#241

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2009 19:48
von Rostocker | 7.726 Beiträge

So muss mich auch mal melden.Fakt ist das Gefangene irgendwie tranportiert werden müssen, wenn sie in anderen Haftanstalten überführt werden.Das ist jeden doch ganz logisch,ob mit Bus,Barkas oder Bahn.
Es geht doch darum,was sind es für Strafgefange.Und das ist ein ganz dunkles Kapitel in der DDR Geschichte,das man politisch anders Denkende die man als unangenehm fand.Mit diesen Transportmitteln in Haftanstalten überführte.Es ist auch ein sehr dunkles Kapitel der DDR;Das man einen Organ eigene Haftantstalten führen ließ,das nur der herschenden Partei verpfichtet war.Und nicht dem Volke.


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#242

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2009 20:01
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Ich möchte nur noch einmal ganz kurz zum Thema Barkas anfügen, das man auch wissen sollte,wie viele Leute auf welchen Raum transportiert wurden.
Das Häftlinge verlegt werden ist nichts ungewöhnliches und auch in jedem Land so.
Nur das "wie" ist das was einem bzw. mir immer so etwas aufstöst

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#243

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2009 20:26
von tiroler (gelöscht)
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Ja Rostocker Du hast ja recht. Nun war aber das MFS in erster Linie nicht für das Volk da.Die brauchen dann auch Haftanstalten. Man kann doch nicht Spione, Agenten und andere Staatsfeinde ,mit Dieben und Sittenstrolchen zusammenlegen. Haben sie aber. Mir ist aufgefallen ,dass Gefangene des MDI gelbe Streifen an der Kleidung , die des MFS grüne Streifen. Ist da den Forenmitgliedern etwas bekannt? Im Gefängnis des MFS
lagen grüngesteifte Anziehsachen auf den Betten und in einem Gefängnis des MDI waren sie gelbgestreift. Furchtbar war es auch, dass die
Betten so schmal waren.Da ist so manch Gefangener rausgefallen. Kaffeemaschine ,Kühlschrank und anderen Luxus gab es auch nicht.
Da wünsche ich so manchem heutigen Kriminellen , DDR-Gefängnis. "Gut anzusehen" war auch ,als die Kriminellen vorzeitig entlassen wurden, die politischen mußten bis zum letzten Tag sitzen.
Heute hätte ich gern so manchen Schließer etwas gefragt,die sind aber auch schon alle uralt und senil. Die Zeit heilt viele Wunden.
Ich schreibe immer soviel. Nun aber genug.

Gruss Tiroler


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#244

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2009 20:39
von tiroler (gelöscht)
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Hallo Os´n ,
es war so bei diesen Banditen. Die Beteiligten wissen es ja. Glaub doch nicht ,dass nur ein solcher Strolch um Entschuldigung bittet.
Wären wir so, wie die es waren, hätten wir weniger Probleme. Aber wir leben in einer Demokratie .Da steht jedem Menschen ein rechtstaatliches
Verfahren zu. An anderer Stelle habe ich schon geschrieben. "Hätten die den kalten Krieg gewonnen ,ich glaub, die hätten uns und unsere Kinder
an die Wand genagelt."

Gruß Tiroler


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#245

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2009 20:53
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Hallo tiroler,



Kleidung aus Hohenschönhausen.


"Gelbe Streifen"


Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#246

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2009 21:10
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von tiroler

An anderer Stelle habe ich schon geschrieben. "Hätten die den kalten Krieg gewonnen ,ich glaub, die hätten uns und unsere Kinder
an die Wand genagelt."


sorry tiroler, solche behauptungen animieren sicherlich viele personen hier mitzudiskutieren....


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#247

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2009 23:09
von tiroler (gelöscht)
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Hallo Gilbert Wolzow,
Vielleicht übertreibe ich mit meiner Behauptung, nur manches kann man nicht krass genug schreiben, damit es richtig rüberkommt.
Du kennst doch die Tonbandaufnahme von Mielke. "Wenn er in der glücklichen Lage der Sowjetunion wäre, von wegen keine Todesstrafe, der jenige würde morgen schon nicht mehr leben." Das sagt doch alles. Mir ist schon klar, unter den Angehörigen des MFS gab es auch viele anständige Menschen. Schieb aber bitte nicht alles auf die VP. Da gab es ,so wie beim MFS ,anständige Menschen und Lumpen. Die Übergriffe sind
vom MFS und der VP bekannt. Wir hatten das Glück in der Sowjetunion den Gorbatschow zu haben. Ein Stalin oder wer da noch so war, die wären anders mit uns umgegangen. Was Stalin mit seinen Offizieren gemacht hat ,das müsste Dir auch bekannt sein. Der Stalinismus ist in der DDR nie ausgestorben. Aber ich will nicht mehr so hart diskutieren und lass uns etwas zurückstecken es tut dem Forum gut.

