#181

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 25.04.2013 14:27
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Hallo Hackel und Grenzgängerin,

da fällt mir gerade ein:
in unserer Diskussion hier haben wir so ein nettes Beispiel, wie schwarze Rhetorik funktioniert:
Ich rücke einen Diskussionspartner in ein schlechtes Licht, indem ich ihn unvollständig zitiere (selektive Wahrnehmung) und dann noch eine abfällige Bemerkung dazu mache. Und wenn ich Erfolg damit habe (keiner durchschaut mich) - bekomme ich dafür Beifall vom Mob (was in diesem Falle hier nicht passiert ist)

Siehe Beitrag #170
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
"Mein Parteibuch habe ich am 3.Oktober 1989 abgegeben @Jobnomade

Richtig so,hatte ja auch keinen Sinn mehr,da waren die meisten Funktionäre über Ungarn und die CSSR schon weg

War aber um diese Zeit auch kein grosses Heldentum mehr,paar Jahre vorher wäre besser gewesen. "
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Deswegen habe ich meinen Beitrag #167 wieder geändert.


Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
Hackel39 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.04.2013 14:36 | nach oben springen

#182

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 25.04.2013 14:40
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #180

Ich denke da anders. Sie ist eine "sehr kluge Frau". Sie lässt sprechen. Und wenn sie etwas persönlich sagt, dann so, dass es meist nicht angreifbar ist.

LG von der grenzgaengerin



Das erinnert mich an den alten Politikerwitz:

"Ich habe gehört, dass Du heute im Plenum eine Rede halten solltest. Was hast Du gesagt?"
"Nichts"
"Das weiß ich - aber wie hast Du es gesagt?"


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#183

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 25.04.2013 14:50
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #181
Hallo Hackel,

da fällt mir gerade ein:
in unserer Diskussion hier haben wir so ein nettes Beispiel, wie schwarze Rhetorik funktioniert:
Ich rücke einen Diskussionspartner in ein schlechtes Licht, indem ich ihn unvollständig zitiere (selektive Wahrnehmung) und dann noch eine abfällige Bemerkung dazu mache. Und wenn ich Erfolg damit habe (keiner durchschaut mich) - bekomme ich dafür Beifall vom Mob (was in diesem Falle hier nicht passiert ist)

Siehe Beitrag #170
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"Mein Parteibuch habe ich am 3.Oktober 1989 abgegeben @Jobnomade

Richtig so,hatte ja auch keinen Sinn mehr,da waren die meisten Funktionäre über Ungarn und die CSSR schon weg

War aber um diese Zeit auch kein grosses Heldentum mehr,paar Jahre vorher wäre besser gewesen. "
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Deswegen habe ich meinen Beitrag #167 wieder geändert.


Gruss Hartmut






Da sprichst Du einen Aspekt an, der aus meiner Sicht außerordentlich interessant ist, da man sieht, wieviel Anteil des zwischenmenschlichen Umgangs und der Kommunikation in der Entscheidung enthalten war, ob jemand wie ich in die Partei gegangen war oder eben nicht.
Normalerweise war die Parteimitgliedschaft des Arbeiters ja an sein Arbeitskollektiv gekoppelt und dort fühlte ich mich wohler als z.B. unter den Parteimitgliedern des Wohngebietes, da waren viele davon recht fragwürdige Gestalten (mir fällt jetzt keine bessere Umschreibung ein)...die kannte ich als Kind/ Halbstarker schon und es gab schon einige schwerwiegende Konflikte, die auch mit meinem Elternhaus zusammenhingen.
Das heißt nicht mehr und nicht weniger, als daß ich niemals in der Partei gelandet wäre, wenn das Shuttle dazu die WPO (Wohnparteiorganisation...für Rentner, Gemeindepersonal usw.) gewesen wäre.
In jene WPO sollte aber die Ummeldung nach der Auflösung der BPO 1989 erfolgen, woraufhin ich meine Mitgliedschaft erst mal ablegte, ohne daß es konkret mit den Vorgängen im Lande zu tun hatte.
Eine neue Mitgliedschaft in der Linkspartei ist somit jederzeit möglich, wenn es mal soweit ist, würde ich dann auch dazu stehen.
Was mich konkret davon abhält ist die breite Ablehnung die deren Ideen in der Bevölkerung finden und auch mein Vorhaben, nie wieder für andere Verantwortung übernehmen zu wollen aber genau das würde ich wieder tun, wenn ich am Wahlkampfstand Position beziehen würde.
Das können wir auch billiger haben, fragt besser nicht wie ich das meine.



zuletzt bearbeitet 25.04.2013 15:40 | nach oben springen

#184

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 25.04.2013 15:40
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #183


Eine neue Mitgliedschaft in der Linkspartei ist somit jederzeit möglich, wenn es mal soweit ist, würde ich dann auch dazu stehen.
Was mich konkret davon abhält ist die breite Ablehnung die deren Ideen in der Bevölkerung finden und auch mein Vorhaben, nie wieder für andere Verantwortung übernehmen zu wollen aber genau das würde ich wieder tun, wenn ich am Wahlkampfstand Position beziehen würde.
Das können wir auch billiger haben, fragt besser nicht wie ich das meine.




Ohne jetzt auf die Linkspartei konkret eingehen zu wollen, stellt sich für mich die Frage, woran Du diese Ablehnung misst. An den Meinungsumfragen und Medienberichten, mit denen man regelmäßig bombardiert wird, oder der Ablehnung im weiteren Nachbarschafts-,Bekannten-, Freundes - und Familienkreis?

Der Hintergrund meiner Frage ziehlt eigentlich darauf: Was ist wichtiger geworden, die virtuelle (Medien)-Kommunikation oder das reale Gespräch mit Menschen?

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 25.04.2013 15:43 | nach oben springen

#185

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 25.04.2013 15:56
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #184
Zitat von Hackel39 im Beitrag #183


Eine neue Mitgliedschaft in der Linkspartei ist somit jederzeit möglich, wenn es mal soweit ist, würde ich dann auch dazu stehen.
Was mich konkret davon abhält ist die breite Ablehnung die deren Ideen in der Bevölkerung finden und auch mein Vorhaben, nie wieder für andere Verantwortung übernehmen zu wollen aber genau das würde ich wieder tun, wenn ich am Wahlkampfstand Position beziehen würde.
Das können wir auch billiger haben, fragt besser nicht wie ich das meine.




Ohne jetzt auf die Linkspartei konkret eingehen zu wollen, stellt sich für mich die Frage, woran Du diese Ablehnung misst. An den Meinungsumfragen und Medienberichten, mit denen man regelmäßig bombardiert wird, oder der Ablehnung im weiteren Nachbarschafts-,Bekannten-, Freundes - und Familienkreis?

Der Hintergrund meiner Frage ziehlt eigentlich darauf: Was ist wichtiger geworden, die virtuelle (Medien)-Kommunikation oder das reale Gespräch mit Menschen?

