#21

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.03.2013 18:02
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

#1 Larissa

Zitat
Heute bitte ich nicht mehr um Verstaendnis fuer meine Einstellung, aber ich wage immer wieder zu wiederholen, wenn ich sage, was ich immer sage: Versucht nicht, den anderen Menschen zu veraendern, sondern versucht, diesen Menschen zu verstehen.



Liebe Larissa, schöner Satz! Je älter ich werde, desto mehr Bedeutung bekommt er für mich.

LG Schuddel

Ey, du hast vergessen die sibirische Kälte mit gen Osten zu nehmen .........
Und das, wo ich doch so schlecht isoliert bin.........


Intellektuelle spielen Telecaster
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#22

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.03.2013 19:19
von utkieker | 2.929 Beiträge

Für mich ist die "Englische Djewuschka" kein Roman. "Die englische Djewuschka" ist eine autobiografische Erzählung. Ein Roman lässt aus dramaturgischer Sicht Fiktionen zu. Ich weiß, der eine oder andere ist bemüht seine Biografie zu schönen oder zu relativieren, bei Larissa gibt es davon keine Spur. Was bedarf es fiktiver Dramatik, wenn das Leben spannend genug ist. Larissas "Djewuschka" ist so radikal ehrlich. Ich hab's durchgelesen eine überaus interresante Biografie aber auch nichts für schwache Nerven, diese können ja von mir aus Rosamunde Pilcher lesen oder sonstigen literarischen Kitsch.

Danke, daß ich dieses Buch lesen durfte!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#23

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.03.2013 19:40
von 94 | 10.792 Beiträge

Also Die Muschelsucher zum Beispiel jetzt mal als 'sonstigen literarischen Kitsch' zu bezeichnen, hmm? Hastes wenigstens gelesen oder schließt Du von den zwar hochkarätig besetzten aber seeeehr flachen Inzenierungen des ZDF auf die Autorin.
Die diente übrigens als Wren, also auch nicht soooo ganz ohne *wink*

Was mir an Larissas Erzählstil etwas, hmm, fehlt, ist so eine gewisse romantische Ader. Also da stimmts dann schon, eher Erzählung wie'n Roman.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


utkieker hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#24

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.03.2013 19:52
von utkieker | 2.929 Beiträge

Hallo @94,

versteh mich nicht falsch auch Kitsch hat seine Berechtigung, es erfreut die Seele!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#25

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.03.2013 20:00
von turtle | 6.961 Beiträge

Habe bei mir noch eine Skizze von Larissa gefunden. Sie ist einverstanden das ich es reinsetze.


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#26

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.03.2013 20:00
von 94 | 10.792 Beiträge

Achso, na dann sag ich mal danke, dass ich das Buch (in diesem Fall Die Muschelsucher) lesen durfte. Und in dem Sinne hoffe ich mal, das die Larissas Dewotschka nicht mal eines Tages verfilmt wird, besser wird's vermutlich dann auch nicht.
Ansonsten geb ich Dir recht, das meiste von ihr ist so auf Konsalik-Niveau, noch nichtmal Clancy.

P.S: Upps, da kam der Schildkröt mit dem Zettel dazwischen, Antwort bezieht sich auf'n Utkieker.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 12.03.2013 20:01 | nach oben springen

#27

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.03.2013 20:19
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von 94 im Beitrag #26
Achso, na dann sag ich mal danke, dass ich das Buch (in diesem Fall Die Muschelsucher) lesen durfte. Und in dem Sinne hoffe ich mal, das die Larissas Dewotschka nicht mal eines Tages verfilmt wird, besser wird's vermutlich dann auch nicht.
Ansonsten geb ich Dir recht, das meiste von ihr ist so auf Konsalik-Niveau, noch nichtmal Clancy.
P.S: Upps, da kam der Schildkröt mit dem Zettel dazwischen, Antwort bezieht sich auf'n Utkieker.


Die Amis wollen es. Genau aus dem Grunde was 94 schreibt. Es ist noch zu frueh, viel zu frueh. Es gibt vieles was ich noch nicht geschrieben habe.
Ich bin gerade wieder eingeklinkt im Net vernunftig und kann den Laptop benutzen. Meine Manners haben es eben gemacht und nun koennen sie weiterfeiern. Wir sind heute mit dem Auto gefahren fast vier Stunden suedwestlich von Moskau. Ich werde berichten. Fuer mich sogar ist unglaublich was ich hier sehe.
Zum Buch. Danke Utkieker, danke 94. Ich bin sehr romantisch veranlaget aber sicher nicht in diesem Buch. Ich habe so geschrieben wie es aus mir kam. Es hat gekostet viele Traenen das selbst deutlich wieder zu sehen. Ich weiss nicht, ob ein Mann das begreifen kann. Peter hat immer gesagt zu ehrlich waere ich zu dem was ich geschrieben habe. So waere ich sozusagen Freiwild fuer die Gegner. Aber ich wollte ehrlich sein. Aus dem Grund ein biographischer Roman, da mir wurde in Deutschland damals verboten zu schreiben und ich will keinen Aerger, auch heute nicht. Das war ein Ratschlag meines Verteidigers als biographischer Roman zu schreiben, zu dem ich heute noch Kontakt habe. Ich denke darueber anders heute zu dem Geschehen, habe viel Abstand gewonnen und hasse nicht mehr. Von Dummheiten zu machen haben mich meine Russen nach Hause geholt damals. Mir ging es nicht gut, wenn man hasst das ist nicht gut. Man weiss diese Dinge die abgehen und man hat es gewusst, dass die abgehen. Da gibts nix zu ruetteln dran. Das Buch zu schreiben kostete Ueberwindung, mein Leben zu sehen von klein an, wie es wirklich war. Ihr Geschichten haben viele Menschen weit geparkt in ihrem Gehirn und wollen nicht daran denken. Bei einem biographischen Roman sind kleine Aenderungen, so Zeiten und auch Namen erlaubt zu veraendern. Es leben diese Leute noch. Oder auch zu der Arbeit im Metier.

