#1

ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 09.04.2013 22:57
von Hans55 | 762 Beiträge

Hallo,zusammen!
An dieses Brot kann ich mich auch noch erinnern!http://www.google.de/imgres?um=1&hl=de&c...29,r:0,s:0,i:82
Ich fand das Zeug furchtbar!
Viele Kameraden haben es nach Hause geschickt ,fürs Viehzeug!Also wer Intresse hat,manches stirbt nicht aus!


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#2

RE: ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 09.04.2013 23:02
von Vogtländer (gelöscht)
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Das es das noch gibt!
Aber der Preis ist heftig.


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#3

RE: ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 09.04.2013 23:11
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

Mit diesem Edelbrot konnte man ganze Völkerstämme ausrotten.War wirklich nur zum füttern von Vieh tauglich.Aber es gab auch Masochisten,die haben sich das Zeug auf den Grill gelegt und für lecker befunden.


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#4

RE: ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 10.04.2013 03:35
von schulzi | 1.756 Beiträge

wir hatten einen leutnant der war so verrückt und brachte am komplektetag immer bäckerbrot mit und hat es gegen das atombrot getauscht,was wir wir auch gern taten


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#5

RE: ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 10.04.2013 06:29
von SCORN | 1.453 Beiträge

Zitat von Küchenbulle 79 im Beitrag #3
Mit diesem Edelbrot konnte man ganze Völkerstämme ausrotten.War wirklich nur zum füttern von Vieh tauglich.Aber es gab auch Masochisten,die haben sich das Zeug auf den Grill gelegt und für lecker befunden.


wenn man richtig hunger hatte war es gar nicht schlecht!


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#6

RE: ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 10.04.2013 06:42
von Pit 59 | 10.123 Beiträge

Mit diesem Edelbrot konnte man ganze Völkerstämme ausrotten.War wirklich nur zum füttern von Vieh tauglich@Küchenbulle79

Einige Völkerstämme wären aber bestimmt Froh und Glücklich dieses Zeug zum Essen zu haben.Wenn man bedenkt das täglich Menschen an Hunger sterben,können wir doch gar nicht einschätzen was wirklich Hunger ist.Traurig ist das,für mich jedenfalls.


Feliks D., SCORN, bendix, werner, DoreHolm, josy95, schulzi, Svenni1980 und 94 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#7

RE: ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 10.04.2013 07:31
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Schönes Bild in der Auktion.
Gab es von dem "Atombrot" verschiedene Lieferanten oder sah die Verpackung im laufe der Zeit anders aus?
Bei uns gab es das immer in einer blanken Blechbüchse ohne so ein schickes Etikett und die kam so jungfräulich aus dem großen Karton.


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#8

RE: ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 10.04.2013 09:12
von werner | 1.591 Beiträge

Wenn ich das sehe, was in der Bucht so dafür gezahlt wird, habe ich vor nicht langer Zeit wohl mein teuerstes Brot gegessen.

Von der Sorte hatte ich auch noch zwei Dosen.
Habe mich dann vor zwei oder drei Jahren entschlossen, eine zu öffnen und auf Genießbarkeit zu testen. MHD war glaube ich 1988.

Also zwei Wochen vorher die Dose eine Woche auf den einen Bodendeckel gestellt und zwei Wochen auf den anderen Deckel, damit sich die Feuchtigkeit etwas besser im Brot verteilt - zum Komplektetag habe ich mal eine Dose bekommen, da war das Brot auf einer Seite klatschnass und auf der anderen trocken wie Kommissbrot - und da hat mir unser Fourier mal diesen Tipp gegeben.
Nach besagter Vorbereitung Dose auf - und siehe da, noch genießbar. Ließ sich aber genauso schlecht schneiden wie ehedem.
Aber wie gelernt: Beide Böden aufmachen, das Brot von einer Seite stückchenweise rausschieben und an der Dosenkante - damals mit Kampfmesser, heute mit Brotmesser - sauber abschneiden.
Den Geschmack fand ich gar nicht so weit weg von manchen, teuren Bäcker-Vollkorn-Broten. Auf jeden Fall nahrhaft und gut gegen einen trägen Darm.

Nee, habe es damals wie heute gut vertragen.

Die zweite Dose konnte ich vor meiner Frau und deren Entsorgungsdrang retten - wird vielleicht noch eine kleine Kapitalanlage draus.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#9

RE: ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 10.04.2013 10:35
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Küchenbulle 79 im Beitrag #3
Mit diesem Edelbrot konnte man ganze Völkerstämme ausrotten.War wirklich nur zum füttern von Vieh tauglich.Aber es gab auch Masochisten,die haben sich das Zeug auf den Grill gelegt und für lecker befunden.



..ich war einer von diesen..., möchte mich selbst deshalb aber nicht als Masochist bezeichnen!

Ähnlich wie @werner mit seiner Variante der "Aufbereitung" es beschreibt, Büchse drehen usw. . Ich habe mir das dann aufgebacken - lecker! Auch bei uns zu Hause war das begeehrt, mein Papa hat davon geschwärmt und so manche Büchse ist in so manchem Päckchen nach Hause gegangen, wie überhaupt viele von den Komplekteartikeln (Wurst). Nach den s. g. Komplektetagen lagen die Wurstbüchsen immer tagelang zur freien Bedienung für jedermann in großen Wannen oder Körben im Speisesaal der Regimentsküche. Die Küchenbullen waren froh, wenn das dann irgendwann weg war. Da hat niemand gekräht, wenn das auch nach Haus geschickt wurde. Meine Mutter war immer ganz besessen auf "Leberwurst fein"...., die hat selbst dem Westbesuch hervorragend gemundet!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 10.04.2013 10:36 | nach oben springen

#10

RE: ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 10.04.2013 10:35
von Weichmolch (gelöscht)
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Zitat von werner im Beitrag #8

Also zwei Wochen vorher die Dose eine Woche auf den einen Bodendeckel gestellt und zwei Wochen auf den anderen Deckel, damit sich die Feuchtigkeit etwas besser im Brot verteilt - zum Komplektetag habe ich mal eine Dose bekommen, da war das Brot auf einer Seite klatschnass und auf der anderen trocken wie Kommissbrot - und da hat mir unser Fourier mal diesen Tipp gegeben.
Nach besagter Vorbereitung Dose auf - und siehe da, noch genießbar. Ließ sich aber genauso schlecht schneiden wie ehedem.
Aber wie gelernt: Beide Böden aufmachen, das Brot von einer Seite stückchenweise rausschieben und an der Dosenkante - damals mit Kampfmesser, heute mit Brotmesser - sauber abschneiden.
Den Geschmack fand ich gar nicht so weit weg von manchen, teuren Bäcker-Vollkorn-Broten. Auf jeden Fall nahrhaft und gut gegen einen trägen Darm.



Kann/muss ich so bestätigen. Die Krümelei hatte man im Gelände zwangsläufig, dafür war das Seitengewehr eben nicht gedacht. Trotzdem erfüllte dieses High-End-Produkt der Backkunst seine Aufgabe.

Weichmolch


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#11

RE: ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 10.04.2013 11:10
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #9
Zitat von Küchenbulle 79 im Beitrag #3
Mit diesem Edelbrot konnte man ganze Völkerstämme ausrotten.War wirklich nur zum füttern von Vieh tauglich.Aber es gab auch Masochisten,die haben sich das Zeug auf den Grill gelegt und für lecker befunden.



..ich war einer von diesen..., möchte mich selbst deshalb aber nicht als Masochist bezeichnen!

Ähnlich wie @werner mit seiner Variante der "Aufbereitung" es beschreibt, Büchse drehen usw. . Ich habe mir das dann aufgebacken - lecker! Auch bei uns zu Hause war das begeehrt, mein Papa hat davon geschwärmt und so manche Büchse ist in so manchem Päckchen nach Hause gegangen, wie überhaupt viele von den Komplekteartikeln (Wurst). Nach den s. g. Komplektetagen lagen die Wurstbüchsen immer tagelang zur freien Bedienung für jedermann in großen Wannen oder Körben im Speisesaal der Regimentsküche. Die Küchenbullen waren froh, wenn das dann irgendwann weg war. Da hat niemand gekräht, wenn das auch nach Haus geschickt wurde. Meine Mutter war immer ganz besessen auf "Leberwurst fein"...., die hat selbst dem Westbesuch hervorragend gemundet!

josy95


In der Grenzkompanie lag das nicht lange herum - sondern verschand in den Spinden und wurde dann mit in den Grenzdienst raus genommen.
Dort mit Hilfe von Spiritustabletten "veredelt".
Das "Atombrot" war eher Ladenhüter. Klar, essbar schon, aber ein Genuss eher nicht.
Wenn ich sehe, was das inzwischen für Liebhaberpreise erzielt, hätte man sich damals damit eindecken sollen.
Naja, egal, vorbei - ich vermisse das Zeug nicht sonderlich.
Tssss - josy - da hab ihr mit unseren strategischen Reserven für den Ernstfall sogar noch den "Klassenfeind" mit durchgefüttert - lass das blos nicht unsere Hardliner hören...


Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 10.04.2013 11:11 | nach oben springen

#12

RE: ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 10.04.2013 16:47
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #11

Tssss - josy - da hab ihr mit unseren strategischen Reserven für den Ernstfall sogar noch den "Klassenfeind" mit durchgefüttert - lass das blos nicht unsere Hardliner hören...


Gruss Hartmut





Hartmut, mußt Du immer alles "...einer erweiterten Öffentlichkeit..." zugänglich machen?

Und übrings, wie man sieht und liesst, es ist eben alles reine Geschmackssache! Bin selbst eigentlich auch noch nie ein Fan von Vollkornbrot o. Ä. gewesen, aber dieses hat mir aufgebacken richtig gut geschmeckt!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 10.04.2013 23:28 | nach oben springen

#13

RE: ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 10.04.2013 17:00
von Weichmolch (gelöscht)
avatar

Josy,

sollte mir mal eine Büchse des höchstbeliebten Chesterkäse in die Hände fallen, die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dann hebe ich die für Dich auf. Du darfst sie dann vor der Front ganz allein aufessen.

Weichmolch


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#14

RE: ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 10.04.2013 17:04
von Ecki | 408 Beiträge

Meine Lieben,

ich wollte nur höflich anmerken, dass wir Soldaten während meiner militärischen Zeit aus genau diesem Brot Fußbälle formten und mit diesen spielten. Die Fußbälle waren sehr schwer, die körperliche Ertüchtigung mit selbigen trug aber zur Stärkung unserer Kampfkraft und damit zur Schwächung des Klassenfeindes, wenn auch in geringfügigerer Form, bei.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#15

RE: ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 10.04.2013 17:30
von küchenbulle | 196 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #14
Meine Lieben,

ich wollte nur höflich anmerken, dass wir Soldaten während meiner militärischen Zeit aus genau diesem Brot Fußbälle formten und mit diesen spielten. Die Fußbälle waren sehr schwer, die körperliche Ertüchtigung mit selbigen trug aber zur Stärkung unserer Kampfkraft und damit zur Schwächung des Klassenfeindes, wenn auch in geringfügigerer Form, bei.

Liebe Grüße

Ecki




Na na Ecki ob das Brot wirklich zum Fussball spielen getaugt hat ???

Es gab bei uns nicht nur dieses Büchsenbrot am Komplektetag , es gab auch eine Variante von einem Mischbrotlaib
der war in mehreren Schichten von dickem Wachspapier luftdicht verpackt . Das war aber genauso eine krümlige Sache
wie beim Büchsenvollkornbrot . Na aber ich hab es auch gegessen obwohl ich in der Küche war ,so schlimm wars nu nicht .

VG Küchenbulle


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#16

RE: ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 10.04.2013 18:10
von utkieker | 2.912 Beiträge

Immerhin kann ich davon ausgehen, daß sich keine geschmacksverstärkende Zusatzstoffe im Brotlaib befanden - auch was wert! Oder kann man Geschmacklosigkeit noch verstärken?

Gruß Hartmut


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#17

RE: ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 10.04.2013 18:24
von PF75 | 3.291 Beiträge

Also solches Büchsenbrot ist mir nicht in Erinnerung,kenne nur die flachen quadratischen Büchsen aus dem Sturmgepäck.


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#18

RE: ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 10.04.2013 18:39
von Mike59 | 7.938 Beiträge

Ich fand das Büchsenbrot anfangs auch nicht so doll. Es scheint sich da allerdings erst im Laufe der menschlichen Entwicklung ein anderes Geschmacksempfinden zu entwickeln.
Heute würde ich es jedem anderen durch den Dampfautomaten gezogenem Brot gerne vorziehen. Unmöglich was da auf den Markt geworfen wird.
Ansonsten hatte meine Großmutter immer den Spruch " Sind die Mäuse satt - ist das Mehl bitter" drauf. Ist sicher was dran.


josy95 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#19

RE: ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 10.04.2013 19:35
von schulzi | 1.756 Beiträge

weichmolch ich bin entsetzt du willst an dem armen kleinen josy eine dose b-turm fensterkitt verfüttern,das ist ja körperverletzung


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#20

RE: ohne Geschmack

in Grenztruppen der DDR 10.04.2013 19:52
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Weichmolch im Beitrag #13
Josy,

sollte mir mal eine Büchse des höchstbeliebten Chesterkäse in die Hände fallen, die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dann hebe ich die für Dich auf. Du darfst sie dann vor der Front ganz allein aufessen.

Weichmolch


Den Chester haben wir als Wache im Winterfeldlager bei der Gruppe mit den "nettesten" Kameraden nachts im Ofen versenkt. . . . So war der Käse auch zu was gut


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
zuletzt bearbeitet 10.04.2013 19:52 | nach oben springen


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