#21

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.04.2013 13:14
von Wartburgfahrer | 39 Beiträge

Und noch eine Überlegung: Wenn ich am Ende alleine mit Waffe zurück ins Regiment gefahren bin, hätte mich stundenlang, unter Umständen bis zum nächsten Morgen NIEMAND vermisst. Wer fragt schon nach, wo der Kommandeursfahrer ist. Der ist beim Kommandeur bzw. mit ihm unterwegs - wo sonst. Niemand außer dem Kompaniechef als Kompaniediensthabenden hätte überhaupt einen Anlass gehabt, nach mir zu fragen. Und wenn, hätte jeder gesagt: "der ist halt noch unterwegs". Ich hätte ja stundenlang mit Waffe unbemerkt abgängig sein können, solange nicht mein verlassenes Fahrzeug gefunden worden wäre. Auch habe ich gelegentlich spontan in einer anderen Kompanie übernachtet - ohne dass sich da jemals jemand rückversichert hätte.


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#22

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.04.2013 13:23
von Wartburgfahrer | 39 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #20

Die Situation im GKM ist mit den anderen Grenzkommandos übrigens nicht vergleichbar. Die Wartburg- und Trabantfahrer des Kfz.-Zuges der Stabskompanie waren bei und (GR-3, 80er Jahre) mit Doppelbewaffnung ausgestattet. Bei Fahrten mit der Limousine trugen sie Pistole, wenn Bewaffnung befohlen war. MPi oder Doppelbewaffnung gab es nur, wenn sie mit Geländewagen unterwegs waren. Und die hatten entsprechende Halterungen für die Waffe. Normalerweise sollte da auch außerhalb des Grenzgebietes gegolten haben, dass die Waffe zu entladen und auf Sicherheit zu prüfen ist, aber hatte ein Kommandeur oder ein Stabschef die Zeit, sich um so etwas zu kümmern?

Ciao Rainman


Das habe ich auch schon so gehört, galt aber wohl Ende der 80er Jahre nicht mehr ? Mein K war ausdrücklich der Meinung, wenn ER Waffe kurz trug, dann müsse ich in jedem Falle Waffe lang tragen. Ich wollte auch lieber mit Pistole fahren als mit der Mumpelspritze, die im Pkw ohne Halterung etwas umständlich war. Da ging aber absolut kein Weg rein.


zuletzt bearbeitet 19.04.2013 13:26 | nach oben springen

#23

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.04.2013 20:16
von schulzi | 1.757 Beiträge

pit das fritze sie im hüftanschlag hatte glaube ich sogar, nachts wurde im grenzdienst mitunter viel schlamm gemacht aber schiessen hätte er bestimmt nicht so können


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#24

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.04.2013 13:12
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Bei Kompaniesicherung sind wir als Postenpaar oft zu Fuß durchs Dorf zum Grenzabschnitt.
Dienstbeginn war bei Abmarsch am Objekt und da war natürlich das Magazin in der Waffe.
War ganz normal.
Beim Einkaufen im Konsum sind wir unterladen rein, was eigentlich so nicht gestattet war, glaube ich jedenfalls, ich meine beides das Einkaufen und das Magazin drin.
Aber die alten Frauen im Konsum hat das nicht gestört, wie in den schönen DDR-Spots zu sehen waren wir ja beliebte Friedenswächter und die können auch mal Durscht auf ein Bier bekommen beim Frieden bewachen, ist ja menschlich und wir waren doch keine Unmenschen


Wartburgfahrer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.04.2013 13:26 | nach oben springen

#25

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.04.2013 15:57
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #24
... Beim Einkaufen im Konsum sind wir unterladen rein, was eigentlich so nicht gestattet war, glaube ich jedenfalls, ich meine beides das Einkaufen und das Magazin drin.
Aber die alten Frauen im Konsum hat das nicht gestört, wie in den schönen DDR-Spots zu sehen waren wir ja beliebte Friedenswächter und die können auch mal Durscht auf ein Bier bekommen beim Frieden bewachen, ist ja menschlich und wir waren doch keine Unmenschen

Autsch'n, Grenzwolf,

vor dem Betreten von Gebäuden und vor dem Aufsitzen auf Kfz. (außer im unmittelbaren Grenzdienst) waren die Waffen definitiv zu entladen und auf Sicherheit zu überprüfen. Wärt ihr mir damals im Konsum so in die Arme gelaufen, hättet ihr einiges abgekriegt. Mindestens: Einen Einlauf, eine Runderneuerung, Reviere bis Novosibirsk und eine extra lange API. Ausgang und Urlaub hätten auch für eine Weile ins Fremdwörterbuch gepasst. Natürlich waren die Dorfbewohner freundlich. Zu Typen mit geladenen Waffen ist man immer freundlich ... Wir, als Kompanieführung, bekamen dann die Beschwerden ("Also, Eure Jungs sind ja ganz nett. Aber müsst Ihr die immer mit der Waffe einkaufen schicken?").

Aber was soll es. Wenn ich vom Dienst kam und noch in die Kneipe eingeladen wurde, hatte ich auch die Pistole dabei. Hätte ich erst zur Kompanie zurücklaufen und sie abgeben sollen, um alle Vorschriften zu erfüllen? Jaja, war ein heikles Thema.

ciao Raiman


Edit: PS: Ich habe mir gerade vorgestellt, wie Ihr vorschriftsmäßig vor dem Konsum Entladen und Sicherheit hergestellt hättet. Mitten im Dorf das metallische Klacken der Verschlussteile ... und dann vielleicht noch ein "ungewollter". Ich glaub, das war schon besser, die Magazine in der Waffe zu lassen ...


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


Winch, Wartburgfahrer und Charly2 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.04.2013 15:59 | nach oben springen

#26

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.04.2013 17:51
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Rainman2 im Beitrag #25
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #24
... Beim Einkaufen im Konsum sind wir unterladen rein, was eigentlich so nicht gestattet war, glaube ich jedenfalls, ich meine beides das Einkaufen und das Magazin drin.
Aber die alten Frauen im Konsum hat das nicht gestört, wie in den schönen DDR-Spots zu sehen waren wir ja beliebte Friedenswächter und die können auch mal Durscht auf ein Bier bekommen beim Frieden bewachen, ist ja menschlich und wir waren doch keine Unmenschen

Autsch'n, Grenzwolf,

vor dem Betreten von Gebäuden und vor dem Aufsitzen auf Kfz. (außer im unmittelbaren Grenzdienst) waren die Waffen definitiv zu entladen und auf Sicherheit zu überprüfen. Wärt ihr mir damals im Konsum so in die Arme gelaufen, hättet ihr einiges abgekriegt. Mindestens: Einen Einlauf, eine Runderneuerung, Reviere bis Novosibirsk und eine extra lange API. Ausgang und Urlaub hätten auch für eine Weile ins Fremdwörterbuch gepasst. Natürlich waren die Dorfbewohner freundlich. Zu Typen mit geladenen Waffen ist man immer freundlich ... Wir, als Kompanieführung, bekamen dann die Beschwerden ("Also, Eure Jungs sind ja ganz nett. Aber müsst Ihr die immer mit der Waffe einkaufen schicken?").

Aber was soll es. Wenn ich vom Dienst kam und noch in die Kneipe eingeladen wurde, hatte ich auch die Pistole dabei. Hätte ich erst zur Kompanie zurücklaufen und sie abgeben sollen, um alle Vorschriften zu erfüllen? Jaja, war ein heikles Thema.

ciao Raiman


Edit: PS: Ich habe mir gerade vorgestellt, wie Ihr vorschriftsmäßig vor dem Konsum Entladen und Sicherheit hergestellt hättet. Mitten im Dorf das metallische Klacken der Verschlussteile ... und dann vielleicht noch ein "ungewollter". Ich glaub, das war schon besser, die Magazine in der Waffe zu lassen ...


Ja, wir waren jung, übermütig und wohl auch charakterlich nicht so richtig endgefestigt


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#27

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.04.2013 18:22
von PF75 | 3.292 Beiträge

In der Ausbildung in Potsdam ist einer von der Wache beim Ausführen eines Arestanten auch mal mit Magazin in der Waffe in der MHO aufgelaufen,gab mächtigen Ärger hinterher.


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#28

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.04.2013 20:45
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Zitat von Wartburgfahrer im Beitrag #1
Gab es eigentlich eine Dienstvorschrift, die das Führen der MPi im unterladenen Zustand durch Soldaten außerhalb des Grenzabschnitts UND ohne Begleitung durch einen Uffz. oder Offizier geregelt hat ? Ich war als Grundwehrdienst leistender Kraftfahrer öfters ganz alleine unterwegs mit Waffe und 60 Schuss und das im normalen Straßenverkehr zum und vom Einsatz, bei VVS-Transporten, im Bäckerladen usw.

Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass das so gewollt war.


Hallo,
nicht alle Antworten gelesen.
Eine Person mit 60 Schuß Mpi Munition außerhalb des GA kenne ich nicht.
Warum auch sollte das so gewesen sein ?

Oss`n

MfS ???


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#29

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.04.2013 19:04
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Oss`n im Beitrag #28
Zitat von Wartburgfahrer im Beitrag #1
Gab es eigentlich eine Dienstvorschrift, die das Führen der MPi im unterladenen Zustand durch Soldaten außerhalb des Grenzabschnitts UND ohne Begleitung durch einen Uffz. oder Offizier geregelt hat ? Ich war als Grundwehrdienst leistender Kraftfahrer öfters ganz alleine unterwegs mit Waffe und 60 Schuss und das im normalen Straßenverkehr zum und vom Einsatz, bei VVS-Transporten, im Bäckerladen usw.

Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass das so gewollt war.


Hallo,
nicht alle Antworten gelesen.
Eine Person mit 60 Schuß Mpi Munition außerhalb des GA kenne ich nicht.
Warum auch sollte das so gewesen sein ?

Oss`n

MfS ???




@Wartburgfahrer...

stimmt,die Fahrer der Kommandeure waren schon mit Waffe unterwegs,ob diese immer unterladen war wird wohl vom "Chef"abhaengig gewesen sein.
Kam bei uns der Besuch,bekam der Fahrer gegebenenfalss Essen(zu weilen abhaengig von der Tageszeit) so hatte er vor dem Hauseingang das Magazin aus der Waffe zu entfernen,Sicherheit herzustellen und die Waffe im Wachraum im Waffenstaender abzugeben.
Wenn der noch einen extra Einkauf zu erledigen hatte,z.B.Konsum,dann war das schon bloed....wohin mit dem "Ding",also immer am Mann!

Fahrer die "Restmuni und Anderes transportierten waren mit unterladener Waffe unterwegs,durften aber auch das Fahrzeug bis Regiment nicht mehr verlassen.

Auf "Waldgaengen"(auch Allein)waren 60 Patronen am Mann und die Waffe unterladen,mit der "Bitte" doch innerhalb 4 Stunden"wieder anwesend zu sein,was einmal nicht gelang,da das Motorrad voellig abgesoffen war.
(Bissle Aufregung war schon)....
Der OvD in ESA war immer informiert,wie Ernst das dort Jeder genommen hat,kann ich nicht beurteilen,manchmal kams Uns so vor,der am anderen Ende kennt uns garnicht.


Von einem ehemaligen Grenzer aus Berlin weiss ich,Der ist mit unterladener Waffe aus dem GA raus(Motorrad),hat "Etwas besorgt,meinte in einem vertrauenswuerdigen KOnsum und an eine nahen anderen Stelle wieder rein,kann ich nicht beurteilen.

@ Ossn,

da wir zwar im Grenzgebiet waren,aber in keinem Grenzabschnitt linienmaessig....ja es gab Tage da wurde mit Waffe im Bett geschlafen und die "Wachkeimchen" mussten zu zweit den Schlaf bewachen.

In der Uebergangszeit kam es vor,das normale Soldaten Dienstgrade ueber Nacht allein auf dem Berg zubrachten,mit Munition und mit Waffe.
Die Meldung an den OvD hatte dann allerdings 2 stuendig zu erfolgen.
Natuerlich war auch der Kessel am brennen zu halten,die Leuts wollten es am Morgen warm haben.

Gruss BO


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#30

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.04.2013 15:29
von sentry | 1.083 Beiträge

In Marienborn (87/88) fuhr die Ablösung der Eisenbahn-GüSt mit Fahrrad oder W50 grundsätzlich auch unterwegs mit unterladener Waffe.
Eine Besonderheit war noch der Gehilfe des DHO dort. Der schob 12h-Schichten, so dass er einmal am Tag den Weg zum Bahnhof alleine antreten musste. Bei gutem Wetter musste er das Fahrrad nehmen, mit dem er, wie gesagt allein, so ca. 20 mins unterwegs war - der Abgelöste dann natürlich retour auch. Auf dieser Tour wurde die AK unterladen auf dem Rücken getragen. Also ja, so was gab es, wenn auch sehr selten. In der SiK Marienborn waren für diesen Job pro Jahrgang aber auch nur vier oder fünf Soldatem bestätigt. Allerdings waren das auch immer frische Grenzer im 2. DHJ - ne Menge Vertrauensvorschuss also.
Das Tragen der Waffe in öffentlich zugänglichen Bereichen, außer notgedrungendem dem Bahnsteig, war dem GDHO/E dann allerdings streng verboten. Wenn man denn doch mal meinte, es ginge nicht anders, wurde die Waffe unter dem Regenumhang versteckt oder zumindest eingeklappt, mit dem Lauf nach unten mit dem Magazin mittig auf dem Rücken ins Koppel geklemmt, damit sie nicht gleich so auffiel.
Das konnte z.B. passieren, wenn man auf einer obligatorischen Streife (auch alleine) einem anderen Posten etwas Zusatzverpflegung aus der Reichsbahnkantine holen sollte (verboten!) oder mal schnell aus der Post nach Hause telefoniern wollte (VERBOTEN!!).


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#31

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.10.2014 04:58
von G. Michael (gelöscht)
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Zitat von Wartburgfahrer im Beitrag #1
Gab es eigentlich eine Dienstvorschrift, die das Führen der MPi im unterladenen Zustand durch Soldaten außerhalb des Grenzabschnitts UND ohne Begleitung durch einen Uffz. oder Offizier geregelt hat ? Ich war als Grundwehrdienst leistender Kraftfahrer öfters ganz alleine unterwegs mit Waffe und 60 Schuss und das im normalen Straßenverkehr zum und vom Einsatz, bei VVS-Transporten, im Bäckerladen usw.

Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass das so gewollt war.


Moin Wartburgfahrer, ich habe all Beiträge zu Deiner Frage gelesen, diese Frage halte ich für absolut berechtigt. Anfänglich wrde die Frage nicht verstanden. Ob es zu der Thematik eine DV gab???? 0 Ahnung. Aber meine Erfahrung zu diesem Thema aus dem Grenzausbildungsregiment 5
Glöwen. Der Kommandeursfahrer war in der Regel unbewaffnet, Wenn mit Waffe befohlen wurde, dann mit einer Makarow in Unteschnalltasche.
Regimentskommandeure und Stellvertreter waren ständige Waffenträger und konnten sich auch selbst wehren. Zum Transport von VS Unterlagen,
hier war jeder dafür verantwortlich, das diese nicht in falsche Hände geraten. Egal welcher Dienstgrad oder Dienststellung, er war für die sichere
Verwahrung verantwortlich. Kein MKF durfte, konnte verantwortlich gemacht werden. Für Transporte von VS.- Unterlagen gab es einen gesonderten
Kurierdienst innerhalb des GKN, immer zu zweit mit Langwaffe.Wo bitte hättest Du den hingesollt wenn der Chef gesagt hätte wir halten hier? Langwaffe
in einem Stadtzentrum. Ich hatte da einmal ganz starke bedenken, auf der Rückfahrt vom Schießplatz Berge nach Glöwen kam da der Verantwortliche
ein Politnik (OSL.) auf den Gedanken, wir machen einen Abstecher nach Magdeburg zum Einkauf.
Also mit anderen Worten, der B 1000 Bus wurde geparkt, Inalt 4 AK 47, ca. 800 Schuß Munition und 4 Kg.TNT mit entsprechendem Zubehör.
Klingt nach einer Räuberpistole ist aber war.
Die Vorgehensweise bei Dir war sicherlich nicht regelkonform.
G. M


zuletzt bearbeitet 31.10.2014 04:58 | nach oben springen

#32

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.10.2014 07:22
von Gelöschtes Mitglied
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Wenn ich unseren KC zu einer dienstlichen Veranstaltung nach Mühlhausen gefahren habe wurde immer Waffe(Kaschi) befohlen. Dadurch war ich gezwungen im bzw. unmittelbar am P 3 zu bleiben. Die Kiste konnte nicht verschlossen werden und ich konnte in keiner Kneipe was essen gehen. Da habe ich manchmal von 20 Uhr bis 02 Uhr warten müssen, weil er immer einer der Letzten war der sich satt getrunken hatte.

Der Hesselfuchs


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#33

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.10.2014 08:14
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Als Ersatzfahrer kam ich auch manchmal in den "Genuss" Mitglieder der Kompanieführung diversen Feierlichkeiten zuzuführen und auch die Abholung sicherzustellen, dabei war ich völlig unbewaffnet, abgesehen maximal auf der Heimfahrt mit einem diversen Alpenfeilchen.
Der Abmarsch der Posten zu Fuß fand bei uns immer ab Grenzkompanie statt, bist also mit unterladener Waffe durch das Dorf, öffentliche Gebäude wie der Dorfkonsum durften unterladen nicht betreten werden das Entladen der Waffen war außerhalb der GK aber auch verboten, manche Genossen sind trotzdem mit unterladener Flinte in den Konsum, da gab es aber mächtig Anschiss wenn das rauskam.
Lösten die Versorgung der darbenden Genossen mit erheiternden Getränken meist mit Klopfen an der Fensterscheibe im Hof, Konsum-Erna reichte dann das gewünschte auf dem kurzen Dienstweg heraus.


zuletzt bearbeitet 31.10.2014 09:50 | nach oben springen

#34

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.10.2014 12:57
von Gelöschtes Mitglied
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Wenn wir am Schlagbaum in Kella kontrolliert haben, sind wir bei starkem Regen auch mit der Kaschi in den Bus zur Ausweiskontrolle. Wenn wir die Insassen alle hätten aussteigen lassen, dann wären wir noch mehr gehasst worden. Viele haben ja gedacht, dass wir Freiwilige sind. Manchmal sind wir da richtig angemotzt worden. Ich konnte dass aber nachvollziehen, hätte ich wahrscheinlich auch so gemacht.

Ich kann aber nicht mehr genau sagen, wie die Vorschriften(Kontrolle im Bus oder alle aussteigen lassen?) in dem Fall waren.

Der Hesselfuchs


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#35

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.02.2015 16:07
von rasselbock | 452 Beiträge

Ich kann aber nicht mehr genau sagen, wie die Vorschriften(Kontrolle im Bus oder alle aussteigen lassen?) in dem Fall waren.

Die Buskontrolle wird mit MPi ohne Magazin (sicher am Mann) durchgeführt. Der andere Posten sichert die Kontrolle von Außen. Damit braucht kein Fahrgast aussteigen. So kenn ich es aus meiner Dienstzeit 1974 zb. am Schlagbaum Kella.
rasselbock



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#36

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.02.2015 18:18
von Commander | 1.055 Beiträge

Hallo Jungs,
bei Kontrollen an der Trift u.Brücke Spichra mußte niemand aussteigen.Aber ob der Kontrollierende mit o.ohne Magazin in den Bus ist,weiß ich nicht mehr.

Gruß C.



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#37

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.02.2015 18:36
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Also ich bin mir 100 % sicher, dass ich mit dem Magazin in der Waffe in den Bus bin. Wo ich mir nicht sicher bin, ob wir diesbezüglich mal eine Belehrung/Anweisung erhalten haben.

Der Hesselfuchs


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#38

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.02.2015 18:47
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

wo ich mir noch 100%ig sicher bin, ist, das bei Betreten eines Gebäudes die Waffe am Handgriff in der linken Hand wobei sich die Laufmündung in Höhe der linken Achsel zu befinden hatte. Waffe ohne Magazin.

Dies handhabten wir zB. wenn wir in einer fremden Kompanie zu Mittag Essen waren, unser Stabsgebäude betraten oder mal beim Bäcker anhielten um Kuchen zu holen bzw. im Dorfkonsum was organisierten. Immer ohne Magazin, die hatten in der Magazintasche zu verbleiben.
Entladen wurde die Waffe wenn entweder der Abschnitt letztmalig verlassen oder das Grenzgebiet verlassen wurde.

Auch im GAR-7 wurde so verfahren. Entspricht einer DV

gruß h.


Charly2 und rasselbock haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.02.2015 18:53
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Das ist klar, ins Gebäude (außer beim Häuserkampf) immer ohne Magazin und nach einer Sicherheitsüberprüfung. Obwohl es dazu keine Anweisung gab, haben wir fast alle nach verlassen des Schutzstreifens das Magazin aus der Waffe genommen.

Der Hesselfuchs


hundemuchtel 88 0,5, Charly2 und rasselbock haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#40

RE: Dienstvorschrift bzgl. Waffenführung von Soldaten im Grundwehrdienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.02.2015 19:34
von lichtetanne | 57 Beiträge

Sobald das Fahrzeug kam wo man vom Grenzdienst wieder zurück in die Grenzkompanie gefahren ist wurde das Magzin aus der Waffe entfernt und darauf geschaut das keine patrone mehr im Gewehlauf war , das Magazin wurde auch erst im Grenzgebiet eibelegt nach dem Absetzen vom Fahrzeug


lichtetanne war vom nov. 1979 bis april 1980 in eisenach zur grundausbildung in der 3. kompanie vom april 1980 bis april 1981 in der 2 grenzkompanie im 1.zug


rasselbock hat sich für diesen Beitrag bedankt
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