#221

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 01:40
von seaman | 3.487 Beiträge

Die Entwicklung spricht eine andere Sprache.

seaman


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#222

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 02:01
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von seaman im Beitrag #221

Die Entwicklung spricht eine andere Sprache.

seaman


Welche Entwicklung meinst Du?

LG von der grenzgaengerin


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#223

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 02:04
von seaman | 3.487 Beiträge

Das Ende der DDR.

seaman


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#224

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 02:16
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von seaman im Beitrag #223

Das Ende der DDR.

seaman


Da sind die Messen gelesen. Da gebe ich Dir recht. Doch die Entwicklung geht weiter. Ich könnte jetzt mit der Dialektik kommen. Doch der Ruf meines Bettes ist stärker.

Nur noch eine Frage zur Nacht. Müssen Jünger der Marxschen Lehre zwangsläufig Kommunisten sein?

Bis denne un LG von der grenzgaengerin


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#225

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 02:21
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #224
Zitat von seaman im Beitrag #223

Das Ende der DDR.

seaman


Da sind die Messen gelesen. Da gebe ich Dir recht. Doch die Entwicklung geht weiter. Ich könnte jetzt mit der Dialektik kommen. Doch der Ruf meines Bettes ist stärker.

Nur noch eine Frage zur Nacht. Müssen Jünger der Marxschen Lehre zwangsläufig Kommunisten sein?

Bis denne un LG von der grenzgaengerin




Nein.

Die Expropriation des Expropiateurs gekonnt umsetzen lässt auch andere Varianten zu.

seaman


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#226

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 02:24
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von seaman im Beitrag #225


Nein.

Die Expropriation des Expropiateurs gekonnt umsetzen lässt auch andere Varianten zu.

seaman



Hoffentlich gibt Barbara nicht auf, wenn sie das liest.

LG von der grenzgaengerin


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#227

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 02:29
von seaman | 3.487 Beiträge

Na ja,
es sind viele Seefahrer aufgebrochen um Amerika zu entdecken...und haben das mit ihrem Leben bezahlt.
Die Menschheit hat schon Einiges während ihrer Entwicklung gemeistert.D a s werden sie auch noch hinbekommen.

seaman


zuletzt bearbeitet 01.05.2013 02:31 | nach oben springen

#228

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 08:41
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #214
Zitat von Hackel39 im Beitrag #213

Auf der Kreisparteischule 1987 war ich dann vermutlich der einzige aus der Seminargruppe, der sein "Kapital" gelesen hatte, wobei ich heute sagen muß, daß ich als Westkind möglicherweise vieles besser verstanden hätte..



Hallo Hackel,

warum musste man "Westkind" sein, um Marx möglicherweise besser zu verstehen? Ich beginn jetzt an mir zu zweifeln

LG von der grenzgaengerin





Guten Morgen Grenzgängerin,
eben weil ich als Westkind die Existenzängste meiner Eltern hätte spüren können, die ich als Ostkind nur aus Zeitungen und Fernsehen kannte, vielleicht auch weil ich mich darüber gewundert hätte, daß einige Kinder auf dem Eislebener Wiesenmarkt nach 1-2 Stunden schon wieder abreisen mußten, weil das Geld alle war und andere alle drei Tage mitnehmen konnten.
Weil ich mit dem Bus eine Stunde über Land fahren müßte, um zur Schule zu kommen, die im Heimatort aus Kostengründen nicht mehr rentabel gewesen wäre, weil meine großen Geschwister auch nach der dritten abgeschlossenen Lehre noch keine anständig bezahlte Arbeit gefunden hätten, weil der Vater nur 5-6 Tage im Monat zu Hause ist um in der Fremde ein normales Gehalt zu bekommen oder die Mutter wegen ihrer DKP- Mitgliedschaft keine Lehrerin sein durfte, eben alles worüber ich heute froh bin, kein Kind mehr zu sein.
Sicherlich hätte ich als Westkind genauso viel gelesen wie als Ostkind und hätte mich objektiver informieren können.
Viel gemütlicher als heute, wäre es in der alten BRD wahrscheinlich auch nicht für Kinder.
Ich nehme Deine Erwiderung mal vorweg, daß sich auch Altbundesbürger gern an ihre Kindheit erinnern und daß sich die Extremfälle (z. B. Jugenwerkhof-Ost-...Bahnhof Zoo -West-) gegenseitig weg kürzen, nur um nicht in der Sackgasse zu landen.
In der Substanz meiner Aussage heißt das, daß wir in der DDR nur den theoretischen Kapitalismus kannten, auch wenn wir beispielsweise in internationalen Ferienlagern (z. B. mein Schuljahr 1978 in Bad Schmiedeberg) mit Westkindern zu tun hatten, mit denen kamen wir aber nur zu Wettkampf und Spiel zu fest geplanten Zeiten zusammen.
Solche Chancen des Kennenlernens hat man verstreichen lassen, warum auch immer, sei es aus Angst, Bevormundung oder fehlenden Vertrauen seitens der Lagerleitung, was weiß ich.
Ich hoffe, Deine Zweifel etwas ausgeräumt zu haben, wenngleich der Marxfilm (Link..."Mohr und die Raben von London") in der Kulisse des Manchester- Kapitalismus wenig mit der BRD der 1970er Jahre zu tun hat, das Modell war aber gleich, nur die Ausbeutung hat ein anderes Gesicht.
Gruß Hackel.



seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#229

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 08:59
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #226
Zitat von seaman im Beitrag #225


Nein.

Die Expropriation des Expropiateurs gekonnt umsetzen lässt auch andere Varianten zu.

seaman



Hoffentlich gibt Barbara nicht auf, wenn sie das liest.

LG von der grenzgaengerin



Solche schweren Wörter kennt nur einer, der hier war:

http://www.ardmediathek.de/mdr-fernsehen...mentId=14399454

Bemerkenswert, daß Frau Enkelmann als Absolventin sogar zugibt, noch nie etwas vom Hitler- Stalin - Pakt gehört zu haben und von ihren Kommilitonen aus der BRD nachgeschult werden mußte.
Es gab noch hunderte solcher Wissenslücken dafür macht's Frau Wagenknecht besser, die hört beiden Seiten aufmerksam zu.



zuletzt bearbeitet 01.05.2013 09:00 | nach oben springen

#230

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 09:25
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #228

Ich nehme Deine Erwiderung mal vorweg, daß sich auch Altbundesbürger gern an ihre Kindheit erinnern und daß sich die Extremfälle (z. B. Jugenwerkhof-Ost-...Bahnhof Zoo -West-) gegenseitig weg kürzen, nur um nicht in der Sackgasse zu landen.



Guten morgen Hackel,

etwas mag ich überhaupt nicht. Wenn man mir Worte in den Mund legt, die ich beim Schréiben meiner letzten Beiträge, nicht im Ansatz gedacht habe. Oder hast Du das aus meinen Beiträgen abgleitet? Ich habe mich redlich bemüht die DDR mit keinem Wort zu erwähnen. Denn wenn man im Zusammenhang mit der Marxschen Lehre die DDR anführt landet man fast immer in der Sackgasse.Zumindest habe ich die Erfahrung gemacht

Um aus der Sackgasse rauszukommen, in die ich "reingeschubbst" wurde, hier etwas zum 1.Mai und dessen Geschichte.

http://www.redglobe.de/international/1-m...-arbeiterklasse

Frau Enkelmann mit Frau Wagenknecht zu vergleichen finde ich unfair, da sie beide zwei unterschiedlichen Generationen mit ganz anderen Möglichkeiten angehören. Ich finde es eher bemerkenswert, dass Frau Enkelmann ihre Wissenslücken zugab und dass sie sich um Quellen bemühte, die ihr offiziell verschlossen blieben.

LG von der grenzgaengerin


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#231

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 10:42
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #216
Zitat von DoreHolm im Beitrag #215


Ich vermute mal, weil es für die Kinder Ost nur graue Theorie war, für die Kinder West aus den Erzählungen ihrer Eltern aber einen gewissen Praxisbezug hatte und Theorie und Praxis sind eben einprägsamer und verständlicher als nur Theorie oder nur Praxis.




Ich denke nicht, dass die Erzählungen der Eltern der Kinder der Nachkriegsgeneration im "Westen" Marx näher gebracht haben. Wobei ich zugeben muss, dass Ende der 60-ger, Anfang der 70-ger im Westen nicht wenige dieser "Kinder" und Jugendlichen der Marxschen Lehre aufgeschlossen waren. Aus unterschiedlichen Gründen.

