#141

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 23.04.2013 21:29
von rotrang (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #129
Zitat von Lebensläufer im Beitrag #128
Dieser mein Text von vor paar Tagen ging irgendwie bissel unter. Ich hoffe doch, das die Barbara auch ernsthaft texten kann, der Rainer kanns nämlich auch...meine allerliebste Landsfrau West. Der R. liebt zwar den Humor, auch die Ironie mit leichtem Sarkasmus vermischt, das sollte aber nun nicht die Regel hier werden.

Hier der Text:"Ich bins nochmal, ich schreibe halt so gerne, habt Nachsicht mit dem Rainer weil, er will immer alles ganz genau wissen.

Mal ne Frage an uns westdeutschen Landsleute. Wie wahr das eigendlich in den sagen wir 60/70/80er Jahren weil ich da nicht so informiert bin mit Kindergärtenplätzen bei Euch.? Gab es da welche so von den Kommunen oder Kirchen oder Privat? Oder war eben die Mutti Zuhause (half vielleicht mal auf dem Wochenmarkt aus) und der Papa malochte/arbeitete, war sozusagen der Alleinverdiener? Oder ihr wart bei der Oma/Opa gut untergebracht so wie das auch im Osten üblich war, ja wie war das bei Euch so in der Kinderzeit?"

Lebensläufer


Lebensläufer, bist echt ein armes Schwein. Erst im Tal der Ahnungslosen und dann nach über 20 Jahren noch keine Freundin mit West-Vergangenheit.

LG von der grenzgaengerin




warum armes Schwein? Hast Du mehr Lebenserfahrung Grenzgängerin? rotrang


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#142

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 23.04.2013 21:38
von DoreHolm | 7.692 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #134
Zitat von silberfuchs60 im Beitrag #133
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #132
Ich hab mir sagen lassen die West-Ladys stehen auf Naturburschen, würd ich mir noch mal überlegen mit der Wascherei


meinste männlich herb ?


So bissel Moschus


John Wayne soll mal gesagt haben, daß man einen Mann am Geruch erkennen muß.



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#143

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 23.04.2013 21:38
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von rotrang im Beitrag #141
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #129
Zitat von Lebensläufer im Beitrag #128
Dieser mein Text von vor paar Tagen ging irgendwie bissel unter. Ich hoffe doch, das die Barbara auch ernsthaft texten kann, der Rainer kanns nämlich auch...meine allerliebste Landsfrau West. Der R. liebt zwar den Humor, auch die Ironie mit leichtem Sarkasmus vermischt, das sollte aber nun nicht die Regel hier werden.

Hier der Text:"Ich bins nochmal, ich schreibe halt so gerne, habt Nachsicht mit dem Rainer weil, er will immer alles ganz genau wissen.

Mal ne Frage an uns westdeutschen Landsleute. Wie wahr das eigendlich in den sagen wir 60/70/80er Jahren weil ich da nicht so informiert bin mit Kindergärtenplätzen bei Euch.? Gab es da welche so von den Kommunen oder Kirchen oder Privat? Oder war eben die Mutti Zuhause (half vielleicht mal auf dem Wochenmarkt aus) und der Papa malochte/arbeitete, war sozusagen der Alleinverdiener? Oder ihr wart bei der Oma/Opa gut untergebracht so wie das auch im Osten üblich war, ja wie war das bei Euch so in der Kinderzeit?"

Lebensläufer


Lebensläufer, bist echt ein armes Schwein. Erst im Tal der Ahnungslosen und dann nach über 20 Jahren noch keine Freundin mit West-Vergangenheit.

LG von der grenzgaengerin




warum armes Schwein? Hast Du mehr Lebenserfahrung Grenzgängerin? rotrang


Auf jeden Fall habe ich Erfahrung hier im Forum. Und da schweige ich lieber über meine Kenntnissen und Lebenserfahrungen und amüsier mich über die Beiträge.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 23.04.2013 22:12 | nach oben springen

#144

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 23.04.2013 21:39
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #132

Ich hab mir sagen lassen die West-Ladys fahren voll auf Naturburschen ab, würd ich mir noch mal überlegen mit der Wascherei
..................
So eine richtige West-Lady ist natürlich eine unfortgepflanzte Karrierefrau, da stellt sich das Abparkproblem nicht



2 x falsch geraten, Grenzwolf.........Vorurteile, nichts weiter.
Das wirkliche Leben ist viel bunter.
Hast Du noch mehr solche interressante Thesen ?


Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
Svenni1980 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.04.2013 21:40 | nach oben springen

#145

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 23.04.2013 21:45
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #142
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #134
Zitat von silberfuchs60 im Beitrag #133
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #132
Ich hab mir sagen lassen die West-Ladys stehen auf Naturburschen, würd ich mir noch mal überlegen mit der Wascherei


meinste männlich herb ?


So bissel Moschus


John Wayne soll mal gesagt haben, daß man einen Mann am Geruch erkennen muß.


Ein Mann muss riechen wie ein Tiger


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#146

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 23.04.2013 21:51
von Moskwitschka (gelöscht)
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Was hat Männergeruch mit stinkenden Windeln zu tun? Oder beginnt die Kinderfreundlichkeit mit der Partnerwahl, bei der man sich riechen muss, bevor es zum Zeugungsakt kommt?

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 23.04.2013 21:51 | nach oben springen

#147

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 23.04.2013 22:23
von Fritze (gelöscht)
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Geruch hat Jottseidank nix mit Geschmack zu tun .


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#148

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 24.04.2013 00:43
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Lebensläufer im Beitrag #128

Mal ne Frage an uns westdeutschen Landsleute. Wie wahr das eigendlich in den sagen wir 60/70/80er Jahren weil ich da nicht so informiert bin mit Kindergärtenplätzen bei Euch.? Gab es da welche so von den Kommunen oder Kirchen oder Privat? Oder war eben die Mutti Zuhause (half vielleicht mal auf dem Wochenmarkt aus) und der Papa malochte/arbeitete, war sozusagen der Alleinverdiener? Oder ihr wart bei der Oma/Opa gut untergebracht so wie das auch im Osten üblich war, ja wie war das bei Euch so in der Kinderzeit?"

Lebensläufer


Mein Sohn ist Jahrgang 78, fällt also gerade noch in den von Dir angesprochenen Zeitraum. Wir wohnten damals am Nordrand der Eifel, in einer Stadt mit rund 50.000 Einwohnern, von denen ungefähr die Hälfte im Hauptort und die andere Hälfte in einem der vielen, räumlich getrennten Vororte wohnten. Auch wir wohnten in einem dieser Vororte, rund 5 km vom Hauptort entfernt.

Dieser Ortsteil mit ca. 4.000 Einwohnern hatte sich seinen dörflichen Charakter erhalten. Einen kommunalen Kindergarten gab es nicht, allerdings einen konfessionell ausgerichteten. Natürlich römisch-katholisch, wie es sich im gut katholischen Rheinland gehört. Wir gehörten dieser Glaubensrichtung nicht an, aber das war kein Problem: Unser Sohn wurde ohne große Umstände aufgenommen. Wir hätten ihn auch in der Stadt bei einem anderen Kindergarten anmelden können, aber neben dem logistischen Transportproblem gab es einen zweiten Grund, das nicht zu tun: Die Nachbarskinder, die er damals schon kannte, gingen auch in diesen Kindergarten und wir wolltem ihm dieses Umfeld erhalten.

Nachdenklich, ob das denn die richtige Entscheidung war, wurde ich ganz kurze Zeit später: Nach einem der ersten Tage kam er ganz aufgeregt wieder und berichtete, dass die Kindergärtnerin und alle anderen Kinder mit der rechten Hand eine Art Kreis vor Kopf und Oberkörper gemacht und dazu "Gottzigerheizi" gesagt hätten. Nach einer kurzen Ratlosigkeit kamen wir darauf, dass sich die Kinder wohl bekreuzigt und dazu "Gott, Sohn und Heiliger Geist" gesagt haben: Als Nicht-Katholik kannte er das mit seinen drei Jahren natürlich nicht.

Einverstanden waren wir damit nicht wirklich, aber wir haben ihn dennoch dort belassen: Die mit einem Wechsel verbundenen Nachteile erschienen uns doch größer als die einer nach katholischen Vorgaben geprägten Kindergartenzeit. Geschadet hat es ihm jedenfalls nicht, er ist weder zum frömmelnden Sektierer noch zum militanten Christen geworden: Heute hat er ein kritisch-distanziertes Verhältnis zu Kirchen.

Fazit: Kein Problem, einen Kindergartenplatz zu erhalten, wenn man bereit war, bestimmte Rahmenbedingungen zu akzeptieren. Was damals zumindest in dieser Gegend völlig unbekannt war, das waren Ganztageskindergärten: Dieser und alle anderen öffneten gegen 07:30 h und die Kinder mussten spätestens um 14:00 h abgeholt werden, weil der Kindergarten danach geschlossen wurde. Eine in Vollzeit berufstätige und vielleicht sogar alleinerziehende Mutter war in dem damaligen, ländlich-sittlich geprägtem System einfach nicht vorgesehen.