Ich sehe Peter hat die Karte eingestellt, es waere fuer mich interessant, wenn einer noch Fotos von dem Zeitraum damals haette. Ich habe einen NVA Mann in Schwanheide und einen in Buechen ausfindig gemacht. Die Sache mit der Frau Lemke und ihrem kleinen Hund, der Name stimmt sogar. Wenn diese Frau nicht gewesen waere, ich wuerde nicht mehr sein. Da ich spaeter fortging in die SU und auch spaeter in die USA lange Zeit, so habe ich nie Gelegenheit gehabt diese ausfindig zu machen. Aber habe immer daran gedacht, wer hat damals diese Frau geschickt in dem Moment wo sie mich hoerte beim Glaseinschlagen. Ich stehe aber mit einer Journalistin dort in Verbindung.
Ich beantworte aber gerne noch Fragen wenn ich kann.
Vielleicht kann einer Bitte was sagen zu der Karte.
Gruesse, Larissa


silberfuchs60 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#28

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.03.2013 20:23
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Larissa
Vielleicht kann einer Bitte was sagen zu der Karte.


Wenn Du's unbedingt willst? Na gut ... zum xten-mal, es gibt kein 'no-mans land' *wink*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#29

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.03.2013 20:41
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #21
#1 Larissa

Zitat
Heute bitte ich nicht mehr um Verstaendnis fuer meine Einstellung, aber ich wage immer wieder zu wiederholen, wenn ich sage, was ich immer sage: Versucht nicht, den anderen Menschen zu veraendern, sondern versucht, diesen Menschen zu verstehen.


Liebe Larissa, schöner Satz! Je älter ich werde, desto mehr Bedeutung bekommt er für mich.

LG Schuddel

Ey, du hast vergessen die sibirische Kälte mit gen Osten zu nehmen .........
Und das, wo ich doch so schlecht isoliert bin.........



Die haben wir hier noch nicht ganz, die sib Kaelte........... heute soeben minus 16, bis Morgen um 5 wird es sein Minus 23. Krabbel bei Andrea unter die Decke, die wird Dich waerrmen. Liebe Gruesse, habe ihr schon geschrieben heute.,


Grenzverletzerin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#30

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.03.2013 21:14
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von berlin3321 im Beitrag #7
Hallo Larissa,

schon ein toller Beitrag, eine sehr interessante Geschichte.

Ein wenig kenne ich die Ecke da, direkt an der Stelle, an der Du wohl warst, gab es einen Behelfsbahnübergang für die Grenztruppen. Der Übergang war immer geschlossen, mittels Sprechanlage/ Rufknopf konnte man mit dem Stellwerk in Schwanheide sprechen und die Schranke öffnen lassen.

Zumindest war das nach dem 09.11.89 so, ich kenne die Gegend nur aus der Zeit nach dem 24.12.89, ich schrieb das schon in einem anderen Thread. Mein Vater wurde in Schwanheide geboren, wuchs dort auf.

Wir standen da oft auf westlicher Seite und er schaute mit Sehnsucht in den Augen nach Hause.

Raus kam man in Schwanheide direkt am Dorfrand nach Zweedorf, Bauernend wurde das genannt.

Hmm, aber 8 Std zu Fuß von Büchen bis dahin? Die Entfernung dürfte max 4 km auf den Gleisen gewesen sein, über Büchen- Dorf und Bröthen bis zu der Stelle sind es doch nur knappe (geschätzte) 8 km.

Geht man an der Stelle links, kommt man an das Gartenschäger Eck.

Man erzählt sich, dass es dort (zwischen dem GT- Bahnübergang und dem Gartenschlägereck) eine Schleuse gegeben hat, einen Tunnel. Ist das die Ecke, an der Du sein solltest?

Es soll da im Wald, an der Waldstr. in Schwanheide in Richtung Leisterförde eine Garage im Wald gegeben haben, umgeben von einem geharkten Kontrollstreifen.

Der Grenzbach ist die Riedebeck. Sie mündet südlich von Büchen in einen See.

Mfg Berlin

Edit:

Zitat
Das Vorgelagerte befand sich meiner Meinung nach von der Demarkationslinie( Grenzstein, Schild Bachmitte Grenzverlauf) zum ersten Zaun


Die Aussage ist richtig.

