#1

Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 07.04.2013 15:05
von Grenzerei | 40 Beiträge

Da ich hier im Forum, dazu noch nichts gefunden habe, werfe ich mal die Frage auf, wie das nach 89 mit den Arbeitsmöglichkeiten für Militär/MfS Angehörige ausgesehen hat, mit was für Problemen sie zu kämpfen hatten, wieder im „normalen Leben“ Fuss zu fassen. Und auf was konnten sie von ihrer Ausbildung / Erfahrung zurückgreifen ?
Auf die Beiträge von den Wendehälsen , die nur die Uniform getauscht haben, kann ich verzichten.


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#2

RE: Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 07.04.2013 15:20
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Hallo Grenzerei,

ich habe zwar die Uniform noch getauscht, aber das war nicht als Berufsziel gedacht, sondern nur zum Abschluss meines Studiums.

Ab 01.01.1991 war ich offiziell Arbeitslos und es ging erst einmal zum Arbeitsamt. Ein besonderes Angebot hatte ich noch nicht. Ich ließ mir auch erst ein paar Wochen Zeit und entschied mich dann zunächst für eine Umschulung zum EDV-Fachdozenten. Durch meine Nachweise zu Pädagogik- und Informatikausbildung war das zunächst kein Problem. Die Umschulung war grauenvoll, zumal ich gerade aus einem Studium kam. Aber mir kamen die Erfahrungen in der Arbeit mit Datenbanken durchaus zupass. Nach ein paar Monaten wollte ich einfach nur aus der Umschulung wieder raus. In diese Situation kam das Angebot eines Studienkollegen, der bei einer Firma in Berlin eingestiegen war, die jetzt einen Vertriebsbeauftragten für Hard- und Software brauchte. Das war dann mein erster Arbeitsvertrag nach der Armee. Er endete mit zwei wichtigen Erfahrungen: Ich tauge nicht zum Verkäufer und ich habe mal erlebt, wie eine Firma durch die Treuhand abgewickelt wurde.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#3

RE: Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 07.04.2013 15:55
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Als man in der Modrow-Zeit als Westler noch Grenzübergänge benutzen musste, sah man dort bei PKE und Zoll plötzlich viele ältere und hochrangige Leute. Auch mehr so intellektuelle Typen mit geflochtenen Schulterstücken, weder die vorher üblichen Jungoffiziere, noch die "mittleren Kader". Das waren m.E. Stasi-Leute aus irgendwelchen weggeschrumpften Bereichen.

Viele Bonzen-Datschen wurden ja aus dem Stehgreif, und ohne Diskussion, "Einrichtungen des Gesundheitswesens" (inklusive Wandlitz und Mielkes Privatdorf Wolletz), da hatten die Genossen dann einen sicheren neuen Dienstherrn. Die MfS-Zentrale wurde dagegen ebenso kurzfristig der Reichsbahn zugeordnet und blieb erstmal abgesperrt. Wieviele da gewechselt haben, keine Ahnung.
Die neu zu gründenden Finanz- und Umweltämter sollen auch besonders viele Tschekisten aufgenommen haben. Auch die Treuhand wurde ja schon von Hans Modrow gegründet, der -neben Nasi und DDR-Verfassungsschutz- dort auch bevorzugt seine Leute untergebracht haben dürfte. Auch die VP und später die Länderpolizeien haben Teile der K und Antiterroreinheiten übernommen. Brandenburg und Sachsen-Anh. zum Beispiel. Bundes-Zoll, BGS und Bundeswehr sind auch nicht zu vergessen. Der höchste übernommene NVA-Dienstgrad soll Oberst (3 mal) gewesen sein. Viele wurden aber deutlich runtergestuft.

Ein paar Eindrücke von damals:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15083554.html


zuletzt bearbeitet 07.04.2013 16:14 | nach oben springen

#4

RE: Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 07.04.2013 16:18
von StabsfeldKoenig | 2.644 Beiträge

Die DR hat nur die Immobilie der HVA (Haus 15+16) übernommen (evtl. auch Büromöbel), weil die Räumlichkeiten von Rbd Berlin und Verkehrsministerium (woraus die Hauptverwaltung der DR wurde) äußerst unzureichend waren. Die Eisenbahner waren die selben, die vorher in den alten Büros saßen zzgl. einiger Wessis (häufig den Beamten, die im Westen von ihren Dienststellen wegen besonders großer Unfähigkeit weggelobt wurden).



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#5

RE: Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 07.04.2013 16:21
von seaman | 3.487 Beiträge

Manche standen dem Arbeitsmarkt im geeinten Deutschland einfach nicht zur Verfügung.
Haft war angesagt.

seaman


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#6

RE: Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 07.04.2013 16:40
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Private Sicherheitsunternehmen hatten ab 1990 eine wahre Fundgrube zur Rekrutation neuer Mitarbeiter und gerne zugegriffen.


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#7

RE: Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 07.04.2013 17:39
von HP6666 | 191 Beiträge

Der 30.09.90 war mein letzter Tag bei den GT . Beworben hatte ich mich bei der HV Zoll in Schöneweide .Aber das wurde ja schnell hinfällig .Da ich zur Wende noch ein altes Häuschen mit Grundstück gekauft hatte , hab ich mich fast ein Jahr darum gekümmert . Zwischendurch bin ich nach einer Bewerbung beim BGS nach Arensfelde eingeladen worden . Mein Körperbau hat mich vor einer großen Dummheit bewahrt . ( in eine Schlägertruppe ,
wie sie dort ausgebildet haben , wollte ich nicht . Schild und Schlagstock der gerade Regierenden - nein Danke , hatten wir doch durch ...)
Da nach einem Jahr das AG vorbei wäre , hab ich eine Umschulung zum E-Installateur gemacht . War ja über 8 Jahre raus aus der Elektrobranche . Der
E-Monteur wurde noch nicht anerkannt ( kam erst während der Umschulung ). Da viele Firmen pleite machten , war eine Bewerbung nach so einem beruflichen Vorleben fast sinnlos . Mit dem Gesellenbrief 94 konnte ich sofort bei einer Elektrofirma anfangen ( 6 Jahre ) . Danach bin ich vom Arbeitsamt zu einer Zeitarbeitsfirma geschickt worden . Und bei der bin ich nun schon über 12,5 Jahre .
Da ich aus einer Werkstatt bei den GT komme , bei der wir nach Plänen Technik instand setzten , fiel mir das Einsteigen ins Zivile nicht schwer .
Als Leiharbeiter brauchte ich Berlin noch nie zur Montage verlassen . Habe viele Firmen kennengelernt der Elektro- und Metallbranche , auch im
Schienenfahrzeugbau . Teiweise mehrmals .
Es kam sogar vor , das man namentlich angefordert wurde , was wohl auf zufriedene Kunden deutet .
Ich denke , wer früher gute Arbeit geleistet hat , kommt auch heute mit seinen gemachten Erfahrungen und Wissen klar .
Ach noch was . Fragen bei der Überbetrieblichen Ausbildung in der Handwerkskammer von Berlin an uns ( wir , 16 " Ossis" ) während der Umschulung 1992 :
- Gibt es Analphabeten unter euch ? - Erstaunen unsererseits ( wollte der Dozent uns veralbern ? )
- Alle da ? - ( na klar ! )
- Ihr seit alle Ossis ? ( Wieso / Woran erkannte man uns ? ) - seine Antwort ? - : Alle pünktlich - das gibts bei Westberliner Klassen nicht , da kommt der letzte mittags , da geht der erste mittags - es sind nie alle da .
Und als wir ( alten Daddys , um die 30 ) in den Prüfarbeiten fast um 2 Noten besser waren , sagten die , so geht das nicht ...
Zur Gesellenprüfung ist aus unserer Umschulungsklasse keiner in Theorie & Praxis durchgefallen .

HP6666


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#8

RE: Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 07.04.2013 17:40
von DoreHolm | 7.697 Beiträge

Folgende Fälle sind mir bekannt: In unserer Firma wurden drei ehemalige MfS-Mitarbeiter eingestellt, zuerst als normale Produktionsarbeiter. Einer, der wohl im Bereich Telekommunikation tätig war (wir hatten unter der hand immer geargwöhnt, daß er Telefone angezapft hatte), hat sich später zusammen mit einem bekannten selbständig gemacht. Ein zweiter war dem Suff verfallen, d.h. er war Alkoholiker, hat aber ansonsten seinen Arbeit als Lagerist gemacht. Ein Weiterer, von Beruf Maurer, wurde als Außendienstmitarbeiter (Anwendungstechnik) ausgebildet, ist das noch heute und ist ein anerkannter Fachmann. Ander SED-Führungskräfte und Mitarbeiter aus der SED-Stadtbezirksleitung habe ich in verschiedenen Stellungen in Versicherung und Arbeitsamt wiedergefunden. Besonders fies empfand ich, daß derjenige, der mir bei der Wohnungssuche (war geschieden undmeine zweite Frau war von Außerwärts) in Gegenwart meiner Frau in´s Gesicht sagte, warum mußte ich auch jemand von Außerhalb nehmen, daß der wieder im Rathaus ein eigenes Büro hatte. Ein Anderer, der mich so zwischen Tür und Angel, wie nebenbei, davon unterrichtete, daß man bei der nächsten Wahl einen anderen PS in der Firma installieren wird (ich hing nicht dran und wollte wegen einiger Enttäuschungen sowieso raus, aber nicht auf diese Art und Weise),den traf ich als Mitarbeiter (nicht als einfachenVerkäufer)in einer Boutique. Es war ihm sichtlich peinlich, als ich ihn an Damals erinnerte. Ein Weiterer, der als harter Hund in der Stadtbezirksleitung galt, hatte ebenfalls in seinem Beruf Fuß gefasst und war Inhaber eines Tischlereibetriebes. Das merkte ich aber erst, als ich wegen einer Auftragserteilung Kontakt mit ihm bekam. Gut, er hat eine ordentliche Qualität abgeliefert und ich hatte ihm deshalb einen weiteren Auftrag gegeben.
Der Mann einer Kollegin, hauptamtlicher Mitarbeiter bei der GST, hat mit seiner Frau eine Fahrschule gegründet. Mein bester Hobby-Kumpel, zuletzt Major bei der NVA, hat das Hobby zum Beruf gemacht und betreibt mit seiner Frau ein Schmuck- und Mineraliengeschäft. Ich habe mich gefragt, ob er es nicht stressfreier hätte haben können. Er war im Standort für die Kultur verantwortlich und hätte bei seinen Kontakten sicher was im Kulturberiech gefunden. Leider hat er das Geschäft etwas zu sehr über die Freundschaft gestellt. Ein Musiker des Staabsmarineorchesters, auch ein Hobbyfreund von mir, ist in den Vorruhestand entlassen worden und hat dann noch privat bei einige Veranstaltungen mitgespielt. Unseren Hundertschaftskommandeur der KG traf ich hin und wieder in der Kaufhalle. Ist auch in den Vorruhestand gegangen und hat den Hals nicht gewendet.
Wenn ich noch etwas nachdenke, fallen mir bestimmt noch mehr Fälle ein.



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#9

RE: Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 07.04.2013 17:47
von DoreHolm | 7.697 Beiträge

Zitat von HP6666 im Beitrag #7
Der 30.09.90 war mein letzter Tag bei den GT . Beworben hatte ich mich bei der HV Zoll in Schöneweide .Aber das wurde ja schnell hinfällig .Da ich zur Wende noch ein altes Häuschen mit Grundstück gekauft hatte , hab ich mich fast ein Jahr darum gekümmert . Zwischendurch bin ich nach einer Bewerbung beim BGS nach Arensfelde eingeladen worden . Mein Körperbau hat mich vor einer großen Dummheit bewahrt . ( in eine Schlägertruppe ,
wie sie dort ausgebildet haben , wollte ich nicht . Schild und Schlagstock der gerade Regierenden - nein Danke , hatten wir doch durch ...)
Da nach einem Jahr das AG vorbei wäre , hab ich eine Umschulung zum E-Installateur gemacht . War ja über 8 Jahre raus aus der Elektrobranche . Der
E-Monteur wurde noch nicht anerkannt ( kam erst während der Umschulung ). Da viele Firmen pleite machten , war eine Bewerbung nach so einem beruflichen Vorleben fast sinnlos . Mit dem Gesellenbrief 94 konnte ich sofort bei einer Elektrofirma anfangen ( 6 Jahre ) . Danach bin ich vom Arbeitsamt zu einer Zeitarbeitsfirma geschickt worden . Und bei der bin ich nun schon über 12,5 Jahre .
Da ich aus einer Werkstatt bei den GT komme , bei der wir nach Plänen Technik instand setzten , fiel mir das Einsteigen ins Zivile nicht schwer .
Als Leiharbeiter brauchte ich Berlin noch nie zur Montage verlassen . Habe viele Firmen kennengelernt der Elektro- und Metallbranche , auch im
Schienenfahrzeugbau . Teiweise mehrmals .
Es kam sogar vor , das man namentlich angefordert wurde , was wohl auf zufriedene Kunden deutet .
Ich denke , wer früher gute Arbeit geleistet hat , kommt auch heute mit seinen gemachten Erfahrungen und Wissen klar .
Ach noch was . Fragen bei der Überbetrieblichen Ausbildung in der Handwerkskammer von Berlin an uns ( wir , 16 " Ossis" ) während der Umschulung 1992 :
- Gibt es Analphabeten unter euch ? - Erstaunen unsererseits ( wollte der Dozent uns veralbern ? )
- Alle da ? - ( na klar ! )
- Ihr seit alle Ossis ? ( Wieso / Woran erkannte man uns ? ) - seine Antwort ? - : Alle pünktlich - das gibts bei Westberliner Klassen nicht , da kommt der letzte mittags , da geht der erste mittags - es sind nie alle da .
Und als wir ( alten Daddys , um die 30 ) in den Prüfarbeiten fast um 2 Noten besser waren , sagten die , so geht das nicht ...
Zur Gesellenprüfung ist aus unserer Umschulungsklasse keiner in Theorie & Praxis durchgefallen .


HP6666


Grün: Warum muß ich da gerade an das "Geschwurbel" im Beitrag # 44 von Gert im Thema: Kalter Krieg und Siegerjustiz" denken ?



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#10

RE: Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 07.04.2013 18:00
von Gelöschtes Mitglied
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Kurz und knapp. Nach Ende der Dienstzeit beim MfS, bereits am 15. Dezember 1989, dann Übernahme in die DVP / BdVP Cottbus, später dann Landespolizei Brandenburg. Akive Mitwirkung beim Aufbau der GdVP (Gewerkschaft der Volkspolizei), späterer Zusammenschluß mit der GdP. U.a. Mitglied des Bezirksvorstandes Cottbus, dann Landesvorstand Brandenburg. Zum Schluß Personalvertretung der Diensteinheit. Nach Zerwürfnis mit dem Innenminister Brandenburgs und gewendeten Offizieren der ehemaligen VP, dann den Dienst im gegenseitigem Einvernehmen quittiert. Ehrenvolles Ausscheiden mit neuem Polizeidienstgrad und Verdienstmedaille des Innenministeriums der DDR, wie auch Ehrengeschenk von PMD.
Danach großes privates Sicherheitsunternehmen in NRW bis in leitende Positionen. U.a. Aufbau der Niederlassungen in Sachsen. Dann Abkehr aus dem Sicherheitsgewerbe und Anheuerung bei einem bayrischem Unternehmen. Erst als Niederlassungsleiter, später dann Geschäftsführer.
Im Jahr 2006 dann der Bruch mit den Gesellschaftern (GmbH = Geh mit und du bist hin) dieses Unternehmens und der Sprung in die Selbstständigkeit mit Mitarbeitern aus diesem Unternehmen. Seit diesem Zeitpunkt arbeiten wir nach dem Beispiel eines MBO. Reichtümer sind nicht zu erwarten, aber dafür das Gefühl und die Bestätigung, aus eigener Kraft das Leben und Überleben zu sichern, was bisher gut gelungen ist. Das Konzept gibt uns recht, auch wenn uns dieser oder jener Knüppel nach wie vor zwischen die Füsse geworfen wird. Und im kommenden Jahr steht dann der Renteneintritt auf dem Terminkalender.
Trotz aller Probleme und Demütigungen kam für mich Vogel Strauss - den Kopf in den Sand zu stecken, zu keinem Zeitpunkt in Frage.

Vierkrug


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#11

RE: Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 07.04.2013 18:01
von Unner Gräzer | 399 Beiträge

Es war vor etwa 2 Jahren in der "Freien Presse" ein Artikel über dieses Thema zu lesen. Mitarbeiter des MfS eröffneten sehr häufig private Krankentransporte, Busbetriebe, Fahrschulen oder wurden Versicherungsvertreter. Was aber nicht heissen soll, daß alle diese Branchen von von ehemaligen Mitarbeitern besetzt sind. Aber auf einige trifft es schon zu. Wenn man ehrlich ist, haben diese Leute aber auch eine sehr gute Ausbildung in mehreren Bereichen genossen, welche in vielen Branchen auch nützlich sein konnten.



zuletzt bearbeitet 07.04.2013 18:03 | nach oben springen

#12

RE: Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 07.04.2013 22:36
von Grenzerei | 40 Beiträge

Seit diesem Zeitpunkt arbeiten wir nach dem Beispiel eines MBO.

Vierkrug[/quote]

Was bitte ist ein MBO ?


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#13

RE: Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 07.04.2013 23:01
von Mike59 | 7.969 Beiträge

Zitat von Grenzerei im Beitrag #1

Da ich hier im Forum, dazu noch nichts gefunden habe, werfe ich mal die Frage auf, wie das nach 89 mit den Arbeitsmöglichkeiten für Militär/MfS Angehörige ausgesehen hat, mit was für Problemen sie zu kämpfen hatten, wieder im „normalen Leben“ Fuss zu fassen. Und auf was konnten sie von ihrer Ausbildung / Erfahrung zurückgreifen ?
Auf die Beiträge von den Wendehälsen , die nur die Uniform getauscht haben, kann ich verzichten.




Sicher ein interessantes Thema - weswegen hast du daran so großes Interesse?


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#14

RE: Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 08.04.2013 06:24
von Grenzerei | 40 Beiträge

Nun da das hier ein Forum zur Aufarbeitung der Geschichte von der innerdeutschen Grenze ist, interessiert es mich natürlich auch, was mit den Leute passiert ist die dort gearbeitet haben. Ich war selber ja nur 20 Monate in Uniform und hatte keine Schwierigkeiten im Anschluss wieder Arbeit zu finden (Gastronomie).Wie Du selber ja schreibst ein interessantes Thema. Ich kenne auch einen Offizier der NVA(PIO) der nach der Wende , in der Baubranche tätig war und dort sehr gutes Geld verdient hat.
Ich habe mir deswegen auch von Euch erklären lassen, was an der OHS Suhl für Studienfächer unterrichtet wurden um abzuschätzen was man damit in der Wirtschaft anfangen könnte.
Es wäre einfach interessant zu erfahren, ob nicht einige die jahrelang Dienst an der Grenze oder anderswo geschrubbt haben, vielleicht beim Wechsel in das Zivilleben , auch gute Erfahrungen gemacht und ganz einfach froh waren, das es vorbei ist.
Um Offizier zu werden musste man sich ja schon sehr frühzeitig entscheiden und hat meistens davor ja nur die Schulbänke gedrückt. Die Erfahrungen aus der sozialistischen Produktion waren so begrenzt und der Wechsel in die „freie“ Marktwirtschaft umso schwieriger oder ?
Theoretisch ist der eine oder andere ja auch ins Ausland gegangen, weil deutsche Militärs haben doch in der Welt einen guten Ruf( nicht Nazis !)
Ich bin halt gespannt, ob nicht auch eine exotische Geschichte dabei ist.

@ seaman , sicherlich sind einige auch in den Knast gegangen, aber was ist danach mit ihnen passiert, haben sie sich nicht wieder erholt davon, oder gab es doch noch einen Neuanfang , wie immer der auch aussah …

Also vielen Dank für die bisherigen Beiträge und vielleicht kommt der eine oder andere ja noch dazu.


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#15

RE: Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 08.04.2013 08:56
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Hallo Grenzerei,

Na wenn die Frage ist, wozu man taugte, dann muss ich die Geschichte meines kläglichen Scheiterns als Vertriebler nun doch noch um ein paar Worte ergänzen. Mitte der 90er Jahre orientierte ich mich neu. Ich ging in die Freiberuflichkeit und bot mich als EDV-Dozent an. Durch Zufall kam ich an einen Auftrag für den öffentlichen Dienst. Es ging um Haushaltsplanung, Haushaltsmanagement, Kassenwesen, Kostenrechnung und Anlagenbuchhaltung. Ich hatte bis dato keine Ahnung von diesen Themen, kam aber mit der Anwendungssoftware auf der Basis einer Informix-Datenbank gut und schnell zurecht. Die Arbeit als Dozent war anstrengend. Aber sie erinnerte auch ein wenig an die alten Zeiten als Politoffizier. Und der unschlagbare Vorteil: Man macht den Mund zu und der Arbeitsplatz ist aufgeräumt. Als ich im Jahre 2003 die o.g. Themen auch an der Polizeiakademie eines der älteren Bundesländer auch vor leitenden Offiziziern unterrichtete, hatte ich zwischendurch immer mal diesen Flash: Was warst du nochmal vor 15 Jahren? Das sind Momente in denen einem die eigene Biografie plötzlich bunter erscheint, als sie bis dahin zu sein schien.

Ab dem Jahr 2000 hatte ich noch Personalwirtschaft auf der Basis von SAP mit ins Schulungsportfolio aufgenommen. Heute, in diesem Thema als Berater unterwegs, würde ich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber damals war ich selbstbewusst, frech und naiv genug mich mit zwei Riesenthemen einzulassen, von denen ich absolut keine Ahnung hatte. Inzwischen ist das ein Handwerk, in dem ich Routine habe. Im Grundsatz waren es zwei Eigenschaften, die ich schon immer hatte und die durch die Offizierszeit gefördert wurden: Schnelles Lernen, also Flexibilität in den zu bearbeitenden Themen, und ein großer Spaß am Reden mit anderen Menschen. Das Verständnis der militärischen Hierarchie half mir übrigens auch, mit der Mentalität im öffentlichen Dienst klarzukommen.

Ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#16

RE: Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 08.04.2013 09:09
von Rostocker | 7.721 Beiträge

Also ich möchte zu diesen Thema mal auch etwas schreiben.
Ich musste 2007 von meiner Firma,in Berlin ein 4 monatiges Praktikum machen.Vorweg muss ich sagen,ob ich da anwesend war oder nicht.Das war völlig schnuppe.Hauptsache ich war für meinen Lohn,mal wieder beschäftigt.
Auf jeden Fall gab es auf der dortigen Planstelle,fünf Mitarbeiter.Einer davon war ein ganz junger Mitarbeiter der gerade seine Lehre beendet hatte und die anderen Mitarbeiter waren alle vom ehm.MfS. Bei diesen Job,bekam man auch sehr viel Einsicht,in Sachen von anderen Bürgern und Firmen.
Aber das war völlig egal.Auf jeden Fall habe ich mich mit den Kollegen wunderbar verstanden und ich habe auch garnicht hinterfragt,was ihre früherer Tätigkeit beim MfS war..Schließlich lautete ja der Schlachtruf bei den Demos 1989---Stasi in die Produktion--.Und nun waren,viele Mitarbeiter in der Produktion.Selbst einen Pförtner hatten sie,der Hauptamtlich mal bei der GST tätig war und selbst die Putzfrau.
Später sagte mir einer der Mitarbeiter,mit den ich heute noch befreundet bin.Man hat einen Teil vom MfS wieder irgendwo untergebraucht und das war besser als wenn sie mit ihren Wissen irgendwo im Untergrund verschwinden.
Aus heutiger Sicht würde ich sagen,wem interessiert das noch groß aus dem Volke,sehr viele haben heute andere Sorgen,wie sich das reinzuziehen.Ich selber erlebe es doch öfters in meinen Bekanntenkreis aus den Altbundesländern.Den brauch man mit MfS und Stasiakte erst garnicht kommen,vor allen der Jugend nicht.Das einzige was da kommt ist----das ist uns egal. Gruß Rostocker


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#17

RE: Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 08.04.2013 09:29
von DoreHolm | 7.697 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #16
Also ich möchte zu diesen Thema mal auch etwas schreiben.
Ich musste 2007 von meiner Firma,in Berlin ein 4 monatiges Praktikum machen.Vorweg muss ich sagen,ob ich da anwesend war oder nicht.Das war völlig schnuppe.Hauptsache ich war für meinen Lohn,mal wieder beschäftigt.
Auf jeden Fall gab es auf der dortigen Planstelle,fünf Mitarbeiter.Einer davon war ein ganz junger Mitarbeiter der gerade seine Lehre beendet hatte und die anderen Mitarbeiter waren alle vom ehm.MfS. Bei diesen Job,bekam man auch sehr viel Einsicht,in Sachen von anderen Bürgern und Firmen.
Aber das war völlig egal.Auf jeden Fall habe ich mich mit den Kollegen wunderbar verstanden und ich habe auch garnicht hinterfragt,was ihre früherer Tätigkeit beim MfS war..Schließlich lautete ja der Schlachtruf bei den Demos 1989---Stasi in die Produktion--.Und nun waren,viele Mitarbeiter in der Produktion.Selbst einen Pförtner hatten sie,der Hauptamtlich mal bei der GST tätig war und selbst die Putzfrau.
Später sagte mir einer der Mitarbeiter,mit den ich heute noch befreundet bin.Man hat einen Teil vom MfS wieder irgendwo untergebraucht und das war besser als wenn sie mit ihren Wissen irgendwo im Untergrund verschwinden.
Aus heutiger Sicht würde ich sagen,wem interessiert das noch groß aus dem Volke,sehr viele haben heute andere Sorgen,wie sich das reinzuziehen.Ich selber erlebe es doch öfters in meinen Bekanntenkreis aus den Altbundesländern.Den brauch man mit MfS und Stasiakte erst garnicht kommen,vor allen der Jugend nicht.Das einzige was da kommt ist----das ist uns egal. Gruß Rostocker


Rot: Wenn das der Herr Knabe ließt. Auweia, wie sagt hier doch ein User immer so schön: da hat er Schaum vor´m Mund !



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#18

RE: Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 08.04.2013 09:40
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Grenzerei im Beitrag #12
Seit diesem Zeitpunkt arbeiten wir nach dem Beispiel eines MBO.

Vierkrug


Was bitte ist ein MBO ?[/quote]

Der Begriff Management-Buy-out (MBO) bezeichnet eine Unternehmensübernahme, bei dem das Management die Mehrheit des Kapitals von den bisherigen Eigentümern erwirbt. Sofern die Belegschaft das Unternehmen übernimmt, wird dies als Employee-Buy-out bezeichnet. Letzteres kommt für uns in Frage.
Das Unternehmen ist schuldenfrei und refinanziert sich aus den laufenden Monatsumsätzen, die sehr stabil sind. Hinzu kommt, dass die Auftraggeber eine sehr gute Zahlungsmoral haben und wir somit keine offenen Posten haben, denen wir hinterher laufen müssen. Hat Seltenheitswert in der Branche.
Jedoch ist diese Unternehmensform einigen staatlichen Institutionen ein Dorn im Auge, da es nach ihrer Ansicht einen Hauch von Postsozialismus hat. Für die Hausbank sind wir auch keine attraktiven Kunden, da die Kontokorrentkredite, wie auch andere Finanzierungsmodelle nicht in Anspruch genommen werden - d.h., die Bank verdient nicht an uns.

Vierkrug


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#19

RE: Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 08.04.2013 10:35
von werner | 1.591 Beiträge

Ich habe eine Reihe hochrangiger Militärs als Aushilfen im Kau**lan* oder beim Biber gesehen, die meisten haben mit Würde ihr Schicksal genommen.

Da ich den ersten Schwung der auf den Markt strömenden BS von NVA, MdI, MfS, Behörden, Kreis- und BL durchlaufen lassen wollte, bin ich erst mal beim Zoll eingestiegen, wohl wissend, dass es die im so genannten Einigungsvertrag festgelegte "Einzelfallprüfung" sowieso nicht gibt und ich früher oder später ohnehin gegauckt werden würde.
Rechtzeitig, als die Säuberungswelle anlief, habe ich dann einfach zwei Anzeigen in zwei großen Tageszeitungen geschaltet,
und mir aus gut 200 Angeboten - von denen über 150 Versicherungen und Bausparkassen waren - eine rausgesucht und geantwortet. Der geschäftsführende Gesellschafter aus dem Ruhrpott hat mich per Telegramm zu 21:00 ins Palasthotel eingeladen - das Telegramm kam gut eine Stunde vor dem Termin - und eingestellt für die Übernahme einer Niederlassung.
Kommentar dieses Eigentümers des Ladens zu meiner Vita: Wenn ich in der DDR groß geworden wäre und ich eine Karrieremöglichkeit in dem Dienst bekommen hätte - warum nicht. Und der war ganz sicher kein Freund der DDR, aber Pragmatiker.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
josy95 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.04.2013 11:09 | nach oben springen

#20

RE: Arbeitsmarkt für DDR Militär/MfS Angehörige nach der Wende

in Grenztruppen der DDR 08.04.2013 11:19
von DoreHolm | 7.697 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #19
Ich habe eine Reihe hochrangiger Militärs als Aushilfen im Kau**lan* oder beim Biber gesehen, die meisten haben mit Würde ihr Schicksal genommen.

Da ich den ersten Schwung der auf den Markt strömenden BS von NVA, MdI, MfS, Behörden, Kreis- und BL durchlaufen lassen wollte, bin ich erst mal beim Zoll eingestiegen, wohl wissend, dass es die im so genannten Einigungsvertrag festgelegte "Einzelfallprüfung" sowieso nicht gibt und ich früher oder später ohnehin gegauckt werden würde.
Rechtzeitig, als die Säuberungswelle anlief, habe ich dann einfach zwei Anzeigen in zwei großen Tageszeitungen geschaltet,
und mir aus gut 200 Angeboten - von denen über 150 Versicherungen und Bausparkassen waren - eine rausgesucht und geantwortet. Der geschäftsführende Gesellschafter aus dem Ruhrpott hat mich per Telegramm zu 21:00 ins Palasthotel eingeladen - das Telegramm kam gut eine Stunde vor dem Termin - und eingestellt für die Übernahme einer Niederlassung.
Kommentar dieses Eigentümers des Ladens zu meiner Vita: Wenn ich in der DDR groß geworden wäre und ich eine Karrieremöglichkeit in dem Dienst bekommen hätte - warum nicht. Und der war ganz sicher kein Freund der DDR, aber Pragmatiker.


Grün: Genau das ist es, was etliche echte oder vermeintliche Bürgerrechtler so stört und nicht nur die. Auch solche, die zu DDR-Zeiten faule Säcke waren und nach der Wende nicht anders und nun neidisch drauf sind, wenn "rote Socken" einen guten und gut bezahlten Job erhalten haben. Habe ich auch persönlich erlebt. Unternehmer der Industrie fragen da kaum nach der politischen Vergangenheit. Das passiert nur in Staatsbehörden, wohl weil da eine Menge Betonköpfe der anderen Fraktion sitzen. Die sich heute noch darüber aufregen, haben mit ihren Brettern rechts, links und vorn vor´m Kopf nie begriffen, wie eine Industriegesellschaft funktioniert.



Feliks D., passport und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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