#21

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 09.05.2013 20:35
von Lutze | 8.028 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #20
"Generalshügel" , kann also sein... Dann kannteste sicher auch die gute Broilerstube gegenüber der BDVP?

die konnte ich vom Wohnzimmerfenster aus sehen,und gegenüber
bei "Früh und Spät"durfte ich immer einkaufen gehen,
und was ist deine Meinung dazu,das ehemalige MfS-Mitarbeiter
die beiden RAF-Terroristen für so viel Geld auffliegen lassen haben?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#22

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 09.05.2013 20:46
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Darf ich nicht schreiben, dann hätte ich ein Problem mit den Forenregeln. Aber kannst Dir ja denken was ich von solchen menschlichen Schweinen halte!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#23

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 09.05.2013 20:54
von Lutze | 8.028 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #22
Darf ich nicht schreiben, dann hätte ich ein Problem mit den Forenregeln. Aber kannst Dir ja denken was ich von solchen menschlichen Schweinen halte!

sehr schade,wäre bestimmt interessant
Lutze


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#24

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 09.05.2013 20:58
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #22
Darf ich nicht schreiben, dann hätte ich ein Problem mit den Forenregeln. Aber kannst Dir ja denken was ich von solchen menschlichen Schweinen halte!



Feliks mit diesem Qualitätsbegriff meinst du sicher die Mörderbande der sog. RAF, die in der DDR Unterschlupf fand, oder irre ich mich ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#25

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 09.05.2013 21:00
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #14
Ich merk schon die Neubrandenburger unter sich!
Gruß aus Rostock Hartmut!

RAF und die DDR wer wird jemals alles darüber erfahren ? vielleicht sollte man da die BRD mit einschließen ? wer weiß was da alles so gelaufen ist ! die wirkliche wahrheit wird wohl nie ans 'tageslicht' geraten , wohl dass auch noch heutige köpfe in höheren regionen rollen könnten !
alles nur meine meinung und vermutung zu diesem thema !!!
was ich aber mit sicherheit weiß , daß die autofahrer in neubrandenburg immer noch so scheiße fahren wie zu ddr - zeiten !!
versauen mir regelmäßig , wenn ich mal da bin , meinen feierabend !! na ja , hießen ja auch schon zu ddr - zeiten die : ABC - Schützen !!



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#26

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 09.05.2013 21:04
von Lutze | 8.028 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #25
Zitat von utkieker im Beitrag #14
Ich merk schon die Neubrandenburger unter sich!
Gruß aus Rostock Hartmut!

RAF und die DDR wer wird jemals alles darüber erfahren ? vielleicht sollte man da die BRD mit einschließen ? wer weiß was da alles so gelaufen ist ! die wirkliche wahrheit wird wohl nie ans 'tageslicht' geraten , wohl dass auch noch heutige köpfe in höheren regionen rollen könnten !
alles nur meine meinung und vermutung zu diesem thema !!!
was ich aber mit sicherheit weiß , daß die autofahrer in neubrandenburg immer noch so scheiße fahren wie zu ddr - zeiten !!
versauen mir regelmäßig , wenn ich mal da bin , meinen feierabend !! na ja , hießen ja auch schon zu ddr - zeiten die : ABC - Schützen !!

ist zwar OT,fahr mal durch Pinneberg
Lutze


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#27

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 09.05.2013 21:11
von Gelöschtes Mitglied
avatar

http://de.wikipedia.org/wiki/Inge_Viett

Nein . nicht nur in NB , auch im Bezirk Magdeburg lebten sie wie die Mäuse im Speck, eine der bekanntesten RAF-Terroristin war auch die Inge Viett .Die großen Fische sind wohl wo anders herumgeschwommen . Gab es in der DDR noch etwas höheres als die Feliks, welche sich mit den Personenkreis beschäftigten `?
ratata


zuletzt bearbeitet 09.05.2013 21:19 | nach oben springen

#28

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 09.05.2013 22:18
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Lutze im Beitrag #26

ist zwar OT,fahr mal durch Pinneberg
Lutze


He, 'n bissken nett, wenn ich bitten darf: Ich habe vier Jahre in Pinneberg gewohnt!

Und jetzt antworte bitte nicht: "Ach daher der schlechte Ruf......"


Edit


zuletzt bearbeitet 09.05.2013 22:19 | nach oben springen

#29

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 09.05.2013 23:10
von berlin3321 | 2.514 Beiträge

OT: Dann guck Dir mal die mit WL an.....

ich habe auch WL dran.........


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#30

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 10.05.2013 19:05
von ABV | 4.202 Beiträge

Um mal wieder zum Thema zu kommen: An den Wirbel nach der Festnahme der RAF-Mitglieder in der DDR, kann ich mich noch gut erinnern. Der "Aufschrei" war bei uns besonders groß, weil die Terroristen nach ihrer Ankunft in der DDR, zunächst in einem MfS-Objekt in der Nähe von Frankfurt (Oder) untergebracht wurden. Genauer gesagt, im " Forsthaus an der Flut", in Briesen.
Was mich in dieser Fage besonders interessiert: handelte es sich bei den " Untergetauchten" um Aussteiger, die dem Terrorismus als Form der politischen Auseinandersetzung abgeschworen hatten? Oder wollten sie sich in der DDR ungestört auf weitere Aktionen vorbereiten? So richtig vorstellen kann ich mir die zweite Variante allerdings nicht! Der außenpolitische Schaden für die DDR wäre viel zu groß gewesen, wenn die Unterstützung von Terroranschlägen publik geworden wäre.
Ich habe aber auch gelesen, dass in Briesen Mitglieder der RAF, unter ihnen Christian Klar, vom MfS an Waffen ausgebildet worden sind.
Kann jemand Auskunft darüber geben?

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#31

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 10.05.2013 19:15
von damals wars | 12.113 Beiträge

Da den "Organen" der BRD durchaus bekannt war (auf Grund von Aussagen von DDR- Bürgern), das RAF Mitglieder sich in der DDR aufhielten, kann man davon ausgehen, das diese Art der "Stilllegung" der RAF durchaus in ihrem Interesse war.
Und von ihren InformatInnen in der RAF waren sie auch darüber informiert, das diese Aussteiger für den "revolutionären Kampf" verloren waren.
Somit war nicht mehr so viel Dampf im Kessel. Die Zahl der Anschläge nahm ja in Folge dessen auch ab.
War eine Form der Lebensrettung für westdeutsche Führungskräfte.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#32

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 10.05.2013 20:38
von Lutze | 8.028 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #22
Darf ich nicht schreiben, dann hätte ich ein Problem mit den Forenregeln. Aber kannst Dir ja denken was ich von solchen menschlichen Schweinen halte!

doch du darfst,wir haben doch seit der Wende Meinungsfreiheit,
gilt auch für dich
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
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#33

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 10.05.2013 22:38
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #30
Um mal wieder zum Thema zu kommen: An den Wirbel nach der Festnahme der RAF-Mitglieder in der DDR, kann ich mich noch gut erinnern. Der "Aufschrei" war bei uns besonders groß, weil die Terroristen nach ihrer Ankunft in der DDR, zunächst in einem MfS-Objekt in der Nähe von Frankfurt (Oder) untergebracht wurden. Genauer gesagt, im " Forsthaus an der Flut", in Briesen.
Was mich in dieser Fage besonders interessiert: handelte es sich bei den " Untergetauchten" um Aussteiger, die dem Terrorismus als Form der politischen Auseinandersetzung abgeschworen hatten? Oder wollten sie sich in der DDR ungestört auf weitere Aktionen vorbereiten? So richtig vorstellen kann ich mir die zweite Variante allerdings nicht! Der außenpolitische Schaden für die DDR wäre viel zu groß gewesen, wenn die Unterstützung von Terroranschlägen publik geworden wäre.
Ich habe aber auch gelesen, dass in Briesen Mitglieder der RAF, unter ihnen Christian Klar, vom MfS an Waffen ausgebildet worden sind.
Kann jemand Auskunft darüber geben?

Gruß an alle
Uwe


Hallo Uwe , ich bin kein Polizist oder sonst irgendwie an der damaligen Fahndung Beteiligter. Kann mich aber noch gut an diese Zeit erinnern. Diese rotfaschistische Bande hat unsere Bundesrepublik damals über Jahre sehr in Atem gehalten. ( habe selbst Strassenkontrollen erlebt, wo mein Auto und ich während der Kontrolle von Polizisten mit Waffe im Anschlag beobachtet wurde) Da war das braune NSU Gesindel ein Klacks
dagegen. >In jedem öffentlichen Gebäude hingen ihre Fahndungsfotos, es waren Belohnungen von, ich glaube, 50.000 DM ausgelobt. Damals eine verdammt große Geldsumme. Diese Untergetauchten waren plötzlich weg. An die DDR als Ziel glaubte zunächst keiner, denn sie pendelten oft zwischen arabischen Staaten und Europa, jedenfalls sprach man nicht darüber dass sie in der DDR sind. Man vermutete sie im Jemen, einem beliebten Ziel. Aber dann tauchten erste Meldungen auf von westdeutschen Besuchern in der DDR , dass sie Personen dort gesehen hätten, die den Gesuchten sehr ähnlich waren. Ich halte es für vorstellbar, dass man seitens der bundesdeutschen Fahndungsbehörden bei der DDR angefragt hat aber sicher keine Antwort bekommen hat. Ein positive Antwort wäre für die Reputation der DDR doch verheerend, zumal sie mit Deckung durch höchste politische Gremien unter konspirativen Bedingungen versteckt wurden. Nach der Wende war natürlich Schluss mit lustig.


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#34

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 10.05.2013 22:48
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #33
Zitat von ABV im Beitrag #30
Um mal wieder zum Thema zu kommen: An den Wirbel nach der Festnahme der RAF-Mitglieder in der DDR, kann ich mich noch gut erinnern. Der "Aufschrei" war bei uns besonders groß, weil die Terroristen nach ihrer Ankunft in der DDR, zunächst in einem MfS-Objekt in der Nähe von Frankfurt (Oder) untergebracht wurden. Genauer gesagt, im " Forsthaus an der Flut", in Briesen.
Was mich in dieser Fage besonders interessiert: handelte es sich bei den " Untergetauchten" um Aussteiger, die dem Terrorismus als Form der politischen Auseinandersetzung abgeschworen hatten? Oder wollten sie sich in der DDR ungestört auf weitere Aktionen vorbereiten? So richtig vorstellen kann ich mir die zweite Variante allerdings nicht! Der außenpolitische Schaden für die DDR wäre viel zu groß gewesen, wenn die Unterstützung von Terroranschlägen publik geworden wäre.
Ich habe aber auch gelesen, dass in Briesen Mitglieder der RAF, unter ihnen Christian Klar, vom MfS an Waffen ausgebildet worden sind.
Kann jemand Auskunft darüber geben?

Gruß an alle
Uwe


Hallo Uwe , ich bin kein Polizist oder sonst irgendwie an der damaligen Fahndung Beteiligter. Kann mich aber noch gut an diese Zeit erinnern. Diese rotfaschistische Bande hat unsere Bundesrepublik damals über Jahre sehr in Atem gehalten. ( habe selbst Strassenkontrollen erlebt, wo mein Auto und ich während der Kontrolle von Polizisten mit Waffe im Anschlag beobachtet wurde) Da war das braune NSU Gesindel ein Klacks
dagegen. >In jedem öffentlichen Gebäude hingen ihre Fahndungsfotos, es waren Belohnungen von, ich glaube, 50.000 DM ausgelobt. Damals eine verdammt große Geldsumme. Diese Untergetauchten waren plötzlich weg. An die DDR als Ziel glaubte zunächst keiner, denn sie pendelten oft zwischen arabischen Staaten und Europa, jedenfalls sprach man nicht darüber dass sie in der DDR sind. Man vermutete sie im Jemen, einem beliebten Ziel. Aber dann tauchten erste Meldungen auf von westdeutschen Besuchern in der DDR , dass sie Personen dort gesehen hätten, die den Gesuchten sehr ähnlich waren. Ich halte es für vorstellbar, dass man seitens der bundesdeutschen Fahndungsbehörden bei der DDR angefragt hat aber sicher keine Antwort bekommen hat. Ein positive Antwort wäre für die Reputation der DDR doch verheerend, zumal sie mit Deckung durch höchste politische Gremien unter konspirativen Bedingungen versteckt wurden. Nach der Wende war natürlich Schluss mit lustig.




Rot: Was wäre denn gewesen, wenn die DDR diejenigen der RAF, die aussteigen wollten, nicht aufgenommen hätte ? Mit dem Rücken an der Wand wären sie möglicherweise zu Kurzschlussreaktionen oder Verzweiflungstaten in einer fatalistischen Stimmung fähig gewesen. Gert, dann wäre es in der BRD gar nicht erst lustig geworden.



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#35

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 10.05.2013 22:54
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #34
Zitat von Gert im Beitrag #33
Zitat von ABV im Beitrag #30
Um mal wieder zum Thema zu kommen: An den Wirbel nach der Festnahme der RAF-Mitglieder in der DDR, kann ich mich noch gut erinnern. Der "Aufschrei" war bei uns besonders groß, weil die Terroristen nach ihrer Ankunft in der DDR, zunächst in einem MfS-Objekt in der Nähe von Frankfurt (Oder) untergebracht wurden. Genauer gesagt, im " Forsthaus an der Flut", in Briesen.
Was mich in dieser Fage besonders interessiert: handelte es sich bei den " Untergetauchten" um Aussteiger, die dem Terrorismus als Form der politischen Auseinandersetzung abgeschworen hatten? Oder wollten sie sich in der DDR ungestört auf weitere Aktionen vorbereiten? So richtig vorstellen kann ich mir die zweite Variante allerdings nicht! Der außenpolitische Schaden für die DDR wäre viel zu groß gewesen, wenn die Unterstützung von Terroranschlägen publik geworden wäre.
Ich habe aber auch gelesen, dass in Briesen Mitglieder der RAF, unter ihnen Christian Klar, vom MfS an Waffen ausgebildet worden sind.
Kann jemand Auskunft darüber geben?

Gruß an alle
Uwe


Hallo Uwe , ich bin kein Polizist oder sonst irgendwie an der damaligen Fahndung Beteiligter. Kann mich aber noch gut an diese Zeit erinnern. Diese rotfaschistische Bande hat unsere Bundesrepublik damals über Jahre sehr in Atem gehalten. ( habe selbst Strassenkontrollen erlebt, wo mein Auto und ich während der Kontrolle von Polizisten mit Waffe im Anschlag beobachtet wurde) Da war das braune NSU Gesindel ein Klacks
dagegen. >In jedem öffentlichen Gebäude hingen ihre Fahndungsfotos, es waren Belohnungen von, ich glaube, 50.000 DM ausgelobt. Damals eine verdammt große Geldsumme. Diese Untergetauchten waren plötzlich weg. An die DDR als Ziel glaubte zunächst keiner, denn sie pendelten oft zwischen arabischen Staaten und Europa, jedenfalls sprach man nicht darüber dass sie in der DDR sind. Man vermutete sie im Jemen, einem beliebten Ziel. Aber dann tauchten erste Meldungen auf von westdeutschen Besuchern in der DDR , dass sie Personen dort gesehen hätten, die den Gesuchten sehr ähnlich waren. Ich halte es für vorstellbar, dass man seitens der bundesdeutschen Fahndungsbehörden bei der DDR angefragt hat aber sicher keine Antwort bekommen hat. Ein positive Antwort wäre für die Reputation der DDR doch verheerend, zumal sie mit Deckung durch höchste politische Gremien unter konspirativen Bedingungen versteckt wurden. Nach der Wende war natürlich Schluss mit lustig.




Rot: Was wäre denn gewesen, wenn die DDR diejenigen der RAF, die aussteigen wollten, nicht aufgenommen hätte ? Mit dem Rücken an der Wand wären sie möglicherweise zu Kurzschlussreaktionen oder Verzweiflungstaten in einer fatalistischen Stimmung fähig gewesen. Gert, dann wäre es in der BRD gar nicht erst lustig geworden.



Das ist richtig, aber wenn sie geblieben wären, wären sie entweder im Kugelhagel der Polizei vom Leben zum Tode befördert worden oder festgenommen worden und ihrer Strafe zugeführt. Du kannst mir hier diese illegale und rechtswidrige Handlungsweise der DDR Behörden nicht noch nachträglich als Wohltat verkaufen. Gerade die DDR, die immer so auf Recht und Gesetz pochte, ich erinnere an den Fall Weinhold, verhielt sich, wenn es nützte, auch rechtswidrig wie man sieht.


.
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#36

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 10.05.2013 23:27
von passport | 2.626 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #35
Zitat von DoreHolm im Beitrag #34
Zitat von Gert im Beitrag #33
Zitat von ABV im Beitrag #30
Um mal wieder zum Thema zu kommen: An den Wirbel nach der Festnahme der RAF-Mitglieder in der DDR, kann ich mich noch gut erinnern. Der "Aufschrei" war bei uns besonders groß, weil die Terroristen nach ihrer Ankunft in der DDR, zunächst in einem MfS-Objekt in der Nähe von Frankfurt (Oder) untergebracht wurden. Genauer gesagt, im " Forsthaus an der Flut", in Briesen.
Was mich in dieser Fage besonders interessiert: handelte es sich bei den " Untergetauchten" um Aussteiger, die dem Terrorismus als Form der politischen Auseinandersetzung abgeschworen hatten? Oder wollten sie sich in der DDR ungestört auf weitere Aktionen vorbereiten? So richtig vorstellen kann ich mir die zweite Variante allerdings nicht! Der außenpolitische Schaden für die DDR wäre viel zu groß gewesen, wenn die Unterstützung von Terroranschlägen publik geworden wäre.
Ich habe aber auch gelesen, dass in Briesen Mitglieder der RAF, unter ihnen Christian Klar, vom MfS an Waffen ausgebildet worden sind.
Kann jemand Auskunft darüber geben?

Gruß an alle
Uwe


Hallo Uwe , ich bin kein Polizist oder sonst irgendwie an der damaligen Fahndung Beteiligter. Kann mich aber noch gut an diese Zeit erinnern. Diese rotfaschistische Bande hat unsere Bundesrepublik damals über Jahre sehr in Atem gehalten. ( habe selbst Strassenkontrollen erlebt, wo mein Auto und ich während der Kontrolle von Polizisten mit Waffe im Anschlag beobachtet wurde) Da war das braune NSU Gesindel ein Klacks
dagegen. >In jedem öffentlichen Gebäude hingen ihre Fahndungsfotos, es waren Belohnungen von, ich glaube, 50.000 DM ausgelobt. Damals eine verdammt große Geldsumme. Diese Untergetauchten waren plötzlich weg. An die DDR als Ziel glaubte zunächst keiner, denn sie pendelten oft zwischen arabischen Staaten und Europa, jedenfalls sprach man nicht darüber dass sie in der DDR sind. Man vermutete sie im Jemen, einem beliebten Ziel. Aber dann tauchten erste Meldungen auf von westdeutschen Besuchern in der DDR , dass sie Personen dort gesehen hätten, die den Gesuchten sehr ähnlich waren. Ich halte es für vorstellbar, dass man seitens der bundesdeutschen Fahndungsbehörden bei der DDR angefragt hat aber sicher keine Antwort bekommen hat. Ein positive Antwort wäre für die Reputation der DDR doch verheerend, zumal sie mit Deckung durch höchste politische Gremien unter konspirativen Bedingungen versteckt wurden. Nach der Wende war natürlich Schluss mit lustig.




Rot: Was wäre denn gewesen, wenn die DDR diejenigen der RAF, die aussteigen wollten, nicht aufgenommen hätte ? Mit dem Rücken an der Wand wären sie möglicherweise zu Kurzschlussreaktionen oder Verzweiflungstaten in einer fatalistischen Stimmung fähig gewesen. Gert, dann wäre es in der BRD gar nicht erst lustig geworden.



Das ist richtig, aber wenn sie geblieben wären, wären sie entweder im Kugelhagel der Polizei vom Leben zum Tode befördert worden oder festgenommen worden und ihrer Strafe zugeführt. Du kannst mir hier diese illegale und rechtswidrige Handlungsweise der DDR Behörden nicht noch nachträglich als Wohltat verkaufen. Gerade die DDR, die immer so auf Recht und Gesetz pochte, ich erinnere an den Fall Weinhold, verhielt sich, wenn es nützte, auch rechtswidrig wie man sieht.




Und wenn man denkt, es geht nicht Dümmer, legt der Gert noch einen drauf !

Aus : mfs-insider.de

Weil für die Bundesrepublik die Nichtanerkennung der Staatshoheit der
DDR, ihrer Staatsgrenze, ihrer Staatsbürgerschaft und die Destabilisierung
des Sozialismus in der DDR überragende politische Priorität hatten, weigerte
sich die BRD kategorisch, mit der DDR einen völkerrechtsgemäßen
Rechtshilfevertrag zu schließen.
Folgerichtig weigerte sie sich auch, Straftäter wie den Doppelmörder Weinhold
und andere im Zusammenhang mit vorsätzlichen Tötungshandlungen
in der DDR strafrechtlich Verfolgte (Decker, Bunge, Höhne, Weißgerber)
an die DDR auszuliefern – und das auch bei Straftätern ohne jeden
politischen Hintergrund.
Die BRD-Justiz hat die RAF-Aussteiger strafrechtlich nicht über ein Auslieferungsersuchen
an die DDR verfolgen wollen, weil das die Zusicherung
der Gegenseitigkeit vorausgesetzt hätte. Die BRD wollte diese unter keinen
Umständen gewähren. Lieber ließ sie ihren Strafverfolgungsanspruch ruhen.
Zudem waren die RAF-Aussteiger wie andere in die DDR übergesiedelte
BRD-Bürger aufgenommen worden: Sie hatten die DDR-Staatsbürgerschaft
erhalten und besaßen damit uneingeschränkt alle in der DDR-Verfassung
verbürgten Grundrechte. Die Verfassung der DDR aber verbot die
Auslieferung von DDR-Bürgern. Ihr Artikel 33 Absatz 2 besagte eindeutig:
»Kein Bürger der Deutschen Demokratischen Republik darf einer auswärtigen
Macht ausgeliefert werden.«194
Und es gab noch weitere Gründe, weshalb eine Auslieferung der RAFAussteiger
wenig opportun gewesen wäre: Auch in Bonn wußte man, daß
eine neuerliche Inhaftierung in der Bundesrepublik neuen Terror zu ihrer
Freipressung provoziert hätte. Die Ruhigstellung der RAF-Aussteiger in
der DDR garantierte Sicherheit und Ordnung im eigenen Land.
Die Verantwortlichen in Bonn kalkulierten möglicherweise auch ein,
daß die politische Führung der DDR einem Ersuchen auf Auslieferung
nicht nachgekommen wäre. Das hätte die Beziehungen zusätzlich belastet,
was man weder diesseits noch jenseits der Grenze wollte.
Sowohl die Aufnahme der RAF-Aussteiger in die DDR als auch der Verzicht
auf ein Auslieferungsersuchen durch die BRD waren rechtlich durchaus
begründete politische Entscheidungen. Daß der gegen Mitarbeiter des
MfS konstruierte Vorwurf der Strafvereitelung schlicht falsch war, wurde
erst sehr spät durch die Justiz eingestanden und mit entsprechenden Entscheidungen
belegt.


Hier der ganze Text :

http://www.mfs-insider.de/SachbuchPDF/Terror9.pdf



Ja Gert, lesen bildet. Nimm Dir mal 5 min Zeit. Dieser Beitrag hat natürlich ein anderes "BILD"ungsniveau wie Du es kennst .

passport


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#37

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 10.05.2013 23:36
von ABV | 4.202 Beiträge

Mein " Verständnis" für die RAF hält sich in sehr engen Grenzen. Um nicht zu sagen, es liegt bei Null! Offiziell hatte sich die DDR jedoch immer von dem Treiben der RAF distanziert. 99,9 % aller DDR-Bürger, inklusive MfS, VP und so weiter, hätten nie für möglich gehalten, dass diese Verbrecher in unserem Staat verstecken konnten.
Ich kann mich in diesem Zusammenhang an eine mysteriöse Fahndungsaktion erinnern. Diese fand im März oder April 1990 statt. Wir mussten uns an die Hauptstraßen stellen und nach einem Fahrzeug mit (West)Berliner Kennzeichen Ausschau halten. Laut Auskunft des " Operativen Diensthabenden", standen das Fahrzeug und dessen Insassen im Zusammenhang mit dem Terrorismus. Konkretere Details erfuhren wir jedoch nicht. Ich fand die " Terroristenfahndung" jedenfalls wahnsinnig spannend. Übrigens sollten wir das Fahrzeug nicht anhalten, sondern nur dessen Durchfahrt melden. Nach zwei Stunden vergeblichen Wartens, wurde die Aktion abgeblasen.
Hier noch eine (unfreiwillig) komische Anekdote: Im Frühjahr 1990, also noch vor der Entdeckung der RAF-Terroristen, besuchte ein westdeutscher Polizist das VPKA Seelow. Der Kollege zeigte sich begeistert vom ABV-System. " Bei euch hätte die RAF keine Chance, für längere Zeit unentdeckt unterzutauchen", meinte der Kollege. Wir meinten das zu diesem Zeitpunkt ebenfalls. Wenige Wochen wurden wir eines besseren belehrt.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#38

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 10.05.2013 23:41
von passport | 2.626 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #37
Mein " Verständnis" für die RAF hält sich in sehr engen Grenzen. Um nicht zu sagen, es liegt bei Null! Offiziell hatte sich die DDR jedoch immer von dem Treiben der RAF distanziert. 99,9 % aller DDR-Bürger, inklusive MfS, VP und so weiter, hätten nie für möglich gehalten, dass diese Verbrecher in unserem Staat verstecken konnten.
Ich kann mich in diesem Zusammenhang an eine mysteriöse Fahndungsaktion erinnern. Diese fand im März oder April 1990 statt. Wir mussten uns an die Hauptstraßen stellen und nach einem Fahrzeug mit (West)Berliner Kennzeichen Ausschau halten. Laut Auskunft des " Operativen Diensthabenden", standen das Fahrzeug und dessen Insassen im Zusammenhang mit dem Terrorismus. Konkretere Details erfuhren wir jedoch nicht. Ich fand die " Terroristenfahndung" jedenfalls wahnsinnig spannend. Übrigens sollten wir das Fahrzeug nicht anhalten, sondern nur dessen Durchfahrt melden. Nach zwei Stunden vergeblichen Wartens, wurde die Aktion abgeblasen.
Hier noch eine (unfreiwillig) komische Anekdote: Im Frühjahr 1990, also noch vor der Entdeckung der RAF-Terroristen, besuchte ein westdeutscher Polizist das VPKA Seelow. Der Kollege zeigte sich begeistert vom ABV-System. " Bei euch hätte die RAF keine Chance, für längere Zeit unentdeckt unterzutauchen", meinte der Kollege. Wir meinten das zu diesem Zeitpunkt ebenfalls. Wenige Wochen wurden wir eines besseren belehrt.

Gruß Uwe



Einfach mal in Ruhe den Link lesen, der erklärt alles

passport


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#39

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 11.05.2013 07:13
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #36
Zitat von Gert im Beitrag #35
Zitat von DoreHolm im Beitrag #34
Zitat von Gert im Beitrag #33
Zitat von ABV im Beitrag #30
Um mal wieder zum Thema zu kommen: An den Wirbel nach der Festnahme der RAF-Mitglieder in der DDR, kann ich mich noch gut erinnern. Der "Aufschrei" war bei uns besonders groß, weil die Terroristen nach ihrer Ankunft in der DDR, zunächst in einem MfS-Objekt in der Nähe von Frankfurt (Oder) untergebracht wurden. Genauer gesagt, im " Forsthaus an der Flut", in Briesen.
Was mich in dieser Fage besonders interessiert: handelte es sich bei den " Untergetauchten" um Aussteiger, die dem Terrorismus als Form der politischen Auseinandersetzung abgeschworen hatten? Oder wollten sie sich in der DDR ungestört auf weitere Aktionen vorbereiten? So richtig vorstellen kann ich mir die zweite Variante allerdings nicht! Der außenpolitische Schaden für die DDR wäre viel zu groß gewesen, wenn die Unterstützung von Terroranschlägen publik geworden wäre.
Ich habe aber auch gelesen, dass in Briesen Mitglieder der RAF, unter ihnen Christian Klar, vom MfS an Waffen ausgebildet worden sind.
Kann jemand Auskunft darüber geben?

Gruß an alle
Uwe


Hallo Uwe , ich bin kein Polizist oder sonst irgendwie an der damaligen Fahndung Beteiligter. Kann mich aber noch gut an diese Zeit erinnern. Diese rotfaschistische Bande hat unsere Bundesrepublik damals über Jahre sehr in Atem gehalten. ( habe selbst Strassenkontrollen erlebt, wo mein Auto und ich während der Kontrolle von Polizisten mit Waffe im Anschlag beobachtet wurde) Da war das braune NSU Gesindel ein Klacks
dagegen. >In jedem öffentlichen Gebäude hingen ihre Fahndungsfotos, es waren Belohnungen von, ich glaube, 50.000 DM ausgelobt. Damals eine verdammt große Geldsumme. Diese Untergetauchten waren plötzlich weg. An die DDR als Ziel glaubte zunächst keiner, denn sie pendelten oft zwischen arabischen Staaten und Europa, jedenfalls sprach man nicht darüber dass sie in der DDR sind. Man vermutete sie im Jemen, einem beliebten Ziel. Aber dann tauchten erste Meldungen auf von westdeutschen Besuchern in der DDR , dass sie Personen dort gesehen hätten, die den Gesuchten sehr ähnlich waren. Ich halte es für vorstellbar, dass man seitens der bundesdeutschen Fahndungsbehörden bei der DDR angefragt hat aber sicher keine Antwort bekommen hat. Ein positive Antwort wäre für die Reputation der DDR doch verheerend, zumal sie mit Deckung durch höchste politische Gremien unter konspirativen Bedingungen versteckt wurden. Nach der Wende war natürlich Schluss mit lustig.[/rot]




Rot: Was wäre denn gewesen, wenn die DDR diejenigen der RAF, die aussteigen wollten, nicht aufgenommen hätte ? Mit dem Rücken an der Wand wären sie möglicherweise zu Kurzschlussreaktionen oder Verzweiflungstaten in einer fatalistischen Stimmung fähig gewesen. Gert, dann wäre es in der BRD gar nicht erst lustig geworden.



Das ist richtig, aber wenn sie geblieben wären, wären sie entweder im Kugelhagel der Polizei vom Leben zum Tode befördert worden oder festgenommen worden und ihrer Strafe zugeführt. Du kannst mir hier diese illegale und rechtswidrige Handlungsweise der DDR Behörden nicht noch nachträglich als Wohltat verkaufen. Gerade die DDR, die immer so auf Recht und Gesetz pochte, ich erinnere an den Fall Weinhold, verhielt sich, wenn es nützte, auch rechtswidrig wie man sieht




Und wenn man denkt, es geht nicht Dümmer, legt der Gert noch einen drauf ![/gruen]
[/rot]
Aus : mfs-insider.de

Weil für die Bundesrepublik die Nichtanerkennung der Staatshoheit der
DDR, ihrer Staatsgrenze, ihrer Staatsbürgerschaft und die Destabilisierung
des Sozialismus in der DDR überragende politische Priorität hatten, weigerte
sich die BRD kategorisch, mit der DDR einen völkerrechtsgemäßen
Rechtshilfevertrag zu schließen.
Folgerichtig weigerte sie sich auch, Straftäter wie den Doppelmörder Weinhold
und andere im Zusammenhang mit vorsätzlichen Tötungshandlungen
in der DDR strafrechtlich Verfolgte (Decker, Bunge, Höhne, Weißgerber)
an die DDR auszuliefern – und das auch bei Straftätern ohne jeden
politischen Hintergrund.
Die BRD-Justiz hat die RAF-Aussteiger strafrechtlich nicht über ein Auslieferungsersuchen
an die DDR verfolgen wollen, weil das die Zusicherung
der Gegenseitigkeit vorausgesetzt hätte. Die BRD wollte diese unter keinen
Umständen gewähren. Lieber ließ sie ihren Strafverfolgungsanspruch ruhen.
Zudem waren die RAF-Aussteiger wie andere in die DDR übergesiedelte
BRD-Bürger aufgenommen worden: Sie hatten die DDR-Staatsbürgerschaft
erhalten und besaßen damit uneingeschränkt alle in der DDR-Verfassung
verbürgten Grundrechte. Die Verfassung der DDR aber verbot die
Auslieferung von DDR-Bürgern. Ihr Artikel 33 Absatz 2 besagte eindeutig:
»Kein Bürger der Deutschen Demokratischen Republik darf einer auswärtigen
Macht ausgeliefert werden.«194
Und es gab noch weitere Gründe, weshalb eine Auslieferung der RAFAussteiger
wenig opportun gewesen wäre: Auch in Bonn wußte man, daß
eine neuerliche Inhaftierung in der Bundesrepublik neuen Terror zu ihrer
Freipressung provoziert hätte. Die Ruhigstellung der RAF-Aussteiger in
der DDR garantierte Sicherheit und Ordnung im eigenen Land.
Die Verantwortlichen in Bonn kalkulierten möglicherweise auch ein,
daß die politische Führung der DDR einem Ersuchen auf Auslieferung
nicht nachgekommen wäre. Das hätte die Beziehungen zusätzlich belastet,
was man weder diesseits noch jenseits der Grenze wollte.
Sowohl die Aufnahme der RAF-Aussteiger in die DDR als auch der Verzicht
auf ein Auslieferungsersuchen durch die BRD waren rechtlich durchaus
begründete politische Entscheidungen. Daß der gegen Mitarbeiter des
MfS konstruierte Vorwurf der Strafvereitelung schlicht falsch war, wurde
erst sehr spät durch die Justiz eingestanden und mit entsprechenden Entscheidungen
belegt.


Hier der ganze Text :

http://www.mfs-insider.de/SachbuchPDF/Terror9.pdf



Ja Gert, lesen bildet. Nimm Dir mal 5 min Zeit. Dieser Beitrag hat natürlich ein anderes "BILD"ungsniveau wie Du es kennst .

passport



rot mark.
@passport du kannst ja schreiben was du willst, dabei musst du aber nicht in persönliche Beleidigung abgleiten. Diese entwertet alles was du vorher geschrieben hast.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#40

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 11.05.2013 08:14
von Polter (gelöscht)
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RAF und die DDR ? oder Die DDR und die RAF ?
Naja, ist ja kein philosophisches Thema !

Das die RAF - Spitze in der DDR aufgenommen und " betreut " wurde, ist den bundesdeutschen Behörden nachweislich seit 1980 bekannt.
Mit bundesdeutschen Behörden meine ich BND und Verfassungsschutz. Kleine Querdenke: Wer war 1980 Chefchen vom BND ? Riechtiech ! Herr
Kinkel ! Der Saubermann:Der " Rote Admiral " der rote Fleck auf Kinkels weißer Weste?

Wer gerne googlet oder auch bei YouTube fragt, der sollte mal " Bommi " Baumann und RAF eingeben. Kommt alles vor: Gladio, BND, Verfassungsschutz, Mossad, CIA und auch das MfS ( Stasi ) !
Meiner Meinung nach, auf meine Meinung kommt es aber nicht an, ist die RAF eine Konstruktion interessierter Geheimdienste und Regierungskreise !


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