#1

"Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 09:40
von utkieker | 2.915 Beiträge

Eines der Höhepunkte bei der Ausbildung war zweifellos der Härtetest. In diesen Zusammehang ist jedoch vieles in Vergessenheit geraten. Wie lang war der Marsch und wieviel km davon als Eilmarsch bzw. unter Schutzmaske? Am Ende des Härtetestes stand die Überwindung der Sturmbahn. Ich glaube mich erinnern zu können, daß der Härtetest mit der Auslösung von Gefechtsalarm begann. Aber hatten wir wirklich die komplette Sturmausrüstung beim Marsch dabei? TSM war ja klar und ich meine wir hatten auch den Stahlhelm auf'n Nischel, aber Teil 1/ 2 und Jumborolle?
Am Tag unseres Härtetestes war es ziemlich heiß. Dafür wurde uns Marscherleichterung zugestanden, d. h. wir durften die Ärmel unserer FDU hochkrempeln. Nach dem Härtetest wurde uns Ausgang in Aussicht gestellt. Aber Vorsicht(!) der Ausgang nach einer harten körperlichen Anstrengung konnte auch zum Härtetest werden ...... Von den Blasen an den Hacken mal ganz zu schweigen!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#2

RE: "Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 09:54
von Uffz_0-H1 | 28 Beiträge

Ich glaub, der Marsch waren um die 20 km. Wie lange davon unter Vollschutz - ich weiß es nicht mehr. Aber es war eine gefühlte Ewigkeit. Und die Ausbilder waren permanent am Treiben. Zum Abschluss gabs 'ne kalte Suppe, die Klamotten waren klatschnass durchgeschwitzt und die Füße voller Blasen. Aber Teil 1+2 waren schon dabei.

0-H1



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#3

RE: "Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 09:57
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Unter Vollschutz warn es nach meiner Erinnerung ca. 5-7 Kilometerchen, da kocht schon das Wasser im Arsch.
Mein alter Herr ist dazumal in Rußland bei Gewaltmärschen 50km marschiert, war so das Tagessoll, also kein Test sondern tägliche Härte.
Unsere "Hartheit" war da ein Spaß.


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zuletzt bearbeitet 30.03.2013 10:06 | nach oben springen

#4

RE: "Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 10:10
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Der erste "Härtetest" war die Beendigung der "Grund-Grundausbildung". Ausgerechnet da mußte ich meine neuen Stiefel anziehen, weil die Alten kaputt waren. Eine Riesenblase, wegen der ich sogar zwei Wochen im Med-Punkt gelegen hatte. Zwei Ärzte stritten sich über die Therapiemethode. Der eine wollte es auf die feuchte Tour, also mit Salben und so, immer schön abgedeckt, die Andere auf die trockene, also Wund offen und Puder.
Der eigentliche Härtetest war dann mit Geschütz (82mm-GW). Man wollte uns, so die Formulierung damals, an´s "Ende der physischen Leistungsgrenze" führen. Die Übung dauerte zwei Tage. Regen, sacknass, unter der Plane in einem Erdloch auf Reisig versucht eine Mütze Schlaf zu bekommen. Nichts zu Essen, nur was zu trinken. Am nächsten Tag unsere "Atomverpflegung" aufmachen müssen (mußte wohl weg wegen dem Ablaufdatum). Immer den Werfer mit uns rumschleppen. Einer das Zweibein mit Optik(das war ich), einer die Bodenplatte und einer das Rohr. Munikisten wurden separat transportiert. Dabei ging es über eine quadratkilometer weit überschwemmte Wiese. und das alles im Winterhalbjahr, ich denke, so März/April 67 muß das gewesen sein Die Stiefel voll. Naja, wir haben´s überstanden. Um so erholsamer war dann der Grenzdienst.



