#1

Die Kriminalpolizei in der SBZ/DDR von 1945 bis 1952

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 12.04.2013 22:47
von Merkur | 1.026 Beiträge

Im Verlag Dr. Köster ist innerhalb der Schriftenreihe Polizei im April 2013 das Buch "Die Kriminalpolizei in der SBZ/DDR von 1945 bis 1952" erschienen.

Erstmals werden in diesem Buch die zahlreichen und komplexen Veränderungen der Organisation und der Aufgaben der Kriminalpolizei im Zeitraum von 1945 bis 1952 umfassend beschrieben. Beginnend mit der Aufstellungsphase in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) führen die Darstellungen bis zur Auflösung der Länder im Jahr 1952 und den damit verbundenen einschneidenden Veränderungen in der Verwaltungsstruktur. Die Entwicklung der Kriminalpolizei in diesem Zeitraum ist durch folgende Prozesse gekennzeichnet: selektive Kontinuität, Personalaustausch, Re-Professionalisierung und Akademisierung, Zentralisierung, Ideologisierung. Mit hoher Faktendichte werden die Veränderungsprozesse sowohl in den einzelnen Hierarchieebenen als auch in den inhaltlichen Aufgabengebieten beschrieben. Die Auswirkungen auf die Ermittlungspraxis bleiben dabei nicht unerwähnt, wird doch ausführlich über die Entwicklungen im kriminalpolizeilichen Meldedienst, im Erkennungsdienst und in der gesamten Kriminaltechnik sowie in der Fahndung berichtet.

Breiten Raum nimmt das Bildungs- und Schulungssystem ein, das mit detaillierten Lehrplänen, Schulungs- und Zeugnisdokumenten plastisch dargestellt wird. Die Arbeits- und Lebensbedingungen in dieser Frühphase der Kriminalpolizei werden bis zur Versorgung mit Bekleidung, Lebensmitteln und Wohnraum beschrieben. Zahlreiche Dokumente, Organigramme und Zeittafeln runden die zeitgeschichtlichen Betrachtungen ab.
Bei historisch unvoreingenommener Betrachtung können Erkenntnisse aus den damaligen Dezentralisierungs- und Zentralisierungsprozessen in den polizeilichen Strukturen in Einzelaspekten durchaus auch heutigen Strukturdebatten interessante Impulse geben. Hier sei etwa an die Forschungsbündelung im früheren Institut für Kriminalistik an der Humboldt-Universität zu Berlin erinnert.

Zum Inhalt:
I
Inhaltsverzeichnis
Seite
Vorwort 1
Abkürzungen 7

Karl-Heinz Fittkau
Der Aufbau und die strukturelle Entwicklung der Kriminalpolizei in den
Städten, Kreisen und Ländern 11
1. Der dezentralisierte Aufbau der Kriminalpolizei auf kommunaler Ebene
von 1945 bis 1947 11
1.1. Der Aufbau im Land Sachsen 11
1.2. Der Aufbau im Land Thüringen 15
1.3. Der Aufbau im Land Mecklenburg 17
1.4. Der Aufbau im Land Sachsen-Anhalt 19
1.5. Der Aufbau im Land Brandenburg 23
2. Die Zentralisation und Reorganisation der Kriminalpolizei von 1946
bis 1952 25
2.1. Die Schaffung einer zentralisierten und einheitlich strukturierten
Kriminalpolizei 1946/47 25
2.2. Die Reorganisation 1948/49 28
2.3. Strukturelle Veränderungen von 1949 bis 1952 31
3. Schlussbemerkungen 34
Verzeichnis der Anmerkungen 37
Quellen- und Literaturverzeichnis 43
Verzeichnis der Anlagen 46
Anlagen 49
Zeittafel zur Entwicklung der Kriminalpolizei 116

Klaus Witthuhn
Die strukturelle Entwicklung der Kriminalpolizei in der
Deutschen Verwaltung des Innern und nach Gründung der DDR
in der Hauptverwaltung Deutsche Volkspolizei 119
1. Die Entwicklung der Deutschen Verwaltung des Innern bzw. der
Hauptverwaltung Deutsche Volkspolizei bis zum Jahr 1952 119
1.1. Kurzer Abriss über die Entwicklung der sowjetischen
Besatzungszone bis zur Deutschen Demokratischen Republik 119
II
1.2. Die Gründung der Deutschen Verwaltung des Innern und die
Entwicklung ihrer Struktur 120
1.3. Die Bildung der Hauptverwaltung Deutsche Volkspolizei und ihre
Entwicklung bis 1952 124
2. Die Entwicklung der Struktur der Kriminalpolizei in der Deutschen
Verwaltung des Innern bzw. der Hauptverwaltung Deutsche Volkspolizei
bis 1952 125
2.1. Die Bildung der Abteilung Kriminalpolizei bei der Deutschen
Verwaltung des Innern und deren Struktur 1946 125
2.2. Die Einführung der ersten einheitlichen Struktur der Kriminalpolizei
in der sowjetischen Besatzungszone 1947 128
2.3. Die Herausbildung und Einführung einer neuen Struktur für die
gesamte Kriminalpolizei 1949 und deren Weiterentwicklung 1951 133
2.4. Die Bildung der Untersuchungsabteilung und die damit
verbundene Einführung einer neuen Struktur für die gesamte
Kriminalpolizei der DDR 1953 141
3. Die Entwicklung kriminalpolizeilicher Strukturen außerhalb der
örtlichen Kriminalpolizei bis 1952 145
3.1. Die Entwicklung der Eisenbahnkriminalpolizei bis zur
Transportpolizei (Kriminalpolizei) 146
3.2. Die Entwicklung der Betriebsschutzkriminalpolizei 153
3.3. Die Entwicklung der Grenzkriminalpolizei 154
Verzeichnis der Anmerkungen 158
Quellen- und Literaturverzeichnis 163
Verzeichnis der Anlagen 164
Anlagen 165
Zeittafel 183

Roland Menzel
Der Aufbau und die Entwicklung des kriminalpolizeilichen
Meldedienstes, des Erkennungsdienstes und der Kriminaltechnik
sowie der Fahndung in der Kriminalpolizei 187
1. Überblick über die strukturelle Entwicklung der Gebiete
Erkennungsdienst, Kriminaltechnik und Fahndung von 1945 bis 1952 187
2. Die Entstehung und der Aufbau des kriminalpolizeilichen
Meldedienstes 194
2.1. Die Ausgangssituation und der Beginn des kriminalpolizeilichen
Meldedienstes 1945–1946 194
III
2.2. Die Herausbildung und die ersten Erfolge des kriminalpolizeilichen
Meldedienstes im Prozess der Stabilisierung der öffentlichen
Ordnung und Sicherheit 1946–1949 195
2.3. Die weitere Qualifizierung des kriminalpolizeilichen Meldedienstes
in den ersten Jahren der jungen DDR 1949–1952 199
3. Die Aufgaben und der Entwicklungsprozess des Erkennungsdienstes
und die ständig wachsende Bedeutung der Kriminaltechnik 202
3.1. Die Tätigkeit des Erkennungsdienstes im Prozess der Herstellung
der öffentlichen Ordnung und Sicherheit 1945–1946 202
3.2. Die Profilierung des Erkennungsdienstes und anderer
kriminaltechnischer Bereiche 1946–1949 205
3.3. Die Verbesserung der Arbeit des Erkennungsdienstes und die
zunehmende Herausbildung der gesamten Kriminaltechnik
1949–1952 211
4. Der Aufbau und die Organisation der Fahndung unter besonderer
Berücksichtigung der Zentralisierung der polizeilichen Arbeit 216
4.1. Die Aufgaben und die Notwendigkeit der schnellen Organisation
des Fahndungswesens im Prozess des Neuaufbaus der
Polizeiorgane in den Nachkriegsjahren 1945–1946 216
4.2. Die ersten spürbaren Verbesserungen im Gesamtmaßstab der
sowjetischen Besatzungszone in der Phase der Entwicklung der
Kriminalpolizei zu einem zentral geleiteten Schutzorgan
1946–1949 218
4.3. Die Organisation und weitere Verbesserung der Fahndung
1949–1952 222
5. Schlussbemerkungen 223
Verzeichnis der Anmerkungen 225
Quellen- und Literaturverzeichnis 228
Verzeichnis der Anlagen 230
Anlagen 232

