#21

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 01.04.2013 11:36
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von schulzi im Beitrag #20
im prinzip habe ich nichts gegen die stolpersteine doch wenn wir alle opfer ehren würden mit diesen steinen müssten wir die gehwege damit pflastern,wäre es nicht besser an markanten stellen in einer stadt diese zuehren.zu dem schwärzen könnte es möglich sein das es natürlich ist das sich messing verfärbt wen es umwelt einflüssen ausgesetzt ist(es ist so)und ich glaube kaum das jemand die steine mindestens einmal in der woche putzt



Nein, aber einmal im Jahr.


P.S.: Bevor hier so mancher loshupt, vielleicht mal sich tiefer mit der Thematik befassen oder an einem solchen Projekt selbst beteiligen.
http://www.stolpersteine.com/DE/start.html


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#22

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 01.04.2013 13:40
von Rainman2 | 5.759 Beiträge

Danke Thunderhorse!

Es geht in diesem Projekt eben nicht nur um die Steine. Es geht darum, dass auch die Biografien der Menschen, die einer systematischen Ermordung zum Opfer gefallen sind, erforscht und bewahrt werden. Es geht darum, Zeitzeugen oder ihre Nachkommen zu ermitteln. Es geht darum, Geschichte zu bewahren und erlebbar zu machen. Jeder Dreckskrieg hat seine Gedenksteine, Denkmäler und Kriegerhaine, über die man an allen Ecken und Enden stolpert. Aber die Ermordeten sollen sich gefälligst zurückhalten? Ich schließe mich Thunderhorse an: Informiert Euch erst mal über das Projekt.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#23

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 01.04.2013 22:17
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Rainman2 im Beitrag #22
Danke Thunderhorse!

Es geht in diesem Projekt eben nicht nur um die Steine. Es geht darum, dass auch die Biografien der Menschen, die einer systematischen Ermordung zum Opfer gefallen sind, erforscht und bewahrt werden. Es geht darum, Zeitzeugen oder ihre Nachkommen zu ermitteln. Es geht darum, Geschichte zu bewahren und erlebbar zu machen. Jeder Dreckskrieg hat seine Gedenksteine, Denkmäler und Kriegerhaine, über die man an allen Ecken und Enden stolpert. Aber die Ermordeten sollen sich gefälligst zurückhalten? Ich schließe mich Thunderhorse an: Informiert Euch erst mal über das Projekt.

ciao Rainman

DAs ist doch Quatsch!
Wenn ein mir liebr Mensch stirbt, würde ich ihm so sicher nicht gedenken. Es geht auch nicht darum, das man das Erinnnern an die Menschen bzw. an die damaligen Taten nicht möchte, sondern es ist die Art und Weise, wie das geschieht. Dazu muss ich mich auch um irgendwelche Projekte kaum informieren, denn den Anlass kenne ich sehr gut. Ich sehe hier blos, dass sich jemand mit seiner Kunst ein Denkmal setzt.


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#24

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 01.04.2013 22:43
von Schuddelkind | 3.508 Beiträge

Zitat von EMW im Beitrag #23
Zitat von Rainman2 im Beitrag #22
Danke Thunderhorse!

Es geht in diesem Projekt eben nicht nur um die Steine. Es geht darum, dass auch die Biografien der Menschen, die einer systematischen Ermordung zum Opfer gefallen sind, erforscht und bewahrt werden. Es geht darum, Zeitzeugen oder ihre Nachkommen zu ermitteln. Es geht darum, Geschichte zu bewahren und erlebbar zu machen. Jeder Dreckskrieg hat seine Gedenksteine, Denkmäler und Kriegerhaine, über die man an allen Ecken und Enden stolpert. Aber die Ermordeten sollen sich gefälligst zurückhalten? Ich schließe mich Thunderhorse an: Informiert Euch erst mal über das Projekt.

ciao Rainman

DAs ist doch Quatsch!
Wenn ein mir liebr Mensch stirbt, würde ich ihm so sicher nicht gedenken. Es geht auch nicht darum, das man das Erinnnern an die Menschen bzw. an die damaligen Taten nicht möchte, sondern es ist die Art und Weise, wie das geschieht. Dazu muss ich mich auch um irgendwelche Projekte kaum informieren, denn den Anlass kenne ich sehr gut. Ich sehe hier blos, dass sich jemand mit seiner Kunst ein Denkmal setzt.


