#601

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.07.2009 22:19
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Die Stasi war nicht so schlecht.
Nein, sie liebte uns doch alle !
Zum Glück finden sich ab und an mal solche Seiten, die die Menschen wieder daran erinnern, wie schlimm sie wirklich war.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
nach oben springen

#602

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.07.2009 10:30
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo zusammen,
Ich frage mich selber, was sind das für Menschen welche zur Stasi gehen? Gut einige wachsen einfach hinein, da es durch das Elternhaus vorprogrammiert ist! Ist das Geheimnisvolle, die Macht welche man sich erhofft(da man bisher als ein niemand angesehen war, und verhöhnt wurde) Ist es das, jetzt haben die aber Angst und Respekt vor mir? Ist es blinder Gehorsam, oder fester Glaube an eine Sache? Fanatismus, Blinder Eifer, waren sie nur selber zu ängstlich und zu labil nein zu sagen? Zu was Menschen gerade in solchen Organisationen fähig sind hat die Vergangenheit offenbart! Ist erst einmall eine Hemmschwelle überwunden, dazu das Gefühl etwas Besonderes zu sein legt manchmal menschliche Extreme, Neigungen, offen. Gestapo, Stasi, was war der Unterschied, wo waren sie gleich?
Was lässt Menschen in Sekten eintreten, wo der Verstand so beeinflusst wird das logische Denken und eigener Wille ausgelöscht sind!
Das soweit geht das kollektiver Selbstmord begangen wird!
Selbstmord Attentäter, Kamikazeflieger, Extreme Sekten, oder auch Gestapo und Stasi. Mein Verstand sagt mir das kann nicht gut sein lass die Finger davon!!? Nein ich verstehe das menschliche Gehirn und wie es manchmal arbeitet nicht! Doch denken wir alle gleich? Welche Faktoren spielen eine Rolle um das Gehirn anders arbeiten zu lassen? Klar ist es sehr weit hergeholt Stasi mit dem hier aufgezählten in Verbindung zu bringen. Ich habe nur mal nachgedacht das wir Menschen auch Dinge tun wo eigentlich der Verstand sagen müsste das ist nicht Gutes! Nun werden sich die melden welche sagen, ich wollte meinem Staat dienen,und habe an eine gerechte Sache geklaubt deshalb bin ich zur Stasi gegangen! Auch das mag es gegeben haben.Aber es war der falsche Weg! und alle die heute sagen,es war ein Fehler da hatte ich geirrt und verstehe es heute selber nicht mehr,denen kann ich nicht ewig Vorwürfe machen.
Gruß Peter(turtle)


zuletzt bearbeitet 29.07.2009 10:30 | nach oben springen

#603

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.07.2009 11:37
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Zitat von turtle
... Ich frage mich selber, was sind das für Menschen welche zur Stasi gehen? ...


Hallo turtle,

ich sage es offen, wenn ich angesprochen worden wäre, hätte ich vielleicht auch mitgemacht. Inwiefern ich in der Lage gewesen wäre, Informationen über Freunde und Verwandte zu liefern, weiß ich nicht. Ich stand nicht vor diesem Dilemma. Warum hätte ich bei dem Verein mitgemacht?

Ich nehme erstmal ein abwegig erscheinendes Beispiel. Ein Kind kommt in der ländlichen Region Südbayerns zur Welt. Aus irgendwelchen Gründen verliert es seine Eltern. Es wird von einer Berliner Familie adoptiert. Wie hoch, meinst Du, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es jetzt noch Katholik wird?

Nein, ich will nicht Äpfel mit Birnen vergleichen und nicht den katholischen Glauben mit dem Glauben an den Sozialismus. Es geht mir um das Wirkungsprinzip. Für seine Erziehung kann ein Mensch zunächst recht wenig. Der ist er ausgesetzt. Erst wenn er reift, entscheidet sich, was für einer er ist oder selbstbestimmt werden will. Ich bin im Glauben an die Sache des Sozialismus aufgewachsen und erzogen worden. Es gab für mich sogar sehr reale Hintergründe, die diesen Glauben genährt haben (ich schrieb an anderer Stelle schon über meine Familie). Gelegentlich ist auch die Bewertung eines Geschehens den aktuellen Paradigmen des eigenen Sehens zuzuschreiben.

