#541

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2009 10:56
von FSK-Veteran (gelöscht)
avatar

Wie war das denn nun mit M.Gartenschläger und einem MfS-Mordkommando?

Wer Erkenntnisaufhellungen sucht und/oder die Landesvertretung Thüringens in der deutschen Hauptstadt kennenlernen will, sollte am Tag des Mauerbaus dort mal vorbeigucken....

13. August 2009

19:00 Uhr

Michael Gartenschläger und die innerdeutsche Grenze

Buchvorstellung

Im August 1961 wurde der siebzehnjährige Michael Gartenschläger wegen seines Protestes gegen den Bau der Berliner Mauer festgenommen. Nach 10 Jahren politischer Haft in der DDR wegen „staatsgefährdender Propaganda und Hetze sowie der Diversion“ wird Gartenschläger 1971 von der Bundesrepublik freigekauft. Um das SED-Regime zu entlarven, das seinen Einsatz von Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze bestreitet, demontiert er von der Westseite aus zwei Splitterminen SM 70 und präsentiert sie der Öffentlichkeit. Mielke ist außer sich – Gartenschlägers „Liquidierung“ wird beschlossen. Gartenschläger wird von einem Stasi-Sonderkommando am 1. Mai 1976 erschossen. Am 48. Jahrestag des Mauerbaus wird das neue Buch von Freya Klier über Michael Gartenschläger präsentiert.

Vertretung des
Freistaats
Thüringen beim Bund,
Mohrenstraße 64,
10117 Berlin

Quelle:
http://www.stiftung-aufarbeitung.de/term...taltung2009.php


zuletzt bearbeitet 24.07.2009 11:00 | nach oben springen

#542

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2009 11:20
von karl143 (gelöscht)
avatar

Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, das in dem Buch neue Erkenntnisse auftauchen. Zu diesem Thema ist zwar immer wieder was geschrieben worden, aber alle Fakten, welche wirklich zur Erschießung geführt haben sind nie restlos geklärt worden. Leider. Da wollen "manche" auch gar keine neuen Fakten. Und die Justiz hat in diesem Fall mMn auch versagt. Es bestand wohl gar kein großes Interesse, hier restlos aufzuklären.


nach oben springen

#543

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2009 11:43
von FSK-Veteran (gelöscht)
avatar

Bei Wikipedia ist zu lesen:

"Todesumstände

In der Nacht zum 1. Mai 1976 wollte Gartenschläger mit zwei Unterstützern eine dritte SM 70 abbauen. Alle drei Personen waren bewaffnet. In Kenntnis des Vorhabens, ohne jedoch Ort und Zeit genau zu wissen, waren auf DDR-Seite seit dem 24. April 1976 weiträumige Sicherungsmaßnahmen durch eine 29-köpfige Einsatzgruppe der Hauptabteilung I des Ministeriums für Staatssicherheit angelaufen. Das Ziel der Maßnahme bestand darin, Gartenschläger nach dem Betreten des DDR-Territoriums festzunehmen oder zu töten. Als Gartenschläger eine SM 70 zur Explosion bringen wollte, wurde er durch mehrere Schüsse aus einer AK-47 tödlich getroffen, wobei die Gefährten Gartenschlägers aussagten, das DDR-Kommando habe das Feuer ohne jede Vorwarnung eröffnet. Lediglich einer der Begleiter Gartenschlägers, der unmittelbar an der Demarkationslinie auf westdeutschem Gebiet zurückgeblieben war, habe mit einer abgesägten Flinte zurückgeschossen, woraufhin Mitglieder des DDR-Sonderkommandos das Feuer kurzfristig sogar in Richtung Bundesrepublik erwiderten. In den DDR-Medien wurde dagegen berichtet, Gartenschläger habe den Schusswechsel begonnen. Als Beweis diente einzig die von ihm mitgeführte Pistole, die jedoch in der Gerichtstechnik nicht einmal auf eventuelle Schmauchspuren hin untersucht wurde.


