#541

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 12.08.2014 11:28
von Gelöschtes Mitglied
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Da steht auch was von Devisen die NK so einnimmt, jedoch nicht das es pro Kind noch ordentlich draufzahlt. Ok das nimmt man für die Werbung wohl gerne in Kauf, die DDR bot ja auch Ferienlager für die ausgebeuteten Arbeiterkinder der BRD an. Trotzdem steht nichts zur Anmeldung an sich und mit An- und Abreise über Peking bin ich sicher schnell bei 2200€ und dafür kann ich auch mit der ganzen Familie wohl auch woanders Urlaub machen.


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#542

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 12.08.2014 12:52
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von Sicherheitsrisiko im Beitrag #541
Da steht auch was von Devisen die NK so einnimmt, jedoch nicht das es pro Kind noch ordentlich draufzahlt. Ok das nimmt man für die Werbung wohl gerne in Kauf, die DDR bot ja auch Ferienlager für die ausgebeuteten Arbeiterkinder der BRD an. Trotzdem steht nichts zur Anmeldung an sich und mit An- und Abreise über Peking bin ich sicher schnell bei 2200€ und dafür kann ich auch mit der ganzen Familie wohl auch woanders Urlaub machen.

Wieviel zahlt die DPRK denn für jedes Kind noch drauf?

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#543

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 12.08.2014 13:07
von Gelöschtes Mitglied
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In der Bildergalerie von n-tv.de steht leider nur "Der Aufenthalt jedes ausländischen Kindes wird stark vom Staat subventioniert", aber wenn ich mir die Anlage ansehe dann weiß man schon das 200€ da nicht Kostendeckend sind.

http://n-tv.de/mediathek/bilderserien/po...le13382386.html


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#544

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 12.08.2014 13:13
von DirkUK | 298 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #542
Zitat von Sicherheitsrisiko im Beitrag #541
Da steht auch was von Devisen die NK so einnimmt, jedoch nicht das es pro Kind noch ordentlich draufzahlt. Ok das nimmt man für die Werbung wohl gerne in Kauf, die DDR bot ja auch Ferienlager für die ausgebeuteten Arbeiterkinder der BRD an. Trotzdem steht nichts zur Anmeldung an sich und mit An- und Abreise über Peking bin ich sicher schnell bei 2200€ und dafür kann ich auch mit der ganzen Familie wohl auch woanders Urlaub machen.

Wieviel zahlt die DPRK denn für jedes Kind noch drauf?

cheers matloh

Mindestens ein Nordkoreaner der nichts zu essen hat und verhungert.


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#545

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 14.08.2014 11:31
von eisenringtheo | 9.177 Beiträge

Zitat von Sicherheitsrisiko im Beitrag #543
In der Bildergalerie von n-tv.de steht leider nur "Der Aufenthalt jedes ausländischen Kindes wird stark vom Staat subventioniert", aber wenn ich mir die Anlage ansehe dann weiß man schon das 200€ da nicht Kostendeckend sind.

http://n-tv.de/mediathek/bilderserien/po...le13382386.html


Auf jeden Fall sollte man den Kleinen eine Taschenlampe und genügend Batterien mitgeben. Rundumbetreuung wohl wie bei Erwachsenen..
Reisebüro Interkonsult....
http://www.koreakonsult.com/visum-villkor_ger.html
(...)Digitale Fotoapparate und Videokameras kann man problemlos einführen. Normalerweise darf man das meiste fotografieren (es gibt jedoch einige Verbote: Aufnahmen von Militärs, militärischen Anlagen, "Armut")
(...)
Es ist nicht erlaubt, das Hotel auf eigene Faust zu verlassen. Allerdings können Sie immer den Reiseleiter fragen, wenn Sie etwas Bestimmtes in Pjöngjang sehen wollen. In diesem Fall wird sich der Reiseleiter meistens (womöglich) bemühen, Ihnen zu helfen, auch wenn dies natürlich in Begleitung des Reiseleiters geschieht.
In Nordkorea beträgt die Spannung 220 Volt, die Frequenz 50 Hz. Steckdosen entsprechen der deutschen Norm. Strom zum Aufladen von Akkus ist im Hotel verfügbar. Die Energieversorgung im Hotel ist immer sichergestellt, aber es kann im restlichen Lande zu Engpässen kommen. Es wird empfohlen, in diesem Zusammenhang eine Taschenlampe mitzunehmen.
Mobiltelephone: Ausländer dürfen jetzt ihr Handy während des ganzen Aufenthaltes in Nordkorea behalten. Laptops, MP3-Spieler und E-book readers sind erlaubt.
Ausländische Medien sind in Nordkorea nicht erhältlich. In den Hotels in Pjöngjang kann man jedoch Fernsehsender wie BBC empfangen. Internetverbindungen stehen Touristen normalerweise nicht zur Verfügung.
Falls Sie mit einer grösseren Gruppe reisen, können Teile Ihrer Tour von einem nordkoreanischen Kameramann gefilmt werden. Dieser Kameramann wird die Gruppe während der Tour begleiten. Sie können auch bei ihm eine DVD/Video CD nach der Tour als Erinnerung kaufen. Es kostet ca. 40 Euro und der Film ist normalerweise sehr gut gemacht. Also, mit anderen Worten, der Kauf lohnt sich.