LG von der grenzgaengerin



Ich meine die gelegentlichen Ordnungsrufe, sowohl hier im Forum als auch beim Gespräch am Gartenzaun, wenn es um die Lösungsansätze der Linken geht.
Man meint immer, eigentlich geht's Dir doch gut, was soll das Gejammer.
Aber auf der Titanic wurde schließlich auch bis zum Schluß gefeiert und die von der Linken sind nun mal die mit dem Rettungsboot, die sind die einzigen, die das Volksvermögen auch zum Wohle des Volkes verteilen würden, niemand sonst würde das im Ernstfall tun, es ist aber hier nicht das Thema.
Die Linke ist keine Verliererpartei.



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#186

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 25.04.2013 17:11
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #185
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #184
Zitat von Hackel39 im Beitrag #183


Eine neue Mitgliedschaft in der Linkspartei ist somit jederzeit möglich, wenn es mal soweit ist, würde ich dann auch dazu stehen.
Was mich konkret davon abhält ist die breite Ablehnung die deren Ideen in der Bevölkerung finden und auch mein Vorhaben, nie wieder für andere Verantwortung übernehmen zu wollen aber genau das würde ich wieder tun, wenn ich am Wahlkampfstand Position beziehen würde.
Das können wir auch billiger haben, fragt besser nicht wie ich das meine.




Ohne jetzt auf die Linkspartei konkret eingehen zu wollen, stellt sich für mich die Frage, woran Du diese Ablehnung misst. An den Meinungsumfragen und Medienberichten, mit denen man regelmäßig bombardiert wird, oder der Ablehnung im weiteren Nachbarschafts-,Bekannten-, Freundes - und Familienkreis?

Der Hintergrund meiner Frage ziehlt eigentlich darauf: Was ist wichtiger geworden, die virtuelle (Medien)-Kommunikation oder das reale Gespräch mit Menschen?

LG von der grenzgaengerin



Ich meine die gelegentlichen Ordnungsrufe, sowohl hier im Forum als auch beim Gespräch am Gartenzaun, wenn es um die Lösungsansätze der Linken geht.
Man meint immer, eigentlich geht's Dir doch gut, was soll das Gejammer.
Aber auf der Titanic wurde schließlich auch bis zum Schluß gefeiert und die von der Linken sind nun mal die mit dem Rettungsboot, die sind die einzigen, die das Volksvermögen auch zum Wohle des Volkes verteilen würden, niemand sonst würde das im Ernstfall tun, es ist aber hier nicht das Thema.
Die Linke ist keine Verliererpartei.


Hallo Hackel39,

das ist jetzt garnicht so einfach auf Deinen Beitrag zu reagieren, zumal es um Sprache und Kommunikation geht.

Ich habe 4 Möglichkeiten gesehen:

1.Als virtuelle Gegnerin der Linkspartei - mit Häme

2.Als virtuelle Anhängerin der Linkspartei - mit Enttäuschung

3.Als grenzgaengerin - mit einer Gegenfrage

4.Als grenzgaengerin - mit persönlichen Erfahrungen

Die ersten 3 Möglichkeiten hätten meiner Meinung nach in eine Sackgasse geführt. Die 4. hätte mich angreifbar gemacht.

Also habe ich mich für diese 5. Möglichkeit entschieden.

LG von der grenzgaengerin


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#187

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 25.04.2013 20:33
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Hallo Hackel,

Du schreibst "Die Linke ist keine Verliererpartei."
aber auch keine "Siegerpartei" - ergänze ich mal. Für mich ist diese Partei ein wichtiges Element in unserer bürgerlichen Demokratie, sie legt als Oppositionspartei oft den Finger in die Wunde, besetzt Felder, die die SPD nach ihrem Abdriften in die "bürgerliche Mitte" einfach aufgegeben hat.
Als Regierungspartei in naher Zukunft sehe ich sie nicht. Und Jahrzehnte vorausblicken - das kann ich nicht.
Dieser längst totgesagte Kapitalismus mobilisiert immer wieder erstaunliche Selbstheilungskräfte, besonders in Europa. Solange wir mehr Wohlstand für die breite Masse zu schaffen als die ärmeren Länder dieser Erde und uns gleichzeitig unsere Bürgerrechte weitgehend erhalten, sehe ich keine Mehrheiten für eine Regierungsmehrheit der Linken und erst recht keine "revolutionäre Situation" wie bei Marx/Lenin beschrieben.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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#188

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 25.04.2013 22:46
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #187
Hallo Hackel,

Du schreibst "Die Linke ist keine Verliererpartei."
aber auch keine "Siegerpartei" - ergänze ich mal. Für mich ist diese Partei ein wichtiges Element in unserer bürgerlichen Demokratie, sie legt als Oppositionspartei oft den Finger in die Wunde, besetzt Felder, die die SPD nach ihrem Abdriften in die "bürgerliche Mitte" einfach aufgegeben hat.
Als Regierungspartei in naher Zukunft sehe ich sie nicht. Und Jahrzehnte vorausblicken - das kann ich nicht.
Dieser längst totgesagte Kapitalismus mobilisiert immer wieder erstaunliche Selbstheilungskräfte, besonders in Europa. Solange wir mehr Wohlstand für die breite Masse zu schaffen als die ärmeren Länder dieser Erde und uns gleichzeitig unsere Bürgerrechte weitgehend erhalten, sehe ich keine Mehrheiten für eine Regierungsmehrheit der Linken und erst recht keine "revolutionäre Situation" wie bei Marx/Lenin beschrieben.

Gruss Hartmut



Du hast Recht, leider oder gott sei Dank ? Der Unternehmer, der Kapitalist, ist immer bestrebt, möglichst viel Gewinn zu erreichen. Um das zu garantieren, muß er mitunter auch Entscheidungen treffen, die eigentlich atypisch für ihn sind, weil nur durch sie eine genügende Gewinnerzielung auch in der nahen Zukunft gewährleistet werden kann. Die Gefahr wäre nur bei kurzfristigen Gewinnmaximierungen gegeben, nach dem Motto: Heute ordentlich Kasse machen, was morgen ist, ist noch weit weg. Nach mir die Sintflut. Dieses Muster des Reagierens auf Fehlentwicklungen hat bisher alle Prognosen von Endzeitpropheten aller Art widerlegt, weil diese den gegenwärtigen Trend unverändert in die Zukunft projizieren. Gehen dem Unternehmer unverzichtbare Voraussetzungen für seine Gewinnerwirtschaftung abhanden, dann steuert er dagegen, auch wenn das erst mal mit Aufwand verbunden ist. Das wären z.B. materielle Voraussetzungen (Rohstoffverfügbarkeit), Absatz- und Bedarfstrends als auch solche wie Verfügbarkeit geeigneter Arbeitskräfte und deren Motivation. In dieser Richtung hat der Kapitalist nicht mit Dogmen von jeweils regierenden Politikern zu tun, sondern kann so handeln, wie er es für notwendig hält, wobei er dann auch, einmal losgelassen, ganz schnell die Resource Humankapital aus den Augen verliert und sich dann wundert, daß diese Resource nicht mehr Willens ist, unbeschränkt verfügbar zu sein. Das alles, diese Flexibilität ohne hinderliche politische und wirtschaftliche Dogmen, wird ihn noch ziemlich lange am Leben erhalten. Da müssen die Linken weltweit noch viel lernen.
Kürzlich auf einer Messeveranstaltung in Erfurt waren auch ein paar Stände der Parteien (die FDP hatte den größten Stand). Mit einer jungen Frau der Linken unterhielt ich mich auch darüber, worin ich die Probleme bei den Linken sehe. Als ich auf die Utopisten der West-Linken zu sprechen kam, sagte sie nur ganz lakonisch, das wäre ein spezielles Thema. Solche Querelen an Grundsatzrichtungen leisten sich die Konservativen nicht. Je linker, desto sektirerischer müßte man leider sagen.