Karsten Liney
Der Auf- und Ausbau des Bildungs- und Schulungssystems der
Kriminalpolizei 269
1. Die ersten Schritte bei der Aneignung neuen Wissens in der
Kriminalpolizei 269
1.1. Der Befehl Nr. 1/48 des Präsidenten der DVdI – Einführung eines
wöchentlichen Schulungstages 271
1.2. Der Befehl Nr. 75/49 des Präsidenten der DVdI – Organisatorische
Umstellung der Schulungsarbeit 271
IV
2. Die Ausbildung von Kriminalisten an den Landes- und
Provinzialpolizeischulen 272
2.1. Sachsen 273
2.2. Mecklenburg 275
2.3. Brandenburg 276
2.4. Sachsen-Anhalt 277
2.5. Thüringen 278
3. Die Qualifizierung leitender Mitarbeiter an den Höheren
Polizeischulen 279
3.1. Die Höhere Polizeischule Berlin-Niederschönhausen 279
3.2. Die Höhere Polizeischule Kochstedt 279
4. Die Gründung der Volkspolizeischule für Kriminalistik in Arnsdorf 280
4.1. Ausbildungsziel 281
4.2. Ausbildungsinhalt 282
4.3. Die enge Verbindung zwischen Lehre und Praxis 284
5. Die Lernbewegung „Grundwissen des Kriminalisten“ 286
5.1. Inhalt des „Grundwissens des Kriminalisten“ 287
5.2. Lehrmaterialien für die Wissensaneignung, Nachweis der
Kenntnisse 288
6. Die Einrichtung des Fernstudiums an der Volkspolizeischule für
Kriminalistik 290
6.1. Teilnehmer am Fernstudium 290
6.2. Ausbildungsinhalt und Ausbildungsverlauf 290
7. Die Ausbildung leitender Mitarbeiter der Kriminalpolizei
an der Deutschen Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft
„Walter Ulbricht“ in Potsdam 291
8. Schlussbemerkungen 292
Verzeichnis der Anmerkungen 293
Quellen- und Literaturverzeichnis 297
Verzeichnis der Anlagen 299
Anlagen 301

Sigrid Lüder, geb. Kreische
Dienstlaufbahn-, Arbeits- und Lebensbedingungen für Angehörige
der Kriminalpolizei 347
1. Die Situation zu Beginn des Aufbaus einer neuen Kriminalpolizei
nach dem Kriegsende 1945 347
1.1. Die Beseitigung des faschistischen Staatsapparates 347
V
1.2. Der personelle Aufbau der neuen Polizei als Polizei des Volkes 347
2. Die Stabilisierung des Personalbestandes der Kriminalpolizei
bis 1949 und nach Gründung der Deutschen Demokratischen Republik 348
2.1. Die personalpolitischen Voraussetzungen zur Einstellung in die
Kriminalpolizei 348
2.2. Die Bedeutung der Arbeit der KPD bzw. SED und der
Massenorganisationen für die Stärkung der Volkspolizei 350
2.3. Der Einsatz von Frauen in der Kriminalpolizei 351
2.4. Die Herausbildung der Dienstlaufbahn als eine Voraussetzung zur
kontinuierlichen Entwicklung des Personalbestandes 352
3. Maßnahmen zur Führung und zur ideellen und materiellen
Stimulierung von Leistungen 356
4. Die materiell-technischen und sozialpolitischen Voraussetzungen für
die Arbeit der Kriminalpolizei 357
4.1. Die materiell-technischen Arbeitsbedingungen der Kriminalpolizei 357
4.2. Die Versorgung der Angehörigen der Kriminalpolizei mit
Bekleidung, Lebensmitteln und Wohnraum 359
4.3. Sozialpolitische Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeits- und
Lebensbedingungen der Angehörigen der Volkspolizei 360
5. Schlussbemerkungen 362
Verzeichnis der Anmerkungen 363
Literaturverzeichnis 365
Verzeichnis der Anlagen 366
Anlagen 370



Pitti53, eisenringtheo und Feliks D. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#2

RE: Die Kriminalpolizei in der SBZ/DDR von 1945 bis 1952

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 12.04.2013 23:52
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Danke, perfekte Ergänzung zu diesem Buch... Kripo im Ostteil Berlins ...


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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