#1

8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 02.05.2013 13:02
von seaman | 3.487 Beiträge

Ausgehend von Fragen,die in einem anderen thread(Stiller) gestellt wurden,unternehme ich den zaghaften Versuch hier eine sachliche Frage/Antwort -Diskussion zum Thema Geheimdienste nach 1945 zu entfachen.Also bitte,hier nicht "rumtrollen" und persönliche Nicklichkeiten für sich behalten,man kann seine Zeit ansonsten auch sinnvoller verbringen.
Der 8.Mai ist dafür ein willkommenes Datum.
Ausgangspunkt des Themas sollten die Erkenntnisse sein,dass nach der Kapitulation Großdeutschlands der Krieg der Geheimdienste,unter neuen Polarisierungen, kontinuierlich weiter geführt wurde.Er wurde nie beendet.Die jeweiligen militärisch-politischen Lager bauten die Geheimdienste in Ost und West auf.Im Osten Deutschlands stand dabei die Sowjetunion Pate,im Westen war die USA federführend.
Während zum Ende des Zweiten Weltkrieges noch Illusionen bei der Naziführung bestanden und zerstoben, mit deutschen Wehrmachtsverbänden,gemeinsam mit den Westallierten siegreich Richtung Moskau zu marschieren,hatte sich ein kleiner(wichtiger) Teil dieses Wunschgedankens doch noch über das Ende des Krieges gerettet:
Der faschistische Geheimdienst(Fremde Heere Ost etc.),der u.a. massgeblich an den Kriegsvorbereitungen und Überfällen Deutschlands auf andere Völker mitwirkte,wurde für die USA unter anderen Vorzeichen,aber mit gleicher Zielvorgabe tätig.Dafür wurden Kriegsverbrecher gedeckt,ausserhalb Deutschlands verbracht und einer ohnehin halbherzig vorgehenden Gerichtsbarkeit entzogen.
Die Traditionen dieses Geheimdienstes bis 1945 fanden ohne Einschnitte ihre Fortsetzung.
Es gab im Kampf der Geheimdienste keine Stunde Null.

seaman


eisenringtheo, Küchenbulle 79, Pitti53, Damals87, passport und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.05.2013 13:03 | nach oben springen

#2

RE: 8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 02.05.2013 14:35
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von seaman im Beitrag #1
Ausgehend von Fragen,die in einem anderen thread(Stiller) gestellt wurden,unternehme ich den zaghaften Versuch hier eine sachliche Frage/Antwort -Diskussion zum Thema Geheimdienste nach 1945 zu entfachen.Also bitte,hier nicht "rumtrollen" und persönliche Nicklichkeiten für sich behalten,man kann seine Zeit ansonsten auch sinnvoller verbringen.
Der 8.Mai ist dafür ein willkommenes Datum.
Ausgangspunkt des Themas sollten die Erkenntnisse sein,dass nach der Kapitulation Großdeutschlands der Krieg der Geheimdienste,unter neuen Polarisierungen, kontinuierlich weiter geführt wurde.Er wurde nie beendet.Die jeweiligen militärisch-politischen Lager bauten die Geheimdienste in Ost und West auf.Im Osten Deutschlands stand dabei die Sowjetunion Pate,im Westen war die USA federführend.
Während zum Ende des Zweiten Weltkrieges noch Illusionen bei der Naziführung bestanden und zerstoben, mit deutschen Wehrmachtsverbänden,gemeinsam mit den Westallierten siegreich Richtung Moskau zu marschieren,hatte sich ein kleiner(wichtiger) Teil dieses Wunschgedankens doch noch über das Ende des Krieges gerettet:
Der faschistische Geheimdienst(Fremde Heere Ost etc.),der u.a. massgeblich an den Kriegsvorbereitungen und Überfällen Deutschlands auf andere Völker mitwirkte,wurde für die USA unter anderen Vorzeichen,aber mit gleicher Zielvorgabe tätig.Dafür wurden Kriegsverbrecher gedeckt,ausserhalb Deutschlands verbracht und einer ohnehin halbherzig vorgehenden Gerichtsbarkeit entzogen.
Die Traditionen dieses Geheimdienstes bis 1945 fanden ohne Einschnitte ihre Fortsetzung.
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seaman




Danke Seaman. Vielleicht koennen wir mal Wahrheit, Luegen, Fakten und Contradiction unter einen, wenn auch grosseren Hut bringen, wenn mit dem Thema umgegangen wird objektiv. Wenn....! denn es steht 'vieles' geschrieben, was nicht entspricht der Wahrheit. Ich habe das Gefuehl, wie endlich zum Nam Krieg, dass langsam aber sicher, die Wahrheit auch hier an die Oberflaeche kommen muss, die tief begraben liegt. Es wird Zeit.
Gruss, Larissa