Juristische Aufarbeitung

Im März 2000 und April 2003 wurden Unteroffiziere und Offiziere des Ministeriums für Staatssicherheit, die in Schwerin bzw. Berlin wegen des „Versuches, einen Menschen aus niederen Beweggründen zu töten“ (§§ 211, 22, 23, 25 Abs. 2 StGB) angeklagt waren, freigesprochen, da nicht zweifelsfrei auszuschließen war, dass Gartenschläger, wie von den Schützen behauptet, zuerst geschossen hatte. Die Angeklagten behaupteten, sie hätten in „Notwehr gegen Grenzterroristen“ gehandelt.

Den MfS-Oberstleutnant Wolfgang Singer, unter dessen Kommando die tödlichen Schüsse abgegeben wurden, sprach das Landgericht Berlin wegen der „Anstiftung zum Mord“ an Michael Gartenschläger schuldig. Die Tat blieb aber wegen der zwischenzeitlich eingetretenen Verjährung straffrei. Dagegen legte die Staatsanwaltschaft Revision beim Bundesgerichtshof ein.

Freigesprochen aus Beweismangel wurde der MfS-Oberst Helmut Heckel, dem vorgeworfen wurde, den Liquidierungsbefehl erteilt zu haben. Ein weiterer Angeklagter, der Generalleutnant Karl Kleinjung, zum Zeitpunkt des Prozesses 90-jährig, wurde in einem gesonderten Verfahren ebenfalls freigesprochen.

Das Gericht stellte in seinem schriftlichen Urteil heraus, dass „gewisse Zweifel daran aufkommen, ob überhaupt ernstliche Vorbereitung für eine Festnahme getroffen wurden und nicht von vornherein ernsthaft nur die ‚Vernichtung‘ bzw. ‚Liquidierung‘ Gartenschlägers ins Auge gefasst war“ (vgl. Urteil des LG Berlin, AZ: (531)25 Js 2/97 -Ks-(8/97),Bl.80). Auf die Revision der Staatsanwaltschaft hat der Bundesgerichtshof den Angeklagten am 16. Februar 2005 (5 StR 14/04) wegen der zwischenzeitlich nach dem Recht der DDR eingetretenen Verjährung freigesprochen."

Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Gartenschl%C3%A4ger

Ich überlege, am 13. August mal nach dem Dienst in der Thüringischen Landesvertretung vorbeizuschauen. Die Klier ist ja bekannt dafür, die Dinge beim Namen zu nennen. Insofern bin ich gespannt, ob ihre Schilderungen allein schon durch ihre Zusammenstellung der Ereignisse und Fakten eine neue Sichtweise auf die Sache bringt.

Ich könnte es mir jedenfalls vorstellen...


zuletzt bearbeitet 24.07.2009 11:46 | nach oben springen

#544

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2009 12:35
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Möchte mich noch mal kurz,zu den Fall Gartenschläger melden.
Ich schrieb es schon mal hier,er war kein Held und kein Freiheitskämpfer.In meinen Augen wuste er was er tat und er wuste genau wie es ausgeht wenn die Sache schief läuft.Umsonst war er selber und seine Kumpels nicht selber bewaffnet.Und wenn da noch einer mit der abgesägten Flinte schießt,ist doch klar das zurückgeschossen wird.
Klar wollte man ihn schnappen oder unschädlich machen.Aber stellt man sich nun die Frage.Woher wuste das Stasikommando wo es passiert und wann?Dann würde ich sagen,er hatte ein paar gute Kumpels oder vielleicht auch nur einen.Der ihm verpfiffen hat.
Sicher ist auch wie ich auch schon mal schrieb.Jedes Opfer war ein Opfer zu viel an dieser innerdeutschen Grenze.


nach oben springen

#545

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2009 14:09
von FSK-Veteran (gelöscht)
avatar

Nach dem Stand der Dinge ziehe ich für mich folgende Schlüsse:

1)-M.Gartenschläger war (wie W.Welsch) ein Fanatiker, der sich nicht mit dem Bau der Mauer und der Freiheitsberaubung von 17 Millionen Deutschen abfinden konnte. Beide haben das Regime ihr Leben lang erbittert bekämpft. Über ein Maß der normalen Logik hinaus!

