#261

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 19.05.2013 01:58
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von KID im Beitrag #256
Korea heisst "Eremitenkoenigreich" nicht umsonst, und das seit Jahrhunderten. Dieses Land und Volk ist fast allen Nicht-Koreanern undurchschaubar, oft unverstaendlich. Auslaenderfeindlichkeit und ungetarnter Rassismus sind Betsandteile der koreansichen Psyche, und vielleicht aus gutem Grund.

Was hier als Stalinistischer Feudalismus bezeichnet wird, ist ein rein koreanisches Phaenomen. Es hat weder mit Stalin noch mit Kommunismus zu tun. Und Feudalismus waere genau das, was die ehemaligen Kolonialmaechte China, Russland und Japan diesem Land uebriggelassen hatten. Die Fuehrung in Pjoengjang lehnt jede Klassifizierung ab, die sie in eine westliche oder gar 'Ostblock-solzialistische' Rubrik zwaengt. Die Bilder von Marx und Lenin, die nur 2 Jahre zuvor am Paradeplatz der Hauptstadt Nordkoreas hingen, sind weg. Nordkorea steht allein gegen eine angereihte feindliche Front, die auf die Zerstorung der VR hinaus ist.

Wer die Nordkoreaner versteht, weiss, dass der Besitz von Nuklearwaffen der alleinige Garant des Ueberlebens der VR ist. Die Hauptbefuerwoerter eines nicht-nuklearen Nordkoreas sind gerade die Weltmaechte, die selber solche ungeheure Waffen der Massenzerstoerung besitzen. Ein Land, die USA, hat sogar solche grausame waffen eingesetzt. Wer Atomwaffen schon benutzt hatte, kann wahrleich kein Vertreter einer Friedensbewegung sein.

Die Blockade gegen die KDVR, genau wie die gegen Kuba, ist auch eine Waffe, die nur gegen Laender eingesesetzt wird, die der Gewaltpolitik der USA unbeugsam sind. In der Schweinebucht sowie am 38. Breitengrad wurde die USA gestoppt. Die Blamage dieser Niederlagen finden heute in der Form dieser Blockaden ihre Rache.

Neulich in eine Fernsehfilm kam folgendes Zitat: "Du wuerdest lieber im eigenen Dreck stehen, als die Schaufel eines anderen in die Hand zu nehmen." Da dachte ich sofort an Nordkorea.

Jens

Hallo sei gegruesst
Will dir ja nicht zu nahe treten ,aber dieses geschwafel ,ist mir zu einfach gestrickt,und klingt wie parteilehrjar 1968.
Sicher hat jedes Volk seine eigenen ,für uns sonderbaren Rituale und lebensvorstellungen,aendert aber nichts an der Grausamkeit dieses Regiemes.
Wuerde mich nur einmal interessieren was ein Südkoreaner zu solchen ,deiner Lebensweisheiten sagt......
na ja wahrscheinlich müssen die vielen tausende von Südkoreaner,die jährlich nach Nordkorea fliehenden,erst einmal vom grossen Führer,geimpft werdenund eines besseren belehrt werden.
Ich finde es sehr dreist ein derart unterdruecktes Volk zu verhoenen,die allen Menschenrechten beraubt wurden.
Vielleicht solltest du in Zukunft auf südkoreanische Produkte verzichten und statt dessen Bilder oder Andenken vom grossen Führer ..........
Ich muss das wohl nicht weiter vertiefen.
Viele Guesse aus Island


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#262

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 19.05.2013 03:46
von Dogbert | 143 Beiträge

Zitat von KID im Beitrag #256

Die Blockade gegen die KDVR, genau wie die gegen Kuba, ist auch eine Waffe, die nur gegen Laender eingesesetzt wird, die der Gewaltpolitik der USA unbeugsam sind. In der Schweinebucht sowie am 38. Breitengrad wurde die USA gestoppt. Die Blamage dieser Niederlagen finden heute in der Form dieser Blockaden ihre Rache.

Neulich in eine Fernsehfilm kam folgendes Zitat: "Du wuerdest lieber im eigenen Dreck stehen, als die Schaufel eines anderen in die Hand zu nehmen." Da dachte ich sofort an Nordkorea.


Die USA hatten in Vietnam ihre ideologisch schmerzlichste Niederlage erfahren müssen und hegen keinen Groll gegenüber Vietnam. Den USA heute noch revanchistische Absichten zu unterstellen, ist doch sehr weit hergeholt.

Das Problem um Nordkorea liegt ein wenig woanders.

Das Land ist praktisch abgeschottet und muß der Bevölkerung ideologisch bedingt ständig erzählen, daß irgendwelche bösen oder mißgünstigen Mächte an der mieslichen Lage schuld seien und man sich zur Wehr setzen müsse.