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#3

RE: 8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 02.05.2013 15:03
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Larissa im Beitrag #2
Zitat von seaman im Beitrag #1
Ausgehend von Fragen,die in einem anderen thread(Stiller) gestellt wurden,unternehme ich den zaghaften Versuch hier eine sachliche Frage/Antwort -Diskussion zum Thema Geheimdienste nach 1945 zu entfachen.Also bitte,hier nicht "rumtrollen" und persönliche Nicklichkeiten für sich behalten,man kann seine Zeit ansonsten auch sinnvoller verbringen.
Der 8.Mai ist dafür ein willkommenes Datum.
Ausgangspunkt des Themas sollten die Erkenntnisse sein,dass nach der Kapitulation Großdeutschlands der Krieg der Geheimdienste,unter neuen Polarisierungen, kontinuierlich weiter geführt wurde.Er wurde nie beendet.Die jeweiligen militärisch-politischen Lager bauten die Geheimdienste in Ost und West auf.Im Osten Deutschlands stand dabei die Sowjetunion Pate,im Westen war die USA federführend.
Während zum Ende des Zweiten Weltkrieges noch Illusionen bei der Naziführung bestanden und zerstoben, mit deutschen Wehrmachtsverbänden,gemeinsam mit den Westallierten siegreich Richtung Moskau zu marschieren,hatte sich ein kleiner(wichtiger) Teil dieses Wunschgedankens doch noch über das Ende des Krieges gerettet:
Der faschistische Geheimdienst(Fremde Heere Ost etc.),der u.a. massgeblich an den Kriegsvorbereitungen und Überfällen Deutschlands auf andere Völker mitwirkte,wurde für die USA unter anderen Vorzeichen,aber mit gleicher Zielvorgabe tätig.Dafür wurden Kriegsverbrecher gedeckt,ausserhalb Deutschlands verbracht und einer ohnehin halbherzig vorgehenden Gerichtsbarkeit entzogen.
Die Traditionen dieses Geheimdienstes bis 1945 fanden ohne Einschnitte ihre Fortsetzung.
Es gab im Kampf der Geheimdienste keine Stunde Null.
seaman




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Gruss, Larissa


Ja, wenn, dann bin ich auch mit von der Partie !!! Aber wenn es das Wört´chen "wenn" nicht in der deutschen Sprache gebe. Alle bisherigen Diskussionen verdeutlichen, dass dieses ein lobenswertes, aber schweres Unterfangen wird.

Mit solidarischem Gruß
Vierkrug


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#4

RE: 8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 02.05.2013 15:17
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #3
Zitat von Larissa im Beitrag #2
Zitat von seaman im Beitrag #1
Ausgehend von Fragen,die in einem anderen thread(Stiller) gestellt wurden,unternehme ich den zaghaften Versuch hier eine sachliche Frage/Antwort -Diskussion zum Thema Geheimdienste nach 1945 zu entfachen.Also bitte,hier nicht "rumtrollen" und persönliche Nicklichkeiten für sich behalten,man kann seine Zeit ansonsten auch sinnvoller verbringen.
Der 8.Mai ist dafür ein willkommenes Datum.
Ausgangspunkt des Themas sollten die Erkenntnisse sein,dass nach der Kapitulation Großdeutschlands der Krieg der Geheimdienste,unter neuen Polarisierungen, kontinuierlich weiter geführt wurde.Er wurde nie beendet.Die jeweiligen militärisch-politischen Lager bauten die Geheimdienste in Ost und West auf.Im Osten Deutschlands stand dabei die Sowjetunion Pate,im Westen war die USA federführend.
Während zum Ende des Zweiten Weltkrieges noch Illusionen bei der Naziführung bestanden und zerstoben, mit deutschen Wehrmachtsverbänden,gemeinsam mit den Westallierten siegreich Richtung Moskau zu marschieren,hatte sich ein kleiner(wichtiger) Teil dieses Wunschgedankens doch noch über das Ende des Krieges gerettet:
Der faschistische Geheimdienst(Fremde Heere Ost etc.),der u.a. massgeblich an den Kriegsvorbereitungen und Überfällen Deutschlands auf andere Völker mitwirkte,wurde für die USA unter anderen Vorzeichen,aber mit gleicher Zielvorgabe tätig.Dafür wurden Kriegsverbrecher gedeckt,ausserhalb Deutschlands verbracht und einer ohnehin halbherzig vorgehenden Gerichtsbarkeit entzogen.
Die Traditionen dieses Geheimdienstes bis 1945 fanden ohne Einschnitte ihre Fortsetzung.
Es gab im Kampf der Geheimdienste keine Stunde Null.
seaman




Danke Seaman. Vielleicht koennen wir mal Wahrheit, Luegen, Fakten und Contradiction unter einen, wenn auch grosseren Hut bringen, wenn mit dem Thema umgegangen wird objektiv. Wenn....! denn es steht 'vieles' geschrieben, was nicht entspricht der Wahrheit. Ich habe das Gefuehl, wie endlich zum Nam Krieg, dass langsam aber sicher, die Wahrheit auch hier an die Oberflaeche kommen muss, die tief begraben liegt. Es wird Zeit.
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Ja, wenn, dann bin ich auch mit von der Partie !!! Aber wenn es das Wört´chen "wenn" nicht in der deutschen Sprache gebe. Alle bisherigen Diskussionen verdeutlichen, dass dieses ein lobenswertes, aber schweres Unterfangen wird.
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Vierkrug



