#241

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 26.04.2013 22:38
von Dogbert | 143 Beiträge

Das wirklich Bedenkliche ist, finde ich, liegt darin, daß die nordkoreanische Führung der Bevölkerung wirtschaftliche Verbesserungen regelmäßig als eigene Leistung verkauft. Es wird nicht zugegeben, daß das Hilfsleistungen seitens der UN-Hilfsprogramme oder der VR China sind.

Im Moment wäre es sicherlich geschickter, von Übungsmanövern mit Südkorea Abstand zu nehmen, und sich nur auf die Positionierung von Raketen und Kriegsschiffen zu beschränken.

Ich gehe auch davon aus, daß man versucht, jetzt lieber auf nicht öffentlichen diplomatischen Wege eine Lösung zu erzielen. Man sollte der nordkoreanischen Führung die Möglichkeit geben, nicht ihr Gesicht zu verlieren. Der junge Führer hatte doch zu Beginn des Jahres eine Öffnung (etwa nach chinesischem Vorbild) signalisiert.



zuletzt bearbeitet 26.04.2013 22:39 | nach oben springen

#242

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 06.05.2013 10:20
von eisenringtheo | 9.159 Beiträge

Auch die Atommächte haben Raketenversager, nicht nur NK..
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/euro.../story/12855024
Theo


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#243

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 10.05.2013 13:59
von werner | 1.591 Beiträge

warum Nordkorea interessant ist:

http://asw.newpacificinstitute.org/?p=11458

und warum China kein Interesse hat, dass der Konflikt eskaliert

http://rt.com/business/north-china-korea-248/


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#244

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 15.05.2013 00:25
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #211
Zitat von DoreHolm im Beitrag #191
Die ganzen Aktivitäten der Amis reihen sich m.E. ein in eine Linie, die seit geraumer Zeit verfolgt wird. Nachdem der Warschauer Pakt zerschlagen ist, die Amis von einigen osteuropäischen Regierungen in vorauseilendem Gehorsam angehimmelt werden, machen sich die USA daran, Stück für Stück eine nach der anderen nicht genehme Regierung in anderen Ländern zu stürzen. Wie macht man das ? Es wird eine Opposition geschaffen, medial vergrößert, als Freiheitskämpfer dargestellt, eine Unterdrückung oder Diktatur (die es zweifellos auch gibt) hochgespielt, bis es zur militärischen Machtprobe kommt, wenn man nicht selbst gleich unter fadenscheinigem Vorwand einmarschiert, wie in den 50er bis 80er Jahren in Mittelamerika, jetzt in Afghanistan, dem Irak, Libyen, Syrien. Nun ist eben Kordkorea dran. Irgendwann wird sich Kuba vorgenommen oder mitte-links Regierungen in Lateinamerika. Von Vietnam läßt man erst mal die Finger. Zum Schluß stehen China und/oder Russland auf dem Programm und mit China kann man ja mit Taiwan auch einen Grund konstruieren. Wer meint, der USA wäre es gleichgültig, ob ein Staat in Europa eine sozialdemokratische oder gar aus Ex-Sozialisten und Kommunisten bestehende Regierung hat, der irrt sich. Die Möglichkeiten der Einflußnahme sind zwar begrenzt, aber das was möglich ist, wird auch genutzt. In dieser Richtung wird man mit zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten der USA einiges Unangenehme erwarten können.


