#41

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 19:39
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #38
Mielke hat doch gesagt,was man mit Verräterschweinen macht,
ob die Richter seine Sprüche kannten?ich denke ja
Lutze



Lutze,

kein Richter war bei den Besprechungen bei Mielke anwesend.
Wie können die dann seine "Sprüche " kennen ? Denn nichts anderes waren diese, kein Befehl, keine Anweisung.
Wir würden wohl alle schwer staunen, wenn die BStU die Archive öffnen würde, wo die Protokolle der HA III des MfS - u.a. Funkaufklärung - über geführte Telefongespräche der Politiker der BRD liegen. Auch die eine oder andere Akte der Politiker der BRD wäre sicher sehr interessant, an die kommt man aber leider nicht ran.


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#42

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 19:40
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #39
Alfred, das ist ja meine Frage.
Was haben diese Männer gemacht?
Wer kennt die?
Bitte nicht immer die Bücher erwähnen, es gibt hier Leser die besitzen diese nicht,

Thomas


Fangt doch einfach mal an .
Wer war Burianek?

seaman


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#43

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 19:44
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #41
Zitat von Lutze im Beitrag #38
Mielke hat doch gesagt,was man mit Verräterschweinen macht,
ob die Richter seine Sprüche kannten?ich denke ja
Lutze



Lutze,

kein Richter war bei den Besprechungen bei Mielke anwesend.
Wie können die dann seine "Sprüche " kennen ? Denn nichts anderes waren diese, kein Befehl, keine Anweisung.
Wir würden wohl alle schwer staunen, wenn die BStU die Archive öffnen würde, wo die Protokolle der HA III des MfS - u.a. Funkaufklärung - über geführte Telefongespräche der Politiker der BRD liegen. Auch die eine oder andere Akte der Politiker der BRD wäre sicher sehr interessant, an die kommt man aber leider nicht ran.


Seine Tendenz war aber schon dahin...kurzer Prozess.Das ist ja nichts neues.



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#44

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 19:44
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #39
Alfred, das ist ja meine Frage.
Was haben diese Männer gemacht?
Wer kennt die?
Bitte nicht immer die Bücher erwähnen, es gibt hier Leser die besitzen diese nicht,

Thomas



Jeder kann ja z.B. das Internet bemühen.
Da kommen ja schon einige Namen. Man soll ja nicht so tun, als wären jede Woche Todesurteile in der DDR gefällt worden.


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#45

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 19:46
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #40
Das es nur Einlassungen in interner Runde waren, die auch niemals in Befehle umgesetzt wurden, waren diese nichtmal innerhalb des MfS bekannt!


Stimmt! Mielke hatte gesagt, was er tun würde!!, wenn er in Moskau und nicht in Berlin sitzen würde. Hätte es die Wende nicht gegeben, wären seine Gedankengänge kaum einem größeren Zuhörerkreis bekannt geworden.
Und jetzt zu dir Alfred: Es geht mir überhaupt nicht um die Höhe der Urteile. Sondern wie diese Urteile zustande gekommen sind. Ich halte es für sehr bedenklich, um nicht zu sagen für eine himmelschreiende Sauerei, wenn ein Richter das zufällende Urteil vorgeschrieben bekommt. Richter sind doch in aller Regel erfahrene Juristen. Dagegen sind Politiker in aller Regel juristische Laien. Wo kommen wir denn hin, wenn der Laie dem Profi sagt, was er zu tun oder zu lassen hat!

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#46

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 19:47
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Zermatt im Beitrag #43
Zitat von Alfred im Beitrag #41
Zitat von Lutze im Beitrag #38
Mielke hat doch gesagt,was man mit Verräterschweinen macht,
ob die Richter seine Sprüche kannten?ich denke ja
Lutze



Lutze,

kein Richter war bei den Besprechungen bei Mielke anwesend.
Wie können die dann seine "Sprüche " kennen ? Denn nichts anderes waren diese, kein Befehl, keine Anweisung.
Wir würden wohl alle schwer staunen, wenn die BStU die Archive öffnen würde, wo die Protokolle der HA III des MfS - u.a. Funkaufklärung - über geführte Telefongespräche der Politiker der BRD liegen. Auch die eine oder andere Akte der Politiker der BRD wäre sicher sehr interessant, an die kommt man aber leider nicht ran.


Seine Tendenz war aber schon dahin...kurzer Prozess.Das ist ja nichts neues.


Auch Minister Mielke konnte einen Richter nichts anweisen.


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#47

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 19:47
von Lutze | 8.032 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #41
Zitat von Lutze im Beitrag #38
Mielke hat doch gesagt,was man mit Verräterschweinen macht,
ob die Richter seine Sprüche kannten?ich denke ja
Lutze



Lutze,

kein Richter war bei den Besprechungen bei Mielke anwesend.
Wie können die dann seine "Sprüche " kennen ? Denn nichts anderes waren diese, kein Befehl, keine Anweisung.
Wir würden wohl alle schwer staunen, wenn die BStU die Archive öffnen würde, wo die Protokolle der HA III des MfS - u.a. Funkaufklärung - über geführte Telefongespräche der Politiker der BRD liegen. Auch die eine oder andere Akte der Politiker der BRD wäre sicher sehr interessant, an die kommt man aber leider nicht ran.

Mielkes Untertanen werden den Richtern schon gesagt haben,
welches Urteil zu fällen ist,selbst hohe Offiziere beim MfS
hatten Angst vor ihn,und vorgemacht hat er das ja auch,
2facher Polizistenmörder
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#48

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 19:50
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #45
Zitat von Feliks D. im Beitrag #40
Das es nur Einlassungen in interner Runde waren, die auch niemals in Befehle umgesetzt wurden, waren diese nichtmal innerhalb des MfS bekannt!


Stimmt! Mielke hatte gesagt, was er tun würde!!, wenn er in Moskau und nicht in Berlin sitzen würde. Hätte es die Wende nicht gegeben, wären seine Gedankengänge kaum einem größeren Zuhörerkreis bekannt geworden.
Und jetzt zu dir Alfred: Es geht mir überhaupt nicht um die Höhe der Urteile. Sondern wie diese Urteile zustande gekommen sind. Ich halte es für sehr bedenklich, um nicht zu sagen für eine himmelschreiende Sauerei, wenn ein Richter das zufällende Urteil vorgeschrieben bekommt. Richter sind doch in aller Regel erfahrene Juristen. Dagegen sind Politiker in aller Regel juristische Laien. Wo kommen wir denn hin, wenn der Laie dem Profi sagt, was er zu tun oder zu lassen hat!

Gruß Uwe


ABV,

zeig mir doch mal die Dokumente, wo Mielke die Strafe "vorschreibt". Es gibt zu diesen Thema ein kleines Buch von Hans Herbert Nehmer.


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#49

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 19:51
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #47
Zitat von Alfred im Beitrag #41
Zitat von Lutze im Beitrag #38
Mielke hat doch gesagt,was man mit Verräterschweinen macht,
ob die Richter seine Sprüche kannten?ich denke ja
Lutze



Lutze,

kein Richter war bei den Besprechungen bei Mielke anwesend.
Wie können die dann seine "Sprüche " kennen ? Denn nichts anderes waren diese, kein Befehl, keine Anweisung.
Wir würden wohl alle schwer staunen, wenn die BStU die Archive öffnen würde, wo die Protokolle der HA III des MfS - u.a. Funkaufklärung - über geführte Telefongespräche der Politiker der BRD liegen. Auch die eine oder andere Akte der Politiker der BRD wäre sicher sehr interessant, an die kommt man aber leider nicht ran.

Mielkes Untertanen werden den Richtern schon gesagt haben,
welches Urteil zu fällen ist,selbst hohe Offiziere beim MfS
hatten Angst vor ihn,und vorgemacht hat er das ja auch,
2facher Polizistenmörder
Lutze


Lutze,

entweder SACHLICH oder überhaupt nicht.


