#21

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.04.2013 16:26
von linamax | 2.018 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #16
Da gab es sicher öfters die Situation, wo die BRD den Einkauf gerne rückgängig gemacht hätte. Wenn ich so daran denke, was ich alles an Abschaum in Giessen erlebt habe. War mir richtig peinlich.

Hallo Eisenacher
Ich war 1967 in Gießen da waren in diesen Riesenlager nur 10 Leute und das waren normale Flüchtlinge . Aber Eisenacher nach der Meinung einiger Herren hier im Forum gab es in der DDR nur gute Menschen und kein Abschaum .


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#22

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.04.2013 16:27
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
wieweit konnte man denn durch konkrete politsche Arbeit "politischer Gefangender" werden?

Beispiel:

Bei einer Urania-, Kulturbund- oder FDJ-Veranstaltung über Ökologie und volkswirtschaft das Wort ergreifen.
Konkret z.B. so, ein Trabant mit 6000km Fahrleistung im Jahr kostet 400l Sprit und in Devisen gerechnet rund
120DM-West für die Treibstoffimporte. Dann die These, die Produktion von hochwertigen 5-Gang-Nabenschaltungen
oder 10-Gang Ketttenschaltungen für Fahrräder die jährlich dann 2000km - 3000km genutzt werden wäre
trotz evtl. Import spezieller Werkzeugmaschinen besser, je Fahrrad umglegt vielelicht 5DM-West. Also die These statt
medienwirksamen Ideologie Motorisierungsparadies-DDR, "Erfolg des DDR-Sozialismus" realistische Bescheidenheit
verlangen?

Bewertet als staatsfeindliche Kritik an der Führung, Zweifel an der Intelligenz der SED, Infragestellung des Führungsanspruch?

Oder willkommende Anregung?

Ich komme darauf weil ich
a) bei Besuchen ab 1985 Laufräder mit 3-Gang- oder 5-Gang-Nnabenschaltungen mitbrachte.
b) bemerkte wie wenig Leute die einen Trabi in der Familie hatten Fahrräder als Verkehrsmittel nutzten.



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#23

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.04.2013 16:28
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Mit AR-Antrag


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#24

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.04.2013 16:30
von Gert | 12.354 Beiträge

ich las davon, dass die DDR auch Kriminelle den Pulks der Ausreisewilligen " beimischte ". Auch wurden Gefangene, die in die DDR entlassen wurden auf die Freikaufliste gesetzt um das Geld zu kassieren. Dieses Machenschaften wurden von der Stasi jeweils vorbereitet und ausgeführt. ( Listen zusammenstellen usw )
Damit betrog die DDR die Bundesrepublik in dem Sinne, dass sie Geld für nothing kassierte, sozusagen staatlicher Betrug.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Kimble hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.04.2013 16:43
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #21
Zitat von Eisenacher im Beitrag #16
Da gab es sicher öfters die Situation, wo die BRD den Einkauf gerne rückgängig gemacht hätte. Wenn ich so daran denke, was ich alles an Abschaum in Giessen erlebt habe. War mir richtig peinlich.

Hallo Eisenacher
Ich war 1967 in Gießen da waren in diesen Riesenlager nur 10 Leute und das waren normale Flüchtlinge . Aber Eisenacher nach der Meinung einiger Herren hier im Forum gab es in der DDR nur gute Menschen und kein Abschaum .


War ein paar Jahre später in Gießen...
Das Lager war ziemlich gut belegt Ein Kommen und Gehen.Überwiegend AR und Freigekaufte.Ganz normale Familien und Politische.
Aber,es gab auch eine geringe Anzahl unter den Übersiedlern,mit denen man nicht unbedingt das Gespräch suchte.Die hingen abends genauso volltrunken an den Kiosken rum,wie wohl vorher auch schon immer.Das Gefühl,auf ein paar Jahre Knast vorher in der DDR ,nicht aus politischen Gründen, zu stoßen,bewahrheitete sich dann mitunter später,wenn man die Tagespresse verfolgte.....

seaman


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#26

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.04.2013 16:45
von Damals87 | 503 Beiträge