(Fett Hervorhebung durch mich.
Theo


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#546

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 16.08.2014 23:28
von eisenringtheo | 9.177 Beiträge

Enter Pyong Yang, Videoanimation

Theo


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#547

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 17.08.2014 07:53
von Harsberg | 3.248 Beiträge

North Korea Undercover Documentary 2013 (FULL)


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#548

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 17.08.2014 08:17
von Pit 59 | 10.152 Beiträge

Auch so ein Land in dem ich nicht ums Verrecken Leben möchte.


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#549

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 17.08.2014 09:11
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #548
Auch so ein Land in dem ich nicht ums Verrecken Leben möchte.


Das lässt sich leicht sagen, da Du Vergleichsmöglichkeiten hast. Wenn Du aber in einem rigoros und hermetisch abgeschlossenen Land lebst und keinen Zugang zu anderen (ich schreibe bewusst nicht "unabhängigen") Quellen hast, prägt das, was Du täglich hörst und siehst bzw. was Dir vorgesetzt wird, Dein Bild.

Ich kann mich jedenfalls an Berichte von Journalisten erinnern, die ihren "Betreuern" (Bewachern wäre der vielleicht treffendere Begriff) kurz entwischen konnten und Menschen außerhalb des Besuchsprotokolls interviewt haben. Dort wurde unisono behauptet, man sei glücklich, in einem der fortschrittlichsten Länder der Welt zu leben. Ob das die wahre Meinung war oder aus Angst vor Repressalien gesagt wurde, wissen wohl nur die Befragten selber.


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#550

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 17.08.2014 10:37
von passport | 2.638 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #548
Auch so ein Land in dem ich nicht ums Verrecken Leben möchte.



Musste Du doch auch nicht @Pit 59

Oder möchtest Du auf Thüringer Rostbratwürste und Rostbrätel verzichten






passport


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#551

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 17.08.2014 11:30
von Barbara (gelöscht)
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Nord-Korea ist eine perverse Diktatur. Die Menschen dort sind seit Jahrzehnten einer Gehirnwäsche unterzogen, die man getrost mit der im dem Roman 1984 vergleichen kann.


Nordkorea: Aus dem Inneren der Diktatur

http://www.koerber-stiftung.de/mediathek/player/nordkorea-aus-dem-inneren-der-diktatur-1.html
Jang Jin Seong war als Poet Kim Jong-ils Teil des Regimes und pflegt immer noch enge Kontakte zu hochrangigen Informanten in Nordkorea. Im Gespräch mit Susanne Koelbl, Der Spiegel, ermöglichte der heute im Ausland lebende Literat am 17. Februar im KörberForum einen seltenen Blick hinter die Kulissen des nordkoreanischen Regimes.


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#552

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 17.08.2014 12:08
von Uleu | 528 Beiträge

Das mit der Gehirnwäsche haben wir bei uns auch. Nur dass man - sofern man Internet und Fremdsprachenkenntnisse hat - sich auswärts informieren kann.
" perverse Diktatur " ist wohl eine moralische Kategorie, deine Entrüstung ist sehr nett und verständlich, aber für eine Erklärung wenig hilfreich. Nordkorea ist zu grossen Teilen ein Feudalstaat, wie vor Jahrhunderten bei uns auch, mit einem " König", historisch erklärbar. Wird überwunden werden, natürlich, wie alles in der Geschichte, dass wird auch unserer doch so vorbildhaften Demokratie in Deutschland bevorstehen. Nur wer glaubt dass unser Staatswesen weltweit und auch damit in Korea passt, der irrt.