Der nächste Punkt ist der, daß gerade Staaten, die ohne Einfluß von außen schwach sind und zudem noch eine aus dem Kalten Krieg stammenden außen- wie innenpolitischen Ausrichtung als Grundlage ihrer Politik verwenden, besonders empfindlich reagieren und somit, wenn sie über entsprechende Waffen verfügen, mit Drohgebärden reagieren anstatt zu sagen: "Wir brauchen Hilfe." Damit müßten sie der eigenen Bevölkerung auch erklären, daß sie eben doch nicht die sogenannte "Supermacht" sind., die sich von allen Seiten bedroht fühlt.

Wenn sich so ein Land dazu aufmacht, mit Atomwaffen zu experimentieren, die sowohl den südlichen Nachbarn und möglicherweise die USA erreichen, ist es nachvollziehbar, daß sich diese beiden Staaten zurecht bedroht fühlen. Solche sich ohnehin schon in der Isolation befindenden Staaten können sehr unberechenbar werden.

Das Bedrohungspotential geht in diesem Fall von Nordkorea aus. Nur daraus resultieren die UN-Sanktionen gegen Nordkorea. Man sollte also hier nicht die Tatsachen verdrehen.



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#263

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 19.05.2013 09:20
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat
Die USA hatten in Vietnam ihre ideologisch schmerzlichste Niederlage erfahren müssen und hegen keinen Groll gegenüber Vietnam. Den USA heute noch revanchistische Absichten zu unterstellen, ist doch sehr weit hergeholt.



Keinen Groll gegenüber Vietnam? Hat immerhin bis 1994 gedauert und bis man sich angesichts des Zusammenbruchs in Osteuropa sicher sein konnte, dass Vietnam sowieso wieder in den (wirtschaftlichen) Einflussbereich kommen würde, dass man das Embargo aufgehoben hat.

Die KDVR hat sich nicht allein abgeschottet - ich habe es nicht genau verfolgt, aber seit mindestens 2006 unterliegt das Land diversen Embargos.

http://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Aussenw...korea_node.html


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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zuletzt bearbeitet 19.05.2013 09:21 | nach oben springen

#264

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 19.05.2013 09:27
von werner | 1.591 Beiträge

Und ich sehe,da war man nicht besonders zimperlich, obwohl man wusste, dass man damit die ärmsten im Lande trifft - oder gerade weil man das wusste??

http://www.dw.de/embargos-je-wirkungsvol...icher/a-2220567

Und wenn es ooportun erscheint, macht man auch schon mal die Tür auf

http://www.spiegel.de/politik/ausland/wa...g-a-476177.html


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#265

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 19.05.2013 11:56
von turtle | 6.961 Beiträge

Fakt ist das Nordkorea ziemlich isoliert dasteht. Statt sich an der Politik von China orientieren welche gerade in den letzten 10-15 Jahren gezeigt hat was unter Führung einer kommunistischen Partei möglich ist , verschlechterten sich die Beziehung . Ich denke das liegt auch mit daran das China in seiner "Region" keine Atommacht mehr neben sich haben möchte, die sonst ihre Machtposition schwächen würde. Und aus "Freunden" können einmal Feinde werten. Indien und Pakistan als Atommächte ist mehr als genug. Bei Sanktionen gegen ein Land zahlt doch die Bevölkerung immer den höchsten Preis. Zum anderen sehe ich da durchaus eine Gefahr der Trotzreaktion, nun gerade .Zu was geschickte Propaganda und Personenkult führen kann wissen wir Deutschen doch am Besten. So lange geredet wird ist das besser als schießen. Ich hoffe nur das die Vernunft siegen wird damit meine ich auch das Verhalten der Staaten die mit ihren Sanktionen mit an der Not in Nordkorea schuld sind.
Da muss es doch möglich sein zu unterscheiden welche Sanktionen wem oder was schaden. Waffenstopp und Stopp von Material zum bauen von Atombomben ist in Ordnung davon wird die Bevölkerung nicht satt . Humanitäres in jeder Art zu verweigern darf kein Druckmittel sein. Wie auch immer mit der jetzigen Politik in Nordkorea sehe ich keine Besserung weder für die Bevölkerung noch Außenpolitisch. Es wird Zeit einen neuen Kurs zumindest zu überdenken. Das automatisch die Kim Dynastie den großen Führer stellen muss ist doch mehr als fraglich. Ich wünsche mir keine weiteren Eskalationen durch oder gegen Nordkorea. Wer die Zeche bezahlen müsste ist bekannt. Ich lese immer wieder gerade die Atomwaffen garantieren das Überleben von Nordkorea. Mir macht es Angst ,egal welchen Namen eine neue Atommacht trägt! Wir haben schon zu viel davon. Wie sollten überhaupt keine haben.


