#41

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.05.2013 16:10
von 80er | 565 Beiträge

Es stimmt, das Thema ist inzwischen unüberschaubar oft hier bearbeitet worden.
Um evtl. doch noch die Kurve zu bekommen, über die faire/unfaire Behandlung von Straftätern hin zu Verhältnismässigkeit im Handeln, Recht und Gesetz in der DDR, erlaube ich mir noch folgende Anmerkung:

Wenn wir davon ausgehen, dass das "unerlaubte Verlassen der DDR" (Entschuldigung, der Deutschen Demokratischen Republik) ein Gesetzesverstoss war und Zuwiderhandlungen auch die Konsequenz eines Schusswaffengebrauchs rechtfertigte (nicht schriftlich formulierter Schiessbefehl, aber Vergatterung der AGT) so wäre es ja nur konsequent, dass damals die Toten an Grüner Grenze und Mauer auch nicht verleugnet zu werden brauchten. Man hätte sich den nachträglichen Aufwand an Bürokratie, Einschüchterung Mitwissender usw. ersparen können. Man hätte sogar jeden Toten mit einem Nachruf der Parteiführung im ND oder der Jungen Welt würdigen können, denn es war ja im Rahmen der DDR-Gesetze.
Die öffentliche Abschreckung hätte ausgereicht, dass sich nur noch Suizidale und schlecht benotete SchülerInnen aufmachten, das "militärische Sperrgebiet" zu verletzen.

Ich liefere (m)eine Antwort gleich mit: Die DDR war keine Insel und sie (die Verantwortlichen) scheuten keine Mühen und Kosten, den "Feinden" ausserhalb des Warschauer Paktes kein Argumentationsmaterial, z.B. über Gesetzesfragen die Rechtsstaatlichkeit der DDR anzuzweifeln.

EDIT: Rechtschreibung


zuletzt bearbeitet 25.05.2013 20:20 | nach oben springen

#42

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.05.2013 16:14
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #33
Zitat von ABV im Beitrag #32
Zitat Lebensläufer:
Sich heute hinzustellen und darauf hinzuweisen, was so einen Flüchtling nun alles zustand und was nicht(entschuldige ABV) schildert einfach nicht die realistische Zeit, wird der Zeit nicht im mindesten gerecht (des Kalten Krieges) in der das damals alles ablief.Wenn dieser Polit meinte, das ein Verbrecher (ein Klassenfeind und wenn auch armes jugendliches Würstchen damit gemeint) nichts zu trinken bekommt dann hat der Mann das so gemeint und nicht anders!!!!

Nein Reiner! Wenn heute ein Polizist, einem gemeinen Mörder, in den Ar..... tritt, weil er ihn und seine Taten abscheulich findet, riskiert er eine Strafanzeige wegen " Körperverletzung im Amt". Ärger gibt es auch, wenn der Polizist dem Delinquenten, Essen und Trinken verweigert.
Gefangene haben, unabhängig vom Delikt, ein Recht auf faire, anständige Behandlung. Das ist heute so und war in der DDR nicht anders. Gerade ein Politoffizier, der ja Vorbild für seine Soldaten war, hätte da mit gutem Beispiel vorangehen müssen.

Viele Grüße von der Oder nach Leipzig
Uwe



ABV,

und hält man sich auch heute immer an die Regeln ?



Das rechtfertigt aber weder das eine noch das andere (rechtswiedrige) Handeln.

Schusswafengebrauch ist m. e. A. nur dann und als allerletztes Mittel zulässig, wenn akute Gefahr für Leib und Leben besteht.

Und nicht um materielle Dinge oder gar politische Befindlichkeiten zu schutzen!

Wenn dafür Schusswaffen angewendet werden, ist das klipp und klar Mord, weil Bewggründe niedere Motive...!

Schwierieger wird es in einem Krieg. Aber Krieg geht nun mal auch in die Richtung Massenmord...

Damals wie heute.


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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#43

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.05.2013 18:11
von berlin3321 | 2.517 Beiträge

Grundsätzlich stimme ich josy zu. Es ist die Frage, inwieweit der Schußwaffengebrauch erlaubt, gestattet, akzeptabel ist, wenn es um materielle Dinge geht, z.B. Geldtransporte, Werttransporte, oder Flugzeuge? Bei letzterem könnte man die Kurve bekommen in dem man wiederum Gefahr für Leib und Leben Dritter sieht.