Deiner Logik folgend,müsste sich der/die Künstler, die das Holocaustdenkmal in Berlin entworfen haben, sich auch ein Denkmal gesetzt haben. Kann sein, aber wer zum Geier weiß, wer die waren? Ehrlich, das interessiert kein Schwein........


Intellektuelle spielen Telecaster
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#25

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 01.04.2013 23:22
von Rainman2 | 5.759 Beiträge

Zitat von EMW im Beitrag #23
Zitat von Rainman2 im Beitrag #22
Danke Thunderhorse!

Es geht in diesem Projekt eben nicht nur um die Steine. Es geht darum, dass auch die Biografien der Menschen, die einer systematischen Ermordung zum Opfer gefallen sind, erforscht und bewahrt werden. Es geht darum, Zeitzeugen oder ihre Nachkommen zu ermitteln. Es geht darum, Geschichte zu bewahren und erlebbar zu machen. Jeder Dreckskrieg hat seine Gedenksteine, Denkmäler und Kriegerhaine, über die man an allen Ecken und Enden stolpert. Aber die Ermordeten sollen sich gefälligst zurückhalten? Ich schließe mich Thunderhorse an: Informiert Euch erst mal über das Projekt.

ciao Rainman

DAs ist doch Quatsch!
Wenn ein mir liebr Mensch stirbt, würde ich ihm so sicher nicht gedenken. Es geht auch nicht darum, das man das Erinnnern an die Menschen bzw. an die damaligen Taten nicht möchte, sondern es ist die Art und Weise, wie das geschieht. Dazu muss ich mich auch um irgendwelche Projekte kaum informieren, denn den Anlass kenne ich sehr gut. Ich sehe hier blos, dass sich jemand mit seiner Kunst ein Denkmal setzt.

Naja, der Künstler, der sich mit seiner Kunst kein Denkmal setzen will, oder zumindest die Aufmerksamkeit auf seine Person ziehen will, hätte auch so ziemlich den Beruf verfehlt. Auf der anderen Seite ist Kunst auch immer eine Form der Kommunikation. Und mit der muss man sich beschäftigen, wenn man sie verstehen will. Man muss z.B. Duchamps Pissoir ("Fountain") nicht als Kunst begreifen, aber man kann es, wenn man sich damit auseinandersetzt. Ob man die Stolpersteine nun als Erinnerung, Mahnung oder als Kunst oder als alles zusammen begreift, ist die Sache jedes einzelnen. Aber sich über ein Projekt zu äußern, ohne sich mit dem Inhalt oder dem Künstler zu beschäftigen, ist schon gewagt.

ciao Rainman


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(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 01.04.2013 23:22 | nach oben springen

#26

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 01.04.2013 23:55
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Rainman2 im Beitrag #25
Zitat von EMW im Beitrag #23
Zitat von Rainman2 im Beitrag #22
Danke Thunderhorse!

Es geht in diesem Projekt eben nicht nur um die Steine. Es geht darum, dass auch die Biografien der Menschen, die einer systematischen Ermordung zum Opfer gefallen sind, erforscht und bewahrt werden. Es geht darum, Zeitzeugen oder ihre Nachkommen zu ermitteln. Es geht darum, Geschichte zu bewahren und erlebbar zu machen. Jeder Dreckskrieg hat seine Gedenksteine, Denkmäler und Kriegerhaine, über die man an allen Ecken und Enden stolpert. Aber die Ermordeten sollen sich gefälligst zurückhalten? Ich schließe mich Thunderhorse an: Informiert Euch erst mal über das Projekt.

ciao Rainman

DAs ist doch Quatsch!
Wenn ein mir liebr Mensch stirbt, würde ich ihm so sicher nicht gedenken. Es geht auch nicht darum, das man das Erinnnern an die Menschen bzw. an die damaligen Taten nicht möchte, sondern es ist die Art und Weise, wie das geschieht. Dazu muss ich mich auch um irgendwelche Projekte kaum informieren, denn den Anlass kenne ich sehr gut. Ich sehe hier blos, dass sich jemand mit seiner Kunst ein Denkmal setzt.

Naja, der Künstler, der sich mit seiner Kunst kein Denkmal setzen will, oder zumindest die Aufmerksamkeit auf seine Person ziehen will, hätte auch so ziemlich den Beruf verfehlt. Auf der anderen Seite ist Kunst auch immer eine Form der Kommunikation. Und mit der muss man sich beschäftigen, wenn man sie verstehen will. Man muss z.B. Duchamps Pissoir ("Fountain") nicht als Kunst begreifen, aber man kann es, wenn man sich damit auseinandersetzt. Ob man die Stolpersteine nun als Erinnerung, Mahnung oder als Kunst oder als alles zusammen begreift, ist die Sache jedes einzelnen. Aber sich über ein Projekt zu äußern, ohne sich mit dem Inhalt oder dem Künstler zu beschäftigen, ist schon gewagt.

ciao Rainman

Ich will es eben nicht begreifen. Wir haben genügend andere Methoden, derartige Nazi-Machenschaften (analog natürlich auch Schandtaten anderer Völker) zu ächten. Ich will mich nicht damit beschäftigen, ich nervt nur, das ich da tatsächlich schon öffters mal stolperte. Wenn man will, klar, da findet man für alles eine Erklärung, selbst für manche "Kunst".

Wenn man, abgesehen von obigen, Kunst als Form der Kommunikation verstehen will, okay. Dann hat aber manch ein Künstler nicht verstanden, was Kommunikation ist, wenn es eben nicht ankommt.


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#27

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 01.04.2013 23:59
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Ari@D187 im Beitrag #18
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #12
[...]
Außerdem werden jetzt auch immer öfter STOLPERSTEINE für 'Deserteure' und Zwangsarbeiter einbezogen.
Herzliche Grüße, Gunter D.[/i]

Ich begrüße das Verlegen von Stolpersteinen um den Opfern zu Gedenken und an früheres Leben in der jeweiligen Straße bzw. dem jeweiligen Stadtviertel zu erinnern.





Es wird aber sicher unterschiedliche Meinungen dazu geben, ob Stolpersteine für Deserteure angebracht sind.


Gruß
Ari







Ari, wie ist deine Meinung dazu?

Ich bin froh, dass die Soldaten des II WK, die nicht mehr mitmachen wollten oder einfach nicht mehr konnten in diesem Mord- und Totschlag Programm nicht mehr als "Vaterlandsverräter" oder "Kameradenschweine" gesehen werden. Ich finde es gut ihrer zu gedenken.


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#28

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 02.04.2013 00:00
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #22
Danke Thunderhorse!

Es geht in diesem Projekt eben nicht nur um die Steine. Es geht darum, dass auch die Biografien der Menschen, die einer systematischen Ermordung zum Opfer gefallen sind, erforscht und bewahrt werden. Es geht darum, Zeitzeugen oder ihre Nachkommen zu ermitteln. Es geht darum, Geschichte zu bewahren und erlebbar zu machen. Jeder Dreckskrieg hat seine Gedenksteine, Denkmäler und Kriegerhaine, über die man an allen Ecken und Enden stolpert. Aber die Ermordeten sollen sich gefälligst zurückhalten? Ich schließe mich Thunderhorse an: Informiert Euch erst mal über das Projekt.

ciao Rainman


wohl war !!! aber wie war das thema ???
ging es nicht hier um ahnungslose zeitgenossen die aus mangel an bildung und 'beschäftigung' denkmäler schänden ???
wer ist dafür in verantwortung !!!der staat??? meiner meinung JA !!!



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#29

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 02.04.2013 00:06
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von EMW im Beitrag #26
Zitat von Rainman2 im Beitrag #25
Zitat von EMW im Beitrag #23
Zitat von Rainman2 im Beitrag #22
Danke Thunderhorse!