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#50

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 19:58
von Lutze | 8.032 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #49
Zitat von Lutze im Beitrag #47
Zitat von Alfred im Beitrag #41
Zitat von Lutze im Beitrag #38
Mielke hat doch gesagt,was man mit Verräterschweinen macht,
ob die Richter seine Sprüche kannten?ich denke ja
Lutze



Lutze,

kein Richter war bei den Besprechungen bei Mielke anwesend.
Wie können die dann seine "Sprüche " kennen ? Denn nichts anderes waren diese, kein Befehl, keine Anweisung.
Wir würden wohl alle schwer staunen, wenn die BStU die Archive öffnen würde, wo die Protokolle der HA III des MfS - u.a. Funkaufklärung - über geführte Telefongespräche der Politiker der BRD liegen. Auch die eine oder andere Akte der Politiker der BRD wäre sicher sehr interessant, an die kommt man aber leider nicht ran.

Mielkes Untertanen werden den Richtern schon gesagt haben,
welches Urteil zu fällen ist,selbst hohe Offiziere beim MfS
hatten Angst vor ihn,und vorgemacht hat er das ja auch,
2facher Polizistenmörder
Lutze


Lutze,

entweder SACHLICH oder überhaupt nicht.

schreib ich was falsches?,gab genug Berichte dazu
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#51

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 20:02
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von seaman im Beitrag #31
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #30
Die Abschaffung der Todesstrafe ab 1949 hätte der DDR ob ihres humanistischen Anspruches gut zu Gesicht gestanden, zumal in den Jahren davor eine andere deutsche Justiz diese Praxis bis zur Unmenschlichkeit zelebrierte.


Eine andere deutsche Justiz war auch fix dabei die Todestrafe zu kippen.
Human.So konnten viele Nazis wieder bequem ihren Schreibtisch einnehmen.

seaman




Dieses Pro-Argument behagt mir nicht.
Sicherlich mussten die Nazi-Täter büßen und ich gebe dir Recht das in der Bundesrepublik in dieser Beziehung sehr viele Fehler gemacht wurden, aber das der andere deutsche Staat so lange im Strafrecht die praktizierte Todesstrafe verankern musste, nun ja, stellt sich mir eher als eine Rechtfertigung dar, denn dann hätte nur auf Verbrechen während der NS-Zeit die Höchststrafe verhängt werden dürfen.
Sie wurde aber auch, z.B. für Brandstiftung ohne Todesfolge verhängt, wie bringst du das mit der Sühnung von NS-Verbrechen in Einklang?


zuletzt bearbeitet 16.05.2013 20:10 | nach oben springen

#52

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 20:04
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Jobnomade im Beitrag #16
Zitat von Barbara im Beitrag #14
Zitat von Jobnomade im Beitrag #11
Liebe Barbara,

hier mal die Biografie einer massgeblichen Richterin aus jener Zeit:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hilde_Benjamin
Ich denke, das beantwortet einige Fragen.

Herzlichen Gruss von Hartmut






Lieber Hartmut,

vielen Dank! Ich habe gerade mal in dem Ost/West-Persönlichkeiten-Thread (leider erfolglos) gesucht, ich glaube, dort war Hilde Benjamin bereits Thema und ich glaube Grenzverletzerin (?) hatte zu ihr einen sehr sehr interessanten Artikel eingestellt, den ich jetzt auch nicht finden kann.
Auch dort ging es wieder um das Thema antifaschistische Vergangenheit, überhaupt Biografisches (sie war die Schwägerin von Walther Benjamin, den ich sehr liebe) und ihre Entwicklung zu einer derart scharfen Richterin, sie hatte ja wohl auch sehr großen Einfluss auf die DDR-Gerichtsbarkeit.
Für mich ist es total schwer, mich da reinzudenken, auch bei dem was Gert oben schreibt, mal angesehen davon, dass ich sowie ein entschiedener Gegner der Todesstrafe bin.
"Schauprozess" ist von meinem Rechtsverständnis wirklich "schauder"haft...

Lieben Gruß!
Barbara


(Wo sind eigentlich Schuddel und Grenzverletzerin? habe so lange nichts von ihnen gelesen, irgendwie schade...)







LIebe Barbara,

ich hab den Artikel gefunden:
West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989 (10) #198
(nicht verzagen, Karlsson fragen )
Unsere Grenzverletzerin liest auch regelmässig mit (Zuletzt Online: 15.05.2013 08:58 ).
Schuddel habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.....
Ja, die Frau Benjamin... das ist wirklich schauderhaft, wie ein Mensch vom Hass so verblendet werden kann.
Wo der Hass hinführt, können wir ja in Syrien sehen - die Spirale der Gewalt dreht sich unendlich weiter.
Hass ist neben Gier und Verblendung das Verhängnissvollste, wovon sich Menschen leiten lassen können - nicht ohne Grund werden diese Eigensschaften von den grossen friedlichen Religionen dieser Welt unter den Todsünden genannt.

Herzlichen Gruss von Hartmut





Super "Karlsson", da hatte ich einfach im falschen Thema gesucht :-))))

Der Artikel, der dort von Andrea verlinkt wurde ist wirklich sehr interessant und differenziert, ich kann euch nur empfehlen, ihn zu lesen.

Ich finde das einfach so schwierig zu verstehen, was zu einer solchen Entwicklung eines Menschen führt, der doch offenbar sehr klug und intelligent ist und weiß Gott eine beeindruckende Haltung in seiner Vergangenheit bewiesen hatte. H. Benjamin ist dafür ja nur ein Beispiel...
Was muss man in seinem Kopf ausschalten, um zu einer derartigen Einstellung zu kommen.
Ich finde das so schwer zu verstehen......


... und wie fuchtbar Hartmut, wenn dann die humanistischen Ideen der großen Weltreligionen zu so furchtbaren Schandtaten benutzt werden, wie es im Nahen Osten z. T. passiert - kaum auszuhalten.....


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#53

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 20:12
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #51
Zitat von seaman im Beitrag #31
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #30
Die Abschaffung der Todesstrafe ab 1949 hätte der DDR ob ihres humanistischen Anspruches gut zu Gesicht gestanden, zumal in den Jahren davor eine andere deutsche Justiz diese Praxis bis zur Unmenschlichkeit zelebrierte.


Eine andere deutsche Justiz war auch fix dabei die Todestrafe zu kippen.
Human.So konnten viele Nazis wieder bequem ihren Schreibtisch einnehmen.

seaman




Dieses Pro-Argument behagt mir nicht.
Sicherlich mussten die Nazi-Täter büßen und ich gebe dir Recht das in der Bundesrepublik in dieser Beziehung sehr viele Fehler gemacht wurden, aber das der andere deutsche Staat so lange im Strafrecht die praktizierte Todesstrafe verankern musste, nun ja, stellt sich mir eher als eine Rechtfertigung dar, denn dann hätte nur auf Verbrechen während der NS-Zeit die Höchststrafe verhängt werden dürfen.
Sie wurde aber auch, z.B. für Brandstiftung ohne Todesfolge verhängt, wie bringst du das mit der Sühnung von NS-Verbrechen in Einklang?




Wer bekam denn wegen Brandstiftung die Todesstrafe ?


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#54

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 20:19
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #53
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #51
Zitat von seaman im Beitrag #31
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #30
Die Abschaffung der Todesstrafe ab 1949 hätte der DDR ob ihres humanistischen Anspruches gut zu Gesicht gestanden, zumal in den Jahren davor eine andere deutsche Justiz diese Praxis bis zur Unmenschlichkeit zelebrierte.


Eine andere deutsche Justiz war auch fix dabei die Todestrafe zu kippen.
Human.So konnten viele Nazis wieder bequem ihren Schreibtisch einnehmen.

seaman




Dieses Pro-Argument behagt mir nicht.
Sicherlich mussten die Nazi-Täter büßen und ich gebe dir Recht das in der Bundesrepublik in dieser Beziehung sehr viele Fehler gemacht wurden, aber das der andere deutsche Staat so lange im Strafrecht die praktizierte Todesstrafe verankern musste, nun ja, stellt sich mir eher als eine Rechtfertigung dar, denn dann hätte nur auf Verbrechen während der NS-Zeit die Höchststrafe verhängt werden dürfen.
Sie wurde aber auch, z.B. für Brandstiftung ohne Todesfolge verhängt, wie bringst du das mit der Sühnung von NS-Verbrechen in Einklang?




Wer bekam denn wegen Brandstiftung die Todesstrafe ?


Die Todesstrafe vielleicht nicht. Aber Michael Gartenschläger wurde zum Beispiel wegen Brandstiftung, zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt. Brandstiftung ist ein Verbrechen, keine Frage. Aber sah denn das Strafgesetzbuch der DDR überhaupt solch eine Strafe bei einer "einfachen" Brandtsiftung zu? Ich glaube wohl nicht! Bei Gartenschläger sollte ein Exempel statuiert werden. Mich würde es nicht wundern, wenn das Urteil ebenfalls schon vor dem Beginn der Verhandlung feststand. Auch wenn nicht, wäre es wohl ein krasses Beispiel für Rechtsbeugung, wenn ein Richter eine Strafe verhängt, die das STGB, in der ausgesprochenen Höhe überhaupt nicht vorsieht.
So schaffte man sich Feinde!

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#55

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 20:21
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Alfred im Beitrag #53
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #51
Zitat von seaman im Beitrag #31
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #30
Die Abschaffung der Todesstrafe ab 1949 hätte der DDR ob ihres humanistischen Anspruches gut zu Gesicht gestanden, zumal in den Jahren davor eine andere deutsche Justiz diese Praxis bis zur Unmenschlichkeit zelebrierte.


Eine andere deutsche Justiz war auch fix dabei die Todestrafe zu kippen.
Human.So konnten viele Nazis wieder bequem ihren Schreibtisch einnehmen.

seaman




Dieses Pro-Argument behagt mir nicht.
Sicherlich mussten die Nazi-Täter büßen und ich gebe dir Recht das in der Bundesrepublik in dieser Beziehung sehr viele Fehler gemacht wurden, aber das der andere deutsche Staat so lange im Strafrecht die praktizierte Todesstrafe verankern musste, nun ja, stellt sich mir eher als eine Rechtfertigung dar, denn dann hätte nur auf Verbrechen während der NS-Zeit die Höchststrafe verhängt werden dürfen.
Sie wurde aber auch, z.B. für Brandstiftung ohne Todesfolge verhängt, wie bringst du das mit der Sühnung von NS-Verbrechen in Einklang?




Wer bekam denn wegen Brandstiftung die Todesstrafe ?


Ich habe wenig Zeit aber ich suche, Anfang der 50er wurde mindestens ein diesbezügliches Urteil wegen Sabotage gefällt.


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#56

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 20:22
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #54
Zitat von Alfred im Beitrag #53
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #51
Zitat von seaman im Beitrag #31
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #30
Die Abschaffung der Todesstrafe ab 1949 hätte der DDR ob ihres humanistischen Anspruches gut zu Gesicht gestanden, zumal in den Jahren davor eine andere deutsche Justiz diese Praxis bis zur Unmenschlichkeit zelebrierte.


Eine andere deutsche Justiz war auch fix dabei die Todestrafe zu kippen.
Human.So konnten viele Nazis wieder bequem ihren Schreibtisch einnehmen.

seaman




Dieses Pro-Argument behagt mir nicht.
Sicherlich mussten die Nazi-Täter büßen und ich gebe dir Recht das in der Bundesrepublik in dieser Beziehung sehr viele Fehler gemacht wurden, aber das der andere deutsche Staat so lange im Strafrecht die praktizierte Todesstrafe verankern musste, nun ja, stellt sich mir eher als eine Rechtfertigung dar, denn dann hätte nur auf Verbrechen während der NS-Zeit die Höchststrafe verhängt werden dürfen.
Sie wurde aber auch, z.B. für Brandstiftung ohne Todesfolge verhängt, wie bringst du das mit der Sühnung von NS-Verbrechen in Einklang?




Wer bekam denn wegen Brandstiftung die Todesstrafe ?


Die Todesstrafe vielleicht nicht. Aber Michael Gartenschläger wurde zum Beispiel wegen Brandstiftung, zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt. Brandstiftung ist ein Verbrechen, keine Frage. Aber sah denn das Strafgesetzbuch der DDR überhaupt solch eine Strafe bei einer "einfachen" Brandtsiftung zu? Ich glaube wohl nicht! Bei Gartenschläger sollte ein Exempel statuiert werden. Mich würde es nicht wundern, wenn das Urteil ebenfalls schon vor dem Beginn der Verhandlung feststand. Auch wenn nicht, wäre es wohl ein krasses Beispiel für Rechtsbeugung, wenn ein Richter eine Strafe verhängt, die das STGB, in der ausgesprochenen Höhe überhaupt nicht vorsieht.
So schaffte man sich Feinde!

Gruß Uwe



ABV,

langsam. Wenn geschrieben wird es wurden Personen wegen Brandstiftung zum Tode verurteilt, sollte dies auch belegt werden.
Zweitens, wurde Gartenschläger wegen Brandstiftung oder wegen anderer § verurteilt ?


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.05.2013 20:22 | nach oben springen

#57

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 20:22
von Thunderhorse | 4.006 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #48
Zitat von ABV im Beitrag #45
Zitat von Feliks D. im Beitrag #40
Das es nur Einlassungen in interner Runde waren, die auch niemals in Befehle umgesetzt wurden, waren diese nichtmal innerhalb des MfS bekannt!


Stimmt! Mielke hatte gesagt, was er tun würde!!, wenn er in Moskau und nicht in Berlin sitzen würde. Hätte es die Wende nicht gegeben, wären seine Gedankengänge kaum einem größeren Zuhörerkreis bekannt geworden.
Und jetzt zu dir Alfred: Es geht mir überhaupt nicht um die Höhe der Urteile. Sondern wie diese Urteile zustande gekommen sind. Ich halte es für sehr bedenklich, um nicht zu sagen für eine himmelschreiende Sauerei, wenn ein Richter das zufällende Urteil vorgeschrieben bekommt. Richter sind doch in aller Regel erfahrene Juristen. Dagegen sind Politiker in aller Regel juristische Laien. Wo kommen wir denn hin, wenn der Laie dem Profi sagt, was er zu tun oder zu lassen hat!

Gruß Uwe


ABV,

zeig mir doch mal die Dokumente, wo Mielke die Strafe "vorschreibt". Es gibt zu diesen Thema ein kleines Buch von Hans Herbert Nehmer.


Alfred,

Mielke hat doch nichts vorgeschrieben.
Aus der Firma gabs "Empfehlungen", die ""seltsamerweise"" auch umgesetzt wurden.


"Mobility, Vigilance, Justice"
Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#58

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 20:23
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #55
Zitat von Alfred im Beitrag #53
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #51
Zitat von seaman im Beitrag #31
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #30
Die Abschaffung der Todesstrafe ab 1949 hätte der DDR ob ihres humanistischen Anspruches gut zu Gesicht gestanden, zumal in den Jahren davor eine andere deutsche Justiz diese Praxis bis zur Unmenschlichkeit zelebrierte.


Eine andere deutsche Justiz war auch fix dabei die Todestrafe zu kippen.
Human.So konnten viele Nazis wieder bequem ihren Schreibtisch einnehmen.

seaman




Dieses Pro-Argument behagt mir nicht.
Sicherlich mussten die Nazi-Täter büßen und ich gebe dir Recht das in der Bundesrepublik in dieser Beziehung sehr viele Fehler gemacht wurden, aber das der andere deutsche Staat so lange im Strafrecht die praktizierte Todesstrafe verankern musste, nun ja, stellt sich mir eher als eine Rechtfertigung dar, denn dann hätte nur auf Verbrechen während der NS-Zeit die Höchststrafe verhängt werden dürfen.
Sie wurde aber auch, z.B. für Brandstiftung ohne Todesfolge verhängt, wie bringst du das mit der Sühnung von NS-Verbrechen in Einklang?




Wer bekam denn wegen Brandstiftung die Todesstrafe ?


Ich habe wenig Zeit aber ich suche, Anfang der 50er wurde mindestens ein diesbezügliches Urteil wegen Sabotage gefällt.




Sabotage ist nun mal wieder ein anderer Straftatbestand ...


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#59

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 20:25
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Alfred im Beitrag #58
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #55
Zitat von Alfred im Beitrag #53
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #51
Zitat von seaman im Beitrag #31
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #30
Die Abschaffung der Todesstrafe ab 1949 hätte der DDR ob ihres humanistischen Anspruches gut zu Gesicht gestanden, zumal in den Jahren davor eine andere deutsche Justiz diese Praxis bis zur Unmenschlichkeit zelebrierte.


Eine andere deutsche Justiz war auch fix dabei die Todestrafe zu kippen.
Human.So konnten viele Nazis wieder bequem ihren Schreibtisch einnehmen.

seaman




Dieses Pro-Argument behagt mir nicht.
Sicherlich mussten die Nazi-Täter büßen und ich gebe dir Recht das in der Bundesrepublik in dieser Beziehung sehr viele Fehler gemacht wurden, aber das der andere deutsche Staat so lange im Strafrecht die praktizierte Todesstrafe verankern musste, nun ja, stellt sich mir eher als eine Rechtfertigung dar, denn dann hätte nur auf Verbrechen während der NS-Zeit die Höchststrafe verhängt werden dürfen.
Sie wurde aber auch, z.B. für Brandstiftung ohne Todesfolge verhängt, wie bringst du das mit der Sühnung von NS-Verbrechen in Einklang?




Wer bekam denn wegen Brandstiftung die Todesstrafe ?


Ich habe wenig Zeit aber ich suche, Anfang der 50er wurde mindestens ein diesbezügliches Urteil wegen Sabotage gefällt.




Sabotage ist nun mal wieder ein anderer Straftatbestand ...


Alfred, am Ende ist die Tat und die Strafe dafür das Gleiche, egal welche Umbrähmung der Vorgang hat.
Also es gab für das Entzünden von Scheunen die Todesstrafe, ob nun Sabotage oder einfache Klepthomanie, Scheunen brannten und es wurde deswegen Enthauptet.


zuletzt bearbeitet 16.05.2013 20:29 | nach oben springen

#60

RE: Politbüro und die Todesurteile

in Leben in der DDR 16.05.2013 20:29
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #59
Zitat von Alfred im Beitrag #58
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #55
Zitat von Alfred im Beitrag #53
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #51
Zitat von seaman im Beitrag #31
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #30
Die Abschaffung der Todesstrafe ab 1949 hätte der DDR ob ihres humanistischen Anspruches gut zu Gesicht gestanden, zumal in den Jahren davor eine andere deutsche Justiz diese Praxis bis zur Unmenschlichkeit zelebrierte.


Eine andere deutsche Justiz war auch fix dabei die Todestrafe zu kippen.
Human.So konnten viele Nazis wieder bequem ihren Schreibtisch einnehmen.

seaman




Dieses Pro-Argument behagt mir nicht.
Sicherlich mussten die Nazi-Täter büßen und ich gebe dir Recht das in der Bundesrepublik in dieser Beziehung sehr viele Fehler gemacht wurden, aber das der andere deutsche Staat so lange im Strafrecht die praktizierte Todesstrafe verankern musste, nun ja, stellt sich mir eher als eine Rechtfertigung dar, denn dann hätte nur auf Verbrechen während der NS-Zeit die Höchststrafe verhängt werden dürfen.
Sie wurde aber auch, z.B. für Brandstiftung ohne Todesfolge verhängt, wie bringst du das mit der Sühnung von NS-Verbrechen in Einklang?




Wer bekam denn wegen Brandstiftung die Todesstrafe ?


Ich habe wenig Zeit aber ich suche, Anfang der 50er wurde mindestens ein diesbezügliches Urteil wegen Sabotage gefällt.




Sabotage ist nun mal wieder ein anderer Straftatbestand ...


Alfred, am Ende ist die Tat und die Strafe dafür das Gleiche, egal welche Umbrähmung der Vorgang hat.




Richtig,

dann ist Mord identische mit Diebstahl.

Bitte mal SACHLICH bleiben. Sonst setzen wir noch einen Diebstahl mit einen Mord auf eine Ebene...


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