Nein, Machtgeilheit wäre es bei mir nicht gewesen. Ich würde es eine Art romantische Vorstellung davon nennen, durch das Tun von einer Sache, die man als notwendig ansieht, zum Gefühl zu kommen, das Richtige zu tun. Vielleicht träumt man in diesem Fall auch von einer Art gesellschaftlicher Anerkennung, die nicht unbedingt eine öffentliche sein muss. Ähnlich war es auch mit meiner Entscheidung, Offizier zu werden. Dass dieser Beruf nur eine geringe gesellschaftliche Wertschätzung hat, wurde mir bereits als Offiziersbewerber schnell klar, bzw. klar gemacht. Hast du aber einmal die Entscheidung getroffen, diesen Weg zu gehen, dann gehst Du ihn auch Schritt für Schritt weiter. Als äußerst stabil erweist sich ein Feindbild. Je stabiler und erweiterbarer dieses ist, umso mehr bist du bereit, auch Dinge zu tun, die andere Überzeugungen in den Hintergrund treten lassen.

Eine der wenigen Theorien in der Psychologie, die das menschliche Handeln mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 Prozent vorhersagbar machen, ist die Theorie der kognitiven Dissonanz, über die ich in die Wendezeit hinein mit Blick auf die Grenztruppen meine Diplomarbeit geschrieben habe. Kurz gesagt werden wir, vorwiegend in unserem Kommunikationsverhalten versuchen, dass wir uns unsere Entscheidungen positiv bestätigen. Je größer der Druck ist, dass wir uns auch für eine Alternative hätten entscheiden können, desto stärker ist die Tendenz, sich die eigene Entscheidung zu bestätigen. Ein Handelsvertreter kennt diese Technik, wenn auch vielleicht nicht vom Namen. Hat sein potentieller Kunde erst einmal erklärt, er will sich mit ihm unterhalten, hat er schon so gut wie gewonnen. Er führt den Kunden über kleine Entscheidungen (Können Sie sich vorstellen ..., Ist das nicht eine gute Sache ... etc.) hin zum gewünschten Ziel.

Die ganze Sache funktioniert solange, bis es zu einem wirklichen Konflikt kommt. Bei mir wäre das 1989 wahrscheinlich der Punkt gewesen, an dem man uns auf die Straße gegen das Volk gestellt hätte. Aber wie ich mich verhalten hätte, wäre heute pure Spekulation. Um zur Ausgangsfrage zurückzukommen: Hätte ich für die Stasi gearbeitet und Berichte abgeliefert? Ja, und das habe ich, ohne IM oder ähnliches zu sein. Die Ergebnisse der Personalanalyse und auch meine Einschätzungen aus dem Poiltunterricht bzw. aus politischen Gesprächen flossen in die Personalunterlagen ein und damit der Verwaltung 2000 zu. Das war mir genauso klar, wie allen anderen Berufsoffizieren. Und damit hatten wir kein Problem ... siehe oben.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 29.07.2009 11:42 | nach oben springen

#604

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.07.2009 12:44
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Rainman2
[quote="turtle"]... Ich frage mich selber, was sind das für Menschen welche zur Stasi gehen? ...


Hallo turtle,

ich sage es offen, wenn ich angesprochen worden wäre, hätte ich vielleicht auch mitgemacht. Inwiefern ich in der Lage gewesen wäre, Informationen über Freunde und Verwandte zu liefern, weiß ich nicht. Ich stand nicht vor diesem Dilemma. Warum hätte ich bei dem Verein mitgemacht?

Ich nehme erstmal ein abwegig erscheinendes Beispiel. Ein Kind kommt in der ländlichen Region Südbayerns zur Welt. Aus irgendwelchen Gründen verliert es seine Eltern. Es wird von einer Berliner Familie adoptiert. Wie hoch, meinst Du, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es jetzt noch Katholik wird?

Nein, ich will nicht Äpfel mit Birnen vergleichen und nicht den katholischen Glauben mit dem Glauben an den Sozialismus. Es geht mir um das Wirkungsprinzip. Für seine Erziehung kann ein Mensch zunächst recht wenig. Der ist er ausgesetzt. Erst wenn er reift, entscheidet sich, was für einer er ist oder selbstbestimmt werden will. Ich bin im Glauben an die Sache des Sozialismus aufgewachsen und erzogen worden. Es gab für mich sogar sehr reale Hintergründe, die diesen Glauben genährt haben (ich schrieb an anderer Stelle schon über meine Familie). Gelegentlich ist auch die Bewertung eines Geschehens den aktuellen Paradigmen des eigenen Sehens zuzuschreiben.


