzigtausend Euro !

Ob sich dafür jemand findet ?! Vlt. ganz gut um eine grössere Wachhundezucht zu etablieren !


.


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#157

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 18.01.2015 14:34
von ABV | 4.202 Beiträge

Bin halt ein Oderbruch-Patriot @FRITZE . Ich kann nun mal nicht aus meiner Haut


Viele Grüße vom Oder ins Rheinland
Uwe


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#158

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 18.02.2015 08:06
von Grenzläufer | 1.780 Beiträge

Hervorragende Aufnahmen @ABV

Eine Frage zum Oderbruch oder besser zum alten Oderverlauf. Ich bin die Bundesstraße 1, früher F1, ganz ganz früher R1 sehr oft von Berlin nach Küstrin Kietz und von dort weiter nach Gorzow/Landsberg Warthe gefahren.
Bei Manschnow überquert man die alte Oder. Auf topographischen Karten sieht man aber, dass weiter nördlich die alte Oder einen Ost-West Verlauf hatte und bei Wriezen einen 90 Grad Knick Richtung Norden machte.
Das passt doch nicht ganz zusammen oder gab es mehrere Flußarme?


zuletzt bearbeitet 18.02.2015 08:07 | nach oben springen

#159

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 18.02.2015 08:09
von Grenzläufer | 1.780 Beiträge

....und ich sehe gerade, die Grenzsäule hatte eine Kunsstoffummantelung?


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#160

RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

in Mythos DDR und Grenze 18.02.2015 14:43
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #158
Hervorragende Aufnahmen @ABV

Eine Frage zum Oderbruch oder besser zum alten Oderverlauf. Ich bin die Bundesstraße 1, früher F1, ganz ganz früher R1 sehr oft von Berlin nach Küstrin Kietz und von dort weiter nach Gorzow/Landsberg Warthe gefahren.
Bei Manschnow überquert man die alte Oder. Auf topographischen Karten sieht man aber, dass weiter nördlich die alte Oder einen Ost-West Verlauf hatte und bei Wriezen einen 90 Grad Knick Richtung Norden machte.
Das passt doch nicht ganz zusammen oder gab es mehrere Flußarme?




@Grenzläufer

Bevor das Oderbruch in der zweiten Hälfte trocken gelegt wurde, war das Gebiet ein von unzähligen Flußarmen durchzogener, bewaldeter Sumpf.
Das kann man sich heute nur noch sehr schwer vorstellen. Einige wenige Flußarme die "überlebt" haben, werden heute unter dem Sammelbegriff "Alte Oder" geführt. Wobei die "Alte Oder" bei Manschnow auch unter den Namen " Padde" oder "Strom" bekannt ist. Weiter westlich nennt sich das Gewässer "Friedländer Strom" und in der Gegend vor Wriezen, "Volzine".
Insofern ist der Begriff "Alte Oder" eher falsch und müsste daher " Alte Oderarme" heißen. Ein weiterer früherer Oderarm ist übrigens der so genannte "Genschmarer See", zwischen Friedrichsaue und Genschmar, im früheren Hirschjagdgebiet der Preußenkönige gelegen. Heute findet man dort weder Wald noch Hirsche.
Die "Alte Oder" an sich, gibt es aber auch. Früher, bis 1743, bildete die Oder zwischen den Orten Güstebieser Loose, Wriezen, Freienwalde, Oderberg und Hohensaathen ein Knie. Dieses Knie führte bei Hochwasser dazu, dass das Wasser langsamer abfloss. Der Preußenkönig Friedrich II. ließ von Güstebieser Loose bis Hohensaathen einen Kanal bauen, während der ursprüngliche Oderverlauf bei Güstebieser Loose abgedämmt wurde. Dieser alte Oderverlauf ist noch heute erkennbar, man kann dort unter anderem wunderbar angeln. Aber durch die Abdämmung verloren Städte wie Wriezen und Bad Freienwalde ihren Status als "Binnenhafen". Dafür wurden Hochwasser in den kommenden Jahren tatsächlich immer seltener.

Und was die Grenzsäule betrifft: alle Grenzsäulen an der polnischen Grenze haben, unmittelbar nach der Wiedervereinigung, eine Kunststoffummantelung bekommen. Damit spart man sich das jährliche Anpinseln der Säulen.
Viele Grüße aus dem Oderland
Uwe


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