#101

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 12:41
von linamax | 2.020 Beiträge

Zitat von Freundschaft im Beitrag #100
naja pit, die brd hat es bis heute nicht geschaft (64 jahre) ein kinderfreundliches land zu sein!

gert, es ist deine aussage über den "verlorenen krieg" gewesen und welches motiv man dafür braucht wissen nur die verlierer!

na dann noch einen schönen tag

Hallo Freundschaft
Da liegst du mit deinen Aussagen völlig falsch . Ich sehe das ganz anders wir sind kein kinderfeindliches Land . Ich glaube du jammerst auf einen hohen Niveau . Und was ich noch gut heute finde mein Sohn und auch meine Enkelkinder mußten nie im Kindergarten oder in der Schule kommunistische Kampflieder singen .


Svenni1980 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#102

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 13:31
von Freundschaft | 81 Beiträge

hallo linamax!

"mußten nie im Kindergarten oder in der Schule kommunistische Kampflieder singen" , dass stimmt das müssen sie heute nicht mehr! Und das ist das hohe Niveau? Klasse , hast du dir die Debatten um die Kitas, um die Schulreform, die Lehrerausbildung bzw. Anerkennung und den Mangel an Lehrkräften angehört und mit erlebt? Schulessen, Geld für Lehrmittel, Kinderarmut, Jugendarbeitslosigkeit, Bildungsniveau usw. ! Schön wenn es Deine Kinder zu etwas gebracht haben, dazu gehört sehr viel Elternengagement!
Bitte jetzt nicht "jeder ist des Glückes eigener Schmied"! Erstens, können Kinder nichts für ihren sozial Status - das kann Chancen fördern bzw. verbauen. Zweitens, es gibt Eltern die können das mit der Erziehung leider nicht so gut wie du oder haben vor lauter Arbeit keine Zeit - und wieder ziehen die Kinder den kürzeren!
Also sollte der Staat darauf einwirken! Macht er aber nicht! Wieso? Alles ein "Kostenfaktor"!

Und hier so ein "entsetzliches Kommunistische Lied", wenn das mal Kinder heute singen würden! http://www.youtube.com/watch?v=YohW_wCbrPA Schreib mir mal was schlecht ist an diesem Lied?! Dann machen wir ein neues Thema auf und bewerten mal die Lieder von heute und damals und was sie bewirken (pädagogisch) bei den Kindern!


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#103

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 13:43
von linamax | 2.020 Beiträge

Zitat von Freundschaft im Beitrag #102
hallo linamax!

"mußten nie im Kindergarten oder in der Schule kommunistische Kampflieder singen" , dass stimmt das müssen sie heute nicht mehr! Und das ist das hohe Niveau? Klasse , hast du dir die Debatten um die Kitas, um die Schulreform, die Lehrerausbildung bzw. Anerkennung und den Mangel an Lehrkräften angehört und mit erlebt? Schulessen, Geld für Lehrmittel, Kinderarmut, Jugendarbeitslosigkeit, Bildungsniveau usw. ! Schön wenn es Deine Kinder zu etwas gebracht haben, dazu gehört sehr viel Elternengagement!
Bitte jetzt nicht "jeder ist des Glückes eigener Schmied"! Erstens, können Kinder nichts für ihren sozial Status - das kann Chancen fördern bzw. verbauen. Zweitens, es gibt Eltern die können das mit der Erziehung leider nicht so gut wie du oder haben vor lauter Arbeit keine Zeit - und wieder ziehen die Kinder den kürzeren!
Also sollte der Staat darauf einwirken! Macht er aber nicht! Wieso? Alles ein "Kostenfaktor"!

Und hier so ein "entsetzliches Kommunistische Lied", wenn das mal Kinder heute singen würden! http://www.youtube.com/watch?v=YohW_wCbrPA Schreib mir mal was schlecht ist an diesem Lied?! Dann machen wir ein neues Thema auf und bewerten mal die Lieder von heute und damals und was sie bewirken (pädagogisch) bei den Kindern!

