#61

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.05.2013 20:15
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #57
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #56
Zitat von Alfred im Beitrag #55
Zitat von ABV im Beitrag #53
Vielleicht wäre ja eine Grenzpolizeiliche Überwachung die bessere Variante gewesen?

Gruß Uwe



Wie sollte dies gehen ?

Das ging schon wegen der Unterstellungsverhältnisse nicht.


Änderung des Unterstellungsverhältnisses. war ja bereits in den 80er Jahren angedacht.
Wäre auch nicht das erste mal gewesen.

Mielke wollte mit aller Gewalt den Bereich, bekam diesen nicht, dafür stärkte er seinen Einfluß durch die Grenzbeauftragten bzw. andere Instrumentarien.
Baumgarten wollte nicht von der NVA Schiene weg und Dickel hatte kein "Interesse".


Pink: Stellt Euch vor, der Mielke hätte die Grenze bekommen. Alle die zu diesem Zeitpunkt und später dort gedient hatten, wären dann automatisch MfS-Angehörige gewesen. Na, wie hättet Ihr Euch da heute gefühlt, nach den ganzen Dreckkübeln, die über die Angehörigen der Firma, auch wenn sie nur Wache geschoben, den Flur geputz oder die Genossen bekocht haben, ausgekippt wurden und werden ? Von der Anzahl dann ein gefundenes Fressen für Hubertus K..



Ich wäre raus, wenn Grenze Stasi gewesen wäre, dann hätte ich den Spaten gewählt, egal ob man mich hätte abkotzen lassen oder nicht.


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#62

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.05.2013 07:10
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #31
@8oer: ich glaube das Thema haben wir schon anderer Stelle ausführlich diskutiert. Grundsätzlich: die Schusswaffenanwendung war, auch nach dem zu jener Zeit geltenden Grenzgesetz der DDR, in diesem konkreten Fall nicht zulässig! Der Schütze hätte also bereits zu DDR-Zeiten vor Gericht gestellt und bestraft werden müssen.



Ja leider ist der ursprüngliche Thread wohl "verschwunden worden", hing vielleicht mit Rafimo zusammen.
Beim obigen Text lehnst Du dich aber etwas zu weit aus dem Fenster, eine diesbezügliche Untrsuchung hätte es wohl auch erstmal getan. Alles weitere wäre ja schon eine Vorverurteilung.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#63

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.05.2013 07:13
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #33
Zitat von ABV im Beitrag #32
Zitat Lebensläufer:
Sich heute hinzustellen und darauf hinzuweisen, was so einen Flüchtling nun alles zustand und was nicht(entschuldige ABV) schildert einfach nicht die realistische Zeit, wird der Zeit nicht im mindesten gerecht (des Kalten Krieges) in der das damals alles ablief.Wenn dieser Polit meinte, das ein Verbrecher (ein Klassenfeind und wenn auch armes jugendliches Würstchen damit gemeint) nichts zu trinken bekommt dann hat der Mann das so gemeint und nicht anders!!!!

Nein Reiner! Wenn heute ein Polizist, einem gemeinen Mörder, in den Ar..... tritt, weil er ihn und seine Taten abscheulich findet, riskiert er eine Strafanzeige wegen " Körperverletzung im Amt". Ärger gibt es auch, wenn der Polizist dem Delinquenten, Essen und Trinken verweigert.
Gefangene haben, unabhängig vom Delikt, ein Recht auf faire, anständige Behandlung. Das ist heute so und war in der DDR nicht anders. Gerade ein Politoffizier, der ja Vorbild für seine Soldaten war, hätte da mit gutem Beispiel vorangehen müssen.

Viele Grüße von der Oder nach Leipzig
Uwe



ABV,

und hält man sich auch heute immer an die Regeln ?


Nein, aber das sollte uns nicht daran hindern unsere Fehler selbstkritisch zu betrachten.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#64

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.05.2013 07:43
von ABV | 4.202 Beiträge

