#21

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 09:34
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #19
Stimmt es , das als Stalin im Sterben lag, ihm niemand von seinen Leibwächtern und Bediensteten half, aus Angst irgend etwas Falsches zu tun und bestraft zu werden?






habe ich auch mal in einem Film so gesehen. Ob es wahr ist, wer weiss ? Jedenfalls denkbar ist es. Vielliecht waren auch viele in seiner Umgebung froh, ihn so elegant los zu werden. Die Zeit war reif dafür Anfang der 50er Jahre.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 17.05.2013 09:35 | nach oben springen

#22

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 09:35
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #13

(...)

Nach dem Hitler/Stalin Pakt wurden ein Großteil der deutschen kommunistischen Emigranten vom damaligen NKDW an die GESTAPO ausgeliefert.


Gruß
Nostalgiker


Wobei hier ja anscheinend auch kein System erkennbar ist: Die einen wurden ausgeliefert, die anderen, um die bekanntesten zu nennen: Wehner, Pieck, Ulbricht wurden es nicht.

Mitunter ging das Ganze auch quer durch die Familien - siehe zum Bespiel Werner Eberlein, bis 1989 Mitglied im SED-Politbüro. Zitat aus wikipedia:

Sein Vater Hugo Eberlein war Ende 1918 Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Nach einer Inhaftierung in Frankreich befand sich Hugo Eberlein seit Herbst 1936 in Moskau im Exil und fiel hier, wie viele andere deutsche Emigranten in der Sowjetunion, dem Großen Terror des Stalin-Regimes zum Opfer.

Werner Eberlein musste 1934 zu seiner Stiefmutter in die Sowjetunion emigrieren. Auch er verbrachte acht Jahre in Sibirien – als „Wolodja“ – in der Verbannung und kehrte erst 1948 nach Deutschland zurück.


Gruss

icke



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#23

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 09:39
von Duck | 1.741 Beiträge

Wenn man das alles liest über die ganzen Säuberungsaktionen, dieser kranke Sack hat ja noch nicht mal seine eigene Familie verschont, es ist mir wirklich schleierhaft wie so ein Verbrecher sich solange an der Macht halten konnte.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#24

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 09:41
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #21
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #19
Stimmt es , das als Stalin im Sterben lag, ihm niemand von seinen Leibwächtern und Bediensteten half, aus Angst irgend etwas Falsches zu tun und bestraft zu werden?






habe ich auch mal in einem Film so gesehen. Ob es wahr ist, wer weiss ? Jedenfalls denkbar ist es. Vielliecht waren auch viele in seiner Umgebung froh, ihn so elegant los zu werden. Die Zeit war reif dafür Anfang der 50er Jahre.




Ich denke Gert er hat das gekriegt was er verdient hat...eigentlich war sein eigener Tod noch zu harmlos


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
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#25

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 09:47
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Duck im Beitrag #24

Ich denke Gert er hat das gekriegt was er verdient hat...eigentlich war sein eigener Tod noch zu harmlos


Ich denke da anders darüber. Die Säuberungen tragen zwar Stalins Namen, doch es war ein System. Und wie das funktionierte, so skrupellos und menschenverachtend, zeigt sich, in der Sterbephase Stalins.

LG von der grenzgaengerin


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#26

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 09:58
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #25
Zitat von Duck im Beitrag #24

Ich denke Gert er hat das gekriegt was er verdient hat...eigentlich war sein eigener Tod noch zu harmlos


Ich denke da anders darüber. Die Säuberungen tragen zwar Stalins Namen, doch es war ein System. Und wie das funktionierte, so skrupellos und menschenverachtend, zeigt sich, in der Sterbephase Stalins.

LG von der grenzgaengerin



Aber letztendlich hat er ja dieses System geschaffen mit seinen paranoiden Verfolgungswahn und Misstrauen, man kann doch sagen er ist durch sein eigenes System umgekommen.


08/88 - 10/88 Eisenach
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#27

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 10:03
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #25
Zitat von Duck im Beitrag #24

Ich denke Gert er hat das gekriegt was er verdient hat...eigentlich war sein eigener Tod noch zu harmlos


Ich denke da anders darüber. Die Säuberungen tragen zwar Stalins Namen, doch es war ein System. Und wie das funktionierte, so skrupellos und menschenverachtend, zeigt sich, in der Sterbephase Stalins.

