#1

Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 15.05.2013 21:45
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

Das Politbüro der SED beschäftigte sich in den 50 jahren mit den Todesurteilen.
Es wurden wahrscheinlich die folgenden Personen hingerichtet
1952 juni, burianek
august, ranz klose, herbert fink
1953 janua, fleischer, hermann lindecke
februar, kurt lübeck
september, helmut lucke
november, oskar neumann, karl dickel (Anklageschrift)
1955 juni, k-a tiemann
l. premer
juli, f, lepach
1959 januar, kollmeier
------
Kennt ihr die Namen, was haben die gemacht? Hatte der Verteidiger irgendeine Chance gegen den Richter zu gewinnen? Warum beschäftigte das Politbüro mit den Angeklagten?


nach oben springen

#2

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 15.05.2013 21:56
von Gert | 12.356 Beiträge

habe mal einen Fall gegurgelt K.H Tiemann , Widerstandskämpfer gegen die Nazis, wohnhaft in Cottbus, fiel in Ungnade bei der SED und ging nach WB- dort arbeitete er beim Verfassungsschutz. Wurde illegal aus WB entführt durch die Stasi und zum Tode verurteilt. In Dresden durch das Fallbeil hingerichtet( 1955 )

guckst du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Albrecht_Tiemann


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#3

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 15.05.2013 22:17
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
wie war der Widerspruch zu verstehen, geheimgehaltende Todesurteile und Hinrichtungen konnten ja keine Warnung an
potentielle Staatsverräter oder -feinde sein. Oder wurde darüber intern Offiziersnachwuchs und andere Geheimnissträger
informiert?



nach oben springen

#4

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 09:02
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Zitat von SET800 im Beitrag #3
Hallo,
wie war der Widerspruch zu verstehen, geheimgehaltende Todesurteile und Hinrichtungen konnten ja keine Warnung an
potentielle Staatsverräter oder -feinde sein. Oder wurde darüber intern Offiziersnachwuchs und andere Geheimnissträger
informiert?



Zum einen war der "Feind" vernichtet und konnte keinen weiteren Schaden anrichten.Zum anderen wurden diese Todesurteile in letzter Instanz nicht von Gerichten gefällt sondern von Einzelpersonen in der Staatsführung der DDR ,wobei noch Rache eine Rolle spielen konnte.
Und das Umfeld der Hingerichteten wird die Botschaft schon verstanden haben.
Das gemeine Volk durfte von diesen Dingen nichts wissen. Diese Praktiken passten ja nicht in das Bild eines führsorglichen Staates.


thomas 48 und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#5

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 11:22
von Polter (gelöscht)
avatar

Zitat von thomas 48 im Beitrag #1
Das Politbüro der SED beschäftigte sich in den 50 jahren mit den Todesurteilen.
Es wurden wahrscheinlich die folgenden Personen hingerichtet
1952 juni, burianek
august, ranz klose, herbert fink
1953 janua, fleischer, hermann lindecke
februar, kurt lübeck
september, helmut lucke
november, oskar neumann, karl dickel (Anklageschrift)
1955 juni, k-a tiemann
l. premer
juli, f, lepach
1959 januar, kollmeier
------
Kennt ihr die Namen, was haben die gemacht? Hatte der Verteidiger irgendeine Chance gegen den Richter zu gewinnen? Warum beschäftigte das Politbüro mit den Angeklagten?


