#241

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 16:11
von Vogtländer (gelöscht)
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #236
Dzierzynski baut hier einen "Gegner" Kirche auf den es so in der DDR nicht gegeben hat.
Die ev. Kirche war doch vom MfS sowas von unterwandert.Was haben denn die jungen Gemeinden und Umweltbiblitheken ausrichten können?
Ausser Aufnäher verteilen und auf ihren alten Druckmaschinen Friedensgebete vervielfältigen.
Zum anderen wurden sie von der Mehrheit der Bevölkerung doch kaum wahrgenommen. Ausser wenn im Westfernsehn gesendet wurde wie die Stasi mit den renitenten Christen in der DDR verfährt haben sich viele gefragt , hoppla, was gibts denn hierzulande alles?



Schnattchen,wie kommst Du darauf,das die Mehrheit kaum die Kirche wargenommen hat,es sei denn über Westfernsehen?
ich kann mich zumindest dran erinnern,das selbst in der AK über evangeliche Kirchentage und den staatlichen Dialog mit der Kirche (ob nun immer alles richtig wiedergegeben wurde,sei dahingestellt und auf einem anderen Blatt Papier niedergeschrieben) berichtet wurde.
Mal abgesehen davon kannst auch Du doch nicht behaupten,das die Kirchen in der DDR und das Ministerum "Freunde " waren.
Bei mir in der Schulklasse (wie in vielen anderen in der DDR auch) waren Mitschüler katholichem und evangelischen Glaubens.Sie waren voll integriert(wir standen hinter ihnen und sie hinter uns,wenn es mal wieder etwas zu "komich" wurde durch einige Lehrer)und es gab immer gute,sachliche Diskusionen über die jeweiligen Ansichten.Und ja,sie sind auch kritich mit der kirchlichen Geschichte umgegangen.
Selbst in meiner 2.-Heimat konnte ich mich über Kirchenfragen unterhalten und informieren.
Mir wurde schon als Kind im Rahmen der Erziehung nahe gelegt,mit offenen Augen durch das Leben zu gehen und ein umfangreiches Bild zu machen.Und das hat mir zumindest nicht geschadet.Auch wenn ich nicht immer richtig lag.

Zur Frage der Kirchenenteignung und Dazugehöriges nochmal:
Ich glaube nicht,das das eine gute Lösung gewesen wäre.Das hätte eine großen Imageschaden gegeben.Abegesehen davon wäre es m.E. sehr schwer umsetzbar gewesen.
Aber nun gut. Jeder darf eine eigene Meinung haben,die nicht mit der eigenen Gleichlaufen muß.


zuletzt bearbeitet 09.04.2013 16:40 | nach oben springen

#242

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 16:40
von schnatterinchen (gelöscht)
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Nicht Wargenommen ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck. Aber kaum eine Rolle gespielt auf jeden Fall.Die Leute die regelmässig in die Kirche gegangen sind oder zur Christenlehre waren doch eher Exoten in der Gesellschaft und wurden belächelt.
Das änderte sich meiner Wahrnehmung nach Mitte der 80ger als die allgemeine Unzufriedenheit in der DDR immer mehr grassierte.Von da an suchten auch nicht so sehr religiös orientierte Leute Kontakt zur Kirche um mit Gleichgesinnten zu komunizieren.
Ich habe nicht behauptet, daß die Kirche in der DDR und das MfS Freunde waren.Nur eben durchsetzt von Spitzeln und Zuträgern.
Ich kann mich noch an die ersten Friedensgebete in der Nikolaikirche in Leipzig erinnern, da saßen nur ein paar Hanseln in der Kirche und wenn die rauskamen standen ein paar Leute draußen und haben die wie im Zoo beguckt. Das hat sich dann aber nach und nach geändert, bis Sommer 89 Polizei,Stasi und die Stasihelfer in Zivil draußen gewartet haben.