Ein schwieriges Unterfangen, sogar vielleicht hoffnungslos. Ich sehe schon wieder wie uns Bildthemen-Uberschriften um das Haupt geschlagen oder Beitraege, die nichts als alte Propaganda darstellen und nicht das Papier Wert sind auf dem sie gedruckt sind.
Aber Du weisst ja, aufgeben ist nicht.
Wenn die Fakten hier zur Sprache kommen, die bereits hier in die BRD bestaetigt werden von korrekten Geschichtsschreibern zur Zeit, zur Uebernahme von Nazis durch den Westen, wird sich zeigen, ob diese Wahrheit angenommen wird oder wie alles andere in die Tonne geklopft wird.
Larissa


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#5

RE: 8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 02.05.2013 15:51
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Das Wissen der deutschen Geheimdienste war für alle Staaten interessant, nicht nur für die Vereinigten Staaten von Amerika, sondern vor allem auch für die Sowjetunion. Deren Truppen waren zuerst in Berlin und hatten sicher als erste Zugriff auf wichtige Informationsträger. Interessant wäre, ob es da auch "Arrangements" gegeben hat.
Theo


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#6

RE: 8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 02.05.2013 16:24
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Larissa im Beitrag #4
Zitat von Vierkrug im Beitrag #3
Zitat von Larissa im Beitrag #2
Zitat von seaman im Beitrag #1
Ausgehend von Fragen,die in einem anderen thread(Stiller) gestellt wurden,unternehme ich den zaghaften Versuch hier eine sachliche Frage/Antwort -Diskussion zum Thema Geheimdienste nach 1945 zu entfachen.Also bitte,hier nicht "rumtrollen" und persönliche Nicklichkeiten für sich behalten,man kann seine Zeit ansonsten auch sinnvoller verbringen.
Der 8.Mai ist dafür ein willkommenes Datum.
Ausgangspunkt des Themas sollten die Erkenntnisse sein,dass nach der Kapitulation Großdeutschlands der Krieg der Geheimdienste,unter neuen Polarisierungen, kontinuierlich weiter geführt wurde.Er wurde nie beendet.Die jeweiligen militärisch-politischen Lager bauten die Geheimdienste in Ost und West auf.Im Osten Deutschlands stand dabei die Sowjetunion Pate,im Westen war die USA federführend.
Während zum Ende des Zweiten Weltkrieges noch Illusionen bei der Naziführung bestanden und zerstoben, mit deutschen Wehrmachtsverbänden,gemeinsam mit den Westallierten siegreich Richtung Moskau zu marschieren,hatte sich ein kleiner(wichtiger) Teil dieses Wunschgedankens doch noch über das Ende des Krieges gerettet:
Der faschistische Geheimdienst(Fremde Heere Ost etc.),der u.a. massgeblich an den Kriegsvorbereitungen und Überfällen Deutschlands auf andere Völker mitwirkte,wurde für die USA unter anderen Vorzeichen,aber mit gleicher Zielvorgabe tätig.Dafür wurden Kriegsverbrecher gedeckt,ausserhalb Deutschlands verbracht und einer ohnehin halbherzig vorgehenden Gerichtsbarkeit entzogen.
Die Traditionen dieses Geheimdienstes bis 1945 fanden ohne Einschnitte ihre Fortsetzung.
Es gab im Kampf der Geheimdienste keine Stunde Null.
seaman




Danke Seaman. Vielleicht koennen wir mal Wahrheit, Luegen, Fakten und Contradiction unter einen, wenn auch grosseren Hut bringen, wenn mit dem Thema umgegangen wird objektiv. Wenn....! denn es steht 'vieles' geschrieben, was nicht entspricht der Wahrheit. Ich habe das Gefuehl, wie endlich zum Nam Krieg, dass langsam aber sicher, die Wahrheit auch hier an die Oberflaeche kommen muss, die tief begraben liegt. Es wird Zeit.
Gruss, Larissa


Ja, wenn, dann bin ich auch mit von der Partie !!! Aber wenn es das Wört´chen "wenn" nicht in der deutschen Sprache gebe. Alle bisherigen Diskussionen verdeutlichen, dass dieses ein lobenswertes, aber schweres Unterfangen wird.
Mit solidarischem Gruß
Vierkrug



Ein schwieriges Unterfangen, sogar vielleicht hoffnungslos. Ich sehe schon wieder wie uns Bildthemen-Uberschriften um das Haupt geschlagen oder Beitraege, die nichts als alte Propaganda darstellen und nicht das Papier Wert sind auf dem sie gedruckt sind.
Aber Du weisst ja, aufgeben ist nicht.
Wenn die Fakten hier zur Sprache kommen, die bereits hier in die BRD bestaetigt werden von korrekten Geschichtsschreibern zur Zeit, zur Uebernahme von Nazis durch den Westen, wird sich zeigen, ob diese Wahrheit angenommen wird oder wie alles andere in die Tonne geklopft wird.
Larissa




Also versuchen wir es erneut und gehen es gemeinsam an. Ich hoffe nicht, dass Konfuzius wieder mal mit der bitteren Erfahrung recht behält. Wenn man Toleranz von uns erwartet, so können wir zumindest auch von den "Andersdenkenden" auf diesem Weg ein wenig Entgegenkommen erwarten. Mehr auch nicht.