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zuletzt bearbeitet 19.05.2013 13:15 | nach oben springen

#266

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 19.05.2013 13:10
von Dogbert | 143 Beiträge

Sämtliche COMECON-Staaten wurden seinerzeit mit Sanktionen seitens des Westens belegt, um das Bedrohungspotential nicht noch weiter zu verstärken. Hier ging es um das Exportverbot vo militärisch verwertbaren Gütern. Wirtschaftlich war Vietnam ohnehin nicht auf die USA angewiesen, sondern hatte selbst eine funktionierende Wirtschaft und im südostasiatischen Raum seine Handelspartner. Die VR China hatte sich auch jahrzehntelang isoliert, wollte einen eigenen Weg suchen, stellte jedoch trotz ihres militärischen Potentials keine Gefahr dar für die Umgebung dar. Auch der Handelsbeziehungen zu den Nachbarn funktionierten.

Nordkorea hingegen ist wirtschaftlich abhängig, unterhält keine nennenswerten Wirtschaftsbeziehungen und wird von verschiedenen UN-Organisationen und der VR China seit Jahren durchgefüttert. Wenn von nordkoreanischer Seite jedoch Drohgebärden aufgezogen werden, hat die VR China keine Lust mehr, humanitäre Hilfe zu leisten.

Die UN-Sanktionen beschränken sich bislang auf verschärfte Überwachungen von Zugangsmöglichkeiten zu militärisch verwertbaren Gütern. Die humanitären Leistungen bleiben bis auf Weiteres aufrechterhalten. Die nordkoreanische Führung erzählt ihrer Bevölkerung nicht, von wem diese Leistungen stammen, sondern verkauft sie als eigene Leistung.

Wenn die Führung weiterhin mit Drohungen ankommt, werden die "Sanktionen" (die eigentlich keine sind, da das eigentlich Hilfsgüter der UN sind ) weiter verschärft, und dann trifft es die Bevölkerung wirklich, weil das Land selbst nicht in der Lage ist, seine Bevölkerung zu ernähren.

Wenn ein Partner wie die VR China langsam schon die Faxen dicke hat, wird es höchste Zeit, darüber nachzudenken als den USA oder UN die Schuld für die Lage in Nordkorea zu geben. Solange die Handelsbeziehungen mit der RGW-Staatengemeinschaft funktionierten, gab es mehr oder weniger regelmäßig Sticheleieren zwischen Nord- und Südkorea, aber das war es auch schon.

Es wird für Kim-jong-un keine andere Alternative geben als sich wenigstens der chinesischen Politik zu orientieren. Die VR China wird sehr genau darauf achten, was die nordkoreanische Führung vorhat. An einen Konflikt dürfte die chinesische Führung wohl kaum interessiert sein.



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#267

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 19.05.2013 18:22
von KID | 234 Beiträge

Ja, Freunde, es ging in meinem Beitrag nicht etwa um Rechtfertigung, eher um Betrachtungen. Ich interessiere mich seit Jahrzehnten fuer Korea.

Wer Koreaner kennt, weiss, dass man sie nur schwer kennenlernen kann. Wir haben auch hier in unserer Gegend viele Koreaner, alle Christen, alle streng anti-KDVR erzogen. Sie sind aber dafuer sehr tuechtige, sehr aufrechte Menschen. Wenn man was von Suedkoreanern uber die KDVR erfahren will, wird man oft enttaeuscht sein. Alle Information ueber den Norden sind durch das sogenannte 'Wiedervereinigungsministerium' in Seoul zensiert a la Goebbels. In unserem Koreanerladen hatte ich neulich mit der Kassiererin geplaudert (da wir dort regelmaessig unserem Kim-chi und gepoeklete Beete einkaufen). Ich erzaehlte ihr von meiner Absicht in die KDVR zu reisen. "Warum?" fragte sie. "Weil ich das land noch nicht kenne," antwortete ich. Ich beschrieb meine Absicht, die Stadt Hamhung zu besichtigen, da sie nach dem Koreakrieg zusammen mit Arbeitern und Technikern aus der DDR aus dem Boden gestampft wurde. Dort gab es sogar eine Wilhelm-Pieck-Strasse, und dort gibt es ein Museum, das diese damalige Zusammenarbeit trotz des damaligen politischen Bruches noch feiert. Hamhung ist ein Industriezenturm und eine der groessten Staedte der VR, wenn nicht die Zweitgroesste. Sie hatte aber keine Ahnung, wovon ich redete. "Woher wissen Sie soviel ueber Nordkorea?" wollte sie wissen. Stellt Euch mal vor, eine Bundesbuergerin haette vor 1989 gesagt: "Wo liegt Dresden? Im Osten etwa?" "Hamhung ist eine Stadt im Norden?" fragte sie verbluefft. Und in dem Moment stand ich auch baff da. Sie hatte wirklich keine Ahnung. Dafuer lag ihre mit Highlightern bunt gemalten Bibel auf dem Verkaufscounter. Als einziges lud sie mich zur Kirche bei der koreanischen Gemeinde ein. "Es gibt auch dort abends Koreanisch zu lernen ," fuegte sie hinzu. Nordkorea, Christentum.... Naja, Personenkult hin, Personenkult her.

Was Fluechtlinge betrifft, gibt es mit sehr wenigen Ausnahmen erfolgreiche Fluechten direkt in den Sueden. Warum? Der Grenze wegen? Schon, aber nicht nur, und diese unpassierbare Grenze wird von beiden Seiten streng bewacht. Dazu kommt eine Mauer, die von Seoul errichtet wurde. Diese Schandmauer ist groesser und laenger als die Berliner Mauer. Sie bleibt den Suekoreanern unsichtbar, durch Sandhuegel und Landscaping clever getarnt. Von Nordkorea aus ist diese Mauer jedoch klar zu sehen, und das ist auch Absicht.

Die meisten Fluechtlinge gelangen nur mit Hilfe christlicher Fluchthelfer nach China. Dort duerfen sie eine Schattenexistenz geniessen, da sie weder direkt nach Suedkorea duerfen, noch ohne gueltigen Pass in ein Drittland einreisen duerfen. Dass die Mehrheit der Fluechtlinge Frauen sind, findet in der Zwangsprostitution einen Grund. Diese Fluechtlinge muessen also ihren 'Helfern' irgendwie zurueckzahlen.... Sonst werden sie der Volkspolizei Chinas uebergeben. Von dort geht es in die KDVR zurueck.

Und wer meint, dass Nuklearwaffen keinen Garant sind, dem sage ich nur Folgendes: Von der sogenannten Achse des Boesen wurde nur eins dieser drei Laender angegriffen und ueberrollt. Das war der Irak, der 'ueberraschenderweise' keine Waffen der Massenzerstoerung besass. Es sei den, man zaehlt das Giftgas dazu, das die US-Regierung Saddam Hussein waehrend des Iran-Irak-Krieges verkauft hatte. Der Iran und KDVR haben daraus eine sehr gute Lehre gezogen. Als Aussenstehender kann ich nur sagen: Es ist, wie es ist.

Die Schlussfolgerung fuer Korea-Beobachter ist die:

1. China wird nie US-Truppen an ihrer mandchurischen Grenze dulden. Daher ist die Beseitigung der KDVR als Bollwerk (wenn auch ein unangenehmes Bollwerk) undenkbar.

2. Suedkorea wuenscht sich gegenwaertig keine Wiedervereinigung mit dem Norden, da diese fuer die ROK finanziell nicht zu zahlen wuerde. Die Einschaetzung der Regierung in Seoul basiert sich zum Teil auf die Erfahrung der Bundesregierung nach der deutschen Einigung. Wer soll in Nordkorea einen Soli-Beitrag zahlen...?

3. Suedkoreanische Investitionen in der KDVR wachsen. Die Profite der koreanischen Grosskonzerne sind (trotz der schizoiden Reaktionen von Pjoengjang) wichtger als die Politik der Teiling selbst. Kaesong ist wichtig fuer beide Koreas.

Wer meint, die KDVR muss wegen der Hungernden der 90er Jahre zur Rechenschaft gezogen werden, moechte zuerst etwa in Somalia, Aethiopien, Haiti, Darfur oder Zimbabwe die (meist) kapitalistsichen Regierungen zur Veranwortung ziehen. Jene Opfer sind noch mehr Schade, weil sie Opfer des kapitalistischen Rausches nach Oel und Bodenschaetzen sind. Alle NATO-Laender und die USA haben im Menschenrechtskatastrophenland Myanmar diplomatische Vertretungen, und betrieben dort Handel. Aber auf Kuba und in der KDVR sieht es oft anders aus. Warum wohl?