Gewinnt ein Verteidiger gegen einen Richter?
Über die Todesstrafe im Allgemeinen und in der DDR kann man geteilter Meinung sein. Muß man auch !
War das Politbüro nicht die 1. Instanz ( ! ) in der DDR - also wo alles entschieden wurde? Hätten die sich nicht mit Todesurteilen beschäftigt, dann könnten wir heute dikutieren, daß die sich um nichts gekümmert haben.
Ich finde Todesurteile völlig ungerechtfertigt und nicht angemessen, aber......( nein ich schreibs nicht )


nach oben springen

#6

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 11:41
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

[/quote]
Gewinnt ein Verteidiger gegen einen Richter?
Über die Todesstrafe im Allgemeinen und in der DDR kann man geteilter Meinung sein. Muß man auch !
War das Politbüro nicht die 1. Instanz ( ! ) in der DDR - also wo alles entschieden wurde? Hätten die sich nicht mit Todesurteilen beschäftigt, dann könnten wir heute dikutieren, daß die sich um nichts gekümmert haben.
Ich finde Todesurteile völlig ungerechtfertigt und nicht angemessen, aber......( nein ich schreibs nicht )
[/quote]



Zu flapsig diese Bemerkung im Zusammenhang mit diesen Thema.
Die Dokumente liegen doch vor , in denen von höchster Stelle in solchen Prozessen die Todesstrafe "empfohlen" wurde.
Die Richter hatten wohl verstanden was zu tun war.


nach oben springen

#7

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 12:12
von Polter (gelöscht)
avatar

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #6
[/quote]
Gewinnt ein Verteidiger gegen einen Richter?
Über die Todesstrafe im Allgemeinen und in der DDR kann man geteilter Meinung sein. Muß man auch !
War das Politbüro nicht die 1. Instanz ( ! ) in der DDR - also wo alles entschieden wurde? Hätten die sich nicht mit Todesurteilen beschäftigt, dann könnten wir heute dikutieren, daß die sich um nichts gekümmert haben.
Ich finde Todesurteile völlig ungerechtfertigt und nicht angemessen, aber......( nein ich schreibs nicht )
[/quote]



Zu flapsig diese Bemerkung im Zusammenhang mit diesen Thema.
Die Dokumente liegen doch vor , in denen von höchster Stelle in solchen Prozessen die Todesstrafe "empfohlen" wurde.
Die Richter hatten wohl verstanden was zu tun war.



Gewinnt ein Verteidiger gegen einen Richter?
Über die Todesstrafe im Allgemeinen und in der DDR kann man geteilter Meinung sein. Muß man auch !
War das Politbüro nicht die 1. Instanz ( ! ) in der DDR - also wo alles entschieden wurde? Hätten die sich nicht mit Todesurteilen beschäftigt, dann könnten wir heute dikutieren, daß die sich um nichts gekümmert haben.
Ich finde Todesurteile völlig ungerechtfertigt und nicht angemessen, aber......( nein ich schreibs nicht )
[/quote]



Zu flapsig diese Bemerkung im Zusammenhang mit diesen Thema.
Die Dokumente liegen doch vor , in denen von höchster Stelle in solchen Prozessen die Todesstrafe "empfohlen" wurde.
Die Richter hatten wohl verstanden was zu tun war.

[/quote]

Was ist da flapsig ?
Ist doch ein Versuch einer sachlichen Antwort!
Wogegen die Erwiderung:" Die Richter hatten wohl verstanden was zu tun war. " Das ist eine Unterstellung, die durch nicht's, nicht durch einen sachlichen Beweis gesichert ist. Und " empfohlen " ist noch nicht " befohlen oder angewiesen "
Mach weiter, ich freu mich schon.....


nach oben springen

#8

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 12:42
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

Habe noch was gefunden,
1952
burianek, 2. 8, Attentäter
fink 22.8, Auschwitz
1953
lindecke 24.1
1954
baudelow 11.11, Spion
1955
tiemann 26.7, Spion