Vierkrug


zuletzt bearbeitet 02.05.2013 16:26 | nach oben springen

#7

RE: 8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 02.05.2013 17:50
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #1
<... cut ... >Während zum Ende des Zweiten Weltkrieges noch Illusionen bei der Naziführung bestanden und zerstoben, mit deutschen Wehrmachtsverbänden,gemeinsam mit den Westallierten siegreich Richtung Moskau zu marschieren,hatte sich ein kleiner(wichtiger) Teil dieses Wunschgedankens doch noch über das Ende des Krieges gerettet:
Der faschistische Geheimdienst(Fremde Heere Ost etc.),der u.a. massgeblich an den Kriegsvorbereitungen und Überfällen Deutschlands auf andere Völker mitwirkte,wurde für die USA unter anderen Vorzeichen,aber mit gleicher Zielvorgabe tätig.<... cut ...>
Zum rot markierten Teil: War das so? Vor allem bzgl. der "gleichen Zielvorgabe".
Mir fehlt hierzu leider das Hintergrundwissen.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
zuletzt bearbeitet 02.05.2013 17:52 | nach oben springen

#8

RE: 8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 02.05.2013 18:28
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #7
Zitat von seaman im Beitrag #1
<... cut ... >Während zum Ende des Zweiten Weltkrieges noch Illusionen bei der Naziführung bestanden und zerstoben, mit deutschen Wehrmachtsverbänden,gemeinsam mit den Westallierten siegreich Richtung Moskau zu marschieren,hatte sich ein kleiner(wichtiger) Teil dieses Wunschgedankens doch noch über das Ende des Krieges gerettet:
Der faschistische Geheimdienst(Fremde Heere Ost etc.),der u.a. massgeblich an den Kriegsvorbereitungen und Überfällen Deutschlands auf andere Völker mitwirkte,wurde für die USA unter anderen Vorzeichen,aber mit gleicher Zielvorgabe tätig.<... cut ...>
Zum rot markierten Teil: War das so? Vor allem bzgl. der "gleichen Zielvorgabe".
Mir fehlt hierzu leider das Hintergrundwissen.

cheers matloh



Wahrscheinlich gibt es in diesem Forum nur wenig Insider. Es ist aber offensichtlich, dass die Geheimdienste der Westalliierten nicht enttarnte Spione "übernommen" hat. Das ist einfacher, als neue Spione für das Feindgebiet anzuwerben. Wie aufwändig das ist, siehe hier (DDR Spionage in der Schweiz)
http://www.servat.unibe.ch/dfr/bge/c4101177.html
Theo


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#9

RE: 8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 02.05.2013 18:41
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #8
Wahrscheinlich gibt es in diesem Forum nur wenig Insider. Es ist aber offensichtlich, dass die Geheimdienste der Westalliierten nicht enttarnte Spione "übernommen" hat. Das ist einfacher, als neue Spione für das Feindgebiet anzuwerben. Wie aufwändig das ist, siehe hier (DDR Spionage in der Schweiz)
http://www.servat.unibe.ch/dfr/bge/c4101177.html
Theo
Dass nicht enttarnte Spione übernommen wurden, kann ich mir ja noch gut vorstellen. Aber dass Deutschland bzw. die USA mit Hilfe dieser Spione "siegreich Richtung Moskau marschieren" wollten, ist mir neu.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#10

RE: 8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 02.05.2013 18:47
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #9

Theo: Dass nicht enttarnte Spione übernommen wurden, kann ich mir ja noch gut vorstellen. Aber dass Deutschland bzw. die USA mit Hilfe dieser Spione "siegreich Richtung Moskau marschieren" wollten, ist mir neu.

cheers matloh

Obschon ich das nicht ausschliessen will, geht es bei der Spionage vor allem um Aufklärung, um militärische (welche Einheiten mit welchen Waffen sind wo) und um zivile (Entwicklung der Industrie, was wird wo und wiviel produziert). Diese Ziele haben sich wohl überhaupt nicht verändert.
Theo
edit: HTML Code (für Zitat "matloh") falsch; korrigiert.


zuletzt bearbeitet 02.05.2013 23:48 | nach oben springen

#11

RE: 8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 02.05.2013 19:13
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #10
Zitat von matloh im Beitrag #9

Theo
Dass nicht enttarnte Spione übernommen wurden, kann ich mir ja noch gut vorstellen. Aber dass Deutschland bzw. die USA mit Hilfe dieser Spione "siegreich Richtung Moskau marschieren" wollten, ist mir neu.

cheers matloh

Obschon ich das nicht ausschliessen will, geht es bei der Spionage vor allem um Aufklärung, um militärische (welche Einheiten mit welchen Waffen sind wo) und um zivile (Entwicklung der Industrie, was wird wo und wiviel produziert). Diese Ziele haben sich wohl überhaupt nicht verändert.
Theo
[/quote]


Ja Theo, richtig. Aber, hier geht es nicht um Spionage oder Aufklaerungsarbeit im Wesentlichen, oder um einzelne Nazi 'Raketenbauer' sondern um eine weitaus bittere Wahrheit.
Bitte #1, den letzten Absatz von Seaman lesen.
Es gibt reichlich zu lesen, und das nicht erst seit gestern. Da wir doch so vehement die Vergehen im Reich des Boesen immer wieder aufgewaermt auf den Tisch bringen, waere es nicht an der Zeit in die andere Richtung zu schauen, vorzugsweise mit offenen Augen, und die tatsaechliche Vorgehensweise in der Stunde Null wenigstens teilweise zu akzeptieren? Gruss, Larissa