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
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#553

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 17.08.2014 12:18
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von Uleu im Beitrag #552
Das mit der Gehirnwäsche haben wir bei uns auch. Nur dass man - sofern man Internet und Fremdsprachenkenntnisse hat - sich auswärts informieren kann.
" perverse Diktatur " ist wohl eine moralische Kategorie, deine Entrüstung ist sehr nett und verständlich, aber für eine Erklärung wenig hilfreich. Nordkorea ist zu grossen Teilen ein Feudalstaat, wie vor Jahrhunderten bei uns auch, mit einem " König", historisch erklärbar. Wird überwunden werden, natürlich, wie alles in der Geschichte, dass wird auch unserer doch so vorbildhaften Demokratie in Deutschland bevorstehen. Nur wer glaubt dass unser Staatswesen weltweit und auch damit in Korea passt, der irrt.


Man sieht es ja an Südkorea und es ist dort bestimmt auch nicht alles in butter,aber was du da schreibst ,ist einfach nur geschwätz.


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#554

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 17.08.2014 12:20
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Uleu im Beitrag #552
Das mit der Gehirnwäsche haben wir bei uns auch. Nur dass man - sofern man Internet und Fremdsprachenkenntnisse hat - sich auswärts informieren kann.
" perverse Diktatur " ist wohl eine moralische Kategorie, deine Entrüstung ist sehr nett und verständlich, aber für eine Erklärung wenig hilfreich. Nordkorea ist zu grossen Teilen ein Feudalstaat, wie vor Jahrhunderten bei uns auch, mit einem " König", historisch erklärbar. Wird überwunden werden, natürlich, wie alles in der Geschichte, dass wird auch unserer doch so vorbildhaften Demokratie in Deutschland bevorstehen. Nur wer glaubt dass unser Staatswesen weltweit und auch damit in Korea passt, der irrt.



Fett:
das willst du doch nicht allen Ernstes vergleichen!

Die "pragmatischen" Überlegungen zur historischen Entwicklung von Staatsformen - egal wo - enthebt uns nicht von der Verantwortung, menschenverachtende Systeme hier und heute genau so beim Namen zu nennen. Denn es sind reale Menschen die hier und heute um ein selbstbestimmtes Leben gebracht werden und einem widerlichen Menschenexperiment unterliegen, in dem gefoltert, ausgebeutet und gemordet wird.
Vielleicht hörst du dir doch mal das von mir verlinkte Gespräch mit dem Nord-Koreaner an, der mal zur dortigen Nomenklatura gehörte, es dauert 2 Stunden und ist äußerst aufschlussreich.

Ob "unser Staatswesen passt" - ist überhaupt nicht das Thema, "nett" wäre, wenn die Nord-Koreaner das selbst bestimmen könnten.


grenzgänger81 und Harzwanderer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#555

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 17.08.2014 12:34
von Sperrbrecher | 1.657 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #554
Die "pragmatischen" Überlegungen zur historischen Entwicklung von Staatsformen - egal wo - enthebt uns nicht von der Verantwortung, menschenverachtende Systeme hier und heute genau so beim Namen zu nennen. Denn es sind reale Menschen die hier und heute um ein selbstbestimmtes Leben gebracht werden und einem widerlichen Menschenexperiment unterliegen, in dem gefoltert, ausgebeutet und gemordet wird.
Ob "unser Staatswesen passt" - ist überhaupt nicht das Thema, "nett" wäre, wenn die Nord-Koreaner das selbst bestimmen könnten.

Jeder Staat, der seine Bürger als Leibeigene behandelt, sie im Lande einsperrt und nicht selbst entscheiden lässt, ob sie gehen oder bleiben wollen, ist als Unrechtsstaat abzulehnen.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


grenzgänger81, eisenringtheo, matloh und Harzwanderer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#556

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 18.08.2014 00:20
von Uleu | 528 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #554


Fett:
das willst du doch nicht allen Ernstes vergleichen!

Die "pragmatischen" Überlegungen zur historischen Entwicklung von Staatsformen - egal wo - enthebt uns nicht von der Verantwortung, menschenverachtende Systeme hier und heute genau so beim Namen zu nennen. Denn es sind reale Menschen die hier und heute um ein selbstbestimmtes Leben gebracht werden und einem widerlichen Menschenexperiment unterliegen, in dem gefoltert, ausgebeutet und gemordet wird.
Vielleicht hörst du dir doch mal das von mir verlinkte Gespräch mit dem Nord-Koreaner an, der mal zur dortigen Nomenklatura gehörte, es dauert 2 Stunden und ist äußerst aufschlussreich.

Ob "unser Staatswesen passt" - ist überhaupt nicht das Thema, "nett" wäre, wenn die Nord-Koreaner das selbst bestimmen könnten.


Ich habe es mir angehört, und ich kann es auch einschätzen, denn ich war in Nordkorea. Unsere Erfahrungen und Erlebnisse decken sich nicht unbedingt, kann ich auch verstehen, der Mann muss sich ja im Ausland verkaufen. Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing. Und natürlich will ich es vergleichen, das Herangehen und Desinformieren ist identisch.
Und nochmal, Gut und Böse sind prima für den Hausfrauenklatsch, haben aber mit Politik, Geschichte und gesellschaftlicher Entwicklung nichts zu tun.


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.08.2014 11:31 | nach oben springen

#557

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 18.08.2014 12:01
von Barbara (gelöscht)
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Was muss er denn im Ausland verkaufen? Seine Bücher, weil er ein Schriftsteller ist? Jeder, der ein Buch schreibt, will es auch verkaufen, auch Karl Marx wollte das.
Das „sich-verkaufen-wollen“ ist kein grundsätzliches Argument, die Inhalte eines Autors prinzipiell anzuzweifeln.

Im Falle Jang Jin Seong ist es offenbar so, dass er dem inner circle um den Diktator so nah war, dass sein Auftritt bei der Körber-Stiftung nord-koreanischen Diplomaten wichtig genug war, an der Veranstaltung teilzunehmen, er hat sie von der Bühne herab „begrüßt“.
Er scheint als „Dissident“ also nicht ganz unwichtig zu sein. Dass du seine 2-stündigen Ausführungen zu den faschistischen Zuständen in Nord-Korea mit zwei drei Sätzen vom Tisch wischst, ist nicht gerade das, was ich unter einer inhaltlichen Diskussion verstehe.

Da du es mit dem Hinweis machst, du hättest in Nord-Korea gelebt, dann frage ich dich, wie ist denn deine inhaltliche Gegendarstellung zu den u.a. von Hr. Seong geäußerten faschistischen Zuständen im Land? Bitte schildere mal konkret deine Erfahrungen bzgl. Menschen- und Bürgerechten (Nord-Korea hat eine Verfassung, die beides ausdrücklich beinhalten!), den KZ-gleichen Lagern, die von der UNO und von Amnesty International, und von dort geflohenen Menschen gleichermaßen geschildert werden, der völligen Gleichschaltung ganzer Generationen von Koreanern die behandelt werden wie Bonsaipflanzen, politisch unmündig, von Dauerpropaganda berieselt und das von einer unberechenbaren Staatsführung, die ihre lächerliche Operettenkultur „Sozialismus“ nennt (wäre ich in dem Sinne Sozialist, würde ich mich dafür schämen!) und dabei offenbar zu allem bereit ist, die Bevölkerung ist lediglich Spielmasse.

Dabei lasse ich nicht gelten, dass die asiatische Kultur so anders sei als die unsere, denn die fundamentalen Rechte eines Menschen auf Unversehrtheit an Leib , Seele und Leben sowie eine angemessene sichergestellte Ernährung als das äußerste Minimum grundsätzlicher Lebensgrundlagen hat nichts mit Mentalität zu tun - Damit habe ich von den sog. „westlichen Freiheitsrechten“ noch gar nicht gesprochen, die den Nord-Koreanern natürlich aus meiner Sicht auch zustehen, denn wenn sie dir und mir zustehen gibt es keinen Grund, dass sie nicht jedem anderen Menschen auf dieser Welt auch zustehen sollen, denn alle Menschen sind ja bekanntermaßen gleich - bis auf Diktatoren, die sind ja bekanntermaßen gleicher.


Ein kleiner Auszug aus der Juche-"Philosophie":
"Die historischen Verdienste der Juche-Philosophie um die Entwicklung der philosophischen Ideologie bestehen nicht in der Weiterentwicklung der materialistischen Dialektik des Marxismus, sondern darin, dass sie neue anthropozentrische (= der Mensch im Mittelpunkt der Betrachtung) philosophische Grundprinzipien* darlegte."
Das ist der Grund dafür, dass die Juche-Philosophie sich als absolute Wahrheit erweist, die den souveränen Ansprüchen und Bestrebungen der Volksmassen entspricht, volksverbunden ist, leicht von ihnen verstanden und als Waffe in ihrem Kampf angesehen wird."

*hiermit ist wohl der geniale Führer gemeint.

Quelle: überall
---------------------

Noch ein Wort zum "Hausfrauenklatsch": eine Steilvorlage, die ich mal liegen lasse. Allerdings: für die großen Katastrophen dieser Welt sind in der Geschlechterbilanz federführend Männer verantwortlich gewesen. Wer weiß ob ein Kaffeklatsch nicht in vielen Konflikten die bessere Lösung gewesen wäre.


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#558

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 18.08.2014 15:27
von Uleu | 528 Beiträge

Nordkorea ist kein Faschismus. Ich denke du weisst was Faschismus ist. Es ist eine Militärdiktatur, auch keine sozialistische, obwohl es grundlegend ein gesellschaftliches Eigentum an PM gibt. Sie verstehen unter Sozialismus was völlig anderes als wir heute, fühlen sich von den Sozialisten im Stich gelassen, und entwickeln eben was Eigenes. Tschutsche, heisst übersetzt so viel wie Eigenständigkeit. Nicht mal der Personenkult ist eine koreanische Idee, die hatte 1948 ein sowjetischer Marschall, damals glaubte man noch an gesamtkoreanische Wahlen und er wollte den Bauern Kim Il Sung auf eine Art die sie verstehen können verkaufen, einen " König " eben.

Die Koreaner sind zu vor ca. 100 Jahren mit Pfeil und Bogen gegen japanische Invasoren angetreten. 30 Jahre später haben die Sowjets im Norden gesagt, ihr macht jetzt Sozialismus, die Amis im Süden lehrten den Antikommunismus. So entstanden 2 Diktaturen, die beide von ihren Herren gelernt haben. Die Koreaner kannten keinerlei politische Kultur in unserem Sinne, nicht nur weil Demokratie nun mal in Griechenland begründet ist, also weit weg von Korea, sie mussten in wenigen Jahren Dinge annehmen, die in Mitteleuropa über Jahrhunderte historisch gewachsen sind. Woher sollten sie es kennen ? Statt der griechischen Idee von Demokratie hatten sie da eben die Lehren des chinesischen Gelehrten Konfuzius, also vor allem : Gehorsam vom Volk zum Herrscher, Fürsorge vom Herrscher zum Volk. Das ist im Kern ostasiatische Harmonie, und so ist es im Wesentlichen heute noch in beiden Koreas.
Und da kommt nun schon wieder einer und will ihnen etwas beibringen was doch so viel besser ist weil wir es in Deutsachland auch so haben ? ... Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. na prima, hatten wir schon mal.

Ich habe vor Jahren mal einen Freund ( Student, um die 30 J, wegen der langen Armeezeit ) von Deutschland erzählt, was wir hier so haben und so können. Seine Antwort : Würde er sich gerne mal anschauen, aber wichtiger für ihn sei sein Studium in seinem Land. Sein Vater und Grossvater hatten als Analphabeten zusammen Lesen und Schreiben gelernt, er als 3. Generation könne nun studieren. Das sei wichtig.
Die Diktaturen haben in beiden Koreas auch gesellschaftlich Positives hervorgebracht. Das sie sich überholt hat, stimme ich dir zu, aber das heisst noch lange nicht dass unsere westlichen Ideen nun das A und O für Korea wären. Und viele Nordkoreaner glauben, dass ihnen wieder was von uns übergestülpt werden soll. So unrecht haben sie da ja auch nicht.