Da war die DDR eindeutig weiter.


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#149

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 24.04.2013 01:00
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #146
Was hat Männergeruch mit stinkenden Windeln zu tun? Oder beginnt die Kinderfreundlichkeit mit der Partnerwahl, bei der man sich riechen muss, bevor es zum Zeugungsakt kommt? LG von der grenzgaengerin


nicht's , nehme ich an ! 2.:kann ich mir nicht vorstellen ! 3.: ist glaube ich auch schon wissenschaftlich erwiesen !!!



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#150

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 24.04.2013 06:54
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Sagt mal Frauen und Männer, das ufert aber jetzt aus hier mit den vielen Gerüchen, den harten Ostkerlen mit den leicht gelben Unterhosen und den sanften aber im richtigen Moment fest zupackenden Westfrauen. Wenn Dandelion nicht so einen guten Text über die Kindergartenzeit seines Sohnes gebracht hätte, dann wären wir jetzt dabei, hier ne Forums-Partnerbörse zu gründen.

Meine große Tochter Dandelion ist zwei Jahre älter wie dein Sohn, ging auch ca. 6.30 Uhr (ab 6.00Uhr offen) früh in den Kindergarten drei Straßen weiter und es stimmt, der hatte auch mal bis 18.00Uhr auf(oder sogar in der Regel, so genau weiß...ne, ich werd nachher mal meine Frau fragen?).Ich finde aber, wenn da heute immer so von politischer Beeinflussung der kleinen Racker geschrieben wird, also ich weiß nicht so Recht zumal Kinder verschiedene Dinge auserhalb der Freundes -und Spielewelt sowieso schneller vergessen, sie gar nicht so hervorgehoben wahrnehmen.

So jetzt weiter mit der Kinderfreundlichkeit.

Lebensläufer

PS. Gerade kam meine Schöne...natürlich noch ungeschminkt ähnlich euch Westfrauen Grenzgaengerin und meinte...bis 18.00Uhr war Regelöffnungszeit. Soll übrigens heute auch noch so sein, in Leipzig.

Einen guten Tag den sanften Mädels und den harten Kerlen ins Forum


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#151

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 24.04.2013 09:17
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von frank im Beitrag #149
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #146
Was hat Männergeruch mit stinkenden Windeln zu tun? Oder beginnt die Kinderfreundlichkeit mit der Partnerwahl, bei der man sich riechen muss, bevor es zum Zeugungsakt kommt? LG von der grenzgaengerin


nicht's , nehme ich an ! 2.:kann ich mir nicht vorstellen ! 3.: ist glaube ich auch schon wissenschaftlich erwiesen !!!

OT

Hallo Frank,

dass schon in der DDR die staatlichen Organe auf "höchstem wissenschaftlichen Niveau" gearbeitet haben, beweisen doch die unzähligen akriisch gesammelten Körpergeruchsproben.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 24.04.2013 10:58 | nach oben springen

#152

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 24.04.2013 09:33
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Lebensläufer im Beitrag #150


So jetzt weiter mit der Kinderfreundlichkeit.

Lebensläufer

PS. Gerade kam meine Schöne...natürlich noch ungeschminkt ähnlich euch Westfrauen Grenzgaengerin und meinte...bis 18.00Uhr war Regelöffnungszeit. Soll übrigens heute auch noch so sein, in Leipzig.

Einen guten Tag den sanften Mädels und den harten Kerlen ins Forum


Hallo Lebensjäufer,

dass Kindergärten noch heute von 6.00 - 18.00 Uhr geöffet haben, mag im Einzelfall so stimmen, ist aber nicht die Regel. Die Welt der Träger von Kindereinrichtungen ist heute in Ost und West so bunt, dass man die Qual der Wahl hat oder eben auch nicht.

Mich würde mal interessieren wie das mit der Kostenbeteiligung war in Ost und West?

LG von der grenzgaengerin

Und Lebensläufer, ich weiß nicht wie ich es werten soll, wenn Du von Westfrauen schreibst? Als Schubladen denken oder Mangel an Interesse von geschriebenen Beiträgen? Aber egal, mir ist Ost, West, Nord, Süd sowieso egal


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#153

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 24.04.2013 09:46
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Lebensläufer im Beitrag #150
.Ich finde aber, wenn da heute immer so von politischer Beeinflussung der kleinen Racker geschrieben wird, also ich weiß nicht so Recht zumal Kinder verschiedene Dinge auserhalb der Freundes -und Spielewelt sowieso schneller vergessen, sie gar nicht so hervorgehoben wahrnehmen.



Grundsätzlich habe ich ja nichts gegen eine Kindererziehung, die sich an den sittlich-moralischen Grundwerten des Christentums orientiert und nicht die formalen Inhalte der Liturgie zum Schwerpunkt hat. Damit meine ich primär die 10 Gebote (na ja, jedenfalls die meisten davon) und nicht Auswüchse oder gar Exzesse wie den Zölibat, die angebliche Unfehlbarkeit des Papstes oder gar die Missbrauchsskandale.

Aber bevor das jetzt hier in Richtung Kirche und Glauben abdriftet: Die von mir geschilderte zeitliche Limitierung der Kinderbetreuung betraf mein unmittelbares Umfeld. In anderen Städten war man da offensichtlich weiter: Eine Jugendfreundin meiner Frau arbeitete als Kindergärtnerin in Berlin (West) und sie erzählte mir Anfang der 80er und zu meiner Verwunderung, dass sie in einer KiTa arbeiten würde, die auch bis in die späten Nachmittags- bzw. frühen Abendstunden (die genauen Zeiten weiß ich nicht mehr) geöffnet habe.

Es gab also vermutlich auch in diesem Bereich den berühmten "Flickenteppich" mit unterschiedlichen Modellen, vermutlich abhängig von Region und Träger.


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#154

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 24.04.2013 09:53
von ddr-bürger (gelöscht)
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@dandelion

danke für Deine Schilderung. Die Kindergärten aus DDR Zeit kenne ich und bin nie gerne dort hin. War eigentlich immer ein Einzelgänger und damit hat das Thema für mich so einen eigenen Geschmack.
Für mich ist das Thema zwiespältig, ich beteilige mich da ich den gesamten sozialen "Abrutsch" traurig finde. Nur der Vergleich BRD - DDR paßt hier nicht, obwohl hier Punkte pro DDR gesammelt werden könnten.
Für mich ist das wichtigste für Kinderfreundlichkeit einer gesellschaft die Chancengleichheit. Solange durch finanziell und psych. "verbogene" Familien das nicht möglich ist, solange herrscht keine Chancengleichheit.
Gestern kam vom MDR eine Reportage über die "Generation Wende", dort wurde auch der Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit, Existenzängste im Rahmen der psych. und phys. Gesundheit erwähnt. Gerade Familien die von solchen Einschnitten betroffen sind haben es schwer.
Das ist doch das Maß für "Kinderfreundlichkeit", die Chancengleichheit in der Entwicklung und nicht reduziert auf den Kindertagesstättenplatz....


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#155

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 24.04.2013 09:57
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #152

Mich würde mal interessieren wie das mit der Kostenbeteiligung war in Ost und West?



Die genauen Beträge kann ich nicht mehr nennen, ist ja mehr als 30 Jahre her. Ich weiß nur noch, dass die Beiträge nach dem "Tragfähigkeitsprinzip" ermittelt wurden: Gut verdienende Eltern zahlten höhere Beiträge als finanziell schwache Familien. Das ging so weit, dass die Beiträge bis auf Null oder einen Minimalbetrag von 5 DM pro Monat reduziert werden konnten.

Es wurde stark auf die Ehrlichkeit der Eltern gesetzt: Angaben zum Familieneinkommen wurden zwar abgefragt, mussten aber nicht nachgewiesen werden. Ich vermute schon, dass sich da das eine oder andere Elternpaar oder auch der/die Alleinerziehende etwas "ärmer" gerechnet hat, als sie tatsächlich waren.

Die Beiträge waren nicht sehr hoch, die dafür gebotenen Zusatzleistungen allerdings auch nicht: Ihr zweites Frühstück mussten sich die Kinder selber mitbringen und ein gemeinsames Mittagessen gab es sowieso nicht. Ob den Kindern, die keine Butterbrot-Box mitbrachten, von Seiten des Kindergartens ein zweites Frühstück angeboten wurde, kann ich nicht mehr sagen.


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#156

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 24.04.2013 10:07
von Gelöschtes Mitglied
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Unsere Tochter und auch unser Sohn waren in der DDR sowohl Krippen - wie auch Kindergartenkinder.
Die Kinderkrippe, wie auch der Kindergarten befanden sich zufälligerweise auf der gegenüberliegenden Straßenseite von der Wohnung. Das verhieß kurze Wege bei der Abgabe und Abholung.
Die Regelöffnungszeiten waren von 06.00 Uhr - 18.00 Uhr. Bei der Kinderkrippe gab es die Ausnahme, bereits um 05.30 Uhr das Kind abzugeben und es spätestens 20.00 Uhr wieder abzuholen. Das kam mir in der Zeit, wo sich meine Frau zum Direktstudium an der Bergakademie in Freiberg befand, als betreuender Vater oftmals entgegen, denn dienstliche Aufgaben zwangen mich manchmal bis nach 18.00 Uhr meine Tätigkeit zu verrichten. Bei der Krippenleitung und den Erzieherinnen gab es sehr viel Verständnis gegenüber dieser Situation. Und ich bedankte mich dann auch für dieses Entgegenkommen oftmals mit einem Blumenstrauß und einer Schachtel Pralinen.
Beim Kindergarten sah es dann etwas anders aus. Hier war 19.00 Uhr die letztmögliche Abholzeit. Aber da half oftmals die Hausgemeinschaft aus der Klemme. Ich hatte im Kindergarten zwei Abholvollmachten hinterlegt, so dass die Erzieher, die abholberechtigten Personen kannten.

Wimre, waren sowohl der Krippen -, wie auch der Kindergartenplatz für die Eltern kostenfrei. Bei der Kinderkrippe zahlte man für die Vollverpflegung (Frühstück, Mittagessen und Vesper) 1,40 Mark pro Aufenthaltstag und im Kindergarten für die Mittagsmahlzeit einschließlich der Milch 0,80 Mark pro Anwesenheitstag. Diese Kosten wurden immer zum Monatsende in der Einrichtung bezahlt.

Vierkrug

PS: Habe oft genug die Baumwollwindeln in der WM 66 gekocht und gewaschen. Die Wohnung roch dann oftmals nach Kochwäsche. Auch diese Zeiten hat man erfolgreich gemeistert.


Jobnomade, bendix, Küchenbulle 79, furry, Lebensläufer und Diskus303 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.04.2013 10:10 | nach oben springen

#157

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 24.04.2013 11:36
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

danke für Deine Zeilen, Vierkrug, das deckt sich zu 100 % mit meinen Erinnerungen.
Meine "Kleinen" haben Anfang der 80er Jahre auch Kinderkrippe und -garten in der DDR besucht.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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#158

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 24.04.2013 11:40
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Ach Grenzwolf...

"Ein Mann muss riechen wie ein Tiger "....

wieder nicht ganz zutreffend.
Am besten, wir diskutieren das Thema mal bei einem Bierchen unter vier Augen beim Forentreffen aus.
Oder im Beisein unserer (eigenen) Frauen unter 8 Augen. Die wollen bestimmt auch mal was zum Lachen haben.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 24.04.2013 11:40 | nach oben springen

#159

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 24.04.2013 11:51
von bendix | 2.642 Beiträge

In meinem Betrieb gab es Betriebskindergarten und -Krippe wo die Kinder von 5.30Uhr-18.00 Uhr betreut wurden.Viele andere Groß - und auch Kleinbetriebe hatten solche Einrichtungen
In LPG`s gab es auch sogenannte Ernte-Kindergärten in denen bei Ernte die Kinder auch zur Nacht betreut wurden

Zitat
...die Einrichtung nur im Sommer genutzt worden, wenn die Eltern bei der Feldarbeit beschäftigt waren...


Quelle:http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/976213/

Gruß bendix


Das Zufriedene ist leise,das Unzufriedene ist laut.
Gefreiter der Grenztruppen -1980 GAR 40 Oranienburg/Falkensee-GR 34 Groß-Glienicke 1981-1982
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#160

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 24.04.2013 12:03
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Jobnomade im Beitrag #158
Ach Grenzwolf...

"Ein Mann muss riechen wie ein Tiger "....

wieder nicht ganz zutreffend.
Am besten, wir diskutieren das Thema mal bei einem Bierchen unter vier Augen beim Forentreffen aus.
Oder im Beisein unserer (eigenen) Frauen unter 8 Augen. Die wollen bestimmt auch mal was zum Lachen haben.

Gruss Hartmut

Jau Hartmut so machen wir das.
Ich komm auch geduscht und lege ein dezentes Herrenparafümchen auf.


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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