Es sollte klar sein, dass auch heute bei der Polizei oder anderen Organen und Behörden Fehler gemacht werden. Wo gehobelt wird, fallen Späne. Bei der Polizei wie auch bei den Ärzten, nur decken die ihre Fehler auch mal mit Erde zu.

Wenn ich mir dann die Statistik ansehe, die Alfred eingestellt hat, 4 Fälle von falscher Anwendung der Schußwaffe? Ist doch ´n Witz bei der Anzahl der Einsätze der Polizei. Wenn überhaupt nur jemand verletzt, wobei das schon schlimm genug ist.

Ich schlage jetzt einfach mal frech den Bogen zu Michael Gartenschläger, der ja anscheinend eiskalt abgeknallt wurde. Oder der Berliner, der von der Stasi in West Berlin ermordet werden sollte, es nur Glück war, dass nicht dazu kam?

Und was Rainer angeht: Ich kann mir schon vorstellen, dass die Zeit damals so war, zumal der Kompaniechef ja wohl auch ein extremer war. Insgesamt, so glaube ich, ist das aber dem Regime geschuldet, der Dumme ist der letzte in der Kette, so wie immer.

Jetzt, nach 24 Jahren Streckmetall und SM 70 ist es leicht, entrüstet zu sein.

MFG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#44

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.05.2013 18:32
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von berlin3321 im Beitrag #43

Ich schlage jetzt einfach mal frech den Bogen zu Michael Gartenschläger, der ja anscheinend eiskalt abgeknallt wurde.


MFG Berlin





Berlin,

informiere dich doch einfach mal zu Gartenschläger. Du findest einiges hier im Forum.


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#45

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.05.2013 19:14
von berlin3321 | 2.517 Beiträge

Danke, Alfred, habe ich schon.

Man kann da unterschiedlicher Meinung sein.

Mfg Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#46

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.05.2013 20:13
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Pitti53 im Beitrag #22
Zitat von Pit 59 im Beitrag #18
Nichts dabei gedacht und Tee rausgelassen, der Polit sieht das von weiter vorn und ruft: "was machen sie denn da?", ich: "die wollen was zu trinken."
Der Polit verärgert laut: "Verbrecher bekommen nichts zu trinken!" @GW 62

Da fehlen einem einfach die Worte.


Ich rede ja ungerne gegen meine eigene Zunft;aber so was ging ja gar nicht


Der Polit war wieder ein Schlagwort, hätte auch "ein Hauptmann" schreiben können, der Vorgang war gegen früh um 3 und der ist auch aus dem Bett in die Kompanie gefahren, so eine, ich sag mal Entgleisung hätte auch jedem anderen X-beliebigen Offizier passieren können.
War halt der damalige "Mainstream" das "Feinde", wenn sie halt gegenständlich anwesend waren, auch die dem entsprechende Behandlung erfuhren.


zuletzt bearbeitet 26.05.2013 00:48 | nach oben springen

#47

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.05.2013 20:18
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von ABV im Beitrag #31
@8oer: ich glaube das Thema haben wir schon anderer Stelle ausführlich diskutiert. Grundsätzlich: die Schusswaffenanwendung war, auch nach dem zu jener Zeit geltenden Grenzgesetz der DDR, in diesem konkreten Fall nicht zulässig! Der Schütze hätte also bereits zu DDR-Zeiten vor Gericht gestellt und bestraft werden müssen. Man sollte aber dabei die konkreten Umstände die zur Schußwaffenanwendung führten, insbesondere das Verhalten des Kompaniechefs, die hohe psychsche Belastung des Schützen etc, nicht außer acht lassen.
Prozesse gegen Grenzsoldaten wegen " falscher" Anwendung der Schußwaffe, waren in der DDR schwer vorstellbar. Schon aus Gründen der " Staatsraison". Meiner Ansicht nach, fürchtete sich die SED-Führung, die Grenzsoldaten durch eventuelle Prozesse zu verunsichern. Möglicherweise würden diese dann die Schusswaffe im Dienst, aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen, überhaupt nicht mehr anwenden.
Weiterhin bestand, aus Sicht der Regierenden, die Gefahr, dass die Öffentlichkeit von solchen Vorkommnissen an der Staatsgrenze erfährt. Eben das sollte ja um jeden Preis verhindert werden. Wie sich aus dem Verhalten der Staatsorgane in dem oben genannten Fall unschwer erkennen lässt.

Gruß Uwe


Nun ja, da hätte aber die Elbe eher bergauf fließen können.
Die Vorgaben waren doch klar, lieber einen Zacken deftiger als durch Zögerlichkeit einen Grenzdurchbruch zuzulassen, ich habe nur von einer Schusswaffengebrauchsbestimmung gewusst und viele andere auch.
Da brauchen wir uns doch nichts vorzumachen.


zuletzt bearbeitet 25.05.2013 20:29 | nach oben springen

#48

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.05.2013 21:13
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von berlin3321 im Beitrag #43
Grundsätzlich stimme ich josy zu. Es ist die Frage, inwieweit der Schußwaffengebrauch erlaubt, gestattet, akzeptabel ist, wenn es um materielle Dinge geht, z.B. Geldtransporte, Werttransporte, oder Flugzeuge? Bei letzterem könnte man die Kurve bekommen in dem man wiederum Gefahr für Leib und Leben Dritter sieht.

Es sollte klar sein, dass auch heute bei der Polizei oder anderen Organen und Behörden Fehler gemacht werden. Wo gehobelt wird, fallen Späne. Bei der Polizei wie auch bei den Ärzten, nur decken die ihre Fehler auch mal mit Erde zu.

Wenn ich mir dann die Statistik ansehe, die Alfred eingestellt hat, 4 Fälle von falscher Anwendung der Schußwaffe? Ist doch ´n Witz bei der Anzahl der Einsätze der Polizei. Wenn überhaupt nur jemand verletzt, wobei das schon schlimm genug ist.

Ich schlage jetzt einfach mal frech den Bogen zu Michael Gartenschläger, der ja anscheinend eiskalt abgeknallt wurde. Oder der Berliner, der von der Stasi in West Berlin ermordet werden sollte, es nur Glück war, dass nicht dazu kam?

Und was Rainer angeht: Ich kann mir schon vorstellen, dass die Zeit damals so war, zumal der Kompaniechef ja wohl auch ein extremer war. Insgesamt, so glaube ich, ist das aber dem Regime geschuldet, der Dumme ist der letzte in der Kette, so wie immer.

Jetzt, nach 24 Jahren Streckmetall und SM 70 ist es leicht, entrüstet zu sein.

MFG Berlin






(rot)

@Berlin3321, ich hatte es nur versucht, kurz und knapp darzustellen. Damit kann man nie das ganze Spektrum aller möglichen Eventualitäten und Einzelfälle erfassen.
Oftmals, so wie es eigentlich alle Schusswaffenanwendungsvorschriften vorschreiben, reicht schon ein Warnschuß in die Luft, um den- oder diejeniegen zu animieren, sich einer Verhaftung zu stellen. Jetzt werden meine Wiedersacher sagen..., das kann im Einzelfall die Situaton noch eskalieren lassen...! Ja klar, jeder Einzelfall ist ein Einzelfall für sich und alle, die mit sowas zu tun haben, gehabt haben werden wissen, wie beschissen man sich in solchen Situationen ´fühlt, wenn man in Sekundenbruchteilen entscheiden muß über Leben und Tod, auch das Eigene! Wenn hinterher Heerscharen von Gutachtern, Kommissionen und auch andere nach tagelangem analysieren zu der Entscheidung kommen, "...wie konnte er denn..., warum hat er denn nicht...?"
Und meisst wird dann noch dazu über jemanden entschieden, der in einer Befehlskette, einer Handlungsebene ziemlich weit unten stand oder steht.

Seien wir aber doch soweit realistisch, es gibt Fälle, so wie einst auch die überwiegende Mehrzahl der Grenzverletzungen, Grenzdurchbrüche an der ehem. innerdeutsche Grenze, besonders in der Fluchtrichtung Ost - West, da war mit einer an hoher Warscheinlichkeit grenzenden Sicherheit mit Schusswaffenbesitz und damit auch -gebrauch des oder der Gegenüber nicht zu rechnen und der Grenzer war in vielen weiteren erheblichen(!) taktischen Vorteileilen. Ein Vergleich zu Illegalen Grenzdurchbrüchen an heutigen Grenzen wie z. Bsp. der amerikanisch - mexikanischen hinkt da doch ganz gewaltig! Da kann ich als Grenzschützer mit 99.9 % Sicherheit von ausgehen, das mein Gegenüber eine Schusswaffe hat und diese auch einsetzt! Auch wenn ich hier den oft übertriebenen, weil ideologisch anerzogenen Schußwaffengebrauch auch nicht gut heißen kann.

Ich möchte hier auch um jeden Fall vermeiden, mich in die Reihe der schon- immer- alles Gewußthabenden oder Besserwisser einzureihen, aber auch die Verhältnismäßigkeit der eingesetzten Mittel und besonders die ideologische Schulung des Grenzzschützers ist ein nicht zu unterschätzender Faktor!

War da nicht oft von "vernichten" und Ähnlichen, für einen jungen und vielleicht nocht etwas unreifen Wehrpflichtigen schnell falsch zu interpretieren, mißzuverstehen die Rede???

Oder wenn man denn ließt, wie im konkreten Fall im Dezember 1979 bei Sorge und wie es auch aus dem Untersuchungsbericht der DDR- Organe selbst hervorgeht, das auf 2 Personen 51 Schuss abgefeuert wurden...! Auch hier wieder ganz konkret die Verhältnismäßigkeit in der Betrachtung als Einzelfalls: Hätte es wirklich Gegenwehr mit einer Schußwaffe gegeben oder hätten viele Anzeichen dafür gesprochen, das der oder die Schützen davon hätten ausgehen können, brauchte man sich über die Anzahl der abgefeuerten Munition nicht zu unterhalten.
Und eine Kalschnikow hatte bekanntlich zwei Einstellungen: Dauerfeuer und Einzelfeuer...

Hier waren es mit großer Sicherheit die Hardliner, angefangen vom KC, einem altgedienten und abgebrühten Angehöhrigen schon der ehem. Wehrmacht. Dazu ein Polit, der seine Berufung auch in menschlich äußerst zweifelhaften Einstellungen gesehen hat. Beide waren hier im Harz mit ihrer Methodik unter AGT, auch Offizieren(!) und anderen Insidern keine Unbekannten und mehr berüchtigt und gefürchtet. Nicht um sonst hat man sich alsbald vom einstigen Vorzeige- KC, Major P. auf die damals übliche geräuschlose Weise getrennt..

josy95.


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#49

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.05.2013 07:58
von ABV | 4.202 Beiträge

Hallo an alle!
Bei den heutigen Grenzschützern handelt es sich um Polizeibeamte. Die jahrelang auf ihre Aufgaben vorbereitet wurden. Wobei die Schusswaffengebrauchsbestimmung einen hohen Stellenwert besitzt. War das bei den GT ebenfalls so? Ich denke mal, dass das schon aus zeitlichen Gründen nicht zutrifft. Wurden doch die Grenzsoldaten zuletzt bereits nach drei Monaten an den " Kanten" versitzt. Viel zu wenig Zeit, um die Soldaten auf die künftigen Aufgaben vorzubereiten.

Gruß an alle
Uwe


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#50

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.05.2013 08:13
von Pit 59 | 10.135 Beiträge

Hallo Uwe

Da haste wohl Recht.Für viele junge Menschen,ich eingeschlossen,war es auch ein Abenteuer,täglich mit Maschinenpistole ausgerüstet,mit von der Politik angeheizten Parolen wurden wir Losgeschickt.Manchmal einige Kilometer alleine auf weiter Flur.
Den angeblichen "Feind" ständig im Visier.
Und dann war da ja noch der "grössere Feind" und der kam aus der DDR,der GV.
Für mich haben einige meiner Kameraden diese Aufgabe zu Gewissenhaft erfüllt,und darauf bin ich nicht Stolz.

Gruß Peter


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#51

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.05.2013 08:41
von ABV | 4.202 Beiträge

Guten Morgen Pit!
Eigentlich hätten an dieser Grenze nur voll ausgebildete, obendrein " Handverlesene" Berufssoldaten stehen müssen. Und keine Wehrpflichtigen. So bedeutend wie diese Grenze angeblich war.
Schußwaffen üben schon einen gewissen Reiz aus. Das hat schon was, mit einer Knarre durch die Gegend zu laufen. Gerade wenn man jung und unreif ist. Wer kann schon von sich behaupten, mit neunzehn oder zwanzig Jahren die notwendige charakterliche Reife besessen zu haben, um Entscheidungen mit tödlicher Konsequenz, die auch auch noch binnen Sekunden getroffen werden mussten, in jeder Lebenslage fällen zu können? Dazu gehört schon einiges an Erfahrung. Sowie ein Topwissen, was die rechtlichen Belange betrifft.
Kein Wunder also, dass es unter den Vorrausetzungen wie sie bei den Grenztruppen vorherrschten, zwangsläufig zu Fehlhandlungen kam. Die Verantwortung dafür tragen die Verantwortlichen, an oberster Stelle.

Gruß Uwe


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#52

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.05.2013 11:58
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von ABV im Beitrag #51
Guten Morgen Pit!
Eigentlich hätten an dieser Grenze nur voll ausgebildete, obendrein " Handverlesene" Berufssoldaten stehen müssen. Und keine Wehrpflichtigen. So bedeutend wie diese Grenze angeblich war.
Schußwaffen üben schon einen gewissen Reiz aus. Das hat schon was, mit einer Knarre durch die Gegend zu laufen. Gerade wenn man jung und unreif ist. Wer kann schon von sich behaupten, mit neunzehn oder zwanzig Jahren die notwendige charakterliche Reife besessen zu haben, um Entscheidungen mit tödlicher Konsequenz, die auch auch noch binnen Sekunden getroffen werden mussten, in jeder Lebenslage fällen zu können? Dazu gehört schon einiges an Erfahrung. Sowie ein Topwissen, was die rechtlichen Belange betrifft.
Kein Wunder also, dass es unter den Vorrausetzungen wie sie bei den Grenztruppen vorherrschten, zwangsläufig zu Fehlhandlungen kam. Die Verantwortung dafür tragen die Verantwortlichen, an oberster Stelle.

Gruß Uwe


Aber dieses Bollwerk so wie es war mit Berufssoldaten zu bestücken wäre wohl nicht gegangen, ich glaube die hatten genug zu tun überhaupt einigermaßen geeignete Wehrpflichtige zu finden.
Und dann wäre die DDR wohl ganz einfach an ihrer Grenzsicherung Pleite gegangen.
Ist schon eine Krux wenn man sein Volk nur mit Mauern und Zäunen im Land halten kann.


zuletzt bearbeitet 26.05.2013 12:03 | nach oben springen

#53

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.05.2013 12:02
von ABV | 4.202 Beiträge

Vielleicht wäre ja eine Grenzpolizeiliche Überwachung die bessere Variante gewesen?

Gruß Uwe


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#54

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.05.2013 12:05
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #53
Vielleicht wäre ja eine Grenzpolizeiliche Überwachung die bessere Variante gewesen?

Gruß Uwe


Die Vorgabe der SU war diese Grenze zwischen den Militärblöcken militärisch zu sichern,nicht polizeilich.
Denke,die DDR hatte wohl nicht den Handlungsspielraum.

seaman


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.05.2013 12:07 | nach oben springen

#55

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.05.2013 12:06
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #53
Vielleicht wäre ja eine Grenzpolizeiliche Überwachung die bessere Variante gewesen?

Gruß Uwe



Wie sollte dies gehen ?

Das ging schon wegen der Unterstellungsverhältnisse nicht.


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#56

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.05.2013 17:21
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #55
Zitat von ABV im Beitrag #53
Vielleicht wäre ja eine Grenzpolizeiliche Überwachung die bessere Variante gewesen?

Gruß Uwe



Wie sollte dies gehen ?

Das ging schon wegen der Unterstellungsverhältnisse nicht.


Änderung des Unterstellungsverhältnisses. war ja bereits in den 80er Jahren angedacht.
Wäre auch nicht das erste mal gewesen.

Mielke wollte mit aller Gewalt den Bereich, bekam diesen nicht, dafür stärkte er seinen Einfluß durch die Grenzbeauftragten bzw. andere Instrumentarien.
Baumgarten wollte nicht von der NVA Schiene weg und Dickel hatte kein "Interesse".


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#57

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.05.2013 17:36
von DoreHolm | 7.692 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #56
Zitat von Alfred im Beitrag #55
Zitat von ABV im Beitrag #53
Vielleicht wäre ja eine Grenzpolizeiliche Überwachung die bessere Variante gewesen?

Gruß Uwe



Wie sollte dies gehen ?

Das ging schon wegen der Unterstellungsverhältnisse nicht.


Änderung des Unterstellungsverhältnisses. war ja bereits in den 80er Jahren angedacht.
Wäre auch nicht das erste mal gewesen.

Mielke wollte mit aller Gewalt den Bereich, bekam diesen nicht, dafür stärkte er seinen Einfluß durch die Grenzbeauftragten bzw. andere Instrumentarien.
Baumgarten wollte nicht von der NVA Schiene weg und Dickel hatte kein "Interesse".


Pink: Stellt Euch vor, der Mielke hätte die Grenze bekommen. Alle die zu diesem Zeitpunkt und später dort gedient hatten, wären dann automatisch MfS-Angehörige gewesen. Na, wie hättet Ihr Euch da heute gefühlt, nach den ganzen Dreckkübeln, die über die Angehörigen der Firma, auch wenn sie nur Wache geschoben, den Flur geputz oder die Genossen bekocht haben, ausgekippt wurden und werden ? Von der Anzahl dann ein gefundenes Fressen für Hubertus K..



Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.05.2013 17:36 | nach oben springen

#58

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.05.2013 17:53
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #56
Zitat von Alfred im Beitrag #55
Zitat von ABV im Beitrag #53
Vielleicht wäre ja eine Grenzpolizeiliche Überwachung die bessere Variante gewesen?

Gruß Uwe



Wie sollte dies gehen ?

Das ging schon wegen der Unterstellungsverhältnisse nicht.


Änderung des Unterstellungsverhältnisses. war ja bereits in den 80er Jahren angedacht.
Wäre auch nicht das erste mal gewesen.

Mielke wollte mit aller Gewalt den Bereich, bekam diesen nicht, dafür stärkte er seinen Einfluß durch die Grenzbeauftragten bzw. andere Instrumentarien.
Baumgarten wollte nicht von der NVA Schiene weg und Dickel hatte kein "Interesse".



Da ging es weder um die Wünsche von Mielke, Dickel und Baumgarten, da hatten andere das SAGEN.
Wäre aber schon ein anderes Thema.


zuletzt bearbeitet 26.05.2013 17:56 | nach oben springen

#59

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.05.2013 18:02
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #58
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #56
Zitat von Alfred im Beitrag #55
Zitat von ABV im Beitrag #53
Vielleicht wäre ja eine Grenzpolizeiliche Überwachung die bessere Variante gewesen?

Gruß Uwe



Wie sollte dies gehen ?

Das ging schon wegen der Unterstellungsverhältnisse nicht.


Änderung des Unterstellungsverhältnisses. war ja bereits in den 80er Jahren angedacht.
Wäre auch nicht das erste mal gewesen.

Mielke wollte mit aller Gewalt den Bereich, bekam diesen nicht, dafür stärkte er seinen Einfluß durch die Grenzbeauftragten bzw. andere Instrumentarien.
Baumgarten wollte nicht von der NVA Schiene weg und Dickel hatte kein "Interesse".



Da ging es weder um die Wünsche von Mielke, Dickel und Baumgarten, da hatten andere das SAGEN.



Na Alfred, immer wieder die anderen (bei Dir/Euch wäre dies stets ein andres Thema)!.

Die verstärkten Bemühungen/Befehlswut/Regelwerke "insbesondere" seitens des MfS ab Anfang der 80er Jahre sagen da was anderes aus.
Abgesehen davon, bei den anderen die dies zu entscheiden hatten (nicht deine geliebten Waffenbrüder) waren M., B. und D. mit im Boot.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 26.05.2013 18:03 | nach oben springen

#60

RE: fluchtversuch tom meier und ollie rübner

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.05.2013 19:24
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Siehe Lutze mit:" staatssicherheitsdeutsch?
Sperrbrecher?
lese ich zum ersten mal Lebensläufer,
wer noch?
Lutze

Mann mann Lutze, "du hängst eindeutig den Riechkolben zu tief über die Auspuffrohre deiner Reparaturfahrzeuge." Der Ausdruck " Sperrbrecher" kommt sinngemäß von den Sperren, (Minensperren, Panzersperren, auch Grenzanlagen,) die von Pionieren egal welcher Armee errichtet werden um den Gegner usw....
Der Sperrbrecher bricht also wieder sinngemäß den ganzen Kram, überwindet ihn.
Im übrigen entstammt der Begriff nicht meiner kleinen Proleten-Denke sondern Turtle unser Exseefahrer meinte einmal in einem seiner Anfangstexte hier, das dieses Wort in seiner Stasiakte stand.

Lebensläufer


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