Mr. Jang gehörte nicht zum inneren Zirkel, er war nicht mal nah dran. Ein Redenschreiber, der im Ausland überleben muss. er verkauft was er kann. Stories. Es gibt Angehörige des inneren Zirkels, also verwandt mit der Familie Kim, die im Ausland leben, in Frankreich oder den USA. Von denen liest und hört man in den Medien nichts, nur so zum Nachdenken.
Ansonsten ist es eine Glaubensfrage, zu glauben was er sagt und schreibt, dein Glaube sei dir auch unbenommen, nur kann ich nach 18 Jahren Leben in Korea doch mit etwas Substantiellem vergleichen. Die KZs ( schon wieder wird Faschismus assoziiert ), von denen du sprichst, habe ich nie gesehen, auch Amnesty International und die zahlreichen Hilfsorganisationen in Nordkorea haben die nie gesehen. Das es in einer Diktatur Gefängnisse und Zuchthäuser gibt, natürlich, ich bin auch überzeugt. das dort Systemgegner drangsaliert werden. Nur ist das kein nordkoreanischen Problem, das gibt es sogar im Musterland der Demokratie, Guantanamo. Ansonsten ist es Mode auf Nordkorea einzuschlagen, man hat wieder ein Feindbild.

Für die asiatische Kultur ist es völlig unerheblich, ob du gelten lässt dass sie anders ist als unsere, sie ist es trotzdem. Und Menschenrechte sind Teil einer Kultur, vor wenigen Generationen haben wir im Namen der kirchlichen Kultur noch Hexen verbrannt.

Letzter Satz. Natürlich können die Koreaner nicht frei wählen. Das hat aber nicht nur mit dem inneren System zu tun, sondern mit der Interessenlage der Global Player China und USA. China will keine US Truppen an seinen Grenzen. Und was die USA angeht ... ich Idealist hatte vor Jahren geglaubt, dass der schwarze Friedensnobelpreisträger in Korea den grossen Wurf macht, seine Truppen dort abzieht. Er würde dem Norden dass Hauptargument nehmen und sie politisch in Zugzwang bringen. Nichts ist passiert. Die 28500 GIs in Südkorea sind militärisch ohne Bedeutung, aber sie tragen eben eine politische Botschaft : Euer Land ist immer noch besetzt.
Die letzten chinesischen Soldaten sind übrigens 1958 abgezogen. Und am Rande: diese politische Botschaft tragen die US Truppen auch bei uns.

Just my 5 cent, Uleu


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
seaman und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#559

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 18.08.2014 16:55
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

So ein furchtbares geschwafel macht mich einfach nur wütend.
Diese Art von Rechtfertigungen sind einfach nur wiederwertig.
Auch jenen,die auch noch Beifall klatschen ,wünsche ich eine Einreise ohne rüchfahrschein.

Zitat von Uleu im Beitrag #558
Nordkorea ist kein Faschismus. Ich denke du weisst was Faschismus ist. Es ist eine Militärdiktatur, auch keine sozialistische, obwohl es grundlegend ein gesellschaftliches Eigentum an PM gibt. Sie verstehen unter Sozialismus was völlig anderes als wir heute, fühlen sich von den Sozialisten im Stich gelassen, und entwickeln eben was Eigenes. Tschutsche, heisst übersetzt so viel wie Eigenständigkeit. Nicht mal der Personenkult ist eine koreanische Idee, die hatte 1948 ein sowjetischer Marschall, damals glaubte man noch an gesamtkoreanische Wahlen und er wollte den Bauern Kim Il Sung auf eine Art die sie verstehen können verkaufen, einen " König " eben.

Die Koreaner sind zu vor ca. 100 Jahren mit Pfeil und Bogen gegen japanische Invasoren angetreten. 30 Jahre später haben die Sowjets im Norden gesagt, ihr macht jetzt Sozialismus, die Amis im Süden lehrten den Antikommunismus. So entstanden 2 Diktaturen, die beide von ihren Herren gelernt haben. Die Koreaner kannten keinerlei politische Kultur in unserem Sinne, nicht nur weil Demokratie nun mal in Griechenland begründet ist, also weit weg von Korea, sie mussten in wenigen Jahren Dinge annehmen, die in Mitteleuropa über Jahrhunderte historisch gewachsen sind. Woher sollten sie es kennen ? Statt der griechischen Idee von Demokratie hatten sie da eben die Lehren des chinesischen Gelehrten Konfuzius, also vor allem : Gehorsam vom Volk zum Herrscher, Fürsorge vom Herrscher zum Volk. Das ist im Kern ostasiatische Harmonie, und so ist es im Wesentlichen heute noch in beiden Koreas.
Und da kommt nun schon wieder einer und will ihnen etwas beibringen was doch so viel besser ist weil wir es in Deutsachland auch so haben ? ... Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. na prima, hatten wir schon mal.