Damals87 und Hackel39 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#189

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 26.04.2013 08:40
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #186
Zitat von Hackel39 im Beitrag #185
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #184
Zitat von Hackel39 im Beitrag #183


Eine neue Mitgliedschaft in der Linkspartei ist somit jederzeit möglich, wenn es mal soweit ist, würde ich dann auch dazu stehen.
Was mich konkret davon abhält ist die breite Ablehnung die deren Ideen in der Bevölkerung finden und auch mein Vorhaben, nie wieder für andere Verantwortung übernehmen zu wollen aber genau das würde ich wieder tun, wenn ich am Wahlkampfstand Position beziehen würde.
Das können wir auch billiger haben, fragt besser nicht wie ich das meine.




Ohne jetzt auf die Linkspartei konkret eingehen zu wollen, stellt sich für mich die Frage, woran Du diese Ablehnung misst. An den Meinungsumfragen und Medienberichten, mit denen man regelmäßig bombardiert wird, oder der Ablehnung im weiteren Nachbarschafts-,Bekannten-, Freundes - und Familienkreis?

Der Hintergrund meiner Frage ziehlt eigentlich darauf: Was ist wichtiger geworden, die virtuelle (Medien)-Kommunikation oder das reale Gespräch mit Menschen?

LG von der grenzgaengerin



Ich meine die gelegentlichen Ordnungsrufe, sowohl hier im Forum als auch beim Gespräch am Gartenzaun, wenn es um die Lösungsansätze der Linken geht.
Man meint immer, eigentlich geht's Dir doch gut, was soll das Gejammer.
Aber auf der Titanic wurde schließlich auch bis zum Schluß gefeiert und die von der Linken sind nun mal die mit dem Rettungsboot, die sind die einzigen, die das Volksvermögen auch zum Wohle des Volkes verteilen würden, niemand sonst würde das im Ernstfall tun, es ist aber hier nicht das Thema.
Die Linke ist keine Verliererpartei.


Hallo Hackel39,

das ist jetzt garnicht so einfach auf Deinen Beitrag zu reagieren, zumal es um Sprache und Kommunikation geht.

Ich habe 4 Möglichkeiten gesehen:

1.Als virtuelle Gegnerin der Linkspartei - mit Häme

2.Als virtuelle Anhängerin der Linkspartei - mit Enttäuschung

3.Als grenzgaengerin - mit einer Gegenfrage

4.Als grenzgaengerin - mit persönlichen Erfahrungen

Die ersten 3 Möglichkeiten hätten meiner Meinung nach in eine Sackgasse geführt. Die 4. hätte mich angreifbar gemacht.

Also habe ich mich für diese 5. Möglichkeit entschieden.

LG von der grenzgaengerin



Guten Morgen, liebe Grenzgängerin,

eigentlich eine gute Lösung die 5 aber sie hat so etwas abschließendes, wo doch aber der Weg zur Weisheit durch Rede und Gegenrede gekennzeichnet ist.
Und die Linke ist nun mal die Gegenrede.
Im Prinzip kann es mir ja egal sein, wenn die Zukunft verzockt wird, ich hab ja keine Kinder.
Ehrlich gesagt hatte ich auch den Untergang der DDR eher analytisch als verzweifelt verfolgt, im Gegensatz zu vielen Mitforisten hier war er nicht relevant für die materiellen Aspekte meines Alltags, wohl aber für die viel höherwertigen, die nach wie vor nichts mit Konsum zu tun haben und diese Gesichtspunkte haben die höhere Priorität, wie ich es schon anderswo ausreichend beschrieben hatte.
Punkt 4 Deiner Antwort hat mich aber ein wenig nachdenklich gemacht, da hier niemand angegriffen werden soll, egal was er oder sie in welcher Stimmung auch immer so von sich gibt.
Zwar ist Hackel kein Schmuser, immerhin sind in seinem Charakter 800 Jahre Mansfelder Bergbautradition eingepreist aber er kommt hoffentlich auch nicht so aggressiv rüber, daß jemand erst den Steiger rufen muß und wenn doch, möge man ihm das fallbezogen um die Ohren hauen.
Der Bergbau ist so gut wie tot hier, was lebt ist die Tradition und hoffentlich auch die Kommunikation, trotz kleiner Blessuren, die oft über Nacht schon wieder verheilen.
Glück Auf wünscht Hackel.



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#190

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 26.04.2013 12:02
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #189
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #186
Zitat von Hackel39 im Beitrag #185
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #184
Zitat von Hackel39 im Beitrag #183


Eine neue Mitgliedschaft in der Linkspartei ist somit jederzeit möglich, wenn es mal soweit ist, würde ich dann auch dazu stehen.
Was mich konkret davon abhält ist die breite Ablehnung die deren Ideen in der Bevölkerung finden und auch mein Vorhaben, nie wieder für andere Verantwortung übernehmen zu wollen aber genau das würde ich wieder tun, wenn ich am Wahlkampfstand Position beziehen würde.
Das können wir auch billiger haben, fragt besser nicht wie ich das meine.




Ohne jetzt auf die Linkspartei konkret eingehen zu wollen, stellt sich für mich die Frage, woran Du diese Ablehnung misst. An den Meinungsumfragen und Medienberichten, mit denen man regelmäßig bombardiert wird, oder der Ablehnung im weiteren Nachbarschafts-,Bekannten-, Freundes - und Familienkreis?

Der Hintergrund meiner Frage ziehlt eigentlich darauf: Was ist wichtiger geworden, die virtuelle (Medien)-Kommunikation oder das reale Gespräch mit Menschen?

LG von der grenzgaengerin



Ich meine die gelegentlichen Ordnungsrufe, sowohl hier im Forum als auch beim Gespräch am Gartenzaun, wenn es um die Lösungsansätze der Linken geht.
Man meint immer, eigentlich geht's Dir doch gut, was soll das Gejammer.
Aber auf der Titanic wurde schließlich auch bis zum Schluß gefeiert und die von der Linken sind nun mal die mit dem Rettungsboot, die sind die einzigen, die das Volksvermögen auch zum Wohle des Volkes verteilen würden, niemand sonst würde das im Ernstfall tun, es ist aber hier nicht das Thema.
Die Linke ist keine Verliererpartei.


Hallo Hackel39,

das ist jetzt garnicht so einfach auf Deinen Beitrag zu reagieren, zumal es um Sprache und Kommunikation geht.

Ich habe 4 Möglichkeiten gesehen:

1.Als virtuelle Gegnerin der Linkspartei - mit Häme

2.Als virtuelle Anhängerin der Linkspartei - mit Enttäuschung

3.Als grenzgaengerin - mit einer Gegenfrage

4.Als grenzgaengerin - mit persönlichen Erfahrungen

Die ersten 3 Möglichkeiten hätten meiner Meinung nach in eine Sackgasse geführt. Die 4. hätte mich angreifbar gemacht.

Also habe ich mich für diese 5. Möglichkeit entschieden.

LG von der grenzgaengerin



Guten Morgen, liebe Grenzgängerin,

eigentlich eine gute Lösung die 5 aber sie hat so etwas abschließendes, wo doch aber der Weg zur Weisheit durch Rede und Gegenrede gekennzeichnet ist.
Und die Linke ist nun mal die Gegenrede.
Im Prinzip kann es mir ja egal sein, wenn die Zukunft verzockt wird, ich hab ja keine Kinder.
Ehrlich gesagt hatte ich auch den Untergang der DDR eher analytisch als verzweifelt verfolgt, im Gegensatz zu vielen Mitforisten hier war er nicht relevant für die materiellen Aspekte meines Alltags, wohl aber für die viel höherwertigen, die nach wie vor nichts mit Konsum zu tun haben und diese Gesichtspunkte haben die höhere Priorität, wie ich es schon anderswo ausreichend beschrieben hatte.
Punkt 4 Deiner Antwort hat mich aber ein wenig nachdenklich gemacht, da hier niemand angegriffen werden soll, egal was er oder sie in welcher Stimmung auch immer so von sich gibt.
Zwar ist Hackel kein Schmuser, immerhin sind in seinem Charakter 800 Jahre Mansfelder Bergbautradition eingepreist aber er kommt hoffentlich auch nicht so aggressiv rüber, daß jemand erst den Steiger rufen muß und wenn doch, möge man ihm das fallbezogen um die Ohren hauen.
Der Bergbau ist so gut wie tot hier, was lebt ist die Tradition und hoffentlich auch die Kommunikation, trotz kleiner Blessuren, die oft über Nacht schon wieder verheilen.
Glück Auf wünscht Hackel.




mal zuerst:


Lieber Hackel,

jetzt hast du zwar deinen letzten Beitrag direkt an Grenzgängerin gerichtet, ich würde aber trotzdem gern darauf reagieren, ich hoffe sie ist damit einverstanden.

…..wo doch aber der Weg zur Weisheit durch Rede und Gegenrede gekennzeichnet ist.

Wie wahr, und wenn das noch in gegenseitiger Achtung passiert (wie ihr das hier tut!), ist die Welt ein kleines bisschen weiter - zumindest ein winziges Stück.
Und die winzigen Teile zusammen genommen sind die Grundlage für das Große, das ist meine Überzeugung.

Hackel du bist in deinem ganzen „Gesprächsauftreten“ für mich ein waschechter Kommunist, der eine überzeugte Haltung hat und wiedergibt und zwar nicht „nur“ theoretisch sondern auch in vielen anschaulichen Bildern und auch deine Link-Verweise sind sehr aufschlussreich* und „Sinn-lich“. Und in deiner offenherzigen Art über deine persönlichen Lebenserfahrungen zu erzählen. Für mich ist das ein unschätzbarer Wert, denn, ich teile deine Meinung zwar nicht in Allem (darum geht es aber auch nicht), aber du gibst mir die Möglichkeit über mich selbst nachzudenken, welche Position ich eigentlich habe, meine eigenen Meinung mal zu überprüfen und mitunter zu merken, dass ich es mir manchmal ganz schön einfach mache. - Dafür bin ich dir sehr dankbar.
Auch wenn du „kämpferisch“ auftrittst, empfinde ich dich nie als arrogant, zumal du lässt dich auch von Anderen zum nachdenken anregen lässt und zeigst eine ganz klare Kontur und - Kultur!

So jetzt aber Ende mit meiner „Lobhudelei“ :-) (aber ich meine das ganz Ernst!)


*das Video zum Braunkohletagebau in der Lausitz! Das Herz tut einem weh! Du weißt, wir haben hier im Westen Kölns dieselbe Problematik (gehabt), ganz Dörfer weggehobelt, mit katastrophalen Umweltfolgen aufgrund fragwürdiger Energiekonzepte.

----------------------------------

Ich wollte noch kurz was zu dem Thema „Reizwort-Gegenreizwort“ etwas sagen. Was haltet ihr von dem Satz:

„Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.“

Reiz - FREIHEIT - Reaktion


Herzlichst
Barbara


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#191

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 26.04.2013 12:15
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Jobnomade im Beitrag #181
Hallo Hackel und Grenzgängerin,

da fällt mir gerade ein:
in unserer Diskussion hier haben wir so ein nettes Beispiel, wie schwarze Rhetorik funktioniert:
Ich rücke einen Diskussionspartner in ein schlechtes Licht, indem ich ihn unvollständig zitiere (selektive Wahrnehmung) und dann noch eine abfällige Bemerkung dazu mache. Und wenn ich Erfolg damit habe (keiner durchschaut mich) - bekomme ich dafür Beifall vom Mob (was in diesem Falle hier nicht passiert ist)

Siehe Beitrag #170
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
"Mein Parteibuch habe ich am 3.Oktober 1989 abgegeben @Jobnomade

Richtig so,hatte ja auch keinen Sinn mehr,da waren die meisten Funktionäre über Ungarn und die CSSR schon weg

War aber um diese Zeit auch kein grosses Heldentum mehr,paar Jahre vorher wäre besser gewesen. "
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Deswegen habe ich meinen Beitrag #167 wieder geändert.


Gruss Hartmut








Lieber Hartmut,

"schwarze Rethorik" - den Begriff kannte ich noch gar nicht, danke dafür! Denn er führt sogar über das hinaus, was ich "nur" mit Sackgassen-Begriffen meinte.

Sprache strategisch eingesetzt, Verlust der Authentizität, im Menschen wird ein grundsätzliches Misstrauen erzeugt. Sprache als Mittel der Herabwürdigung oder sogar Demütigung. Ich habe das ebenfalls so wie du in meiner Arbeitswelt kennen gelernt. Da ich eher ein wenig impulsiv bin trug ich die Folgen - im Nachhinein gesehen - bin ich froh darüber.

Zu dem Beispiel von oben: als ich den entsprechenden Beitrag, las habe ich gezuckt.
Deshalb: warum nicht den Autor des Beitrags mal selbst fragen, warum er so auf den deinen reagiert hat?
Das mache ich jetzt......


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#192

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 26.04.2013 12:16
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #170
Mein Parteibuch habe ich am 3.Oktober 1989 abgegeben @Jobnomade

Richtig so,hatte ja auch keinen Sinn mehr,da waren die meisten Funktionäre über Ungarn und die CSSR schon weg

War aber um diese Zeit auch kein grosses Heldentum mehr,paar Jahre vorher wäre besser gewesen.




Pit, was genau wolltest du damit sagen?


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#193

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 26.04.2013 17:03
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #190
Zitat von Hackel39 im Beitrag #189
[quote=grenzgaengerin|p249041][quote=Hackel39|p249023][quote=grenzgaengerin|p249019][quote=Hackel39|p249015]


Guten Morgen, liebe Grenzgängerin,

eigentlich eine gute Lösung die 5 aber sie hat so etwas abschließendes, wo doch aber der Weg zur Weisheit durch Rede und Gegenrede gekennzeichnet ist.
Und die Linke ist nun mal die Gegenrede.
Im Prinzip kann es mir ja egal sein, wenn die Zukunft verzockt wird, ich hab ja keine Kinder.
Ehrlich gesagt hatte ich auch den Untergang der DDR eher analytisch als verzweifelt verfolgt, im Gegensatz zu vielen Mitforisten hier war er nicht relevant für die materiellen Aspekte meines Alltags, wohl aber für die viel höherwertigen, die nach wie vor nichts mit Konsum zu tun haben und diese Gesichtspunkte haben die höhere Priorität, wie ich es schon anderswo ausreichend beschrieben hatte.
Punkt 4 Deiner Antwort hat mich aber ein wenig nachdenklich gemacht, da hier niemand angegriffen werden soll, egal was er oder sie in welcher Stimmung auch immer so von sich gibt.
Zwar ist Hackel kein Schmuser, immerhin sind in seinem Charakter 800 Jahre Mansfelder Bergbautradition eingepreist aber er kommt hoffentlich auch nicht so aggressiv rüber, daß jemand erst den Steiger rufen muß und wenn doch, möge man ihm das fallbezogen um die Ohren hauen.
Der Bergbau ist so gut wie tot hier, was lebt ist die Tradition und hoffentlich auch die Kommunikation, trotz kleiner Blessuren, die oft über Nacht schon wieder verheilen.
Glück Auf wünscht Hackel.




mal zuerst:


Lieber Hackel,

jetzt hast du zwar deinen letzten Beitrag direkt an Grenzgängerin gerichtet, ich würde aber trotzdem gern darauf reagieren, ich hoffe sie ist damit einverstanden.

…..wo doch aber der Weg zur Weisheit durch Rede und Gegenrede gekennzeichnet ist.

Wie wahr, und wenn das noch in gegenseitiger Achtung passiert (wie ihr das hier tut!), ist die Welt ein kleines bisschen weiter - zumindest ein winziges Stück.
Und die winzigen Teile zusammen genommen sind die Grundlage für das Große, das ist meine Überzeugung.

Hackel du bist in deinem ganzen „Gesprächsauftreten“ für mich ein waschechter Kommunist, der eine überzeugte Haltung hat und wiedergibt und zwar nicht „nur“ theoretisch sondern auch in vielen anschaulichen Bildern und auch deine Link-Verweise sind sehr aufschlussreich* und „Sinn-lich“. Und in deiner offenherzigen Art über deine persönlichen Lebenserfahrungen zu erzählen. Für mich ist das ein unschätzbarer Wert, denn, ich teile deine Meinung zwar nicht in Allem (darum geht es aber auch nicht), aber du gibst mir die Möglichkeit über mich selbst nachzudenken, welche Position ich eigentlich habe, meine eigenen Meinung mal zu überprüfen und mitunter zu merken, dass ich es mir manchmal ganz schön einfach mache. - Dafür bin ich dir sehr dankbar.
Auch wenn du „kämpferisch“ auftrittst, empfinde ich dich nie als arrogant, zumal du lässt dich auch von Anderen zum nachdenken anregen lässt und zeigst eine ganz klare Kontur und - Kultur!

So jetzt aber Ende mit meiner „Lobhudelei“ :-) (aber ich meine das ganz Ernst!)


*das Video zum Braunkohletagebau in der Lausitz! Das Herz tut einem weh! Du weißt, wir haben hier im Westen Kölns dieselbe Problematik (gehabt), ganz Dörfer weggehobelt, mit katastrophalen Umweltfolgen aufgrund fragwürdiger Energiekonzepte.

----------------------------------

Ich wollte noch kurz was zu dem Thema „Reizwort-Gegenreizwort“ etwas sagen. Was haltet ihr von dem Satz:

„Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.“

Reiz - FREIHEIT - Reaktion


Herzlichst
Barbara



Siehst Du werte Barbara, da sieht man mal, daß Höflichkeit auch aussperren kann.
Wenn ich auf den Beitrag von @Grenzgängerin antworte, muß ich sie auch begrüßen (deshalb mache ich das meistens auch nicht) und somit mußt Du erst mal vor der Antwort scheuen wie das Pferdchen vorm Hindernis und das muß nicht sein.
Zum Kommunisten reicht es leider nicht, Mitforist Weichmolch hatte mich sogar schon mal als Rost am Schwert der Partei bezeichnet (FDJ...Schild und Schwert der Partei), zum Kommunisten bedarf es erheblich mehr Güte und Menschenliebe als ich sie jemals besessen habe... das ist aber eine andere Geschichte.
Es gibt diese Affinität zur Gysi- Partei aber auch aus Gründen, die ich hier noch nicht gebracht habe, ich umreiße sie nur zum besseren Verständnis und befürchte, daß es möglicherweise eine Duplizität der Ereignisse geben könnte.
Das Mansfelder Land war vor 500 Jahren genauso eine Großmacht bezogen auf Deutschland wie Deutschland eine ist bezogen auf Europa, basierend auf unvorstellbar ergiebigen Lagerstätten von Kupfer und Silber und die Mansfelder Grafen waren die Flicks und Haubs des Mittelalters.
Leider konnten sie in den florierenden Handel mit den Rohstoffen aber nicht so einsteigen wie sie wollten und ein Syndikatsvertrag über den Absatz des Kupfers ließ nur soviel Absatz zu wie es in Nürnberg, Frankfurt und Antwerpen zugelassen wurde (so wie China, Indien & Co heute die Kreise der ehemals ersten Welt stören).
Die Grafen reagierten nun mit restriktiven Maßnahmen, die vor allem die Bergleute trafen (Hartz 4 läßt grüßen), da immer mehr Hüttenmeister enteignet wurden (450 Jahre später schloß Nokia, Blaupunkt....merkst Du was ?)
Unter diesen Bergleuten war der Bruder Martin Luthers, dem die Enteignung des Erbfeuers drohte und somit gab Jacob den Anlaß dazu, daß Martin Luther sich mit den bis dahin friedlich gesonnenen Grafen überwarf und ihnen prophezeite, daß die Grafschaft somit verarmen würde, was dann auch geschah.
Die darauf folgenden Unruhen und das Krisenmanagement der Feuerverteilung half nichts mehr, genauso wenig wie die Tricksereien des Münzmeisters Antonius Koburger, der den Grafen von Mansfeld - Mittelort noch einmal vor dem Ruin retten konnte (der Rettungsschirm läßt grüßen...), indem er ihm trotz lausiger Bonität noch mal einen Kredit gab, für den er als Sicherheit einen Schuldschein bekam, der auf die inzwischen unrentablen Bergwerke (nennen wir sie Hellas- Berge) basierte.
Aber die Gier der Grafen nach Prunk und Protzerei kannte kein Ende und so kam es wie es kommen mußte, nach einer weiteren Teilung der Grafenlinie trat 1564 die ganze Schuldenlast zu Tage.
Es war eine Inventur wie 1989 in der DDR, mit 12 Mrd. Euro Kupfer (heutige Wertermittlung) unter den Füßen, schlitterte man in den Bankrott, weil man das Volk, das man brauchte, nicht mitnahm, weil man nicht auf mahnende Stimmen hörte und nicht vor dem Schaden zum großen Schritt bereit war.
Sechs Jahre später waren die Grafen pleite und wurden zwangsenteignet, was eben Luther vorausgesehen hatte, so wie Lafontaine einst die Finanzkrise hatte kommen sehen.
Luther war leider nur wie Merkel ein Prediger, das Mansfelder Land hätte vielleicht einen Thomas Müntzer gebraucht, wo wie wir heute...ach lassen wir es, ist zu weit weg vom Thema, wenngleich Luther aber unbedingt hier her gehört, schon wegen seiner derben Aussprache.
(Quelle des kleinen historischen Ausflugs "Reichtum der Provinz- Städte in Mitteldeutschland", S. 38 ff, Quelle der Interpretation: Hackel 2013).



DoreHolm, Jobnomade und hardi24a haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#194

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 26.04.2013 22:54
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Super, hackel39, Dein historischer Exkurs mit Gegenwartsbezug. Schätze ich als Hobbygeologe, Mineraliensammler und allgemein montangeschichtlich Interessierter sehr. Übrigens, den Text des Steigerliedes kann ich aus den Stehgreif intonieren. Und noch was, was ich vor einigen jahren auch noch nicht wußte: Die Hauptmenge Silber wurde nicht im Arzgbirg gefördert, sondern im Mansfeldischen. Auch soll die DDR damals der weltgrößte Produzent von Rhenium gewesen sein (Hitzteschilde bei Raketen), welches bei der Erzaufbereitung anfiel. 12 kg Gold pro Jahr kamen ebenfalls raus, hörten wir mal in einem Vortrag.



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#195

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 27.04.2013 12:35
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Liebe Barbara,
da bin ich jetzt mal wirklich gespannt, welche Antwort Du auf den Beitrag #192 bekommen wirst.

Auf meinen Beitrag #177 möchte ich noch mal zurückkommen:
Ich bin sicher, dass es mir der Autor verzeiht, wenn ich ihn ohne Quellenangabe hier zitiere - zu bekannt sind diese Worte.
Dieses Buch steht übrigens in meinem Regal neben diesem Titel:
http://www.amazon.de/dp/3442337747/?tag=...c_df_3442337747

Herzliche Grüsse von Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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#196

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 27.04.2013 12:50
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Hallo Hackel,

danke für Deine hochinteressanten Ausführungen über die Geschichte des Mansfelder Landes in #193.
Ein paar kleine Anmerkungen habe ich zu dem Beitrag:
Die FDJ war die "Kampfreserve der Partei", das "Schild und Schwert" war das MfS - ein kleiner, aber wichtiger Unterschied - nicht ?
Siehst Du, so schnell verblassen die Erinnerungen

Und nun ein kleiner Lichtblick:
Ein ehemaliger Teil des Mansfeld-Kombinats wurde 1991 von meinem heutigen Arbeitgeber, einem hier sehr angesehenen Mittelständler hier in der Region, aufgekauft - heute werden die Leiterplatten unserer Geräte in einem hochmoderen Werk in Siersleben bestückt - ca. 50 Beschäftigte. Ein paar Kollegen der 1.Stunde kenne ich persönlich, die Freude ist immer gross, wenn wir uns begegnen, sie kennen meine Biografie.
Du siehst - der Kapitalismus kann auch ein anderes Gesicht haben...

Herzlichen Gruss von Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 27.04.2013 12:54 | nach oben springen

#197

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 27.04.2013 14:33
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #193
Zitat von Barbara im Beitrag #190
Zitat von Hackel39 im Beitrag #189
[quote=grenzgaengerin|p249041][quote=Hackel39|p249023][quote=grenzgaengerin|p249019][quote=Hackel39|p249015]


Guten Morgen, liebe Grenzgängerin,

eigentlich eine gute Lösung die 5 aber sie hat so etwas abschließendes, wo doch aber der Weg zur Weisheit durch Rede und Gegenrede gekennzeichnet ist.
Und die Linke ist nun mal die Gegenrede.
Im Prinzip kann es mir ja egal sein, wenn die Zukunft verzockt wird, ich hab ja keine Kinder.
Ehrlich gesagt hatte ich auch den Untergang der DDR eher analytisch als verzweifelt verfolgt, im Gegensatz zu vielen Mitforisten hier war er nicht relevant für die materiellen Aspekte meines Alltags, wohl aber für die viel höherwertigen, die nach wie vor nichts mit Konsum zu tun haben und diese Gesichtspunkte haben die höhere Priorität, wie ich es schon anderswo ausreichend beschrieben hatte.
Punkt 4 Deiner Antwort hat mich aber ein wenig nachdenklich gemacht, da hier niemand angegriffen werden soll, egal was er oder sie in welcher Stimmung auch immer so von sich gibt.
Zwar ist Hackel kein Schmuser, immerhin sind in seinem Charakter 800 Jahre Mansfelder Bergbautradition eingepreist aber er kommt hoffentlich auch nicht so aggressiv rüber, daß jemand erst den Steiger rufen muß und wenn doch, möge man ihm das fallbezogen um die Ohren hauen.
Der Bergbau ist so gut wie tot hier, was lebt ist die Tradition und hoffentlich auch die Kommunikation, trotz kleiner Blessuren, die oft über Nacht schon wieder verheilen.
Glück Auf wünscht Hackel.




mal zuerst:


Lieber Hackel,

jetzt hast du zwar deinen letzten Beitrag direkt an Grenzgängerin gerichtet, ich würde aber trotzdem gern darauf reagieren, ich hoffe sie ist damit einverstanden.