Die Blockade gilt nicht nur Remy-Martin Cognac, Jachten und Raketenteilen. Sie verhindert fast ALLES auf dem Handelsweg in die KDVR. Nur durch karitativen Einrichtungen kommt vieles in das Land. Hier bei uns gibt es eine Gruppe Mennoniten und Quakers, die eine sehr gute Beziehung zur Regierung der KDVR pflegen. Wundert Ihr Euch? Der amerikansiche Leiter dieser christlichen Gruppe wurde sogar von Kim Jong Il mit der Freundschaftsmedaille ausgezeichnet. Die Gruppe darf ohne Einmischung der Behoerden in der KDVR ihr Werk betreiben, weil sie ihr Glaube und ihre Politik nicht verwechseln. Sie haben z.B. die Apfelbaumplantagen moeglich gemacht. Wer Buecher oder gar Papier fuer Schueler in die KDVR einfuehren moechte, muss eine Sondergenehmigung aus Washington besitzen. Genau wie auf Kuba, trifft die Blockade genau jene, die nichts zu sagen haben.

Wer meint, die Fuehrung der KDVR undemokratsich oder gar eine Dynastie sei, und deshalb weg muesse, moechte bitte nach Saudi Arabien. Dort hat die regierende Familie SAUD dem armen reichen Land ihren Namen 'geschenkt'. Sehr demokratisch.

Wer fuer die Menschenrechte kaempft, sollte dem Scheinstaat Afghanistan keine Milliarden verschenken und militaerisch stuetzen, wo gestern gegen die fundamentalsten Menschenrechte der Frauen 'gewaehlt' wurde. Ja, es duerfen in der islamischen Republik Afghanistans Frauen weiterhin unbestraft geschlagen, getoetet und gefoltert werden.

Kehre erstmal vor der eigenen Tuer, sage ich.

Jens


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#268

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 19.05.2013 19:02
von KID | 234 Beiträge

Hier ein Bild von Schuelern aus Hamhung mit alten DDR-Fahnen.

Uebrigens fahren noch die U-Bahnzuege G I/I der (Ost)Berliner Verkehrsbetribe noch in Nordkorea. Urspruenglich fuer die Metro gedacht, wurden diese spaeter mit Stromabnehmern ausgestattet und als S-Bahn ausserhalb eingesetzt. Die KDVR hat auch U-Bahnzuege aus Westberlin gekauft. Diese sind heute in der Metro der Hauptstadt zu sehen.

Ich war 1990 auf der G I/I als U-bahnfahrer ausgebildet, und denke, das Schicksal dieser Zuege waere ein gutes Thema fuer ein Buch/Bilderband aus Nordkorea.

Jens

Angefügte Bilder:
hamhung.jpg

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#269

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 19.05.2013 19:18
von Dogbert | 143 Beiträge

Tut mir leid, aber deine Ausführungen werden immer zusammenhangloser. Das klingt einfach zu sehr nach Phantasie oder Nachhängen an altkommunistischer Ideologie.

Wenn die Mauer von Südkorea errichtet wurde, stellen sich aber sehr viele Fragen. Das klingt ja fast schon so als wenn die DDR die Mauer nur deswegen errichtet hatte, da sie sich vor lauter Flüchtlingen aus dem Westen nicht mehr retten konnte. Die Grenze ist Bestandteil einer demilitarisierten Zone, die von den damaligen Schutzmächten errichtet wurde.

Wollen wir mal auf dem Boden der Tatsachen bleiben:
Es geht hier längst nicht mehr um Ideologien, sondern um Menschen in einen an sich wirtschaftlich unbdeutenden Land zu helfen. Die Rohstoffe, über die Nordkorea verfügt, aber mangels Technologie nicht nutzen kann, exportiert die VR China schon lange.

Flüchtlinge nach China können von sonstwem unterstützt werden. Feststeht, daß sie nach China wollen. Mir sind keine christlichen Organisationen bekannt, die sich ausgerechnet über Nordkorea Gedanken machen.

Ach, Hamburg wurde von DDR-Ingenieuren wieder aufgebaut? Wahrschelnlicher ist, daß sie sich da auch angesiedelt haben, weil sie von der DDR die Nase voll hatten. Soll ich Dir mal erzählen, was der Westen in Ostberlin alles errichtete? Wollen wir mit dem Fernsehturm in Ostberlin anfangen? Oder genügt Dir schon der Milliardenkredit?

Ich habe weiß Gott kein Problem mit Menschen, die in irgendeinerweise der DDR nachhängen, zumal sie dort aufgewachsen und gedient haben und sich damit identifiziert haben.

Aber jetzt für die KDVR eine Lanze zu brechen, obwohl man aus eigener Erfahrung wissen sollte, daß man den Menschen der KDVR damit keinen Gefallen tut, grenzt schon fast an Borniertheit.



grenzgänger81 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.05.2013 19:19 | nach oben springen

#270

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 19.05.2013 19:27
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Dogbert im Beitrag #269
Tut mir leid, aber deine Ausführungen werden immer zusammenhangloser. Das klingt einfach zu sehr nach Phantasie oder Nachhängen an altkommunistischer Ideologie.