Es geht in diesem Projekt eben nicht nur um die Steine. Es geht darum, dass auch die Biografien der Menschen, die einer systematischen Ermordung zum Opfer gefallen sind, erforscht und bewahrt werden. Es geht darum, Zeitzeugen oder ihre Nachkommen zu ermitteln. Es geht darum, Geschichte zu bewahren und erlebbar zu machen. Jeder Dreckskrieg hat seine Gedenksteine, Denkmäler und Kriegerhaine, über die man an allen Ecken und Enden stolpert. Aber die Ermordeten sollen sich gefälligst zurückhalten? Ich schließe mich Thunderhorse an: Informiert Euch erst mal über das Projekt.

ciao Rainman

DAs ist doch Quatsch!
Wenn ein mir liebr Mensch stirbt, würde ich ihm so sicher nicht gedenken. Es geht auch nicht darum, das man das Erinnnern an die Menschen bzw. an die damaligen Taten nicht möchte, sondern es ist die Art und Weise, wie das geschieht. Dazu muss ich mich auch um irgendwelche Projekte kaum informieren, denn den Anlass kenne ich sehr gut. Ich sehe hier blos, dass sich jemand mit seiner Kunst ein Denkmal setzt.

Naja, der Künstler, der sich mit seiner Kunst kein Denkmal setzen will, oder zumindest die Aufmerksamkeit auf seine Person ziehen will, hätte auch so ziemlich den Beruf verfehlt. Auf der anderen Seite ist Kunst auch immer eine Form der Kommunikation. Und mit der muss man sich beschäftigen, wenn man sie verstehen will. Man muss z.B. Duchamps Pissoir ("Fountain") nicht als Kunst begreifen, aber man kann es, wenn man sich damit auseinandersetzt. Ob man die Stolpersteine nun als Erinnerung, Mahnung oder als Kunst oder als alles zusammen begreift, ist die Sache jedes einzelnen. Aber sich über ein Projekt zu äußern, ohne sich mit dem Inhalt oder dem Künstler zu beschäftigen, ist schon gewagt.

ciao Rainman

Ich will es eben nicht begreifen. Wir haben genügend andere Methoden, derartige Nazi-Machenschaften (analog natürlich auch Schandtaten anderer Völker) zu ächten. Ich will mich nicht damit beschäftigen, ich nervt nur, das ich da tatsächlich schon öffters mal stolperte. Wenn man will, klar, da findet man für alles eine Erklärung, selbst für manche "Kunst".

Wenn man, abgesehen von obigen, Kunst als Form der Kommunikation verstehen will, okay. Dann hat aber manch ein Künstler nicht verstanden, was Kommunikation ist, wenn es eben nicht ankommt.







Sie wurden vielleicht mitten aus dem Alltag aus ihren Wohnungen gezerrt, wo sie ihr ganz normales Leben gelebt hatten, das wenige was sie mitnehmen durften, wurde ihnen später weggenommen, dann auch das Leben.

Vielleicht war es sogar ihre eigene Wohnung, ihr eigenes Haus gewesen? Auf jeden Fall ihr Zuhause.

An dessen Haustür nach ihrer Deportation schnell ihr Name am Klingelschild abmontiert wurde, in dessen Möbeln sich dann „Volksdeutsche“ einrichteten.

Die Nachbarn haben nichts mitbekommen, die Nachbarschaft wusste von nichts.

Sie wurden Allem beraubt, sogar ihrer Identität. Sie wurden „Namenlose“ die mit einer eintätowierten Nummer im Arm ermordet wurden.

Jetzt gibt es einige Häuser vor denen ihre Namen geschrieben stehen, und ihr Geburts- und sofern möglich – ihr Todesdatum.

Sie sagen: diese Menschen haben hier in diesem Haus gelebt, geliebt, gearbeitet, vielleicht jahrzehntelang.

In dieser Straße haben sie eingekauft, die Kinder sind auf ihr zur Schule gegangen.

Ihr Leben und ihr Tod gehört zur Geschichte dieses Hauses, dieser Straße, dieses Viertels - zu seiner Identität - der Identität, die man ihnen zuvor genommen hatte.

Und zu der unseren, das sagen für mich diese Steine.





Es geht auch nicht darum, das man das Erinnnern an die Menschen bzw. an die damaligen Taten nicht möchte, sondern es ist die Art und Weise, wie das geschieht.



Wie würdest du das Erinnern denn gestalten wollen? Es gibt bestimmt auch noch andere Möglichkeiten.