Ich habe vor Jahren mal einen Freund ( Student, um die 30 J, wegen der langen Armeezeit ) von Deutschland erzählt, was wir hier so haben und so können. Seine Antwort : Würde er sich gerne mal anschauen, aber wichtiger für ihn sei sein Studium in seinem Land. Sein Vater und Grossvater hatten als Analphabeten zusammen Lesen und Schreiben gelernt, er als 3. Generation könne nun studieren. Das sei wichtig.
Die Diktaturen haben in beiden Koreas auch gesellschaftlich Positives hervorgebracht. Das sie sich überholt hat, stimme ich dir zu, aber das heisst noch lange nicht dass unsere westlichen Ideen nun das A und O für Korea wären. Und viele Nordkoreaner glauben, dass ihnen wieder was von uns übergestülpt werden soll. So unrecht haben sie da ja auch nicht.

Mr. Jang gehörte nicht zum inneren Zirkel, er war nicht mal nah dran. Ein Redenschreiber, der im Ausland überleben muss. er verkauft was er kann. Stories. Es gibt Angehörige des inneren Zirkels, also verwandt mit der Familie Kim, die im Ausland leben, in Frankreich oder den USA. Von denen liest und hört man in den Medien nichts, nur so zum Nachdenken.
Ansonsten ist es eine Glaubensfrage, zu glauben was er sagt und schreibt, dein Glaube sei dir auch unbenommen, nur kann ich nach 18 Jahren Leben in Korea doch mit etwas Substantiellem vergleichen. Die KZs ( schon wieder wird Faschismus assoziiert ), von denen du sprichst, habe ich nie gesehen, auch Amnesty International und die zahlreichen Hilfsorganisationen in Nordkorea haben die nie gesehen. Das es in einer Diktatur Gefängnisse und Zuchthäuser gibt, natürlich, ich bin auch überzeugt. das dort Systemgegner drangsaliert werden. Nur ist das kein nordkoreanischen Problem, das gibt es sogar im Musterland der Demokratie, Guantanamo. Ansonsten ist es Mode auf Nordkorea einzuschlagen, man hat wieder ein Feindbild.

Für die asiatische Kultur ist es völlig unerheblich, ob du gelten lässt dass sie anders ist als unsere, sie ist es trotzdem. Und Menschenrechte sind Teil einer Kultur, vor wenigen Generationen haben wir im Namen der kirchlichen Kultur noch Hexen verbrannt.

Letzter Satz. Natürlich können die Koreaner nicht frei wählen. Das hat aber nicht nur mit dem inneren System zu tun, sondern mit der Interessenlage der Global Player China und USA. China will keine US Truppen an seinen Grenzen. Und was die USA angeht ... ich Idealist hatte vor Jahren geglaubt, dass der schwarze Friedensnobelpreisträger in Korea den grossen Wurf macht, seine Truppen dort abzieht. Er würde dem Norden dass Hauptargument nehmen und sie politisch in Zugzwang bringen. Nichts ist passiert. Die 28500 GIs in Südkorea sind militärisch ohne Bedeutung, aber sie tragen eben eine politische Botschaft : Euer Land ist immer noch besetzt.
Die letzten chinesischen Soldaten sind übrigens 1958 abgezogen. Und am Rande: diese politische Botschaft tragen die US Truppen auch bei uns.

Just my 5 cent, Uleu


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#560

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 18.08.2014 17:11
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von grenzgänger81 im Beitrag #559
So ein furchtbares geschwafel macht mich einfach nur wütend.
Diese Art von Rechtfertigungen sind einfach nur wiederwertig.
Auch jenen,die auch noch Beifall klatschen ,wünsche ich eine Einreise ohne rüchfahrschein.





Meine Einreisen in NK liegen jetzt schon etliche Jahre zurück und ich durfte immer wieder ausreisen.
Auch wenn diese persönliche Meinungen(Uleu) zu NK hier im Forum subjektiv gefärbt sind haben sie Dir eins voraus:
Die Quellenlage ist einfach anders.Du warst dort nicht vor Ort und evtl. noch nie in Deinem Leben in Asien.
Es ist ein Unterschied,ob man vorgegebene Meinungen nachplappert oder in der Realität vergleichen kann.
Selber kann ich mir andere Länder vorstellen in Asien in denen ich wohnen könnte,NK gehört nicht dazu.
Auf Deine Empfehlungen an mich,als Beifallklatscher,kann ich daher dankend verzichten.


seaman


zuletzt bearbeitet 18.08.2014 17:18 | nach oben springen



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