Wenn die Daten alle stimmen, (warum soll das Politbüro lügen) dann waren die Beratungen vor der Urteilsverkündigung. Dann wußte der Richter schon vorher was er verkünden soll


nach oben springen

#9

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 13:01
von Gert | 12.356 Beiträge

die Gerichtsbarkeit der DDR in den 50er Jahren war Lichtjahre von einer Rechtsstaatlichkeit entfernt. Nicht nur, dass die Todesurteile 1. in keinem Verhältnis zu den Gesetzesverstößen standen ( wobei man auch fragen muss waren die angewendeten Gesetze nicht rechtswidrig)2. im Politbüro und von Ulbricht persönlich ausgekungelt wurden. Ich kann mich noch gut an die Filme der Wochenschau erinnern an diese Schauprozesse, es erinnert doch sehr an einen Roland Freisler, auch an seine Verbalinjurien
Im Falle Tiemann kommt noch ein weiteres Staatsverbrechen hinzu, das Kidnapping in WB und die illegale Verbringen in den Sowjetsektor von Großberlin.Ausführendes Organ : das MfS


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 16.05.2013 13:02 | nach oben springen

#10

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 13:11
von Barbara (gelöscht)
avatar

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #4
Zitat von SET800 im Beitrag #3
Hallo,
wie war der Widerspruch zu verstehen, geheimgehaltende Todesurteile und Hinrichtungen konnten ja keine Warnung an
potentielle Staatsverräter oder -feinde sein. Oder wurde darüber intern Offiziersnachwuchs und andere Geheimnissträger
informiert?



Zum einen war der "Feind" vernichtet und konnte keinen weiteren Schaden anrichten.Zum anderen wurden diese Todesurteile in letzter Instanz nicht von Gerichten gefällt sondern von Einzelpersonen in der Staatsführung der DDR ,wobei noch Rache eine Rolle spielen konnte.
Und das Umfeld der Hingerichteten wird die Botschaft schon verstanden haben.
Das gemeine Volk durfte von diesen Dingen nichts wissen. Diese Praktiken passten ja nicht in das Bild eines führsorglichen Staates.



Die Urteile wurden glaube ich schon von Richtern ausgesprochen, den darauf folgenden Gnadengesuchen konnte seitens des Politbüros (?) entsprochen oder nicht entsprochen werden, oder?


nach oben springen

#11

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 13:34
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Liebe Barbara,

hier mal die Biografie einer massgeblichen Richterin aus jener Zeit:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hilde_Benjamin
Ich denke, das beantwortet einige Fragen.

Herzlichen Gruss von Hartmut


u3644_Jobnomade.html
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#12

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 13:50
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #10
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #4
Zitat von SET800 im Beitrag #3
Hallo,
wie war der Widerspruch zu verstehen, geheimgehaltende Todesurteile und Hinrichtungen konnten ja keine Warnung an
potentielle Staatsverräter oder -feinde sein. Oder wurde darüber intern Offiziersnachwuchs und andere Geheimnissträger
informiert?



Zum einen war der "Feind" vernichtet und konnte keinen weiteren Schaden anrichten.Zum anderen wurden diese Todesurteile in letzter Instanz nicht von Gerichten gefällt sondern von Einzelpersonen in der Staatsführung der DDR ,wobei noch Rache eine Rolle spielen konnte.
Und das Umfeld der Hingerichteten wird die Botschaft schon verstanden haben.
Das gemeine Volk durfte von diesen Dingen nichts wissen. Diese Praktiken passten ja nicht in das Bild eines führsorglichen Staates.



Die Urteile wurden glaube ich schon von Richtern ausgesprochen, den darauf folgenden Gnadengesuchen konnte seitens des Politbüros (?) entsprochen oder nicht entsprochen werden, oder?