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#243

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 16:46
von Vogtländer (gelöscht)
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Na,dann kam es etwas "schräg" an bei mir.
Das die Kirchen auch ihre "Betreuer" hatten,das steht außer Frage, genauso wie die Frage, ob es so gut gut war,gegen die Meinungsäußerungen,wenn sie denn friedlich abliefen und berechtigt waren,vorzugehen.
Und ich bin von 1980 bis 1990 in die Schule gegangen.Wie es in den 50-ern und 60-ern aussah,das kann ich nicht beurteilen,denke aber mal,das es etwas anders war.


zuletzt bearbeitet 09.04.2013 16:50 | nach oben springen

#244

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 17:30
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Mal von den Kirchen abgesehen, wenn der Dachdeckergehilfe nicht so nach internationaler Annerkennung gegiert hätte, da hätte er sicherlich gerne etwas mehr den Hägar raushängen lassen.


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#245

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 18:16
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #225
Zitat von Feliks D. im Beitrag #202
[quote=andy|p244879]Ich gehe an dieser Stelle noch einen Schritt weiter.




Schleifen war natürlich, da muss ich Kritik annehmen, zu hart formuliert. .......ich bin sehr froh dass du das richtig stellst Feliks.....

Gemeint war eher das enteignen und zweckentfremden ihrer Besitztümer und Bauwerke.

Auch das Verbot sämtlicher Religionen wird hier natürlich gewollt falsch verstanden, bzw. zu weit ausgelegt! Gemeint ist damit keinesfalls eine Inhaftierung aller Gläubigen, allein der Verlust der Kirchen als Wirkungsstätten an sich und das ausbleiben von Gottesdiensten etc. hätte der Kirche einer Grundlage beraubt und den Atheismus im Lande weiter gefördert. Dass im privaten immer noch Gebetet etc. worden wäre ist natürlich klar, aber es wäre weniger geworden.

Der Fakt ist jedoch dass es keine geschützen Räume für feinlich-negative Kräfte und Gruppierungen mehr gegeben hätte in denen sie sich versammeln, austauschen, organisieren und Druckerzeugnisse herstellen konnten. Mit der Kirche hat man einen bekennenden Gegner des Sozialismus mit Samthandschuhen angefasst und damit, neben vielen vielen andereren Fehlentscheidungen, einen weiteren Grund für das spätere Versagen selbst produziert bzw. nicht neutralisiert.


Ich hoffe der Sachlichkeit ist Genüge getan, anhand dieser Aussagen kann man sicher weiter diskutieren.






Das ist "offenes Visier" und eine ehrliche Aussage, Respekt.
Ist es nicht aber so das eine Gesellschaft die nur darauf fixiert ist eventuelle Gegner "auszuschalten" nicht fähig ist ihre Ideale der Mehrheit zu vermitteln?
Die Gegner hätten doch so gar keine Chance zur existenzbedrohenden Gefahr für die Gesellschaft zu werden.
Wie heißt es immer so schön "die Menschen wurden nicht mitgenommen", leider.





rosa markiert

Feliks, bitte nimm mir das nicht übel, und nimm es bitte nicht als persönlichen Angriff sondern "stellvertretend" - aber an dieser Stelle MUSS ich das einfach mal sagen:

Ich habe lange nicht mehr etwas so Naives gelesen!

Ihr hättet verbieten können wie ihr wolltet – wenn’s darauf angekommen wäre, wären sie in die Kanalisation gegangen! Der Mensch will glauben!
Der eine an irgendwelche welche transzendenten Konzepte, der andere an den Dialektischen Materialismus, der Dritte an Mercedes Benz!

Die Geschichte von Religion und die Auseinandersetzung damit fängt doch nicht erst mit der DDR an!
Ihr habt nicht "überzeugt"! Das ist doch das Problem!

Religion spricht die seelische und die Gefühlsebene im Menschen an, das „sich-Anheim-geben-können“ bei zutiefst menschlichen Bedürfnissen, Spiritualität in der Gemeinschaft - die intellektuelle Konzepte niemals vollständig befriedigen können.
Der Mensch besteht nicht nur aus „Kopf“!-
"Ihr" unterschätzt da doch total was.

