#1

nur weg von der DDR-Grenze

in Mythos DDR und Grenze 11.05.2013 17:22
von Lutze | 8.035 Beiträge

hatte mich zu Ostern mit meinen Onkel über die Berliner Mauer unterhalten,
er diente in Hohen Neuendorf 1967 in einer Pioniereinheit,und hat die
Grenzanlagen mit ausgebaut,er fand das ganze Irrsinnig,er wollte nur weg
von der Grenze,
kennt auch einer von euch Grenzern dieses Gefühl?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#2

RE: nur weg von der DDR-Grenze

in Mythos DDR und Grenze 11.05.2013 17:32
von Pit 59 | 10.149 Beiträge

Nö Lutze,Ich kenne die Grenze in Berlin nicht, aber bei uns im Grünen war es doch schön.Nur Felder,Wiesen und Wald. Mehr Geld als die anderen,und ich denke auch besseres Essen.Bei uns haben Frauen aus dem Dorf gekocht für 60 Mann,war immer lecker,da gab es wirklich nichts zu meckern.
Wir sind dann ja auch weg nach einem Jahr und kamen auch nie wieder hin.
Die Chance war aber ein Jahr lang da.


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#3

RE: nur weg von der DDR-Grenze

in Mythos DDR und Grenze 11.05.2013 18:00
von schnatterinchen (gelöscht)
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Sowas kann auch nur eine ungediente Grundwehrsau fragen.(Bitte nicht übel nehmen)
Man sollte da wohl immer die Alternativen bedenken.
Ich hatte 18Monate nur Sackstand mit den letzten Psychopathen als Unterlollis.
So eine gemütliche Grenzkompanie mit 8stündigen "Spaziergängen" wäre ganz nach meinem Geschmack gewesen.


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#4

RE: nur weg von der DDR-Grenze

in Mythos DDR und Grenze 11.05.2013 18:08
von Lutze | 8.035 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #3
Sowas kann auch nur eine ungediente Grundwehrsau fragen.(Bitte nicht übel nehmen)
Man sollte da wohl immer die Alternativen bedenken.
Ich hatte 18Monate nur Sackstand mit den letzten Psychopathen als Unterlollis.
So eine gemütliche Grenzkompanie mit 8stündigen "Spaziergängen" wäre ganz nach meinem Geschmack gewesen.


der Tod ettlicher DDR-Flüchtlinge wollte er nicht hinnehmen,
und da verstehe ich ihn
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
zuletzt bearbeitet 11.05.2013 18:09 | nach oben springen

#5

RE: nur weg von der DDR-Grenze

in Mythos DDR und Grenze 11.05.2013 19:28
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #3
Sowas kann auch nur eine ungediente Grundwehrsau fragen.(Bitte nicht übel nehmen)
Man sollte da wohl immer die Alternativen bedenken.
Ich hatte 18Monate nur Sackstand mit den letzten Psychopathen als Unterlollis.
So eine gemütliche Grenzkompanie mit 8stündigen "Spaziergängen" wäre ganz nach meinem Geschmack gewesen.



Einheit?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#6

RE: nur weg von der DDR-Grenze

in Mythos DDR und Grenze 12.05.2013 01:33
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #4
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #3
Sowas kann auch nur eine ungediente Grundwehrsau fragen.(Bitte nicht übel nehmen)
Man sollte da wohl immer die Alternativen bedenken.
Ich hatte 18Monate nur Sackstand mit den letzten Psychopathen als Unterlollis.
So eine gemütliche Grenzkompanie mit 8stündigen "Spaziergängen" wäre ganz nach meinem Geschmack gewesen.


der Tod ettlicher DDR-Flüchtlinge wollte er nicht hinnehmen,
und da verstehe ich ihn
Lutze


Rot: Als Pioniereinheit ? Da hatte er doch so gut wie nichts mit GVs zu tun ? Außerdem hatten wir als ziemlich junge Leute damals, so wie das auch hier im Forum schon mehrfach dargelegt wurde, uns kaum vorrangig mit solchen Gedanken beschäftigt. Das wurde verdrängt in der Hoffnung, daß man nie in so eine Situation kommen möge. Also, wer damit schon vorher innerlich nicht fertig wird und zumal nicht mal in einer Einheit des aktiven Grenzdienstes ? Der sollte wohl lieber gleich zur Spatentruppe gehen oder sich in die rückwärtigen Dienste versetzen lassen.
Persönlich hätte ich, da alles gut ging, den Dienst an der Grenze um nichts gegen einen Dienst bei den Motschützen tauschen wollen.



silberfuchs60 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#7

RE: nur weg von der DDR-Grenze

in Mythos DDR und Grenze 12.05.2013 07:34
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #6
...
Persönlich hätte ich, da alles gut ging, den Dienst an der Grenze um nichts gegen einen Dienst bei den Motschützen tauschen wollen.


Nicht bei den Mot-Schützen und nicht bei der BePo, nein, eigentlich nirgendwo. Ich auch nicht.
Sicher, es hätte schief gehen können. Doch die Wahrscheinlichkeit war gering, sehr gering. Sicher, es gab da an der Linie jede Menge Dienste, von zu wenig Schlaf sehr viel aber nach der Ausbildung ging einem niemand mehr mit all dem Brimbamborium auf den Keks, der erfunden wurde um die Langeweile abzukürzen und den man so nett "militärische Disziplin" nennt. Einfach aus Zeitgründen.
Sicher, wir waren bei jedem Wetter draußen und vorzugsweise bei schlechtestem Wetter am Längsten. Aber wir hatten unsere geduldeten Möglichkeiten, dem jeweils die Spitzen zu nehmen. Sicher, im Falle des "großen Knalls" wären unsere Chancen wohl mit die Geringsten gewesen. Aber dann war es sowieso egal und wir hätten vorher wenigstens noch ein bisschen mehr von der Welt gesehen als nur den nächsten Taktikacker oder Exerzierplatz. Sicher, es gab wenig Frei und die An- oder Abreise Urlaub kostete immer fast einen halben Tag aber das "Vergnügen" hatten alle anderen fast auch so.
Sicher, als "Elite" im Sinne von schneidig, parademäßig konnten wir nicht gelten. Mit dem Inhalt dieser Worte haben Grenzer immer ein Verständigungsproblem. Doch auch heute bin ich alles andere als undankbar, dass mir abgesehen von der Ausbildung, "Schliff" immer ein Wort aus einer anderen Welt blieb.
Die andere, die aus heutiger Sicht dunkle Seite des Dienstes an der Grenze? Die Möglichkeit, in die Lage zu kommen, Waffen anwenden zu sollen, vielleicht zu müssen? Die war vorhanden aber in aller Regel weit, weit weg. Selbst wenn, unter Einhaltung aller Regeln ließ es sich meist so einrichten, dass es friedlich abging. Wenn nicht, war oft etwas schief gegangen. Auch das hatte man zu einem guten Teil selbst in der Hand. Und wenn nicht? Ja, ich weiß, ich trete in einen Fettozean aber damals waren aus unserer Sicht eben nicht wir die Bösen. Das waren jene, die da kommen konnten bis zum Beweis des Gegenteils. So, wie heute vieltausendfach in vielen Ländern dieser Welt auch. Man musste nur ein bisschen daran glauben, dann ging das schon.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


PF75 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#8

RE: nur weg von der DDR-Grenze

in Mythos DDR und Grenze 12.05.2013 10:25
von Mike59 | 7.969 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #6
Zitat von Lutze im Beitrag #4
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #3
Sowas kann auch nur eine ungediente Grundwehrsau fragen.(Bitte nicht übel nehmen)
Man sollte da wohl immer die Alternativen bedenken.
Ich hatte 18Monate nur Sackstand mit den letzten Psychopathen als Unterlollis.
So eine gemütliche Grenzkompanie mit 8stündigen "Spaziergängen" wäre ganz nach meinem Geschmack gewesen.


der Tod ettlicher DDR-Flüchtlinge wollte er nicht hinnehmen,
und da verstehe ich ihn
Lutze


Rot: Als Pioniereinheit ? Da hatte er doch so gut wie nichts mit GVs zu tun ? Außerdem hatten wir als ziemlich junge Leute damals, so wie das auch hier im Forum schon mehrfach dargelegt wurde, uns kaum vorrangig mit solchen Gedanken beschäftigt. Das wurde verdrängt.... .


Es gibt eben Menschen, die hatten schon im Stabü Unterricht die notwendige Reife und soziale Kompetenz die anderen eben erst nach dem Zusammenbruch der DDR entwickelten. Das muss man ertragen können. Er hat diese eben als Pio entwickelt - aber offensichtlich nicht konsequent umgesetzt. Erst den Scheiß aufbauen und dann nichts wie weg.


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