#361

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.07.2009 09:55
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Hallo Bunkerkommandant + GW,

vielen Dank für Eure Informationen! Wie ich schon sagte: wenn ich in der DDR als Sohn einer Familie aufgwachsen wäre, wo schon mein Opa Antifaschist war, hätte es gut sein können, daß auch ich eine ähnliche Biografie aufzuweisen hätte, in vollster Überzeugung gelebt und vertreten. Das ist normal. Für sein Leben muß sich niemand entschuldigen. Weil es da einfach mal nichts zu entschuldigen gibt!

Was man individuell mit-und zwischenmenschlich vertreten kann, weiß jeder selbst am besten. Da sind manche Versicherungsvertreter oder Anlageberater, die angehende Rentner um ihre Einsätze zur Finanzierung des Ruhestands betrogen haben, eher aufgefordert, sich über den Sinn ihres Lebens Gedanken zu machen. Ebenso wie Politiker, die in ihrer Position (Ende der 90ger?) via TV den Arbeitnehmern empfohlen haben, ihre Renten durch Aktien abzusichern....

Zum Thema Wandlitz:
Das Problem der Herrschaften von Wandlitz war nicht ein überzogener Luxus (den es wirklich nicht gab). Das Problem war, daß die Herrschaften ihren Standpunkt verraten haben, wenn man sich bevorzugt im alltäglichen Leben mit den Waren des Klassenfeindes umgab. Und im "dorfeigenen" Kino (lt. Leiter des Objekts) stets die neuesten James-Bond-Filme (bzw. westl. Kinofilme) über die Leinwand flimmerten.

Insofern ist die Feststellung "Wasser predigen, aber Wein saufen" vollkommen angebracht. Den Sozialismus predigen und die kapitalistische, verfaulende Gesellschaft via Volksbildung in jedes Kinderhirn einhämmern.

Aber Abends "007". Und in westlichen Schrankwänden (bestellt via Möbel-Hübner) westlichen Wein saufen und sich nach westlichen Schaumbädern eine westliche Blauspülung verpassen....

So waren se´!


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#362

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.07.2009 09:58
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Hallo GilbertWolzow,

ich erinnere mich noch an die erste Übertragung einer Besichtigungsrunde in Wandlitz Ende 1989. Im DDR-Fernsehen lief das auf "1199". Der Eindruck war eher peinlich, aber nicht durch die "Bonzenvillen". Da gab es, wie Du schon geschrieben hast, bereits zu DDR-Zeiten wesentlich besseres, wenn einer nur genügend Geld und vor allem Beziehungen hatte. Nein, die Art der "Nabelschau" durch die Medienvertreter war für mich das Peinliche. Was da zu sehen war, war allenfalls bürgerlicher Mittelstand. Die Aufreger waren die Armaturen an Badewanne und Waschbecken und eben die erwähnten Miele-Geschirrspüler. Dann noch der recht gut sortierte Laden, der an einen Intershop erinnerte. Aber das war es auch schon. Die Aufregung schien mir übertrieben. Medial war der Höhepunkt für mich, als plötzlich Kurt Hager mit Gattin angestelzt kam, sich die Medienvertreter auf ihn stürzten und ihn zur Abschottung in Wandlitz fragten. Als er erklärte, er wäre auch schon immer gegen diese Abschottung gewesen, zog sich das Team von "1199" unter Jan Carpentier langsam aus dem Gespräch zurück und überließ die Meute mit Hager sich selbst. Ein starkes Bild, diese Distanzierung von der Sensationslust.

Sorry, das war ein wenig neben dem Thema, aber mir fiel es gerade wieder ein.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#363

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.07.2009 10:41
von Musiker12 | 822 Beiträge

Vielleicht habe ich mich nicht ganz korekt ausgedrückt. Ich kenne Wandlitz und meinte nicht, dass es dort die Prunkvillen gegeben hat. Ich meinte die Lebensumstände, dass es eben in dem speziellen Laden alles gab was dem normalen DDR-Bürger nicht so unbedingt zugänglich war. Die Sieldlung selbst oder besser diese Ghetto war wirklich nicht der bringer.

In Antwort auf:
Dann schau dir mal den Tagesablauf eines Abgeordneten an - ich möchte nicht tauschen. Zusätzlich verdient ein Bankdirektor einer 20.000 Einwohner-Stadt mehr als ein Bundestagsabgeordneter.
Ich hätte auch das Gehalt gern - keine Frage.

Nur dass die Bonzen überall gleich - diese Meinung teile ich nicht. Es ist schon ein Unterschied ob sich ein DDR-Politiker eine Villa in Wandlitz mit Westprodukten bauen lässt und das auf Kosten der Bürger - oder ob sich ein MdB aus seinem Ersparten ein Haus baut.
Da ich einige kenne und das auch teilweise sehr junge Politiker sind, kann ich behaupten, die schwimmen nicht alle in Geld.


Also eine "Villa" habe ich in Wandlitz nicht gesehen die Westprodukte habe ich eher im Laden gesehen. Ausserdem haben in Wandlitz nicht unbedingt die Leute der Volkskammer gewohnt sondern die Führungsriege. Und wenn ich mir so unsere Damen und Herrn Minister ansehe, die leben nicht gerade eingeschränkt und auch nicht im mühsam erbauten Reihenhaus. Unsere Politiker predigen dem Volk auch Dinge die sie selbst nicht einhalten.

Aber lassen wir das. Ich denke das führt zu weit.



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#364

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.07.2009 10:47
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Der "Luxus" wäre für mich nicht das Problem gewesen. Wenn es wenigstens das Exquisit- und Delikat-Programm aus gehoberener DDR-Produktion (meinetwegen mit Zukäufen aus Österreich) gewesen wäre...

Nein: 007 im Dorf-Kino. Und nicht mal das eigene Klopapier konnten die Herrschaften vertragen.

Auch da mußte dann auch der Klassenfeind die Lücke schließen...


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#365

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.07.2009 10:48
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von FSK-Veteran

Zum Thema Wandlitz:
Das Problem der Herrschaften von Wandlitz war nicht ein überzogener Luxus (den es wirklich nicht gab). Das Problem war, daß die Herrschaften ihren Standpunkt verraten haben, wenn man sich bevorzugt im alltäglichen Leben mit den Waren des Klassenfeindes umgab. Und im "dorfeigenen" Kino (lt. Leiter des Objekts) stets die neuesten James-Bond-Filme (bzw. westl. Kinofilme) über die Leinwand flimmerten.

Insofern ist die Feststellung "Wasser predigen, aber Wein saufen" vollkommen angebracht. Den Sozialismus predigen und die kapitalistische, verfaulende Gesellschaft via Volksbildung in jedes Kinderhirn einhämmern.

Aber Abends "007". Und in westlichen Schrankwänden (bestellt via Möbel-Hübner) westlichen Wein saufen und sich nach westlichen Schaumbädern eine westliche Blauspülung verpassen....



je länger man darüber nachdenkt um so schlechter wird einem... es waren doch nicht die sog. führenden genossen die erpicht auf fa-seife, grundig-fernseher und 8 x 4 deospray waren. meint ihr nicht auch, dass dies den "alten leutchen" eher schnuppe gewesen wäre? es war doch eher das mfs in seinem vorauseilendem gehorsam welches die v.g. waren besorgte und zur verfügung stellte. die nutzniesser dieser v.g. güter war tatsächlich nur die zweite und dritte reihe.
erich honecker und egon krenz waren dort draussen viel schlichter als als man es heute der presse zu entnehmen vermag. aber wenn man abend für abend weggeschlossen wird muss man zum spiessbürger werden...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#366

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.07.2009 10:55
von Musiker12 | 822 Beiträge

In Antwort auf:
aber wenn man abend für abend weggeschlossen wird muss man zum spiessbürger werden...




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#367

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.07.2009 10:59
von Musiker12 | 822 Beiträge

In Antwort auf:
Und nicht mal das eigene Klopapier konnten die Herrschaften vertragen.

Auch da mußte dann auch der Klassenfeind die Lücke schließen...


Demnach warst Du bei Honecker auf der Toilette??? Oder woher weißt Du das?



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#368

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.07.2009 11:00
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Also: ins "Kino zu James Bond" wurde keiner der Herren gezwungen....

Lassen wir einfach mal Verantwortliche zu Wort kommen, die für die Organisation der unterschiedlichsten Objekte zuständig waren...

In Antwort auf:
Bonzenurlaub
von Thomas Grimm, Kristina Ehrlich

Willi Stoph, Ministerratsvorsitzender der DDR. Wenn er auf seinem Wochenendgrundstück seinem Hobby frönte und in dutzenden Gewächshäusern zugange war, dann merkten das auch die Anwohner in den umliegenden Dörfern.


Arne Benkendorf, Stadtarchiv Stadt Waren
"Diese Gewächshäuser, die hatten auch Südfrüchte und ähnliches – die waren natürlich so mit Stromhaushalt ausgestattet, dass wenn die voll in Betrieb waren, dass dann in den Dörfern, hier in Federow beispielsweise, der Strom ausging, da gingen da die Lichter aus. Und das hat natürlich für Empörung gesorgt."


Bernd Brückner, Personenschützer Honecker
"Als Personenschützer bei Willi Stoph hatte man ein schweres Brot – man stieg aus dem Sicherungswagen im Objekt in Birkenheide aus, zog sich um, ging in den Garten und verrichtete gärtnerische Tätigkeiten, danach wurde sich wieder umgezogen, es ging zur Jagd, dort wurde also abgesichert bzw. auch das Wild reingeholt, was da Herr Stoph erlegt hatte, anschließend wieder umziehen und Nachtsicherung am Objekt übernehmen."

Rundumbetreuung für das Politbüro also nicht nur in Wandlitz. Auch und gerade in der Freizeit durfte es an nichts fehlen. 17 so genannte Freizeitobjekte gab es insgesamt, alle in bester Lage. Deren Existenz: streng geheim.


Bernd Brückner
"Die Objekte befanden sich zwar in der Nähe von Ortschaften, aber es wurde hier eine ganz starke Geheimhaltung betrieben, so dass im Allgemeinen über die Objekte nichts oder nur Diffuses vorherrschte."

Geschwommen und gejagt wurde also ausschließlich im Geheimen – beim Privatvergnügen durfte allenfalls das hauseigene Filmteam der Stasi drehen. Doch in diesem Haus durften selbst die nicht filmen – Drewitz, das exklusivste und bestgesichertste Freizeitobjekt. Ein Geschenk von Stasichef Mielke an Erich Honecker, gelegen am Drewitzer See, tief im Wald. Luxuriös eingerichtet, auch mit eigenem Kinosaal. Doch Honecker kam nur maximal zwei Wochen im Jahr. Auf Befehl von Mielke war das Anwesen trotzdem das ganze Jahr über mit voller Belegschaft besetzt.



Bernd Brückner
"Die Moral der Belegschaft des Objektes Drewitz wurde sowohl durch dienstlichen Befehl, aber auch durch sehr viele Parteiversammlungen hochgehalten, um hier ein Verständnis zu haben, dass trotz Nichtanwesenheit von Gästen, oder fast ja nur eines Gastes, trotzdem volle Leistung gefahren werden soll, also ständig Staub gewischt wird, aber es kommt keiner."

Aus Drewitz ist inzwischen ein Hotel geworden. Wer will, kann Urlauber in Honeckers Bett sein. An Willi Stophs Objekt in Birkenheide erinnern nur noch ein paar Bäume im Naturpark. Vergessen haben die Leute aus der Gegend Birkenheide nicht. 1989 machten sie sich auf zu Stophs Haus - und fanden vor allem jede Menge Westmöbel, Videos und ein Monopoly-Spiel.


Arne Benkendorf
"Die doppelbödige Moral, das hat die Leute empört. Weil bei uns ja die Kinder in den Schulen schon angegriffen worden sind, wenn sie einen Westkugelschreiber hatten oder einen Plastebeutel mit Westwerbung oder Fußballfans, die mussten ihr T-Shirt umdrehen, und hier grinste der Westen aus allen Ecken."



Quelle:
http://www.mdr.de/exakt/rueckblick/797117.html

Tja, Herr Stoph wollte sich wahrscheinlich nur immer wieder überzeugen :
DER SOZIALISMUS SIEGT!


zuletzt bearbeitet 15.07.2009 11:04 | nach oben springen

#369

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.07.2009 12:53
von dein1945 (gelöscht)
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[quote="maja64"] du da verwundert drüber dein1945?Dann geb ich dir mal den Tipp melde dich mal im anderen Grenzforum an das es noch gibt.Dir würden die Augen herausfallen wer hier und da mit gleichen Namen angemeldet ist.Hier höre ich dann immer:"ja wir wollten doch hier das andere Forum sein",kann ich nur lachen

Hallo maja,

etwas verwundert bin ich schon, habe mich vorher in keinem anderen Forum umgesehen, dachte bei der NVA kann ich eh nicht mitreden, als ehemaliger Westberliner, ohne Diensterfahrung ! Besonders bei einem ehemaligen MfS Mitarbeiter, ich dachte immer man kann nur einer Seite dienen ?
Gruß aus Berlin


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#370

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.07.2009 13:02
von dein1945 (gelöscht)
avatar

Zitat von GilbertWolzow
Zitat von dein1945
Hallo GW,
Ich wollte mich zum Thema STASI eigentlich nicht mehr melden, aber googl ist ja interesant !
In einem anderen Forum (NVA-Forum.de), schreibt einer unter dem gleichen Namen, zufällig auch erst beim MfS, dann beim Zoll und zufällig zur selben Zeit, Uniform auf dem Bild ähnlich wie hier. Schulterstücke eines Oberstleutnant, hast Du einen Zwilling oder bist Du auf meheren Hochzeiten unterwegst !!!
Gruß aus Berlin


nein @dein1945 ich habe keinen zwilling. ich schreibe auch im nva-forum.de und bin auch im nva-chat.de vertreten.
mit meinem dortigen avatar und den schulterstücken irrst du. es sind feldwebel- schulterstücke auf meiner mos´er-uniform. hier ist es meine eigene zoll-uniform als unterkommissar.

mehrere hochzeiten ist gut... eigentlich wollte ich hier etwas mehr über die grenze erfahren, da sich im o.g. forum nicht so viele grenzer befinden.

Hallo GW,

mit dem Zwilling ist ja alles geklärt, die Schulterstücke bezogen sich auch nicht auf deine Zolluniform, da wüste ich eh nichts mit anzufangen, nein auf die Schulterstücke im NVA-Forum. Zum Wolzow in Wehrmachtsuniform, warum nicht, wenn Du heute über Achtzig wärst könnte es doch hinkommen. Es haben doch beide Seiten so gehalten, ob BW oder NVA, jeden den man gebrauchen konnte hat man genommen. Nichts für ungut, war rein etwas "Spinnerei"
Gruß aus Berlin

p.s. falls du weitersuchen solltest: der gilbert wolzow im wehrmachtsforum bin ich nicht !!!


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#371

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.07.2009 13:02
von Musiker12 | 822 Beiträge

In Antwort auf:
ich dachte immer man kann nur einer Seite dienen


Dem Trugschluß bin ich auch mal erlegen.



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#372

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.07.2009 13:06
von dein1945 (gelöscht)
avatar

Zitat von Musiker12
In Antwort auf:
ich dachte immer man kann nur einer Seite dienen


Dem Trugschluß bin ich auch mal erlegen.


Hallo Musiker12,
ich denke da gerade an den Westberliner Polizisten Kurras, Polizist im Westen und IM im Osten,
Schönen Tag


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#373

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.07.2009 16:58
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Vielen Dank G.W. für deinen Bericht.



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#374

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.07.2009 20:36
von Oss`n | 2.777 Beiträge

Guten Abend,
ich wollte eigentlich zum Thema Waldsiedlung nichts schreiben, aber jetzt juckt es mir doch in den Fingern.
Es ist doch unglaublich wie viele Leute sich doch mächtig gut in dieser Waldsiedlung mit diesen spärlichen Hütten auskannten.
Da weiß man, das das Toilettenpapier aus dem Westen kam und der einzige Luxus eine Spülmaschine war.
Ich glaube ich wusste damals als Sachse noch nicht einmal, dass es Wandlitz gab!
Wenn man nach 20 Jahren dann so was liest könnte ich......... .
Nein, nein so böse bin ich nicht.
Ich meinte heulen.
Wenn man mal das Toilettenpapier weg lässt, welches aus DDR-Produktion ja wirklich einer Körperverletzung gleich kam, dann war ja die Spüli wirklich der einzige Luxus.
Wenn man dann noch liest, wie gut es den Handwerkern ging, dann Hut ab.

Dann sag ich mal - Erich wärste mal bei deinen Leisten geblieben.

Handwerkern, die einen privaten Betrieb hatten, ging es im Übrigen nicht immer so gut.
Es gab immer Streit um das Material (weil es ja nix gab).
Die Mitarbeiterzahl war auf 10 Mann beschränkt etc,etc,etc.
Es konnte im Sozialismus einfach nicht sein, dass das private Geschäft gedeiht.
Wäre aber manchmal besser gewesen.
Es gab nat. auch andere Handwerker, die getreu Erichs Motto "Aus den Betrieben ist noch viel mehr raus zu holen " arbeiteten.
Denen ging es nat. schon etwas besser.
Dann gab es ja auch noch eine nicht geringe Anzahl von Handwerkern, denen es nicht schlecht ging, weil sie ab und an mal das Erlebte "niederschrieben".
Aber noch mal zum Thema Wandlitz.
Hätte damals doch mal jemand was gesagt, das es denen da so schlecht geht.
Zahl ich heute meinen Solidaritätsbeitrag, dann hätte ich das doch damals auch getan.
Tja, das ist heute wahrscheinlich nicht anders als damals.
Wenn es einem nicht gut geht, zieht man sich eben zurück.

In diesem Sinne.
Es geht ihnen heute etwas besser - den Politikern von heute.
PS.: man soll aber auch nicht vergessen von welcher Zeit wir in Wandlitz reden.
1980 hatte in der damaligen BRD auch noch nicht jeder ein Handy.


Einen schönen Abend noch.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#375

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.07.2009 23:29
von karl143 (gelöscht)
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Zitat von Oss`n

PS.: man soll aber auch nicht vergessen von welcher Zeit wir in Wandlitz reden.
1980 hatte in der damaligen BRD auch noch nicht jeder ein Handy.


Einen schönen Abend noch.

Oss`n


Oss`n, 1980 hatte noch gar keiner ein Handy. Das erste digitale Mobilfunknetz mit Regelbetrieb wurde erst 12 Jahre später gestartet.


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#376

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.07.2009 23:55
von Musiker12 | 822 Beiträge

Stimmt das GSM Netzt gabs erst ab 91. Das C-Netz ab 85. Hatte 86 das erste im Auto und wenn ich nach Berlin gefahren bin hab ich es ausgebaut damit es kein Gedöns gibt. Ich glaube aber auf den Transitstrecken wurde das dann aber nicht mehr kontrolliert. Ab 88 habe ich dann nichts mehr unternommen bezügl. Ausbau, auch nicht mehr wenn ich in die DDR eingereist bin. Cool was, dass man von Berlin - Ost dann telefonieren konnte.

Was hatten eigentlich die Staatskarossen für Komunikationsmöglichkeiten? Weiß das jemand?



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#377

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.07.2009 08:37
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Musiker12

Was hatten eigentlich die Staatskarossen für Komunikationsmöglichkeiten? Weiß das jemand?

normalen funk. angeblich soll jedoch der verteidigungsminister in der nacht vom 09.11.1989 zum 10.11.1989 kein funk an bord gehabt haben und war daher, nach einer sitzung, für entscheidungen nicht zu erreichen.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#378

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.07.2009 14:37
von dein1945 (gelöscht)
avatar

[quote="Musiker12"]Stimmt das GSM Netzt gabs erst ab 91. Das C-Netz ab 85. Hatte 86 das erste im Auto und wenn ich nach Berlin gefahren bin hab ich es ausgebaut damit es kein Gedöns gibt. Ich glaube aber auf den Transitstrecken wurde das dann aber nicht mehr kontrolliert. Ab 88 habe ich dann nichts mehr unternommen bezügl. Ausbau, auch nicht mehr wenn ich in die DDR eingereist bin. Cool was, dass man von Berlin - Ost dann telefonieren konnte.

Hallo Musiker12,
der erste Teil war bei mir genau das gleiche, allerdings nur aus den Einbauhalter raus. Dann in den Kofferraum, unterwegst auch mal probiert, erst kurz vor Helmstedt hatte ich wieder Empfang. Aber in Ostberlin hat es auch nur in der Nähe der Grenze funktioniert, in den Randgebieten zur DDR hin war immer Funkstille. Dagegen GMS in Strausberg schon 91 ok., C-Netz Funkstille.
Gruß aus Berlin


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#379

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.07.2009 14:44
von dein1945 (gelöscht)
avatar

[quote="Oss`n"]Guten Abend,
Wenn man dann noch liest, wie gut es den Handwerkern ging, dann Hut ab.
Handwerkern, die einen privaten Betrieb hatten, ging es im Übrigen nicht immer so gut.
Es gab immer Streit um das Material (weil es ja nix gab).
Die Mitarbeiterzahl war auf 10 Mann beschränkt etc,etc,etc.
Es konnte im Sozialismus einfach nicht sein, dass das private Geschäft gedeiht.

Hallo oss,n,
vollkommen richtig, meine Großeltern betrieben in Ostberlin eine Schlosserei, schon durch Mitarbeiter-Mangel im Krieg geschädigt, 1953 war dann Schluss, entweder PGH oder Ende, mein Opa hat dann noch bis 1962 in einem VEB gearbeitet, bis zum 71. Lebensjahr, seine Alterssicherung war ja weg !
Gruß aus Berlin


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#380

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.07.2009 14:45
von karl143 (gelöscht)
avatar

Das alte C-Netz war ja von der Technik im Vergleich zu heute Steinzeit, auch von der Verbreitung her. Das ein- und ausbauen war ja auch ne Zeitlang bei CB Funkgeräten und Geräten von lizenzsierten Funkamateuren der Fall. Noch was zum C-Netz. Wenn die BKA-Leute in Helmstedt BAB waren, mußten die immer bis kurz vor Königslutter zurückfahren um über ihre Autotelefone Verbindung zu bekommen. Und die waren ne Zeitlang ziemlich oft da.


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