Gruß Tiroler


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#248

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.07.2009 00:12
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Tiroler,
Es stimmt es gab unterschiedliche Streifen an den Häftlingsuniformen gelb und grün mit Sicherheit. Habe da etwas gefunden was bei mir alte Wunden aufriss! Da findest Du auch etwas über die Uniformen.
http://www.einschluss.de/pdf/mfshafterfurt.pdf


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#249

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.07.2009 01:51
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Tiroler-ich gebe Dir in Deinen Ausführungen vollkommend Recht.Es gab beim MFS-Abteilungen-wie die der militärischen Abwehr und der Auslandsspionage,so was findet man in jeden Land dieser Erde.Z.B. in der heutigen Bundesrepublik ist es noch der MAD und der BND.Sehe ich auch ein.Aber einen Geheimdienst,der so gegen das eigene Volk vorgegangen ist,wie in den kommunistischen Staaten das verstehe ich nicht.Ich selber werde nicht jeden über einen Kamm scheren,der dort seinen Dienst getan hat.Aber ich akzeptiere wenn diese Leute,wenn sie sagen--wir haben Fehler gemacht,wir waren einer falschen Idelogie aufgesessen und wir haben diese Schlacht verloren.Ich akzeptiere es aber nicht,das sich Leute dieses Organ hinstellen um es ins rechte Licht zu rücken.Damit sind diese Leute gemeint,die das eigene Volk mit Terror,Bespitzelung und Gewaltherschaft unterdrückten.Fakt ist,man wollte eine Gesellschaftsordnung aufbauen,die frei von Unterdrückung und Ausbeutung ist.Nur leider sind die Kommunisten selber zu Unterdrückern ihres eigenen Volkes geworden.Und so mit hat sich die Idee von Marx und Engels erst mal selber verabschiedet.Wie es mal anders wird,das wird die Geschichte bringen.


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#250

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.07.2009 02:02
von Musiker12 | 822 Beiträge

In Antwort auf:
Man kann doch nicht Spione, Agenten und andere Staatsfeinde ,mit Dieben und Sittenstrolchen zusammenlegen. Haben sie aber.


Was ist denn heute gängige Praxis? Der Steuersünder z.B. der inhaftiert wird sitzt genau mit solchen Leuten in einem Knast. Und das kann schneller gehen als es einem lieb ist.



zuletzt bearbeitet 13.07.2009 02:04 | nach oben springen

#251

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.07.2009 02:31
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Ich habe mal eine Frage an die MfS Experten hier.Was waren die Kreterien um bei diesen Organ zu arbeiten-Hauptamtlich--überhaubt dort fest eingestellt zu werden.Ich selber würde heute sagen,es waren Leute.Die von dem System Sozialismus überzeugt waren und fest zu Fahne gestanden haben.Aber Leute die nach dieser Niederlage die Fahne gewechselt haben.Die würde ich einstufen als Menschen ohne geistige Gesinnung,es sind Menschen die nach dem Wind reden.Echt gesagt,ich möchte gerne mal das Rad der Geschichte für einen Tag zurückdrehen um zu sehen.Wieviel Arschlöcher sich bei Mielke zum Dienst zurück melden


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#252

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.07.2009 06:49
von manudave (gelöscht)
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In Antwort auf:
Der Steuersünder z.B. der inhaftiert wird sitzt genau mit solchen Leuten in einem Knast.


Davon abgesehen, dass ein westdeutscher Knast gegen damals ein Paradies war oder ist - damals wurde die Inhaftierung von politischen mit Schwerkriminellen (Mörder etc.) bewusst gesteuert und sollte der Erniedriegung der Politischen dienen.
Es es nicht richtig, die Verhältnisse heute in Deutschland mit denen der DDR damals zu vergleichen - Äpfel mit Birnen, oder wie war das.
Außerdem sind die Verhältnisse heute nicht Thema des Threads.


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#253

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.07.2009 06:52
von manudave (gelöscht)
avatar

In Antwort auf:
Arschlöcher


Es gibt Worte, die sollten wir hier im Forum unterlassen.


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#254

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.07.2009 09:11
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Hallo! Guten Morgen Allerseits!

Hat sich ja viel getan in der Diskussion! Warum diskutiert ihr immer so fleissig ausgerechnet am Wochenende? Will mitmachen!!
Unstreichen möchte ich folgende Aussagen, die nach meinen Erkenntnissen richtig sind.

Meinen Akten (2 IM-Vorläufe über 6 Jahre, jeweils immer mit Abschlußvermerk "Aussichtslosigkeit"):

1x Anwerbunsversuch durch meine DDR-Verwandtschaft
1x Anwerbungsversuch im Zusammenhang "Übersiedlung"

Aus Erzählungen anderer Personen erfuhr ich weitere interessante Details. Jedoch beziehe ich mich hier jetzt nur auf Erkenntnisse, die mir aus dem detaillierten Aktenstudium meiner Unterlagen vorliegen. Diese sind:

-IM´s berichteten Unzutreffendes, um "Erfolge" vorzuspiegeln.

-Selbst hauptamtliche Mitarbeiter berichteten Unzutreffendes, um ihren Vorgesetzten Perspektiven vorzugaukeln, die es nicht gab.

-Meine IM-Verwandtschaft wurde 26 A+B überprüft, ob Angaben stimmen.

Ferner wurden IM´s auch durch IM´s überprüft (oft ohne, daß sie voneinander wußten). Auch so wurde ermittelt, ob IM´s zuverlässige Angaben machen. Oder, ob Angaben "geschönt" sind.

War das MfS interessiert an IM-Kanditaten, waren denen auch verwandtschaftliche, innerfamiliäre Verbundenheiten völlig wurscht. Oder besser gesagt "...eher nicht wurscht". War doch eine Informationsgewinnung auf verwandtschaftlicher Ebene mit am effektivsten. Weil man sich innerhalb der Familie naturgemäß besonders vertraut. Von "freiwilliger Mitarbeit" war oft nicht zu sprechen, auch wenn dies dann in den Akten vorgegaukelt wurde. Ein sanfter Druck durch Abhängigkeiten bis hin zu zweideutigen Drohungen (bspw.: ein zu werbender IM besaß in der DDR einen Privatbetrieb und war so auf das wohlwollen des Staates dringend angwiesen) wurde gerne ausgenutzt, um das Ziel der Bespitzelung zu erreichen.

Konnte das Ziel nicht erreicht werden, aus einem IM-Vorlauf eine IM-Akte zu machen (bedeutet: erfolgreiche Werbung), war die Stasi gerne bereit, die Existenz des zu Werbenden zu beschädigen oder zu vernichten. In meinem konkreten Fall wurde vorgeschlagen, mich zu belasten durch
-"ein besonders zuvorkommendes Verhalten und Bemerkungen an den Grenzübergängen, wenn Begleiter dabei sind"
-Anrufe auf meiner Arbeitsstelle, warum ich zum letzten "Treff" nicht erschienen sei. Bei einer Gesprächsdauer, "die es den gegnerischen Stellen ermöglicht, die Zielrufnummer festzustellen".

Ich nutzte diese Niederträchtigkeiten optimal für "meine Sache", wie ich es mir schon vorher vorgenommen hatte. Durch meine gesteigerten Aktivitäten (nach der Stasi-Erpressung) zur Beschleunigung unserer Übersiedlungsbemühungen bei der Beauftragten der Bundesregierung für humanitäre DDR-Angelegenheiten (West) RA v.d.Schulenburg konnte ich nun eine zügige Übersiedlung erreichen. Drohten einem bei einem Übersiedlungsbegehren ewige Wartezeiten oder ständige Ablehnungen und Repressionen, wurde unsere Angelegenheit nun mit meinem Argument "unsere Partnerschaft nutzt die Stasi, um mich zur Mitarbeit zu erpressen" von westlicher Seite als "dringend" anerkannt und dementsprechend forciert. Die Übersiedlung fand bald nach Schriftwechseln mit dem RA-Büro Vogel (DDR) erfolgreich statt, so wie ich es für den Fall von solchen Unkorrektheiten seitens der DDR-Seite schon vorher geplant hatte. Kurzformel: man mußte eine Sonderstellung unter den ganzen Massen von Ausreiseantragstellern erreichen. Unter Umgehung der Möglichkeit: Verhaftung! Mir wurde schliueßlich durch das Büro Vogel eine Garantie gegeben, daß ich in Zukunft einreisen könne, ohne behelligt zu werden. Die Anwerbeaktion unter Anwendung offener Erpressung gegen mich nutzte ich so erfolgreich für uns, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Wäre alles ohne "besondere Vorkommnisse" abgelaufen, hätten wir die Übersiedlung unter damals geschätzten mind. 100.000 Antragstellern vielleicht nie (oder nur nach ewigen Wartezeiten) erreichen können. So wurde unser Fall aus westl. Sicht "dringend".

