#201

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 27.04.2013 16:00
von Moskwitschka (gelöscht)
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Ich möchte hier mal wieder mit etwas Theorie reingrätschen.

Es gibt ein wunderschönes Kommunikationsmodell. In Erinnerung sind mir folgende Schlagworte: Sender, Empfänger und die 4 Ohren - Sachebene, Selbstoffenbarung, Beziehungseben und Appell.

Die 4 Ohren sind mir deshab eingefallen, weil im Straßenbild, oder wo auch immer, man oft genug Menschen antrifft, die mit schicken Sonnenbrillen und Kopfhörern im Ohr kommunizieren. Ich frage mich dann immer mit wem sie kommunizieren. Oft genug werden nur Informationen abgerufen, bei denen die Selbstoffenbarung und die Beziehungsebene automatisiert sind durch anklicken von "gefällt mir" oder ähnlichem.

Ich habe dieses Bild verwendet, weil ich manchmal schreien möchte: nehmt doch endich die Scheuklappen ab, nehmt die Ohrstöpsel raus und hört einfach mal zu.

LG von grenzgaengerin

Liebe Barbara, das mit der Freiheit ist schon eine Keule. Darüber muss ich noch nachdenken.


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#202

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 28.04.2013 12:41
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Barbara im Beitrag #200
Zitat von Hackel39 im Beitrag #199
Zitat von Barbara im Beitrag #197
[quote=Hackel39|p249264][quote=Barbara|p249203][quote=Hackel39|p249166][quote=grenzgaengerin|p249041][quote=Hackel39|p249023][quote=grenzgaengerin|p249019][quote=Hackel39|p249015]


Wo und was Hackel ist der Ur-Grund für dieses Zyklische, immer Wiederkehrende? Was übersehen wir andauernd in unseren Betrachtungen?
(Ich weiß es nicht, nicht dass ein falscher Eidnruck entsteht!)



Hallo Barbara,

Eine hochinteressante Frage, es hat wohl mit Tradition zu tun, man will immer in irgendwelche Fußstapfen treten, es besser oder anders machen als die Vorgänger, was ja bis zu einem gewissen Grade auch geschieht.
Wir haben eine komplette Generation Frieden in Deutschland, die Kommunikation ist überwiegend sachlicher auch wenn es ernste Konflikte gibt und das Rad der Geschichte immer mal Plattfüße hat, es kommt doch nie zum Stillstand.
Der Blick und das Gefühl für Sackgassen wird offenbar immer schärfer, nicht umsonst haben wir bald das Recht auf Kindergartenplätze oder den Mindestlohn, nicht umsonst unterläßt Obama den Angriff auf Syrien.
Es gibt zwar Pannen und Wackler ohne Ende, das Gefährt rollt aber trotz alledem einem gewissen Fortschritt entgegen, andernfalls würde es nicht immer mehr Leuten so gut gehen trotz aller makropolitischen und makroökonomischen Unwägbarkeiten.
Die Gefahr etwas zu übersehen, erhöht sich in dem Maße in dem man es verlernt einander zuzuhören und sich auf Augenhöhe zu begegnen.
Auch muß die Sackgasse nicht zwingend eine Wand sein, sie kann auch eine Stolperfalle oder ein Graben sein, das gilt es zu erkennen.
Aber was meinst Du mit dem falschen Eindruck ?
Gruß Hackel.




trotz alledem einem gewissen Fortschritt entgegen
Was ist der Fortschritt? Was ist eigentlich das Ziel? WANN?

Was wollen wir eigentlich?

Essen, trinken, arbeiten, lieben, mutig sein, feige sein, aufbrechen, abbrechen, verstummen, schreien, handeln, verhandeln, sehen, blind sein, Kontrolle, aufgeben....

