#41

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 11:36
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #40
Hallo werner,

Du schreibst

"So wäre es meiner Meinung nach auch durchaus möglich gewesen, die Umstände der Todesfälle, Todesstrafen dieser Zeit aufzuklären, die Betroffenen der überzogenen Urteile angemessen zu entschädigen. "

Das verstehe ich nicht ganz, wie Du das meinst..... Die Hingerichteten kannst Du nicht wieder lebendig machen, da gibt es keine "angemessene Entschädigung".

Gruss Hartmut



Tot ist Tot. Tote auferwecken kann nur Jesus

Theo


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#42

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 11:45
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #40
Hallo werner,

Du schreibst

"So wäre es meiner Meinung nach auch durchaus möglich gewesen, die Umstände der Todesfälle, Todesstrafen dieser Zeit aufzuklären, die Betroffenen der überzogenen Urteile angemessen zu entschädigen. "

Das verstehe ich nicht ganz, wie Du das meinst..... Die Hingerichteten kannst Du nicht wieder lebendig machen, da gibt es keine "angemessene Entschädigung".

Gruss Hartmut



Es gab nicht nur Todesstrafen und der Bezug "Betroffene angemessen zu entschädigen" ist ja wohl eindeutig. Ich kann den Satz aber auch gerne umstellen, damit sich keiner Mühe geben muss, misszuverstehen:

So wäre es meiner Meinung nach auch durchaus möglich gewesen, die Betroffenen der überzogenen Urteile angemessen zu entschädigen und die Umstände der Todesfälle, Todesstrafen dieser Zeit aufzuklären.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
zuletzt bearbeitet 17.05.2013 11:45 | nach oben springen

#43

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 11:53
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von icke46 im Beitrag #11
Die Frage, wer nun weshalb in die Mühlen der Stalinschen Säuberungen geriet, ist aber wirklich interessant. So ein richtiges System ist darin nicht zu erkennen, also so, dass man sich als normaler Sowjetbürger sagen könnte: So und so muss ich mich verhalten, um nicht in die Mühle zu geraten.

Was ich mal gelesen habe (keine Ahnung, ob es zutrifft): Es soll auch für den NKWD so etwas wie Planerfüllung gegeben haben, sprich, man brauchte zur Erfüllung des Plans eine bestimmte Anzahl Volksfeinde. Und wo dann keine waren, wurden sie eben gemacht.

Gruss



icke




Abgesehen von den politischen Säuberungen, wenn man dem Zeitzeugen Solschenizyn vertrauen kann, dann hatte der Deportationswahn ab 1937 bizarre Züge angenommen.
Zur Auffüllung der verstorbenen Arbeitskräfte für die ehrgeizigen Bauprojekte der Industrialisierung, sollen ja willkürlich Menschen "eingesammelt" worden sein, meist in den Abend- oder Morgenstunden auf dem Weg zur Arbeit.
Zeitweise sollen sich die verunsicherten Menschen nur noch in Gruppen bewegt haben.
Wenn das zutrifft wäre dies eine moderne Form der einfachen, nicht politisch motivierten, Sklaverei gewesen.


zuletzt bearbeitet 17.05.2013 11:55 | nach oben springen

#44

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 11:57
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #42


So wäre es meiner Meinung nach auch durchaus möglich gewesen, die Betroffenen der überzogenen Urteile angemessen zu entschädigen und die Umstände der Todesfälle, Todesstrafen dieser Zeit aufzuklären.



Das ist eine "Dauerbaustelle"
http://de.rian.ru/opinion/20100813/257101280.html
Theo


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#45

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 12:01
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Hallo Werner,

das sollte keine Polemik meinerseits sein, verstehe das bitte nicht falsch...
Im Falle einer vollzogenen Todesstafe kann man leider nicht mehr viel tun...... deshalb hat die Verhängung der Todesstrafe in einem anständigen, bürgerlichem Rechtssystem auch so viele Gegner.
Was kann man nachher noch tun, als Nachfolge-Regierung ?