Wenn die Mauer von Südkorea errichtet wurde, stellen sich aber sehr viele Fragen. Das klingt ja fast schon so als wenn die DDR die Mauer nur deswegen errichtet hatte, da sie sich vor lauter Flüchtlingen aus dem Westen nicht mehr retten konnte. Die Grenze ist Bestandteil einer demilitarisierten Zone, die von den damaligen Schutzmächten errichtet wurde.

Wollen wir mal auf dem Boden der Tatsachen bleiben:
Es geht hier längst nicht mehr um Ideologien, sondern um Menschen in einen an sich wirtschaftlich unbdeutenden Land zu helfen. Die Rohstoffe, über die Nordkorea verfügt, aber mangels Technologie nicht nutzen kann, exportiert die VR China schon lange.

Flüchtlinge nach China können von sonstwem unterstützt werden. Feststeht, daß sie nach China wollen. Mir sind keine christlichen Organisationen bekannt, die sich ausgerechnet über Nordkorea Gedanken machen.

Ach, Hamburg wurde von DDR-Ingenieuren wieder aufgebaut? Wahrschelnlicher ist, daß sie sich da auch angesiedelt haben, weil sie von der DDR die Nase voll hatten. Soll ich Dir mal erzählen, was der Westen in Ostberlin alles errichtete? Wollen wir mit dem Fernsehturm in Ostberlin anfangen? Oder genügt Dir schon der Milliardenkredit?

Ich habe weiß Gott kein Problem mit Menschen, die in irgendeinerweise der DDR nachhängen, zumal sie dort aufgewachsen und gedient haben und sich damit identifiziert haben.

Aber jetzt für die KDVR eine Lanze zu brechen, obwohl man aus eigener Erfahrung wissen sollte, daß man den Menschen der KDVR damit keinen Gefallen tut, grenzt scho fast an Borniertheit.
Rede keinen Unfug.


Du denkst deutsch.

Deshalb wird sich Dir die asiatische Denkweise nie erschliessen.
Was weisst Du aus eigener Erfahrung,womit man Menschen in der KVDR ein Gefallen tut?
Macht aber nichts,davon gibt es viele.Was weisst Du über Korea Süd/Nord?
Mal dagewesen oder nur auf dubiose Quellen angewiesen,die auch nichts wissen?
Schon mal Panmunjon live erlebt....als Grenzgänger?

seaman


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.05.2013 19:29 | nach oben springen

#271

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 19.05.2013 19:28
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von Dogbert im Beitrag #269


Ach, Hamburg wurde von DDR-Ingenieuren wieder aufgebaut? Wahrschelnlicher ist, daß sie sich da auch angesiedelt haben, weil sie von der DDR die Nase voll hatten. Soll ich Dir mal erzählen, was der Westen in Ostberlin alles errichtete? Wollen wir mit dem Fernsehturm in Ostberlin anfangen? Oder genügt Dir schon der Milliardenkredit?

Ich habe weiß Gott kein Problem mit Menschen, die in irgendeinerweise der DDR nachhängen, zumal sie dort aufgewachsen und gedient haben und sich damit identifiziert haben.

Aber jetzt für die KDVR eine Lanze zu brechen, obwohl man aus eigener Erfahrung wissen sollte, daß man den Menschen der KDVR damit keinen Gefallen tut, grenzt schon fast an Borniertheit.



Dogbert, nun mal langsam! Erstens ist nicht von Hamburg die Rede, zweitens gibt es diese Mauer in Südkorea entlang der Grenze tatsächlich, und drittens ist Kid mit Sicherheit nicht in der DDR aufgewachsen!
Lese die Beiträge auf welche du so aufgebracht reagierst erst mal richtig und dann informiere dich über den User bevor du ihm eine Herkunft unterstellst die nicht stimmt! Das mit der Borniertheit trifft im Moment eher auf dich zu! Sorry, ist aber allen Anschein nach so!

SCORN


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zuletzt bearbeitet 19.05.2013 19:29 | nach oben springen

#272

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 19.05.2013 19:35
von KID | 234 Beiträge

Hamhung, nicht Hamburg. 1954 mit der Hilfe der DDR aufgebaut. Ich schreibe darueber, weil es eben 'typisch' nordloreansiches denken vorweist. Nach dem Bruch mit Stalin endete auch die kurze, kuriose Kooperationszeit der DDR in der KDVR. Dass die KDVR noch ein Museum zum Thema "Gemeinsamer Aufbau der Stadt Hamhung KDVR-DDR" ist beim ersten Anblick unverstaendlich. Ich finde es aber gut, dass das Volk noch daran erinnert wird, auch wenn der alte Pieck seine Strasse nicht mehr hat. Die Solidaritaet wissen die Nordkoreaner zu schaetzen, auch wenns nur 'damals' war.

