#121

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 18.04.2013 17:50
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #119





Rot markiert - Ich würde es eher als Kapitalismus der R(h)einkultur benennen !!! Profite maximieren und Schulden sozialisieren, dass wird doch schon praktiziert. Warum dann auch noch den zügellosen Kapitalismus im seinem Lauf hemmen ??? Die Kanarienvogelpartei zwitschert es doch schon unablässig, wie tibetanische Gebetstrommeln. Ich gönne ihr ein Wahlergebnis von 4,9 Prozent, dass sind dann noch keine 5 %, die den Wiedereinzug garantieren würden.

Vierkrug



Ich würde es noch drastischer ausdrücken, wenn ich die richtigen Worte finden könnte.

AfD, FDP, CDU/CSU und die INSM haben einen kleinen gemeinsamen Nenner: Die Aushebelung des Solidarprinzipes.

Hier nur einige Beispiele:

AfD: Raus aus dem Euro

CDU in Hessen und CSU in Bayern klagen gegen den Länderfinanzausgleich.

INSM würden lieber heute als morgen die Arbeitgeber von den Lohnnebenkosten befreien.

Die FDP setzt sich für die Abschaffung der Praxisgebühr ein. In meinen Augen Augenwischerei in Anbetracht der Probleme im Gesundheitswesen. Der gute FDP-Minister sieht z.B. kein Handlungsbedarf, wenn den Kliniken wegen Lieferschwierigkeiten der Pharmaindustrie die Medikamte ausgehen.

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/me...bleme-1.1553473

Ein Satz von Kanzlerin Merkel, der alles sagt: “Wir leben ja in einer Demokratie und das ist eine parlamentarische Demokratie und deshalb ist das Budgetrecht ein Kernrecht des Parlaments und insofern werden wir Wege finden, wie die parlamentarische Mitbestimmung so gestaltet wird, dass sie trotzdem auch marktkonform ist.”

http://www.nachdenkseiten.de/?p=10611

Und wenn Herr Gauck über die Freiheit spricht, dann schiebt er die Verantwortung des einzelnen gleich hinterher. Über die Verantwortung des Staates, oder die der Solidargemeinschaft ist kaum etwas zu hören. Das Ehrenamt wird es schon richten.

LG von der grenzgaengerin


Schmiernippel, Küchenbulle 79 und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.04.2013 17:53 | nach oben springen
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#122

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 18.04.2013 18:48
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Also hier interessiert nur AfD.
Raus aus dem Euro oder gleichstarke Wirtschaftsländer bleiben in der Eurozone. Das ist die einzige Möglichkeit, um auf Dauer ein Wirtschaftschaos, Bürgerkrieg und Hass auf Deutschland zu verhindern. Alle Eurorettungsmassnahmen sind teuer und ineffektiv , da das Problem ungleiche Wirtschaftskraft dadurch nicht gelöst wird. Das Festhalten am Euro bedeutet den Untergang Deutschlands und Versklavung der armen Länder. Die schwachen Länder brauchen die Möglichkeit ihre eigene Währung abzuwerten, um eine ausgeglichene Handelsbilanz zu erreichen. Sonst gibt es das totale Schuldenchaos ,Massenarbeitslosigkeit und Volksaufstände.


zuletzt bearbeitet 18.04.2013 23:07 | nach oben springen
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#123

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 18.04.2013 19:24
von Gelöschtes Mitglied
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Wie heißt es so schön in Goethes Zauberlehrling - "Die ich rief, die Geister, / Werd' ich nun nicht los"

Vierkrug


josy95 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#124

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 18.04.2013 19:29
von Moskwitschka (gelöscht)
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Hallo Eisenacher,

bis jetzt sind vom AfD nur Forderungen zu hören und zu lesen. Daher habe ich mal geschaut, woher die Mitglieder und Unterstützer kommen. Nicht mehr oder weniger. Denn der AfD exestiert nicht im luftleeren Raum. Zumal sich in der Alternative für Deutschland viele Anhänger von den etablierten Parteien versammeln. So ist Herr Lucke ehemaliges CDU-Mitglied.

Wie ich in meinem #117 geschrieben habe: Ernst nehmen sollte man die AfD trotzdem.

LG von der grenzgaengerin


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#125

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 18.04.2013 19:38
von Lutze | 8.027 Beiträge

darf in der AfD jeder Mitglied werden?dann könnte das ein Auffangbecken
für gescheiterte und vergraulte Politiker werden,mal schauen,wer da noch
so alles auftauchen wird
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#126

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 18.04.2013 19:38
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Benito Amilcare Andrea Mussolini sah in Marx „den größten Theoretiker des Sozialismus“ und im Marxismus „die wissenschaftliche Doktrin der Revolution der Klassen“

Menschen ändern sich und sind lernfähig. Wenn jemand eine eigene Partei gründet , dann doch sicherlich weil er mit der Politik seiner ehemaligen Partei nicht einverstanden war.


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#127

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 18.04.2013 21:53
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #123
Wie heißt es so schön in Goethes Zauberlehrling - "Die ich rief, die Geister, / Werd' ich nun nicht los"

Vierkrug


und: "..in die Ecke Besen, Besen!
Seid`s gewesen...!"

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#128

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 18.04.2013 23:23
von Fritze (gelöscht)
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Hmmm, ich vermisse noch einige Programmpunkte
1. Abschaffung der Biersteuer
2.Verbot der stümperhaften Strassenflickerei
3.Abschaffung des unnützen EU Subventionsprogrammes für Schweinemassenhaltung
4. Ausweisung und Berufsverbot von kriminellen Künstlern (z.B.Baumido )


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#129

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 18.04.2013 23:55
von Moskwitschka (gelöscht)
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Hallo Eisenacher,

kannst Du etwas zu Dr. Konrad Adam, einem der Sprecher der AfD sagen? Ist er immer noch der Meinung, dass Arbeitslosen kein Wahlrecht haben sollten?

"Vor diesem Hintergrund klingt die Anregung, den Inaktiven und Versorgungsempfängern das Wahlrecht abzuerkennen, provokativer, als sie tatsächlich ist. Die Fähigkeit, sich selbst und den Seinen den Lebensunterhalt zu verdienen, galt in der Theorie der europäischen Verfassungsbewegung als eine selbstverständliche Voraussetzung für die Gewährung des Wahlrechts. Nicht "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" hieß die Parole in den Verfassungstexten, die während der französischen Revolution in kurzem Abstand aufeinanderfolgten, sondern "Freiheit, Gleichheit, Eigentum und Sicherheit". Der Grund ist klar: Nur der Besitz schien eine Garantie dafür zu bieten, dass man vom Wahlrecht verantwortlich Gebrauch machte."

https://www.alternativefuer.de/partei/vorstand/

http://www.welt.de/print-welt/article159...ll-waehlen.html

Der Artikel von Herrn Adam ist von 2006. Seit dem kann er ja seine Meinung geändert haben.

LG von der grenzgaengerin


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#130

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 19.04.2013 07:46
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

"Arbeitslosen kein Wahlrecht "..................

na das ist doch mal ein klares Wort...
Vielleicht sollten sie ergänzend ins Programm noch die Einführung der Leibeigenschaft für Arbeitnehmer aufnehmen - damit auch der letzte Wähler merkt, was da abgeht. Möchte mal wissen, wer für diese Partei als Koalitionspartner in Frage kommt, vielleicht die FDP und die NPD ?
Na, danke für die Info jedenfalls. Zum Glück haben wir in unserem Demokratie-System noch diese 5%-Hürde....

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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zuletzt bearbeitet 19.04.2013 07:47 | nach oben springen
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#131