- sich bei den Anghörigen öffentlich entschuldigen
- sie materiell ein wenig entschädigen und vor allem beruflich nicht zu behindern (keine "Sippenhaft")
- die treibenden Kräfte dieser damaligen, alten Zeit nicht nur unauffällig "aus der Schusslinie" nehmen, sondern wirklich entmachten
(ja, ich meine zB eine Hilde Benjamin)
Dazu bedarf es einiges an menschlicher Grösse und Charisma, das haben leider nur wenige Staatslenker dieser Welt bisher gehabt.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
werner hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.05.2013 12:43 | nach oben springen

#46

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 12:40
von Duck | 1.741 Beiträge

Wenn man liest wer unter Stalin alles hingerichtet wurde und vorallem wegen was, hat ein Marschall eine Schlacht versemmelt war er ein Hochverräter und wurde hingerichtet. Wenn man in Wikipedia die Zeilen zu Marschall Budjonny liest, hat sich Stalin anscheinend genauso wie Hitler als der größte Heerführer aller Zeiten gesehen und war genauso so ein Deletant wie der deutsche Diktator.
Irgendwie erinnert mich das an die Französche Revolution da wurde auch alles erstmal ein Kopf kürzer gemacht was ein *von* vor dem Namen hatte und zum Schluss als kein Blaublüter mehr da war kamen die Anstifter selbst unters Beil.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#47

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 13:08
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #44
Zitat von werner im Beitrag #42


So wäre es meiner Meinung nach auch durchaus möglich gewesen, die Betroffenen der überzogenen Urteile angemessen zu entschädigen und die Umstände der Todesfälle, Todesstrafen dieser Zeit aufzuklären.



Das ist eine "Dauerbaustelle"
http://de.rian.ru/opinion/20100813/257101280.html
Theo


, die schon unter Chruschtschow begonnen wurde.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#48

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 13:16
von schnatterinchen (gelöscht)
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Ich habe mal gelesen , daß die DDR in diesen Jahren nur knapp an ähnlichen "Säuberungsaktionen" wie in der UdSSR geschehen "vorbeigeschrammt" ist.
Gibt es dazu Quellen?


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#49

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 15:34
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #48
Ich habe mal gelesen , daß die DDR in diesen Jahren nur knapp an ähnlichen "Säuberungsaktionen" wie in der UdSSR geschehen "vorbeigeschrammt" ist.
Gibt es dazu Quellen?


Zumindest waren in der DDR ähnliche "Schauprozesse" a la Slánský; 1952 in der CSR; angedacht, kamen aber durch den Tod Stalins und dem Stoppen der Antizionistischen Kampagne (Ärzteverschwörung) nicht zur Ausführung .....

Zumindest kann einem heute vieles was damals passierte wie Berichte aus einem Tollhaus vorkommen.
Nur, es ist weder eine Verharmlosung oder Rechtfertigung, sollte dieses "Tollhaus" in seinen zeitlichen, geschichtlichen und ideologischen Kontex gesetzt werden.
Um es zynisch zu sagen, was waren "Menschenopfer" für die Errichtung einer neuen, völlig anders gearteten Gesellschaft? Nichts.
Wer regt sich heutzutage über die Menschenopfer der Azteken, der in der Antike oder in der unmittelbaren Gegenwart auf?
Oder wenn ich Völkermorde nehme, als Analogie der Stalinistischen Säuberungen.
Wer regt sich über die Morde in Kroatien (1941 - 1945; 750.000 Tote), Burundi ( 1965 und 1972 ca. 100.000 bis 300.000 Tote), Ruanda (1994, 800.000 Tote) als Beispiel auf? Sind sie etwa weniger schlimm?
Einfach mal darüber nachdenken.....

Gerade in den dreißiger Jahren war das Gesellschaftsmodell "UdSSR" eine bei den westlichen Intellektuellen und Teilen der Arbeiterschaft eine ernst zunehmende Alternative zur eigenen staatlichen und ökonomischen Erfahrung des Landes in dem sie lebten.

Es gab wenige, gerade von westlichen Intellektuellen, welche in den dreißiger Jahren die SU bereisten die anschließend Kritik übten oder gar die Schauprozesse von 1934 bis 1938 anprangerten. Mir fällt da ad hoc nur A. Gide ein, alle anderen erwähnten es nicht oder wie Feuchtwanger oder H. Mann postulierten eingeschränktes Verständnis, es könne ja sein, genaues weiß man nicht, .....