Liebe Barbara, wenn du unter aussprechen das Vorlesen meinst ist das richtig, Urteile fällen war in den politisch motivierten Prozessen Angelegenheit der " Häuptlinge", d.h angefangen von Ulbricht über Mielke, Honecker usw je nach Bedeutung des "armen Hunds", der da vor den Schranken des Gerichts stand. Diese Leute entschieden, in welcher Form die "sozialistische Gesellschaft " sich an den Angeklagten rächen konnte. Darüber gibt es Dokumente mit handschriftlichen Vermerken zu der Strafe und der Paraphe des jeweiligen Entscheiders. Die Richter waren nur Marionetten der Parteijustiz


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 16.05.2013 13:50 | nach oben springen

#13

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 14:17
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

Ein Richter hat früher immer oder oft das Recht des Herrschers vertreten.
Beim Kaiser, die des Grafen gegen den Tagelöhner
Beim Adolf, gegen den Kommunisten,
Das wahr so, nur 1945 wurden neue Richter ausgebildet (sowj. Zone) von alten Genossen die im KZ waren oder im Zuchthaus.
Es sollte alles besser werden.....


nach oben springen

#14

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 14:40
von Barbara (gelöscht)
avatar

Zitat von Jobnomade im Beitrag #11
Liebe Barbara,

hier mal die Biografie einer massgeblichen Richterin aus jener Zeit:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hilde_Benjamin
Ich denke, das beantwortet einige Fragen.

Herzlichen Gruss von Hartmut






Lieber Hartmut,

vielen Dank! Ich habe gerade mal in dem Ost/West-Persönlichkeiten-Thread (leider erfolglos) gesucht, ich glaube, dort war Hilde Benjamin bereits Thema und ich glaube Grenzverletzerin (?) hatte zu ihr einen sehr sehr interessanten Artikel eingestellt, den ich jetzt auch nicht finden kann.
Auch dort ging es wieder um das Thema antifaschistische Vergangenheit, überhaupt Biografisches (sie war die Schwägerin von Walther Benjamin, den ich sehr liebe) und ihre Entwicklung zu einer derart scharfen Richterin, sie hatte ja wohl auch sehr großen Einfluss auf die DDR-Gerichtsbarkeit.
Für mich ist es total schwer, mich da reinzudenken, auch bei dem was Gert oben schreibt, mal angesehen davon, dass ich sowie ein entschiedener Gegner der Todesstrafe bin.
"Schauprozess" ist von meinem Rechtsverständnis wirklich "schauder"haft...

Lieben Gruß!
Barbara


(Wo sind eigentlich Schuddel und Grenzverletzerin? habe so lange nichts von ihnen gelesen, irgendwie schade...)


Jobnomade und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#15

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 15:57
von StabsfeldKoenig | 2.655 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #9
die Gerichtsbarkeit der DDR in den 50er Jahren war Lichtjahre von einer Rechtsstaatlichkeit entfernt. Nicht nur, dass die Todesurteile 1. in keinem Verhältnis zu den Gesetzesverstößen standen ( wobei man auch fragen muss waren die angewendeten Gesetze nicht rechtswidrig)2. im Politbüro und von Ulbricht persönlich ausgekungelt wurden. Ich kann mich noch gut an die Filme der Wochenschau erinnern an diese Schauprozesse, es erinnert doch sehr an einen Roland Freisler, auch an seine Verbalinjurien
Im Falle Tiemann kommt noch ein weiteres Staatsverbrechen hinzu, das Kidnapping in WB und die illegale Verbringen in den Sowjetsektor von Großberlin.Ausführendes Organ : das MfS




Soweit mir bekannt ist, gibt es auch in den USA das Recht auf Auslandsverhaftung ohne Beachtung des Rechtes des Aufenthaltsstaates.



damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#16

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 16:05
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #14
Zitat von Jobnomade im Beitrag #11
Liebe Barbara,

hier mal die Biografie einer massgeblichen Richterin aus jener Zeit:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hilde_Benjamin
Ich denke, das beantwortet einige Fragen.