The Emperors New Clothes
Des Kaisers Neue Kleider
Die Wiedererschaffung des kriegsverbrecherischen Nazi-Geheimdienstes durch die USA
von Jared Israel
Übersetzung aus dem Englischen
Sechs Jahrzehnte geheim und immer noch auf dem Vormarsch
Anm. der Schreiberin:
Der Nazi-Kriegsverbrecher-Apparat wurde mit Sack und Pack von den USA übernommen und insgeheim weltweit umverteilt.
Jared Israels Bericht ist die Geschichte der Gründung der US Geheimdienste.
Er verdeutlicht sehr eindringlich, was nach 1945 ablief innerhalb der Uebernahme von Nazis in die Geheimdienste in aller Welt.
Jared Israel schreibt im Arutz Sheva, geb. 1944, ist ein US Autor der „Des Kaisers Neue Kleider“ (in Bezug auf die Umwandlung schrecklichster Taeter) erstellte. Er promovierte an der Harvard University, war an Studentenprotesten zugegen. Diese friedlichen Protesten wurden von hunderten von Polizisten zerschlagen. Er hat u.a. die Legitimierung vom Kosovo angeprangert, sieht diese als verursacht von der USA, Deutschland und dem Vatikan.
J. Israel hat Analysen zu den Anschlaegen von September 11/2001 erstellt und hat die offizielle Version der USA voellig in Frage gestellt.

Wo fangen wir an in diesem Thread: Ich habe ausgesucht interessantes zu Barbie und Gehlen: Namen, die jeder kennt in Deutschland, vielmehr kennen sollte.

J. Israel Quote: Artikel über die Ursprünge der Geheimdienste der USA und Deutschlands.
„Es ist schockierend. Das Establishment der US-Außenpolitik erschuf beide Geheimdienste durch die Wiedererrichtung der Nazi-Kriegsverbrecher-Maschinerie, die mit Sack und Pack übernommen wurde."
Wir wurden gefüttert mit Fragmenten von zutreffenden Informationen vermischt mit Lügen. Uns wurde eine trivialisierte Version der wirklichen Geschehnisse gelehrt. Das ist schlimmer, als überhaupt nicht informiert sein, denn, wenn ich sage, „die USA stöberte den Nazi-Kriegsverbrecher-Apparat dort, wo sich die Protagonisten versteckt hatten, auf und formte aus dieser Masse die US Geheimdienste, die mit verdeckten politischen Operationen im Ausland tätig wurden" …wenn ich also dies sage, so hören die Leute, „Sie arbeiteten mit ein paar Nazis zusammen."
Die Beziehung zwischen den US Nachrichtendiensten und den Nazis nach dem zweiten Weltkrieg ist mit Absicht gefälscht. Die Wahrheit ist viel schlimmer.
Beginnen wir mit der konstanten Äußerung, dass die US-Geheimdienste

„mit ein paar Nazis zusammenarbeitete"

Weshalb ist das falsch? Weil das Verb „zusammenarbeiten" die Ausgeglichenheit der Macht unterstellt. Ein Sklavenhalter arbeitet nicht mit den Sklaven zusammen. Ein Gefangenenwärter arbeitet nicht mit seinen Gefangenen zusammen. Und US Geheimdienstoffiziere arbeiten nicht mit Nazis zusammen, die den Krieg verloren hatten und wegen Massenmord gesucht wurden.
Die Nazis, die vom US Geheimdienst rekrutiert wurden, wurden wegen der abscheulichsten Verbrechen gesucht. Viele waren Mitglieder der SS, der Gestapo oder anderer Nazi-Körperschaften mit Führungsanspruch gewesen. Das Nürnberger Tribunal, dessen Urteile bindendes internationales Recht waren, definierte diese Körperschaften als Teile der schlimmsten, kriminellen Verschwörung der Geschichte. Die Tatsache, dass eine Person Mitglied einer dieser Körperschaften war, bedeutete, dass diese Person verhaftet werden musste.
Dieselben Leute, die durch die US Geheimdienste für ihre Rekrutierung ausgelesen worden waren, hatten sich an Kriegsverbrechen in ganz Europa beteiligt, vor allem im Osten. Die USA hatten sich in der „Moskauer Deklaration" verpflichtet, diese Nazis auszuliefern, damit sie in den Ländern vor Gericht gestellt werden konnte, in denen sie ihre Verbrechen begangen hatten.
Leute, die wegen Kriegsverbrechen verfolgt werden, sind nicht in der Lage mit denen zu verhandeln, die sie verfolgen sollten. Wenn die USA diese Kriminellen „anstellte" so waren es „Angestellte", für die die Alternative der Strick war. Wenn US Agenten diese Nazis so zuvorkommend behandelten – z.T. gegen ihre eigenen Präferenzen – so geschah dies, weil es von ihren Vorgesetzten befohlen wurde. quote Ende J. Israel