Irgendwo hat Hackel geschrieben, (sinngemäß) dass die Menschen für den Sozialismus fit sein müssen. Ich frage mich, ist die Marxsche Lehre fit für die Menschen?

Vielleicht hilft ein "Marx für dummies" weiter? Das soll nicht abwertend sein. Das Interesse scheint groß zu sein. Habe eben mal "Marx für dummies" gegoogelt: über 1,4 Mio Einträge.

LG von der grenzgaengerin

EDIT. Nicht abwertend - weder für Marx, noch für die, die keinen Zugang zu ihm finden.











Vielleicht war Marx im Westen schick und im Osten halt Sch...e?
Ist ja eventuell ein Unterschied ob ich gut bürgerlich ausgestattet Sozialismus spiele oder den jeden Tag vor der Haustür habe.


zuletzt bearbeitet 01.05.2013 10:47 | nach oben springen

#232

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 11:03
von Diskus303 | 485 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #230
Zitat von Hackel39 im Beitrag #228

Ich nehme Deine Erwiderung mal vorweg, daß sich auch Altbundesbürger gern an ihre Kindheit erinnern und daß sich die Extremfälle (z. B. Jugenwerkhof-Ost-...Bahnhof Zoo -West-) gegenseitig weg kürzen, nur um nicht in der Sackgasse zu landen.



Guten morgen Hackel,

etwas mag ich überhaupt nicht. Wenn man mir Worte in den Mund legt, die ich beim Schréiben meiner letzten Beiträge, nicht im Ansatz gedacht habe. Oder hast Du das aus meinen Beiträgen abgleitet? Ich habe mich redlich bemüht die DDR mit keinem Wort zu erwähnen. Denn wenn man im Zusammenhang mit der Marxschen Lehre die DDR anführt landet man fast immer in der Sackgasse.Zumindest habe ich die Erfahrung gemacht

Um aus der Sackgasse rauszukommen, in die ich "reingeschubbst" wurde, hier etwas zum 1.Mai und dessen Geschichte.

http://www.redglobe.de/international/1-m...-arbeiterklasse

Frau Enkelmann mit Frau Wagenknecht zu vergleichen finde ich unfair, da sie beide zwei unterschiedlichen Generationen mit ganz anderen Möglichkeiten angehören. Ich finde es eher bemerkenswert, dass Frau Enkelmann ihre Wissenslücken zugab und dass sie sich um Quellen bemühte, die ihr offiziell verschlossen blieben.

LG von der grenzgaengerin



Hier sollte doch tatsächlich der zeitliche Aspekt/Verlauf betrachtet werden: Fr. Enkelman hat die Wissenslücke zum Zeitpunkt der Entstehung dieses (durchaus interessanten Beitrages) eingestanden... , daß Sie um Quellen und Nachweise gebeten hat, geht allerings nicht aus der Reportage hervor. Vielmehr bringt Sie zum Ausdruck, daß die "Studenten"entsprechende Geschichtsbücher (unaufgefordert??) von zu Hause mitbrachten.
Interressant währe auch zu wissen, wie seinerzeit damit umgegangen wurde...(hat Fr. Enkelmann diese - nicht nur für Sie - unbekannten Informationen offiziell gemacht? Oder verschwanden diese Bücher sagen wie mal in einer privaten Schattenbibliothek....
Aber das währe schon wieder ein neues Thema/ Thread


Gruß Axel
zuletzt bearbeitet 01.05.2013 11:05 | nach oben springen

#233

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 11:13
von Moskwitschka (gelöscht)
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Hast recht mit Deinem Einwurf, Axel.

Ich habe es einerseits falsch formuliert und bin andererseits von mir ausgegangen. Ich habe auch Geschichte studiert und konnte nicht genug Literatur aus dem "Westen" bekommen.

So vermischt sich beim Sehen solcher Beiträge immer ganz schnell etwas.