Hallo Felix!
Ich bin aber der Meinung, dass bei einer Voruntersuchung nur eine Gerichtsverhandlung in Frage gekommen wäre. So wie sich der Fall darstellt, flüchtete die Person "freundwärts". Also von der Grenze weg. Der § 27 des Grenzgesetzes wäre somit nicht mehr zur Anwendung gekommen. Da dieser die Schusswaffenanwendung als letztes Mittel zur Verhinderung eines illegalen Grenzübertritts unter den Vorraussetzungen zuließ, dass alle anderen Mittel keinen Erfolg erbrachten.
Dadurch das die Jungen von der Grenze weg rannten, kann man ja bereits von einem Rücktritt vom Versuch des illegalen Grenzübertritts sprechen. Mit welcher rechtlichen Grundlage will man dann aber noch den Schusswaffeneinsatz rechtfertigen? Notwehr scheidet augenscheinlich aus. Für die Annahme das es sich bei dem flüchtenden Jungen um einen, wegen eines Verbrechens gesuchten Straftäter handelt, fehlen ebenfalls die Vorraussetzungen. Nach eigener Aussage haben die Grenzer nur zwei Schatten wahrgenommen.
Somit hätten die Schützen, zur abschließenden Beurteilung des Sachverhaltes, vor ein Gericht gestellt werden müssen! Auch nach dem Rechtsverständnis der DDR.
Bei einer fairen Gerichtsverhandlung, wären auch die unzweifelhaft vorliegenden entlastenden Momente gegen die Schützen, im vollem Umfang berücksichtigt worden. Zum Beispiel das allen geltenden Dienstvorschriften widersprechende Verhalten des Kompaniechefs. Der die ihm unterstellten Soldaten unter einem hohen psychischen Druck setzte. Der, in einer Stresssituation wie dieser, beinahe zwangsläufig zur Katastrophe, sowohl für die Flüchtenden als auch für die Soldaten, führen musste. Mörder waren die beiden Soldaten, oder der Todesschütze, ganz sicher nicht! Sie wollten den Jungen nicht töten. Das zeigt auch die völlig geschockten Reaktionen im Anschluss an den Schusswaffengebrauch. Eiskalte Exesstäter brechen nicht nach der Tat weinend zusammen!
Hätte man in der DDR den Fall ordnungsgemäß untersucht und entsprechend juristisch abgehandelt, könnten sich heute Leute, die von der Materie überhaupt keine Ahnung haben, nicht auf Kosten des an der Grenze ums Leben gekommenen Jungen profilieren.

Viele Grüße aus dem Oderland
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


DoreHolm und josy95 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#65

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.05.2013 07:55
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #64
Hallo Felix!
Ich bin aber der Meinung, dass bei einer Voruntersuchung nur eine Gerichtsverhandlung in Frage gekommen wäre. So wie sich der Fall darstellt, flüchtete die Person "freundwärts". Also von der Grenze weg. Der § 27 des Grenzgesetzes wäre somit nicht mehr zur Anwendung gekommen. Da dieser die Schusswaffenanwendung als letztes Mittel zur Verhinderung eines illegalen Grenzübertritts unter den Vorraussetzungen zuließ, dass alle anderen Mittel keinen Erfolg erbrachten.
Dadurch das die Jungen von der Grenze weg rannten, kann man ja bereits von einem Rücktritt vom Versuch des illegalen Grenzübertritts sprechen. Mit welcher rechtlichen Grundlage will man dann aber noch den Schusswaffeneinsatz rechtfertigen? Notwehr scheidet augenscheinlich aus. Für die Annahme das es sich bei dem flüchtenden Jungen um einen, wegen eines Verbrechens gesuchten Straftäter handelt, fehlen ebenfalls die Vorraussetzungen. Nach eigener Aussage haben die Grenzer nur zwei Schatten wahrgenommen.
Somit hätten die Schützen, zur abschließenden Beurteilung des Sachverhaltes, vor ein Gericht gestellt werden müssen! Auch nach dem Rechtsverständnis der DDR.
Bei einer fairen Gerichtsverhandlung, wären auch die unzweifelhaft vorliegenden entlastenden Momente gegen die Schützen, im vollem Umfang berücksichtigt worden. Zum Beispiel das allen geltenden Dienstvorschriften widersprechende Verhalten des Kompaniechefs. Der die ihm unterstellten Soldaten unter einem hohen psychischen Druck setzte. Der, in einer Stresssituation wie dieser, beinahe zwangsläufig zur Katastrophe, sowohl für die Flüchtenden als auch für die Soldaten, führen musste. Mörder waren die beiden Soldaten, oder der Todesschütze, ganz sicher nicht! Sie wollten den Jungen nicht töten. Das zeigt auch die völlig geschockten Reaktionen im Anschluss an den Schusswaffengebrauch. Eiskalte Exesstäter brechen nicht nach der Tat weinend zusammen!
Hätte man in der DDR den Fall ordnungsgemäß untersucht und entsprechend juristisch abgehandelt, könnten sich heute Leute, die von der Materie überhaupt keine Ahnung haben, nicht auf Kosten des an der Grenze ums Leben gekommenen Jungen profilieren.

Viele Grüße aus dem Oderland
Uwe



ABV,

wenn ich richtig gelesen habe, bezieht sich der Fall auf das Jahr 1979.

Das Grenzgesetz und § 27 gab es aber erst seit 1982.

Und wer sagt denn, dass es einen illegalen Grenzübertritt nur von Ost nach West gab...


zuletzt bearbeitet 27.05.2013 07:56 | nach oben springen

#66

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.05.2013 08:02
von Rüganer (gelöscht)
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Sollte man nicht in jedem Fall berücksichtigen, dass da in der Grenzkompanie wohl unvorstellbare Zustände geherrscht haben, die seitens der Offiziere geschaffen wurden, um den Grundwehrdienstleistenden "Dampf" unter den Allerwertesten zu machen? User Oetten, der hier und in einem anderen Forum aktiv war, der wohl auch mit in dieser Abriegelung mitwirken musste, hat doch schon lang und breit die Herrschaft dieser verantwortlichen Offiziere und deren Terror gegenüber den Untergebenen geschildert. Dass solche Auffassungen wie: Bei Anruf Magazinwechsel nicht den "zuständigen Organen " bekannt gewesen sein sollen, glaube ich nicht, da war doch sonst auch alles bekannt. Nur das man dagegen nicht vorgegangen ist, dies ist seltsam. Im Umkehrschluss heißt es doch, man hat so eine Einstellung gebilligt und den Druck auf die Soldaten auch. Uwe, nun werde dann mal konfrontiert mit dem Fakt, dass ausgerechnet bei dir da die Gesuchten auftauchen und dann auch nicht stehen bleiben... ob du dann in dem Stress wahrnimmst, der rennt in Richtung Heimat, also nicht schießen - ist schon mal fraglich, vielleicht hat der posten auch wieder seinen KC im Ohr gehabt, wie der ihn fertig machen würde, wenn der Flüchtende nun eben doch wegkommt. Ich denke, reine Reflexhandlung und ein hohes Maß an Stress.
Im Grunde genommen hätten solche Offiziere niemals Menschen führen dürfen, wo war da die sozialistische Moral?


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#67

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.05.2013 08:14
von ABV | 4.202 Beiträge

Hallo Rüganer!
Das wollte ich ja damit auch ausdrücken, dass der KC eine große Mitschuld trifft. Also ich bin heilfroh, dass ich nicht in eine Situation wie der Schütze gekommen bin!!! Auf keinen Fall möchte ich mich jetzt hinstellen und sagen: " so was wäre mir nie passiert": Um Gottes Willen! Das kann niemand von sich behaupten.
Mitschuld tragen, außer dem KC, noch viel mehr. Ich bin auch der Meinung, dass der Abteilung 2000 und dem Vorgesetzten des KC, dessen Verhalten bekannt war. Wahrscheinlich hat man das aber, im Interesse einer " effektiven Grenzsicherung", billigend in Kauf genommen.

Gruß Uwe


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#68

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.05.2013 11:30
von 80er | 560 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #65

Und wer sagt denn, dass es einen illegalen Grenzübertritt nur von Ost nach West gab...

Alfred, das sagt die Logik! Wenn Du auch nur einen entsprechenden Text hinter den eingestellten Links gelesen hättest, wäre Dir aufgefallen, dass diese von der A-Gruppe veranstaltete "Hasenjagd" auf Befehl veranlasst wurde, nachdem es Fussabdrücke auf dem K2, sowie eine Auslösung am GSZ in der Vorlandsicherung, also im Grenzgebiet der DDR, gegeben hatte. In diesem Befehl konnte es also u.a.nur heissen: "Grenzdurchbruch von Ost nach West ist zu verhindern"!


zuletzt bearbeitet 27.05.2013 11:32 | nach oben springen

#69

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.05.2013 11:43
von Pit 59 | 10.125 Beiträge

Ich denke aber das Alfred meinte,das auch irgendwelche DDR Fanatiker,oder was weiss ich für welche, illegal die Grenze von West nach Ost Überschritten.Klingt für mich zwar Utopisch,aber solls ja gegeben haben.
Konnten solche eigentlich auch einen "Ausreiseantrag "stellen? ohne die strapaziöse Flucht auf sich zu nehmen,mit der Gefahr eventuell erschossen zu werden.Ging ja aber auch wieder nicht,die Grenzschützer mussten ja erst warten bis er auf Freundesland war.


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#70

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.05.2013 11:48
von silberfuchs60 | 1.458 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #69
Ich denke aber das Alfred meinte,das auch irgendwelche DDR Fanatiker,oder was weiss ich für welche, illegal die Grenze von West nach Ost Überschritten.Klingt für mich zwar Utopisch,aber solls ja gegeben haben.
Konnten solche eigentlich auch einen "Ausreiseantrag "stellen? ohne die strapaziöse Flucht auf sich zu nehmen,mit der Gefahr eventuell erschossen zu werden.Ging ja aber auch wieder nicht,die Grenzschützer mussten ja erst warten bis er auf Freundesland war.


Warum sollte jemand die Grenze von West nach Ost überwinden, aus Abenteuerlaune?
Mal ehrlich, wer in die DDR wollte, hätte doch sicher Übersiedeln können.


xxx
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#71

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.05.2013 11:53
von berlin3321 | 2.513 Beiträge

Zitat

Warum sollte jemand die Grenze von West nach Ost überwinden, aus Abenteuerlaune?



Das hat´s doch gegeben, wenn auch nur vereinzelt.

War da nicht mal einer, der auch in der Nähe einer FÜST erschossen wurde, ein ehemaliger DDR Bewohner, der dort auch div. Flugblätter "verlor"?

Mfg Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
silberfuchs60 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#72

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.05.2013 12:07
von Alfred | 6.841 Beiträge
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#73

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.05.2013 12:26
von Hansteiner | 1.404 Beiträge

Hallo Silberfuchs60

Bei uns ein Fall, ich glaube 75/76, versuchter GD BRD/DDR, die Minensperre G 501 war neu im

Abschnitt.
2 jugendl. Personen ( 18/19 J .) zur Erprobung der Wirksamkeit der Sperre

HONORAR pro Person 5000 DM

Eine Person schwer verletzt. Beide festgenommen!

So was gab es auch !!!

Gruß H.



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#74

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.05.2013 12:36
von Pit 59 | 10.125 Beiträge

Hallo Rainer

Kannste das mal ein bischen näher schildern,die ganze Aktion ? Wie,von Wo, u.s.w. das würde mich schon Interessieren.


Peter


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#75

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.05.2013 13:16
von silberfuchs60 | 1.458 Beiträge

Zitat von Hansteiner im Beitrag #73
Hallo Silberfuchs60

Bei uns ein Fall, ich glaube 75/76, versuchter GD BRD/DDR, die Minensperre G 501 war neu im

Abschnitt.
2 jugendl. Personen ( 18/19 J .) zur Erprobung der Wirksamkeit der Sperre

HONORAR pro Person 5000 DM

Eine Person schwer verletzt. Beide festgenommen!

So was gab es auch !!!

Gruß H.


Danke Hansteiner für den Bericht, die Verrückten sterben nicht aus. Ja wir am Kanten waren ja auch nicht viel älter als die beiden GV.
Nur für die wahr es ein Jucks, wenn auch sehr gefährlich und für uns....was für die Psyche.


xxx
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#76

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.05.2013 13:24
von eisenringtheo | 9.159 Beiträge

Wer war der Auftraggeber und Honorarschuldner?
Theo


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#77

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.05.2013 13:40
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von silberfuchs60 im Beitrag #70
Zitat von Pit 59 im Beitrag #69
Ich denke aber das Alfred meinte,das auch irgendwelche DDR Fanatiker,oder was weiss ich für welche, illegal die Grenze von West nach Ost Überschritten.Klingt für mich zwar Utopisch,aber solls ja gegeben haben.
Konnten solche eigentlich auch einen "Ausreiseantrag "stellen? ohne die strapaziöse Flucht auf sich zu nehmen,mit der Gefahr eventuell erschossen zu werden.Ging ja aber auch wieder nicht,die Grenzschützer mussten ja erst warten bis er auf Freundesland war.


Warum sollte jemand die Grenze von West nach Ost überwinden, aus Abenteuerlaune?
Mal ehrlich, wer in die DDR wollte, hätte doch sicher Übersiedeln können.



@Pit59 und @Silberfuchs60, auch so etwas hat es, wenn auch nur vereinzelt und aus was für Beweggründen auch immer, gegeben. Einer dieser Fälle mit tödlichem Ausgang ereignete sich hier ganz in der Nähe im Eckertal bei Stapelburg/ Bad Harzburg am 10.06.1976.


Mauerschützen vor Gericht: Zwei Prozesse, zwei Urteile - n-tv.de

Leider hab ich keinen besseren Link gefunden, über den Fall ist hier im Forum auch schon mehrfach debattiert wurden.

Nur soviel dazu, es handelte sich bei dem Opfer um einen 40- jährigen Kohlenträger aus Bad Harzburg, der nach ausgiebigen Zechtouren speziell in der Gaststätte "Eckerkrug" es öfter mal in den Kopf bekam und der Meinung war (so wörtlich in der Schilderung von Zeitzeugen) "...seine Freunde in der DDR besuchen zu müssen...". In diesem Grenzabschnitt war er auch bei den DDR- Grenzern kein Unbekannter und schon mehrmals in den zurückliegenden Jahren auf DDR- Gebiet aufgegriffen und verhaftet wurden. Man löste die Sache wohl auf die eigene und unspektakuläre Art und setzte ihn nach ein paar Tagen bzw. Ausnüchterung in einer Zelle der GT, VP oder des MfS einfach wieder "auf dem westlichen Eckerufer" ab.

Nur an diesem besagten 10.06.176 kam es etwas anders und dieser Vorfall endete tödlich...

Auch hier haben sich Zeitzeugen dahingehend geäußert, das es allgemein im Bereich Eckertal/ Bad Harzburg bekannt war und das es nur eine Frage der Zeit war, das so etwas irgendwann mal passieren mußte.

Was natürlich wiederum nicht die Abgabe von tödlichen Schüssen rechtfertigt.

Und was den Fall von 1979 im Bereich der GK Sorge anbelangt, unabhängig von dem Stand der damals gültigen Schusswaffenanwendungsvorschriften war es von den Schützen auch gegenüber den eigenen Kameraden mehr als leichtfertig, 51 Schuss auf "flüchtende Schatten" in Richtung Hinterland abzugeben! Zu mal Alarmierungszustand ausgelöst war und sich etliche Posten, Postenpaare in diesem Bereich aufgehalten haben. Und das wußten beide AGT!

Natürlich wird bei diesem enormen psychischem Druck, der hier durch die Vorgesetzten wissentlich und rechtlich zweifelhaft aufgebaut wurde, in diesem Augenblick mehr die Angst vor einer Bestrafung eine Rolle gespielt haben als das Nachdenken über irgendwelche Vorschriften.

Da kann man aber mal wieder ganz deutlich erkennen, was die skrupellose Ausnutzung von Unterstellungsverhältnissen anrichten kann...

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
silberfuchs60 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#78

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.05.2013 14:20
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #76
Wer war der Auftraggeber und Honorarschuldner?
Theo



Na wer wohl, sicherlich die bösen Bonner Ultras.
Ist aber bissel knickrig einen für schlappe 5000 Märker als Minentester los zuschicken.


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#79

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.05.2013 14:51
von Rostocker | 7.716 Beiträge
Zitat von berlin3321 im Beitrag #71

Zitat

Warum sollte jemand die Grenze von West nach Ost überwinden, aus Abenteuerlaune?


Das hat´s doch gegeben, wenn auch nur vereinzelt.
War da nicht mal einer, der auch in der Nähe einer FÜST erschossen wurde, ein ehemaliger DDR Bewohner, der dort auch div. Flugblätter "verlor"?

Mfg Berlin



Ja,bei uns im Abschnitt.Im GR6 und zwar am Inselzugang Stintenburg Schalsee.Da hat sich jemand gemeldet und sagte er kommt von Drüben.Das war beim Postenpaar, was mich zum Ende der Spätschicht ablöste.Muss aber mit anführen,das es damals auf der Insel kein Grenzzaun gab,Nur einen K6.
Später bei der API-erzählte man uns,das es jemand war der 5 Jahre zuvor in den Westen flüchtete.Ob der nun von Grosszecher rüber geschwommen ist oder ein Boot benutzt hat,das entzieht sich meiner Kenntnis.Zugetragen hat sich das 1975.


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#80

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.05.2013 14:56
von berlin3321 | 2.513 Beiträge
Nee, Rostocker, den meinte ich nicht. Da war noch einer, der war auch bewaffnet und der wurde in der Nähe der Füst erschossen.

Mit Nähe meine ich so um 100, 200 m entfernt.

Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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