Gartenschläger: baut eine dritte SM-70 ab, wo er bereits 2 Stck. in der Bundesrep. hatte! Warum nun noch eine? Seine 3. "Todes-SM-70-Aktion: vollkommen fanatisch, weil sinnlos!

Wolfgang Welsch: Läßt sich nach seiner 1.Haftzeit (wegen versuchter Rep-Flucht) bei der Befragung im Auslieferungsknast Karl-Marx-Stadt auf die Frage "...in die BRD oder zurück in die DDR?": in die DDR entlassen! Warum? Nur, weil er einen "Beweis-Film" drehen will über die Verletzung des Viemächtestatus von Groß-Berlin durch die DDR. Beweisen will er u.a. die Nötigung junger Ost-Berliner, in der NVA dienen zu müssen. So ein Quatsch! Das wußte im Westen jedes Kind! Die Westallierten sowieso.... Wegen dieses geplanten Dok-Films (Hetze) wird er gleich wieder verurteilt. Erst nach dieser 2.Haft lässt er sich (nun wieder befragt im Auslieferungs-Knast Karl-Marx-Stadt): in die BRD entlassen.

Beiden halte ich zugute, daß sie gegen die Beschneidung von elementaren Menschenrechten gekämpft haben. Fanatismus ist jedoch immer problematisch. Und verkehrt nicht selten eine ursprüngl. gute Sache ins Gegenteil...

2)- Lt. der Ermittlungen bundesdeutscher Gerichte deutet vieles darauf hin, daß Gartenschläger gezielt erschossen werden sollte. kein Wunder! Denn das deckt sich mit den bewiesenen Hinrichtungsversuchen des MfS gegen Wolfgang Welsch.

Man kann die MfS Praktiken in diesen Fällen deutlichst erkennen. Man barucht gar nicht groß anfangen, zu spekulieren. Denn außerdem hat Erich Mielke höchstpersönlich in der (von mir hier früher eingestellten) Ton-Dokumentation nicht umsonst klipp und klar erklärt (sinngem.:)
".... wenn ick nich´ hier, sondern in der Sowjetunion wäre.... ick saare Euch: ick hätte schon längst ein paar erschießen lassen! Weg damit...einfach kurzen Prozeß machen...".

Na mit dem erschießen Anderer hatte er es ja schon seit seiner frühesten Jugend! Anscheinend war er damit wie geschaffen für den Posten, den er bis zum Untergang der DDR inne hatte.

Der Mensch, der "alle liebt".....


zuletzt bearbeitet 24.07.2009 14:22 | nach oben springen

#546

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2009 14:26
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

auch die brd hatte kein interesse daran,das gartenschläger weiter ärger an der grenze macht.der fall wurde ja zum damaligen zeitpunkt nur halbherzig juristisch verfolgt


nach oben springen

#547

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2009 14:59
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Rostocker
Möchte mich noch mal kurz,zu den Fall Gartenschläger melden.
Ich schrieb es schon mal hier,er war kein Held und kein Freiheitskämpfer.In meinen Augen wuste er was er tat und er wuste genau wie es ausgeht wenn die Sache schief läuft.Umsonst war er selber und seine Kumpels nicht selber bewaffnet.Und wenn da noch einer mit der abgesägten Flinte schießt,ist doch klar das zurückgeschossen wird.
Klar wollte man ihn schnappen oder unschädlich machen.Aber stellt man sich nun die Frage.Woher wuste das Stasikommando wo es passiert und wann?Dann würde ich sagen,er hatte ein paar gute Kumpels oder vielleicht auch nur einen.Der ihm verpfiffen hat.
Sicher ist auch wie ich auch schon mal schrieb.Jedes Opfer war ein Opfer zu viel an dieser innerdeutschen Grenze.