LG von der grenzgaengerin

EDIT Ich bin übrigens genau auf diese Problematik "Hitler-Stalin-Pakt" 1973 in der Sowjetunion aufmerksam gemacht worden. Ich bin immer wieder nach meiner Haltung zu Rebintrop gefragt worden


zuletzt bearbeitet 01.05.2013 11:27 | nach oben springen

#234

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 19:11
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #230
Zitat von Hackel39 im Beitrag #228

Ich nehme Deine Erwiderung mal vorweg, daß sich auch Altbundesbürger gern an ihre Kindheit erinnern und daß sich die Extremfälle (z. B. Jugenwerkhof-Ost-...Bahnhof Zoo -West-) gegenseitig weg kürzen, nur um nicht in der Sackgasse zu landen.



Guten morgen Hackel,

etwas mag ich überhaupt nicht. Wenn man mir Worte in den Mund legt, die ich beim Schréiben meiner letzten Beiträge, nicht im Ansatz gedacht habe. Oder hast Du das aus meinen Beiträgen abgleitet? Ich habe mich redlich bemüht die DDR mit keinem Wort zu erwähnen. Denn wenn man im Zusammenhang mit der Marxschen Lehre die DDR anführt landet man fast immer in der Sackgasse.Zumindest habe ich die Erfahrung gemacht

Um aus der Sackgasse rauszukommen, in die ich "reingeschubbst" wurde, hier etwas zum 1.Mai und dessen Geschichte.

http://www.redglobe.de/international/1-m...-arbeiterklasse

Frau Enkelmann mit Frau Wagenknecht zu vergleichen finde ich unfair, da sie beide zwei unterschiedlichen Generationen mit ganz anderen Möglichkeiten angehören. Ich finde es eher bemerkenswert, dass Frau Enkelmann ihre Wissenslücken zugab und dass sie sich um Quellen bemühte, die ihr offiziell verschlossen blieben.

LG von der grenzgaengerin



Nein, verehrte Grenzgängerin, ich wollte ja eben nicht, daß Du in die Sackgasse rein fährst und hatte deshalb das Schild aufgestellt.
Ein Anwohner der Gasse würde das nicht brauchen aber trotzdem muß es da stehen, falls doch mal Ortsunkundige kommen.
Ich denke ja beim Schreiben auch an andere, die auf unseren Zug aufspringen möchten, auch wenn es laut Arbeitschutzanordnung ASAO 351/ 2 der Deutschen Reichsbahn verboten ist.
Die Marxsche Lehre von der Politischen Ökonomie kann man übrigens ohne weiteres als das Klima bezeichnen und die DDR war das Wetter.
Das ist überall anders, während unser Klima weltweit Gesetzmäßigkeiten unterliegt, die genauso wenig erforscht sind wie die gesellschaftswissenschaftlichen Thesen der Klassiker und der aktuellen Philosophen.
Und genauso wie jeder sein eigenes Wetter haben möchte, will auch jeder seinen eigenen Sozialismus/ Kapitalismus haben, nur leider sind die Störgrößen unberechenbar.
Das ist ein ewiger Kampf der Hochs und Tiefs der eigentlich erst wenn die Sonne alle ist in der Sackgasse endet, falls nicht vorher der Komet....ach lassen wir's das hat schon mal an der Mauer geendet...
Ich finde es schade, daß für die DDR im November 1989 alles vorbei war, sie war am Ende leider nicht mehr winterfest.



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#235

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 20:52
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von furry im Beitrag #210
Erstaunlich für mich ist, was Werbeagenturen so alles aus der Sprache herausholen. Man sollte also nicht versuchen, den Sinn mancher Werbebotschaften zu verstehen, ansonsten hat man mehr Probleme als zuvor.
Z.B. dieser Satz: "Thom..yrin® kombiniert seine Wirkstoffe so ideal, dass es 15 Minuten schneller wirkt."
Für mich ist dieser Satz totaler Humbug. Wieso wirkt es schneller? Eher wäre eventuell, wenn es stimmt, richtig.
Was ist, wenn gängige Mittel schon nach 10 Minuten wirken? Wann wirkt dieses Thom..yrin?



... vor allem schneller als was :-)

Ich halte zwar Werbung aus meinem Leben ziemlich gut raus, habe mich aber früher des Öfteren gefragt, dass dieses schneller, weißer, und die ganzen Superlative etc. oft ein total schlechtes Licht auf das vorhergende Produkt der Firma wirft....

Kann uns egal sein.


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#236

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 21:07
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #213
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #212
Zitat von Hackel39 im Beitrag #208

Sagt einer, der die FDJ (statt Stasi) schon als Schild und Schwert der Partei bezeichnet hat und bei dem Karl Marx "Mohr und die Raben von London" (Roman von Ilse und Villmos Korn, keine Autobiografie !!!) geschrieben hat.
Gibt' s auch als Film, als warm up fürs Thema sozusagen.
http://www.youtube.com/watch?v=FX0eqYXC7OA
Gruß Hackel.


Hallo Hackel,

willst Du mit dem Mohren der Barbara einen Bären aufbinden?

So bekommst Du sie bestimmt nicht fit für die Marxsche Lehre

LG von der grenzgaengerin



Naja, es ist für den Anfang erst mal die niedrigst mögliche Dosierung für Kinder.
Das Buch dazu war Pflichtlektüre in der Schule, dort hatten wir genau wie das ABC einheitlich Bücher als Hausaufgabe zu lesen, das war eines von vielen und wohl auch das Dickste.
Auf der Kreisparteischule 1987 war ich dann vermutlich der einzige aus der Seminargruppe, der sein "Kapital" gelesen hatte, wobei ich heute sagen muß, daß ich als Westkind möglicherweise vieles besser verstanden hätte...



Hackel !!!!!!!!! Ich bin 57 Jahre alt :-)))))))))))))))))))))))))))

Aber ich schau's mir an - versprochen. Manchmal ist es gut komplexe Zusammenhänge auf das Einfache zu reduzieren. Sollten wir vielleicht hier auch manchmal machen?

Was ist denn jetzt Kommunismus eigentlich - mal ganz einfach gesagt?



Ein ganz kleines bisschen könnt ihr mir aber schon zutrauen, ich habe immerhin eine halbes Jahr Kommunismus in der Oberstufe gemacht und das bei einem Geschichtslehrer, der gerade "rüber gemacht" hatte, der war vielleicht streng- aber gut. Wer weiß, wer von euch bei dem vorher in der DDR Unterricht hatte.....
Und in der Abi-Prüfung habe ich eine halbe Std. über das Kom. Manifest referiert - jetzt möchte ich ausdrücklich gelobt werden :-)))

Außerdem habe ich mal ein kleines bisschen Politik studiert ......


Mein Hinweis oben ob meiner "Inkompetenz" bezog sich auf den Thread "Sozialismus ohne Diktatur", den ich klasse finde und in den ich mich versuche reinzulesen und die ganze Theorie ist mir nun wirklich nicht so ganz präsent. Und daher: ich werde auch deinen Link lesen liebe Grenzgängerin, einfach sich nochmal Begrifflichkeiten klar machen ist super!
Deshalb: ein großes Danke an euch!


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#237

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 21:08
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #234


Die Marxsche Lehre von der Politischen Ökonomie kann man übrigens ohne weiteres als das Klima bezeichnen und die DDR war das Wetter.
Das ist überall anders, während unser Klima weltweit Gesetzmäßigkeiten unterliegt, die genauso wenig erforscht sind wie die gesellschaftswissenschaftlichen Thesen der Klassiker und der aktuellen Philosophen.
Und genauso wie jeder sein eigenes Wetter haben möchte, will auch jeder seinen eigenen Sozialismus/ Kapitalismus haben, nur leider sind die Störgrößen unberechenbar.
Das ist ein ewiger Kampf der Hochs und Tiefs der eigentlich erst wenn die Sonne alle ist in der Sackgasse endet, falls nicht vorher der Komet....ach lassen wir's das hat schon mal an der Mauer geendet...
Ich finde es schade, daß für die DDR im November 1989 alles vorbei war, sie war am Ende leider nicht mehr winterfest.




Hallo Hackel,

um in Deinem Bild zu bleiben, stelle ich fest: Die Menschen hatten einfach nicht die richtige Kleidung um den widrigen Wetterbedingungen stand zu halten. In diesem Fall hätte der Wetterbericht eine nicht unbedeutende Rolle gespielt. Und der hat immer schönes Wetter vorausgesagt.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 01.05.2013 21:10 | nach oben springen

#238

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 21:44
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #236
[quote=Hackel39|p250220][quote=grenzgaengerin|p250217][quote=Hackel39|p249916]

......