…..wo doch aber der Weg zur Weisheit durch Rede und Gegenrede gekennzeichnet ist.

Wie wahr, und wenn das noch in gegenseitiger Achtung passiert (wie ihr das hier tut!), ist die Welt ein kleines bisschen weiter - zumindest ein winziges Stück.
Und die winzigen Teile zusammen genommen sind die Grundlage für das Große, das ist meine Überzeugung.

Hackel du bist in deinem ganzen „Gesprächsauftreten“ für mich ein waschechter Kommunist, der eine überzeugte Haltung hat und wiedergibt und zwar nicht „nur“ theoretisch sondern auch in vielen anschaulichen Bildern und auch deine Link-Verweise sind sehr aufschlussreich* und „Sinn-lich“. Und in deiner offenherzigen Art über deine persönlichen Lebenserfahrungen zu erzählen. Für mich ist das ein unschätzbarer Wert, denn, ich teile deine Meinung zwar nicht in Allem (darum geht es aber auch nicht), aber du gibst mir die Möglichkeit über mich selbst nachzudenken, welche Position ich eigentlich habe, meine eigenen Meinung mal zu überprüfen und mitunter zu merken, dass ich es mir manchmal ganz schön einfach mache. - Dafür bin ich dir sehr dankbar.
Auch wenn du „kämpferisch“ auftrittst, empfinde ich dich nie als arrogant, zumal du lässt dich auch von Anderen zum nachdenken anregen lässt und zeigst eine ganz klare Kontur und - Kultur!

So jetzt aber Ende mit meiner „Lobhudelei“ :-) (aber ich meine das ganz Ernst!)


*das Video zum Braunkohletagebau in der Lausitz! Das Herz tut einem weh! Du weißt, wir haben hier im Westen Kölns dieselbe Problematik (gehabt), ganz Dörfer weggehobelt, mit katastrophalen Umweltfolgen aufgrund fragwürdiger Energiekonzepte.

----------------------------------

Ich wollte noch kurz was zu dem Thema „Reizwort-Gegenreizwort“ etwas sagen. Was haltet ihr von dem Satz:

„Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.“

Reiz - FREIHEIT - Reaktion


Herzlichst
Barbara



Siehst Du werte Barbara, da sieht man mal, daß Höflichkeit auch aussperren kann.
Wenn ich auf den Beitrag von @Grenzgängerin antworte, muß ich sie auch begrüßen (deshalb mache ich das meistens auch nicht) und somit mußt Du erst mal vor der Antwort scheuen wie das Pferdchen vorm Hindernis und das muß nicht sein.
Zum Kommunisten reicht es leider nicht, Mitforist Weichmolch hatte mich sogar schon mal als Rost am Schwert der Partei bezeichnet (FDJ...Schild und Schwert der Partei), zum Kommunisten bedarf es erheblich mehr Güte und Menschenliebe als ich sie jemals besessen habe... das ist aber eine andere Geschichte.
Es gibt diese Affinität zur Gysi- Partei aber auch aus Gründen, die ich hier noch nicht gebracht habe, ich umreiße sie nur zum besseren Verständnis und befürchte, daß es möglicherweise eine Duplizität der Ereignisse geben könnte.
Das Mansfelder Land war vor 500 Jahren genauso eine Großmacht bezogen auf Deutschland wie Deutschland eine ist bezogen auf Europa, basierend auf unvorstellbar ergiebigen Lagerstätten von Kupfer und Silber und die Mansfelder Grafen waren die Flicks und Haubs des Mittelalters.
Leider konnten sie in den florierenden Handel mit den Rohstoffen aber nicht so einsteigen wie sie wollten und ein Syndikatsvertrag über den Absatz des Kupfers ließ nur soviel Absatz zu wie es in Nürnberg, Frankfurt und Antwerpen zugelassen wurde (so wie China, Indien & Co heute die Kreise der ehemals ersten Welt stören).
Die Grafen reagierten nun mit restriktiven Maßnahmen, die vor allem die Bergleute trafen (Hartz 4 läßt grüßen), da immer mehr Hüttenmeister enteignet wurden (450 Jahre später schloß Nokia, Blaupunkt....merkst Du was ?)
Unter diesen Bergleuten war der Bruder Martin Luthers, dem die Enteignung des Erbfeuers drohte und somit gab Jacob den Anlaß dazu, daß Martin Luther sich mit den bis dahin friedlich gesonnenen Grafen überwarf und ihnen prophezeite, daß die Grafschaft somit verarmen würde, was dann auch geschah.
Die darauf folgenden Unruhen und das Krisenmanagement der Feuerverteilung half nichts mehr, genauso wenig wie die Tricksereien des Münzmeisters Antonius Koburger, der den Grafen von Mansfeld - Mittelort noch einmal vor dem Ruin retten konnte (der Rettungsschirm läßt grüßen...), indem er ihm trotz lausiger Bonität noch mal einen Kredit gab, für den er als Sicherheit einen Schuldschein bekam, der auf die inzwischen unrentablen Bergwerke (nennen wir sie Hellas- Berge) basierte.
Aber die Gier der Grafen nach Prunk und Protzerei kannte kein Ende und so kam es wie es kommen mußte, nach einer weiteren Teilung der Grafenlinie trat 1564 die ganze Schuldenlast zu Tage.
Es war eine Inventur wie 1989 in der DDR, mit 12 Mrd. Euro Kupfer (heutige Wertermittlung) unter den Füßen, schlitterte man in den Bankrott, weil man das Volk, das man brauchte, nicht mitnahm, weil man nicht auf mahnende Stimmen hörte und nicht vor dem Schaden zum großen Schritt bereit war.
Sechs Jahre später waren die Grafen pleite und wurden zwangsenteignet, was eben Luther vorausgesehen hatte, so wie Lafontaine einst die Finanzkrise hatte kommen sehen.
Luther war leider nur wie Merkel ein Prediger, das Mansfelder Land hätte vielleicht einen Thomas Müntzer gebraucht, wo wie wir heute...ach lassen wir es, ist zu weit weg vom Thema, wenngleich Luther aber unbedingt hier her gehört, schon wegen seiner derben Aussprache.
(Quelle des kleinen historischen Ausflugs "Reichtum der Provinz- Städte in Mitteldeutschland", S. 38 ff, Quelle der Interpretation: Hackel 2013).




Wo und was Hackel ist der Ur-Grund für dieses Zyklische, immer Wiederkehrende? Was übersehen wir andauernd in unseren Betrachtungen?
(Ich weiß es nicht, nicht dass ein falscher Eidnruck entsteht!)


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#198

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 27.04.2013 14:38
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #196
Hallo Hackel,

danke für Deine hochinteressanten Ausführungen über die Geschichte des Mansfelder Landes in #193.
Ein paar kleine Anmerkungen habe ich zu dem Beitrag:
Die FDJ war die "Kampfreserve der Partei", das "Schild und Schwert" war das MfS - ein kleiner, aber wichtiger Unterschied - nicht ?
Siehst Du, so schnell verblassen die Erinnerungen

Und nun ein kleiner Lichtblick:
Ein ehemaliger Teil des Mansfeld-Kombinats wurde 1991 von meinem heutigen Arbeitgeber, einem hier sehr angesehenen Mittelständler hier in der Region, aufgekauft - heute werden die Leiterplatten unserer Geräte in einem hochmoderen Werk in Siersleben bestückt - ca. 50 Beschäftigte. Ein paar Kollegen der 1.Stunde kenne ich persönlich, die Freude ist immer gross, wenn wir uns begegnen, sie kennen meine Biografie.
Du siehst - der Kapitalismus kann auch ein anderes Gesicht haben...

Herzlichen Gruss von Hartmut


Hallo Hartmut,
das mit dem Schild und Schwert ist wohl richtig und somit verstehe ich die Anmache von damals (vor etlichen Monaten) erst recht nicht, da ich mit dem MfS eigentlich nichts zu tun hatte.
Aber Du verwechselst auch was, der Kapitalismus ist nur der Spiegel und das Gesicht, das Du gesehen hast, könnte ja trotzdem noch sozialistisch sein, noch ist er nicht ganz tot und schon gar nicht im Roten Mansfeld.
Aber bevor mich Hobbygeologe DoreHolm ermahnt, daß mit dem Rot der Boden und nicht die Gesinnung gemeint ist, räume ich es schon mal selber ein....
Gruß Hackel.



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#199

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 27.04.2013 14:57
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #197
[quote=Hackel39|p249264][quote=Barbara|p249203][quote=Hackel39|p249166][quote=grenzgaengerin|p249041][quote=Hackel39|p249023][quote=grenzgaengerin|p249019][quote=Hackel39|p249015]


Wo und was Hackel ist der Ur-Grund für dieses Zyklische, immer Wiederkehrende? Was übersehen wir andauernd in unseren Betrachtungen?
(Ich weiß es nicht, nicht dass ein falscher Eidnruck entsteht!)



Hallo Barbara,

Eine hochinteressante Frage, es hat wohl mit Tradition zu tun, man will immer in irgendwelche Fußstapfen treten, es besser oder anders machen als die Vorgänger, was ja bis zu einem gewissen Grade auch geschieht.
Wir haben eine komplette Generation Frieden in Deutschland, die Kommunikation ist überwiegend sachlicher auch wenn es ernste Konflikte gibt und das Rad der Geschichte immer mal Plattfüße hat, es kommt doch nie zum Stillstand.
Der Blick und das Gefühl für Sackgassen wird offenbar immer schärfer, nicht umsonst haben wir bald das Recht auf Kindergartenplätze oder den Mindestlohn, nicht umsonst unterläßt Obama den Angriff auf Syrien.
Es gibt zwar Pannen und Wackler ohne Ende, das Gefährt rollt aber trotz alledem einem gewissen Fortschritt entgegen, andernfalls würde es nicht immer mehr Leuten so gut gehen trotz aller makropolitischen und makroökonomischen Unwägbarkeiten.
Die Gefahr etwas zu übersehen, erhöht sich in dem Maße in dem man es verlernt einander zuzuhören und sich auf Augenhöhe zu begegnen.
Auch muß die Sackgasse nicht zwingend eine Wand sein, sie kann auch eine Stolperfalle oder ein Graben sein, das gilt es zu erkennen.
Aber was meinst Du mit dem falschen Eindruck ?
Gruß Hackel.



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#200

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 27.04.2013 15:27
von Barbara (gelöscht)
avatar

Zitat von Hackel39 im Beitrag #199
Zitat von Barbara im Beitrag #197
[quote=Hackel39|p249264][quote=Barbara|p249203][quote=Hackel39|p249166][quote=grenzgaengerin|p249041][quote=Hackel39|p249023][quote=grenzgaengerin|p249019][quote=Hackel39|p249015]


Wo und was Hackel ist der Ur-Grund für dieses Zyklische, immer Wiederkehrende? Was übersehen wir andauernd in unseren Betrachtungen?
(Ich weiß es nicht, nicht dass ein falscher Eidnruck entsteht!)



Hallo Barbara,

Eine hochinteressante Frage, es hat wohl mit Tradition zu tun, man will immer in irgendwelche Fußstapfen treten, es besser oder anders machen als die Vorgänger, was ja bis zu einem gewissen Grade auch geschieht.
Wir haben eine komplette Generation Frieden in Deutschland, die Kommunikation ist überwiegend sachlicher auch wenn es ernste Konflikte gibt und das Rad der Geschichte immer mal Plattfüße hat, es kommt doch nie zum Stillstand.
Der Blick und das Gefühl für Sackgassen wird offenbar immer schärfer, nicht umsonst haben wir bald das Recht auf Kindergartenplätze oder den Mindestlohn, nicht umsonst unterläßt Obama den Angriff auf Syrien.
Es gibt zwar Pannen und Wackler ohne Ende, das Gefährt rollt aber trotz alledem einem gewissen Fortschritt entgegen, andernfalls würde es nicht immer mehr Leuten so gut gehen trotz aller makropolitischen und makroökonomischen Unwägbarkeiten.
Die Gefahr etwas zu übersehen, erhöht sich in dem Maße in dem man es verlernt einander zuzuhören und sich auf Augenhöhe zu begegnen.
Auch muß die Sackgasse nicht zwingend eine Wand sein, sie kann auch eine Stolperfalle oder ein Graben sein, das gilt es zu erkennen.
Aber was meinst Du mit dem falschen Eindruck ?
Gruß Hackel.




trotz alledem einem gewissen Fortschritt entgegen
Was ist der Fortschritt? Was ist eigentlich das Ziel? WANN?

Was wollen wir eigentlich?

Essen, trinken, arbeiten, lieben, mutig sein, feige sein, aufbrechen, abbrechen, verstummen, schreien, handeln, verhandeln, sehen, blind sein, Kontrolle, aufgeben....

Wenn du kein Kommunist bist - wer soll es denn sonst sein? Wer kann dir dieses Prädikat verleihen? Es gibt keinen Kommunismus außerhalb des Menschen!
Der Kommunismus ist keine "Idee" sondern ein ethisches Postulat gegründet auf dem Humanismus.
Er ist eine tägliche Herausforderung nicht ein irgendwann in der was weiß ich Ferne liegendes Heil.
Güte (< die Charaktereigenschaft von "gut") existiert nicht außerhalb des Menschen!
Entweder der Mensch ist heute "gut" oder er ist es nie!


Ich bin dir sehr dankbar für diesen Satz:

Die Gefahr etwas zu übersehen, erhöht sich in dem Maße in dem man es verlernt einander zuzuhören und sich auf Augenhöhe zu begegnen.




Aber was meinst Du mit dem falschen Eindruck ?

Ich wollte damit sagen, dass ich nicht mehr weiß, als jeder andere hier.


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