Wenn du kein Kommunist bist - wer soll es denn sonst sein? Wer kann dir dieses Prädikat verleihen? Es gibt keinen Kommunismus außerhalb des Menschen!
Der Kommunismus ist keine "Idee" sondern ein ethisches Postulat gegründet auf dem Humanismus.
Er ist eine tägliche Herausforderung nicht ein irgendwann in der was weiß ich Ferne liegendes Heil.
Güte (< die Charaktereigenschaft von "gut") existiert nicht außerhalb des Menschen!
Entweder der Mensch ist heute "gut" oder er ist es nie!


Ich bin dir sehr dankbar für diesen Satz:

Die Gefahr etwas zu übersehen, erhöht sich in dem Maße in dem man es verlernt einander zuzuhören und sich auf Augenhöhe zu begegnen.




Aber was meinst Du mit dem falschen Eindruck ?

Ich wollte damit sagen, dass ich nicht mehr weiß, als jeder andere hier.









Lieber Hackel, ich hoffe du hast meinen "Ausbruch" gestern nicht falsch verstanden. Ich musste selbst und muss noch ziemlich darüber nachdenken. Vielleicht steckt da eine gute Idee drin ....


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#203

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 28.04.2013 12:54
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #201
Ich möchte hier mal wieder mit etwas Theorie reingrätschen.

Es gibt ein wunderschönes Kommunikationsmodell. In Erinnerung sind mir folgende Schlagworte: Sender, Empfänger und die 4 Ohren - Sachebene, Selbstoffenbarung, Beziehungseben und Appell.

Die 4 Ohren sind mir deshab eingefallen, weil im Straßenbild, oder wo auch immer, man oft genug Menschen antrifft, die mit schicken Sonnenbrillen und Kopfhörern im Ohr kommunizieren. Ich frage mich dann immer mit wem sie kommunizieren. Oft genug werden nur Informationen abgerufen, bei denen die Selbstoffenbarung und die Beziehungsebene automatisiert sind durch anklicken von "gefällt mir" oder ähnlichem.

Ich habe dieses Bild verwendet, weil ich manchmal schreien möchte: nehmt doch endich die Scheuklappen ab, nehmt die Ohrstöpsel raus und hört einfach mal zu.

LG von grenzgaengerin

Liebe Barbara, das mit der Freiheit ist schon eine Keule. Darüber muss ich noch nachdenken.








Oh der Satz war aber nicht als Keule gemeint liebe Grenzgängerin :-)
Aber er ist in seiner vermeintlichen Schlichtheit eine echte Herausforderung, das finde ich auch.



Was du oben schreibst, mal folgende Überlegung.

je besser die Kommunikationsmöglichkeiten, desto weniger "Gespräch"
je mehr digitale Vernetzung desto mehr Einsamkeit.
je mehr Navis umso weniger Orientierungsfähigkeit :-)


Wir sind auf dem besten Wege unsere Sinne abzutöten, auf dem besten Weg in eine autistische Gesellschaft.


Aber - es gibt eben das:
Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.



Und:

Der "Sinn" heiligt die Mittel!

Wie findest du das?

Einen schönen sonnigen Sonntag euch allen!
Barbara


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#204

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 29.04.2013 09:49
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #203
[quote=grenzgaengerin|p249475]


....


je besser die Kommunikationsmöglichkeiten, desto weniger "Gespräch"
je mehr digitale Vernetzung desto mehr Einsamkeit.
je mehr Navis umso weniger Orientierungsfähigkeit :-)


Wir sind auf dem besten Wege unsere Sinne abzutöten, auf dem besten Weg in eine autistische Gesellschaft.


Einen schönen sonnigen Sonntag euch allen!
Barbara



Das, liebe Barbara sind die Baustellen des Kalten Friedens.
Viele unserer Zeitgenossen sind bereits im Netz gefangen und zappeln nicht mal, weil es zu spät ist dafür.
Sie haben den Haken nicht gesehen, so wie meine zwei Karpfen gestern mittag aus der Kiesgrube.
Niemals würde ich den Laptop zur Arbeitswoche mitnehmen, solange es mir aus beruflichen Gründen nicht zwingend vorgeschrieben wird, das PDA- Handy o.k. das brauche ich für die Zugverbindungen, die schnell gefunden werden müssen, da w w w.bahn.de oft über eine gelungene Heimfahrt entscheidet.
Apps zu Zwecken der Endloskommunikation dort zu installieren, ist eine rote Linie, deutlich markiert wie die Berliner Mauer, die Überschreitung wäre eine Niederlage ohne Frage.
Du glaubst gar nicht, was diese Verständigungsformen schon für Blüten treibt.
Da breiten Leute im Großraum Waggon des ICE bei Handytelefonaten ihre Lebensgeschichten aus, um alle daran teilhaben zu lassen, ein genervter Fahrgast pöbelte mal regelrecht zwei solche Mitreisenden in der Form an, daß er sich kurz vor dem Aussteigen auf genau diese Gespräche bezog...."Schönen Gruß an die Frau mit dem großen Herzen (1.)" und "Laß den Helmut doch mit dem Auto kommen (2)"...
Inzwischen gibt es im ICE ja die Silentio- Abteile (Desinfektionraum der fernmündlichen Kommunikation...) mit ausdrücklichem Handyverbot, dorthin hat er sich aber auch nicht verdrückt.
In einem solchen Abteil wiederum erlebte ich auch schon eine kleine Panne, weil ich zunächst nicht auf das entsprechende Piktogramm geachtet hatte als ich das einminütige Ablösegespräch mit einem Kollegen führte zwecks Vereinbarung über den Personalwechselbahnhof.
Keinen hat das gestört, als mir jedoch gewahr wurde, wo ich mich befand und das meinem Kollegen auch noch zu verstehen gab fing 5-6 m in Sichtweite jemand an zu knurren, den das vorher gar nicht gestört hatte weil er offenbar selber nicht wußte, wo er saß....endlich gab es einen Grund zum Meckern.
Und Meckern ist wohl die bekannteste Sackgasse der Kommunikation, da braucht man gar kein Navi mehr, um das festzustellen.



zuletzt bearbeitet 29.04.2013 10:34 | nach oben springen

#205

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 29.04.2013 11:07
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #204


die Baustellen des Kalten Friedens.




Hallo Hackel,

was ist kalter Frieden?

Gehe ich recht in der Annahme, dass diese Worte von denen verwendet werden, die der Meinung sind, dass der "kalte Krieg" der Vergangenheit angehört? Nur um des lieben Friedens willen? Um ja keinen zu verschrecken?

LG von der grenzgaengerin


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#206

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 29.04.2013 11:54
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #205
Zitat von Hackel39 im Beitrag #204


die Baustellen des Kalten Friedens.




Hallo Hackel,

was ist kalter Frieden?

Gehe ich recht in der Annahme, dass diese Worte von denen verwendet werden, die der Meinung sind, dass der "kalte Krieg" der Vergangenheit angehört? Nur um des lieben Friedens willen? Um ja keinen zu verschrecken?

LG von der grenzgaengerin



Ja so in etwa ist das zu verstehen, Leute, die ausschließlich auf Distanz kommunizieren, können bei Fehlentwicklungen in der Kommunikation ja den Kontakt abbrechen und somit nicht zu Kriegern werden.
Zwar ist dann Frieden, es bleibt dann aber Kälte zurück an die man sich aber anpassen kann.
Übrigens haben wir Achtklässler bereits im Wehrkundeunterricht eingetrichtert bekommen, daß es immer besser ist 100x zu verhandeln als einmal zu schießen und das war zur Zeit des Kalten Krieges, der wegen Kommunikation unter allen Bedingungen kein heißer geworden ist.



zuletzt bearbeitet 29.04.2013 11:55 | nach oben springen

#207

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 29.04.2013 11:55
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #204
Zitat von Barbara im Beitrag #203
[quote=grenzgaengerin|p249475]


....


je besser die Kommunikationsmöglichkeiten, desto weniger "Gespräch"
je mehr digitale Vernetzung desto mehr Einsamkeit.
je mehr Navis umso weniger Orientierungsfähigkeit :-)


Wir sind auf dem besten Wege unsere Sinne abzutöten, auf dem besten Weg in eine autistische Gesellschaft.


Einen schönen sonnigen Sonntag euch allen!
Barbara



Das, liebe Barbara sind die Baustellen des Kalten Friedens.
Viele unserer Zeitgenossen sind bereits im Netz gefangen und zappeln nicht mal, weil es zu spät ist dafür.
Sie haben den Haken nicht gesehen, so wie meine zwei Karpfen gestern mittag aus der Kiesgrube.
Niemals würde ich den Laptop zur Arbeitswoche mitnehmen, solange es mir aus beruflichen Gründen nicht zwingend vorgeschrieben wird, das PDA- Handy o.k. das brauche ich für die Zugverbindungen, die schnell gefunden werden müssen, da w w w.bahn.de oft über eine gelungene Heimfahrt entscheidet.
Apps zu Zwecken der Endloskommunikation dort zu installieren, ist eine rote Linie, deutlich markiert wie die Berliner Mauer, die Überschreitung wäre eine Niederlage ohne Frage.
Du glaubst gar nicht, was diese Verständigungsformen schon für Blüten treibt.
Da breiten Leute im Großraum Waggon des ICE bei Handytelefonaten ihre Lebensgeschichten aus, um alle daran teilhaben zu lassen, ein genervter Fahrgast pöbelte mal regelrecht zwei solche Mitreisenden in der Form an, daß er sich kurz vor dem Aussteigen auf genau diese Gespräche bezog...."Schönen Gruß an die Frau mit dem großen Herzen (1.)" und "Laß den Helmut doch mit dem Auto kommen (2)"...
Inzwischen gibt es im ICE ja die Silentio- Abteile (Desinfektionraum der fernmündlichen Kommunikation...) mit ausdrücklichem Handyverbot, dorthin hat er sich aber auch nicht verdrückt.
In einem solchen Abteil wiederum erlebte ich auch schon eine kleine Panne, weil ich zunächst nicht auf das entsprechende Piktogramm geachtet hatte als ich das einminütige Ablösegespräch mit einem Kollegen führte zwecks Vereinbarung über den Personalwechselbahnhof.
Keinen hat das gestört, als mir jedoch gewahr wurde, wo ich mich befand und das meinem Kollegen auch noch zu verstehen gab fing 5-6 m in Sichtweite jemand an zu knurren, den das vorher gar nicht gestört hatte weil er offenbar selber nicht wußte, wo er saß....endlich gab es einen Grund zum Meckern.
Und Meckern ist wohl die bekannteste Sackgasse der Kommunikation, da braucht man gar kein Navi mehr, um das festzustellen.



Dein letzter Satz ist ja ein Knaller Hackel, den nehme ich mir jetzt mal direkt zu Herzen und mit in meinem Alltag.
Denn: statt zu meckern, warum sage ich nicht einfach was ich brauche, was ich möchte, was mir fehlt, also es kontruktiv formulieren? Im Vertrauen darauf dass der Andere mich hört? Ein sehr guter Weg.

Dass wir nicht auf einer Baustelle des "kalten Friedens" verharren müssen, dafür tun wir ja eine Menge hier im Forum. Sich bewusst sein, dass wir - trotz des virtuellen Mediums - mit Menschen aus Fleisch und Blut "reden", die ein Recht auf ihre Meinung und ihre Geschichte haben.

Dass wir auch damit dem Weg in den "gesellschaftllichen Autismus" auch ein Stück entgegen wirken.

Zu meinem etwas emotionalen Beitrag von weiter oben:
müssen wir vielleicht anfangen die "Blickrichtung" zu wechseln bei unserem Diskurs über eine gerechte Welt?
Aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, ja, und das viele "Gute" was direkt vor uns liegt viel mehr "sehen"?
Warum sollte ich mich entscheiden, jeden Tag in diesem Sinne ein "Kommunist" zu sein? Warum muss das sowiet in der Zukunft liegen?
Das bedarf meines ureigenen und eigentlich unbegrenzten Freiheitspotenzials, dass in jedem von uns drin ist, und das zwischen "Reiz" (=eigenfahrene Muster) und Reaktion (=eingefahrene Muster) liegt......
Sind alles mal wieder so Überlegungen im Halbbewussten.....

Ich möchte so gerne mal zu diesem tollen Thread "Sozialismus ohne Diktatur" wechseln, denn unsere Überlegungen gehen über dieses "Sackgassen-Thema" inzwischen hinaus, finde ich. Für Utkiekers Thread habe ich allerdings das Gefühl, als müsse ich vorher ein M/L-Studium absolvieren, fühle mich dort so inkompetent. Aber ich schleiche die ganze Zeit da drum herum. Ich werde einfach Fragen stellen demnächst, ist sowie so meistens der beste Weg zu lernen.

Herzliche sonnige Grüße euch allen!

Barbara


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#208

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 29.04.2013 12:11
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #207
[quote=Hackel39|p249879][quote=Barbara|p249673][quote=grenzgaengerin|p249475]


....


.....

Ich möchte so gerne mal zu diesem tollen Thread "Sozialismus ohne Diktatur" wechseln, denn unsere Überlegungen gehen über dieses "Sackgassen-Thema" inzwischen hinaus, finde ich. Für Utkiekers Thread habe ich allerdings das Gefühl, als müsse ich vorher ein M/L-Studium absolvieren, fühle mich dort so inkompetent. Aber ich schleiche die ganze Zeit da drum herum. Ich werde einfach Fragen stellen demnächst, ist sowie so meistens der beste Weg zu lernen.

Herzliche sonnige Grüße euch allen!

Barbara







Liebe Barbara, zum Lernen sind wir alle hier und zuweilen auch, um sich zu blamieren, also hab bitte keine Angst Fragen zum Marxismus- Leninismus zu stellen.
Sagt einer, der die FDJ (statt Stasi) schon als Schild und Schwert der Partei bezeichnet hat und bei dem Karl Marx "Mohr und die Raben von London" (Roman von Ilse und Villmos Korn, keine Autobiografie !!!) geschrieben hat.
Gibt' s auch als Film, als warm up fürs Thema sozusagen.
http://www.youtube.com/watch?v=FX0eqYXC7OA
Gruß Hackel.



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#209

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 30.04.2013 15:59
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Gegen nervige Zug-Telefonierer: Wenn man zu zweit oder dritt reist, sollte man sich einfach möglichst laut und auffällig über das Gespräch seiner Mitreisenden unterhalten. Damit bringt man selbige zum Beenden des Gesprächs bzw. zum Platzwechsel.



DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#210

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 30.04.2013 16:21
von furry | 3.580 Beiträge

Erstaunlich für mich ist, was Werbeagenturen so alles aus der Sprache herausholen. Man sollte also nicht versuchen, den Sinn mancher Werbebotschaften zu verstehen, ansonsten hat man mehr Probleme als zuvor.
Z.B. dieser Satz: "Thom..yrin® kombiniert seine Wirkstoffe so ideal, dass es 15 Minuten schneller wirkt."
Für mich ist dieser Satz totaler Humbug. Wieso wirkt es schneller? Eher wäre eventuell, wenn es stimmt, richtig.
Was ist, wenn gängige Mittel schon nach 10 Minuten wirken? Wann wirkt dieses Thom..yrin?


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#211

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 30.04.2013 18:16
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #209
Gegen nervige Zug-Telefonierer: Wenn man zu zweit oder dritt reist, sollte man sich einfach möglichst laut und auffällig über das Gespräch seiner Mitreisenden unterhalten. Damit bringt man selbige zum Beenden des Gesprächs bzw. zum Platzwechsel.


