#21

RE: Politbüro und Staatsreserven A

in Leben in der DDR 16.05.2013 15:37
von katerjohn | 559 Beiträge

@ Josy ,ok in aktiven Truppenteilen aber bei einem WKK ?!


Nimm dir Zeit für deine Freunde,sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde !
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#22

RE: Politbüro und Staatsreserven A

in Leben in der DDR 16.05.2013 15:47
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von katerjohn im Beitrag #21
@ Josy ,ok in aktiven Truppenteilen aber bei einem WKK ?!


@kater, ich könnte mir vorstellen, das die dort eingelagerten Reserven für eine Mobilmachung vorgesehen waren. Ich weiß nicht wie lange das gängige Praxis war, aber verstärkt ist es mir erst nach meiner Entlassung vom GwD 1980 aufgefallen, die (verstärkte) Ausgabe der s. g. "Mob- Befehle" über das WKK. Ich hatte so ein Teil. Ein Kollege von mir war einmal zu so einer Mob- Übung los. Einen Teil an Ausrüstung wie Kochgeschirr, Decken, Teil 1 und 2 bekamen die gleich vor Ort an der Sammelstelle am Wohnort, den Rest an Uniformteilen dann am Ziel. Denke mal, das hing damit zusammen, das man pers. Ausrüstung (insbesondere Kleidung/ Uniform) für diese nur ca. 14 Tage währende Übung nicht aus den Mob- Beständen rausgeben wollte, weil es sich hier ausnahmslos um nagelneue Sachen, teilweise sogar in Folienbeutel eingeschweißt, handelte.

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 16.05.2013 15:49 | nach oben springen

#23

RE: Politbüro und Staatsreserven A

in Leben in der DDR 16.05.2013 16:27
von StabsfeldKoenig | 2.618 Beiträge

Es gab Reservebrücken, da man damals ausgebaute Brücken nur verschrottete, wenn diese nicht weiterverwendbar waren. Brückenüberbauten, die nach Aufarbeitung bzw. Konservierung nutzbar waren, wurden entweder planmäßigen Bauvorhaben (anstelle von Neumaterial) zugeführt oder für Havarien auf Reserve vorgehalten. Für den Verteidigungsfall gab es Pionierbrückensysteme (aus zu verschraubenden Metallteilen, sozusagen ein Metallbaukasten für Erwachsene), die u.a. vor einigen Jahren beim Bau des Gütergleises Neukölln-Baumschulenweg in Berlin für mehrere Jahre verwendet wurden (inzwischen durch endgültige Brücken ersetzt).

Auch anderes Ersatzmaterial (Oberbaustoffe incl. kompletter Gleisjoche, Sicherungstechnik) standen damals jederzeit bei der DR und den Pioniereinheiten der NVA bereit. Wenn ein entgleister Güterzug 2 km Strecke vollständige zerstört hatte, war das damals schneller repariert, als die verbogenen Weichen nach der Entgleisung Berlin Hauptbahnhof (diese Woche). Die Kapitalbindung durch Materialsreserven war weniger gravierend, als die volkswirtschaftlichen Folgen einer längeren Sperrung.



josy95 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#24

RE: Politbüro und Staatsreserven A

in Leben in der DDR 16.05.2013 16:43
von LO-Wahnsinn | 3.485 Beiträge

Zitat
Wer weiß zu diesem ganzen Thema Staatsreserve Eisenbahn/ Lokomotiven noch mehr oder hat Linktipsoder gar Bilder? Interessiert mich sehr, da ich an einer Publikation darüber arbeite. Leider habe ich bisher nicht viel brauchbares Material finden können. Bedanke mich schon mal im Voraus!

josy95



Nicht direkt, ich hatte aber voriges Jahr glaub auf Youtube einen Film gesehn, wo Eisenbahnfreunde 2 Loks -glaub in Schweden- aus so einem Reserveschuppen holen.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#25

RE: Politbüro und Staatsreserven A

in Leben in der DDR 16.05.2013 18:56
von damals wars | 12.113 Beiträge

Meines Wissens gab es sogenannte Störrresevelager.
Darin wurden in der Wasserwirtschaft Uniformen, Stiefel, Schippen. Sandsäcke u.s.w. vorgehalten, damit man in Hochwasserfall auf entsprechendes zurückgreifen konnte. Desweiteren wurde auch Fertigteil - Kleinkläranlagen eingelagert.
Diese Lager wurden beim Jahrhunderthochwasser sehr vermisst.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#26

RE: Politbüro und Staatsreserven A

in Leben in der DDR 18.05.2013 16:27
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Kein Sex mit Nazis...!!!
thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.05.2013 16:28 | nach oben springen

#27

RE: Politbüro und Staatsreserven A

in Leben in der DDR 18.05.2013 17:48
von furry | 3.562 Beiträge

Hohe Bestände an Lebendvieh wurden auch als Staatsreseve vorgehalten.
Bezogen auf die Bevölkerung BRD knapp 60 Mio. und DDR knapp 17 Mio. wurden gehalten
Kühe: BRD ca.5,5 Mio und DDR ca. 2,2 Mio.
Schweine: BRD ca. 20 Mio und DDR ca. 12 Mio, somit in der DDR fast 50% der BRD-Bestände.
Die Leistungsunterschiede bzgl. Milchmenge und tägliche Zunahmen je Tier sollen hierbei unberücksichtigt bleiben.
Diese wären in der DDR bei der vorhandenen Futtermenge und geringeren Beständen auch höher ausgefallen.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#28

RE: Politbüro und Staatsreserven A

in Leben in der DDR 18.05.2013 18:37
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von SkinnyTrucky im Beitrag #26
Hier mal wat Hallen auf der Autobahn, wo Staatsreserven vorgehalten wurden:

http://www.flickr.com/photos/34148515@N03/5172288868/

http://www.flickr.com/photos/34148515@N0...in/photostream/

http://www.flickr.com/photos/34148515@N0...in/photostream/

groetjes

Mara


Das Teilstück der A 4 zwischen den Anschlussstellen Bautzen-Ost (Burk) und dem seinerzeit vorläufigen Ende bei Weißenberg war von 1972 bis 1992 gesperrt. Auf der Autobahn befanden sich 66 Hallen, in denen die Getreidestaatsreserve der DDR lagerte.
Nach Auflösung dieser Staatsreserve, wurden die Hallen auf der A 4 bei Bautzen von westdeutschen Handelsriesen, u.a. Marktkauf übernommen und zu SB-Center umfunktioniert.
Zu den Wochenenden war es dann ein Albtraum in Richtung Bautzen zu fahren. Für das Sicherheitsunternehmer Kötter Security eine "Goldgrube", denn es stellte den Objektschutz.

Vierkrug


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