#21

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.04.2013 13:54
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Planwirtschaft und zusätzlich die Macht bei Entscheidungsträgern, die zwar den Marxismus-Leninismus mit ganz großen Löffeln gefressen hatten, aber von Wirtschaftsmechanismen und Ökonomie nicht die blasseste Ahnung hatten.


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#22

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.04.2013 15:05
von eisenringtheo | 9.190 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #21
Planwirtschaft und zusätzlich die Macht bei Entscheidungsträgern, die zwar den Marxismus-Leninismus mit ganz großen Löffeln gefressen hatten, aber von Wirtschaftsmechanismen und Ökonomie nicht die blasseste Ahnung hatten.


Ja und wenn mal jemand eine gute, originelle Idee hatte, dann war die Planwirtschaft in Gefahr und man musste zurückrudern, wie bei der Steckenpferdbewegung: Betriebe sollen neben der normalen Produktion zusätzliche Schichten für den Export fahren, aus dem Erlös kauft man Überseeschiffe und die Mitarbeiter dürfen auf den Schiffen Kreuzfahrten ins Ausland machen. Die Aussicht auf eine Auslandsreise trieb die Kolllegen bis zum Äussersten an und trieb die Produktivität in ungeahnte Höhen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Steckenpfer...Verkl.C3.A4rung
Die Bewegung wurde ein derartiger Erfolg, dass sie den Sozialismus in den Grundfesten erschütterte und musste verboten werden.
Für eine schöne Reise nimmt man die US Piraten gerne in Kauf

Völkerfreundschaft" trotzte USA-Piraten....Die "Völkerfreundschaft" wurde bei ihrer Fahrt nach Kuba von einem Marineflugzeug der USA-Luftstreitkräfte und von einem USA-Torbedoboot-Zerstörer bedroht. UBz: Die Urlauber auf der "Völkerfreundschaft" ignorieren die Provokationen der USA-Kriegstreiber. Das Bordleben geht unbeschwert weiter. Es sind eben harte Typen, die DDR Bürger...
http://www.v-like-vintage.net/de/foto_de...aft+Kuba-Fahrt/
Theo


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#23

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.04.2013 15:15
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Es musste halt in der DDR gespart werden, koste es was wollte.


zuletzt bearbeitet 11.04.2013 15:15 | nach oben springen

#24

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.04.2013 15:24
von Polter (gelöscht)
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Im Spiegel 12/1977 kann man zu den Fluchtgründen und Preisen bei den Freikäufen lesen

" Ein Arbeiter "kostet" ungefähr 30 000 Mark. In dieser Bevölkerungsschicht ist das "Delikt Flucht" die am meisten verbreitete Beschuldigung. Im allgemeinen handelt es sich dabei nicht um eine ideologisch motivierte Flucht. Die wirtschaftliche Anziehungskraft des Westens mit den üblichen Überschätzungen und Idealisierungen der "Annehmlichkeiten der Konsumgesellschaft" ist bei diesem Personenkreis der häufigste Beweggrund. "


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#25

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.04.2013 15:45
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Nicht unterschätzen sollte man den Frust der DDR-Bürger darüber, das jede sogenannte Selbstentfaltung der Persönlichkeit staatlicherseits verhindert wurde. Wenn ich z.B. die Möglichkeit gehabt hätte , in der DDR eine eigene Firma aufzumachen, hätte ich keinen Ausreiseantrag gestellt. Mir ging es materiell recht gut, durch lukrative Schwarzgeschäfte, aber ich hätte auch gerne ruhig geschlafen und dafür normale Steuern bezahlt. Das war das größte Handicap des Sozialismus. Man hat einfach die natürliche Kreativität der Menschen, zugunsten einer idiotischen Ideologie geopfert und damit sich selbst ruiniert.
Soweit ich es in Erinnerung habe, wollte z.B. Lenin Privatbetriebe bis 50 Beschäftigte in seiner Sozialismusversion dulden. Da hätte es 1989 sicher besser in der DDR ausgeschaut.


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#26

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.04.2013 17:17
von S51 | 3.733 Beiträge

Irgendwie vergisst man dabei auch die schlicht privaten Gründe.
Zwei Personen im Frühjahr 1984 Bereich Schierke versuchten zu flüchten, weil sie ineinander verliebt waren und in der relativ engen Gemeinde (Zeugen Jehovas) in der DDR keine Perspektive für sich sahen. Nicht ganz grundlos. Er war verheiratet, allerdings nicht mit ihr, hatte Kinder auch nicht von ihr und sie war zu dieser Zeit noch minderjährig (sein Lehrling, knapp 18). Außerdem beide religiös gebunden. Die Flucht ging schief, Festnahme.
Zwei Personen im Spätherbst 1984 Bereich Schierke versuchten zu flüchten, weil gegen sie Strafverfahren wegen Unterhaltsschulden und anderer Delikte liefen (ist mir immer noch ein Rätsel, warum sie die Vorladungen dabei hatten...). In der DDR drohten ihnen Haftstrafen, in der Bundesrepublik erhofften sie sich Schutz vor diesen Forderungen und Verfolgungen. Die Flucht ging schief, sie wurden festgenommen, als sie dabei waren, die Fensterladen an der DRK-Hütte beim Bahnhof Schierke aufzubrechen.
Zwei Personen im Frühjahr 1985 haben ihre Festnahme am unteren Kontrollposten Brockenstraße bei der Grenzkompanie Schierke regelrecht provoziert. Sie hatten mehrfach Ausreiseanträge zu Verwandten gestellt, die alle abgelehnt wurden. Festnahme.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#27

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.04.2013 17:37
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Es folgt eine Liste von Sexualpraktiken und die Haltung der Wachtturm-Gesellschaft dazu (Gemeinschaftsentzug ist die höchste Form der Bestrafung, sie erfolgt wenn der "Sünder" nach Meinung der Ältesten nicht genügend Reue zeigt und führt zum Verlust aller Kontakte in der Versammlung - selbst zu Familienangehörigen, die nicht im selben Haus wohnen) Die Informationen sind nicht wertend - ich weiße ausdrücklich darauf hin, dass ich keine der genannten Praktiken gutheißen oder verurteilen möchte, was nicht Sinn dieser Seite wäre.



Masturbation gilt sowohl bei Jugendlichen wie auch bei Erwachsenen (ob verheiratet oder nicht) als schwere Sünde, bzw. "Unreinheit", die den Ältesten zu beichten ist und zu Zurechtweisung, nicht aber zum Ausschluss aus der Gemeinde führt. Das Thema wird häufig und regelmäßig in Artikeln speziell für junge Leute aufgegriffen und als schlimmes Problem dargestellt. (In der Bibel finden sich dazu keine Hinweise)



Händchenhalten und Küssen ist erst dann erlaubt, wenn ernste Heiratsabsichten vorliegen. Kennenzulernen haben sich junge Paare in der Gruppe, Alleingänge sind untersagt.



Zungenküsse sind nur Verheirateten erlaubt, selbst bei Verlobten gilt dies als unangebrachtes Austauschen von Zärtlichkeiten und kann im Härtefall mit Gemeinschaftsentzug geahndet werden.



Petting ist Unverheirateten verboten und führt bei getauften Zeugen Jehovas zum Ausschluss aus der Gemeinde.Bei Ehepaaren unter strengen Auflagen erlaubt.



Vorehelicher und außerehelicher Geschlechtsverkehr gilt als schwere Sünde und wird mit Gemeinschaftsentzug bestraft. Wenn ein junges Paar heiraten möchte und vorehelichen Sex hatte, dies jedoch gebeichtet und bereut wurde, darf dennoch keine Hochzeitsansprache in Königreichssaal stattfinden. Dies gilt auch im Verdachtsfall. (Außerehelicher Geschlechtsverkehr wird auch in der Bibel verurteilt.)



Oraler und analer Geschlechtsverkehr gilt als schwere Perversion und wurde in der Bestrafung verschiedentlich gehandhabt. Darauf werde ich in folgenden näher eingehen um die Willkür der Entscheidungen der Wachtturm-Gesellschaft aufzuzeigen. (In der Bibel findet sich hierzu keine Stellungnahme)

Also die Zeugen ,haben einfach nicht ihre kranke Sektenkultur kapiert. Einfach traurig.


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#28

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.04.2013 18:13
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Siehe dein Textauszug Eisenacher:" Wenn ich z.B. die Möglichkeit gehabt hätte , in der DDR eine eigene Firma aufzumachen, hätte ich keinen Ausreiseantrag gestellt."

Könntest du das mal bißchen näher erläutern so das Jahr deiner Wunschvorstellung von der Firmengründung und in welchen Berufszweig wolltest du dich selbstständig machen? Was waren die Gründe der Ablehnung von staatlicher Seite?

Lebensläufer


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#29

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.04.2013 21:40
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #25
Nicht unterschätzen sollte man den Frust der DDR-Bürger darüber, das jede sogenannte Selbstentfaltung der Persönlichkeit staatlicherseits verhindert wurde.


Wirklich nicht, abgesehen von der Frage NEUER beruflicher Selbständigkeit ausserhalb des kleinen Handwerks?

Aber ob Landschaftsmaler, Mitglied in einer Jagdgenossenschaft, Singen im Kirchenchor, Modellbahnclub oder Heimbasteln,
Trabbi-Rennen, Laienorchester, Alleinunterhalter für Feste usw. usw.

Daß neben privatem Rückzug auch für den beruflichen Aufstieg öffentliches Engagement erwartet wurde spricht ja nicht gegen den
Staat DDR. Und neben "Rotlichtbestrahlung aktiv" und Betriebskampfgruppe gab es ja noch vieles mehr, denke an Urania-Vorträge halten, Kulturbundaktivist, Ortsfeuerwehr, Volkssolidarität, Rotes Kreuz, GST-Ausbilder, Aufsicht bei Pioniereisenbahnern mit Kindern ........



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#30

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.04.2013 21:50
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von SET800 im Beitrag #29
Zitat von Eisenacher im Beitrag #25
Nicht unterschätzen sollte man den Frust der DDR-Bürger darüber, das jede sogenannte Selbstentfaltung der Persönlichkeit staatlicherseits verhindert wurde.


Wirklich nicht, abgesehen von der Frage NEUER beruflicher Selbständigkeit ausserhalb des kleinen Handwerks?

Aber ob Landschaftsmaler, Mitglied in einer Jagdgenossenschaft, Singen im Kirchenchor, Modellbahnclub oder Heimbasteln,
Trabbi-Rennen, Laienorchester, Alleinunterhalter für Feste usw. usw.

Daß neben privatem Rückzug auch für den beruflichen Aufstieg öffentliches Engagement erwartet wurde spricht ja nicht gegen den
Staat DDR. Und neben "Rotlichtbestrahlung aktiv" und Betriebskampfgruppe gab es ja noch vieles mehr, denke an Urania-Vorträge halten, Kulturbundaktivist, Ortsfeuerwehr, Volkssolidarität, Rotes Kreuz, GST-Ausbilder, Aufsicht bei Pioniereisenbahnern mit Kindern ........


Ach wie wars doch schön, so ein Urania-Lichtbildvortrag, so was feines kommt nicht wieder, wie bekloppt waren die doch alle die damals in Leipzig rumgerannt sind, voll von der Rolle, nun ja, die Quittung haben sie ja nun bekommen, nur noch malochen wie die Sklaven und der BND guckt abends auch noch zum Fenster rein.
Recht geschehen, Strafe muss sein.


zuletzt bearbeitet 11.04.2013 21:53 | nach oben springen

#31

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.04.2013 22:01
von DoreHolm | 7.710 Beiträge

Zitat von berlin3321 im Beitrag #19
@ DoreHolm:

Was ist ein PS des Betriebes?

Fluchten der ehemaligen Eigentümer von Betrieben oder allgemeine, "verbrecherische" Handlungen von Betriebsleitern waren doch wohl zum Teil auch aus der Mangelwirtschaft heraus unumgänglich?

Mir ist aus einer Chronik der AWO/ Sport AWO heraus im Gedächtnis, man hatte ein Motorrad, Baugleich mit der BMW R 25/ 3 (mehr oder weniger), konnte die nicht produzieren, weil es kein Material für die Speichennippel gab. Es fuhr jemand nach West- Berlin, kaufte eine Aktentasche voll und die Produktion konnte weiter gehen.

Ich frage mich da, was ist das für ein Wirtschaftssystem? Man hat Millionen für die Grenzsicherung ausgegeben statt das Geld in die Modernisierung zu investieren.

Dies gilt speziell für die letzten 10 Jahre der DDR. Jedoch wurde der Grundstein m.E. nach schon zu Beginn gelegt. Und die ehemaligen, enteigneten Inhaber der VEB´s besaßen den Weitblick und gingen genau aus dem Grund.

Ich bitte um rege Diskussion.

Mfg Berlin


Rot: berlin3321, ein PS ist ein Parteisekretär (BPO-Sekretär), d.h. für die politisch-ideologische Arbeit im Betrieb oder Behörde zuständig. Wie überall, gab es Solche und Solche. Ich war ein Solcher. Nun kannst Du den richtigen "Solchen" denken. Ab einer Belegschaftsgröße von etwa 500 war dafür ein Hauptamtlicher eingesetzt, ebenso wie der FDJ-Sekretät und der BGLer. Unter dem nebenamtlich, d.h. er hatte auch weitere rein betriebliche Aufgaben. Meine ware z.B. Wissenschaftliche Arbeitsorganisation (Produktionsabläufe, Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitsnormen), Neuererwesen (gibt es heute auch), Plan Wissenschaft und Technik und Rationalisierungsaufgaben im technischen Bereich. So, ich denke, nun erschöpfend erläutert zu haben.



zuletzt bearbeitet 11.04.2013 22:02 | nach oben springen

#32

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.04.2013 22:28
von berlin3321 | 2.520 Beiträge

Jo, danke für die Erklärung.

Nur, letztendlich war Dein Job doch für die Katz weil Du doch letztendlich nicht viel verändern konntest. Denn alles wichtige war doch in der Planwirtschaft vorgegeben, abweichen ging doch so gut wie kaum.

Was "Neues" erfinden durfte doch höchstens das VEB Fortschritt Kombinat, denn fast alles andere blieb doch auf der Strecke, z.B. der "neue" Trabant, modernere Viertakt Motoren, etc.

War einfach nicht gewollt von oben.

Der 4 Takter im Wartburg und Trabbi kam doch nur, weil VW die Fertigunfgsstr geliefert hat und dafür im Gegenzug die in der DDR gefertigten Motoren für fast 0 bekommen hat. Man konnte die übrigens erkennen, die Motornummer war mit "einzelnen" Punkten wie mit einem Körner eingeschlagen während die aus Salzgitter (?) "richtige" Buchstaben hatten. Und die aus dem Osten hatten fast alle deutlich schlechtere Leistung.

VW hat ja viel im Osten gekauft, mit z.T sehr mieser Qualität, ich erinnere mich noch an die Ruhla Scheinwerfer, bei denen das geklebte Glas abfiel und schlecht passende Scheiben undundund.........

Mfg Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
zuletzt bearbeitet 11.04.2013 22:30 | nach oben springen

#33

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.04.2013 22:45
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von berlin3321 im Beitrag #32
Jo, danke für die Erklärung.

Nur, letztendlich war Dein Job doch für die Katz weil Du doch letztendlich nicht viel verändern konntest. Denn alles wichtige war doch in der Planwirtschaft vorgegeben, abweichen ging doch so gut wie kaum.

Was "Neues" erfinden durfte doch höchstens das VEB Fortschritt Kombinat, denn fast alles andere blieb doch auf der Strecke, z.B. der "neue" Trabant, modernere Viertakt Motoren, etc.

War einfach nicht gewollt von oben.

Der 4 Takter im Wartburg und Trabbi kam doch nur, weil VW die Fertigunfgsstr geliefert hat und dafür im Gegenzug die in der DDR gefertigten Motoren für fast 0 bekommen hat. Man konnte die übrigens erkennen, die Motornummer war mit "einzelnen" Punkten wie mit einem Körner eingeschlagen während die aus Salzgitter (?) "richtige" Buchstaben hatten. Und die aus dem Osten hatten fast alle deutlich schlechtere Leistung.

VW hat ja viel im Osten gekauft, mit z.T sehr mieser Qualität, ich erinnere mich noch an die Ruhla Scheinwerfer, bei denen das geklebte Glas abfiel und schlecht passende Scheiben undundund.........

Mfg Berlin


Schau dir mal z.B. den an http://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Hager, solche und nicht der kleine Basis-Sekretär wie Dore haben die DDR mit ihrer einzigartigen Erhabenheit und ihrer, trotz teilweise vohandenem Intellektes, unbeschreiblichen Blödheit beerdigt.
No Chance was zu ändern, trotz des besten Willens.
Gute Nacht, mir kam das Kotzen als ich den Link aufrief.


zuletzt bearbeitet 11.04.2013 22:48 | nach oben springen

#34

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.04.2013 22:58
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #33
Zitat von berlin3321 im Beitrag #32
Jo, danke für die Erklärung.

Nur, letztendlich war Dein Job doch für die Katz weil Du doch letztendlich nicht viel verändern konntest. Denn alles wichtige war doch in der Planwirtschaft vorgegeben, abweichen ging doch so gut wie kaum.

Was "Neues" erfinden durfte doch höchstens das VEB Fortschritt Kombinat, denn fast alles andere blieb doch auf der Strecke, z.B. der "neue" Trabant, modernere Viertakt Motoren, etc.

War einfach nicht gewollt von oben.

Der 4 Takter im Wartburg und Trabbi kam doch nur, weil VW die Fertigunfgsstr geliefert hat und dafür im Gegenzug die in der DDR gefertigten Motoren für fast 0 bekommen hat. Man konnte die übrigens erkennen, die Motornummer war mit "einzelnen" Punkten wie mit einem Körner eingeschlagen während die aus Salzgitter (?) "richtige" Buchstaben hatten. Und die aus dem Osten hatten fast alle deutlich schlechtere Leistung.

VW hat ja viel im Osten gekauft, mit z.T sehr mieser Qualität, ich erinnere mich noch an die Ruhla Scheinwerfer, bei denen das geklebte Glas abfiel und schlecht passende Scheiben undundund.........

Mfg Berlin


Schau dir mal z.B. den an http://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Hager, solche und nicht der kleine Basis-Sekretär wie Dore haben die DDR mit ihrer einzigartigen Erhabenheit und ihrer, trotz teilweise vohandenem Intellektes, unbeschreiblichen Blödheit beerdigt.
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Gute Nacht, mir kam das Kotzen als ich den Link aufrief.


Warum hast du ihn dann aufgerufen?


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#35

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.04.2013 23:01
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Pitti53 im Beitrag #34
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #33
Zitat von berlin3321 im Beitrag #32
Jo, danke für die Erklärung.

Nur, letztendlich war Dein Job doch für die Katz weil Du doch letztendlich nicht viel verändern konntest. Denn alles wichtige war doch in der Planwirtschaft vorgegeben, abweichen ging doch so gut wie kaum.

Was "Neues" erfinden durfte doch höchstens das VEB Fortschritt Kombinat, denn fast alles andere blieb doch auf der Strecke, z.B. der "neue" Trabant, modernere Viertakt Motoren, etc.

War einfach nicht gewollt von oben.

Der 4 Takter im Wartburg und Trabbi kam doch nur, weil VW die Fertigunfgsstr geliefert hat und dafür im Gegenzug die in der DDR gefertigten Motoren für fast 0 bekommen hat. Man konnte die übrigens erkennen, die Motornummer war mit "einzelnen" Punkten wie mit einem Körner eingeschlagen während die aus Salzgitter (?) "richtige" Buchstaben hatten. Und die aus dem Osten hatten fast alle deutlich schlechtere Leistung.

VW hat ja viel im Osten gekauft, mit z.T sehr mieser Qualität, ich erinnere mich noch an die Ruhla Scheinwerfer, bei denen das geklebte Glas abfiel und schlecht passende Scheiben undundund.........

Mfg Berlin


Schau dir mal z.B. den an http://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Hager, solche und nicht der kleine Basis-Sekretär wie Dore haben die DDR mit ihrer einzigartigen Erhabenheit und ihrer, trotz teilweise vohandenem Intellektes, unbeschreiblichen Blödheit beerdigt.
No Chance was zu ändern, trotz des besten Willens.
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#36

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.04.2013 01:01
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Im Sündenregister der Religion Sozialismus , stand das Privateigentum an Produktionsmitteln (PM) an exponierter Stellung. Erbsünder (also noch vorhandene Firmenbesitzer wurden in den 1970er Jahren enteignet, bei mehr als 5-7Mitarbeitern. Wer trotzdem weiter sündigte, wurde mit einer progressiven Einkommenssteuer bis zu 90% klein gehalten. Dazu kamen staatlich festgelegte Preise, die durch Subventionen den realen Markt bis zur Unkenntlichkeit verzerrten und als zusätzliches Handicap, das Außenhandelsmonopol des Staates. Die Liste könnte man beliebig weiterführen.

Dadurch hat sich der Sozialismus, ins eigene Knie geschossen. Jegliche private unternehmerische Tätigkeit, wurde durch den Staat wirksam behindert.

Schauen wir mal nach dem heutigen China. Unternehmenssteuern von 25% für alle, Privateigentum an PM unter staatlichem Schutz und schon funktioniert auch Sozialismus.

PS: Ja es stimmt, als Landschaftsmaler, beim Singen im Kirchenchor, Modellbahnclub und als Aufsicht bei Pioniereisenbahnern mit Kindern hätte ich mich frei entfalten können.
Da hatte ich wohl keinen Bock drauf.
Heimbastler und manchmal auch Alleinunterhalter war ich schon. Wenn ich nur an die ganzen Verstecke denke, die ich mir einfallen lassen musste , um das Außenhandelsmonopol des Staates zu umgehen.


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#37

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.04.2013 20:35
von Fritze (gelöscht)
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@Eisenacher Aber da Du auch zur Bedürfnisbefriedigung beigetragen hast ,sei Dir verziehen !


Eisenacher hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#38

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.04.2013 20:49
von ddr-bürger (gelöscht)
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@berlin3321

Deine Äußerung zu den VW Motoren für den Wartburg ist wohl eine "Luftnummer", ich habe dort gearbeitet und die Motoren haben die gleiche Qualität gehabt wie die org. VW Motoren, die Mororen gingen durch die Qualitätssicherung von VW. Auch die "eingekörnete Motornummer" lachhaft, weniger Märchen ist manchmal mehr....


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#39

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.04.2013 23:10
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #13
[quote=Harzwanderer|p245422]Auch das wurde ja frei ausgelegt. Boykotthetze, Gefährdung des Weltfriedens, Verrat. Jedem kleinen Flüchtling wurde doch gerne unterstellt, als "Agent" im Kontakt mit imperialistischen Mächten zu stehen. Da konnte schon ein Musikwunsch beim RIAS zuviel sein.

Hier oben, die Nummer mit dem Lokführer auf der Flucht. Der wollte nicht den D-Zug nach Hamburg auf sich auffahren lassen. So ein Vorwurf wurde aber draus gemacht. Verbrecher? Also melden?


Rot: Ich gebe Dir Recht, daß hier eine Menge Kleinigkeiten sehr willkürlich ausgelegt wurden. Was ich meinte, war die echten Gefährdungen, bei denen es keiner Auslegung mehr bedurfte, die zu jeder Zeit und überall strafbar gewesen wären, also gesellschaftsunabhängig.
Mich hätte man damals auch belangen können, als ich z.B., 87 oder 88 ware es, einen Beitrag an eine westdeutsche Hobbyzeitschrift als Antwort auf einen Artikel geschrieben hatte. Mein beitrag, etwa 1/4 Seite lang, wurde auch abgedruckt, aber ohne meinen Namen. Alle, die mich aus meinem Verein kannten und denen diese Zeitschrift ebenfalls zugänglich war, wußten aus dem Inhalt heraus, daß er von mir stammt. Und damals war ich sogar nebenamtlicher PS in unserem Betrieb und habe mir das getraut. Sogar, 69 oder 70 muß es gewesen sein, erschien ebenfalls in einer westdeutschen Hobbyzeitschrift (ich glaube, es war "Der Aufschluss", eine Tauschanzeige auf meinem Namen, die allerding meine Kasseler Bekannten dort eingegeben hatten. Das Resutat war, daß ich fortan bis zum Erlass eines für mich ungünstigen Zollgesetzes 1973, einen sehr regen Tausch mit Sammlern aus der BRD,Österreich, Schweiz u.sogar aus der USA hatte und mich das MfS, welches mich bis dahin bewerben wollte, in Ruhe ließ. In meiner Akte hatte ich lediglich Hinweise gefunden, daß ich persönliche Kontakte zu Sammlern habe. Mehr nicht. Also was ich damit ausdrücken will, so alles über Restriktionen, was manchmal behauptet wird, kann ich nicht nachvollziehen.
[/quote]

rot mark. DoreHolm, so was schlimmes hast du dich getraut ? Ich fand in meiner Stasiakte einen Hinweis : Gert "schreibt Postkarten an österreichischen Radiosender ." und das im zarten Alter von 15 oder 16, ich weiss nicht mehr genau. Für solche "Arbeit" ( Nachrichtensammlung und Doku)wurde ein Mitarbeiter der Stasi nach DDR Massstäben fürstlich bezahlt, vielleicht sogar im Range eines Hauptmanns oder ähnlich


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#40

RE: Fluchtgründe vor ca. 1955 und so ab 1960?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.04.2013 21:06
von berlin3321 | 2.520 Beiträge

@ Grenzwolf: Das kann ich verstehen, geht mir fast genauso. Mir ist klar, dass Dore da der letzte im Bunde war und nichts machen konnte.

@ DDR- Bürger: Schön, dass Du da gearbeitet hast. Ich zu der Zeit beim Händler. Wir haben sie repariert bzw. zu reparieren versucht, jedoch meist gewandelt.

Tatsache ist und bleibt, dass div. Golf mit dem 90 PS "RP" Motor die angegebene Höchstgeschwindigkeit nicht erreicht haben. Die Motornummern waren mit "einzelnen" Körnerschlägen eingeschlagen.

Glaub´es oder lass es, mir ist das egal, ich bin seit 38 im Beruf, seit 21 Jahren Kfz- Meister. Von den 38 Jahren habe ich 23 für das Haus VW verbraten.

Und du glaubst doch nicht im Traum, dass VW das jemals offiziell zugegeben hat? Vom techn. Außendienst wurde einem das hinter vorgehaltener Hand erzählt, warum, dass dürfte doch wohl klar sein?

Mfg Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
zuletzt bearbeitet 14.04.2013 21:06 | nach oben springen



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