Hallo,

[...]er ,so behauptet Rehlinger, „verließ jetzt langsam die bisher konsequent vertretene Linie,
bei dem Vorliegen von kriminellen Anzeichen die Einbeziehung in die Aktion abzulehnen“. Es
wurden nun auch einzelne Häftlinge, so Rehlinger weiter, eingeschlossen, die aktuell zwar wegen
eines politisch zu beurteilenden Vergehens in Haft einsaßen, in ihrem Vorleben aber schon
einmal, mitunter auch mehrfach, wegen eindeutig krimineller Delikte vorbestraft worden waren.
[...](ca.10% Kriminelle beim Freikauf, auch von der DDR getarnt)

aus: "Dissidenten für Devisen" von Hendrik von Quillfeldt
(vorhin gefunden)

Anscheinend wurden mit Billigung beider Seiten spätestens seit den 1970er Jahren ca. 10% "B-Sortierung" beigemischt.
Spricht sehr dafür, daß an dem in #10 von mir wiedergegebenen Gießener Gerücht doch etwas dran war. Wobei der Maßstab für die Klassifizierung als "Politischer" wohl schon ein recht willkürlicher war.

Grüße aus Hessen


„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“ Sören Kierkegaard


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#27

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.04.2013 16:46
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Gert im Beitrag #24
ich las davon, dass die DDR auch Kriminelle den Pulks der Ausreisewilligen " beimischte ". Auch wurden Gefangene, die in die DDR entlassen wurden auf die Freikaufliste gesetzt um das Geld zu kassieren. Dieses Machenschaften wurden von der Stasi jeweils vorbereitet und ausgeführt. ( Listen zusammenstellen usw )
Damit betrog die DDR die Bundesrepublik in dem Sinne, dass sie Geld für nothing kassierte, sozusagen staatlicher Betrug.



Irgendwie überrascht mich das garnicht.


linamax hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#28

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.04.2013 17:01
von Polter (gelöscht)
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Zitat von seaman im Beitrag #25
Zitat von linamax im Beitrag #21
Zitat von Eisenacher im Beitrag #16
Da gab es sicher öfters die Situation, wo die BRD den Einkauf gerne rückgängig gemacht hätte. Wenn ich so daran denke, was ich alles an Abschaum in Giessen erlebt habe. War mir richtig peinlich.

Hallo Eisenacher
Ich war 1967 in Gießen da waren in diesen Riesenlager nur 10 Leute und das waren normale Flüchtlinge . Aber Eisenacher nach der Meinung einiger Herren hier im Forum gab es in der DDR nur gute Menschen und kein Abschaum .


War ein paar Jahre später in Gießen...
Das Lager war ziemlich gut belegt Ein Kommen und Gehen.Überwiegend AR und Freigekaufte.Ganz normale Familien und Politische.
Aber,es gab auch eine geringe Anzahl unter den Übersiedlern,mit denen man nicht unbedingt das Gespräch suchte.Die hingen abends genauso volltrunken an den Kiosken rum,wie wohl vorher auch schon immer.Das Gefühl,auf ein paar Jahre Knast vorher in der DDR ,nicht aus politischen Gründen, zu stoßen,bewahrheitete sich dann mitunter später,wenn man die Tagespresse verfolgte.....

seaman



Man muß wohl auch beachten, daß aus Rumänien auch Leute gekauft wurden.
Aus der DDR nur saubere und gewünschte, ehrenhafte Bürger.


zuletzt bearbeitet 09.04.2013 17:02 | nach oben springen

#29

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.04.2013 17:03
von Polter (gelöscht)
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Zitat von Gert im Beitrag #24
ich las davon, dass die DDR auch Kriminelle den Pulks der Ausreisewilligen " beimischte ". Auch wurden Gefangene, die in die DDR entlassen wurden auf die Freikaufliste gesetzt um das Geld zu kassieren. Dieses Machenschaften wurden von der Stasi jeweils vorbereitet und ausgeführt. ( Listen zusammenstellen usw )
Damit betrog die DDR die Bundesrepublik in dem Sinne, dass sie Geld für nothing kassierte, sozusagen staatlicher Betrug.


Wo gelesen? Bitte !