Die Mauer in Suedkorea liegt uebrigens HINTER der entmilitarisierten Zone.


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#273

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 19.05.2013 19:41
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Dogbert im Beitrag #269



Aber jetzt für die KDVR eine Lanze zu brechen, obwohl man aus eigener Erfahrung wissen sollte, daß man den Menschen der KDVR damit keinen Gefallen tut, grenzt schon fast an Borniertheit.



Berichte einfach über Deine persönliche eigene Erfahrung,die Dich ermächtigt zu entscheiden/beurteilen, was für den Staat Nordkorea ein Gefallen wäre oder nicht.

seaman


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#274

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 19.05.2013 19:45
von Dogbert | 143 Beiträge

Ich entschuldige mich, daß ich mich bzgl. Hamburg verlesen hatte.

Auch gegenüber KID.

Mir geht es darum, daß es wirklich keinen Grund gibt, das Säbelrasseln des jungen Mannes aus der KDVR noch zu verteidigen. Ohne die UN-Hilfe sähe es ganz anders in der KDVR aus und die Unruhegefahr noch wesentlich höher.

Was mich an der Sache ärgert, ist ganz einfach:
Da spricht jemand von Annäherungen gegenüber dem Süden und einer Öffnung allgemein, aber bedroht weiterhin die Gegend. Das stinkt doch nach Gesichtswahrung.



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#275

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 19.05.2013 20:04
von KID | 234 Beiträge

Ja, Dogbert, du erwaehnst in Deinem Beitrag genau das, was mich immer so fasziniert. Das ist diese von Konuzianismus gepraegte Denkweise, die dort Herrscht. Du hast Recht: Saebelrasseln und zugleich die Hand ausstrecken...? Das ist eben fuer uns das Widerspruechliche. Es entspricht aber 100%ig die Denkweise eines Volkes, das mehr von Konzuzius als von Marx, Engels oder Stalin gepraegt wurde. Paradigmenwechsel ist das wohl.

Sicherlich saehe es ohne UN-Hilfe ganz anders aus, aber ohne die Blockade genauso.

Es geht nicht um die Verteidigung der Aussenpolitik der KDVR. Wir haben nicht das Recht, von ausserhalb den Kurs dieses Landes zu bestimmen. Es gibt heute auch islamische Fundamentalisten, die meinen, sie haetten die Loesung fuer alle Probleme, die Deutschland plagen. Wenn was in Afghanistan oder Tschetschenien stimmt, bedeutet das lange nicht, dass es fuer Deutschland richtig ist. Und wenn was in Deutschland stimmt, bedeutet es laengst nicht, dass es fuer Nordkorea richtig ist. Und wer soll am Ende bestimmen, wer fuer andere bestimmen darf?


Bugsy und werner haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#276

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 19.05.2013 20:13
von Dogbert | 143 Beiträge

Ich war einmal 1991 für 14 Tage in der KDVR in Pjöngyang. Ich fand das damals alles für sozialistische Verhältnisse üblich. Also nicht außergewöhnlich. Zur der Zeit unterhielt die KDVR auch gute Beziehungen zur Sowjetunion und der VR China. Zu der Zeit herrschte auch eine relative Ruhe. Wie es auf dem Land aussah, kann ich nicht beurteilen. Die Begleiterin war eine Chinesin, die in der DDR studiert hatte. Sie erzählte mir, daß es mit dem Wegbrechen der RGW-Staaten zu wirtschaftlichen Problemen kommen würde. Die VR China ist ein Partner der KDVR. Was man sich jedoch nicht wünscht, sind Provokationen.

In Südkorea war ich mehrmals. Das Land ist so autark, daß es nicht darauf angewiesen ist, sich mit Nordkorea zu beschäftigen, aber stellt eine permanente Bedrohung dar. Erst wird Annäherung angeboten, um dann zu Drohungen umzuschwenken. Das ist ein Widerspruch.

Nordkorea ist ein bitterarmes Land und sollte endlich einsehen, daß es genügend Staaten gibt, die dem Land konstruktiv helfen würden. Dazu bedarf es keiner Drohgebärden, sondern des ernsthaften Willens zur Kooperation.



seaman und Bugsy haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#277

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 19.05.2013 20:22
von Dogbert | 143 Beiträge

Zitat von KID im Beitrag #275
Ja, Dogbert, du erwaehnst in Deinem Beitrag genau das, was mich immer so fasziniert. Das ist diese von Konuzianismus gepraegte Denkweise, die dort Herrscht. Du hast Recht: Saebelrasseln und zugleich die Hand ausstrecken...? Das ist eben fuer uns das Widerspruechliche. Es entspricht aber 100%ig die Denkweise eines Volkes, das mehr von Konzuzius als von Marx, Engels oder Stalin gepraegt wurde. Paradigmenwechsel ist das wohl.

Sicherlich saehe es ohne UN-Hilfe ganz anders aus, aber ohne die Blockade genauso.

Es geht nicht um die Verteidigung der Aussenpolitik der KDVR. Wir haben nicht das Recht, von ausserhalb den Kurs dieses Landes zu bestimmen. Es gibt heute auch islamische Fundamentalisten, die meinen, sie haetten die Loesung fuer alle Probleme, die Deutschland plagen. Wenn was in Afghanistan oder Tschetschenien stimmt, bedeutet das lange nicht, dass es fuer Deutschland richtig ist. Und wenn was in Deutschland stimmt, bedeutet es laengst nicht, dass es fuer Nordkorea richtig ist. Und wer soll am Ende bestimmen, wer fuer andere bestimmen darf?


Wir haben kein Recht, uns in die Belange anderer Völker und Kulturen einzumischen. Da bin ich ganz auf Deiner Seite.

Jedoch müssen wir uns Provokationen auch nicht gefallen lassen.



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#278

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 19.05.2013 20:37
von Dogbert | 143 Beiträge

So habe ich auch die Eigenstaatlichkeit der DDR respektiert. Ich hätte kein Problem damit gehabt, wenn die DDR ihren Weg weitergeht, aber auf Provokationen, die nur dazu dienen, dem Volk zu erzählen, daß die BRD nur Böses wollte, zu verzichten. Die BRD hatte die DDR lange genug gestützt. Es hätte genügend andere Lösungen geben können, wenn die DDR-Führung rechtzeitig eingelenkt hätte.

Genau diesen Fehler begeht zur Zeit Nordkorea.



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#279

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 19.05.2013 22:37
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von Dogbert im Beitrag #278
So habe ich auch die Eigenstaatlichkeit der DDR respektiert. Ich hätte kein Problem damit gehabt, wenn die DDR ihren Weg weitergeht, aber auf Provokationen, die nur dazu dienen, dem Volk zu erzählen, daß die BRD nur Böses wollte, zu verzichten. Die BRD hatte die DDR lange genug gestützt. Es hätte genügend andere Lösungen geben können, wenn die DDR-Führung rechtzeitig eingelenkt hätte.

Genau diesen Fehler begeht zur Zeit Nordkorea.


Rot: Na, Dogbert, jetzt idealisierst Du aber die noblen Ziele der BRD etwas. Wer ist hier mit "die BRD" gemeint ?. Die einfachen Bürger ? Die Politiker und wenn ja welche davon (Konservative, Grüne, Sozialdemokraten, Liberale)? Die Unternehmer und wenn ja welche (Konzerne, Mittelständler, "kleine Krauter")? Künstler, Juristen, Militärs, Geheimdienstler ? Da könntest Du diese Frage nach dem "die BRD nur Böses wollte" schon sehr unterschiedlich beantworten. Ich sage nur: Boykotte wie z.B. das "Röhrenembargo" u.a., Alleinvertretungsanspruch, Medienpropaganda u.a. Alles zur Unterstützung der DDR ? Nein, die BRD, d.h. die führenden Kräfte aus Politik, Wirtschaft und Militär wollten die DDR nicht unterstützen. Sie wollten in erster Linie Geschäfte machen und gleichzeitig mittel- oder längerfristig ihre Gesellschaftsordnung etablieren. Unterstützung hätte anders ausgesehen, meine ich. Wie Du auch sagst, es hätte auch andere Lösungen gegeben, in der Tat.



Bugsy hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.05.2013 22:37 | nach oben springen

#280

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 20.05.2013 01:51
von Dogbert | 143 Beiträge

Konkret sind die Steuerzahler der BRD gemeint. Der BRD-Politik lag in den 80ern nichts ferner als eine instabile DDR, zumal sich in der Zeit die Supermächte spinnefeind gesinnt waren. Mit den Milliardenkrediten 1983 und 1984 gelang es, die bereits vor den Ruin stehende DDR zu stabilisieren. Zuvor kürzte die Sowjetunion der DDR die Rohstofflieferungen. Spätestens mit Gorbatschow hätte die DDR-Führung merken müssen, daß sie von der Sowjetunion nicht mehr viel Rückendeckung zu erwarten hat. Stattdessen beharrt s ie auf ihren Positionen härter denn je anstatt zu sagen: "Es geht nicht mehr weiter. Wir packen das nicht mehr." Wenn die SED-Führung die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt und sich kooperationsbereit gezeigt hätte, wäre vielleicht einiges zu retten gewesen.



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