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#5

RE: "Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 10:14
von Duck | 1.741 Beiträge

Also einen richtigen Härtetest gab es bei uns nicht mehr ( Eisenach 8/88 - 10/88). Wir hatten einmal einen "Gefechtsalarm" im GAR da ging es zum schießen und danach ein ca. 10 km Marsch, der kurze Zeit auch unter Schutz ( bei uns nur der Schnuffi) marschiert wurde.
Bei der Sturmbahn mussten unabhängig vom Marsch, erstmalig alle rüber ohne "Ausrüstung" nur mit Holzgewehr. Die besten aus diesen Test, durften dann um das Bestenabzeichen kämpfen.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#6

RE: "Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 10:22
von bendix | 2.642 Beiträge

Unser Härtetest fand in Germendorf statt,14km (im Kreis)soweit ich mich erinnere....ein paar km davon unter Vollschutz
mit"Misthaufen-Einlage" und Tiefflieger von links.....Sturmbahn fiehl aus wegen weis nicht mehr...lang ist es her...gottseidank

Gruß bendix


Das Zufriedene ist leise,das Unzufriedene ist laut.
Gefreiter der Grenztruppen -1980 GAR 40 Oranienburg/Falkensee-GR 34 Groß-Glienicke 1981-1982
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#7

RE: "Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 11:35
von silberfuchs60 | 1.458 Beiträge

Ich kann mich nur an den Härtetest an der U-Schule in Perleberg erinnern.
Es gab Gefechtsalarm und dann gings zum Schießplatz, glaube bis dahin waren 9km.
Ich hatte volle Montur und als 1.RPG-Schütze "durfte" ich mich mit der Kaschi + Munitasche RPG mit 2 Geschossen + RPG auf dem Rücken und Makarov in der linken Brustinnentasche verstaut.
Unterwegs kam Kommando Gas...Schnuffi auf und weiter im Schnellschritt und dann ab ins Zelt mit Gas.Sah neblig aus.
Da zeigte sich wer an der Membran " rumgespielt" hatte, die fingen an mit husten.
Ich glaube , geschossen wurde auch noch auf dem Schießplatz...mit Schnuffi!??
Dann wieder ins Objekt zurück mit kleinen Blessuren , wie Blasen...und satt durchgeschwitzt.
Auf Toilette eine Rauchen und setze mich auf den Rippenheizkörper und sprang ganz schnell auf...denn ich hatte mir einen " Wolf " gelaufen.


xxx
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#8

RE: "Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 11:41
von Mike59 | 7.945 Beiträge

Thema u.a. Härtekomplex.

Sportanforderungen in Ost und West?


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#9

RE: "Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 11:49
von derpae.der99 | 107 Beiträge
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#10

RE: "Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 11:54
von Mholzmichel | 381 Beiträge

Bei uns warn`s 30 km in Verbindung beim Feldlager. Rütnik oder Streganz weiß nicht mehr.
Mit Maske knapp die Hälfte der Kilometer.
Aussortiert wurden bei uns die "Dicken", die brauchten nicht mitmachen. Grundvoraussetzung war Kondition, benutzte Socken und eine halb volle Blase.
Anstrengend war es aber wenn man es geschafft hatte erfüllte es einen doch mit einem gewissen Stolz, auch das geschafft zu haben.


EK 81/2
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#11

RE: "Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 11:54
von Annakin | 526 Beiträge

Also folgendes ist mir noch in Erinnerung
September 83 in Perleberg

1. Gymnastik mit und ohne Panzerkettenglieder.
2. Rennen in Uniform 1500 M
3. Eilmarsch ca.12 Kilometer,davon 7 unter Schutzmaske.
4. als letztes laufen Wintersturmbahn.


Gruß Annakin


_____________________________________________________________________________________________________________
Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, mache ihn zum Verbündeten.
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#12

RE: "Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 13:02
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Hallo Annakin,

das kommt der Sache schon recht nahe und kann durchaus auch die Variante in Perleberg gewesen sein. Da ich zwischen 1979 und 1983 mehrere Härtetests mitgemacht habe, ist meine Erinnerung auch noch recht brauchbar. Irgendwo habe ich auch noch eine Fotoserie von meinem letzten Härtetest als Leutnant 1983 an der Militärpolitischen Hochschule in Berlin-Grünau - aber wo?

Der Härtetest war eine Kollektivnormabnahme.
1. Kraftgymnastik (Panzerkettenglieder, Hanteln - je nachdem, was da war und Gewicht hatte)
2. 1000-Meter-Lauf mit Norm 5 Minuten (in Felddienstuniform mit Stiefeln ohne Stahlhelm, Ausrüstung, Bewaffnung)
3. 15-Kilometer-Leistungsmarsch mit mindestens 5 km unter Schutzmaske und Kollektivnorm 2h 30min (Offiziershochschule 2h 15min)
4. Wintersturmbahn als Kollektivnorm (man konnte sich also gegenseitig helfen) die Zeit wurde beim Letzten gestoppt (Zeit weiß ich nicht mehr).