Und:
das Konzept „Atheismus“ setzt notwendigerweise „Theismus“ voraus, sonst macht es nämlich keinen Sinn! Dialektik!

Verbiete, reglementiere, setz dem Menschen ein „Grenze“ - er wird es unterlaufen und sie überschreiten Feliks.
Das meine ich in des Wortes doppelter Bedeutung!

Das gilt übrigens auch für heute! (EU-Außengrenzen) Menschen werden immer ihnen gesetzte Grenzen überschreiten. Hermetische Systeme funktionieren nicht!
Die Herausforderung ist, den Menschen zu „gewinnen“, in seiner gesamten Dimension - sonst „verliert“ man ihn!

Das gilt insbesondere auch für heute im Hinblick auf „Rechtsaußen“.
Sehr anstrengend - aber die einzige Möglichkeit aus meiner Sicht. Überzeugen, immer und immer wieder!

Darüber hinaus können wir gerne über das z.T. unsägliche Wirken der christlichen Kirchen in der Geschichte diskutieren, dabei müssen wir aber auch zur Kenntnis nehmen, dass wir ohne diese heute noch nicht mal SCHREIBEN und LESEN könnten. Dass sie eine Kulturhistorische Größe sind, auf deren Basis wir heute miteinander kommunizieren – ob uns das gefällt oder nicht!


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#246

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 18:52
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #236
Was haben denn die jungen Gemeinden und Umweltbiblitheken ausrichten können?
Ausser Aufnäher verteilen und auf ihren alten Druckmaschinen Friedensgebete vervielfältigen.


@schnatterente, bleib bitte mit deinem unsinn bei meister nadelöhr. da bist du besser aufgehoben...

in abwandlung der damaligen 6.50 uhr - sendung im berliner rundfunk könnte man bei dir sagen: "was lässt denn die schnatterente heute für ein schwachsinn los..."


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#247

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 19:02
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #246
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #236
Was haben denn die jungen Gemeinden und Umweltbiblitheken ausrichten können?
Ausser Aufnäher verteilen und auf ihren alten Druckmaschinen Friedensgebete vervielfältigen.


@schnatterente, bleib bitte mit deinem unsinn bei meister nadelöhr. da bist du besser aufgehoben...

in abwandlung der damaligen 6.50 uhr - sendung im berliner rundfunk könnte man bei dir sagen: "was lässt denn die schnatterente heute für ein schwachsinn los..."


Na Wolzow, dann plauder doch mal aus dem Nähkästchen über die subversiven Aktionen der Pfarrer und Konfirmanden!!


zuletzt bearbeitet 09.04.2013 19:03 | nach oben springen

#248

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 19:03
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #238
Zitat aus http://www.mfs-insider.de/Abhandlungen/Kirche.ht

...Völlig außer acht gelassen wurde bisher, dass das MfS besonders wertvolle IM überhaupt nicht als solche registrierte sondern zur Wahrung ihrer Sicherheit, speziell zum Schutz vor Verrat aus den eigenen Reihen, als Operative Vorgänge, die heute als ''Opferakten'' bezeichnet werden, führte....

Oha, Spitzen-IM wurden als Operativ-Vorgänge getarnt? Und das zum Schutz vor Verrat aus den eigenen Reihen?
Das ist, zumindest für mich eine ganz neue Information!!

Kennt jemand die entsprechende Richtlinie des Ministers, in der dieses Vorgehen autorisiert wird?

Ich habe den Satz bisher ca. 50 mal gelesen und meine, dass ich ihn auch verstanden habe.

Kann mir hier jemand erläutern, wie er in das MfS passt? Das habe ich bisher nämlich noch nicht verstanden.



@andy, kennst du "verpflichtungen per handschlag" ? auch diese stand in keiner richtlinie/ dienstanweisung.
eventuell solltest du mal wieder in der richtlinie nr. 1/79 nachlesen.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#249

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 21:21
von andy | 1.199 Beiträge

[quote=GilbertWolzow|p246026

@andy, kennst du "verpflichtungen per handschlag" ? auch diese stand in keiner richtlinie/ dienstanweisung.
eventuell solltest du mal wieder in der richtlinie nr. 1/79 nachlesen. [/quote]

Ahja, danke für Deine äusserst hilfreichen Tips zur IM-Werbung im MfS.