Das sehe ich genauso,
die Frage, woher die Stasi das wußte macht doch eines wieder ganz klar deutlich: Die Stasi hat in den Altbundesländern opperieren können, ohne das sie ersnsthaft einer dabei groß gestört oder gar gehindert hat. Und wer weiß, wer sich dort noch die Judaslöhne verdient hat...!?
Ich bedauere jeden sinnlosen Toten, Krüppel oder Verletzten, den diese Grenze gefordert hat. Keiner hat das Recht, einen anderen Menschen nach dem Leben zu trachten.
Aber auch alle haben es gewußt, das hier nicht mit Zwille oder Erbsenpistole geschossen oder mit Kirschkernen gespuckt wird. Und gerade Michael Gartenschläger hätte es nach 10 Jahren DDR- Knast ganz besonders wissen müssen, was er hier tut und wie skrupellos sein Gegner sein konnte.

Und wie schon anderweitig hier im Forum bemerkt, er hatte zwei Splitterminen bereits erfolgreich demontiert und in den Westen gebracht. Was wollter er mit der Dritten?

Auf heutige Tage zugeschnitten möchte ich behaupten, wer sich als kleiner Mann mit gewissen Kreisen dieser Gesellschaft und auch Geheimdiensten egal welcher Herkunft anlegt, dem wird es nicht viel anders ergehen, nur das man ihn nicht an einem Zaun erschießen wird, da gibt es heute andere, geräuschlosere Mittel und Methoden...!

Auch der Fall eines Uwe Barschel (Tod in der Badewanne eines Genfer ? Hotels) konnte bis heute nicht richtig aufgeklärt werden.

Alles schon merkwürdig.

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
nach oben springen

#548

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2009 15:15
von Augenzeuge (gelöscht)
avatar

Zitat von josy95

Auch der Fall eines Uwe Barschel (Tod in der Badewanne eines Genfer ? Hotels) konnte bis heute nicht richtig aufgeklärt werden.



Nein, josy95, die Badewanne stand wirklich in einem Genfer Hotel. Nach welcher Einnahme von Mitteln fiel er nur da hinein? Allerdings hat man sich bei der Ermittlung so dillettantisch angestellt, das war schon fast Vorsatz. Aber ob die Stasi hier wirklich dahintergesteckt hat? Vielleicht findet man dazu noch irgendwann in Berlin eine BSTU-Akte, glaubs aber nicht.

Gruß, Augenzeuge


nach oben springen

#549

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2009 15:16
von sentry | 1.108 Beiträge

Zitat von josy95
er hatte zwei Splitterminen bereits erfolgreich demontiert und in den Westen gebracht. Was wollter er mit der Dritten?


Quellen behaupten, er hätte die Dinger dann auf Bestellung besorgen wollen. Angeblich war auch das Haus am Checkpoint in Berlin an einer SM-70 interessiert.


nach oben springen

#550

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2009 15:27
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von sentry
Zitat von josy95
er hatte zwei Splitterminen bereits erfolgreich demontiert und in den Westen gebracht. Was wollter er mit der Dritten?


Quellen behaupten, er hätte die Dinger dann auf Bestellung besorgen wollen. Angeblich war auch das Haus am Checkpoint in Berlin an einer SM-70 interessiert.



Da ist objektiv von auszugehen. Was man so gehört und gesehen hat, wird der Michael Gartenschläger auch ein Mensch der "riskanten Geschäfte" gewesen sein. Solche Menschen gab es, gibt es und wird es auch immer geben. Die relativ rücksichtslos auch gegen die eigene Gesundheit, das eigene Leben sind. Anderweitig könnte man seinen Tod auch als eine Art Berufsrisko betrachten. Ich weiß, das klingt gewaltig hart, hab mich da wohl aber schon eindeutig zu positioniert, was ich von derartigen Dingen halte, auf andere Menschen zu schießen...

Wo liegt denn der Michael Gartenschläger eigentlich beerdigt oder gibt es keine Grabstelle?

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 24.07.2009 15:28 | nach oben springen

#551

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2009 15:34
von Augenzeuge (gelöscht)
avatar

Zitat von josy95

Wo liegt denn der Michael Gartenschläger eigentlich beerdigt oder gibt es keine Grabstelle?
josy95


Die Stasi beerdigte Gartenschläger in einem anonymen Grab.
Gartenschlägers Familie erfuhr erst 1990, dass er auf dem Schweriner Waldfriedhof beerdigt wurde.