Es durfte niemand "mitgeschleift" werden. 5 % Ausfall (einer pro Zug) führte noch nicht zur Herabsetzung der Benotung. Wenn die Ausfallrate höher war, gab es Abzug (weiß aber nicht mehr nach welchem Schema). Als Ausfall galt jeder, der zwischen Beginn der Kraftgymnastik und Ende der Sturmbahn aus dem Rennen musste. An einen Marsch mit Teil1 und Teil2 kann ich mich nicht erinnern. Da der Härtetest Bestandteil der MKE- und nicht der Taktikausbildung war, wäre das Mitführen des Sturmgepäcks auch ungewöhnlich gewesen. Dass es außerhalb von Härtetests noch Leistungsmärsche gab, bei denen auch das Sturmgepäck mitgeführt wurde, steht auf einem anderen Blatt.

Wir haben übrigens 1983 einen von uns mitgeschleift. Als der Marsch zu Ende war, kam ihm Blut aus den Knickstellen am Fuß des Stiefels. Da musste er raus. Über die Sturmbahn konnten wir ihn nicht schleppen. Ich musste, da ich sicher an der Eskaladierwand war, immer den anderen drüber helfen. Danach waren die Armmuskeln wie Pudding. Aber nach mir wurde dann die Zeit gestoppt, da man nach der Eskaladierwand keine Hilfestellung mehr brauchte und ein Überholen nicht ging. Also beim Sprint zurück, 200 Meter unter Schutzmaske, musste ich dann noch die entscheidenden Sekunden holen. Klappte zwar, war aber Sch*** nachdem man die Gesamtbelastung schon in den Knochen hatte.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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zuletzt bearbeitet 30.03.2013 13:03 | nach oben springen

#13

RE: "Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 15:31
von EK82I | 869 Beiträge

Bei uns in Potsdam gings raus ins Gelände mit den schon angeführten Einlagen.Der Marsch dann zurück ins Objekt,ein kleines stück noch durch bewohntes Gebiet.Helfen unterwegs war schon angesagt. Mal die Knarre übernehmen oder unterfassen.Die Sturmbahn zum Abschluss ging dann nur noch gemeinsam.Dar begleitende LO brauchte auch keinen einsammeln.Eine Tortour war es aber allemal.
Ging heute bestimmt nicht mehr,jedenfalls bei mir.


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#14

RE: "Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 15:44
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von Annakin im Beitrag #11
Also folgendes ist mir noch in Erinnerung
September 83 in Perleberg

1. Gymnastik mit und ohne Panzerkettenglieder.
2. Rennen in Uniform 1500 M
3. Eilmarsch ca.12 Kilometer,davon 7 unter Schutzmaske.
4. als letztes laufen Wintersturmbahn.


Gruß Annakin


Hallo Annakin, welche Elemente wurden eigentlich in der Wintersturmbahn gegen über der Sommersturmbahn ausgelassen?


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#15

RE: "Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 15:55
von Mike59 | 7.945 Beiträge

Zitat von Duck im Beitrag #14
Zitat von Annakin im Beitrag #11
Also folgendes ist mir noch in Erinnerung
September 83 in Perleberg

1. Gymnastik mit und ohne Panzerkettenglieder.
2. Rennen in Uniform 1500 M
3. Eilmarsch ca.12 Kilometer,davon 7 unter Schutzmaske.
4. als letztes laufen Wintersturmbahn.


Gruß Annakin


Hallo Annakin, welche Elemente wurden eigentlich in der Wintersturmbahn gegen über der Sommersturmbahn ausgelassen?

Wintersturmbahn? WIMRE ohne Fuchsbau und Häuserwand nur unteres Fenster. Die Betonringe sind wohl auch im Winter entfallen.


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zuletzt bearbeitet 30.03.2013 15:57 | nach oben springen

#16

RE: "Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 17:58
von SCORN | 1.455 Beiträge

Härtetest ist Härtetest, als Highlight würde ich ihn nicht bezeichnen, zumindest in einigen Marine Einheiten wurde er noch getoppt! Ich denke da nur an KSK18 oder Stichwort Schiffsgefechtsübung , oder Kampfanzug See schwimmen in offenener See bei den fahrenden Einheiten ! Aber da dies ein eher "Landorientertes" Forum ist möchte ich nicht ins Detail gehen! Der allgemeine Härtetest musste von jeder Besatzung einmal im halben Jahr durchgezogen und bestanden werden. Ob Marine oder nicht, da waren wir auch zu Fuß unterwegs!


zuletzt bearbeitet 30.03.2013 18:02 | nach oben springen

#17

RE: "Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 20:07
von Annakin | 526 Beiträge

Zitat von Duck im Beitrag #14
Zitat von Annakin im Beitrag #11
Also folgendes ist mir noch in Erinnerung
September 83 in Perleberg

1. Gymnastik mit und ohne Panzerkettenglieder.
2. Rennen in Uniform 1500 M
3. Eilmarsch ca.12 Kilometer,davon 7 unter Schutzmaske.
4. als letztes laufen Wintersturmbahn.


Gruß Annakin


Hallo Annakin, welche Elemente wurden eigentlich in der Wintersturmbahn gegen über der Sommersturmbahn ausgelassen?



Hallo Duck

Mike hat Deine Frage schon beantwortet. Will dazu noch etwas ergänzen,das Robben erstes Element fiel weg. In Perleberg so glaube ich mich zu erinnern waren kniehohe Palisaden installiert wo man im Winter nur drüber steigen brauchte. Der Graben fiel auch weg,E -wand weiß ich nicht mehr genau,ebenso die Wippe als letztes Element. Das müssten alle gewesen sein.



Gruß Annakin


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#18

RE: "Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 21:08
von Schmiernippel | 244 Beiträge

Bei uns nannte sich dieser Härtetest Ende Mai 1969 GT 19. An alles kann ich mich nicht mehr erinnern. Gegen 23.00 Uhr gab es Gefechtsalarm und Raustreten mit der gesamten Ausrüstung (ich glaube Teil I, Schutzausrüstung, Kaschi, Stahlhelm, Feldspaten, usw.) Ging wie gesagt über 19 Stunden. Einlagen wie gehabt auf einer Strecke von 30km (Tiefflieger, Schützenloch graben, Nahkampf, Marsch unter Schutzmaske und eine Strecke auch mit Jumbo, diverse Hindernisse überwinden und zum Schluss Sturmbahn auf dem Heimweg kurz vor dem Objekt. Genau erinnern kann ich mich, dass es den ganzen Tag permanent regnete oder in Abwechslung nieselte. Alles die ganze Zeit über klitschnass. Als wir die 19 Stunden Schinderei geschafft hatten, musste die Kaschi noch gereinigt werden. Dann ein Anblick, den ich nie vergessen werde: Als wir die Felddienst auszogen, waren die langen Unterhosen rot bis in Höhe der Knien. Die Erklärung dafür war einfach. Die aufgegangenen Blasen an den Füssen bluteten und da das Unterzeug nass war, wurde das Blutwasser im Gewebe hochgezogen. Kein schöner Anblick.
Im Großen und Ganzen waren wir aber doch stolz, das alles bewältigt zu haben. Die meisten von uns waren ja keine Sportskanonen und waren so etwas nicht gewöhnt.
Gruß Schmiernippel



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#19

RE: "Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 21:16
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Nun habe ich hier gelesen, dass z.B. 'Dicke' in manchen Kompanien sich nicht beteiligen mussten, aber eine Erfolgsquote als Ziel gesetzt wurde. Meine Frage: Wie habt ihr das untereinander gehändelt? Wurde da auch mal ein Kamerad unter Druck gesetzt oder war euch die Benotung letztendlich egal.


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#20

RE: "Highlight" der Ausbildung - Härtetest

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 30.03.2013 21:32
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Duck im Beitrag #5
Also einen richtigen Härtetest gab es bei uns nicht mehr ( Eisenach 8/88 - 10/88). Wir hatten einmal einen "Gefechtsalarm" im GAR da ging es zum schießen und danach ein ca. 10 km Marsch, der kurze Zeit auch unter Schutz ( bei uns nur der Schnuffi) marschiert wurde.
Bei der Sturmbahn mussten unabhängig vom Marsch, erstmalig alle rüber ohne "Ausrüstung" nur mit Holzgewehr.
Die besten aus diesen Test, durften dann um das Bestenabzeichen kämpfen.


Wurde da eine Kratzerplatte in die Mitte geworfen?


zuletzt bearbeitet 30.03.2013 21:33 | nach oben springen



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