[Beginn Zitat Dabringhaus]
„Barbie stand auf so gutem Fuß mit meinen US-Vorgesetzten, dass er mich nicht nach Befehlen fragte, sondern mir nur sagte, was er tun werde. Tatsächlich wurde so viel von ihm gehalten (von meinen Vorgesetzten), dass ich eigentlich sein Chauffeur war."
--Der amerikanische College-Professor und frühere US Geheimdienst Offizier Erhard Dabringhaus, in seiner Zeugenaussage beim Prozess gegen Klaus Barbie, den Massenmörder, der die Gestapo im Nazi-besetzten Lyon befehligte. Dabringhaus war 1948 Barbies US Betreuer.
[Ende Zitat Dabringhaus]

quote wieder J. Israel:
1) Dass das US – Establishment bereits vor Ende des II. Weltkrieges damit begann, Tausende von schlimmsten Nazis auszusuchen und zu schützen und den Nazi-Apparat, der die Kriegsverbrechen begangen hatte, auf allen Ebenen wiederherzustellen. Das umfasste Leute wie Reinhard Gehlen, einen führenden Nazi, der mit der Planung der Ermordung von Millionen Menschen beschäftigt war, und es umschloss auch Tausende von Leuten wie Klaus Barbie, den erprobten Killer.
2) Dass dies trotz und gegen Widerstand (u.a. aus dem US Geheimdienst selbst) durchgeführt wurde.
3) Dass dies unter Verletzung des internationalen Rechts geschah.
4) Dass die raffinierten Planer, die die Wiedererrichtung und Absorption der Nazi-Mordmaschinerie in Auftrag gaben, wussten, dass dies die Nazifizierung des US Geheimdienstes und seiner verdeckten politischen Einsätze zur Folge haben würde.
5) Dass eine Abteilung des von den USA geschaffenen Nazi-Apparates später zum westdeutschen Geheimdienst (BND) wurde.
6) Dass die USA Nazi-Kriegsverbrecher in die ganze Welt sandten und damit Geheimdienste und Sicherheitskräfte in der arabischen Welt, in Lateinamerika und an anderen Orten nazifizierte.
Reinhard Gehlen war einer der wichtigsten Nazis, der von den USA übernommen wurde. Er half, als Chef der Geheimdiensttruppe der Nazi-Armee im besetzten Teil der Sowjetunion, bei der Planung der Abschlachtung von Millionen von Zivilisten und Kriegsgefangenen.
Die von den USA angeheuerten Nazis glaubten an das, was sie getan hatten:

"Was gibt es da zu bedauern?... sagte Klaus Barbie, der 'Schlächter von Lyon' nach zwei Jahrzehnten Exil einem Reporter. ‚Ich bin ein überzeugter Nazi … und wenn ich tausendmal wiedergeboren würde, würde ich tausend Mal, was ich war.’"

General Gehlen legte seine Weltanschauung, die ihn befähigte in aller Seelenruhe Massenmorde zu planen, nicht ab, als er das Hakenkreuz von seinem Waffenrock abtrennte und sich das US-Sternenbanner anheftete. Er und die Tausenden von Nazis, die den gleichen Glauben und den gleichen Willen, angebliche „Untermenschen" zu morden hatten, gaben ihr Gedankengut weiter: Den extremsten Rassismus und Antisemitismus; den Glauben, dass die angeblich überlegenen „Rassen" über die unterlegenen herrschen müssen; Geringschätzung für Normalbürger; Hass gegenüber sozialem Fortschritt; ein Kult extremer Brutalität.
Die Politik der Nazifizierung, die das US-Establishment seit dem Ende des 2. Weltkrieges verfolgte, bewirkte, dass die Nazis machtvolle Institutionen in vielen Ländern dominierten, obwohl Deutschland den Krieg verloren hatte. Das war wahrlich eine Weltkatastrophe.
Als erstes sorgten das US-Establishment dafür, dass die tödliche Plage des Nazismus intakt blieb und in der Folge zur dominierenden Macht der Geheimdienste der USA und Deutschlands wurde, um sich dann wie eine Krankheit in der ganzen Welt auszubreiten.
Und dann wurde die Wahrheit während 35 Jahren in Geheimdossiers begraben.
Dann, als die Wahrheit langsam ans Tageslicht kam, wurde eine Desinformations-Kampagne gestartet, um das Publikum mit einer ungenauen und trivialisierten Kritik der US Beziehungen mit den Nazis zu indoktrinieren. Und so wurde die Wahrnehmung dessen, was das US-Establishment wirklich getan hatte, blockiert.
Diese Desinformationskampagne begann 1983 als Reaktion auf eine unvorhergesehene Bombe, die das Schweigen über die US-Rekrutierungen von Nazi-Kriegsverbrechern brach. Die Bombe war das Interview der NBC TV News vom 5. Februar mit Erhard Dabringhaus. quote J. Israel Ende

Angefügte Bilder:
dabringhaus.jpg

seaman, eisenringtheo, utkieker, Pitti53 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.05.2013 19:14 | nach oben springen

#12

RE: 8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 03.05.2013 01:25
von seaman | 3.487 Beiträge

Es gibt tatsächlich sehr viel Literatur dazu und jeder hat die Möglichkeit sich im Internet Quellen amerikanischer Archive zu erschliessen.
Als Hinweis,Operation Rusty,Operation Bloodstone oder das Projekt Ohio z.b. geben hinreichend Aufklärung und Antworten für das Zeitfenster von 1945 bis zur Himmeroder Konferenz im Oktober 1950.