Gruß, Augenzeuge


nach oben springen

#552

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2009 19:40
von manudave (gelöscht)
avatar

@Pitti53

In Antwort auf:
auch die brd hatte kein interesse daran,das gartenschläger weiter ärger an der grenze macht.der fall wurde ja zum damaligen zeitpunkt nur halbherzig juristisch verfolgt


Ganz im Gegenteil - man wollte Gartenschläger von Westseite aus wegen Diebstahls anzeigen.


nach oben springen

#553

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2009 20:04
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

na noch schlimmer


nach oben springen

#554

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2009 21:15
von Oss`n | 2.779 Beiträge



Das sind zwei von mehreren Büchern, die sich mit dem Leben und dem Sterben des Michael Gartenschläger beschäftigen.
Sehr interessante Bücher, die ich nur empfehlen kann.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
nach oben springen

#555

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2009 22:32
von karl143 (gelöscht)
avatar

Zitat von manudave


Ganz im Gegenteil - man wollte Gartenschläger von Westseite aus wegen Diebstahls anzeigen.

Das halte ich nun aber für ein Gerücht. Zum einen konnte ich in der Bundesrepublik nicht jemanden wegen Diebstahl anzeigen, weil er in, oder von dem Gebiet der DDR was entwendet hat.
Und da es sich um einen einfachen Diebstahl handelt (er mußte ja nicht in eine Räumlichkeit eindringen) was wäre ihm dann passiert? Von der Grenze hätte man ihn damit auch nicht wegbekommen. Heute wäre ein Platzverweis eine Möglichkeit. Aber auch da hätte die Exekutive ein Problem: Ein Platzverweis für den gesamten Bereich der Grenze hätte vor einem Gericht wohl kaum Bestand gehabt. Es ist also wie mit Leuten, die immer wieder über die Grenze gingen und zum Teil die Gresos mit ihren Verhalten reizen wollten. Es wurde hier im Forum irgendwo schon drüber geschrieben. BGS und Zoll hatten keine Handhabe gegen diese Person. Man konnte nur an ihren Geist appellieren.


nach oben springen

#556

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.07.2009 23:38
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Das halte ich nun aber für ein Gerücht. Zum einen konnte ich in der Bundesrepublik nicht jemanden wegen Diebstahl anzeigen, weil er in, oder von dem Gebiet der DDR was entwendet hat.
--------------------------------------------------------------------------------------------
Also war die DDR im Recht ihr Eigentum zu schützen,wenn man es so sieht.Er kam bewaffnet und stahl.Also ist der Knabe selber schuld.So könnte man es nun sehen.


nach oben springen

#557

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.07.2009 00:38
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Aber mal eine andere Frage.Was hatte der BGS überhaupt für eine Handhabe,wenn Bundesbürger das Gebiet der DDR betraten und sich selber in Gefahr begaben?Wurden diese Bundesbürger eigentlich,irgendwie zu Ordnung gerufen durch irgendwie ein Bußgeld oder so?Es handelte sich ja um zwei Staaten,die auch von der internationalen Weltgemeinschaft anerkannt wurden.Um jetzt einigermaßen gegen Argumente entgegen zu treten,möchte ich gleich sagen.Die DDR hat sich nicht daran gehalten.


nach oben springen

#558

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.07.2009 05:55
von stalag-gra | 219 Beiträge

Zitat von Rostocker
Aber mal eine andere Frage.Was hatte der BGS überhaupt für eine Handhabe,wenn Bundesbürger das Gebiet der DDR betraten und sich selber in Gefahr begaben?Wurden diese Bundesbürger eigentlich,irgendwie zu Ordnung gerufen durch irgendwie ein Bußgeld oder so?Es handelte sich ja um zwei Staaten,die auch von der internationalen Weltgemeinschaft anerkannt wurden.Um jetzt einigermaßen gegen Argumente entgegen zu treten,möchte ich gleich sagen.Die DDR hat sich nicht daran gehalten.


Hallo rostocker,

ich hatte dazu schon mal was am 28.04. um 17.54 Uhr geschrieben. Siehe dort:
http://www.forum-ddr-grenze.de/t655f3-Gr...Informiert.html

Bei weiteren Fragen dazu schlage ich vor, diese in dem dortigen Thread zu stellen, damit wir hier beim eigentlichen Thema bleiben.

Gruß Stefan


nach oben springen

#559

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.07.2009 20:20
von manudave (gelöscht)
avatar

In Antwort auf:
Also war die DDR im Recht ihr Eigentum zu schützen,wenn man es so sieht.Er kam bewaffnet und stahl.Also ist der Knabe selber schuld.So könnte man es nun sehen.


Das heißt, Rostocker, bei Diebstahl ist eine Erschiessung des Täters legitim...?


nach oben springen

#560

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.07.2009 22:14
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Ich habe nicht gesagt das es legetim war.Also das zu behaupten,wäre schon ein heißes Eisen.
Aber ist es nicht vorstellbar,wenn jemand bewaffnet,irgendwo eindringt,das er auch damit rechnet seine eigene Waffe auch einzusetzen.Klar billige ich nicht was da geschehen ist.Und ob der ware Tatverlauf jeweils aufgeklärt wird,ja das ist eine Frage für sich.Klar ist auch,es war wenn man es so sieht eine kriminelle Handlung-Diebstahl-von Eigentum eines Staates von Territorium eines anderen Staates aus.
Versteht mich nun nicht falsch,selbstverständlich waren diese Selbstschußanlagen Menschenverachtend und die Welt und die Bundesregierung hatten kenntnis davon.Auch ohne einen Gartenschläger und wenn es nicht so wäre,dann wäre es ein schlechtes Aushängeschild der militärischen Abwehr gewesen.
Abernun mal wieder zurück zu kommen zu Gartenschläger,er wuste was er tat worauf er sich einließ.Er kannte das System der DDR und er wuste das man hinter ihm her war.Deshalb die Pistole die er bei sich trug oder sein Kumpel mit der abgesägten Flinte und ich nehme an er hätte sie genauso zum Einsatz gebracht.Stellt sich die Frage.warum wollte er zum dritten Mal so ein Ding abbauen.Etwa aus finanzellen Gründen oder wollte er den Robin Hood spielen ein Held sein.Was er nie war und nie werden wird in der Geschichte.


nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
In den Raum gestellt - Thema: Der unendliche Kampf gegen die DDR-"Staatssicherheit" und der real existierende Verfassu
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Feliks D.
211 21.02.2014 14:35goto
von Bürger der DDR • Zugriffe: 9752
Hexenjagd auf IM und Staatssicherheit
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Freedom
142 07.07.2011 10:47goto
von Freedom • Zugriffe: 3687
DDR Mythos: Die Staatssicherheit war nur eine Geheimpolizei aber alle hatten Angst?
Erstellt im Forum Mythos DDR und Grenze von Angelo
170 23.02.2010 22:08goto
von Sonny • Zugriffe: 7107
" Hippies" beim Wasunger Karneval und die Staatssichheit !
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von kinski112
22 19.03.2016 11:28goto
von bürger der ddr • Zugriffe: 2603
Anatomie der Staatssicherheit - MfS - Handbuch
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Sauerländer
23 14.10.2009 21:25goto
von Pitti53 • Zugriffe: 2088
Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Angelo
307 17.12.2013 00:41goto
von frank • Zugriffe: 18566
Das Ministerium für Staatssicherheit und der Terrorismus in Deutschland
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Angelo
0 03.08.2009 14:22goto
von Angelo • Zugriffe: 549
Rund 100 ehemalige Offiziere der DDR- Staatssicherheit im Landeskriminalamt (LKA) Brandenburg
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Angelo
80 12.11.2014 19:48goto
von damals wars • Zugriffe: 6702
Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Angelo
230 10.03.2016 19:28goto
von SET800 • Zugriffe: 21665

Besucher
4 Mitglieder und 31 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 599 Gäste und 40 Mitglieder, gestern 3617 Gäste und 188 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14376 Themen und 558757 Beiträge.

Heute waren 40 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen