#1

Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 16.05.2013 22:08
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Viele deutsche Kommunisten denen es vergönnt war sich während der NS-Zeit in die Sowjetunion abzusetzen, fielen ja auch der säuberungsbedingten Füssilierung durch ihre Genossen anhheim.
Mir stellt sich nun die Frage wer warum verschont blieb, war dies schon vom Diktator vor Ausbruch des Krieges berechnet um in seinem Sinne später zu agieren, z.B. mit einem Ulbricht?
Die meisten wurden ja in den 30er Jahren vom Leben zum Tode befördert und ich glaube da waren richtig gute dabei die der späteren DDR zu einer besseren Legimitation verholfen hätten.
Ich behaupte sogar wenn Anspruch und Wirklichkeit nicht solch eine Auseinanderklaffung erfahren hätten wäre die DDR eine wahrhaftige Alternative gewesen und nicht nur ein beendetes Experiment.


zuletzt bearbeitet 16.05.2013 22:44 | nach oben springen

#2

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 00:01
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #1


1.Die meisten wurden ja in den 30er Jahren vom Leben zum Tode befördert und ich glaube da waren richtig gute dabei die der späteren DDR zu einer besseren Legimitation verholfen hätten.

2.Ich behaupte sogar wenn Anspruch und Wirklichkeit nicht solch eine Auseinanderklaffung erfahren hätten wäre die DDR eine wahrhaftige Alternative gewesen und nicht nur ein beendetes Experiment.



Hallo Grenzwolf,

zu1.

Ich weiß nicht, wieviele Kommunisten es nach der Machtergreifung Hitlers in die Sowjetunion verschlgen hat. Aber bestimmt eben so viele haben einen anderen Weg gewählt. Ob sie in Deutschland geblieben sind, oder in andere Länder emigriert sind, oder zum Beispiel nach Spanien gegangen sind. Gibt es Zahlen darüber? Fakt ist, dass viele die Zeit zwischen 1933 und 1945 nicht überlebt haben. Und wenn sie es überlebt haben, gab es nicht wenige, die an den Folgen fast zerbrochen sind.

Ich glaube nicht, dass man in Moskau selektiv vorgegangen ist. Ich glaube eher, dass die Überlebenden der stalinistischen Säuberungen eingeschüchtert waren. Es gab bestimmt auch jene unter ihnen, die glaubten, dass sie die richtigeren Kommunisten seien, weil sie lebend davon gekommen sind.

zu 2.

Das Scheitern der sozialistischen Idee in der DDR hat meiner Meinung nach viel tiefere Ursachen, die nicht zuletzt in Gründung der KPD als Alternative zur SPD im Jahr 1918 begründet ist. Diese Spaltung hat man versucht 1946 durch die Vereinigung von KPD und SPD zu kitten. Ich schreibe bewußt kitten, denn das war nur ein äußerlicher Vorgang ohne programmatische Auseinandersetzung, die zu einer Annäherung hätte führen können.

Das sind meine ganz spontanen Gedanken dazu.

LG von der grenzgaengerin


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#3

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 00:29
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Die nach Spanien gingen kämpften, starben oder wurden nach dem Sieg der Francisten auch interniert (Frankreich?) und kamen oft so wieder nach Deutschland.
Die den erhofften sicheren Hafen Sowjetunion erreichten wurden wohl oftmals eines besseren belehrt was das Land ihrer Träume betraf, ich stelle mir vor, du kämpfst mit Herzblut für deine Sache und der Dank ist das du von eigentlich Deinesgleichen vor ein Erschießungskommando gestellt wirst.
Ich vermute dem Antisozialist waren, nachdem er die Widersacher in den eigenen Reihen dezimieren musste, diese Exilkommunisten einfach zu suspekt, oder wegen ihrer vielleicht etwas zu einfachen Ansichten, einfach gefährlich, ich meine der wollte sie gar nicht im Land haben, konnte sie aber wegen Gesichtsverlusst nicht abweisen.
Das keine Selektion stattfand glaube ich nicht, er wird diese Leute sicherlich mit Argusaugen überwacht haben lassen um gegen die mißliebigsten Anklagen zu konstruieren.
Eventuell hat sich ja jemand unter uns konkret mit dieser Thematik befasst und kann Informationen dazu liefern.


thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.05.2013 00:37 | nach oben springen

#4

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 00:41
von Moskwitschka (gelöscht)
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Hallo Grenzwolf,

wir dürfen hier nicht die Zeiträume durcheinander werfen.