Ehrliche und offene, realistische Meinung/ Selbsteinschätzung!

Auch oder gerade deshalb, weil unsere beiden Biographien (Erziehung, Elternhaus) meilenweit auseinandergehen, ist gerade eine sachliche Kommunikation, die Achtung und die Würde des Anderen so wichtig! Aspekte, die in der heutigen Zeit Fremdwörter geworden sind und neben ungezügelter Raffgier, Neid und Mißgunst nur leere Worthülsen und die Abgründe dieser Gesellschaft(en) sind. Die Hauptgründe für Leiden, Not, Elend und (moderner) Unterdrückung von Menschen...

Ich hab`s für den Bunkerkommandanten schon mal geschrieben und mach es für Dich auch!

Solche Menschen wie Dich braucht(e) das Land!

Wenn es in Deutschland der Nachwendezeit nur (etwas) mehr Menschen von dieser Mentalität (Ehrlichkeit war! eine der geachteten deutschen Tugenden) gegeben hätte, es wär mit Bestimmtheit einiges anders gekommen, garantiert!



...egal, es ist ein Vergleich, aber eine Tatsache: Hunderttausende und mehr hätten es genauso getan

Wie hieß es nach der französischen Revolution? Der König ist tot, es lebe der König...!


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
nach oben springen

#605

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.07.2009 16:38
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat: Rainman,
Ich nehme erstmal ein abwegig erscheinendes Beispiel. Ein Kind kommt in der ländlichen Region Südbayerns zur Welt. Aus irgendwelchen Gründen verliert es seine Eltern. Es wird von einer Berliner Familie adoptiert. Wie hoch, meinst Du, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es jetzt noch Katholik wird?

Das habe ich bereits damit beantwortet als ich meine Fragen stellte!
Zitat turtle: Ich frage mich selber, was sind das für Menschen welche zur Stasi gehen? Gut einige wachsen einfach hinein, da es durch das Elternhaus vorprogrammiert ist!
Klar wenn das Kind in Berlin aufwächst bekommt es die Berliner“Schnauze“ und wird höchstwahrscheinlich kein Katholik.
Zitat:Rainman. Ich würde es eine Art romantische Vorstellung davon nennen, durch das Tun von einer Sache, die man als notwendig ansieht, zum Gefühl zu kommen, das Richtige zu tun. Vielleicht träumt man in diesem Fall auch von einer Art gesellschaftlicher Anerkennung, die nicht unbedingt eine öffentliche sein mussDas hatte ich auch bereits mit angeführt!
Zitat turtle: Ist es blinder Gehorsam, oder fester Glaube an eine Sache?
Nun werden sich die melden welche sagen, ich wollte meinem Staat dienen ,und habe an eine gerechte Sache geglaubt deshalb bin ich zur Stasi gegangen!
Ich hatte auch nur einige Überlegungen gehabt! Fragen werden zu dem Thema Stasi immer offen bleiben!
Es wird auch noch viele Jahre ein sensibles Thema bleiben ,wobei man immer viel verlieren kann. Doch aufgearbeitet muss das Thema Stasi auch ,wie soll man das sonst verstehen was da geschehen ist! Wir sind es auch den Opfern durch dieses System schuldig ob mit oder ohne Stasi! Sie alle haben Gerechtigkeit verdient!
Gruß Peter(turtle)


zuletzt bearbeitet 29.07.2009 16:44 | nach oben springen

#606

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.07.2009 18:09
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Rainman2
Zitat von turtle
... Ich frage mich selber, was sind das für Menschen welche zur Stasi gehen? ...


Hallo turtle,

ich sage es offen, wenn ich angesprochen worden wäre, hätte ich vielleicht auch mitgemacht. Inwiefern ich in der Lage gewesen wäre, Informationen über Freunde und Verwandte zu liefern, weiß ich nicht. Ich stand nicht vor diesem Dilemma. Warum hätte ich bei dem Verein mitgemacht?

Ich nehme erstmal ein abwegig erscheinendes Beispiel. Ein Kind kommt in der ländlichen Region Südbayerns zur Welt. Aus irgendwelchen Gründen verliert es seine Eltern. Es wird von einer Berliner Familie adoptiert. Wie hoch, meinst Du, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es jetzt noch Katholik wird?

Nein, ich will nicht Äpfel mit Birnen vergleichen und nicht den katholischen Glauben mit dem Glauben an den Sozialismus. Es geht mir um das Wirkungsprinzip. Für seine Erziehung kann ein Mensch zunächst recht wenig. Der ist er ausgesetzt. Erst wenn er reift, entscheidet sich, was für einer er ist oder selbstbestimmt werden will. Ich bin im Glauben an die Sache des Sozialismus aufgewachsen und erzogen worden. Es gab für mich sogar sehr reale Hintergründe, die diesen Glauben genährt haben (ich schrieb an anderer Stelle schon über meine Familie). Gelegentlich ist auch die Bewertung eines Geschehens den aktuellen Paradigmen des eigenen Sehens zuzuschreiben.

Nein, Machtgeilheit wäre es bei mir nicht gewesen. Ich würde es eine Art romantische Vorstellung davon nennen, durch das Tun von einer Sache, die man als notwendig ansieht, zum Gefühl zu kommen, das Richtige zu tun. Vielleicht träumt man in diesem Fall auch von einer Art gesellschaftlicher Anerkennung, die nicht unbedingt eine öffentliche sein muss. Ähnlich war es auch mit meiner Entscheidung, Offizier zu werden. Dass dieser Beruf nur eine geringe gesellschaftliche Wertschätzung hat, wurde mir bereits als Offiziersbewerber schnell klar, bzw. klar gemacht. Hast du aber einmal die Entscheidung getroffen, diesen Weg zu gehen, dann gehst Du ihn auch Schritt für Schritt weiter. Als äußerst stabil erweist sich ein Feindbild. Je stabiler und erweiterbarer dieses ist, umso mehr bist du bereit, auch Dinge zu tun, die andere Überzeugungen in den Hintergrund treten lassen.

Eine der wenigen Theorien in der Psychologie, die das menschliche Handeln mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 Prozent vorhersagbar machen, ist die Theorie der kognitiven Dissonanz, über die ich in die Wendezeit hinein mit Blick auf die Grenztruppen meine Diplomarbeit geschrieben habe. Kurz gesagt werden wir, vorwiegend in unserem Kommunikationsverhalten versuchen, dass wir uns unsere Entscheidungen positiv bestätigen. Je größer der Druck ist, dass wir uns auch für eine Alternative hätten entscheiden können, desto stärker ist die Tendenz, sich die eigene Entscheidung zu bestätigen. Ein Handelsvertreter kennt diese Technik, wenn auch vielleicht nicht vom Namen. Hat sein potentieller Kunde erst einmal erklärt, er will sich mit ihm unterhalten, hat er schon so gut wie gewonnen. Er führt den Kunden über kleine Entscheidungen (Können Sie sich vorstellen ..., Ist das nicht eine gute Sache ... etc.) hin zum gewünschten Ziel.

Die ganze Sache funktioniert solange, bis es zu einem wirklichen Konflikt kommt. Bei mir wäre das 1989 wahrscheinlich der Punkt gewesen, an dem man uns auf die Straße gegen das Volk gestellt hätte. Aber wie ich mich verhalten hätte, wäre heute pure Spekulation. Um zur Ausgangsfrage zurückzukommen: Hätte ich für die Stasi gearbeitet und Berichte abgeliefert? Ja, und das habe ich, ohne IM oder ähnliches zu sein. Die Ergebnisse der Personalanalyse und auch meine Einschätzungen aus dem Poiltunterricht bzw. aus politischen Gesprächen flossen in die Personalunterlagen ein und damit der Verwaltung 2000 zu. Das war mir genauso klar, wie allen anderen Berufsoffizieren. Und damit hatten wir kein Problem ... siehe oben.

ciao Rainman



nach oben springen

#607

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.07.2009 18:11
von glasi | 2.815 Beiträge

hallo rainman. du bist immer so erlich. das finde ich gut. wärst du wirklich 1989 gegen das vlk gezogen. lg glasi



nach oben springen

#608

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.07.2009 12:43
von manudave (gelöscht)
avatar

In Antwort auf:
Es wird auch noch viele Jahre ein sensibles Thema bleiben ,wobei man immer viel verlieren kann. Doch aufgearbeitet muss das Thema Stasi auch ,wie soll man das sonst verstehen was da geschehen ist! Wir sind es auch den Opfern durch dieses System schuldig ob mit oder ohne Stasi! Sie alle haben Gerechtigkeit verdient!



Besser kann man es nicht schreiben, Turtle.


nach oben springen

#609

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.08.2009 11:17
von MPZar (gelöscht)
avatar

Es ist ein verbrecherisches System gewesen welches die Menschen aufeinander gehetzt hat. Dieses System war eine Seite des kalten Krieges und damit eine Partei. Die Menschen sind bewußt in diese Auseinandersetzung geschickt worden.


nach oben springen

#610

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.08.2009 12:35
von manudave (gelöscht)
avatar

nach oben springen

#611

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.08.2009 15:02
von Bunkerkommandant (gelöscht)
avatar

Zitat von manudave
Link zu einer interessanten Statistik:

http://de.statista.com/statistik/daten/s...esverwaltungen/


Ja und, was willst Du uns damit sagen?


zuletzt bearbeitet 18.08.2009 15:03 | nach oben springen

#612

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.08.2009 19:28
von manudave (gelöscht)
avatar

Thomas,

findest du die Unterschiede bei den einzelnen Bundesländern nicht erstaunlich?


nach oben springen

#613

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.08.2009 19:41
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Hallo ,
warum sind eigendlich nur die "neuen" BL aufgeführt ???

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
nach oben springen

#614

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.08.2009 19:43
von manudave (gelöscht)
avatar

Da hast du sicher recht - ich will gar nicht wissen...


nach oben springen

#615

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.08.2009 21:02
von Augenzeuge (gelöscht)
avatar

Zitat von manudave
Thomas,
findest du die Unterschiede bei den einzelnen Bundesländern nicht erstaunlich?


Also ich weiß es nicht, aber kann man einen Zusammenhang der Zahlen in Sachsen-Anhalt sehen und dem Wunsch, das die meisten von dort die DDR zurück haben wollen?


nach oben springen

#616

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.08.2009 21:16
von maja64 (gelöscht)
avatar

Na mir stellt sich ja die Frage wenn die wissen wieviele Leute es von denen wo noch gibt (sonst gäb es ja wohl diese Statistik nicht),wieso sind die noch in ihren Ämtern







P.S. Quelle FTD (Financel Times Deutschland),dachte bis jetzt immer die kümmern sich nur um Börse und Wirtschaft


nach oben springen

#617

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.08.2009 21:33
von icke46 | 2.593 Beiträge

Was mich an der Statistik - wie auch an der ganzen Diskussion - etwas stört, ist dieser schwammige Begriff "Stasi-Mitarbeiter". Ich weiss nun die Zahl der Mitarbeiter beim MfS nicht, aber es sind mit Sicherheit auch Leute darunter wie Köche, Fahrer, Hausmeister. Das diese Menschen eine Gefahr für die "freiheitlich-demokratische Grundordnung" darstellen, will mir irgendwie nicht einleuchten. Im übrigen genauso wenig, wie es mir einleuchtet, wie man mit dem Forumsmitglied Bunkerkommandant umgegangen ist, der sich immerhin nach 1989 offen zu seiner Vergangenheit bekannt hat (so habe ich das zumindest aus seinen Äusserungen hier herausgelesen).

Und dann wundert man sich, dass ein Grossteil der ehemaligen Mitarbeiter des MfS versucht, seine Vergangenheit zu vernebeln? Ich war immer der Meinung, dass man in jedem Fall eine Einzelfall-Prüfung hätte machen sollen - die Gleichung Stasi-Mitarbeiter = Verbrecher ist nach meinem Dafürhalten jedenfalls grundfalsch.

Gruss

icke



nach oben springen

#618

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.08.2009 21:42
von Bunkerkommandant (gelöscht)
avatar

Dieses ganze Diagramm lässt mich ehrlich gesagt, völlig kalt.
Das einzige was mich berührt ist, dass ich mich als Sachse mit einer der höchsten Quote an Mitarbeitern hier in Thüringen gut verstecken kann, weil es da offensichtlich die wenigsten enttarnten ehemaligen Mitarbeiter in Verwaltungen des Landes heute noch gibt. Solange sie arbeiten im Sinne des kapitalistischen Staates... lass sie doch machen. Die einzigen die es stört, sind die sprichwörtlichen getroffenenen Hunde, die bellen.
Seid froh, dass sie (wir) nicht gegen Euch arbeiten, die Ausbildung dafür haben sie (wir) ...
Weia, auf die Post bin ich gespannt...


nach oben springen

#619

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.08.2009 21:59
von muts | 89 Beiträge

Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.

Die Statistik gibt absolute Zahlen an, möglicherweise ist die Struktur der Landesverwaltung in z.B. in Thüringen eine andere als in Sachsen-Anhalt, so daß prozentual etwas völlig anderes rauskommen könnte.

Zitat von maja64
Na mir stellt sich ja die Frage wenn die wissen wieviele Leute es von denen wo noch gibt (sonst gäb es ja wohl diese Statistik nicht),wieso sind die noch in ihren Ämtern




Ich habe mal vor vielen Jahren einen Tätigkeitsbericht der Gauck-Behörde gelesen. Ich war einigermaßen schockiert, denn dort stand das gerade 24% der Mitarbeiter der Magdeburger Stadtverwaltung ,denen man Tätigkeit für das MfS nachweisen konnte, ihren Arbeitsplatz räumen mußten.

Das Problem war, glaube ich, das allein die Tätigkeit für das MfS kein Grund für eine Kündigung darstellt. Jeder Mitarbeiter im öffentlichen Dienst mußte erklären, daß er nicht für das MfS tätig war. Als Kündigungsgrund kam also nicht die Mitarbeit beim MfS in Frage, sondern das der Mitarbeiter in der Erklärung gelogen hat und dadurch das Vertrauensverhältnis zwischen Mitarbeiter und Arbeitgeber zerstört ist. Diese Beweisführung muß man erstmal antreten und dann noch gewinnen.

Gruß
Matthias


nach oben springen

#620

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.08.2009 22:07
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Bunkerkommandant
Dieses ganze Diagramm lässt mich ehrlich gesagt, völlig kalt.
Das einzige was mich berührt ist, dass ich mich als Sachse mit einer der höchsten Quote an Mitarbeitern hier in Thüringen gut verstecken kann, weil es da offensichtlich die wenigsten enttarnten ehemaligen Mitarbeiter in Verwaltungen des Landes heute noch gibt. Solange sie arbeiten im Sinne des kapitalistischen Staates... lass sie doch machen. Die einzigen die es stört, sind die sprichwörtlichen getroffenenen Hunde, die bellen.
Seid froh, dass sie (wir) nicht gegen Euch arbeiten, die Ausbildung dafür haben sie (wir) ...
Weia, auf die Post bin ich gespannt...


das sehe ich genauso. das habe ich aber schon vor ein parr monaten gesagt. sollen denn alle die beim mfs waren keine möglichkeit mehr haben zu arbeiten. soll thomas lieber steine klopfen oder zuhause sitzen. dann ist es doch besser er arbeitet im museum.



nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
In den Raum gestellt - Thema: Der unendliche Kampf gegen die DDR-"Staatssicherheit" und der real existierende Verfassu
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Feliks D.
211 21.02.2014 14:35goto
von Bürger der DDR • Zugriffe: 9748
Hexenjagd auf IM und Staatssicherheit
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Freedom
142 07.07.2011 10:47goto
von Freedom • Zugriffe: 3683
DDR Mythos: Die Staatssicherheit war nur eine Geheimpolizei aber alle hatten Angst?
Erstellt im Forum Mythos DDR und Grenze von Angelo
170 23.02.2010 22:08goto
von Sonny • Zugriffe: 7099
" Hippies" beim Wasunger Karneval und die Staatssichheit !
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von kinski112
22 19.03.2016 11:28goto
von bürger der ddr • Zugriffe: 2587
Anatomie der Staatssicherheit - MfS - Handbuch
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Sauerländer
23 14.10.2009 21:25goto
von Pitti53 • Zugriffe: 2080
Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Angelo
307 17.12.2013 00:41goto
von frank • Zugriffe: 18558
Das Ministerium für Staatssicherheit und der Terrorismus in Deutschland
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Angelo
0 03.08.2009 14:22goto
von Angelo • Zugriffe: 549
Rund 100 ehemalige Offiziere der DDR- Staatssicherheit im Landeskriminalamt (LKA) Brandenburg
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Angelo
80 12.11.2014 19:48goto
von damals wars • Zugriffe: 6690
Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Angelo
230 10.03.2016 19:28goto
von SET800 • Zugriffe: 21649

Besucher
15 Mitglieder und 34 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Oderfischer
Besucherzähler
Heute waren 554 Gäste und 41 Mitglieder, gestern 3936 Gäste und 179 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14372 Themen und 558390 Beiträge.

Heute waren 41 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen