#261

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 10.04.2013 17:32
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #246
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #236
Was haben denn die jungen Gemeinden und Umweltbiblitheken ausrichten können?
Ausser Aufnäher verteilen und auf ihren alten Druckmaschinen Friedensgebete vervielfältigen.


@schnatterente, bleib bitte mit deinem unsinn bei meister nadelöhr. da bist du besser aufgehoben...

in abwandlung der damaligen 6.50 uhr - sendung im berliner rundfunk könnte man bei dir sagen: "was lässt denn die schnatterente heute für ein schwachsinn los..."


Jetzt muß ich nochmal fragen, ganz ohne Polemik.Vielleicht kann ja auch Gen.Dzerjinski helfen.
Worin lag die Staatsgefährdung durch die Kirche in der DDR?Das die Struktur der Kirche für einen Marxisten-Leninisten suspekt war oder ist kann ich ja irgendwie nachvollziehen, aber zum einen gab es in der DDR offiziell Religionsfreiheit (außer Sekten) zum andern eine Partei die das Wort christlich im Namen trug.
Diese CDU war die Partei der meine Eltern angehörten.Als kleiner Junge kam es sogar mal zu einer Begegnung mit Gerald Götting und meinem Vater bei der ich zugegen war.G.Götting kam mit seinem Volvo angefahren und wir aus unserem Schrebergarten. Der Wagen hielt und Götting stieg aus und plauderte mit meinem Vater fast ne halbe Stunde.
Das nicht alles Eitel Sonnenschein war zwischen Staat und Kirche habe ich aus Gesprächen meiner Elltern schon mitbekommen, aber die auch hier noch vorhandene Feindseligkeit verstehe ich nicht.


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#262

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 10.04.2013 18:42
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #256

Natürlich wurde auch auf schriftliche Verpflichtungen verzichtet, deswegen blieb doch aber der Ablauf innerhalb der Firma gleich.

Offensichtlich gabs in der Firma aber noch eine Ordnung über der Ordnung, in die nur besondere und ausgewählte MA eingewiesen waren und da war ich halt nicht dabei.



...und darüber solltest du mal nachdenken oder wenigstens versuchen durch die verschiedensten foren und internetauftritte deinen diesbezüglichen horizont zu erweitern.
evtl. besuchst du auch mal die tagungungen des mfs- insiderkomitee (woher die eigentliche ausgangsaussage stammt) und fragst die anwesenden persönlich. nur keine scheu - die dortigen alten herren haben nicht mehr lange zeit....


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#263

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 10.04.2013 21:21
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von werner im Beitrag #259
Zitat von Barbara im Beitrag #245

Darüber hinaus können wir gerne über das z.T. unsägliche Wirken der christlichen Kirchen in der Geschichte diskutieren, dabei müssen wir aber auch zur Kenntnis nehmen, dass wir ohne diese heute noch nicht mal SCHREIBEN und LESEN könnten. Dass sie eine Kulturhistorische Größe sind, auf deren Basis wir heute miteinander kommunizieren – ob uns das gefällt oder nicht!






Jetzt bin ich aber enttäuscht und lass das nicht @yamato lesen. Zumindest die Asiaten und auch die Araber kannten vor der Christenheit bereits Schriftzeichen.

Wenn Du allerdings damit meinst, dass den Christen die Verbreitung einer einheitlichen Schrift über nahezu den gesamten Erdball zugeschrieben werden kann, ist das vermutlich richtig -wie sie das aber gemacht haben, ist ganz sicher nicht dankenswert.

Allein aber aus diesem "Verdienst" heraus den Kirchen eine besondere, erhabene Wichtigkeit in dieser heutigen Gesellschaft zuzusprechen, halte ich für fragwürdig. Mir sind in den letzten zwei Jahrzehnten nicht wenige Menschen begegnet, die für sich den Begriff des gläubigen Christen in Anspruch nehmen, im Alltag aber alles Andere sind, über die Auswahl der Jünglinge beim Abendmahl für eine anschließende individuelle Nachhilfestunde brauchen wir wohl auch nicht weiter zu diskutieren.

Ich sehe es so, dass die Kirche als Sammelbecken für Gläubige in der Neuzeit zunehmend an Bedeutung für die Menschen verliert. Das machen nicht zuletzt die weiter zurück gehenden Mitgliederzahlen deutlich. Es braucht kein Verbot, kein Reglementieren, die Menschen haben mittlerweile scheinbar andere Punkte gefunden, die ihnen seelischen Halt geben und sie motivieren.

Dass Religion mal ihre Berechtigung als Regelwerk für das Zusammenleben der Menschen hatte, weil irgendwann doch mal die Erkenntnis gereift ist, dass es Regeln bedarf, die fixieren, dass man sich nicht gegenseitig den Kopf einschlagen darf, dass man dem Nachbarn nicht einfach das Weib wegnehmen kann etc. ist ja unbestritten.
Heute aber werden diese Regeln durch weltliche Gesetze gefasst. Dass dies für die Mächtigen der Kirche ein Beschneiden der eigenen Macht bedeutet und sie das sie nicht akzeptieren wollen und darauf bestehen, ihre Probleme intern zu regeln, erleben wir auch immer wieder.

Diese Menschen sind nicht vorwärts gewandt und das Hierarchieverhalten innerhalb der Kirche macht deutlich, dass Demokratie nur außerhalb der Sphäre geduldet wird, aber auch nur so lange, wie es den eigenen Einflussbereich nicht betrifft. Insofern sehe ich die Institution Kirche als reaktionäre Institution an, die Fortschritt nur unter größtem Widerstand zulässt.








Du bist natürlich nicht enttäuscht Werner, weil du weißt, dass ich weiß, dass die Entwicklung der „Schrift“ keine Erfindung der Kirche ist :-)
(Ich bin im Übrigen heile froh, dass es nicht Yamamots tapfere Krieger waren, die uns die Schriftsprache gebracht haben, bei dem was der hier von sich gegeben hat.)

Was ich mit dem von dir Zitierten sagen wollte ist:

Dass Bildung (Lesen und Schreiben = primäre Kulturtechniken) in unserem „Nord-Europäischen Kulturkreis“) nunmal von den Klöstern ausging, ebenso wie Wissenschaft, Medizin, Landschaftskultivierung, Literatur und andere Künste sowie das Bierbrauen :-) - in unserem „Kulturkreis“!
Das ist einfach eine Tatsache – in anderen Kulturkreisen waren das natürlich andere - Religionen!
Von diesen haben wir, die ziemlich zurückgeblieben Germanstämme - profitiert, durch Wandermönche, Weltreisende und andere Tapfere, die dem Kulturellen mehr verpflichtet waren als dem Kriegerischen. Manchmal war sogar das Kriegerische kulturstiftend und manche Krieger haben "kulturelle" Lösungen gefunden – nicht Vierkrug?

Dass Martin Luther darüber hinaus die Bibel übersetzt hat, damit auch „der kleine Mann“ mal nachlesen kann, was darin geschrieben steht, und sich nicht jeden Mist von der Kanzel erzählen lassen muss – Luther – ein Christ! Das wollen wir nicht vergessen.

Während sich die Fürstens und Könige mit Kreuzzügen und allerhand anderer Geldrauschmeißerei beschäftigten – ich weiß – im Namen der Kirche. - Bildung für das gemeine Volk haben die allerdings nicht gefördert! Das war die Kirche!

Darüber hinaus war Kirche immer sinn-stiften, egal wie man das findet.
Menschen wollen „Sinn“, und der mit der besten Propaganda hat die besten Karten! Und da war die Kirche offensichtlich nicht ganz schlecht, wenn man sich die letzten 2.000 Jahre ansieht…..

Und immer Zuflucht! Wir wissen doch warum die mittelalterlichen Kirchen diese dicke Mauern haben?

Und wir wissen auch, dass Sophie Scholl und andere Widerstandskämpfer unter den Nazis ihre Kraft allein aus dem Glauben und zwar dem Christlichen schöpften?

Auch Marx hat in diesem kultur-historischen Zusammenhang sein Werk geschrieben, und wenn man seine Thesen mal auf ihre Grundaussagen reduziert, nämlich denen der Menschlichkeit, der Gerechtigkeit und des Friedens, da fällt mir genau einer ein, der das vor 2.000 Jahren mal unter sehr viel weniger „bequem-bürgerlichen“ Umständen formuliert hat…

An den glauben aber viele Christen und nehmen das Ernst. Und sind genauso wie Kommunisten in KZs gegangen, haben „Zeugnis“ abgelegt.

Wir sitzen alle auf den Schultern einer durch und durch geprägten christlichen Kultur – auch der Sozialismus. Und wenn man sagt, die Kirche ist ganz „böse“ und man solle einfach ihre Insignien, verbieten, damit der Atheismus endlich zum Ziel kommt - ist das naiv.
Das christliche Abendland „abschaffen“ oder derart umdeuten zu wollen.- Ich erwarte hier einfach ein bisschen mehr kultur-historische Auseinandersetzung!

Dass sich die Kirche davon abgesehen in der Geschichte der größten Schweinereien schuldig gemacht hat, wird auch in innerkirchlichen Kreisen seit jeher kritisch diskutiert.

Und dass der Verfasser der Bergpredigt sich im Grabe rumdrehen würde, wenn er wüsste auf welche Weise seine Lehre zum Teil von den eigen Leuten auf den Kopf gestellt wurde – geschenkt – Grab hat er ja auch nicht.

Sinkende Mitgliederzahlen:
Ich wünschte Werner, du wärest 2005 zum Weltjugendtag der katholischen Kirche hier in Köln gewesen. 1 Mio Pilger – vorwiegend junge Menschen standen an des Ufern des Rheins und schluchzten fast „Benedetto“, - der wiederum auf einem Schiff wie ein Messias mit grüßender Hand den Rhein herunter gefahren kam, unterhalb des Doms ausstieg, die heilige Erde Kölns küsste und seine Messe zelebrierte.

Ich saß in einer Ecke etwas abseits und dachte:
Ratzinger! Das erzkonservativste, was die Kurie sich ausdenken konnte! Jahrzehntelang der Vorsitzende der Glaubenskongregation, die organisatorisch in der direkten Nachfolge der Inquisition steht. Dessen Schriften ich mir zum Teil durchgelesen habe, die haarsträubend sind – aber mich hat zur Papstwahl ja keiner gefragt.

Mal sehen was der Neue drauf hat…

Bildersturm bringt nix.

Ich hoffe, ich konnte meinen Einwand zu Feliks Statement etwas deutlicher machen?
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Mal an alle:
ich erwarte auch in Forums-Aussagen mehr Respekt bzgl. der Religion und auch der Institution Kirche, denn ich bin sicher, dass wir hier gläubige Mitglieder haben, was sollen die eigentlich denken?
Gleiches Recht für alle würde ich mal sagen………..


Schuddelkind und Grenzverletzerin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#264

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 10.04.2013 22:01
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #263



Mal an alle:
ich erwarte auch in Forums-Aussagen mehr Respekt bzgl. der Religion und auch der Institution Kirche, denn ich bin sicher, dass wir hier gläubige Mitglieder haben, was sollen die eigentlich denken?
Gleiches Recht für alle würde ich mal sagen………..




Respekt vor den Personen und ihren Überzeugungen. Das finde ich auch richtig. Aber wer Atheist ist, wird wohl gegen die Kirche und die Religion eingestellt sein und soll das auch zum Ausdruck bringen können. Als Katholik habe ich kein Problem damit. Mühsam ist es nur, wenn jemand das Bedürfnis hat, andere zu missionieren (für oder gegen irgendeinen Glauben, ein Bekenntnis oder eine Ideologie.
Theo


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#265

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 10.04.2013 22:03
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Ja, das stimmt, Religionen haben auch Gutes gebracht.


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#266

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 10.04.2013 23:30
von werner | 1.591 Beiträge

Bevor wir jetzt komplett abgleiten und herausarbeiten, dass eines der kulturhistorischen Verdienste des Christentums der zum Alkoholismus führende bierbrauende Mönch ist mit dem Ergebnis, dass die Christen eine der Zivilisationskrankheiten verursacht haben, kommen wir doch einfach noch mal zum Opener zurück. Über die kulturhistorischen Verdienste, was uns die Kirche so gebracht hat, was davon sie uns besser nicht gebracht hätte und auf was wir eigentlich auch ganz verzichten können, könnte wohl besser ein neuer Thread eröffnet werden.

Wenn ich mir die verschiedentlichen Reaktionen hier anschaue, stelle ich fest, dass in meinen Augen @feliks Eingangsbeitrag von einigen gezielt missverstanden werden wollte.

Bearbeitet wurde in meiner Wahrnehmung beileibe nicht jeder Kirchengänger, nicht jeder Pfarrer, sondern diejenigen, die sich durch besondere Handlungen hervortaten.

Feliks hat es auch klar formuliert – verstehen wollte es nur scheinbar keiner:

Zitat
Politische Vorgaben ließen eine effektivere Lösung derartiger Probleme mit reaktionären Gottesknechten leider nicht zu.



Das Attribut „reaktionär“ hat eine klare Aussage, und wenn hier einige so auf diesen Satz springen, bedeutet das in meinem Verständnis, dass für sie Gottesknechte sowieso reaktionär sind und daher dieses wichtige und differenzierende Attribut für sie also keine Bedeutung hat.

Um auch noch mal den Bogen zu @barbara zu ziehen:

In der DDR wurde die Kirche in meiner Wahrnehmung nicht gefördert, das ist richtig – warum sollte das auch geschehen. Es ist allerdings auch nicht Sache des Staates, der sich auf die Fahne geschrieben hat, dass ein friedliches Zusammenleben der Menschen ohne Religion möglich ist, dass die Religion auf Grund des wachsenden Bewusstseins der Menschen für die breite Masse Bedeutung verlieren wird – für alle Schnell- Leser: BREITE nicht unterschlagen und die Differenzierung verstehen!

Es wird immer Menschen geben, die sich wohler fühlen, wenn sie einen Haltepunkt im Leben haben, den sie mit Namen ansprechen können, der ihnen Trost spendet, wenn sie eine neutrale Bezugsperson haben, zu der sie mit ihren Nöten gehen können. Das ist ja auch in Ordnung. Und es wird immer Menschen geben, die jemanden brauchen, der ihnen sagt, welche Werte im Leben wichtig sind. Diese Werte können anderen vielleicht sogar absurd erscheinen, für diese Menschen sind sie der Heiland – und solch Glauben ist ganz sicher nicht immer an Intellekt gebunden.

Wenn es aber Gottesknechte gibt, die auf Grund ihrer Position die sie haben oder glauben zu haben, ihre Sendung zu ihren Jüngern schicken, in der sie auf politische oder gesellschaftliche Verhältnisse Einfluss nehmen, also eben ihre besondere Position in der Kommunikation mit den ihnen vertrauenden Gläubigen missbrauchen, da wird in meinen Augen eine Grenze überschritte, die durch den Staat nicht hingenommen werden kann.
Und genau das ist z.B. mit Lothar König wohl der Fall.

Ist schon wieder so lang geworden . . .


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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zuletzt bearbeitet 10.04.2013 23:31 | nach oben springen

#267

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 11.04.2013 08:21
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #263

Mal an alle:
ich erwarte auch in Forums-Aussagen mehr Respekt bzgl. der Religion und auch der Institution Kirche, denn ich bin sicher, dass wir hier gläubige Mitglieder haben, was sollen die eigentlich denken?
Gleiches Recht für alle würde ich mal sagen………..


Zitat von eisenringtheo im Beitrag #264

Respekt vor den Personen und ihren Überzeugungen. Das finde ich auch richtig. Aber wer Atheist ist, wird wohl gegen die Kirche und die Religion eingestellt sein und soll das auch zum Ausdruck bringen können. Als Katholik habe ich kein Problem damit. Mühsam ist es nur, wenn jemand das Bedürfnis hat, andere zu missionieren (für oder gegen irgendeinen Glauben, ein Bekenntnis oder eine Ideologie.


es geht nicht um einzelne user und deren glauben. es geht darum was manche "fürsten" daraus machten und was unter dem deckmantel der religionsfreiheit passierte. auch die damalige sed hatte was sektenhaftes...

p.s. ich habe bisher hier noch keinen user erlebt der einen anderen wegen seines glaubens (egal für welchen) persönlich angriff...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#268

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 11.04.2013 08:56
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Nun, Kirche und Glauben ist für mich nicht unbedingt dasselbe. Es gibt neben unseren christlichen Kirchen noch ein paar mehr Religionen.
Ich mag auch nicht auf dem Thema "Rolle der Kirche als Machtapparat" herumreiten - die Geschichte der guten und schlechten Beispiele ist unendlich lang und es werden immer neue zu finden sein.
Die Bedeutung von Kirche und Glauben ist in der DDR von den meisten Verfechtern einer rein materialistischen Weltanschauung - allen voran den Hardlinern der SED - einfach unterschätzt wurden.
Und der Mensch neigt dazu, Dinge, die ihm nicht täglich begegnen, die aber unausweichliche und unangenehme Tatsachen des Lebens sind, zu verdrängen. Bis sie ihn einholen - dann muss er sich ihnen stellen.
Was meine ich damit ?
Wir können alle froh sein, dass dieser kalte Krieg nicht plötzlich ein heisser geworden ist - mit massenhaft Toten, Schwerverwundeten, Sterbenden...
Dann plötzlich bekommt das Thema Glauben, die Fragen nach dem Sinn des Lebens eine ganz andere Bedeutung.
Jeder, der schon einmal einem Menschen in den letzten Stunden begleitet hat, wird eine Ahnung davon bekommen haben - wenn er es denn wahrnehmen wollte.
Waren unsere Politoffiziere ausgebildet, einem sterbenden Soldaten seelischen Beistand zu leisten ?
Oder hatte die NVA Pfarrer in ihren Reihen, die das hätten leisten können ?
Oder... wer sonst ?
Nein - sage ich - das Thema ist einfach verdrängt worden. Nur mal als Denkanstoss für alle, die Glauben und Kirche für überflüssig erachten.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
Diskus303 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.04.2013 09:23 | nach oben springen

#269

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 11.04.2013 10:37
von Damals87 | 503 Beiträge

Hallo,

man sollte auch nicht völlig außer Acht lassen, daß die Kirchen in den RGW-Staaten durchaus von interessierter westlicher Seite als Instrumente im Kalten Krieg benutzt wurden und sich oft allzu bereitwillig vor diesen Karren spannen ließen.
Sie wurden keineswegs aus reiner selbstloser Nächstenliebe so großzügig mit Valuta und West-Technik unterstützt.
Wer damals in einer Kreisstadt eine Fotokopie brauchte, konnte diese eher in der Pfarrei als im Rathaus, bei der Bank oder der Post bekommen.

Grüße aus Hessen


„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“ Sören Kierkegaard


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#270

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 11.04.2013 10:50
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #266
Bevor wir jetzt komplett abgleiten und herausarbeiten, dass eines der kulturhistorischen Verdienste des Christentums der zum Alkoholismus führende bierbrauende Mönch ist mit dem Ergebnis, dass die Christen eine der Zivilisationskrankheiten verursacht haben, kommen wir doch einfach noch mal zum Opener zurück. Über die kulturhistorischen Verdienste, was uns die Kirche so gebracht hat, was davon sie uns besser nicht gebracht hätte und auf was wir eigentlich auch ganz verzichten können, könnte wohl besser ein neuer Thread eröffnet werden.

Wenn ich mir die verschiedentlichen Reaktionen hier anschaue, stelle ich fest, dass in meinen Augen @feliks Eingangsbeitrag von einigen gezielt missverstanden werden wollte.

Bearbeitet wurde in meiner Wahrnehmung beileibe nicht jeder Kirchengänger, nicht jeder Pfarrer, sondern diejenigen, die sich durch besondere Handlungen hervortaten.

Feliks hat es auch klar formuliert – verstehen wollte es nur scheinbar keiner:

Zitat
Politische Vorgaben ließen eine effektivere Lösung derartiger Probleme mit reaktionären Gottesknechten leider nicht zu.



Das Attribut „reaktionär“ hat eine klare Aussage, und wenn hier einige so auf diesen Satz springen, bedeutet das in meinem Verständnis, dass für sie Gottesknechte sowieso reaktionär sind und daher dieses wichtige und differenzierende Attribut für sie also keine Bedeutung hat.

Um auch noch mal den Bogen zu @barbara zu ziehen:

In der DDR wurde die Kirche in meiner Wahrnehmung nicht gefördert, das ist richtig – warum sollte das auch geschehen. Es ist allerdings auch nicht Sache des Staates, der sich auf die Fahne geschrieben hat, dass ein friedliches Zusammenleben der Menschen ohne Religion möglich ist, dass die Religion auf Grund des wachsenden Bewusstseins der Menschen für die breite Masse Bedeutung verlieren wird – für alle Schnell- Leser: BREITE nicht unterschlagen und die Differenzierung verstehen!

Es wird immer Menschen geben, die sich wohler fühlen, wenn sie einen Haltepunkt im Leben haben, den sie mit Namen ansprechen können, der ihnen Trost spendet, wenn sie eine neutrale Bezugsperson haben, zu der sie mit ihren Nöten gehen können. Das ist ja auch in Ordnung. Und es wird immer Menschen geben, die jemanden brauchen, der ihnen sagt, welche Werte im Leben wichtig sind. Diese Werte können anderen vielleicht sogar absurd erscheinen, für diese Menschen sind sie der Heiland – und solch Glauben ist ganz sicher nicht immer an Intellekt gebunden.

Wenn es aber Gottesknechte gibt, die auf Grund ihrer Position die sie haben oder glauben zu haben, ihre Sendung zu ihren Jüngern schicken, in der sie auf politische oder gesellschaftliche Verhältnisse Einfluss nehmen, also eben ihre besondere Position in der Kommunikation mit den ihnen vertrauenden Gläubigen missbrauchen, da wird in meinen Augen eine Grenze überschritte, die durch den Staat nicht hingenommen werden kann.
Und genau das ist z.B. mit Lothar König wohl der Fall.

Ist schon wieder so lang geworden . . .



Rot:

Das ist natürlich eine zweischneidige Interpretation. Die vor allem in Lateinamerika beheimatete Befreiungstheologie mischt sich durchaus in die Politik ein. Meines Erachtens muß hier differenziert werden, ob klerikales Bestreben darauf abzielt, die vor allem macht- und ökonomische Ungleichheit der Menschen zu zementieren, indem offensichtliches Unrecht (die "gottgewollte Ordnung") wie schon im Feudalismus, später bis hinein in die Gegenwart (Monarchen) oder im Gegensatz dazu ihre ureigendsten christlichen Ideale hochhält.



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#271

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 11.04.2013 11:25
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Bibel: Markus 12,13-17
Einige Pharisäer und einige Anhänger des Herodes wurden zu Jesus geschickt, um ihn mit einer Frage in eine Falle zu locken.3 14 Sie kamen zu ihm und sagten: Meister, wir wissen, dass du immer die Wahrheit sagst und dabei auf niemand Rücksicht nimmst; denn du siehst nicht auf die Person, sondern lehrst wirklich den Weg Gottes. Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht? Sollen wir sie zahlen oder nicht zahlen? 15 Er aber durchschaute ihre Heuchelei und sagte zu ihnen: Warum stellt ihr mir eine Falle? Bringt mir einen Denar, ich will ihn sehen. 16 Man brachte ihm einen. Da fragte er sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie antworteten ihm: Des Kaisers. 17 Da sagte Jesus zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört! Und sie waren sehr erstaunt über ihn.

Der Christ muss in dem Staat, in dem er lebt, die Gesetze befolgen und seinen Beitrag zur Entwicklung und Verbesserung der Gesellschaft leisten (Schule, Beruf, Steuern usw): Er muss dem Kaiser geben, was der Kaiser verlangt. Er solll auch nicht schlecht über die Regierung reden oder sie gar stürzen wollen. Wenn er jedoch etwas tun soll, was gegen die elementaren Menschenrechte oder andere christliche Ideale geht, dann soll er seinem Gewissen folgen. Das Leben in einer bestimmte Gesellschaftsform wie Sozialismus oder Kapitalismus widerspricht oder fördert im Prinzip nicht christlichen Ideale. Klassenkampf "im Namen Gottes" sollte der Christ deshalb unterlassen und die Kirchenoberen sollen sich nicht in staatliche Belange einmischen.
Theo


zuletzt bearbeitet 11.04.2013 11:26 | nach oben springen

#272

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 11.04.2013 11:59
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #267
Zitat von Barbara im Beitrag #263

Mal an alle:
ich erwarte auch in Forums-Aussagen mehr Respekt bzgl. der Religion und auch der Institution Kirche, denn ich bin sicher, dass wir hier gläubige Mitglieder haben, was sollen die eigentlich denken?
Gleiches Recht für alle würde ich mal sagen………..


Zitat von eisenringtheo im Beitrag #264

Respekt vor den Personen und ihren Überzeugungen. Das finde ich auch richtig. Aber wer Atheist ist, wird wohl gegen die Kirche und die Religion eingestellt sein und soll das auch zum Ausdruck bringen können. Als Katholik habe ich kein Problem damit. Mühsam ist es nur, wenn jemand das Bedürfnis hat, andere zu missionieren (für oder gegen irgendeinen Glauben, ein Bekenntnis oder eine Ideologie.


es geht nicht um einzelne user und deren glauben. es geht darum was manche "fürsten" daraus machten und was unter dem deckmantel der religionsfreiheit passierte. auch die damalige sed hatte was sektenhaftes...

p.s. ich habe bisher hier noch keinen user erlebt der einen anderen wegen seines glaubens (egal für welchen) persönlich angriff...




Ist es nicht genau das, gegen das "ihr" euch zum Beispiel wehrt? Dass ihr für was gerade stehen müsst, was irgendwelche "Fürsten" daraus machten? (Ich zwinker auch :-)


Ich kenne und weiß überhaupt nicht von dem Pfarrer, um den es hier geht und wie sein Wirken in der DDR war.

ABER: Felix hat seinen Fall zum Beispiel genommen um nachzuweisen, dass es besser gewesen, "der Kirche" in der DDR von vorne herein den Boden zu entziehen.
Das finde ich (siehe meine Ausführungen oben) NAIV!)

@Theo:
jawohl, Laizismus nennt man das!

haben denn "die Christen" der DDR gegen Gesetze verstoßen? Durch was?


Theoriedebatte:
Ich wehre mich gegen einen sinnlosen KULTURKAMPF. DA ist was schief gelaufen!

"Das Christentum" und "der Sozialismus" haben dasselbe Zile, nur war Ersteres vile früher da.

"Ihr" habt die Marx'sche These, "Religion ist Opium für's Volk" nicht im richtigen historischen Kontext gesehen, wie manches andere auch!

Ihr hättet sie mit "ins Boot nehmen müssen", das wäre schlau gewesen!

Dieses Prinzip heißt ürbigens in der geschichte "Teile und herrsche"!



(Dickes Zwinker aber dennoch ernst gemeint....)


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#273

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 11.04.2013 12:30
von Barbara (gelöscht)
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ich merke gerade, dass ich noch nicht fertig bin:

Herr König hat angeblich gegen Bundedeutsches Recht verstoßen. Dafür steht er vor Gericht (oder ist das schon vom Tisch? keine Ahnung...)
das ist richtig so.

In diesem Thread - und ich wiederholte meine Argumentation jetzt nicht mehr - geht es aber um Pauschalisierungen.
Und es geht hier im Forum dauernd darum, das ist so ermüdend!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Die schreckliche Bunderegierung, die doofen Politiker, die arroganten Wessis, die korrupte Justiz, die blöden konsumgesteuerten DDR Bürger, die Killer-Soldaten, das schreckliche MfS und jedes mal - Gilbert- wird auch möglicherweise ein Einzelner getroffen!
Deutsche Selbstzerfleischung!

Und wenn wir das nicht begreifen, werden wir gar nichts ändern ! HEUTE!
Wir müssen endlich anfangen zu differenzieren! Überall!
oder nicht?

Dann müssen wir uns auch den unbequemen Sachen - nachdenklich! - nähern! und LERNEN!


Grenzverletzerin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#274

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 11.04.2013 12:38
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

@Feliks

Sag mal, was war eigentlich deine Intention, diesen Thread zu erstellen? Soll das der Versuch sein, jemanden nachträglich zu denuzieren, der zu deiner aktiven Zeit schon ein Systemkritiker war? Mal folgenes eingeworfen: "Auf Videos, die im Prozess gezeigt werden, hört man, wie König in den Lautsprecher sagt: "Leute, kommt mal, wir sind hier so viele, einfach weitergehen, geht mal weiter. Da sind nicht so viele. Keine Schilde, keine Schutzsachen, die Polizei." Die Staatsanwaltschaft wertet diese Ansage als "Aufruf zur Gewalt gegen wehrlose Polizisten". König wehrt sich: "Die Demonstranten hatten Angst vor der Polizei. Mein Anliegen war, dass sie sich um den Lautsprecherwagen versammeln, ich wollte ihnen die Angst nehmen. Ich rufe nicht auf zu Gewalt gegen Polizei!"

In allen Videos, die an jenem Tag aufgenommen und ausgewertet wurden, ruft der Jugendpfarrer zum friedlichen Protest auf. Ein Grundsatz, den er schon zu DDR-Zeiten bei seinem Widerstand gegen die Staatssicherheit einhielt."
http://www.spiegel.de/panorama/gesellsch...h-a-889345.html
Und sollte es nicht auch in deinem Intresse sein, das sich jemand gegen Neonazis engagiert? In einer Stadt, wo er selbst und andere Mitglieder der JG nachweislich körperlicher Gewalt durch Neonazis ausgesetzt waren und wo die NSU ihren Anfang nahm?


Intellektuelle spielen Telecaster
zuletzt bearbeitet 11.04.2013 12:45 | nach oben springen

#275

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 11.04.2013 12:44
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat:
es geht nicht um einzelne user und deren glauben. es geht darum was manche "fürsten" daraus machten und was unter dem deckmantel der religionsfreiheit passierte. auch die damalige sed hatte was sektenhaftes...

p.s. ich habe bisher hier noch keinen user erlebt der einen anderen wegen seines glaubens (egal für welchen) persönlich angriff...Zitat:Ende


Konkrete Beispiele für Gesetzesbrüche "mancher Fürsten" ist Herr Wolzow noch schuldig geblieben.
Zu bekämpfen und zu überwachen war ja in den Augen der Staatsmacht besonders die kirchliche Jugendarbeit.Das war dort zumeist kein Sammelbecken für reaktionären Nachwuchs wie von der Stasi vermutet sondern meisstens junge Menschen die ihren Weg in das Leben gesucht haben.
Ich habe selber erlebt wie vorsichtig und diplomatisch die Pfarrer waren wenn Jugendliche die politischen Zustände in der DDR ansprachen.
Ich war oft im Raum Erfurt Land bei solchen Veranstaltungen und habe viele Leute in meinem Alter kennengelernt die sehr aktiv in der kirchlichen Jugendarbeit waren.Die haben den Staat DDR nicht angezweifelt sondern die haben versucht das Beste draus zu machen.
Da hatt das MfS ne Menge Kapazitäten eingesetzt die woanders wahrlich sinnvoller wären.


matloh hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#276

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 11.04.2013 12:58
von gitarre52 | 127 Beiträge

hallo in die runde,
heute werden ja die hauptamtlichen kirchenvertreter vom staat entlohnt. wie war das eigentlich in der ddr?
mfg klaus


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#277

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 11.04.2013 13:00
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Teils Klingelbeutel, teils Staat und Finanzhilfe aus dem Westen.


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#278

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 11.04.2013 13:30
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #274
@Feliks

Sag mal, was war eigentlich deine Intention, diesen Thread zu erstellen? Soll das der Versuch sein, jemanden nachträglich zu denuzieren, der zu deiner aktiven Zeit schon ein Systemkritiker war? Mal folgenes eingeworfen: "Auf Videos, die im Prozess gezeigt werden, hört man, wie König in den Lautsprecher sagt: "Leute, kommt mal, wir sind hier so viele, einfach weitergehen, geht mal weiter. Da sind nicht so viele. Keine Schilde, keine Schutzsachen, die Polizei." Die Staatsanwaltschaft wertet diese Ansage als "Aufruf zur Gewalt gegen wehrlose Polizisten". König wehrt sich: "Die Demonstranten hatten Angst vor der Polizei. Mein Anliegen war, dass sie sich um den Lautsprecherwagen versammeln, ich wollte ihnen die Angst nehmen. Ich rufe nicht auf zu Gewalt gegen Polizei!"

In allen Videos, die an jenem Tag aufgenommen und ausgewertet wurden, ruft der Jugendpfarrer zum friedlichen Protest auf. Ein Grundsatz, den er schon zu DDR-Zeiten bei seinem Widerstand gegen die Staatssicherheit einhielt."
http://www.spiegel.de/panorama/gesellsch...h-a-889345.html
Und sollte es nicht auch in deinem Intresse sein, das sich jemand gegen Neonazis engagiert? In einer Stadt, wo er selbst und andere Mitglieder der JG nachweislich körperlicher Gewalt durch Neonazis ausgesetzt waren und wo die NSU ihren Anfang nahm?


Der Herr Jugendpfarrer König hat eine Anklage am Hals wegen Landfriedensbruch, nicht wegen seines Einsatzes gegen Neofaschisten. Eine Anklageerhebung erfolgt nach einem Ermittlungsverfahren. Erst wenn belastbare Beweise von den Ermittlungsbehörden der Staatsanwaltschaft vorliegen, kommt es zu einer Anklageerhebung. Jedenfalls sollte es in einem Rechtsstaat so sein. Also sollte man die Dinge immer trennen. Straftaten bleiben Straftaten und auch ein Pfarrer steht nicht außerhalb von geltenden Gesetzen.


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#279

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 11.04.2013 13:30
von schnatterinchen (gelöscht)
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Wobei man sagen muß die Einkommen von einem Pfarrer West zu einem Pfarrer in der DDR hatten ja sowas von nichts miteinander zu tun.
Die im Osten waren ja arm wie die Kirchenmäuse.


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#280

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 11.04.2013 13:35
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #278
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #274
@Feliks

Sag mal, was war eigentlich deine Intention, diesen Thread zu erstellen? Soll das der Versuch sein, jemanden nachträglich zu denuzieren, der zu deiner aktiven Zeit schon ein Systemkritiker war? Mal folgenes eingeworfen: "Auf Videos, die im Prozess gezeigt werden, hört man, wie König in den Lautsprecher sagt: "Leute, kommt mal, wir sind hier so viele, einfach weitergehen, geht mal weiter. Da sind nicht so viele. Keine Schilde, keine Schutzsachen, die Polizei." Die Staatsanwaltschaft wertet diese Ansage als "Aufruf zur Gewalt gegen wehrlose Polizisten". König wehrt sich: "Die Demonstranten hatten Angst vor der Polizei. Mein Anliegen war, dass sie sich um den Lautsprecherwagen versammeln, ich wollte ihnen die Angst nehmen. Ich rufe nicht auf zu Gewalt gegen Polizei!"

In allen Videos, die an jenem Tag aufgenommen und ausgewertet wurden, ruft der Jugendpfarrer zum friedlichen Protest auf. Ein Grundsatz, den er schon zu DDR-Zeiten bei seinem Widerstand gegen die Staatssicherheit einhielt."
http://www.spiegel.de/panorama/gesellsch...h-a-889345.html
Und sollte es nicht auch in deinem Intresse sein, das sich jemand gegen Neonazis engagiert? In einer Stadt, wo er selbst und andere Mitglieder der JG nachweislich körperlicher Gewalt durch Neonazis ausgesetzt waren und wo die NSU ihren Anfang nahm?


Der Herr Jugendpfarrer König hat eine Anklage am Hals wegen Landfriedensbruch, nicht wegen seines Einsatzes gegen Neofaschisten. Eine Anklageerhebung erfolgt nach einem Ermittlungsverfahren. Erst wenn belastbare Beweise von den Ermittlungsbehörden der Staatsanwaltschaft vorliegen, kommt es zu einer Anklageerhebung. Jedenfalls sollte es in einem Rechtsstaat so sein. Also sollte man die Dinge immer trennen. Straftaten bleiben Straftaten und auch ein Pfarrer steht nicht außerhalb von geltenden Gesetzen.




Ich seh nur keine Straftat...........es sein denn, man wertet den Aufruf zum friedlichen Protest als solche..........


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