Hallo Freundschaft
Ich mußte so viele dieser Lieder singen und das und das hängt mir heute noch zum Halse raus . Vor allen dieser Zwang .
Gruß linamax


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#104

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 13:49
von Freundschaft | 81 Beiträge

Sexualstraftaten gab es auch in der DDR http://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Hagedorn ,ich bin kein "Fan" der Todesstrafe!

Aber was macht die Regierung der BRD heute?

http://www.bz-berlin.de/tatorte/gericht/...cle1661281.html

http://www.youtube.com/watch?v=YohW_wCbrPA


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#105

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 15:14
von Diskus303 | 485 Beiträge

Hallo
,

Zitat von linamax im Beitrag #101
Zitat von Freundschaft im Beitrag #100
naja pit, die brd hat es bis heute nicht geschaft (64 jahre) ein kinderfreundliches land zu sein!

....
na dann noch einen schönen tag


Hallo Freundschaft
Da liegst du mit deinen Aussagen völlig falsch . Ich sehe das ganz anders wir sind kein kinderfeindliches Land . Ich glaube du jammerst auf einen hohen Niveau . Und was ich noch gut heute finde mein Sohn und auch meine Enkelkinder mußten nie im Kindergarten oder in der Schule kommunistische Kampflieder singen .



Und wo ist da jetzt der Unterschied zwischen dem was @Freundschaft und Du @linamax geschrieben haben? (oder habe ich was "kleingedruckters" übersehen)?


Gruß Axel
zuletzt bearbeitet 22.04.2013 15:29 | nach oben springen

#106

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 19:33
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #88
Zitat von Zermatt im Beitrag #84
[quote=Rostocker|p248094]Ich sag es mal so,so lange es in diesen Staat Kinderarmut gibt.Solange kann man nicht gerade von Kinderfreundlichkeit reden.Und um noch mal auf die ehm.DDR zurückzukommen.Ich kann mich nicht dran erinnern,das ein Kind von zu Hause aus kein Pausenbrot mitbekommen hat.Aber heute gibt es ja Hilfsorganisationen wo Kinder wenigstens am Tag mal eine Warme Speisung bekommen. So nun können sich einige User wieder voll ins Zeug legen.


Es gibt ja auch keine Kinderarmut hier.Wo soll die sein ?[/quote]

irgendwie habe ich das gefühl du lebst sehr abgeschieden oder willst diese tatsache in unserer gesellschaft nicht unbedingt ins 'auge' fassen und oder verdrängen ??? begib dich doch einfach mal in urbane 'brennpunkte' und sehe die wahre realität in diesem land !!!


Ich lebe schon "Mittendrin" und nicht auf einer Insel...und auch nicht im Goldenen Käfig.Nur..wo fängt "Kinderarmut "an ? Ist es wenn ein Kind nur
gebrauchte Klamotten sich anzieht oder wenn ein Kind froh ist jeden Tag eine Hand voll Reis zu essen bekommt?Sicher gibts mal Engpässe aber ob das direkt Armut ist ? Damit sollte man ein wenig vorsichtigt sein.Es gab ja auch mal im Forum die These das es gibt Kinder die hier hungern..was ich für Unsinn halte.



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#107

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 19:49
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von frank im Beitrag #66
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #62
Zitat von frank im Beitrag #58



bei diesem märchen glaube ich auch letzteres rot mark !!!


Hallo frank,

mir ist es total egal, was du glaubst oder nicht, zumal Du mit dem Glauben wahrscheinlich sowieso nichts am Hut hast.

Ich bitte Dich nur um eins, wenn Du Dich schon mit meinen Beiträgen im Detail auseinander setzst, dann bleib bitte oberhalb der Gürtellinie. Meine ganz persönliche Geschichte als Märchen zu bezeichnen, steht Dir nicht zu. Das können nur die, die daran beteiligt waren.

In diesem Fall sitze ich am Hebel und nicht Du.

LG von der grenzgaengerin





geht mir mit rot mark auch so !!! wenn du hier deine ganz persönlichen sachen darstellst solltest du auch dann das 'kontra' ,sag ich mal vertragen !!
leider bin ich nicht deiner meinung und tue das auch kund ! wenn dir das ,oder meine smileys unter der gürtellinie geht ? pech!
am 'hebel' sitzt weder du noch ich !!!



Nein Frank, es macht keinen Sinn die persönlichen Erlebnisse eines Teilnehmers in Frage zu stellen.

Das ist etwas, was mir bei ganz vielen Themen schon aufgefallen ist: ein(e Teilnehmer/in erzählt etwas aus seinem/ihrem Leben, etwas ganz Persönliches, und ein anderer stellt das in Frage! Warum ist das so? Und welchen Sinn macht das? Ist der Infragesteller in seinen/ihren Schuhen gegangen? Hat er sein/ihr Leben geführt?
Warum erzählt er nicht statt dessen etwas aus seinem eigenen Leben, als eine weitere Facette? Warum nicht die Erfahrungen des anderen anerkennen und damit dessen/ihr Leben und seine/ihre Geschichte?
Wenn wir im Forum das persönliche Erleben eines Einzelnen in Frage stellen, ihm Lüge und Märchen-Erzählerei unterstellen, dann müssen wir das bei jedem tun und dann ist das ganze Forum eine Farce!
Ich glaube aber, das hier mit sehr viel Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit aus vielen verschiedenen Leben erzählt wird, und das ist der große Wert des Forums und ich bin sehr dankbar dafür.


Jobnomade und Unner Gräzer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#108

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 20:04
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Lebensläufer im Beitrag #9
Eckis Humor in allen Ironieehren, ich finde immer Kinderfreundlichkeit fängt da an, wo ich auch Zeit für meine Kinder habe, sie mir auch nehme. In der DDR zum Beispiel waren viele Arbeitsplätze mit kurzen Wegen siehe zwischen Wohnort/Arbeit verbunden. Die Mutti musste so 7.00Uhr auf Arbeit sein und war so gegen 16.30 Uhr wieder da. Eingekauft wurde größtenteils während der Arbeitszeit, das war normal in der DDR. Die Kinder kamen somit vor 7.00Uhr in den Kindergarten(auch durch die Oma/Opa) und Schulkinder gingen anfangs in den Hort siehe Nachmittags erfolgte ähnlich wie früh die Abholung durch Mutti/Vati/oma/Opa oder das Kind kam alleine.

Oder große VEB-Kombinate hatten eben Betriebskindergärten(gibts auch heute in Kliniken, Konzernen) Für den Westen kann ich hier leider nicht sprechen, könnte mal Einer,Eine von der Oldwestpostnummer erledigen.Wochenende Ostdeutsch war dann viel Zeit für die Kinderlein, da gings entweder in den Garten, oder per Spaziergang in die nähere Umgebung oder es wurde per Auto was unternommen oder die bucklige Verwandtschaft/Freunde besucht. Bäder, Kino, Spielplatz, Parkanlagen, die Sportplätze zum Beispiel waren für Alle da, nicht so eng mit dem Vereinsgelände wie heute gebunden.

Na ich Ende erstmal. Vielleicht kann eine Landsfrau West zum damaligen Westen beitragen. Und ein Landsmann...eine Mutti Ost den Vati Rainer ergänzen?

Lebensläufer




Um es mal an diesem Thema eindeutig und vor allem endgültig klar zu machen:

In der "uralten BRD" gab nur zwei Klassen, die Kapitalisten und die Habenichtse!

Ich wurde 1955 als eines von 5 Kindern in eine Habenichtse-Familie geboren.
Mein Vater verdiente gerade soviel, dass wir nicht verhungerten, meine Mutter musste schließlich dazu verdienen, dadurch hatten beide Eltern nie Zeit für uns.
Wir wuchsen ohne Liebe (häää?) und irgendwelche „Werte“ oder son Quatsch auf.
Wir Kinder waren ganz uns selbst überlassen, trugen nur abgelegte Fetzen auf dem Körper und bekamen Reisbrei zu essen. Vitamine? Häää?

Erziehung gab es nicht, das machten wir selbst - auf den Straßen, Banden-Bildung: Kapitalisten-Weichlinge gegen Habenichtse -Gangstas.
Bürgerkriegsähnliche Zustände im Vorschulalter veranlasste den verantwortungslosen Staat und die bigotten Kirchengemeinden zu einer Art Kasernierung in sog Kindergärten und Schulhorten und zwar aller Kinder.

Die vermittelte Bildung bestand lediglich darin, den späteren Kapitalisten-Kindern die richtige Art von Ausbeutung gegenüber den Underdogs zu vermitteln.
Aber wir, die Habenichtse, schlugen zurück: Mangels Spielzeug bastelten wir uns Knarren aus alten Plastikflaschen (es gab nichts anderes als Plastik!), lernten früh mit Unkraut-Ex umzugehen (dreimal dürft ihr raten, woher wir das hatten!).
Wir zerstachen die Reifen an den protzigen Rollern der kapitalisten-Kids.
Es entwickelte sich bereits im Kindergarten ein kriminelles Potenzial das in der (aufgezwungenen!) Schulzeit ungeahnte Ausmaße annahm: Pausenbrote? Ich wusste genau wo ich die herkam, dazu brauchte ich kein Zuhause!
Bildung? Hääää? Allerhöchsten Verbildung durch Prügel und Strafaktionen aller Art.
Aber das machte mich hart für den Lebenskampf in einer verrohten Gesellschaft in der ein Kind nichts wert war, und ein Habenichtse-Kind weniger als nichts.

Alles was ich lernte, lehrte mich die Straße, mein Viertel, mein Block.
Es herrschte Krieg in der "alten BRD" - flächendeckend!

Das hat mich zu dem gemacht, was ich bin: asozial, ungebildet und jederzeit bereit zuzuschlagen.

Diese meine Generation hat Deutschland zu dem gemacht, was es heute ist: ein chaotisches verrohtes Land ohne jede Moral, in dem Verelendung und Chaos herrschen und natürlich das Recht des Stärkeren.
Und die Stärkeren - das sind WIR - ich und meine Brüder!!!

Und: unsere Kinder sind genau so "erzogen"!

Wir hatten euch gewarnt!


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#109

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 20:14
von Freundschaft | 81 Beiträge

Das schlimme das ist alles belegbar was Du, Barbara geschrieben hast!
Danke, aber endlich mal jemand der die Wahrheit von sich oder jemanden den man kennt schreibt!


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#110

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 20:14
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #5
Ausreichende Kitaplätze? Dafür ist kein Geld da. Aber wir haben ja die Herdprämie, die wird das schon regeln


Da gibt es die volkswirtschatliche Frage auch: In welchen Berufen kann mehr an Steuern und Sozialbeiträgen erwirtschaftet werden ( besonders halbtags ) um die ca. 1600€/Monat Vollkosten für einen Krippenplatz abzüglich Elternbeitrag zu erarbeiten?

Von der privaten "Rentabilität" abgesehen wenn Vollkosten zu zahlen wären, Arbeitsweg, Zweitwagen usw..

Kein Fehler wäre es aber z.B.ein Arzt- und Ärtztinnehepaar so gut zu bezahlen daß diese auch für ihre 2 - 3 Kinder eine Haushaltsfachkraft finanzieren können. ( Oder Klinikkrippe ) Um Windeln zu wechseln am Spielplatz zu sitzen oder zu kochen, dafür sind der Allgemeinheit Medizinstudiengänge zu teuer.



zuletzt bearbeitet 22.04.2013 20:15 | nach oben springen

#111

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 20:24
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Freundschaft im Beitrag #109
Das schlimme das ist alles belegbar was Du, Barbara geschrieben hast!
Danke, aber endlich mal jemand der die Wahrheit von sich oder jemanden den man kennt schreibt!





Meinst du das jetzt ernst oder auch nur ironisch wie vermutlich Barbaras Post?


zuletzt bearbeitet 22.04.2013 20:28 | nach oben springen

#112

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 20:29
von Unner Gräzer | 399 Beiträge

Hallo Barbara, dafür, daß du so ungebildet bist kannst DU aber fehlerfrei schreiben ! Oder ist das auch so ein kapitalistischer Gangstertrick, den ihr armen, verrohten, mit Plastikflaschen im Schmutz der Straße (die waren bei uns in der DDR nämlich blitzsauber!) spielenden Westkinder gelernt habt ?



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#113

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 21:30
von DoreHolm | 7.697 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #110
Zitat von Dandelion im Beitrag #5
Ausreichende Kitaplätze? Dafür ist kein Geld da. Aber wir haben ja die Herdprämie, die wird das schon regeln


Da gibt es die volkswirtschatliche Frage auch: In welchen Berufen kann mehr an Steuern und Sozialbeiträgen erwirtschaftet werden ( besonders halbtags ) um die ca. 1600€/Monat Vollkosten für einen Krippenplatz abzüglich Elternbeitrag zu erarbeiten?

Von der privaten "Rentabilität" abgesehen wenn Vollkosten zu zahlen wären, Arbeitsweg, Zweitwagen usw..

Kein Fehler wäre es aber z.B.ein Arzt- und Ärtztinnehepaar so gut zu bezahlen daß diese auch für ihre 2 - 3 Kinder eine Haushaltsfachkraft finanzieren können. ( Oder Klinikkrippe ) Um Windeln zu wechseln am Spielplatz zu sitzen oder zu kochen, dafür sind der Allgemeinheit Medizinstudiengänge zu teuer.


Das erinnert mich an eine Passage aus Sarrazins Buch. Betrifft hier allgemein Akademiker, deren weibliche Angehörige und deren unterdurchschnittliche Kinderzahl. Da aber nicht garantiert ist, daß Ärztepaare diese Finanzen auch wirklich für den beabsichtigten Zweck einsetzen, muß die Zweckbindung eben gewährleistet sein. Dazu gäbe es Möglichkeiten. Ich denke da eher an Sarrazins Lösungsvorschlag, auch das Akademiker eine höhere Geburtenrate erreichen müßten. Den Artikel zur Bildung und zur demoskopischen Entwicklung sollte sich jeder noch mal unvoreingenommen und ganz pragmatisch durchlesen. In diesem Sinne halte ich das Kindergeld auch nur bedingt wirksam und zu sehr mit der Gießkanne verteilt. Ich würde es anders machen, egal ob da wieder jemand mit dem Grundgesetz und dem Gleichheitsanspruch kommt. 1.Kind gar nichts. Begründung: Wer überhaupt ein Kind will, macht das i.d.R. nicht vom Kindergeld abhängig. Dafür deutlich mehr für das 2. und 3.Kind. Viel wichtiger ist das, was jetzt in Ansätzen kommt, also insb. Frauen, die Kinder haben oder haben möchten, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen und in diesem Sinne müssen auch alle Arbeitgeber in die Pflicht genommen werden. Das mal nur so als kurzer Hinweis.



zuletzt bearbeitet 22.04.2013 21:31 | nach oben springen

#114

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 22:17
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #108
Zitat von Lebensläufer im Beitrag #9
Eckis Humor in allen Ironieehren, ich finde immer Kinderfreundlichkeit fängt da an, wo ich auch Zeit für meine Kinder habe, sie mir auch nehme. In der DDR zum Beispiel waren viele Arbeitsplätze mit kurzen Wegen siehe zwischen Wohnort/Arbeit verbunden. Die Mutti musste so 7.00Uhr auf Arbeit sein und war so gegen 16.30 Uhr wieder da. Eingekauft wurde größtenteils während der Arbeitszeit, das war normal in der DDR. Die Kinder kamen somit vor 7.00Uhr in den Kindergarten(auch durch die Oma/Opa) und Schulkinder gingen anfangs in den Hort siehe Nachmittags erfolgte ähnlich wie früh die Abholung durch Mutti/Vati/oma/Opa oder das Kind kam alleine.

Oder große VEB-Kombinate hatten eben Betriebskindergärten(gibts auch heute in Kliniken, Konzernen) Für den Westen kann ich hier leider nicht sprechen, könnte mal Einer,Eine von der Oldwestpostnummer erledigen.Wochenende Ostdeutsch war dann viel Zeit für die Kinderlein, da gings entweder in den Garten, oder per Spaziergang in die nähere Umgebung oder es wurde per Auto was unternommen oder die bucklige Verwandtschaft/Freunde besucht. Bäder, Kino, Spielplatz, Parkanlagen, die Sportplätze zum Beispiel waren für Alle da, nicht so eng mit dem Vereinsgelände wie heute gebunden.

Na ich Ende erstmal. Vielleicht kann eine Landsfrau West zum damaligen Westen beitragen. Und ein Landsmann...eine Mutti Ost den Vati Rainer ergänzen?

Lebensläufer




Um es mal an diesem Thema eindeutig und vor allem endgültig klar zu machen:

In der "uralten BRD" gab nur zwei Klassen, die Kapitalisten und die Habenichtse!

Ich wurde 1955 als eines von 5 Kindern in eine Habenichtse-Familie geboren.
Mein Vater verdiente gerade soviel, dass wir nicht verhungerten, meine Mutter musste schließlich dazu verdienen, dadurch hatten beide Eltern nie Zeit für uns.
Wir wuchsen ohne Liebe (häää?) und irgendwelche „Werte“ oder son Quatsch auf.
Wir Kinder waren ganz uns selbst überlassen, trugen nur abgelegte Fetzen auf dem Körper und bekamen Reisbrei zu essen. Vitamine? Häää?

Erziehung gab es nicht, das machten wir selbst - auf den Straßen, Banden-Bildung: Kapitalisten-Weichlinge gegen Habenichtse -Gangstas.
Bürgerkriegsähnliche Zustände im Vorschulalter veranlasste den verantwortungslosen Staat und die bigotten Kirchengemeinden zu einer Art Kasernierung in sog Kindergärten und Schulhorten und zwar aller Kinder.

Die vermittelte Bildung bestand lediglich darin, den späteren Kapitalisten-Kindern die richtige Art von Ausbeutung gegenüber den Underdogs zu vermitteln.
Aber wir, die Habenichtse, schlugen zurück: Mangels Spielzeug bastelten wir uns Knarren aus alten Plastikflaschen (es gab nichts anderes als Plastik!), lernten früh mit Unkraut-Ex umzugehen (dreimal dürft ihr raten, woher wir das hatten!).
Wir zerstachen die Reifen an den protzigen Rollern der kapitalisten-Kids.
Es entwickelte sich bereits im Kindergarten ein kriminelles Potenzial das in der (aufgezwungenen!) Schulzeit ungeahnte Ausmaße annahm: Pausenbrote? Ich wusste genau wo ich die herkam, dazu brauchte ich kein Zuhause!
Bildung? Hääää? Allerhöchsten Verbildung durch Prügel und Strafaktionen aller Art.
Aber das machte mich hart für den Lebenskampf in einer verrohten Gesellschaft in der ein Kind nichts wert war, und ein Habenichtse-Kind weniger als nichts.

Alles was ich lernte, lehrte mich die Straße, mein Viertel, mein Block.
Es herrschte Krieg in der "alten BRD" - flächendeckend!

Das hat mich zu dem gemacht, was ich bin: asozial, ungebildet und jederzeit bereit zuzuschlagen.

Diese meine Generation hat Deutschland zu dem gemacht, was es heute ist: ein chaotisches verrohtes Land ohne jede Moral, in dem Verelendung und Chaos herrschen und natürlich das Recht des Stärkeren.
Und die Stärkeren - das sind WIR - ich und meine Brüder!!!

Und: unsere Kinder sind genau so "erzogen"!

Wir hatten euch gewarnt!





Das war endlich mal ein klares Wort, liebe Barbara......
Und es deckt sich zu 100 % mit dem, was mir manche meiner Lehrer damals über das Land der bösen Bonner Ultras vermittelt haben.
Aber... wir wollten es ja nicht glauben.
Und nun sind wir hier beieinander. Die verrohten Habenichtse West und die aus dem Osten (die das Arbeiter- und Bauernparadies nicht zu schätzen wussten). Und jammern uns gegenseitig die Ohren voll.
Ach - eine schreckliche Welt.

Na, trotzdem, Herzliche Grüsse von...
Naja, Du weisst schon:
"das stört doch keinen grossen Geist"


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#115

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 22:22
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Jobnomade im Beitrag #114


Das war endlich mal ein klares Wort, liebe Barbara......
Und es deckt sich zu 100 % mit dem, was mir manche meiner Lehrer damals über das Land der bösen Bonner Ultras vermittelt haben.
Aber... wir wollten es ja nicht glauben.
Und nun sind wir hier beieinander. Die verrohten Habenichtse West und die aus dem Osten (die das Arbeiter- und Bauernparadies nicht zu schätzen wussten). Und jammern uns gegenseitig die Ohren voll.
Ach - eine schreckliche Welt.

Na, trotzdem, Herzliche Grüsse von...
Naja, Du weisst schon:
"das stört doch keinen grossen Geist"




Ich hab das auch schon vor dem Outing von Barbara gewusst, hab früher immer "Alltag im Westen" geschaut


zuletzt bearbeitet 22.04.2013 22:23 | nach oben springen

#116

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 22:33
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Der Karl-Ede konnte das auch immer so schön darstellen, Grenzwolf.....
Eigentlich ist zu dem Thema schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
(frei nach Karl Valentin)

Na denn - ich werf dann mal wieder meinen Propeller an.

Grüsse nach Sachsen
vom Jobnomaden


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#117

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 22.04.2013 22:45
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Jobnomade im Beitrag #116
Der Karl-Ede konnte das auch immer so schön darstellen, Grenzwolf.....
Eigentlich ist zu dem Thema schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
(frei nach Karl Valentin)

Na denn - ich werf dann mal wieder meinen Propeller an.

Grüsse nach Sachsen
vom Jobnomaden


Der Ede beackerte ein anderes Feld, den triesten Alltag im Westen entlarfte sein Kollege https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Herlt


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#118

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 23.04.2013 07:16
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Na sag mal Barbara, was war das denn in 108? Der Vati Rainer aus der DDR und damalige Vollverdiener neben seiner Frau Vollverdienerin wollte doch nur wissen, wie das bei Euch so ablief in der frühen Bundesrepublik? Und da kommst du ausgerechnet mit dem traurigen Alltagsbild, was uns in der DDR eurer Landsmann der Karl-Eduard von Schnitzler immer erzählte im schwarzen Kanal.

Aber mal Humor beiseite und weil ich schon vom Sarrazin hier in einem Text las eine kleine Geschichte passend zum Thema.Ich hatte sie irgendwo schonmal sinngemäß getextet, ich versuchs hier nochmal.

Vor ein zwei Jahren fuhren mein Schwiegersohn mit Frau zu seiner Mutter in den Westen(Sie wohnt mit Kinder da in Niedersachsen und arbeitet dort), die Tochter seiner kleinen Schwester hatte Schulanfang. Kaum zurück am Sonntag Abend zog er ein Gesicht...ich so...was war denn los mensch, nu mal raus mit der Sprache.

Er so: " Also Vater du machst dir keinen Begriff was dort los ist mit dem Mischimaschi(ich nenn das immer so, das mit unseren Migranten, Mimigranten, Emigranten ach egal oder Asylanten oder Gastarbeiter oder....). Von sage und schreibe 27 Kindern in der Kleinen ihrer Klasse waren gerade mal zwei deutscher Abstammung, der Rest Iraner, Irakis, Jugoslawen, Sudanesen, Marrokaner, Vietnamesen, Russlanddeutsche...fast alle Nationen vertreten so ein Wahnsinn Vater sowas."

Und dabei ist mein Schwiegersohn kein Nazi gottbehüte, der Junge ist sowas von anständig und gut erzogen, toleriert fast Alles.

Ich so..."nu Junge nu lach doch mal wieder, du bist doch jetzt wieder im Osten, im schönen Sachsen, hier gibts sowas nicht, hier ist die sächsische Kinder-Welt noch in Ordnung." Na jedenfalls worauf wollte ich denn überhaupt raus mit meiner Geschichte?

Ich habs, also wir so die Ur-Deutschen können doch angesichts der ganzen Einwanderung garnicht mehr so richtig mitreden, was das Thema Kinderfreundlichkeit betrifft weil doch diese ganzen anderen Nationen(siehe die hier einwandern) doch ne ganz andere Auslegung des Begriffes Kinderfreundlichkeit praktizieren.
Was wissen wir denn, ob da Klein Mohammed der Hauspascha ist und Klein Hatifa das Aschenputtel oder wie oder was und ob die Kinder sich nun in ihrer Rolle wohlfühlen oder nicht?

Köstlich was, ich finde das so schön. Na gleich noch hinterher nicht das ich hier noch in die rechte Ecke gestellt werde. Das schrieb ich auch schon öfters sinngemäß. Ich bin weder Rechts noch Links noch Sonstwas, ich bin der Rainer.. Ehemann, Vater zweier erwachsener Töchter, Opa zweier Enkel, Ursachse.

Lebensläufer


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#119

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 23.04.2013 08:30
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

"Ich bin weder Rechts noch Links noch Sonstwas, ich bin der Rainer.. Ehemann, Vater zweier erwachsener Töchter, Opa zweier Enkel, Ursachse"

Siehste, Lebensläufer, und mir geht's fast genau so (naja, Ehemann nun nicht mehr.Und Ursachse eigentlich auch nicht. Görlitz ist eigentlich nicht Sachsen).
Nur.... ich bin bisschen in der Welt herumgekommen und hab mir angesehen, wie die anderen Kulturen so mit ihren Kindern umgehen. Und fand das überhaupt nicht schlimm, auch nicht das, was in der "alten BRD" so ablief. Das Thema Einwanderung und fremde Kulturen ist hier eben schon ein bisschen älter - und ob die Leute locker damit umgehen können oder nicht, hängt von ihrer Bildung und dem sozialen Umfeld ab.
Und deswegen hat das Barbara in ihrem Beitrag 108 so herrlich überzeichnet - ich hab beim Lesen dieser Zeilen herzlich gelacht. Und noch eins draufgesetzt.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 23.04.2013 08:32 | nach oben springen

#120

RE: Kinderfreundlichkeit BRD vs. DDR

in DDR Zeiten 23.04.2013 08:55
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Hallo Lebensläufer,

da bin ich wirklich privilegiert. Ich muss nur vor die Haustür treten, da bin ich mitten drin im Schmelztiegel der Kulturen. Ebenso meine Kinder. Es hat uns nicht geschadet.

Bedenken bekomme ich nur, wenn ich im Prenzlberg den "schwäbischen" Müttern begegne. Damit ihr versteht, was ich meine hier ein link:

Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter: Von Edel-Eltern und ihren Bestimmerkindern

http://www.amazon.de/Lassen-mich-durch-M...n/dp/3404602994

http://www.taz.de/!79576/

Aber Berlin hat schon schlimmere erlebt und überlebt.

LG von der grenzgaengerin


Lebensläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.04.2013 08:56 | nach oben springen


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