Da Du ja offensichtlich über umfassende Erfahrungen innerhalb des Ministeriums verfügst, kannst Du uns allen hier ja mal weiterhelfen.

Was waren die Kriterien für eine Nicht-Registrierung als IM und wann wurde anstatt eines IM-Vorganges ein oper. Vorgang angelegt?

Rupp und Gast waren zweifellos wichtige IM in ihren Bereichen - wurden sie als OV geführt?

Gilbert, Du wirst mir die Frage mit Deinem Insider-Wissen sicher beantworten können - ich habe die "heilige Bibel" (1/79) Anfang der 80'iger mal komplett gelesen und dachte immer, was da nicht drin steht, darf auch nicht sein.

Wurden die wirklich wichtigen IM des MfS wirklich nicht als IM geführt weil man befürchtete, dass sie dann aus den eigenen Reihen heraus verraten werden konnten?


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#250

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 21:31
von Alfred | 6.841 Beiträge

Wer wie geführt wurde, steht doch nicht zur Sprache.

Fakt ist, dass es entsprechende Möglichkeiten gab.


zuletzt bearbeitet 09.04.2013 21:31 | nach oben springen

#251

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 21:36
von Vogtländer (gelöscht)
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Zumindest nicht in diesem Thread.@ Alfred.


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#252

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 21:46
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #249

Gilbert, Du wirst mir die Frage mit Deinem Insider-Wissen sicher beantworten können - ich habe die "heilige Bibel" (1/79) Anfang der 80'iger mal komplett gelesen und dachte immer, was da nicht drin steht, darf auch nicht sein.

Wurden die wirklich wichtigen IM des MfS wirklich nicht als IM geführt weil man befürchtete, dass sie dann aus den eigenen Reihen heraus verraten werden konnten?



na du hast nen humor... ich hatte z.b. auch gedacht, dass es dem politbüro mit ihrem gesäusel vom "sozialismus" ernst war...

mal im ernst, es hing vom willen der quelle und der wertigkeit ab. je wichtiger die quelle - um so eher wurden wünsche akzeptiert: "keine schriftliche verpflichtung, keine unterschrift etc."


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#253

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 21:47
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #250
Wer wie geführt wurde, steht doch nicht zur Sprache.

Fakt ist, dass es entsprechende Möglichkeiten gab.



Dann berichte doch mal davon oder ist das noch VS?

Ich persönlich finde es schon etwas albern, wie insbesondere Alfred und GW hier rumeiern.


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#254

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 21:59
von Vogtländer (gelöscht)
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Vorschlag zur Güte:
Extra Thread unter dem Motto:
Führungsstrukturen IM etc.
Und bitte nicht nur einzeln Brocken hinwerfen,sonst ists Stöckschenwerferei und führt zu Missverständnissen!

Wäre zumindest für mich interessant,da mir mein Wissen nicht ausreicht.


zuletzt bearbeitet 09.04.2013 22:01 | nach oben springen

#255

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 22:04
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #253
Zitat von Alfred im Beitrag #250
Wer wie geführt wurde, steht doch nicht zur Sprache.

Fakt ist, dass es entsprechende Möglichkeiten gab.



Dann berichte doch mal davon oder ist das noch VS?

Ich persönlich finde es schon etwas albern, wie insbesondere Alfred und GW hier rumeiern.


andy



Ich habe doch nach über 20 Jahren keine Vorschriften mehr im Kopf.
Und wie hier einzelne Personen geführt wurden, da musst Du Personen fragen, die sich mit der Problematik beschäftigt haben.


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#256

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 22:04
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #252

na du hast nen humor... ich hatte z.b. auch gedacht, dass es dem politbüro mit ihrem gesäusel vom "sozialismus" ernst war...

mal im ernst, es hing vom willen der quelle und der wertigkeit ab. je wichtiger die quelle - um so eher wurden wünsche akzeptiert: "keine schriftliche verpflichtung, keine unterschrift etc."


Natürlich wurde auch auf schriftliche Verpflichtungen verzichtet, deswegen blieb doch aber der Ablauf innerhalb der Firma gleich.

Offensichtlich gabs in der Firma aber noch eine Ordnung über der Ordnung, in die nur besondere und ausgewählte MA eingewiesen waren und da war ich halt nicht dabei.



andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#257

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 22:16
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #256
Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #252

na du hast nen humor... ich hatte z.b. auch gedacht, dass es dem politbüro mit ihrem gesäusel vom "sozialismus" ernst war...

mal im ernst, es hing vom willen der quelle und der wertigkeit ab. je wichtiger die quelle - um so eher wurden wünsche akzeptiert: "keine schriftliche verpflichtung, keine unterschrift etc."


Natürlich wurde auch auf schriftliche Verpflichtungen verzichtet, deswegen blieb doch aber der Ablauf innerhalb der Firma gleich.

Offensichtlich gabs in der Firma aber noch eine Ordnung über der Ordnung, in die nur besondere und ausgewählte MA eingewiesen waren und da war ich halt nicht dabei.



andy



Und was ist so schlimm, wenn Dir einiges nicht bekannt war ?


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#258

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 22:21
von andy | 1.199 Beiträge

Na nix, Alfred.

Muss das aber so bleiben?


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#259

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 22:26
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #245

Darüber hinaus können wir gerne über das z.T. unsägliche Wirken der christlichen Kirchen in der Geschichte diskutieren, dabei müssen wir aber auch zur Kenntnis nehmen, dass wir ohne diese heute noch nicht mal SCHREIBEN und LESEN könnten. Dass sie eine Kulturhistorische Größe sind, auf deren Basis wir heute miteinander kommunizieren – ob uns das gefällt oder nicht!






Jetzt bin ich aber enttäuscht und lass das nicht @yamato lesen. Zumindest die Asiaten und auch die Araber kannten vor der Christenheit bereits Schriftzeichen.

Wenn Du allerdings damit meinst, dass den Christen die Verbreitung einer einheitlichen Schrift über nahezu den gesamten Erdball zugeschrieben werden kann, ist das vermutlich richtig -wie sie das aber gemacht haben, ist ganz sicher nicht dankenswert.

Allein aber aus diesem "Verdienst" heraus den Kirchen eine besondere, erhabene Wichtigkeit in dieser heutigen Gesellschaft zuzusprechen, halte ich für fragwürdig. Mir sind in den letzten zwei Jahrzehnten nicht wenige Menschen begegnet, die für sich den Begriff des gläubigen Christen in Anspruch nehmen, im Alltag aber alles Andere sind, über die Auswahl der Jünglinge beim Abendmahl für eine anschließende individuelle Nachhilfestunde brauchen wir wohl auch nicht weiter zu diskutieren.

Ich sehe es so, dass die Kirche als Sammelbecken für Gläubige in der Neuzeit zunehmend an Bedeutung für die Menschen verliert. Das machen nicht zuletzt die weiter zurück gehenden Mitgliederzahlen deutlich. Es braucht kein Verbot, kein Reglementieren, die Menschen haben mittlerweile scheinbar andere Punkte gefunden, die ihnen seelischen Halt geben und sie motivieren.

Dass Religion mal ihre Berechtigung als Regelwerk für das Zusammenleben der Menschen hatte, weil irgendwann doch mal die Erkenntnis gereift ist, dass es Regeln bedarf, die fixieren, dass man sich nicht gegenseitig den Kopf einschlagen darf, dass man dem Nachbarn nicht einfach das Weib wegnehmen kann etc. ist ja unbestritten.
Heute aber werden diese Regeln durch weltliche Gesetze gefasst. Dass dies für die Mächtigen der Kirche ein Beschneiden der eigenen Macht bedeutet und sie das sie nicht akzeptieren wollen und darauf bestehen, ihre Probleme intern zu regeln, erleben wir auch immer wieder.