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#30

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.04.2013 17:14
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

In Rumänien wurden die Siebenbürger Schwaben, in Polen Volksliste 3 und in der SU die Kasachstandeutschen und Wolgadeutschen eingekauft. später kamen auch die Kontingentjuden hinzu.
Volksliste 3 haben Spezialisten aus Polen damals so erledigt. Auf den Flohmarkt in Polen, ein Bild eines Wehrmachtoffiziers oder von der Waffen-SS gekauft ,noch ein Soldbuch dazu und schon war man Deutscher. Später wurden die Behörden etwas intoleranter und verlangten schon einen Nachweis , das man in den guten deutschen Traditionen erzogen wurde. Da habe ich dann, auf Nachfrage Kurse veranstaltet, wie man in D Weihnachten und Ostern feiert.


zuletzt bearbeitet 09.04.2013 17:15 | nach oben springen

#31

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.04.2013 17:19
von Mike59 | 7.945 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #24
ich las davon, dass die DDR auch Kriminelle den Pulks der Ausreisewilligen " beimischte ". Auch wurden Gefangene, die in die DDR entlassen wurden auf die Freikaufliste gesetzt um das Geld zu kassieren. Dieses Machenschaften wurden von der Stasi jeweils vorbereitet und ausgeführt. ( Listen zusammenstellen usw )
Damit betrog die DDR die Bundesrepublik in dem Sinne, dass sie Geld für nothing kassierte, sozusagen staatlicher Betrug.





Da ja das Rechtssystem der DDR nicht als Rechtssystem anerkannt wurde/wird, ist ja wohl jeder verurteilte und inhaftierte als politischer Häftling zu sehen. Somit ergibt es einen Sinn. Sicher mag da auch der eine oder andere etwas schwierige Charakter dabei gewesen sein, aber es waren doch Menschen und nicht Häftlinge der Klasse A+ und Häftlinge der Klasse B-.
Tja wer die Listen erarbeitet hat - wäre mal ein Thema.


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#32

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.04.2013 17:26
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Nie vergessen werde ich meinen Spezie Mayer. Urdeutscher Name , ein echter Mann von der Wolga. 100% resistent gegen das Erlernen der deutschen Sprache bis zum Abwinken. Früh am morgen eine 0,7l Granate Wodka Gorbatschow, 13Uhr die 2. und am Abend Nr. 3
Selbst nach einem Jahr jeden Tag 8h Deutschunterricht kam da absolut nix. Der wusste nicht einmal , wie er nach D gekommen ist. Die Fam. hat ihn in den Zug geladen und dann ist er irgendwann und irgendwie in D gelandet. Aber er fand D ganz gut. Er hat nur nie verstanden, warum ein Staat seinen Bürgern jeden Tag 2Flaschen Wodka gratis serviert.
Nach einem Jahr im Übersiedlungswohnheim Kelkheim ist er besoffen aus dem vierten Stock gefallen.
Friede seiner Asche


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#33

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.04.2013 17:33
von eisenringtheo | 9.164 Beiträge

Bekam die DDR das Geld eigentlich im Rahmen des Kirchengeschäftes B. für die "vorzeitige Entlassung" aus der DDR Haft oder für die Ausbürgerung aus der DDR Staatsbürgerschaft?
Theo


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#34

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.04.2013 17:45
von Damals87 | 503 Beiträge

Hallo,

@eisenringtheo, der oben zitierte Quelle nach war Gegenstand des "Geschäfts" die Begnadigung aus der Haft. Der Entlassene hatte dann die Wahl, sich in die DDR entlassen zu lassen oder die Staatsbürgerschaft der DDR abzulegen und sich in den Bus zu setzen. Die Geldzahlung wurde mit Ersatz des durch den Straftäter verursachten Schadens und seiner Ausbildungskosten begründet. Daher wurde der Betrag auch abhängig von der jeweiligen Person einzeln festgelegt. Später gab es dann drei gestaffelte Pauschalsätze.

Grüße aus Hessen


„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“ Sören Kierkegaard


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#35

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.04.2013 18:25
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Polter im Beitrag #29
Zitat von Gert im Beitrag #24
ich las davon, dass die DDR auch Kriminelle den Pulks der Ausreisewilligen " beimischte ". Auch wurden Gefangene, die in die DDR entlassen wurden auf die Freikaufliste gesetzt um das Geld zu kassieren. Dieses Machenschaften wurden von der Stasi jeweils vorbereitet und ausgeführt. ( Listen zusammenstellen usw )
Damit betrog die DDR die Bundesrepublik in dem Sinne, dass sie Geld für nothing kassierte, sozusagen staatlicher Betrug.


Wo gelesen? Bitte !


streng vertraulich, Polter






.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#36

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.04.2013 19:00
von eisenringtheo | 9.164 Beiträge

Da die BRD nur für "politisch" Verurteilte zahlen wollte, hat man möglicherweise bei jedem Beschuldigten Ermittlungen geführt, ob der Betreffende sich auch wegen eines Deliktes schuldig gemacht hat, welches im Katalog der BRD für Freikäufe aufgelistet war (siehe unten. Vom Verteidiger belehrt, dass nur so die Ausbürgerung in die BRD möglich sei, dürfte jeder Beschuldigte wohl alles gestanden haben, selbst wenn es nicht stimmte,
http://www.deutschlandarchiv.info/download/article/327
Theo


Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.04.2013 23:03
von Damals87 | 503 Beiträge

Hallo,

anscheinend konnte man, um in das Auswahlverfahren für die Fahrkarte zu kommen, einfach an seine kriminelle Karriere noch einen §213 anhängen. Wenn man den Aufwand und das Risiko scheute, tat es wohl auch schon §220 oder §106. Wenn das Vorstrafenregister allzulang war, gab es wohl keine Erfolgsgarantie mehr, aber besonders seit den 70ern ging da anscheinend einiges.

Und bis heute deckt sich weitgehend der Mantel des Schweigens über Einzelheiten, auch für die Geschichte der BRD war das kein Ruhmesblatt.
Und mir wird klar, weshalb über diesen Gießener Frauenmord und den Mörder nichts zu finden ist.

Grüße aus Hessen


„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“ Sören Kierkegaard


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#38

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.04.2013 15:16
von Polter (gelöscht)
avatar

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #36
Da die BRD nur für "politisch" Verurteilte zahlen wollte, hat man möglicherweise bei jedem Beschuldigten Ermittlungen geführt, ob der Betreffende sich auch wegen eines Deliktes schuldig gemacht hat, welches im Katalog der BRD für Freikäufe aufgelistet war (siehe unten. Vom Verteidiger belehrt, dass nur so die Ausbürgerung in die BRD möglich sei, dürfte jeder Beschuldigte wohl alles gestanden haben, selbst wenn es nicht stimmte,
http://www.deutschlandarchiv.info/download/article/327
Theo



Juristen können alles begründen!
zur Sache noch mal ein interessanter Link:http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschic...ftlingsfreikauf
Der Kauf von " Politischen " ist besser zu verkaufen als Kriminelle oder Wirtschaftsfluchtlinge.


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#39

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.04.2013 02:52
von Major Tom | 851 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #15
Hallo,
gab es Fälle bei denen die Häftlinge die Alternative haten, Westfreikauf oder baldige Entlassung auf Bewährung und/oder Erlaß der Reststrafe
und sich für den Verbleib als DDR-Staatsbürger entschieden? Ggf. nicht am Tag der möglichen Busreise sondern bevor konkret über diese
Person höheren Ortes mit der BRD verhandelt wurde?



Spaetestens in Karl-Marx-Stadt haette man noch Stop sagen koennen, aber dann waere es wohl wieder zurueck in den Strafvollzug gegangen. Ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern ob wir explizit gefragt wurden ob wir rueber wollen oder nicht.

Freigekaufte wurden uebrigens nicht nur per Bus sondern auch per Zug in den Westen entlassen.


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
http://www.costarica-forum.net
http://directorios-costarica.com
http://www.link-team.net
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#40

RE: freigekauft aus der DDR

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.04.2013 20:01
von Lutze | 8.033 Beiträge

Zitat von Major Tom im Beitrag #39
Zitat von SET800 im Beitrag #15
Hallo,
gab es Fälle bei denen die Häftlinge die Alternative haten, Westfreikauf oder baldige Entlassung auf Bewährung und/oder Erlaß der Reststrafe
und sich für den Verbleib als DDR-Staatsbürger entschieden? Ggf. nicht am Tag der möglichen Busreise sondern bevor konkret über diese
Person höheren Ortes mit der BRD verhandelt wurde?



Spaetestens in Karl-Marx-Stadt haette man noch Stop sagen koennen, aber dann waere es wohl wieder zurueck in den Strafvollzug gegangen. Ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern ob wir explizit gefragt wurden ob wir rueber wollen oder nicht.

Freigekaufte wurden uebrigens nicht nur per Bus sondern auch per Zug in den Westen entlassen.

per Zug ?,weis jemand mehr?
Lutze


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