Rainman2 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#30

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 02.04.2013 00:07
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von EMW im Beitrag #26
Zitat von Rainman2 im Beitrag #25
Zitat von EMW im Beitrag #23
Zitat von Rainman2 im Beitrag #22
Danke Thunderhorse!

Es geht in diesem Projekt eben nicht nur um die Steine. Es geht darum, dass auch die Biografien der Menschen, die einer systematischen Ermordung zum Opfer gefallen sind, erforscht und bewahrt werden. Es geht darum, Zeitzeugen oder ihre Nachkommen zu ermitteln. Es geht darum, Geschichte zu bewahren und erlebbar zu machen. Jeder Dreckskrieg hat seine Gedenksteine, Denkmäler und Kriegerhaine, über die man an allen Ecken und Enden stolpert. Aber die Ermordeten sollen sich gefälligst zurückhalten? Ich schließe mich Thunderhorse an: Informiert Euch erst mal über das Projekt.

ciao Rainman

DAs ist doch Quatsch!
Wenn ein mir liebr Mensch stirbt, würde ich ihm so sicher nicht gedenken. Es geht auch nicht darum, das man das Erinnnern an die Menschen bzw. an die damaligen Taten nicht möchte, sondern es ist die Art und Weise, wie das geschieht. Dazu muss ich mich auch um irgendwelche Projekte kaum informieren, denn den Anlass kenne ich sehr gut. Ich sehe hier blos, dass sich jemand mit seiner Kunst ein Denkmal setzt.

Naja, der Künstler, der sich mit seiner Kunst kein Denkmal setzen will, oder zumindest die Aufmerksamkeit auf seine Person ziehen will, hätte auch so ziemlich den Beruf verfehlt. Auf der anderen Seite ist Kunst auch immer eine Form der Kommunikation. Und mit der muss man sich beschäftigen, wenn man sie verstehen will. Man muss z.B. Duchamps Pissoir ("Fountain") nicht als Kunst begreifen, aber man kann es, wenn man sich damit auseinandersetzt. Ob man die Stolpersteine nun als Erinnerung, Mahnung oder als Kunst oder als alles zusammen begreift, ist die Sache jedes einzelnen. Aber sich über ein Projekt zu äußern, ohne sich mit dem Inhalt oder dem Künstler zu beschäftigen, ist schon gewagt.

ciao Rainman

Ich will es eben nicht begreifen. Wir haben genügend andere Methoden, derartige Nazi-Machenschaften (analog natürlich auch Schandtaten anderer Völker) zu ächten. Ich will mich nicht damit beschäftigen, ich nervt nur, das ich da tatsächlich schon öffters mal stolperte. Wenn man will, klar, da findet man für alles eine Erklärung, selbst für manche "Kunst".

Wenn man, abgesehen von obigen, Kunst als Form der Kommunikation verstehen will, okay. Dann hat aber manch ein Künstler nicht verstanden, was Kommunikation ist, wenn es eben nicht ankommt.



Ja dann lass es eben.


Der Künstler will übrigens mit seinem Projekt an die Opfer erinnern und nicht ächten.
Lies dich mal auf der Webside ein oder lass es, da Du es ja eh nicht begreifen willst.

Bei manchen Aktion Stolpersteine (auf den Steinen sind Daten eingearbeitet) waren Angehörige der Opfer mit dabei, die dafür teils lange Anreisen auf sich genommen haben.
Für diese ein Zeichen, dass Ihre Angehörigen nicht vergessen sind.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#31

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 02.04.2013 00:08
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #28
Zitat von Rainman2 im Beitrag #22
Danke Thunderhorse!

Es geht in diesem Projekt eben nicht nur um die Steine. Es geht darum, dass auch die Biografien der Menschen, die einer systematischen Ermordung zum Opfer gefallen sind, erforscht und bewahrt werden. Es geht darum, Zeitzeugen oder ihre Nachkommen zu ermitteln. Es geht darum, Geschichte zu bewahren und erlebbar zu machen. Jeder Dreckskrieg hat seine Gedenksteine, Denkmäler und Kriegerhaine, über die man an allen Ecken und Enden stolpert. Aber die Ermordeten sollen sich gefälligst zurückhalten? Ich schließe mich Thunderhorse an: Informiert Euch erst mal über das Projekt.

ciao Rainman


wohl war !!! aber wie war das thema ???
ging es nicht hier um ahnungslose zeitgenossen die aus mangel an bildung und 'beschäftigung' denkmäler schänden ???
wer ist dafür in verantwortung !!!der staat??? meiner meinung JA !!!



Wir Alle!!

Für manchen ist es natürlich leichter, die Verantwortung auf andere abzuwälzen bzw. sich aus dieser zu verdrücken.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 02.04.2013 00:11 | nach oben springen

#32

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 02.04.2013 00:09
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #12
Um dem Ganzen ein Ende zu setzen...ich habe gestern Herrn Demnig geschrieben und diese Antwort habe ich erhalten:

Hallo gerade aus Berlin und Sorry,
Die meisten STOLPERSTEINE sind für Jüdische Opfer verlegt - es waren nunmal die meisten.
Aber z.B. in Köln liegen STOLPERSTEINE für alle Politischen Opfer und alle Homosexuellen.
In HH liegen auch vor dem Rathaus die Steine für die KP-Leute.
In Berlin habe ich gerade mehrere Politische verlegt.
Außerdem werden jetzt auch immer öfter STOLPERSTEINE für 'Deserteure' und Zwangsarbeiter einbezogen.
Herzliche Grüße, Gunter Demnig





Andrea, ich finde es erste Sahne, dass du dem Initiator der Stolpersteine mal gleich ne Mail geschickt hast und er so prompt geantwortet hat!!!


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#33

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 02.04.2013 00:12
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #31
Zitat von frank im Beitrag #28
Zitat von Rainman2 im Beitrag #22
Danke Thunderhorse!

Es geht in diesem Projekt eben nicht nur um die Steine. Es geht darum, dass auch die Biografien der Menschen, die einer systematischen Ermordung zum Opfer gefallen sind, erforscht und bewahrt werden. Es geht darum, Zeitzeugen oder ihre Nachkommen zu ermitteln. Es geht darum, Geschichte zu bewahren und erlebbar zu machen. Jeder Dreckskrieg hat seine Gedenksteine, Denkmäler und Kriegerhaine, über die man an allen Ecken und Enden stolpert. Aber die Ermordeten sollen sich gefälligst zurückhalten? Ich schließe mich Thunderhorse an: Informiert Euch erst mal über das Projekt.

ciao Rainman


wohl war !!! aber wie war das thema ???
ging es nicht hier um ahnungslose zeitgenossen die aus mangel an bildung und 'beschäftigung' denkmäler schänden ???
wer ist dafür in verantwortung !!!der staat??? meiner meinung JA !!!



[b]Wir ALLE.[/b]


wen du in diesem land ein lehramt ausführst kannst du das gern auf deine kappe nehmen ! ich ziehe mir den schuh nicht an !!!



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#34

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 02.04.2013 00:20
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #31
Zitat von frank im Beitrag #28
Zitat von Rainman2 im Beitrag #22
Danke Thunderhorse!

Es geht in diesem Projekt eben nicht nur um die Steine. Es geht darum, dass auch die Biografien der Menschen, die einer systematischen Ermordung zum Opfer gefallen sind, erforscht und bewahrt werden. Es geht darum, Zeitzeugen oder ihre Nachkommen zu ermitteln. Es geht darum, Geschichte zu bewahren und erlebbar zu machen. Jeder Dreckskrieg hat seine Gedenksteine, Denkmäler und Kriegerhaine, über die man an allen Ecken und Enden stolpert. Aber die Ermordeten sollen sich gefälligst zurückhalten? Ich schließe mich Thunderhorse an: Informiert Euch erst mal über das Projekt.

ciao Rainman


wohl war !!! aber wie war das thema ???
ging es nicht hier um ahnungslose zeitgenossen die aus mangel an bildung und 'beschäftigung' denkmäler schänden ???
wer ist dafür in verantwortung !!!der staat??? meiner meinung JA !!!



Wir Alle!!

Für manchen ist es natürlich leichter, die Verantwortung auf andere abzuwälzen bzw. sich aus dieser zu verdrücken.


ach so , jetzt soll auch noch der kleine gepeinigte und ausgebeutete steuerzahler selbst dafür verantwortlich gemacht werden und selber für seine eigenen 'dummheit' bezahlen ? na ja , eben kapitalismus , aber ein sehr naives denken !!!



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#35

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 02.04.2013 00:41
von Zaunkönig | 624 Beiträge

Der Gedanke bei den Stolpersteinen war auch, dass jemand der die Daten auf diesem lesen will, den Kopf senken muss. Damit verbeugt er sich vor dem auf diesem Stein erwähnten Menschen. Ist doch auch keine ganz so schlechte Idee des Urhebers der Stolpersteine.
Peter, der Zaunkönig der sich auch schon vor einigen Steinen verbeugt hat.


März 1959 bis Mai 1962 an der Grenze in Berlin vom Norden bis an die Stresemannstraße
zuletzt bearbeitet 02.04.2013 00:42 | nach oben springen

#36

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 02.04.2013 06:49
von Gelöschtes Mitglied
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Ich weiss nicht, typisch Deutsch.

Ist der Gehweg uneben und man Stürzt, verklagt er die Gemeinde. Und hier werden dann sogar vorsätzlich "Stolpersteine" gelegt. Demnäst wohl auch "Nachdenk-Schlaglöcher" an möglichst Unfaööträcjtigen Strassen. Ich finde es Quark und viele Landslaute auch. Es finden seltsamerweise nur einige Interlektuelle gut und ein paar Leute, die diesen zugetan sind. Es wird meistens beschlossen, ohne dass der geneigte Bürger dagegen sein kann. Würde es eine Befragung geben ohne namensnennung, wären die Stolpersteine nicht da.

Und man mag nun sagen, das Stolpern bringt einen zum nachzudenken und das Lesen der Inschriften bringt jemanden dazu, das Haupt vor den Bedachten zu heben. Aber die selbst Nachfahren wissen, man senkt das Haupt nicht aus Ehrfurcht, sondern weil man es sonst nicht lesen kann.

Man koennte auch argurmentieren, man tritt die Würde der Verfolgten mit Füssen!


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#37

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 02.04.2013 07:34
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Knobloch sieht Opfer "mit Füßen getreten"

Schärfste Kritikerin der Stolpersteine dürfte Charlotte Knobloch sein, die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. "Sprichwörtlich mit Füßen getreten" werde das Andenken von Menschen, die Verfolgung und Entwürdigung erlebt hätten, sagte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München im vergangenen Jahr.
http://www.zentralratdjuden.de/de/article/2626.html


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#38

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 02.04.2013 09:43
von eisenringtheo | 9.165 Beiträge

Zitat von EMW im Beitrag #36
Ich weiss nicht, typisch Deutsch. (...)


Ja auch das!!! Das Finanzamt..
http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/s...cle1206556.html
Theo


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#39

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 02.04.2013 09:47
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von EMW im Beitrag #36
[...]Ist der Gehweg uneben und man Stürzt, verklagt er die Gemeinde. Und hier werden dann sogar vorsätzlich "Stolpersteine" gelegt.[...]

Das Wort stolpern ist im Zusammenhang mit den Steinen eher sinnbildlich zu verstehen. Die "Stolpersteine", welche ich bisher gesehen habe waren zumindest sauber in einer Höhe mit dem übrigen Pflaster verlegt.

Gruß
Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
zuletzt bearbeitet 02.04.2013 09:48 | nach oben springen

#40

RE: Berlin - Stolpersteine geschwärzt

in Themen vom Tage 02.04.2013 10:06
von eisenringtheo | 9.165 Beiträge

Zitat von Ari@D187 im Beitrag #39
Zitat von EMW im Beitrag #36
[...]Ist der Gehweg uneben und man Stürzt, verklagt er die Gemeinde. Und hier werden dann sogar vorsätzlich "Stolpersteine" gelegt.[...]

Das Wort stolpern ist im Zusammenhang mit den Steinen eher sinnbildlich zu verstehen. (...)

Gruß
Ari


So sehe ich das auch. Man stolpert sozusagen über Einzelschicksale. Die Opfer sollen nicht mehr nur als anonyme Massen in Viehwaggons, KZ und in Öfen wahrgenommen werden, sondern als Einzelpersonen, die unter uns gewohnt und gelebt haben.
Theo


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