LG von der grenzgaengerin




das System....... ist so etwas Abstraktes, liebe Grenzgängerin.
Das "System" wird von Menschen getragen - die müssen mitmachen. Und es bedarf einer "kritischen Masse", im Sinne einer prozentualen Menge der Gesamtbevölkerung des Landes, die es tragen. Wird diese kritische Menge deutlich unterschritten, fällt so ein "System" wie ein Kartenhaus zusammen:
Beispiel DDR 1989/90: Wo waren plötzlich die 99,8 % Wahlstimmen für die Politik der SED hin ?
Es bedarf führender Köpfe, die rhetorisch gut drauf sind, ein solches System zu errichten und auch noch eine Weile am Leben zu erhalten - schau Dir mal bitte die alten Wochenschau-Filme an
"Wollt ihr den totalen Krieg ?" - http://de.wikipedia.org/wiki/Sportpalastrede. Da kann man als nüchtern denkender Mensch nur den Kopf schütteln.
Aber - es funktioniert - eine Zeit lang.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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#28

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 10:04
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Duck im Beitrag #26


Aber letztendlich hat er ja dieses System geschaffen mit seinen paranoiden Verfolgungswahn und Misstrauen, man kann doch sagen er ist durch sein eigenes System umgekommen.




Ich finde es zu einfach, alles auf den "paranoiden Verfolgungswahn" eines einzelnen abzuschieben. Das er selbst Opfer seines Systems wurde, da gebe ich Dir recht.

LG von der grenzgaengerin


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#29

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 10:07
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Hat jemand Quellen die eventuell darauf hinweisen das die ursprünglich relativ gute "Zusammenarbeit" der großen Diktatoren, wie z.B. die Verbindungen Wehrmacht und Rote Armee, auch Einfluss auf die Beseitigung emigrierter deutscher Kommunisten hatte?


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#30

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 10:11
von eisenringtheo | 9.174 Beiträge

Auch in Ungnade Gefallene haben eine "Spätwirkung"".
http://german.ruvr.ru/2013_01_31/Wolgogr...grad-umbenannt/
Theo


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#31

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 10:13
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Jobnomade im Beitrag #27


das System....... ist so etwas Abstraktes, liebe Grenzgängerin.
Das "System" wird von Menschen getragen - die müssen mitmachen. Und es bedarf einer "kritischen Masse", im Sinne einer prozentualen Menge der Gesamtbevölkerung des Landes, die es tragen. Wird diese kritische Menge deutlich unterschritten, fällt so ein "System" wie ein Kartenhaus zusammen:
Beispiel DDR 1989/90: Wo waren plötzlich die 99,8 % Wahlstimmen für die Politik der SED hin ?
Es bedarf führender Köpfe, die rhetorisch gut drauf sind, ein solches System zu errichten und auch noch eine Weile am Leben zu erhalten - schau Dir mal bitte die alten Wochenschau-Filme an
"Wollt ihr den totalen Krieg ?" - http://de.wikipedia.org/wiki/Sportpalastrede. Da kann man als nüchtern denkender Mensch nur den Kopf schütteln.
Aber - es funktioniert - eine Zeit lang.

Gruss Hartmut



Ich lehne mich jetzt ganz weit aus dem Fenster. Es sind nicht nur totalitäre Systeme, die auf Angst und Schrecken beruhen. Es werden immer wieder Feinbilder gezeichnet.

Nehmen wir doch die Kampagne der CDU: "Freiheit oder Sozialismus" im Bundestagswahlkampf 1976.

Oder wie ist es denn heute? Der Islam scheint der größte Feind der westlichen Welt zu sein.

LG von der grenzgaengerin


Wahlhausener hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.05.2013 10:23 | nach oben springen

#32

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 10:22
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #31


Nehmen wir doch die Kampagne der CDU: "Freiheit oder Sozialismus" im Bundestagswahlkampf 1976.

LG von der grenzgaengerin



Ach ja - Alfred Dregger, den hatte ich ja schon fast ganz vergessen. In satirischen Publikationen wurde er oft als "Dreggula" bezeichnet und mit ziemlich spitzen Eckzähnen dargestellt. Ein paar Jahrzehnte vorher wäre er mit seinen Ansichten sicher auch nicht unbekannt und ungefördert geblieben.

Aber das hat jetzt mit Stalin nichts zu tun, sorry für den Ausflug in den OT-Breich


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#33

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 10:27
von katerjohn | 559 Beiträge

Hätten die russischen Genossen mal die Worte des alten Lenin beherzigt. Hat in seinen Werken ganz klar Stalins negative Charaktereigenschaften beschrieben aber leider ......vielleicht hätte die Geschichte dann auch einen anderen Verlauf genommen ?!


Nimm dir Zeit für deine Freunde,sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde !
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#34

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 10:40
von Gert | 12.354 Beiträge

ich finde , hier wird um den heissen Brei geredet. Ich halte das ganze kommunistische System für geistig krank, wirtschaftlich impotent und insgesamt untauglich als Basis für einen Staat oder wie auch immer geartete Gesellschaft zu dienen. Stalin war nur eine Facette dessen, es gibt noch die Pol Pots , die Mao tse dongs, aber auch Klement Gottwald in der damaligen CSSR und andere, die die Menschen reihenweise niedermähten mit Gewehren, mit Galgen, mit Fallbeilen und was es noch an Tötungsmaschinen gibt. Unser jetziges demokratisches System ist in meinen Augen auch verbesserungswürdig, vor allem was die ungehemmte Gier im Banken und Börsensektor angeht ( Beispiele Goldman Sachs aber auch Deu... Bank. Aber eine wichtige Sache ist fest verankert, der Mensch als Individuum wird geachtet und respekiert. Wenn ich mal der Meinung bin, dass das nicht so ist, so kann ich es bei Gericht klären und gegebenenfalls durchsetzen. Das ist mir wichtig.


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#35

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 10:48
von werner | 1.591 Beiträge

@gert,

hast Du mal "Die Welle" gesehen? Gibt es auf DVD oder in der Tube als Hörspiel - um Angelo nicht möglicherweise Probleme zu machen, stelle ich den Link zu dem kompletten Hörspiel dort nicht ein. Der Interessierte wird es finden.

Das hat nichts mit Ideologie zu tun, nur mit Menschen in der Dynamik der Machtverhältnisse und Ihrer Umgebung.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 10:52
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Gert im Beitrag #34
ich finde , hier wird um den heissen Brei geredet. Ich halte das ganze kommunistische System für geistig krank, wirtschaftlich impotent und insgesamt untauglich als Basis für einen Staat oder wie auch immer geartete Gesellschaft zu dienen. Stalin war nur eine Facette dessen, es gibt noch die Pol Pots , die Mao tse dongs, aber auch Klement Gottwald in der damaligen CSSR und andere, die die Menschen reihenweise niedermähten mit Gewehren, mit Galgen, mit Fallbeilen und was es noch an Tötungsmaschinen gibt. Unser jetziges demokratisches System ist in meinen Augen auch verbesserungswürdig, vor allem was die ungehemmte Gier im Banken und Börsensektor angeht ( Beispiele Goldman Sachs aber auch Deu... Bank. Aber eine wichtige Sache ist fest verankert, der Mensch als Individuum wird geachtet und respekiert. Wenn ich mal der Meinung bin, dass das nicht so ist, so kann ich es bei Gericht klären und gegebenenfalls durchsetzen. Das ist mir wichtig.




Ach Gert

der brutale Umgang mit Andersdenkenden und die von Dir zitierten "Tötungsmaschinen" sind weder eine Erfindung der Kommunisten noch haben sie einen Alleinvertretungsanspruch darauf: So etwas gab es schon deutlich vorher und so etwas gibt es heute immer noch. Auch in Staaten, die sich ein "demokratisches Mäntelchen" (bewusst in Anführungszeichen gesetzt) umgehängt haben.

Und was die Rechte iduL angeht: Mit zunehmendem Unbehagen beobachte ich, dass die bürgerlichen Rechte und Freiheiten immer mehr eingeengt und eingeschränkt werden - natürlich nur, um den Terrorismus und speziell den islamischen zu bekämpfen, natürlich nur zu unser aller Wohl: Wer sich nichts hat zuschulden kommen lassen, muss auch nichts verbergen. Und so werden wir durchsichtiger und durchsichtiger und durchsichtiger.....


furry und Wahlhausener haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 11:03
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #36
Zitat von Gert im Beitrag #34
ich finde , hier wird um den heissen Brei geredet. Ich halte das ganze kommunistische System für geistig krank, wirtschaftlich impotent und insgesamt untauglich als Basis für einen Staat oder wie auch immer geartete Gesellschaft zu dienen. Stalin war nur eine Facette dessen, es gibt noch die Pol Pots , die Mao tse dongs, aber auch Klement Gottwald in der damaligen CSSR und andere, die die Menschen reihenweise niedermähten mit Gewehren, mit Galgen, mit Fallbeilen und was es noch an Tötungsmaschinen gibt. Unser jetziges demokratisches System ist in meinen Augen auch verbesserungswürdig, vor allem was die ungehemmte Gier im Banken und Börsensektor angeht ( Beispiele Goldman Sachs aber auch Deu... Bank. Aber eine wichtige Sache ist fest verankert, der Mensch als Individuum wird geachtet und respekiert. Wenn ich mal der Meinung bin, dass das nicht so ist, so kann ich es bei Gericht klären und gegebenenfalls durchsetzen. Das ist mir wichtig.




Ach Gert

der brutale Umgang mit Andersdenkenden und die von Dir zitierten "Tötungsmaschinen" sind weder eine Erfindung der Kommunisten noch haben sie einen Alleinvertretungsanspruch darauf: So etwas gab es schon deutlich vorher und so etwas gibt es heute immer noch. Auch in Staaten, die sich ein "demokratisches Mäntelchen" (bewusst in Anführungszeichen gesetzt) umgehängt haben.

Und was die Rechte iduL angeht: Mit zunehmendem Unbehagen beobachte ich, dass die bürgerlichen Rechte und Freiheiten immer mehr eingeengt und eingeschränkt werden - natürlich nur, um den Terrorismus und speziell den islamischen zu bekämpfen, natürlich nur zu unser aller Wohl: Wer sich nichts hat zuschulden kommen lassen, muss auch nichts verbergen. Und so werden wir durchsichtiger und durchsichtiger und durchsichtiger.....



@dandelion das habe ich auch nicht behauptet, dass es das woanders nicht auch schon gab ( tötungsmaschinen) das entschuldigt aber auch nicht das verbrecherische verhalten der Stalinisten und anderer. Die Taten sind bekannt und werden genannt, nichts weiter. Helfen ist den Armen Opfern heute sowieso nicht mehr, leider.


.
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#38

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 11:23
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Gert und Dandelion,

ihr habt da wichtige Dinge genannt, für die ich auch immer wieder eintrete und sie "mit Klauen und Zähnen" verteidigen werde:
Die Freiheit und Achtung des Individuums Mensch, die Gewährung grösstmöglicher Freiheiten für den Einzelnen - die dort ihre Genzen hat, wo der Einzelne der Gemeinschaft damit Schaden zufügt.
Ich hab ja 2 Gesellschftssysteme ausprobieren und vergleichen dürfen: die ersten 38 Jahre meines Lebens im Sozialismus, der eine "Diktatur des Proletariats" war. Solange ich mich systemkonform verhielt, hatte ich nichts zu befürchten. Ein paar mal bekam ich Grenzen aufgezeigt, weil ich Kritik übte. Dann durfte ich eine bürgerliche Demokratie kennenlernen: Freiheit - verbunden mit Eigenverantwortung. Keine "Fürsorge mehr - auch keine Gängelung". Es war für mich teilweise ein schmerzhafter Lernprozess - aber letztlich bin ich mit diesem System besser zurechtgekommen als vorher mit der "Diktatur des Proletariats". Und nun sehe ich mehr und mehr, wie in kleinen Schritten versucht wird, diese Freiheiten des Individuums, die Rechtssicherheit, die Einklagbarkeit von Grundrechten abzubauen. Die Konkurrenz ist ja weg.... schade eigentlich.
Nein: ich werde mich mit allen Mitteln gegen diese Tendenz wehren - die Freiheit ist mir zu kostbar geworden. Ich unterstütze jegliche Initiativen, die den Abbau dieser Rechte blockieren und verlangsamen. Und ich sorge wenn erforderlich auch mit meiner Wahlstimme dafür, das keine der heutigen Parteien eine absolute Mehrheit erhält und somit in Versuchung gerät, eine neue Diktatur ihrer Prägung zu errichten.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
Wahlhausener hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.05.2013 11:25 | nach oben springen

#39

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 11:23
von werner | 1.591 Beiträge

Ja, @gert und weiter oben wurde ja schon gesagt, dass diese Zeit und die Geschehnisse darum - nicht nur in der DDR - tabuisiert wurden.

Aufrecht wäre gewesen, zu sagen: Ja, das gab´s und es war falsch und unwürdig für eine Gesellschaft, die sich eine besondere Menschenfreundlichkeit geschrieben hat.

So wäre es meiner Meinung nach auch durchaus möglich gewesen, die Umstände der Todesfälle, Todesstrafen dieser Zeit aufzuklären, die Betroffenen der überzogenen Urteile angemessen zu entschädigen.

Die Angst aber, hier eine Flanke aufzumachen und dem politischen Gegner eine Angriffsfläche zu bieten, war zu groß. Gleichzeitig wäre es ja notwendig, die Akteure dieser Geschehnisse zu benennen und trotz ihrer Verdienste um die Sache u.U. zur Rechenschaft zu ziehen.
Statt dessen wartete man für Veränderungen immer auf die biologische Lösung.

Die Unfähigkeit, Fehler und Fehlentscheidungen einzugestehen, ist kein Privileg des Kapitals.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#40

RE: Von Stalins Gnaden

in DDR Staat und Regime 17.05.2013 11:31
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Hallo werner,

Du schreibst

"So wäre es meiner Meinung nach auch durchaus möglich gewesen, die Umstände der Todesfälle, Todesstrafen dieser Zeit aufzuklären, die Betroffenen der überzogenen Urteile angemessen zu entschädigen. "

Das verstehe ich nicht ganz, wie Du das meinst..... Die Hingerichteten kannst Du nicht wieder lebendig machen, da gibt es keine "angemessene Entschädigung".

Gruss Hartmut


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