Die stalinistischen Säuberungen fanden in den Jahren 1936 bis 1938 statt.

1943 wurde das Nationalkomitee Freies Deutschland gegründet. Und da kann man sagen: Von Stalins Gnaden. Und ab da begann auch die "Selektion"

http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalkom...ies_Deutschland

LG von der grenzgaengerin


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#5

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 00:50
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ich habe mich früher mit der Thematik beschäftigt und belesen, viele Exilkommunisten fielen den Säuberungsaktionen Ende der 30er Jahre zum Opfer.
Im Verlauf des Krieges wurden natürlich, ich nenne es mal Abtrünnige oder Umgedachte, also ehemalige Offiziere z.B. gern eingesetzt um auf ihre ehemaligen Kameraden einzuwirken und ich kritisiere das auch nicht.


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#6

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 00:59
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Für interessierte aus einer relativ unverdächtigen Quelle, also nicht der "Bild" .

http://www.wsws.org/de/articles/2002/03/stal-m01.html


zuletzt bearbeitet 17.05.2013 01:04 | nach oben springen

#7

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 01:25
von Moskwitschka (gelöscht)
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Hallo Grenzwolf,

wie es scheint, reden wir aneinander vorbei. Es ist auch sehr schwierig, wenn Stalins Gnade, die Säuberungen, die nicht nur deutsche Kommunisten betroffen haben, Ulbricht und das Scheitern der sozialistischen Idee in der DDR in einen Topf wirft.

Was ich damit sagen will, Stalin hat sich Ulbricht während der Säuberungen nicht perspektivisch ausgesucht, sondern Ulbricht hat sich als Stalinist empfohlen.

LG von der grenzgaengerin


schulzi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.05.2013 01:27 | nach oben springen

#8

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 07:47
von Gert | 12.354 Beiträge

Stalin hat nicht nur eine Reihe deutsche Kommunisten umgebracht, er hat auch kurz vor dem Kriege einen Enthauptungsschlag bei der roten Armee durchgeführt, indem er eine ganze Reihe führender Militärs beseitigt hat. Das muss man sich mal vorstellen-



3 von 5 Marschällen der Sowjetunion: Tuchatschewski, Blücher, Jegorow
13 von 15 Armeekommandeuren
alle 16 Politkommissare der Armeen
25 von 28 Korpskommissaren
alle elf Stellvertreter des Volkskommissars für Verteidigung
98 von 108 Mitgliedern des Obersten Militärrats


edit Ergänzung Zahlen


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 17.05.2013 07:51 | nach oben springen

#9

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 07:59
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Ja aber warum Gert? Warum hat Stalin die Einen leben lassen und die Anderen zum Tode befördert? Wenn mir das Einer mal richtig gut erklären kann dann bin ichs zufrieden.

Lebensläufer


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#10

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 08:03
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Lebensläufer im Beitrag #9
Ja aber warum Gert? Warum hat Stalin die Einen leben lassen und die Anderen zum Tode befördert? Wenn mir das Einer mal richtig gut erklären kann dann bin ichs zufrieden.

Lebensläufer



Du kannst fragen ? Woher soll ich das denn wissen? Ich kann es nur vermuten, dass er irgendeine psychische Störung oder Angstneurose oder so was ähnliches hatte. Aber ich bin kein Doktor. In der SU passierte so vieles was mit einem "normalen Verstand" nicht erklärbar ist.


.
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#11

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 08:09
von icke46 | 2.593 Beiträge

Die Frage, wer nun weshalb in die Mühlen der Stalinschen Säuberungen geriet, ist aber wirklich interessant. So ein richtiges System ist darin nicht zu erkennen, also so, dass man sich als normaler Sowjetbürger sagen könnte: So und so muss ich mich verhalten, um nicht in die Mühle zu geraten.

Was ich mal gelesen habe (keine Ahnung, ob es zutrifft): Es soll auch für den NKWD so etwas wie Planerfüllung gegeben haben, sprich, man brauchte zur Erfüllung des Plans eine bestimmte Anzahl Volksfeinde. Und wo dann keine waren, wurden sie eben gemacht.

Gruss

icke



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#12

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 08:44
von werner | 1.591 Beiträge

Das Thema Stalin ist insgesamt sehr schwierig, nicht zuletzt, weil seine Amtszeit genau in den Zeitraum massiver Umbrüche in Europa und in die Zeit nach dem 1. bis nach dem 2.WK trifft. Also innen- und außenpolitisch sich schnell ändernde Situation. Man kann diesen Rahmen sicher noch detaillierter fassen und noch ausführlicher formulieren, aber ich glaube, wer sich halbwegs ergebnisoffen und vorurteilsfrei mit diesem Thema beschäftigt, weiß, was ich meine. Noch tiefer in die Rahmenbedingungen einzusteigen, würde hier den Rahmen sprengen.

In der Zwischenzeit gibt es ja einiges an lesenswerter Literatur, die gut geschrieben sachlich und ohne Haßgelüste zu bedienen, seine Regierungszeit beleuchtet.

Eins der Bücher habe ich mal bei meinem Vater quergelesen und steht nun bei mir in der Warteschleife der anzuschaffenden Literatur:
Es hat mir von der Herangehensweise recht gut gefallen.

http://www.amazon.de/Verbrannte-Erde-Sta...keywords=stalin


Ein anderes habe ich bereits empfohlen, es beschäftigt sich mit dem Thema Stalin - DDR - Ulbricht:

http://www.amazon.de/Stalins-ungeliebtes...-Moskau-wollte/


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
zuletzt bearbeitet 17.05.2013 08:44 | nach oben springen

#13

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 09:00
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Lebensläufer,
leider befürchte ich das Deine Frage nicht so einfach zu beantworten ist.
In letzter Zeit habe ich zwei direkte, neue Stalinbiographien gelesen und einige 'Sekundärliteratur' über die Zeit von 1880 bis 1953 in Russland/SU.
Das Bild ist einfach zu komplex um hier dieses Thema in ein zwei Sätzen abzuhandeln.

Nur soviel, ab Anfang der Dreissiger war Stalin (Kirow Affaire) faktisch Alleinherrscher in der SU, mit seinem ersten Kreis ihm völlig ergebener Magnaten (dieser Begriff wird in einem Buch sehr Häufig verwendet und er trifft es auch ziemlich gut) regierte oder besser beherrschte er das Territorium der SU und damit das Volk.
Ein für uns Heutige unvorstellbarer Personkult um Stalin, initiiert von den Magnaten und von ihm selber gebilligt erhob ihn in fast in eine unfehlhafte, gottgleiche Position, neben dem "Gott" Lenin, beide Unantastbar.
Ob nun Marx/Engels, um die Trinität (Gottvater, Sohn, Heiliger Geist) zu verfollständigen, die Rolle des 'heiligen Geistes' zugewiesen bekamen wäre fast schlüssig, ist aber nicht belegt.

Weiter sollte man nicht vergessen das Stalin in seiner Kindheit/Jugend ein priesterliche Ausbildung durchlief. Unbestreitbar war er ein Mensch mit hoher Auffassungsgabe, Umfangreichen autodiktisch angeeignetem Wissen und dem unbedingtem Willen zur Macht.
Charakterlich war er, so übereinstimmend aus der mir bekannten Literatur ein äußerst mißtrauischer Mensch, nachtragend bis zum es geht nicht mehr und extrem rachsüchtig. Dies Eigenschaften nahmen im Verlauf seiner Herrschaft durchaus paranoide Züge an.
Er war aber auch neben diesen Charakterzügen ein gewiefter Taktiker, sammelte und/oder ließ belastendes Material über Menschen seiner Umgebung sammeln um es zu einem ihm genehmen Zeitpunkt einzusetzen. Meist mit finalen Folgen für den/die Betroffenen.

Die Säuberungswellen, vornehmlich unter den Altkadern der Bolscheki begannen bereits Ende der zwanziger Jahre Fahrt aufzunehmen und erreichten ihren schauerlichen Höhepunkt in den Jahren des "Großen Terrors" 1937/38 ......
Marschall Tuchatschewski mußte sterben weil er im Bürgerkrieg 1920, russisch-polnischer Krieg, Stalin und Budjonni die Hauptschuld an der Niederlage gab.
Diese Kritik von damals war faktisch sein Todesurteil welches 17 Jahre später vollstreckt wurde.

Selbst die Helfer und Initiatoren des Terrors gegen die eigene Bevölkerung in den dreissiger Jahren, Jagoda und sein Nachfolger Jeschow, beides durchaus Psychopaten wurden, nachdem sie ihre "Aufgaben" im Sinne des Potentaten erfüllt hatten kurzerhand von Leben zum Tode befördert. Ihr "Erbe" trat Beria an welcher wiederum von Abukunow abgelöst wurde .......

Stalin testete durchaus die grenzenlose Loyalität seiner Magnaten in Form eines "bolschewistischen Unterwerfungsrituals".
Besonders in Erinnerung ist mir das Schicksal von Molotow.
Seine Frau Polina, eine Jüdin, geriet durch ihr Zusammentreffen mit Golda Meir; offizieller Staatsbesuch 1948, in den Verdacht des wurzellosen Kosmopoliten jüdischer Prägung und wurde auf Veranlassung Stalins, nicht gleich Erschossen aber zumindest für Jahre in ein Lager verbannt.
Im Vorfeld dieser Aktion leiß sich das Ehepaar Molotow; beide glühende und bedinglose Verehrer Stalins, scheiden damit die Familie von den Repressialen verschont bliebe, so ihre Hoffnung.
Molotow "bereute" offiziell seinen Fehler seine Frau nicht davon abgehalten zu haben sich zu einem Volksfeind zu entwickeln. Dieser Kniefall rettete ihm vorerst das Leben .....

Um auf Ulbricht zu kommen, ich denke mal er beherrschte von den in Moskau lebenden deutschen Kommunisten das bolschewistische Ergebenheits- und Unterwerfungsritual mit am besten und "empfahl" sich so Stalin für eine führende Rolle ......

Nach dem Hitler/Stalin Pakt wurden ein Großteil der deutschen kommunistischen Emigranten vom damaligen NKDW an die GESTAPO ausgeliefert.


Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Gert, werner und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 09:06
von Moskwitschka (gelöscht)
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Ich finde das Thema Большая чистка, die große Säuberung, wie es in Russland genannt wird, ist auch deshalb so schwierig, weil es übr lange Zeit nicht zuletzt in Russland ein tabu - Thema war. Die Archive sind erst nach 1990 nach und nach geöffnet worden. Dies alles aufzuarbeiten, ich weiß nicht, ob das zu leisten ist und ob überhaupt ein Interesse des Staates Russland gibt, dies bis ins Detail zu tun.

Warum es den einen getroffen hat und den anderen nicht, ist für viele Angehörigen der Opfer noch heute ein Rätsel. Meine Großmutter hat zeitlebens nicht darüber gesprochen. Im Falle meines Großvaters, ein Offizier der Roten Armee, wird vermutet, dass es seine Herkunft war, die an seiner Treue zur Sowjetunion zweifeln ließ.

Eins hat Stalin erreicht, Angst zu verbreiten.