Diese Menschen sind nicht vorwärts gewandt und das Hierarchieverhalten innerhalb der Kirche macht deutlich, dass Demokratie nur außerhalb der Sphäre geduldet wird, aber auch nur so lange, wie es den eigenen Einflussbereich nicht betrifft. Insofern sehe ich die Institution Kirche als reaktionäre Institution an, die Fortschritt nur unter größtem Widerstand zulässt.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
Feliks D., Diskus303 und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.04.2013 22:29 | nach oben springen

#260

RE: Lothar König - Ein notorischer Gesetzesbrecher unterm Schutzdach der Kirche?

in Themen vom Tage 09.04.2013 22:33
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von werner im Beitrag #259
Zitat von Barbara im Beitrag #245

Darüber hinaus können wir gerne über das z.T. unsägliche Wirken der christlichen Kirchen in der Geschichte diskutieren, dabei müssen wir aber auch zur Kenntnis nehmen, dass wir ohne diese heute noch nicht mal SCHREIBEN und LESEN könnten. Dass sie eine Kulturhistorische Größe sind, auf deren Basis wir heute miteinander kommunizieren – ob uns das gefällt oder nicht!






Jetzt bin ich aber enttäuscht und lass das nicht @yamato lesen. Zumindest die Asiaten und auch die Araber kannten vor der Christenheit bereits Schriftzeichen.

Wenn Du allerdings damit meinst, dass den Christen die Verbreitung einer einheitlichen Schrift über nahezu den gesamten Erdball zugeschrieben werden kann, ist das vermutlich richtig -wie sie das aber gemacht haben, ist ganz sicher nicht dankenswert.

Allein aber aus diesem "Verdienst" heraus den Kirchen eine besondere, erhabene Wichtigkeit in dieser heutigen Gesellschaft zuzusprechen, halte ich für fragwürdig. Mir sind in den letzten zwei Jahrzehnten nicht wenige Menschen begegnet, die für sich den Begriff des gläubigen Christen in Anspruch nehmen, im Alltag aber alles Andere sind, über die Auswahl der Jünglinge beim Abendmahl für eine anschließende individuelle Nachhilfestunde brauchen wir wohl auch nicht weiter zu diskutieren.

Ich sehe es so, dass die Kirche als Sammelbecken für Gläubige in der Neuzeit zunehmend an Bedeutung für die Menschen verliert. Das machen nicht zuletzt die weiter zurück gehenden Mitgliederzahlen deutlich. Es braucht kein Verbot, kein Reglementieren, die Menschen haben mittlerweile scheinbar andere Punkte gefunden, die ihnen seelischen Halt geben und sie motivieren.

Dass Religion mal ihre Berechtigung als Regelwerk für das Zusammenleben der Menschen hatte, weil irgendwann doch mal die Erkenntnis gereift ist, dass es Regeln bedarf, die fixieren, dass man sich nicht gegenseitig den Kopf einschlagen darf, dass man dem Nachbarn nicht einfach das Weib wegnehmen kann etc. ist ja unbestritten.
Heute aber werden diese Regeln durch weltliche Gesetze gefasst. Dass dies für die Mächtigen der Kirche ein Beschneiden der eigenen Macht bedeutet und sie das sie nicht akzeptieren wollen und darauf bestehen, ihre Probleme intern zu regeln, erleben wir auch immer wieder.

Diese Menschen sind nicht vorwärts gewandt und das Hierarchieverhalten innerhalb der Kirche macht deutlich, dass Demokratie nur außerhalb der Sphäre geduldet wird, aber auch nur so lange, wie es den eigenen Einflussbereich nicht betrifft. Insofern sehe ich die Institution Kirche als reaktionäre Institution an, die Fortschritt nur unter größtem Widerstand zulässt.


Du warst doch auch einmal ein Anhänger (oder bist es noch) einer dogmatischen Glaubenslehre
Im Mittelalter hat die Kirche ihre Ketzer noch verbrannt, ihr wart echt zu weich.


zuletzt bearbeitet 10.04.2013 07:44 | nach oben springen



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