Die Amis fahren die "Light- Variante" der Einmischung nicht freiwillig, es ist schlichtweg das Geld alle und Obama ist wohl der erste US- Präsident seit langem, der Problemlösungen im eigenem Land favorisiert anstatt mit Bomben vom eigenem Unvermögen abzulenken, so wie doubble f*** you Bush das getan hat.
Übrigens bin ich der Meinung, daß starke Linkskräfte in Deutschland Frau Merkel das außenpolitische Regieren erleichtern, da sie nicht jeden Kriegspfad der Amis mitgehen muß, weil sie dann immer schön vorschieben kann, daß Gysi & Co. politisch davon profitieren würde.
So muß sie ihre Freunde nicht direkt kritisieren, sondern kann recht komfortabel um Verständnis werben und ganz nebenbei unseren Staatshaushalt schonen, effektiv regiert die Linke also schon mit, seit sie im Bundestag sitzt.
Ob die Erbfolgeregelung für Nordkorea ideal ist, wage ich zu bezweifeln, dieser neue Führer ist so komisch wie ein Konfirmant, der nicht in seinen Anzug paßt, vielleicht weiß er auch selber, daß er schlichtweg überfordert ist.
Den Angriffen von außen sollte man in Nordkorea gelassener gegenüberstehen, schon mit Blick auf den mächtigen Verbündeten China.
Somit hat das Land ja nun die einmalige Chance, mit frischen Wind Ballast über Bord zu werfen und die Militärausgaben wären dabei ein schöner Anfang.
Hoffen wir, daß der neue Kim recht zügig nachreifen möge auch mit Blick auf das darbende Volk, sofern das überhaupt notleidend ist.
Und auch hier könnte mehr Offenheit Nordkorea außenpolitisch eher stärken als diese Geheimniskrämerei um die wirkliche Lage im Land.
Ich denke dabei auch an die Westreporter in der DDR, die ja eigentlich überwiegend sachlich die Lage geschildert hatten, die "Not" in Form grauer Fassaden und langen Schlangen vorm Bäcker nicht weiter propagandistisch ausgeschlachtet hatten.
Immerhin hatte ja Löwenthal seine Bürger schon ins rechte Bild gesetzt, wie das alles zu verstehen ist und nur die wenigsten konnten sich damals erklären, wieso der Sozialismus trotzdem einigermaßen funktionierte.
Es gab eben höhere Werte.
Nordkorea hat nun bessere Chancen und sollte sie nutzen, der neue Führer braucht Berater soviel steht fest, denn ein Jugendlicher kann kein alltagstauglicher Staatsmann sein.





Hallo miteinander
Offenheit ist Gift für dieses Regime,denn wenn das Volk erst einmal in dieses Lügen Gebäude hinenschauen kann ,ist Schluss mit lustik.
......Ja wie sich die Bilder gleichen,Rumänien,DDR,usw.
Und jeder hat gesehen,ganz schnell war der Spuck vorbei.


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#245

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 15.05.2013 00:44
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #33
Zur Schrift des Genossen Kim Jong Un,
Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas und Oberster Befehlshaber der koreanischen Volksarmee:

„Der große Genosse Kim Il Sung ist der ewige Führer unserer Partei und unseres Volkes“ Anläßlich des 100. Geburtstages des großen Revolu-tionärs und Ewigen Präsidenten der DVRK, Genossen Kim Il Sung, veröffentlichte Genosse Kim Jong Un die oben genannte Abhandlung. Diese Schrift ist eine kurze, aber dennoch sehr informative Darstellung des Lebens und Schaffens dieses großen Revolutionärs, der durch die Entwicklung der Juche-Ideologie den Marxismus-Leninismus bereichert, und gemäß den Bedingungen auf der koreanischen Halbinsel weiterentwickelt hat. Wir sind der Ansicht, daß die Schrift des Genossen Kim Jong Un für alle am Sozialismus sowie der koreanischen Geschichte Interessierten von großer Wichtigkeit ist und veröffentlichen daher nachfolgend einige Auszüge:
„Er (Kim Il Sung ... d. Red.) begründete die große Juche-Ideologie, leitete so die neue Etappe unserer revolutionären Sache ein, durch deren Durchsetzung die soziale Revolution in verschiedenen Etappen zum glänzenden Sieg führte und erwarb sich unvergängliche Verdienste um alle Bereiche der Revolution und des Aufbaus.
Die von ihm begründete und in der Praxis der Revolution hervorragend verwirklichte Juche-Ideologie ist das ewige Siegesbanner unserer Revolution. Diese Ideologie ist eine revolutionäre Ideologie, in der die anthropozentrische philosophische Idee, revolutionäre Theorien und Führungsmethoden mit den Volksmassen im Mittelpunkt in sich geschlossen systematisiert sind, und stellt den vervollkommneten Leitgedanken der Revolution dar, der den Kampfweg der Volksmassen für die Souveränität erhellt. Sie stellte die Weltanschauung mit dem Menschen im Mittelpunkt fest und eröffnete so den Weg, auf dem die Menschen mit dem Selbstbewußtsein, daß sie Herren der Welt und ihres eigenen Schicksals sind, die soziale Geschichte und ihr eigenes Schicksal selbständig gestalten.
Die Juche-Ideologie stellte revolutionäre Theorien und Führungsmethoden fest, in deren Mittelpunkt die Volksmassen stehen. Sie erhellt eindeutig den Weg, auf dem die Volksmassen, gestützt auf die revolutionäre und wissenschaftliche Theorie, Strategie und Taktik ,die Revolution und den Aufbau erfolgreich durchführen und ihre souveräne Sache glänzend vollenden können.
Revolutionäre Partei, Macht und Armee sind die stärkste politische Waffe , die den Fortschritt und den Sieg der revolutionären Sache garantiert. Die Geschichte zeigte, dass das Schicksal der Revolution und des Sozialismus davon entschieden wird, wie die Partei, Macht und Armee aufgebaut werden und das Volk politisch ideologisch vorbereitet wird.
Weil die Partei der Arbeit Koreas (PdAK) eine revolutionäre Partei unserer Prägung, die Regierung der Republik als die wahre Volksmacht und die unbesiegbare Volksarmee, die von Kim Il Sung gegründet, gefestigt und weiterentwickelt wurde, sowie unser Volk, das unter seiner Anleitung zum stärksten hinsichtlich der Ideologie und Überzeugung herangebildet wurde, präsent sind, schreitet unsere Revolution voller Dynamik voran, wobei sie auch heute wie im letzten Jahrhundert unvorstellbare Schwierigkeiten und Bewährungsproben meistert und in allen Bereichen des sozialistischen Aufbaus Wundertaten der Geschichte vollbringt. Die PdAK gewährleistet unerschütterlich die Führung der Revolution und des Aufbaus durch den Führer und lenkt so die Volksmassen, dass sie in treuer Unterstützung der Leitung durch die Partei und den Führer ihrer Verantwortung als Herren der Revolution und des Aufbaus voll gerecht werden. Unsere Volksmacht gewährleistet die souveränen Rechte und Interessen der Volksmassen. Und sie leitet und verwaltet einheitlich den Aufbau des reichen und starken Vaterlandes und die Arbeit die Verbesserung des Lebens des Volkes. Die Volksarmee, die zu einer starken Revolutionsarmee von Paektu entwickelt wurde, ist die Kerntruppe und Hauptformation unserer Revolution; sie macht sich im Kampf für den Schutz des Sozialismus und auf allen schweren und wichtigen Posten des Ringens um den sozialistischen Aufbau Ehre als Schöpfer der Wunder und Großtaten und als Schöpfer und Verbreiter der Songun-Kultur.
Der Sozialismus unserer Prägung, das von Kim Il Sung hinterlassene größte patriotische Erbe, ist die dauerhafte Hauptbasis dafür, den Aufbau eines mächtigen sozialistischen Staates im neuen Jahrhundert zügig voranzutreiben und unsere sozialistische Sache in glänzender Weise zu vollenden.“ (Aus: Kim Jong Un: Der große Genosse Kim Il Sung ist der ewige Führer unserer Partei und unseres Volkes, Pyongyang 2012; Seiten 6 bis 7; Naenara.com;
Nordkorea-Info.de)
http://www.drf.k-p-d.org/2012/drf1012.pdf

So eine J(a)uche-Ideologie hat schon was für sich. Da fühlt man sich schon fast wieder zu Hause. Die guten alten Zeiten.




Hallo miteinander
Da braucht das Volk wirklich nichts mehr (die sollen wenn möglich überleben und nicht fett werden.)


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#246

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 15.05.2013 00:57
von Dogbert | 143 Beiträge

Ich sage es mal so:

Die nordkoreanische Führung soll ihr Wort halten, was sie zu Beginn des Jahres gegeben hat und erforderliche Reformen einleiten. Deswegen muß sie die sozialistische Gesellschaftsform nicht opfern. Einen solchen Fehler machte bereits die DDR-Führung als sie nicht erkennen wollte, was die wirklichen Probleme sind. Mit Drohgebärden, egal in welche Richtung, wird man nichts erreichen können. Sicher,. der neue Mann ist noch jung, aber gerade er sollte begreifen, daß dieses Gehabe nichts mehr bringt. Dafür fehlt inzwischen auch die erforderliche Unterstützung. Das Volk hungert schon seit Jahren und ist auf internationale Hilfe angewiesen. Da nützen keine Parolen mehr.



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#247

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 15.05.2013 01:10
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von Dogbert im Beitrag #246
Ich sage es mal so:

Die nordkoreanische Führung soll ihr Wort halten, was sie zu Beginn des Jahres gegeben hat und erforderliche Reformen einleiten. Deswegen muß sie die sozialistische Gesellschaftsform nicht opfern. Einen solchen Fehler machte bereits die DDR-Führung als sie nicht erkennen wollte, was die wirklichen Probleme sind. Mit Drohgebärden, egal in welche Richtung, wird man nichts erreichen können. Sicher,. der neue Mann ist noch jung, aber gerade er sollte begreifen, daß dieses Gehabe nichts mehr bringt. Dafür fehlt inzwischen auch die erforderliche Unterstützung. Das Volk hungert schon seit Jahren und ist auf internationale Hilfe angewiesen. Da nützen keine Parolen mehr.


Sorry !! Dieses Regime kann auf Dauer nicht funktionieren,das auf Angst und Unterdrückung aufgebaut ist.
Mit Sozialismus hat das rein gar nichts zu tun,das ist Stalinismus in der Übelsten Form.
Die haben eine heiden Angst vor aufgeklärten Menschen.


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#248

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 15.05.2013 01:15
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #41
Zitat von Uleu im Beitrag #40
Warum bezeichnest du Obama als Diktator ?
Mein lieber Uleu,

ich habe Obama nicht als Diktator bezeichnet.

Vielmehr meine ich Kim Jong-un oder Kim Chŏngŭn, den Ersten Vorsitzenden der Nationalen Verteidigungskommission, Oberkommandierenden der Koreanischen Volksarmee und Ersten Sekretär der Partei der Arbeit Koreas, Sohn des Generalsekretärs der Partei der Arbeit Koreas (PdAK), des Vorsitzenden der Nationalen Verteidigungskommission der Demokratischen Volksrepublik Korea und Obersten Befehlshabers der Koreanischen Volksarmee, Kim Jong-Il, Enkel des "Großen Führers Genossen Kim Il-sung“, Begründer des 100-bändigen „Gesamtwerks Kim Il Sungs“.

Liebe Grüße

Ecki


Und das kannst du dir alles merken?........Wahnsinn


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#249

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 15.05.2013 01:21
von Dogbert | 143 Beiträge

Zitat von grenzgänger81 im Beitrag #247
Zitat von Dogbert im Beitrag #246
Ich sage es mal so:

Die nordkoreanische Führung soll ihr Wort halten, was sie zu Beginn des Jahres gegeben hat und erforderliche Reformen einleiten. Deswegen muß sie die sozialistische Gesellschaftsform nicht opfern. Einen solchen Fehler machte bereits die DDR-Führung als sie nicht erkennen wollte, was die wirklichen Probleme sind. Mit Drohgebärden, egal in welche Richtung, wird man nichts erreichen können. Sicher,. der neue Mann ist noch jung, aber gerade er sollte begreifen, daß dieses Gehabe nichts mehr bringt. Dafür fehlt inzwischen auch die erforderliche Unterstützung. Das Volk hungert schon seit Jahren und ist auf internationale Hilfe angewiesen. Da nützen keine Parolen mehr.