Dem MfS sei dank!


zuletzt bearbeitet 13.07.2009 09:33 | nach oben springen

#255

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.07.2009 09:36
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

danke @fsk-veteran für deine, diesmal etwas längeren, zeilen. jetzt wird es für mich rund, was passierte...

man hatte an dir bzw. deinem umfeld ein operatives interesse. den entsprechenden werbeversuch hast du dankend abgelehnt und (über welchen kanal auch immer) die andere seite davon informiert. dadurch bist du auf einer prioritätenliste "ganz oben" gelandet.
um den missglückten werbeversuch zu kaschieren, wollte man dich nun auf der anderen seite kompromittieren.

wenn übersiedler nach ihrer ausreise aus der ddr, bei den befragungen angaben, kontakt zum mfs gehabt zu haben, so wurde oftmals vor ort der verfassungsschutz aktiv. d.h. die person wurde regelmässig sicherheitsüberprüft, auch durch verdeckte beobachtungen. den funk der beobachtungsgruppen des lfv hörte wiederum die ha III mit und informierte, nach identitätsfeststellung, den vorgang führenden mitarbeiter.

man wollte also, das die gegenseite sich mit dir beschäftigt...

(p.s. habe ich es richtig zusammen gefasst ?)


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#256

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.07.2009 09:47
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von tiroler
Hallo Gilbert Wolzow,
Vielleicht übertreibe ich mit meiner Behauptung, nur manches kann man nicht krass genug schreiben, damit es richtig rüberkommt.
Du kennst doch die Tonbandaufnahme von Mielke. "Wenn er in der glücklichen Lage der Sowjetunion wäre, von wegen keine Todesstrafe, der jenige würde morgen schon nicht mehr leben."


@ tiroler, es ging um verräter in den eigenen reihen. du meintest sicherlich diese aussage: "genossen, wenn ich wüsste unter uns wäre ein schweinehund, so würde der morgen schon nicht mehr leben. gerichtsverfahren, alles käse. schluss, aus...kurzen prozess gemacht..."
wie man über verräter allgemein auf der welt denkt, brauche ich wohl nicht zu erklären. nur sehe ich manche diesbezügliche aussage als pure heuchelei an.

In Antwort auf:
Aber ich will nicht mehr so hart diskutieren und lass uns etwas zurückstecken es tut dem Forum gut.

klar kannst und solltest du "hart diskutieren", aber wir sollten uns auch angewöhnen, dem anderen zuzuhören und nicht nur (irgendwo gehörte) parolen hier unkommentiert wiedergeben. sachlichkeit tut einem forum immer gut...



* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#257

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.07.2009 09:51
von FSK-Veteran (gelöscht)
avatar

GilbertWolzow:
Ja richtig. Laut Aktenlage wollte das MfS (wie eine eingeschnappte Geliebte, deren Werbungsversuche brüsk abgelehnt wurden) mich beim Verfassungsschutz belasten durch in die Länge gezogene Anrufe, "warum ich denn nicht zum letzten Treff erschienen sei"..

Auch primitiv, oder?

Ich meine: konnten die sich nicht denken, daß selbst die schläfrigen westlichen Abwehrorgane wissen, daß solche Fragen (im Falle einer Echtheit) nicht soooo offensichtlich durch ein Telefonat geklärt werden?

Ich habe übrigens dann später beim Verfassungsschutz Angaben über den Hergang der Angelegenheit gemacht.
Lustig: beim BStU hat man bei meiner ersten Akteneinsicht vergessen, das Deckblatt herauszunehmen, aus dem ersichtlich wird, wer alles Einsicht in die Akte genommen hat. Dort war ersichtlich: obwohl ich frühzeitig Einsicht beantragt hatte, war ein "KHK" (wohl Kriminalhauptkommissar des West-Berliner Verfassungsschutzes) schneller.
Es wurde also überprüft, ob meine Angaben ggü. dem West-Berliner Verfassungsschutz vollinhaltlich stimmten.

Na: ich hatte mir da zum Glück nichts vorzuwerfen....


zuletzt bearbeitet 13.07.2009 09:53 | nach oben springen

#258

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.07.2009 10:01
von FSK-Veteran (gelöscht)
avatar

@GilbertWolzow:
Mielke war ein Stalinist!
Da hat er auch gar kein großes Geheimnis draus gemacht....

Wer Zeit hat, kann den Beleg hier finden. Einfach mal das hier anklicken:

http://www.eva-maria-hagen.de/Allerhand/Mielke.shtml

Und dann etwas weiter unten bei "Anhören 25 MB"

Da weiß man dann wirklich, mit wem man es in der DDR zu tun hatte, wenn es um die Macht ging. Teilweise war Mielke, dieser elende Prolet (besonders in späteren Aufnahmen hier zu hören), nicht mal mehr der deutschen Sprache mächtig...

Man kann die Aufnahmen übrigens auch nachlesen....


zuletzt bearbeitet 13.07.2009 10:30 | nach oben springen

#259

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.07.2009 10:35
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von FSK-Veteran

Ja richtig. Laut Aktenlage wollte das MfS (wie eine eingeschnappte Geliebte, deren Werbungsversuche brüsk abgelehnt wurden) mich beim Verfassungsschutz belasten durch in die Länge gezogene Anrufe, "warum ich denn nicht zum letzten Treff erschienen sei"..

Auch primitiv, oder?

...eingeschnappte verliebte ist guuuut... ob nun primitiv oder nicht, dass hängt von der sicht des betrachters ab. ich glaube, normales spielchen zwischen geheimdiensten.
In Antwort auf:
Ich meine: konnten die sich nicht denken, daß selbst die schläfrigen westlichen Abwehrorgane wissen, daß solche Fragen (im Falle einer Echtheit) nicht soooo offensichtlich durch ein Telefonat geklärt werden?

klar hätte das gegen alle regeln der konspiration verstossen aber es hätte zumindest "etwas dran sein" können und so wärst du immer unter beobachtung geblieben (ich meine man hätte ab und zu mal wieder ein auge auf dich gewofen).
In Antwort auf:
beim BStU hat man bei meiner ersten Akteneinsicht vergessen, das Deckblatt herauszunehmen, aus dem ersichtlich wird, wer alles Einsicht in die Akte genommen hat. Dort war ersichtlich: obwohl ich frühzeitig Einsicht beantragt hatte, war ein "KHK" (wohl Kriminalhauptkommissar des West-Berliner Verfassungsschutzes) schneller.
Es wurde also überprüft, ob meine Angaben ggü. dem West-Berliner Verfassungsschutz vollinhaltlich stimmten.

laut meiner kenntnis, haben die eher bezeichnungen wie alle anderen personen im öffentlichen dienst etc. eine andere möglichkeit wäre, sie haben tatsächlich auch einen zweiten ausweis


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#260

RE: Die Staatssicherheit der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.07.2009 10:59
von Musiker12 | 822 Beiträge

In Antwort auf:
Davon abgesehen, dass ein westdeutscher Knast gegen damals ein Paradies war oder ist - damals wurde die Inhaftierung von politischen mit Schwerkriminellen (Mörder etc.) bewusst gesteuert und sollte der Erniedriegung der Politischen dienen.
Es es nicht richtig, die Verhältnisse heute in Deutschland mit denen der DDR damals zu vergleichen - Äpfel mit Birnen, oder wie war das.


Der Vergleich der Verhältnisse hinkt da gebe ich Dir Recht. Dennoch bleiben Verbrecher eben Verbrecher und werden mit den eigentlich nicht krinminellen in einen Knast gesteckt. Auch wenn Du der Ansicht bist es gehört nicht hier her bleibt es trotzdem eine Tatsache.



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