seaman


zuletzt bearbeitet 03.05.2013 01:25 | nach oben springen

#13

RE: 8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 03.05.2013 09:25
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #12
Es gibt tatsächlich sehr viel Literatur dazu und jeder hat die Möglichkeit sich im Internet Quellen amerikanischer Archive zu erschliessen.
Als Hinweis,Operation Rusty,Operation Bloodstone oder das Projekt Ohio z.b. geben hinreichend Aufklärung und Antworten für das Zeitfenster von 1945 bis zur Himmeroder Konferenz im Oktober 1950.

seaman



Der Grund für die enge Zusammenarbeit mit deutschen Kriegsverbrechern ist sicher der ausgeprägte Antikommunismus in der westlichen Bevölkerung. Der Tenor war klar: Die Russen haben Osteuropa einkassiert. Früher oder später erobern sie die ganze Welt. Wir müssen achtsam sein und uns schützen. Da heiligt der Zweck jedes Mittel.
Diese Angst war real und nicht nur eine Folge der Propaganda: Im Dienste "des Guten" musste man "das Böse" bekämpfen, um selber bestehen zu können. Mir scheint, dieses Denken ist noch heute verbreitet.
Theo


Küchenbulle 79 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: 8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 03.05.2013 09:48
von Gelöschtes Mitglied
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Wenn ich mir das hier so durchlese, bekomme ich den Eindruck, dass sich Beiträge und Diskussion in Richtung "Einbahnstraße" bewegen: Die skrupellosen Amis, die ohne zu zögern Nazi-Schwerstverbrecher quasi amnestierten, um an deren hochgeschätztes Wissen zu kommen.

Diese Fälle gab es, zweifelsfrei und durch viele Publikationen und durch die historische Aufarbeitung belegt.

Aber: Kann das nicht auch darin begründet sein, dass dies durch die (trotz aller Hysterie der Schlapphüte) vergleichsweise umfassende Öffnung der Archive des Westens entstanden ist? Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch in den USA noch Akten schlummern, die bis heute den "top-secret"-Stempel tragen. Aber gab es Vergleichbares auch vom Kreml?

Ich mag kaum glauben, dass gerade in der Stalin-Aera nicht alles versucht wurde, um an detailliertes Wissen über die (mittlerweile Ex-)"Waffenbrüder" zu kommen. Ob das zu einer neuen Identität und einem relativ sorgenfreien Leben der Informanten oder zu einem "Platz an der Wand" geführt hat, vermag ich nicht zu sagen. Ich vermute nur stark, dass der "Dreck am Stecken" bei allen ziemlich gleichmäßig verteilt war.


Küchenbulle 79 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#15

RE: 8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 03.05.2013 10:05
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #13


Der Grund für die enge Zusammenarbeit mit deutschen Kriegsverbrechern ist sicher der ausgeprägte Antikommunismus in der westlichen Bevölkerung. Der Tenor war klar: Die Russen haben Osteuropa einkassiert. Früher oder später erobern sie die ganze Welt. Wir müssen achtsam sein und uns schützen. Da heiligt der Zweck jedes Mittel.
Diese Angst war real und nicht nur eine Folge der Propaganda: Im Dienste "des Guten" musste man "das Böse" bekämpfen, um selber bestehen zu können. Mir scheint, dieses Denken ist noch heute verbreitet.
Theo



Ja,ausgeprägter Antikommunismus...
Um nur mal ein ganz klitze-kleines Beispiel aufzuzeigen, was man im "Dienste des Guten"unternahm um im Kampf gegen das "Böse" zu bestehen.
Wieviele Menschen durch unterstützten Terror in Polen und im Baltikum z.b. noch Jahre nach dem II.WK ums Leben kamen.Ja,dabei waren auch wieder deutsche Geheimdienstler verstrickt,ob bei der Unterstützung der Waldbrüder,die einen Krieg zwischen dem Westen und der SU erhofften, oder anderer aktiver Massnahmen in den Ländern der sowjetischen Einflusszone.incl. Ostdeutschland.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Helmut_Klose

http://de.wikipedia.org/wiki/Waldbr%C3%BCder

seaman


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#16

RE: 8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 03.05.2013 10:13
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #13

Diese Angst war real und nicht nur eine Folge der Propaganda: Im Dienste "des Guten" musste man "das Böse" bekämpfen, um selber bestehen zu können. Mir scheint, dieses Denken ist noch heute verbreitet.
Theo



Ja. Sehe ich auch so. Und zwar auf beiden Seiten


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#17

RE: 8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 03.05.2013 10:23
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #14
Wenn ich mir das hier so durchlese, bekomme ich den Eindruck, dass sich Beiträge und Diskussion in Richtung "Einbahnstraße" bewegen: Die skrupellosen Amis, die ohne zu zögern Nazi-Schwerstverbrecher quasi amnestierten, um an deren hochgeschätztes Wissen zu kommen.

Diese Fälle gab es, zweifelsfrei und durch viele Publikationen und durch die historische Aufarbeitung belegt.