Es ist aber auch ein recht zuverlässiger Selbsttest dafür, ob man genervt ist.
Diese Störkommunikation auszuhalten und sie aus seiner Wahrnehmung herauszufiltern ist schon eine echte Herausforderung, bei lautstarken langen Gesprächen von Ausländern gelingt mir das bislang noch nicht, wohl aber bei 50 % der übrigen Telefonate.
Der Rest ist reine Nervensache, aber ich arbeite daran.



DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#212

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 30.04.2013 20:29
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #208

Sagt einer, der die FDJ (statt Stasi) schon als Schild und Schwert der Partei bezeichnet hat und bei dem Karl Marx "Mohr und die Raben von London" (Roman von Ilse und Villmos Korn, keine Autobiografie !!!) geschrieben hat.
Gibt' s auch als Film, als warm up fürs Thema sozusagen.
http://www.youtube.com/watch?v=FX0eqYXC7OA
Gruß Hackel.


Hallo Hackel,

willst Du mit dem Mohren der Barbara einen Bären aufbinden?

So bekommst Du sie bestimmt nicht fit für die Marxsche Lehre

LG von der grenzgaengerin

EDIT Meine Empfehlung zum Einstieg: Kritik der politischen Ökonomie: Eine Einführung http://www.amazon.de/gp/product/38965759...=cm_cr_asin_lnk


zuletzt bearbeitet 30.04.2013 20:45 | nach oben springen

#213

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 30.04.2013 20:47
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #212
Zitat von Hackel39 im Beitrag #208

Sagt einer, der die FDJ (statt Stasi) schon als Schild und Schwert der Partei bezeichnet hat und bei dem Karl Marx "Mohr und die Raben von London" (Roman von Ilse und Villmos Korn, keine Autobiografie !!!) geschrieben hat.
Gibt' s auch als Film, als warm up fürs Thema sozusagen.
http://www.youtube.com/watch?v=FX0eqYXC7OA
Gruß Hackel.


Hallo Hackel,

willst Du mit dem Mohren der Barbara einen Bären aufbinden?

So bekommst Du sie bestimmt nicht fit für die Marxsche Lehre

LG von der grenzgaengerin



Naja, es ist für den Anfang erst mal die niedrigst mögliche Dosierung für Kinder.
Das Buch dazu war Pflichtlektüre in der Schule, dort hatten wir genau wie das ABC einheitlich Bücher als Hausaufgabe zu lesen, das war eines von vielen und wohl auch das Dickste.
Auf der Kreisparteischule 1987 war ich dann vermutlich der einzige aus der Seminargruppe, der sein "Kapital" gelesen hatte, wobei ich heute sagen muß, daß ich als Westkind möglicherweise vieles besser verstanden hätte...



seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#214

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 30.04.2013 22:20
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #213

Auf der Kreisparteischule 1987 war ich dann vermutlich der einzige aus der Seminargruppe, der sein "Kapital" gelesen hatte, wobei ich heute sagen muß, daß ich als Westkind möglicherweise vieles besser verstanden hätte..



Hallo Hackel,

warum musste man "Westkind" sein, um Marx möglicherweise besser zu verstehen? Ich beginn jetzt an mir zu zweifeln

LG von der grenzgaengerin


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#215

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 30.04.2013 22:43
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #214
Zitat von Hackel39 im Beitrag #213

Auf der Kreisparteischule 1987 war ich dann vermutlich der einzige aus der Seminargruppe, der sein "Kapital" gelesen hatte, wobei ich heute sagen muß, daß ich als Westkind möglicherweise vieles besser verstanden hätte..



Hallo Hackel,

warum musste man "Westkind" sein, um Marx möglicherweise besser zu verstehen? Ich beginn jetzt an mir zu zweifeln

LG von der grenzgaengerin



Ich vermute mal, weil es für die Kinder Ost nur graue Theorie war, für die Kinder West aus den Erzählungen ihrer Eltern aber einen gewissen Praxisbezug hatte und Theorie und Praxis sind eben einprägsamer und verständlicher als nur Theorie oder nur Praxis.



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#216

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 00:12
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #215


Ich vermute mal, weil es für die Kinder Ost nur graue Theorie war, für die Kinder West aus den Erzählungen ihrer Eltern aber einen gewissen Praxisbezug hatte und Theorie und Praxis sind eben einprägsamer und verständlicher als nur Theorie oder nur Praxis.




Ich denke nicht, dass die Erzählungen der Eltern der Kinder der Nachkriegsgeneration im "Westen" Marx näher gebracht haben. Wobei ich zugeben muss, dass Ende der 60-ger, Anfang der 70-ger im Westen nicht wenige dieser "Kinder" und Jugendlichen der Marxschen Lehre aufgeschlossen waren. Aus unterschiedlichen Gründen.

Irgendwo hat Hackel geschrieben, (sinngemäß) dass die Menschen für den Sozialismus fit sein müssen. Ich frage mich, ist die Marxsche Lehre fit für die Menschen?

Vielleicht hilft ein "Marx für dummies" weiter? Das soll nicht abwertend sein. Das Interesse scheint groß zu sein. Habe eben mal "Marx für dummies" gegoogelt: über 1,4 Mio Einträge.

LG von der grenzgaengerin

EDIT. Nicht abwertend - weder für Marx, noch für die, die keinen Zugang zu ihm finden.


zuletzt bearbeitet 01.05.2013 00:23 | nach oben springen

#217

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 01:09
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #213




...... wobei ich heute sagen muß, daß ich als Westkind möglicherweise vieles besser verstanden hätte...


Kann ich bestätigen.Theorie und Praxis.Das prägte schon Kinder.

seaman


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#218

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 01:19
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von seaman im Beitrag #217
Zitat von Hackel39 im Beitrag #213




...... wobei ich heute sagen muß, daß ich als Westkind möglicherweise vieles besser verstanden hätte...


Kann ich bestätigen.Theorie und Praxis.Das prägte schon Kinder.

seaman



Auch die Kinder des real existierenden Sozialismus.

LG von der grenzgaengerin


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#219

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 01:27
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #218
Zitat von seaman im Beitrag #217
Zitat von Hackel39 im Beitrag #213




...... wobei ich heute sagen muß, daß ich als Westkind möglicherweise vieles besser verstanden hätte...


Kann ich bestätigen.Theorie und Praxis.Das prägte schon Kinder.

seaman



Auch die Kinder des real existierenden Sozialismus.

LG von der grenzgaengerin





Habe dazu eine andere Meinung.Die Kinder der DDR, nach 1961, kannten zur persönlichen Meinungsbildung praktisch den real existierenden Kapitalismus überwiegend nur aus dem Fernsehen.
Kapitalismus war nicht Indien,Portugal oder Mittelamerika.Das Schaufenster war die Bundesrepublik.
Welche Macht diese TV- Medien ausüben ist auch heute noch gegenwärtig.

seaman


zuletzt bearbeitet 01.05.2013 01:29 | nach oben springen

#220

RE: Sackgassen-Sprache

in Themen vom Tage 01.05.2013 01:36
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von seaman im Beitrag #219



Habe dazu eine andere Meinung.Die Kinder der DDR, nach 1961, kannten zur persönlichen Meinungsbildung praktisch den real existierenden Kapitalismus überwiegend nur aus dem Fernsehen.
Kapitalismus war nicht Indien,Portugal oder Mittelamerika.Das Schaufenster war die Bundesrepublik.

seaman



Hallo seaman,

die Kinder des real exestierenden Sozialismus, die Marx nicht nur als Pflichlektüre gelesen haben, haben Widersprüche gesehen. Und für die war nicht zwangsläufig die Alternative, die über die Bildschirme des "West"fernsehens flackernden Bilder. Im Gegenteil.

LG von der grenzgaengerin


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