Was ist denn jetzt Kommunismus eigentlich - mal ganz einfach gesagt?



Ein ganz kleines bisschen könnt ihr mir aber schon zutrauen, ich habe immerhin eine halbes Jahr Kommunismus in der Oberstufe gemacht und das bei einem Geschichtslehrer, der gerade "rüber gemacht" hatte, der war vielleicht streng- aber gut. Wer weiß, wer von euch bei dem vorher in der DDR Unterricht hatte.....
Und in der Abi-Prüfung habe ich eine halbe Std. über das Kom. Manifest referiert - jetzt möchte ich ausdrücklich gelobt werden :-)))

Außerdem habe ich mal ein kleines bisschen Politik studiert ......


Mein Hinweis oben ob meiner "Inkompetenz" bezog sich auf den Thread "Sozialismus ohne Diktatur", den ich klasse finde und in den ich mich versuche reinzulesen und die ganze Theorie ist mir nun wirklich nicht so ganz präsent. Und daher: ich werde auch deinen Link lesen liebe Grenzgängerin, einfach sich nochmal Begrifflichkeiten klar machen ist super!
Deshalb: ein großes Danke an euch!





Also gut Barbara, dann muß es sein, hier noch mal die Geschichte mit der Apfelplantage und Hackels nicht bestandenen Kommunismus- Test.
In meiner Schulzeit war es üblich, mit der Klasse bei der Obsternte zu helfen.
Für diese Hilfe gab es Geld, 40 Pf. pro Korb, Hackel schaffte über 100 in ca. sechs Stunden, er brauchte das Geld für ein Schlauchboot, mit dem er neue Karpfengründe beangeln wollte, die vom Ufer aus nicht erreichbar waren.
Die Spaßfraktion meiner Klasse schaffte teilweise nicht mal 20 Körbe, weil mehr herumgekaspert und mit Äpfeln geworfen bzw. heimlich auf dem Wagen mitgefahren wurde anstatt sich auch einzubringen bei der Erreichung der Planziele.
Das sollte noch relevant werden für Hackel, den Streber.
Als nämlich im Vorfeld der Auszahlung darüber diskutiert wurde, den Gesamtertrag in die Klassenkasse zu überführen und gemeinsam beim Wandertag zu verprassen, bebte Frisch- FDJler Hackels Weltbild mit seiner Theorie von der materiellen Stimulierung aus dem Stabü- Unterricht und er protestierte ganz offen dagegen, heimlich beschloß er im Falle dieser kommunistischen Variante des Arbeitslebens ("Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen"... der kommunistischen Leuchtturmparole) seine Eltern einzuschalten, falls das durchgeht.
Es kam im Anschluß an diese Diskussion nicht mal zu einer Abstimmung und die Lehrerin beschloß, alles gemäß der vorherigen Absprache zu belassen.
Wäre Hackel nun schon auf dem Weg in den Kommunismus hätte er sich gesagt. "Du bist nun mal stärker als die anderen, hast mehr Ausdauer aber bestenfalls die gleichen Bedürfnisse wie Deine Mitstreiter also kannst Du auch Deinen größeren Anteil am wirtschaftlichen Erfolg dem Gemeinwesen Klassenkasse zuführen".
Bei weiteren Tests im Verlauf meines späteren Arbeitslebens hatte ich dann schon besser abgeschnitten aber für den Kommunismus war ich bis zum Schluß nicht fit genug.
Im Sozialismus hieß es noch "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Leistungen", sprich das beste zu geben (war ja auch schon was) aber eben mit der Erwartung auch besser belohnt zu werden, damit hab ich mich sehr gut arrangieren können.



Pitti53 und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#239

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 22:52
von DoreHolm | 7.708 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #238
Zitat von Barbara im Beitrag #236
[quote=Hackel39|p250220][quote=grenzgaengerin|p250217][quote=Hackel39|p249916]

......

Was ist denn jetzt Kommunismus eigentlich - mal ganz einfach gesagt?



Ein ganz kleines bisschen könnt ihr mir aber schon zutrauen, ich habe immerhin eine halbes Jahr Kommunismus in der Oberstufe gemacht und das bei einem Geschichtslehrer, der gerade "rüber gemacht" hatte, der war vielleicht streng- aber gut. Wer weiß, wer von euch bei dem vorher in der DDR Unterricht hatte.....
Und in der Abi-Prüfung habe ich eine halbe Std. über das Kom. Manifest referiert - jetzt möchte ich ausdrücklich gelobt werden :-)))

Außerdem habe ich mal ein kleines bisschen Politik studiert ......