Aber: Kann das nicht auch darin begründet sein, dass dies durch die (trotz aller Hysterie der Schlapphüte) vergleichsweise umfassende Öffnung der Archive des Westens entstanden ist?



Diese "Fälle" sind durch die teilweise Öffnung amerikanischer Archive lediglich nachträglich bestätigt.bzw.präzisiert worden.
Man hatte schon ziemlich früh über die Verquickungen und Namen der Beteiligten gewusst.
Wir sollten nicht vergessen,das bis in die 50er Jahre 75-80 % der Beamten der Bundesrepublik schon mal ihren Amtseid auf Hitler geleistet hatten.
Irgendwann gab es dazu auch mal das Braunbuch.....

seaman


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#18

RE: 8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 03.05.2013 10:32
von Gelöschtes Mitglied
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@ Seaman

Das habe ich doch gar nicht in Zweifel gezogen.

Ich mag nur nicht daran glauben, dass die "Schuld" so absolut und ausnahmslos bei den Wessis (und deren "Freunden", mit Absicht in Anführungszeichen gesetzt) lag.

Es dürfte doch einigermaßen unstrittig sein, dass es im Westen eine andere Informationskultur, eine andere Pressefreiheit als in der DDR gegeben hat. Und dass diese Freiheit der Berichterstattung auch deutliche Hinweise auf den braunen Sumpf und andere Missstände ergeben hat, erscheint mir nur folgerichtig.

Kurz: Ich mag einfach nicht daran glauben, dass sich ab dem 08.05.45 sämtliche Nazis, vom Bonzen bis zum Mitläufer, bis zum einfachen Parteimitglied in Richtung "Trizonesien" aufgemacht haben.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#19

RE: 8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 03.05.2013 10:35
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #15
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #13


Der Grund für die enge Zusammenarbeit mit deutschen Kriegsverbrechern ist sicher der ausgeprägte Antikommunismus in der westlichen Bevölkerung. Der Tenor war klar: Die Russen haben Osteuropa einkassiert. Früher oder später erobern sie die ganze Welt. Wir müssen achtsam sein und uns schützen. Da heiligt der Zweck jedes Mittel.
Diese Angst war real und nicht nur eine Folge der Propaganda: Im Dienste "des Guten" musste man "das Böse" bekämpfen, um selber bestehen zu können. Mir scheint, dieses Denken ist noch heute verbreitet.
Theo



Ja,ausgeprägter Antikommunismus...
Um nur mal ein ganz klitze-kleines Beispiel aufzuzeigen, was man im "Dienste des Guten"unternahm um im Kampf gegen das "Böse" zu bestehen.
Wieviele Menschen durch unterstützten Terror in Polen und im Baltikum z.b. noch Jahre nach dem II.WK ums Leben kamen.Ja,dabei waren auch wieder deutsche Geheimdienstler verstrickt,ob bei der Unterstützung der Waldbrüder,die einen Krieg zwischen dem Westen und der SU erhofften, oder anderer aktiver Massnahmen in den Ländern der sowjetischen Einflusszone.incl. Ostdeutschland.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Helmut_Klose

http://de.wikipedia.org/wiki/Waldbr%C3%BCder

seaman




@seaman offenbar im Gegensatz zu dir sehe ich den Kampf der Waldbrüder als Partisanen, als einen Befreiungskampf der baltischen Staaten gegen den Terrorapparat des KGB und der Stalinschen Regierung. Die baltischen Staaten wurden rechtswidrig von der SU annektiert.
Sie, diese Partisaneinheiten, geniessen heute sicher hohes Ansehen in den baltischen Staaten für ihren Beitrag zur Souveränität dieser Länder.
Der Terror, den sie verbreiteten ist Teil eines legitimen Befreiungskampfes. Die DDR hat doch auch solche Befreiungsbewegungen unterstützt, ich habe noch in Erinnerung Frelimo in Mocambique, warne die nicht auch legitim aus Sicht der DDR ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Dostojewski 1866
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#20

RE: 8.Mai 1945-Stunde Null?

in Spionage Spione DDR und BRD 03.05.2013 10:39
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Nach meiner Überzeugung wurden von beiden Seiten ehemalige Waffenträger des "Dritten Reiches", ob nun in Zivil oder Uniform, übernommen. Auf die Erfahrungen und das Fachwissen jener konnte und wollte keine der Seiten verzichten. Das erst einmal als Grundsätzliches. Wo ich mir aber sicher bin, daß die angelegten Maßstäbe, wer "umgedreht" wird und wer als Kriegsverbrecher verurteilt wird, doch recht unterschiedlich waren. Die Wesensverwandtschaft zwischen einem NS-Verantwortlichen und westlichen Politikern, insbes. der Amis und Konservativen Westeuropas war doch ungleich größer, da beide den gleichen gesellschaftlichen Systemen (dem Kapitalistischen) gedient haben als zu den kommunistisch geprägten der UdSSR. Ein den dann den Amis, den Briten oder Franzosen Dienender brauchte sich weniger umzustellen bzw. zu verstellen, also den Hals zu wenden, wie einer, der dann im Dienste der SU arbeitete. Da mußte i.d.R. schon vorher ideologisch ein gewisser Abstand zu seiner Tätigkeit während der NS-Zeit entstanden sein.



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