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 19.04.2013 09:50
von matloh | 1.203 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #122
<... cut ...>Raus aus dem Euro oder gleichstarke Wirtschaftsländer bleiben in der Eurozone. <... cut ...>
Ok, machen wir einen Euro (den "SuperEuro"), in dem nur gleich starke Wirtschaftsländer drinnen sind. Was passiert denn, wenn dann ein Land nur 99,9% der Wirtschaftsleistung der anderen Länder aufweisen kann - gibt es dann erneut eine Sezession? Oder liegt die Schwelle bei 99%? Oder gar bei 95%?
Dieses Problem besteht/bestand imho schon immer und unabhängig vom Euro; Es gibt ja in jedem einzelnen Land Gebiete, die wirtschaftlich stärker sind als andere. In vielen Ländern ja auch immer wieder Separationstendenzen die nicht zuletzt auch die wirtschaftliche Stärke der Regionen widerspiegeln (z. B. Spanien, Belgien, tw. Italien). In manchen Ländern wurde eine Trennung ja auch vollzogen bzw. sind die Länder zerfallen - auch wenn hier natürlich auch andere Faktoren eine Rolle spielen (wie z.B. Religion, Sprache, "Volkszugehörigkeit" usw.).
Spinnt man den Gedanken weiter, müsste man wohl auch sämtliche urbane Gebiete von den ruralen Gebieten separieren (in Städten ist ja üblicherweise ein höheres BIP/Kopf zu finden). Letztendlich würden wir wieder bei den Kleinstaaten und Fürstentümern des Mittelalters ankommen, oder? Abgesehen von einer äußerst ineffizienten Verwaltung derart kleiner Gebilde, hätten wir damit auch niemals die Möglichkeit, mit den "Großen" dieser Welt auf der selben Augenhöhe zu reden - nicht wahr?

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#132

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 19.04.2013 10:26
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #131
Zitat von Eisenacher im Beitrag #122
<... cut ...>Raus aus dem Euro oder gleichstarke Wirtschaftsländer bleiben in der Eurozone. <... cut ...>
Ok, machen wir einen Euro (den "SuperEuro"), in dem nur gleich starke Wirtschaftsländer drinnen sind. Was passiert denn, wenn dann ein Land nur 99,9% der Wirtschaftsleistung der anderen Länder aufweisen kann - gibt es dann erneut eine Sezession? Oder liegt die Schwelle bei 99%? Oder gar bei 95%?
Dieses Problem besteht/bestand imho schon immer und unabhängig vom Euro; Es gibt ja in jedem einzelnen Land Gebiete, die wirtschaftlich stärker sind als andere. In vielen Ländern ja auch immer wieder Separationstendenzen die nicht zuletzt auch die wirtschaftliche Stärke der Regionen widerspiegeln (z. B. Spanien, Belgien, tw. Italien). In manchen Ländern wurde eine Trennung ja auch vollzogen bzw. sind die Länder zerfallen - auch wenn hier natürlich auch andere Faktoren eine Rolle spielen (wie z.B. Religion, Sprache, "Volkszugehörigkeit" usw.).
Spinnt man den Gedanken weiter, müsste man wohl auch sämtliche urbane Gebiete von den ruralen Gebieten separieren (in Städten ist ja üblicherweise ein höheres BIP/Kopf zu finden). Letztendlich würden wir wieder bei den Kleinstaaten und Fürstentümern des Mittelalters ankommen, oder? Abgesehen von einer äußerst ineffizienten Verwaltung derart kleiner Gebilde, hätten wir damit auch niemals die Möglichkeit, mit den "Großen" dieser Welt auf der selben Augenhöhe zu reden - nicht wahr?

cheers matloh



Wenn man sogar Kreditnachfrager bei der Schufa allumfassend mit einem score versehen kann, der mit den Jahren immer mehr perfektioniert wurde würde das auch mit Staaten bezüglich ihrer Qualifikation für den Premiumeuro gehen.
Eine Teilung in Nord- und Südeuro wäre keine Lösung, da würde es innerhalb der jeweiligen Pools weiter gehen mit dem Abspaltungsdruck.
So wie es jetzt aussieht, kann man keinen Staat einfach rausschmeißen, genauso wie man den Schweizern nicht verbieten kann, Fußball zu spielen nur weil sie nie gewinnen.
Meine Vorstellung, einen Ligabetrieb der Nationen auf poltitischer und wirtschaftlicher Basis zu installieren mit Premiumrechten z.B. bei Abstimmungen und Finanzzuweisungen für nationale und internationale Projekte, sagen wir mal der Solarförderung, Hochschulausbau u.v.a. was keine unmittelbare Existenzgefährdung sondern nur Einschränkungen bedeuten würde, wird von bornierten Bundespolitikern nicht mal kommentiert.
Das liegt wohl daran, daß sie wegen des Fraktionszwangs keine Statements abgeben können, womöglich ist der frische Wind der Alternativparteien genau deshalb gar nicht mal so gräßlich.
Zur konkreten AfD habe ich im Moment keine besonders gute Meinung, zu sehr erinnern die mich an die Tunnelblickaktivisten und Einheitsrufer der Montagsdemos "...erst mal raus, dann sehen wir weiter."
http://www.ardmediathek.de/swr-fernsehen...mentId=14179914
So zumindest wird es von der Journalistenschar im Moment dargestellt und eine solche Operation mit Hobbychirurgen sollte man nicht noch einmal am lebenden Objekt ausprobieren.
Ideal wäre es, wenn es mehrere dieser Alternativparteien gäbe, die später fusionieren würden, nachdem sich die besten Ideen durchgesetzt haben.
Dann würde man auch sehen, daß sie im politischen Alltag zu Kompromissen und Sachpolitik fähig wären.
Vielleicht könnte man in dieser kritischen Zeit an der steilen Euroböschung auch mal ausnahmsweise für eine Legislatur die 5%- Hürde einfach mal abschaffen, um zu sehen, welche Kompetenz da neuerdings zusammen kommt.



zuletzt bearbeitet 19.04.2013 12:49 | nach oben springen
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#133

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 19.04.2013 13:00
von matloh | 1.203 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #132
<... cut ...>Meine Vorstellung, einen Ligabetrieb der Nationen auf poltitischer und wirtschaftlicher Basis zu installieren mit Premiumrechten z.B. bei Abstimmungen und Finanzzuweisungen für nationale und internationale Projekte, sagen wir mal der Solarförderung, Hochschulausbau u.v.a. was keine unmittelbare Existenzgefährdung sondern nur Einschränkungen bedeuten würde, wird von bornierten Bundespolitikern nicht mal kommentiert.<... cut ...>
Käme das - auf einer Mikroebene - nicht wieder dem eingeschränkten Stimmrecht für Arbeitslose gleich?
Arbeitslos -> trägt nicht/kaum zur Wirtschaftsleistung bei -> kein Stimmrecht bei Abstimmungen zu Bildungspolitik, Stuttgart 21,... etc.?
Menschen/Länder zweiter Klasse?

Allgemein (d.h. nicht speziell an @Hackel39): Wenn man (prinzipiell) den Sozialimus/Kommunismus mag, müsste man dann nicht auch für den Euro (und der Integration weiterer Länder in die Eurozone) sein? Solidarität meine Damen und Herren!
Ich gebe zu, dass die Frage ein wenig polemisch ist, würde mich aber trotzdem auf ernsthafte Antworten freuen.

cheerst matloh


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#134

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 19.04.2013 13:25
von matloh | 1.203 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #132
Wenn man sogar Kreditnachfrager bei der Schufa allumfassend mit einem score versehen kann, der mit den Jahren immer mehr perfektioniert wurde würde das auch mit Staaten bezüglich ihrer Qualifikation für den Premiumeuro gehen.<... cut ...>
Ja, natürlich geht das - Rating-Agenturen machen ja den ganzen Tag nichts anderes.
Daran hat man aber auch bei der Einführung der Währungsunion gedacht und deswegen auch die EU-Konvergenzkriterien ("Maastricht-Kriterien", vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/EU-Konvergenzkriterien) definiert. Über den, unter anderem hier definierten Zinssatz für Staatsanleihen, fließen auch die Ratings der Agenturen wieder ein.

cheers matloh


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#135

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 19.04.2013 13:40
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von matloh im Beitrag #133
Zitat von Hackel39 im Beitrag #132
<... cut ...>Meine Vorstellung, einen Ligabetrieb der Nationen auf poltitischer und wirtschaftlicher Basis zu installieren mit Premiumrechten z.B. bei Abstimmungen und Finanzzuweisungen für nationale und internationale Projekte, sagen wir mal der Solarförderung, Hochschulausbau u.v.a. was keine unmittelbare Existenzgefährdung sondern nur Einschränkungen bedeuten würde, wird von bornierten Bundespolitikern nicht mal kommentiert.<... cut ...>
Käme das - auf einer Mikroebene - nicht wieder dem eingeschränkten Stimmrecht für Arbeitslose gleich?
Arbeitslos -> trägt nicht/kaum zur Wirtschaftsleistung bei -> kein Stimmrecht bei Abstimmungen zu Bildungspolitik, Stuttgart 21,... etc.?
Menschen/Länder zweiter Klasse?

Allgemein (d.h. nicht speziell an @Hackel39): Wenn man (prinzipiell) den Sozialimus/Kommunismus mag, müsste man dann nicht auch für den Euro (und der Integration weiterer Länder in die Eurozone) sein? Solidarität meine Damen und Herren!
Ich gebe zu, dass die Frage ein wenig polemisch ist, würde mich aber trotzdem auf ernsthafte Antworten freuen.

cheerst matloh



Hallo matloh,

Was steht der Solidarität entgegen? Der Egoismus.

Ich habe da eine Buchempfehlung: Ego - Das Spiel des Lebens von Frank Schirrmacher.

"Das Buch stellt Fragen zum freien Willen von Menschen und zur Demokratiefähigkeit von Staaten angesichts einer scheinbar berechenbaren, zum automatisierten „Monster“ entwickelten Ökonomie eines radikalen Egoismus ohne Moral.[1] Das Buch erschien 2013 im Münchener Verlag Karl Blessing unter der ISBN 978-3-89667-427-2.[2]

Der Autor erzählt von einer allgemeinen Manipulation der Menschen durch eine „monströse“ Ökonomie, einen neuen Kalten Krieg, in dem „nur der eigene Vorteil zählt, Moral spielt keine Rolle.“ Das Diktat der Ökonomie stelle nicht nur den freien Willen einzelner Seelen in Frage: In einem berechenbaren Spiel eines radikalen Egoismus, bei dem automatisierte Maschinen an den Aktien- und Devisenmärkten wie etwa an der Wall Street ursprünglich autonom gedachte Staaten als Illusion erscheinen lassen. Selbst Demokratien würden durch den auf Computer-Maschinen übertragenen Kalten Krieg vom politischen Akteur zum Spielball der Märkte, zu Marionetten eines „Monsters“.[1]

„Die Logik des Kalten Krieges ist zur Logik der Zivilgesellschaft geworden und korrumpiert sie. Die Egoismus-Maschinen spielen das große Spiel längst ohne den Menschen. Der Verlierer steht von vornherein fest: wir alle.""


http://de.wikipedia.org/wiki/Ego:_Das_Spiel_des_Lebens

Ich selbst bin noch nicht ganz durch. Es liest sich einerseits wie ein Krimi, andererseits muss man es immer wieder beiseite legen, um die Gedankenzu ordnen.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 19.04.2013 13:41 | nach oben springen
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#136

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 19.04.2013 13:51
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #133
Zitat von Hackel39 im Beitrag #132
<... cut ...>Meine Vorstellung, einen Ligabetrieb der Nationen auf poltitischer und wirtschaftlicher Basis zu installieren mit Premiumrechten z.B. bei Abstimmungen und Finanzzuweisungen für nationale und internationale Projekte, sagen wir mal der Solarförderung, Hochschulausbau u.v.a. was keine unmittelbare Existenzgefährdung sondern nur Einschränkungen bedeuten würde, wird von bornierten Bundespolitikern nicht mal kommentiert.<... cut ...>
Käme das - auf einer Mikroebene - nicht wieder dem eingeschränkten Stimmrecht für Arbeitslose gleich?
Arbeitslos -> trägt nicht/kaum zur Wirtschaftsleistung bei -> kein Stimmrecht bei Abstimmungen zu Bildungspolitik, Stuttgart 21,... etc.?
Menschen/Länder zweiter Klasse?

Allgemein (d.h. nicht speziell an @Hackel39): Wenn man (prinzipiell) den Sozialimus/Kommunismus mag, müsste man dann nicht auch für den Euro (und der Integration weiterer Länder in die Eurozone) sein? Solidarität meine Damen und Herren!
Ich gebe zu, dass die Frage ein wenig polemisch ist, würde mich aber trotzdem auf ernsthafte Antworten freuen.

cheerst matloh



Diese Stimmrechtsprivilegien sollen ja die Staatslenker der Wackelkandidaten dazu veranlassen, ihre Hausaufgaben zu machen so wie jeder von uns mit Disziplin und Besonnenheit dazu beitragen kann, seinen Kreditscore bei der Schufa zu verbessern.
Dazu braucht Max Mustermann kein höh'res Wesen und wenn der Normalverdiener erstklassig werden oder bleiben will, so gefährdet er nicht durch den alljährlichen Autoneukauf und die Konsumhätscheleien für die I- Pod- Kinder seine Immobilienfinanzierung, so einfach ist das.
Die Südstaaten waren keinerlei Druck ausgesetzt, z.B. diesen Immobilienbauwahn wie in Spanien zu beenden...es brannte gerade so schön....meinten sie für eine gewisse Zeit der Sorglosigkeit, gleiches gilt auch für die zypriotischen Importmilliarden.
Von ihrem Potential her sind die Griechen, Portugiesen oder Zyprioten als Wirtschaftsnation keineswegs die Entwicklungsländer, zu denen man sie nun gemacht hat, es war einfach nur Bequemlichkeit, Gelassenheit und ein gefährliches Urvertrauen in die eigene Regierung, die zur Katastrohe geführt hat.
Die allgegenwärtige Gefahr eines technisch jederzeit regelbaren Auf- und Abstiegs nimmt der Sache die Systemrelevanz für Gesamteuropa und das sollte oberste Priorität haben mit Blick sowohl auf die globale Konkurrenz als auch Großspekulanten wie Soros, die nur darauf warten dieses oder jenes Szenario in eigene Milliarden zu verwandeln.
Spekulationen gegen Einzelwährungen könnten inzwischen Volkswirtschaften vernichten, da wegen der Verteilung von Vermögen in immer weniger Händen diesem Investmentungeziefer heute ganz andere Instrumente zur Verfügung stehen als noch vor 20 Jahren.
Möglicherweise wäre die jetzige Eurokrise sogar der Anfang des Siegeszuges des Sozialismus geworden, ich gehe mal so weit zu behaupten, daß es dem fiktiv sozialistischen Bulgarien des Jahres 2013 heute besser gehen würde als dem real europäischen Nachbarn Griechenland.
Matloh, es geht also nicht um Menschen zweiter Klasse, sondern um Regierungen zweiter Klasse.



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#137

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 19.04.2013 13:57
von matloh | 1.203 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #135
Was steht der Solidarität entgegen? Der Egoismus.
Ja, klar. Wobei ich mich evtl. dazu hinreißen lassen würde zu behaupten "Solidarität geschieht oft nur aus längerfristig betrachteten Egoismus". D.h. wenn ein Mensch - scheinbar - solidarisch/altruistisch handelt, dann nur deswegen, weil er hofft, dass er diese Wohltat irgendwann (d.h. langfristig) zurück bezahlt bekommt (und nicht deswegen, weil er so ein "herzensguter Mensch" ist). Möglicherweise spielt auch die Anerkennung eine Rolle - tue Gutes und rede darüber...

Aber was ich mit meiner ursprünglichen Aussage sagen wollte: Eigentlich ist's - zumindest auf den ersten Blick - unverständlich, wenn Sozialisten/Kommunisten aus dem Euro aussteigen wollen.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

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#138

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 19.04.2013 14:31
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von matloh im Beitrag #137

Aber was ich mit meiner ursprünglichen Aussage sagen wollte: Eigentlich ist's - zumindest auf den ersten Blick - unverständlich, wenn Sozialisten/Kommunisten aus dem Euro aussteigen wollen.

cheers matloh


Hallo matloh,

diese Frage können Dir nur Kommunisten oder Sozialisten beantworten.

Spontan fällt mir ein: "Die Partei, die Partei hat immer Recht".

Anderseits geht die Kritik am Euro durch alle Gesellschaftsschichten. Bei den meisten jedoch ist es die Kritik an der Politik im Umgang mit der Finanzkise und nicht am Euro.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 19.04.2013 14:31 | nach oben springen
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#139

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 19.04.2013 15:35
von Tobeck | 484 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #121



Ich würde es noch drastischer ausdrücken, wenn ich die richtigen Worte finden könnte.

AfD, FDP, CDU/CSU und die INSM haben einen kleinen gemeinsamen Nenner: Die Aushebelung des Solidarprinzipes.

Hier nur einige Beispiele:

AfD: Raus aus dem Euro

CDU in Hessen und CSU in Bayern klagen gegen den Länderfinanzausgleich.

INSM würden lieber heute als morgen die Arbeitgeber von den Lohnnebenkosten befreien.





Was hat die Forderung, aus dem Euro auszusteigen, mit der Aushebelung des Solidaritätsprinzips zu tun?

Die jüngste EZB-Vermögensstudie, deren Veröffentlichung man wohlweislich zurückhielt, bis die sog. Zypern-"Rettung" beschlossen war, ergab folgende Vermögen der Bürger als Mittelwert (Median) in den einzelnen Staaten:

Luxemburg 398.000 Euro
Zypern 267.000 Euro
Spanien 183.000 Euro
Italien 174.000
Griechenland 102.000 Euro
Portugal 75.000 Euro
Deutschland 51.000 Euro
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ve...e-12144211.html

In den südlichen europäischen Staaten - wo die Bevölkerung reicher ist als in Deutschland - ist die Abgabenbelastung durch Steuern u.ä. zum Teil niedriger als in Deutschland. Auch aus diesem Grund ist es in diesen südlichen Staaten leichter gewesen höhere Vermögen zu bilden. In Deutschland ist es auch durch die hohe Abgabenbelastung schwieriger gewesen, ähnliche Vermögen zu bilden. Warum soll also ausgerechnet der weniger wohlhabende Steuerzahler in nördlichen Staaten mit Rettungspakten diesen Staaten mit wohlhabenderen Bürgern helfen? Das ist unsolidarisch!

Wenn diese südlichen Staaten Geld brauchen, können sie es sich bei ihren reichen Bürgern holen, anstatt in Deutschland die ohnehin hohe Abgabenbelastung auch von Kleinverdienern noch höher zu schrauben. Das wäre dann tatsächlich Solidarität. Übrigens: In Griechenland bekommt man laut OECD 82 % des letzten Gehalts als Rente, in Deutschland 39 %.

Zitat

Die Deutschen sind längst nicht so reich, wie immer gesagt wird. Auch deutsche Politiker wollen das nicht wahrhaben. Die Vermögenslage wird fleißig umgedeutet. Skandalös aber ist, dass die EZB die Daten zurückgehalten hat, bis die „Rettung“ Zyperns beschlossen war.
(...)
Die Deutschen werden vom Finanzamt geschröpft

Auch deutsche Politiker wollen das nicht wahrhaben. Selbsternannte Finanzfachleute wie Trittin, der Spitzenkandidat der Grünen, oder Gabriel, der Vorsitzende der SPD, stricken lieber weiter an der Legende einer angeblichen Ausbeutung des armen Südens durch den reichen Norden. Sie wollen einen Euro-Länderfinanzausgleich und fordern mehr Solidarität durch Einführung von Eurobonds. Dann müssten die von ihren Finanzämtern geschröpften Deutschen, Franzosen, Niederländer, Österreicher oder Finnen für die Staatsschulden unsolider Euroländer einstehen, ohne so reich zu sein wie Italiener, Spanier, Belgier, Malteser oder Zyprer.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ve...e-12144211.html


zuletzt bearbeitet 19.04.2013 16:06 | nach oben springen
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#140

RE: Alternative für Deutschland - Partei gegründet

in Themen vom Tage 19.04.2013 18:12
von Moskwitschka (gelöscht)
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Ich beziehe meine Aussage auf gängige Termini in der Europapolitik, also den Sprachgebrauch der europäischen Partner. So sprach der französische Präsident François Hollande von "solidarischer Integration"’ innerhalb der Eurozone. Auf der anderen Seite beschwören Europapolitiker den Föderalismus bei der Bewältigung der Krise. Das eine schliesst das andere nach meinem Verständnis nicht aus.

Es ist jetzt müssig darauf ein zu gehen, denn es geht hier um die AfD, die mit "Raus aus dem Euro" Schlagzeilen macht und damit eindeutig Position bezieht: Schluß mit lustig.

Mit der Euro - Geschichte wird polarisiert und abgelenkt. Denn egal was rauskommt: die Zeche bezahlt auf jeden Fall der Bürger.

Und so nebenbei:

"Überhaupt gehe es der AfD beim Euro-Thema ganz besonders um das Wohl der Südeuropäer, die litten unter der Rettungspolitik am meisten. Warum die Partei dann "Alternative für Deutschland" heißt, kann er nicht erklären."

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2...ortrait/seite-3

Fragen über Fragen, die selbst die AfD Mitglieder nicht beantworten können.

LG von der grenzgaengerin


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