Sorry !! Dieses Regime kann auf Dauer nicht funktionieren,das auf Angst und Unterdrückung aufgebaut ist.
Mit Sozialismus hat das rein gar nichts zu tun,das ist Stalinismus in der Übelsten Form.
Die haben eine heiden Angst vor aufgeklärten Menschen.


Ich habe mich bewußt wohlwollend ausgedrückt. Daß das kein Sozialismus ist, ist mir auch bewußt. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, daß sie eher die chinesische Variante anstreben sollten, wenn sie ihnen am dritten Weg zw. Sozialismus und Kapitalismus was liegt. Ein Sozialismus in der eigentlich gedachten Form setzt eine entsprechende Wirtschaftskraft voraus.



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#250

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 15.05.2013 01:24
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von LO-Fahrer im Beitrag #37
Zu blöd, daß es in Nordkorea keine nennenswerte Opposition gibt, die man mit Waffenlieferungen, Flugverbotszonen, Militärberatern, militärischen Einsätzen aus humanitären Gründen, Luftschlägen zum Schutz der Zivilbevölkerung usw. in den Sattel heben kann. Ich behaupte mal, wenn Nordkorea keine Atomwaffen besitzen würde und die USA nicht befürchten würde, daß ihnen -trotz aller technischen und militärischen Überlegenheit- so ein schmutziges Ei untergejubelt werden könnte, hätte unser Oberfriedensapostel dort schon längst für Ordnung gesorgt und eine ihm genehme, natürlich durch und durch demokratische Regierung installiert. Und wer weiß, vielleicht müsste dann die Bundeswehr die deutsche Freiheit nicht nur am Hindukusch, sondern noch ein ganzes Stück weiter östlich verteidigen.


Da haben wirs wieder und ihr Öl wollen sie auch noch.
Außerdem wissen die Norkoreaner nicht mehr wo sie Tausende von Südkoreanischen Flüchtlingen unterbringen soll.


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#251

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 15.05.2013 01:37
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Dogbert im Beitrag #246
Ich sage es mal so:

Die nordkoreanische Führung soll ihr Wort halten, was sie zu Beginn des Jahres gegeben hat und erforderliche Reformen einleiten. Deswegen muß sie die sozialistische Gesellschaftsform nicht opfern. Einen solchen Fehler machte bereits die DDR-Führung als sie nicht erkennen wollte, was die wirklichen Probleme sind. Mit Drohgebärden, egal in welche Richtung, wird man nichts erreichen können. Sicher,. der neue Mann ist noch jung, aber gerade er sollte begreifen, daß dieses Gehabe nichts mehr bringt. Dafür fehlt inzwischen auch die erforderliche Unterstützung. Das Volk hungert schon seit Jahren und ist auf internationale Hilfe angewiesen. Da nützen keine Parolen mehr.


Ich weiß nicht, ob wir hier und in den meisten anderen Teilen der Welt tatsächlich in der Lage sind, die Stimmung in der Bevölkerung wirklich zu beurteilen. Keine freie Presse, kein Zugang zu ausländischen Medien, keine Informationemöglichkeiten per Internet, dabür aber eine permanente Gehirnwäsche - ich glaube nicht, dass das ohne Spuren bleibt.

Und Kim Jong-un ist noch jung, das ist richtig. Aber: Wie frei ist er wirklich in seinen Entscheidungen? Er ist umgeben von alten bis sehr alten Männern, die an allen - nicht nur den wichtigen, sondern an allen - Entscheidungshebeln der Macht sitzen. Kann er sich gegen die wirklich durchsetzen, so er es tatsächlich wollte? Daran habe ich meine Zweifel: Manchmal kommt er mir wie ferngesteuert, wie eine Marionette vor, bei denen die Strippenzieher im Dunkeln bleiben.

Die tatsächlichen Machtverhältnisse kennt wohl nur er - und eine Handvoll alter Männer.