Ich möchte nochmals betonen, aus heutige Sicht kann ich dieses spezielle Kapitel der Geschichte absolut Scheiße finden, genauso kann ich aus heutiger Sicht die Antike, inklusive des Römischen Reiches, das Mittelalter, die Renaissance oder den Frühkapitalismus absolut Scheiße finden; ja wenn ich heutige "Wertmaßstäbe" an das damalige Geschehen ansetze.
Wenn ich das mache, dann mache ich es mir einfach zu einfach.

Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

werner und Lebensläufer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#50

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 20:46
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zwangskollektivierung endet immer blutig. Das sollte eigentlich die geschichtliche Erkenntnis sein. Deswegen weg mit der Eurokolchose. Das Experiment geht auch wieder voll in die Hose.
Menschen sind nun mal Individualisten und kein Zwangssystem, sei es auch noch so blutig , ändert daran etwas.


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#51

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 22:21
von Gelöschtes Mitglied
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Es gab gleich nach der Wende endlose Berichte in den neuen Medien wie MDR oder ZDF Info , welche auch mit aktuellen Zeitzeugen belegten , wie bestialisch im Kreml 1918 unter Lenin , wie Stalin bis zum Tode mit Andersdenkenden ,wie der Umgang während des Krieges mit eigenen Soldaten die in Gefangenschaft gerieten , zeigten das der Sozialismus auch seine unmenschlichsten Seiten hatte. ratata


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#52

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 23:14
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Lebensläufer im Beitrag #9
Ja aber warum Gert? Warum hat Stalin die Einen leben lassen und die Anderen zum Tode befördert? Wenn mir das Einer mal richtig gut erklären kann dann bin ichs zufrieden.

Lebensläufer


Der traute doch keinem......auch nicht seiner Frau und seinem Sohn.Auch die Gäste in seiner Privatdatsche wussten nicht ob sie den nächsten Tag überleben würden.



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#53

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 18.05.2013 07:13
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Mir fällt da was ein zu Gert seinem Text von Seite 1/8. Also Gert schreibt:

Stalin hat nicht nur eine Reihe deutsche Kommunisten umgebracht, er hat auch kurz vor dem Kriege einen Enthauptungsschlag bei der roten Armee durchgeführt, indem er eine ganze Reihe führender Militärs beseitigt hat. Das muss man sich mal vorstellen-



3 von 5 Marschällen der Sowjetunion: Tuchatschewski, Blücher, Jegorow
13 von 15 Armeekommandeuren
alle 16 Politkommissare der Armeen
25 von 28 Korpskommissaren
alle elf Stellvertreter des Volkskommissars für Verteidigung
98 von 108 Mitgliedern des Obersten Militärrats


edit Ergänzung Zahlen

Hier bin ich wieder und frage: "Wen hat der Stalin denn dann wieder eingesetzt, einsetzen lassen in diese Posten der Militärs? Etwa alles Georgier? Oder nur Bauernsöhne so wie Shukow? Und Zermatt also ne, so wie du das rüberbringst ist das ja schon wie im Horrorfilm. Am besten, du gehst mal in die Videothek und leihst dir da "Das Glashaus" aus.

Lebensläufer


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#54

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 18.05.2013 07:53
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #51
Es gab gleich nach der Wende endlose Berichte in den neuen Medien wie MDR oder ZDF Info , welche auch mit aktuellen Zeitzeugen belegten , wie bestialisch im Kreml 1918 unter Lenin , wie Stalin bis zum Tode mit Andersdenkenden ,wie der Umgang während des Krieges mit eigenen Soldaten die in Gefangenschaft gerieten , zeigten das der Sozialismus auch seine unmenschlichsten Seiten hatte. ratata



@ratata ... und wo zeigte der Sozialismus seine menschliche Seite ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#55

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 18.05.2013 08:44
von Moskwitschka (gelöscht)
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Hier etwas zum Lesen aus dem Spiegel von 1971:

Er wird uns alle abschlachten
Stalins Große Säuberung

Teil 1 http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43732569.html

Teil 2 http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43788172.html

Teil 3 http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43375817.html

LG von der grenzgaengerin


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#56

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 18.05.2013 08:56
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Lebensläufer im Beitrag #53


3 von 5 Marschällen der Sowjetunion: Tuchatschewski, Blücher, Jegorow
13 von 15 Armeekommandeuren
alle 16 Politkommissare der Armeen
25 von 28 Korpskommissaren
alle elf Stellvertreter des Volkskommissars für Verteidigung
98 von 108 Mitgliedern des Obersten Militärrats

Lebensläufer


Nicht nur die oberste Führung der Roten Armee war nach der stalinschen Säuberung geschwächt. Es wurden auch 34.301 Offiziere Opfer Stalins.

LG von der grenzgaengerin


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#57

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 18.05.2013 09:07
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Lebensläufer im Beitrag #53


Und Zermatt also ne, so wie du das rüberbringst ist das ja schon wie im Horrorfilm. Am besten, du gehst mal in die Videothek und leihst dir da "Das Glashaus" aus.

Lebensläufer


Hallo Lebensläufer,

es war Horror, nicht nur für die vielen Opfer, sondern auch für deren Angehörige, die zum Teil in "Sippenhaft" genommen wurden.

"Die Große Säuberung ... diente vielmehr ausschließlich der Aufrechterhaltung der Despotie. Und dieses Ziel war 1938 erreicht. Rußland war zum Schweigen gebracht und gebrochen worden. Die Bevölkerung hatte sich an Gehorsam, Furcht und Unterwerfung gewöhnt."

Die Folgen wirken bis in die Gegenwart.

LG von der grenzgaengerin


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#58

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 18.05.2013 10:43
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Wie hattest du getextet Grenzgaengerin..."Die Bevölkerung hatte sich an Gehorsam, Furcht und Unterwerfung gewöhnt". Da fällt mir doch das sehr gute Foto ein, gefunden im Buch "Sowjetische Fotografen 1917-1940". Ich finde, das Foto spricht enorm für sich, man könnte es noch zusätzlich mit der Bezeichnung Lebensfreude titulieren, es heißt aber ganz einfach und schlicht Jugend 1937.

Ich habe übrigens noch mehr Fotos...über die Lebensfreude....in den Gesichtern der Menschen in der damaligen UdSSR.

Lebensläufer


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#59

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 18.05.2013 10:55
von Moskwitschka (gelöscht)
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Hallo Lebensläufer,

es bestreitet doch keiner, dass es neben der stalinistischen Säuberungen auch ein normales Leben in der Sowjetunion gab. Das ist doch aber hier nicht das Thema.

Meine Großmutter hat nachdem mein Großvater, ein Offizier der Roten Armee, der der Säuberung zum Opfer fiel, auch wieder geheiratet. Und stell Dir vor, sie haben sogar ein Kind gemeinsam bekommen. Und trotzdem schwebten die Umstände des Todes meines Großvaters ständig im Hintergrund über unsere Familie. Viele Erlebnisse in meiner Kindheit konnte ich erst einordnen, nach dem in unserer Familie zum mindest im Ansatz darüber gesprochen wurde. Und das war weit nach 1990. Vorher hieß es immer: "Darüber spricht man nicht."

LG von der grenzgaengerin

EDIT Und es spricht für wenig Einfühlungsvermögen in das Thema, wenn man mit Bildern von strahlenden jungen Menschen argumentiert.


zuletzt bearbeitet 18.05.2013 11:07 | nach oben springen

#60

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 18.05.2013 11:24
von Moskwitschka (gelöscht)
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Weißt Du lieber Lebensläufer, bleib Du mal in Deiner Burg des Arbeiterschlaraffenlandes und tapezier diesen thread mit Deinen schönen Bildern.

Ich werde es so halten wie die Russen, und hänge mir Zeitungen an das laptop -Fenster. So kann ich wenigstens nicht die tollen Bilder von Dir sehen.

Ich bin raus aus diesem thread.

LG von der grenzgaengerin


thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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