LG von der grenzgaengerin


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#15

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 09:12
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #4
Hallo Grenzwolf,

wir dürfen hier nicht die Zeiträume durcheinander werfen.

Die stalinistischen Säuberungen fanden in den Jahren 1936 bis 1938 statt.

1943 wurde das Nationalkomitee Freies Deutschland gegründet. Und da kann man sagen: Von Stalins Gnaden. Und ab da begann auch die "Selektion"

http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalkom...ies_Deutschland

LG von der grenzgaengerin


Gab es unter Stalin nicht auch noch eine Säuberungsaktion Anfang der Fünziger Jahre?


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#16

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 09:16
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@icke46, was Deine Frage zum "Großen Terror" betrifft.

Ja es gab "Planvorgaben" für die einzelnen Kreis- und Gebietsleitungen des NKDW.

Im Rahmen des "Großen Terrors" wurde am der 31. Juli 1937, und Einsatzbefehl des Volkskommissars für Innere Angelegenheiten der UdSSR Nr. 00447 über die Repressivmaßnahmen gegen ehemalige Kulaken, Kriminelle und andere antisowjetische Elemente, Text hier! gefasst.
Etwas runterscrollen und es sind die "Planzahlen aufgelistet .....

Für den allgemeinen Überblick zum Thema:
NKDW Befehl 00447
und
Großer Terror

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

werner hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#17

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 09:20
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Duck im Beitrag #15
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #4
Hallo Grenzwolf,

wir dürfen hier nicht die Zeiträume durcheinander werfen.

Die stalinistischen Säuberungen fanden in den Jahren 1936 bis 1938 statt.

1943 wurde das Nationalkomitee Freies Deutschland gegründet. Und da kann man sagen: Von Stalins Gnaden. Und ab da begann auch die "Selektion"

http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalkom...ies_Deutschland

LG von der grenzgaengerin


Gab es unter Stalin nicht auch noch eine Säuberungsaktion Anfang der Fünziger Jahre?



Ja. Da waren die Ursachen und damit das Ziel eindeutig - Antisemitismus. Die Hetze gegen jüdische Ärzte wirkt zum Teil noch bis heute.

LG von der grenzgaengerin


Duck hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#18

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 09:28
von katerjohn | 559 Beiträge

Habe mal vor längerer Zeit in einem Buch gelesen ,das Ernst Thälmann aus diesen Gründen nicht in die UdSSR ging .Stalins Terror war bei den deutschen Kommunisten also bekannt. Als 1.Sekretär der KPD hatte er aus Sicherheitsgründen unbedingt in die UdSSR gehen müssen aber er blieb in Deutschland und wurde interniert und hingerichtet.
Ich finde schon das ganze Thema Stalin sehr spannend ,weil auch eine 100 % Aussage hierzu heute nicht mehr getroffen werden kann. Denke da Beispielsweise an solche Begebenheiten wie Stalin sagar im Ausland Rache an früheren Mitstreitern nahm wie z.B.an Trotzki. Wurde ja in Mexiko 1940 erschlagen.


Nimm dir Zeit für deine Freunde,sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde !
thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#19

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 09:29
von schnatterinchen (gelöscht)
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Stimmt es , das als Stalin im Sterben lag, ihm niemand von seinen Leibwächtern und Bediensteten half, aus Angst irgend etwas Falsches zu tun und bestraft zu werden?


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#20

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 09:33
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #19
Stimmt es , das als Stalin im Sterben lag, ihm niemand von seinen Leibwächtern und Bediensteten half, aus Angst irgend etwas Falsches zu tun und bestraft zu werden?



Ja, das stimmt wenn ich die Aussagen von Historikern zu den letzten Tagen/Stunden Stalin richtig gelesen habe.
Es sind in den letzten Jahren diesbezüglich sehr viele Dokumente zugänglich gemacht worden, so dass sich ein recht lückenloses Bild über die Ereignisse um den Tod Stalins rekonstruieren lässt.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
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aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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