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#252

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 15.05.2013 01:45
von Dogbert | 143 Beiträge

Wir wissen es eben nicht. Genau richtig. Deswegen bin ich noch relativ wohlwollend. Ich hätte den jungen Mann jedenfalls mehr Kooperationsbereitschaft zugetraut als sich mit dem südlichen Nachbarn anzulegen, oder wenigstens auf die Ratschläge des noch "engsten" Verbündeten VR China zu hören. Das Problem an der Sache ist halt, daß damit die Eigenstaatlichkeit Nordkoreas auf dem Spiel steht. Die DDR-Führung hatte dasselbe Problem.



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#253

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 15.05.2013 01:46
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #251
Zitat von Dogbert im Beitrag #246
Ich sage es mal so:

Die nordkoreanische Führung soll ihr Wort halten, was sie zu Beginn des Jahres gegeben hat und erforderliche Reformen einleiten. Deswegen muß sie die sozialistische Gesellschaftsform nicht opfern. Einen solchen Fehler machte bereits die DDR-Führung als sie nicht erkennen wollte, was die wirklichen Probleme sind. Mit Drohgebärden, egal in welche Richtung, wird man nichts erreichen können. Sicher,. der neue Mann ist noch jung, aber gerade er sollte begreifen, daß dieses Gehabe nichts mehr bringt. Dafür fehlt inzwischen auch die erforderliche Unterstützung. Das Volk hungert schon seit Jahren und ist auf internationale Hilfe angewiesen. Da nützen keine Parolen mehr.


Ich weiß nicht, ob wir hier und in den meisten anderen Teilen der Welt tatsächlich in der Lage sind, die Stimmung in der Bevölkerung wirklich zu beurteilen. Keine freie Presse, kein Zugang zu ausländischen Medien, keine Informationemöglichkeiten per Internet, dabür aber eine permanente Gehirnwäsche - ich glaube nicht, dass das ohne Spuren bleibt.

Und Kim Jong-un ist noch jung, das ist richtig. Aber: Wie frei ist er wirklich in seinen Entscheidungen? Er ist umgeben von alten bis sehr alten Männern, die an allen - nicht nur den wichtigen, sondern an allen - Entscheidungshebeln der Macht sitzen. Kann er sich gegen die wirklich durchsetzen, so er es tatsächlich wollte? Daran habe ich meine Zweifel: Manchmal kommt er mir wie ferngesteuert, wie eine Marionette vor, bei denen die Strippenzieher im Dunkeln bleiben.

Die tatsächlichen Machtverhältnisse kennt wohl nur er - und eine Handvoll alter Männer.


Wenn dem so wahre 'konnte er aber nicht so einfach den ranghöchsten General absetzen.


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#254

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 15.05.2013 08:43
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von grenzgänger81 im Beitrag #253

Wenn dem so wahre 'konnte er aber nicht so einfach den ranghöchsten General absetzen.



Wer kennt schon die Machtspiele, die in welchem Land auch immer hinter den Kulissen stattfinden? Und ganz besonders in einem Land wie diesem, das sich derartig abschottet, von dem - abgesehen von den offiziellen Verlautbarungen - so gut wie nichts nach Außen dringt?

Für mich beweist das erst mal gar nichts,.


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#255

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 15.05.2013 11:40
von thomas 48 | 3.566 Beiträge

Etwas unpolitisches,
ich war mal großer Ansichtskartensammler und hatte in den 60 Jahren einen Tauschpartner in Wladiwostok gehabt. Nach ca 2 jahren hatte ich eine kleine Sammlung aus Nordvietnam, China und Nordkorea. Alleine 30-50 aus Nk.
Die Karten hatten immer das selbe Motiv, große moderne Straßen und tolle Paläste, nur die Autos und die Menschen waren nie zu sehen.


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#256

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 18.05.2013 19:13
von KID | 234 Beiträge

Korea heisst "Eremitenkoenigreich" nicht umsonst, und das seit Jahrhunderten. Dieses Land und Volk ist fast allen Nicht-Koreanern undurchschaubar, oft unverstaendlich. Auslaenderfeindlichkeit und ungetarnter Rassismus sind Betsandteile der koreansichen Psyche, und vielleicht aus gutem Grund.

Was hier als Stalinistischer Feudalismus bezeichnet wird, ist ein rein koreanisches Phaenomen. Es hat weder mit Stalin noch mit Kommunismus zu tun. Und Feudalismus waere genau das, was die ehemaligen Kolonialmaechte China, Russland und Japan diesem Land uebriggelassen hatten. Die Fuehrung in Pjoengjang lehnt jede Klassifizierung ab, die sie in eine westliche oder gar 'Ostblock-solzialistische' Rubrik zwaengt. Die Bilder von Marx und Lenin, die nur 2 Jahre zuvor am Paradeplatz der Hauptstadt Nordkoreas hingen, sind weg. Nordkorea steht allein gegen eine angereihte feindliche Front, die auf die Zerstorung der VR hinaus ist.

Wer die Nordkoreaner versteht, weiss, dass der Besitz von Nuklearwaffen der alleinige Garant des Ueberlebens der VR ist. Die Hauptbefuerwoerter eines nicht-nuklearen Nordkoreas sind gerade die Weltmaechte, die selber solche ungeheure Waffen der Massenzerstoerung besitzen. Ein Land, die USA, hat sogar solche grausame waffen eingesetzt. Wer Atomwaffen schon benutzt hatte, kann wahrleich kein Vertreter einer Friedensbewegung sein.

Die Blockade gegen die KDVR, genau wie die gegen Kuba, ist auch eine Waffe, die nur gegen Laender eingesesetzt wird, die der Gewaltpolitik der USA unbeugsam sind. In der Schweinebucht sowie am 38. Breitengrad wurde die USA gestoppt. Die Blamage dieser Niederlagen finden heute in der Form dieser Blockaden ihre Rache.

Neulich in eine Fernsehfilm kam folgendes Zitat: "Du wuerdest lieber im eigenen Dreck stehen, als die Schaufel eines anderen in die Hand zu nehmen." Da dachte ich sofort an Nordkorea.

Jens


Feliks D., Kurt und werner haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.05.2013 19:15 | nach oben springen

#257

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 18.05.2013 21:16
von Boelleronkel (gelöscht)
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Tja KID....

Fakt ist...es gibt nicht ausreichend Essen,Strom,Wasser etc...
fundamentale Dinge zum "ganz normalen einfachen Leben"(nein die goldenen Wasserhaehne sind nicht gemeint)

Wie sagte doch die kulturelle Mitarbeiterin im TV....(als der alte Kim gestorben ist,hat ganz Deutschland geweint)...nunja und ob Atomwaffen der Garant fuers "ueberleben"sind,darf man mittlerweile schwer bezweifeln....

Schoene Pfingsten Gruessli BO


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#258

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 18.05.2013 21:21
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #257
(als der alte Kim gestorben ist,hat ganz Deutschland geweint)...

Dann war er hier auch so beliebt, ich dachte nur dort vor Ort?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 18.05.2013 21:22 | nach oben springen

#259

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 18.05.2013 21:26
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Zitat von Feliks D. im Beitrag #258
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #257
(als der alte Kim gestorben ist,hat ganz Deutschland geweint)...

Dann war er hier auch so beliebt, ich dachte nur dort vor Ort?



....Meinte wenigstens die "Agiproppa Tante von der Kulturabteilung"...also im TV und die Person muss es ja wissen.

Klingt son bissle nach DDR fuffzijer Jahre

Sodann BO


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#260

RE: Zur Demokratischen Volksrepublik Korea

in Themen vom Tage 18.05.2013 22:30
von Uleu | 527 Beiträge

Von China lernen heisst siegen lernen ....
Sie machen nichts anderes für internationale Anerkennung als China in den 60igern. Nehmen auch die Opfer in Kauf.
Inzwischen sind sie Atommacht, ob Obama das anerkennen will oder nicht, und wenn sie die strategische Rakete hinbekommen haben sie auch das Trägermittel dafür. Ich hoffe man findet vorher zu Gesprächen miteinander.


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
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