Mein Hinweis oben ob meiner "Inkompetenz" bezog sich auf den Thread "Sozialismus ohne Diktatur", den ich klasse finde und in den ich mich versuche reinzulesen und die ganze Theorie ist mir nun wirklich nicht so ganz präsent. Und daher: ich werde auch deinen Link lesen liebe Grenzgängerin, einfach sich nochmal Begrifflichkeiten klar machen ist super!
Deshalb: ein großes Danke an euch!





Also gut Barbara, dann muß es sein, hier noch mal die Geschichte mit der Apfelplantage und Hackels nicht bestandenen Kommunismus- Test.
In meiner Schulzeit war es üblich, mit der Klasse bei der Obsternte zu helfen.
Für diese Hilfe gab es Geld, 40 Pf. pro Korb, Hackel schaffte über 100 in ca. sechs Stunden, er brauchte das Geld für ein Schlauchboot, mit dem er neue Karpfengründe beangeln wollte, die vom Ufer aus nicht erreichbar waren.
Die Spaßfraktion meiner Klasse schaffte teilweise nicht mal 20 Körbe, weil mehr herumgekaspert und mit Äpfeln geworfen bzw. heimlich auf dem Wagen mitgefahren wurde anstatt sich auch einzubringen bei der Erreichung der Planziele.
Das sollte noch relevant werden für Hackel, den Streber.
Als nämlich im Vorfeld der Auszahlung darüber diskutiert wurde, den Gesamtertrag in die Klassenkasse zu überführen und gemeinsam beim Wandertag zu verprassen, bebte Frisch- FDJler Hackels Weltbild mit seiner Theorie von der materiellen Stimulierung aus dem Stabü- Unterricht und er protestierte ganz offen dagegen, heimlich beschloß er im Falle dieser kommunistischen Variante des Arbeitslebens ("Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen"... der kommunistischen Leuchtturmparole) seine Eltern einzuschalten, falls das durchgeht.
Es kam im Anschluß an diese Diskussion nicht mal zu einer Abstimmung und die Lehrerin beschloß, alles gemäß der vorherigen Absprache zu belassen.
Wäre Hackel nun schon auf dem Weg in den Kommunismus hätte er sich gesagt. "Du bist nun mal stärker als die anderen, hast mehr Ausdauer aber bestenfalls die gleichen Bedürfnisse wie Deine Mitstreiter also kannst Du auch Deinen größeren Anteil am wirtschaftlichen Erfolg dem Gemeinwesen Klassenkasse zuführen".
Bei weiteren Tests im Verlauf meines späteren Arbeitslebens hatte ich dann schon besser abgeschnitten aber für den Kommunismus war ich bis zum Schluß nicht fit genug.
Im Sozialismus hieß es noch "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Leistungen", sprich das beste zu geben (war ja auch schon was) aber eben mit der Erwartung auch besser belohnt zu werden, damit hab ich mich sehr gut arrangieren können.


Pink: Ich glaube, dazu wurde schon mal vor einiger Zeit was gesagt, glaube als es um die Gründe des Scheiterns der DDR ging. Um diesen Slogan "Jeder nach seinen Leistungen, jedem nach seinen Bedürfnissen" zur Realität werden zu lassen, hätte es tatsächlich diesen ominösen "Neuen Menschen" geben müssen, und zwar weltweit. Dazu waren aber die entsprechenden Gene nicht bereit, sich so fix zu verändern. Ergo hätte es einen Kommunismus, wie ihn sich Idealisten und Phantasten vorgestellt hatten und den die Bevölkerung freiwillig so gelebt hätte, in tausend Jahren noch nicht ansatzweise gegeben.



Pitti53 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#240

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 23:21
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #238


"Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen"




Jetzt muss ich mal die Praktiker und die Theoretiker konkret fragen. Waren denn in der DDR überhaupt die Voraussetzungen erfüllt, dass man sich auf diese "Leuchtturmparole" berufen konnte? War es nicht eher ein Ziel?

LG von der grenzgaengerin


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