Herzlichen Gruss von Hartmut






Lieber Hartmut,

vielen Dank! Ich habe gerade mal in dem Ost/West-Persönlichkeiten-Thread (leider erfolglos) gesucht, ich glaube, dort war Hilde Benjamin bereits Thema und ich glaube Grenzverletzerin (?) hatte zu ihr einen sehr sehr interessanten Artikel eingestellt, den ich jetzt auch nicht finden kann.
Auch dort ging es wieder um das Thema antifaschistische Vergangenheit, überhaupt Biografisches (sie war die Schwägerin von Walther Benjamin, den ich sehr liebe) und ihre Entwicklung zu einer derart scharfen Richterin, sie hatte ja wohl auch sehr großen Einfluss auf die DDR-Gerichtsbarkeit.
Für mich ist es total schwer, mich da reinzudenken, auch bei dem was Gert oben schreibt, mal angesehen davon, dass ich sowie ein entschiedener Gegner der Todesstrafe bin.
"Schauprozess" ist von meinem Rechtsverständnis wirklich "schauder"haft...

Lieben Gruß!
Barbara


(Wo sind eigentlich Schuddel und Grenzverletzerin? habe so lange nichts von ihnen gelesen, irgendwie schade...)







LIebe Barbara,

ich hab den Artikel gefunden:
West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989 (10) #198
(nicht verzagen, Karlsson fragen )
Unsere Grenzverletzerin liest auch regelmässig mit (Zuletzt Online: 15.05.2013 08:58 ).
Schuddel habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.....
Ja, die Frau Benjamin... das ist wirklich schauderhaft, wie ein Mensch vom Hass so verblendet werden kann.
Wo der Hass hinführt, können wir ja in Syrien sehen - die Spirale der Gewalt dreht sich unendlich weiter.
Hass ist neben Gier und Verblendung das Verhängnissvollste, wovon sich Menschen leiten lassen können - nicht ohne Grund werden diese Eigensschaften von den grossen friedlichen Religionen dieser Welt unter den Todsünden genannt.

Herzlichen Gruss von Hartmut


u3644_Jobnomade.html
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.05.2013 16:12 | nach oben springen

#17

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 16:38
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

Ein Richter hat früher immer oder oft das Recht des Herschers vertreten.
Beim Kaiser, die des Grafen gegen dem Tagelöhner
Beim Adolf, gegen den Kommunisten,
Das wahr so, nur 1945 wurden neue Richter ausgebildet (sowj. Zone) von alten Genossen die im KZ oder im Zuchthaus waren und das neue Recht vertreten sollen.
Im Sozialismus und Kommunismus gibt es keine Ausbeutung und die Menschen sind mit ihrem Leben glücklich und zufrieden. Es gibt nur im Kapitalismus eine hohe Anzahl von Verbrechen


nach oben springen

#18

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 16:45
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #17
Ein Richter hat früher immer oder oft das Recht des Herschers vertreten.
Beim Kaiser, die des Grafen gegen dem Tagelöhner
Beim Adolf, gegen den Kommunisten,
Das wahr so, nur 1945 wurden neue Richter ausgebildet (sowj. Zone) von alten Genossen die im KZ oder im Zuchthaus waren und das neue Recht vertreten sollen.
Im Sozialismus und Kommunismus gibt es keine Ausbeutung und die Menschen sind mit ihrem Leben glücklich und zufrieden. Es gibt nur im Kapitalismus eine hohe Anzahl von Verbrechen


Hallo Thomas -
sind diese Sätze wörtlich so von Dir gemeint ?
Oder Denkanstösse für eine weitere Diskussion ?

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
nach oben springen

#19

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 17:00
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

gute Frage, ich war 10 Jahre in der Schule und habe immer Fröhlich sein und singen gelesen. Weiß also wie der Kommunismus aussieht!!!
Sieh mal meine Vorstellung an, dann weißt du wo ich herk omme


nach oben springen

#20

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 17:01
von seaman | 3.487 Beiträge

Also,wer Frösi gelesen hat war Kommunist...?

seaman


nach oben springen



Besucher
29 Mitglieder und 73 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 2691 Gäste und 162 Mitglieder, gestern 3638 Gäste und 176 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14376 Themen und 558696 Beiträge.

Heute waren 162 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen