#1

Stalingrad

in Themen vom Tage 09.04.2013 10:24
von GKUS64 | 1.613 Beiträge

Im Rahmen der Sonderausstellung „Stalingrad“ (noch bis 30.04.2013) im Militärhistorischen Museum in Dresden besuchte ich gestern den Vortrag „Mythos Stalingrad“, ein multimediales Podiumsgespräch mit Historikern. Hier wurde mir wieder sehr deutlich bewusst in welcher glücklichen Zeit wir eigentlich leben und wie klein doch manche Probleme sind.
Vor 70 Jahren war Stalingrad die Wende im II. Weltkrieg und gleichzeitig der Untergang der 6. Armee unter Paulus (hierzu existiert ein eigener Thread).
Mein Stiefvater hat diesen Wahnsinn von Anfang an mit erlebt , er ging am 2. Februar 1943 in Gefangenschaft und kehrte erst Anfang 1950 heim.
In einem Bericht (1990 geschrieben) schildert er seine Erlebnisse von Juli 1942 bis zum Ende der Gefangenschaft. Ich stelle diesen Bericht mal für Interessierte als pdf-Datei hier ein. Es ist der Originalbericht, eine Korrektur erfolgte nicht!
Ich hoffe, dass auch diese Informationen dazu dienen, vieles in der Gegenwart etwas positiver zu bewerten.

MfG

GKUS64


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#2

RE: Stalingrad

in Themen vom Tage 09.04.2013 20:29
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Wir haben alle unverschämtes Glück gehabt das der kalte Krieg damals nicht in einem heißen mündete.
Dafür bin ich dankbar, auch für meine Kinder und Enkel.
Gut so etwas zu lesen, da relativieren sich wirklich Problemchen gen Null.
Vorhin hab ich hier was gelesen das der BND irgendwie in Tunis hilft, das ist dann gegen das was die vorherige Generation erdulden musste etwa so von Relevanz wie der Eiweisgehalt der Straßenbahnschiene.


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#3

RE: Stalingrad

in Themen vom Tage 09.04.2013 21:28
von Unner Gräzer | 399 Beiträge

Danke für diesen eindrucksvollen Bericht. Was diese Generation mitmachen musste, Respekt. Sowas sollten sich mal die Jungspunde, die sich die Haare abrasieren und ihre tollen "nationalen" Parolen loslassen, durchlesen. Mein Großvater war bei der Panzerschlacht im Kursker Bogen dabei und danach bis `49 in Gefangenschaft. Er hat so gut wie nie darüber gesprochen. Einmal, als ich mal mit einer GST-Uniform rumlief, sagte er nur : "Junge, lass das mit dem soldatspielen, das bringt nur Elend". Ich bin froh, in so einer halbwegs friedlichen Zeit leben zu dürfen.



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zuletzt bearbeitet 09.04.2013 21:28 | nach oben springen

#4

RE: Stalingrad

in Themen vom Tage 09.04.2013 21:44
von Duck | 1.741 Beiträge

Der Bericht ist spannend und beklemmend zu gleich, ein wirklicher Tatsachenbericht. Es ist wirklich erschreckend wenn man die Zahlen nochmal liest von über 300.000 Soldaten in Stalingrad haben nur noch 6.000 die Heimat wiedergesehen.
Mein Vater ist im letzten Kessel der Russen in Gefangenschaft geraten, in Halbe. Die Erlebnisse in Gefangenschaft waren für ihn so nachhaltig, das er dieses Land (Russland) nie weder betreten hat.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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zuletzt bearbeitet 10.04.2013 07:56 | nach oben springen

#5

RE: Stalingrad

in Themen vom Tage 10.04.2013 07:36
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

GKU ich lese aber auch Verbitterung deines Stiefvater über seine Zeit in der DDR aus seinen Zeilen heraus. Was hatte der Mann nach der Kriegsgefangenschaft dann eigentlich beruflich gemacht, wie war sein familiärer Werdegang und ich staune immer wieder, wie man nach derart langer Zeit sich mit Dingen beschäftigt(wohl in einer Art Problembewältigung der Seele), die doch eigentlich schon verarbeitet sein müssten, also gut abgelegt.

Mein Vater mit ähnlicher Kriegsbiografie (im Osten von Anfang an dabei und erst 49 zurück) redete sich nun wieder alles vom Herzen, was ihm wohl half, die Dinge irgendwie besser zu verarbeiten.

Lebensläufer


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#6

RE: Stalingrad

in Themen vom Tage 10.04.2013 12:48
von GKUS64 | 1.613 Beiträge

Hallo @ Lebensläufer,
mein Stiefvater war Jahrgang 1915 und lernte nach der Grundschule Schaufensterdekorateur.
Musisch und künstlerisch (malte Ölbilder und Aquarelle) war er sehr begabt, führte das aber immer nur hobbymäßig aus.
1937 wurde er zum Arbeitsdienst eingezogen . Ab 1939 dann Kriegsdienst bei den im Bericht genannten Einheiten als Schreiber (zuletzt Dienstgrad Feldwebel).
Er war verheiratet, als er 1950 wieder heim kam wurde die Ehe geschieden. 1952 heiratete er meine Mutter, ich war da 8 Jahre alt, mein leiblicher Vater ist im März 1945 in Österreich gefallen.
Nach der Gefangenschaft arbeitete er wieder in seinem Beruf bei der HO-Lebensmittel. Die letzten 10 Jahre bis zur Rente dann auch als Dekorateur bei einer PGH des Friseurhandwerks. Der größte Teil seiner Jugend war also Kriegsdienst und verloren und sinnlos, das wurde von ihm auch so geäußert.
Vor allem seine Zeit in der Gefangenschaft war oft ein Thema. Und es beschäftigte ihn bis in seine Nachtträume. Er war aber nie verbittert und bis zu seinem Tode 1998 an allem sehr interessiert.
Vor allem nach der Wende versuchte er alte Kameraden zu finden, und er nahm auch an Treffen dieser z.B. in Limburg bei Gedenkfeiern am Ehrenmal für die Stalingradopfer teil.
Ein Thema war natürlich auch, das die nach dem Westen Entlassenen bessere Startbedingungen durch gewisse Entschädigungen hatten.
Also dieser kurze Abriss bringt dir hoffentlich etwas mehr Aufschluss zu seiner Denkweise nach 1950.

Man kann nur wiederholen: Nie wieder!!

MfG

GKUS64


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#7

RE: Stalingrad

in Themen vom Tage 10.04.2013 19:12
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

GKU man könnte noch anfügen, und er dein Stiefvater hat doch aller Widrigkeiten im Leben zum Trotz ein stolzes Alter erreicht, das blieb Ihm zumindest vergönnt. Auch sein Jahrgang 1915 wird eine gewisse Rolle in der Aufnahme der ganzen Kriegs-Erlebnisse gespielt haben, denn er war eigentlich kein Jungspund mehr wie so Viele, die doch damals mit 17-18 Jahren als auch letztes Aufgebot eingerückt sind.Ein guter Text dein Text, ich bin ein Freund von Biografien zeigen sie doch den Menschen mit allem Für und Wieder.

Lebensläufer


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#8

RE: Stalingrad

in Themen vom Tage 11.04.2013 16:49
von Barbara (gelöscht)
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Lieber GKUS64,

auch ich möchte mich sehr herzlich dafür bedanken, dass du uns den Erlebnisbericht deines Schwiegervaters zu lesen gibst.
Er ist erschütternd! Zwischen Verhungern und Erfrieren und nicht wissen ob man am nächsten Tag überhaupt noch lebt, die Angst was mit der eigenen Familie in der Heimat ist - was bleibt dem Menschen dann noch in einer solchen Situation? Der Bericht zeigt eindringlichst was Krieg eigentlich ist. Wie Krieg den Menschen zerstören kann, nicht nur physisch. Und auch - warum eine ganze Generation verstummt ist, weil das selbst Erlebte so grausam war und zusätzlich angesichts der Schuld die man verspüren musste, derer Deutschland sich schuldig gemacht hatte.
Darum ist diese Zeitzeugenschaft so wichtig, und dein Schwiegervater hat ja sehr nüchtern und sachlich erzählt von Dingen, die mir das Herz gefrieren lassen. Und welche Größe darin liegt, dass er auch gute und dankbare Worte findet für die, die ihm im Hospital geholfen haben, und eigentlich ja "der Sieger-Feind" waren...
Ein Beweis dafür, dass die Menschlichkeit in den schlimmsten Situationen doch auch immer noch ihr Gesicht zeigt.
Was für ein großes Glück - auch für uns - dass dein Schwiegervater darüber sprechen konnte - und einige andere auch....
Ein sehr bewegender und wichtiger Bericht....
Danke dafür!
Barbara


GKUS64 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#9

RE: Stalingrad

in Themen vom Tage 11.04.2013 17:20
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #8
Lieber GKUS64,

auch ich möchte mich sehr herzlich dafür bedanken, dass du uns den Erlebnisbericht deines Schwiegervaters zu lesen gibst.
Er ist erschütternd! Zwischen Verhungern und Erfrieren und nicht wissen ob man am nächsten Tag überhaupt noch lebt, die Angst was mit der eigenen Familie in der Heimat ist - was bleibt dem Menschen dann noch in einer solchen Situation? Der Bericht zeigt eindringlichst was Krieg eigentlich ist. Wie Krieg den Menschen zerstören kann, nicht nur physisch. Und auch - warum eine ganze Generation verstummt ist, weil das selbst Erlebte so grausam war und zusätzlich angesichts der Schuld die man verspüren musste, derer Deutschland sich schuldig gemacht hatte.
Darum ist diese Zeitzeugenschaft so wichtig, und dein Schwiegervater hat ja sehr nüchtern und sachlich erzählt von Dingen, die mir das Herz gefrieren lassen. Und welche Größe darin liegt, dass er auch gute und dankbare Worte findet für die, die ihm im Hospital geholfen haben, und eigentlich ja "der Sieger-Feind" waren...
Ein Beweis dafür, dass die Menschlichkeit in den schlimmsten Situationen doch auch immer noch ihr Gesicht zeigt.
Was für ein großes Glück - auch für uns - dass dein Schwiegervater darüber sprechen konnte - und einige andere auch....
Ein sehr bewegender und wichtiger Bericht....
Danke dafür!
Barbara


Geht es nicht mal eine Nummer kleiner? Soviel Selbstkasteiung. Die Schuld haben nicht die Deutschen, sondern die Warburgs, Schachts , IG-Farben, Rockefeller, Standart Oil und die ganzen anderen Drecksäcke dieser Welt.
Das selbe Gesocks, was heute die Menschen und Völker gegeneinander aufhetzt, hat auch damals die Fäden hinter den Kulissen gezogen.
Die Kameraden in Stalingrad rechts und links der Frontlinie waren die Opfer.


Wahlhausener, Dieterp und Larissa haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#10

RE: Stalingrad

in Themen vom Tage 11.04.2013 20:38
von Fritze (gelöscht)
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da ist anscheinend genug auf fruchtbaren Boden gefallen ,oder wird der Boden ständig gedüngt und umgeackert.
"Dem Deutschen Volke muss ständig seine Schuld eingehämmert werden ! "

damit auch noch in 50 ,100,200, Entschädigungen zu zahlen sind ?
Sollen sie sich doch von den Kriegsgewinnlern holen !!! Die selben Familien und Firmen verdienen heut noch dick am Rüstungsgeschäft.

Wie sagte schon die seelige Witwe Krupp ? " Der Vergangenheit alle Tränen ,aber keinen Pfennig ! "


Wahlhausener, Damals87, josy95 und Eisenacher haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: Stalingrad

in Themen vom Tage 12.04.2013 08:05
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Oh Barbara was hast du nur getan, du wolltest das deutsche Volk in Regreß nehmen also hagelte es sofort Schelte und Eisenacher schrieb doch anschließend:"Die Kameraden in Stalingrad rechts und links der Frontlinie waren die Opfer."

Die anfangs so stolze Wehrmacht auf einmal die Opfer? Na wenn das nichts ist? Genau diese heldenhafte Wehrmacht, die mit wehenden Fahnen und siegessicherem Stiefeltritt die große Sowjetunion in nur wenigen Monaten auf die Knie zwingen wollte. Also irgendwo habe ich noch Auschnitte aus Landserbriefen wo sinngemäß die Bolschewiken schon besiegt sind, wo ihre Angehörigen ihnen wieder im Brief Mut für die kühne Aufgabe zusprechen und ganz stolz sind, weil Sohn, Bruder, Vater im Felde der Ehre für Deutschland kämpfen.

Ich muss das nur mal suchen. Und dann kam der Winter, genau der russische General-Winter, der schon beim Napoleon kam. So war das doch nich wahr Leute? Un nu wurde die Wehrmacht zum Opfer...verdimisch aber auch. Also wenn der Fred nicht so traurig wäre könnte man hier herrlich vom Leder ziehen.

Lebensläufer


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#12

RE: Stalingrad

in Themen vom Tage 12.04.2013 08:18
von Duck | 1.741 Beiträge

Hallo Lebenläufer, du hast neben General Winter noch den größten Feldherr aller Zeiten vergessen. Das hatte schon sein Grund warum der im ersten Weltkrieg nur Gefreiter war.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#13

RE: Stalingrad

in Themen vom Tage 12.04.2013 09:14
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Lebensläufer im Beitrag #11
Oh Barbara was hast du nur getan, du wolltest das deutsche Volk in Regreß nehmen also hagelte es sofort Schelte und Eisenacher schrieb doch anschließend:"Die Kameraden in Stalingrad rechts und links der Frontlinie waren die Opfer."

Die anfangs so stolze Wehrmacht auf einmal die Opfer? Na wenn das nichts ist? Genau diese heldenhafte Wehrmacht, die mit wehenden Fahnen und siegessicherem Stiefeltritt die große Sowjetunion in nur wenigen Monaten auf die Knie zwingen wollte. Also irgendwo habe ich noch Auschnitte aus Landserbriefen wo sinngemäß die Bolschewiken schon besiegt sind, wo ihre Angehörigen ihnen wieder im Brief Mut für die kühne Aufgabe zusprechen und ganz stolz sind, weil Sohn, Bruder, Vater im Felde der Ehre für Deutschland kämpfen.

Ich muss das nur mal suchen. Und dann kam der Winter, genau der russische General-Winter, der schon beim Napoleon kam. So war das doch nich wahr Leute? Un nu wurde die Wehrmacht zum Opfer...verdimisch aber auch. Also wenn der Fred nicht so traurig wäre könnte man hier herrlich vom Leder ziehen.

Lebensläufer





Oh nein, das war in dieser Stelle gar nicht meine Absicht. Ich habe zur nicht relativierbaren Verantwortung des deutschen Volkes an den Verbrechen der NS-Zeit schon in anderen Threads Stellung bezogen.
Hier ging es mir einzig und allein darum auszudrücken, wie es wohl gewesen sein muss, für den einzelnen Soldaten, der das durchlitten hat, was GKSU64 Schwiegervater beschreibt, also kaputt an Herz und Seele nach Hause zu kommen um dann erst wirklich realisieren zu müssen, für was er - Befehl, Gehorsam, Gewissen - seinen Kopf hingehalten hat. - Es ist kein Wunder, dass diese Generation "verstummt" ist.
Ich habe meine ganzes menschliches Mitgefühl für diese Soldaten zum Ausdruck bringen wollen.
Dass das anders verstanden worden ist, daran kann ich nichts machen.
Darüber diskutieren werde ich ganz sicher hier nicht!
Dafür gibt haben wir ja das ein oder andere "Schlachtfeld"-Thread.


Larissa hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: Stalingrad

in Themen vom Tage 12.04.2013 11:42
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Irgendwo Barbarara schrieb ich das auch schon dreidutzend Male sinngemäß:" Ohne die aber Millionen kleinen Rädchen im großen Getriebe des Nationalsozialismus hätte er einfach nicht funktioniert". Und da gehörte der kleine Landser der großen ach so stolzen Wehrmacht(wo sie noch unbesiegt war) ganz einfach mit dazu. Auch wenn er dann in Stalingrad am Ende nur noch ein Häufchen Elend war und der Sieger triumphierte denn genau das hätte auch ganz Anders kommen können siehe wir wären heute die Enkel der deutschen Herrenrasse die doch einmal die ganze Welt beherrschen wollte.

"War das nun die Schuld einen ganzen Volkes"? Ich weiß nicht so recht fange mir da bestimmt gleich ne Menge Ärger ein aber siehe oben das mit dem Getriebe, da ist was wahres dran.Wer hatte denn Anfangs gejubelt und Heil Hitler geschrien und stand bei den Paraden, Aufmärschen, großen und kleinen Festen immer schön in der ersten Reihe? Das war doch "das deutsche Volk" siehe Männlein und Weiblein oder warns nur paar Auserwählte, paar Systemträger angefangen vom Blockwart bis hin zum Deutschen Frauenwerk oder der Deutschen Studentenschaft? Das denke ich nicht.

Duck da hatte der Gefreite Adolf Hitler doch mal selber Generalissimo spielen wollen und dann kams zum Desaster. Naja, das war wohl mehr ein Ringen zweier Männer so Stalin und Hitler um eben den Fall oder Sieg eines Namens Stalingrad. Ob ein anderer General statt Paulus da gesiegt hätte wäre reine Spekulatius.

Lebensläufer


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#15

RE: Stalingrad

in Themen vom Tage 12.04.2013 16:32
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Das sich 90% der Menschen in einem Gesellschaftssystem jederzeit verarschen lassen, ist klar. aber es sind nun nicht alle Einsteins usw.
Willst du den allen die Schuld geben, das sie es nicht besser gewusst haben? Internet gab es noch nicht, aber dafür Propaganda vom Feinsten. Wo wärst Du wohl im Dritten Reich gelandet, wenn dich deine Mutter 40Jahre früher geboren hätte? ? In Stalingrad oder in Oranienburg???
Heute können wir alle schön quatschen ,über die Schuld usw. aber wo hätten wir gestanden, wenn uns die Geburt etwas früher erwischt hätte?


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#16

RE: Stalingrad

in Themen vom Tage 12.04.2013 16:50
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

@Eisenacher, genau diese Frage habe ich mir oft gestellt und es gibt keine Antwort. Zuviele Faktoren spielen da mit rein...Erziehung, Umfeld...soz./finanz. Situation der Eltern...
Und Yepp...heute quatschen wir am grünen Tisch!!


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#17

RE: Stalingrad

in Themen vom Tage 12.04.2013 17:34
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Mein Onkel ist in Stalingrad gefallen. Zumindest vermuten wir das er dort gefallen ist, denn offiziel galt er als vermisst und musste dann vor einigen Jahre wegen Erbsachen als Tod erklaert werden. Aber Gewissheit was aus ihm wurde haben wir nicht. Natuerlich auch kein Grab. Stalingrad ist wohl das traurigste Kapitel der deutschen Kriegsgeschichte. Und alles nur weil dieser Haufen in Berlin samt dem "Fuehrer" nicht auf die Generaele hoeren wollte.


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#18

RE: Stalingrad

in Themen vom Tage 12.04.2013 17:45
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #15
Das sich 90% der Menschen in einem Gesellschaftssystem jederzeit verarschen lassen, ist klar. aber es sind nun nicht alle Einsteins usw.
Willst du den allen die Schuld geben, das sie es nicht besser gewusst haben? Internet gab es noch nicht, aber dafür Propaganda vom Feinsten. Wo wärst Du wohl im Dritten Reich gelandet, wenn dich deine Mutter 40Jahre früher geboren hätte? ? In Stalingrad oder in Oranienburg???
Heute können wir alle schön quatschen ,über die Schuld usw. aber wo hätten wir gestanden, wenn uns die Geburt etwas früher erwischt hätte?


Das Problem ist das es die Deutschen nicht verstehen koennen das zuviel Staat schlecht fuer die Buerger ist. Der Durchschnittsdeutsche scheint ein blindes Vertrauen in den Bevormundungsstaat zu haben. Der deutsche Staat, und das gilt fuers ehemalige Kaiser- und 3. Reich genauso wie fuer DDR und Vor- & Nachwende BRD. Die Deutschen muessen erst mal lernen selbstaendig zu denken und zu handeln voellig ohne Anweisungen von "offizieller Seite".


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#19

RE: Stalingrad

in Themen vom Tage 12.04.2013 18:00
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Danke GKUS64!

Ich möchte gern den Bericht Deines Stiefvaters an meine Tochter weiterleiten. Vor Jahren hat sie in unserem Familienalbum eine Fotografie eines Großonkels entdeckt: Onkel Karl, der am 22. Dezember 1942 in Stalingrad gefallen ist. Ihre Großmutter lebte nicht mehr, die ihr mehr zu Onkel Karl erzählen konnte. So blieb nur das Foto eines sehr hübschen jungen Mannes, der im Alter von 19 Jahren gefallen ist. Er und sein sinnloser Tod bleibt aber für immer in unserer Erinnerung und rückt spätestens jedes Jahr in der Weihnachtszeit für einen Moment in den Mittelpunkt.

LG von der grenzgaengerin


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#20

RE: Stalingrad

in Themen vom Tage 12.04.2013 18:03
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Zitat
Der Historiker, der eineinhalb Jahre lang an der Vorbereitung der Exposition gearbeitet hat, ist überzeugt, dass die Bedeutung der Schlacht um Stalingrad überbewertet ist



Zitat
Wieso kennt denn fast die ganze Welt Stalingrad? „Das ist genau die Frage, die wir mit unserer Ausstellung aufstellen“, sagt Wehner.



Zitat
„Im Zweiten Weltkrieg gab es keinen direkten Wendepunkt, keine Entscheidungsschlacht wie Waterloo. Sondern das war eine Art Prozess, der an der deutsch-sowjetischen Front, der Hauptfront des Zweiten Weltkrieges, stattfand.“ Stalingrad sei also von der NS-Propaganda zu einem Mythos gemacht worden, noch lange bevor die eigentliche Schlacht begann. Und weil die Deutschen die Schlacht, die sie selber entscheidend nannten, verloren, kannte die Propaganda auf der Seite der Alliierten kein Halten mehr.




Quelle


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