Die Demarkationslinie (Grenze) befand sich in Bachmitte, soweit alles richtig.

Das Vorgelagerte befand sich zwischen Grenzzaun 1 und der Demarkationslinie, also auch noch vor dem Grenzpfeiler.



'Mann' sagt mir, dass ist nicht die Stelle wo ich war. Ich kannte auch keinen Behelfsbahnuebergang. Habe diesen auch nicht gesehen noch im hellen. Ich denke, dieser war (muss ja) weiter suedlich gewesen von Schwanheide sein. Ich bin aber noerdlich gegangen weiter von den Bahnschienen weg. Auch sagt 'Mann' mir es waere nicht der beschriebene Tunnel. Es war dunkel als der Zug vorbeifuhr rechts von mir an der Biegung und da merkte ich erst die Biegung praktisch und wie nahe ich war an den Schienen noch. Sofort ging ich wieder in den Wald.
Die Stelle an der ich in den Bach gefallen bin, war nicht sehr breit, aber das Wasser lief mit Stroemung. Es tut mir leid, wenn ich das nicht alles genau hinbekomme, aber sicher war mein Gehirn nicht mehr in Ordnung damals, auch wenn mir vieles in der Erinnerung noch ist. Geht langsam mit mir, ich bin schon aelter. Ich weiss auch, dass die BKA Beamten am naechsten Tag die BGS zu der Huette schickten, weil was liegengeblieben wurde von mir dort. Das fanden sie in der Huette. Nur die Rucksack hatte der Beamte mit Hund weitergeleitet und zwar auch falsch, nach Kiel hat er die Unterlagen geschickt und gemeldet. Diese gingen dann nach Bremen zum LKA; dann wurde die Angelegenheit uebernommen vom BKA. Ein paar Tage spaeter wurde eine sogenannte Begehung gemacht dort an der Huette auch, bevor die Vernehmungen begannen. Ich hatte die Augen noch nicht offen, aber das wurde mir erzaehlt. Auch wurden hier gesprochen von 8 Stunden. Ja, sicher, waere das schneller zu machen gewesen, nicht, wie gesagt, in dem Zustand. Ich war morgens schon um ca. 9.00 aus dem Haus gegangen, ohne Fruehstueck, ohne Kaffee, nicht Frau meiner Sinne, spaeter eine kleine Tafel Schokolade im Bauch. Ich weiss sogar noch, dass es war Milka und ich kann diese immer noch schmecken, so hungrig war ich und deshalb nicht vergessen. Feuer brennt schrecklich. Ich will lieber verbrennen als erfrieren. Auch wenn ich gut mit der sib Kaelte hier klarkomme, aufpassen muss man sehr und immer was Essen...und trinken....
Ich freue mich ueberhaupt, dass jemand die Oertlichkeit dort etwas kennt. Vielleicht kommt noch mehr hinzu.
Wenn nicht, egal. Ich wollte Euch nur diese Flucht erzaehlen. Und ich danke fuer Euer Interesse. Nun, wenn die OP klappt hier, dann kann ich in 25 Jahren noch resuemieren.........
Gruesse, Larissa


silberfuchs60 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.03.2013 21:17 | nach oben springen

#31

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 11:55
von berlin3321 | 2.520 Beiträge

Guten Morgen,

ich zweifele nicht an dem Bericht, finde ihn sehr interessant. Ich zweifele vielleicht am Datum, an den Ort.

Ungeachtet dessen ist es eine Biographie in Romanform. Man möge mir das nachsehen, ich kenne die Ecke da wirklich gut, auch wenn ich dort nicht aufgewachsen bin.

Ich kann anhand der von Turtle eingestellten Skizze wenig bis keine Übereinstimmung erkennen, es gibt dort nicht den Wald, keine Kurve der Bahngleise. Ebenso beim Wetter, einfach zu viele Unstimmigkeiten.

Leider muss ich das in die Richtung Roman schieben, denn das passt einfach nicht.

Mfg Berlin

Edit: Ich fahre am WE mal hin, mache Bilder. Ist bei mir um die Ecke.

Angefügte Bilder:
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
zuletzt bearbeitet 13.03.2013 12:00 | nach oben springen

#32

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 12:19
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von berlin3321 im Beitrag #31
Guten Morgen,

ich zweifele nicht an dem Bericht, finde ihn sehr interessant. Ich zweifele vielleicht am Datum, an den Ort.

Ungeachtet dessen ist es eine Biographie in Romanform. Man möge mir das nachsehen, ich kenne die Ecke da wirklich gut, auch wenn ich dort nicht aufgewachsen bin.

Ich kann anhand der von Turtle eingestellten Skizze wenig bis keine Übereinstimmung erkennen, es gibt dort nicht den Wald, keine Kurve der Bahngleise. Ebenso beim Wetter, einfach zu viele Unstimmigkeiten.

Leider muss ich das in die Richtung Roman schieben, denn das passt einfach nicht.

Mfg Berlin

Edit: Ich fahre am WE mal hin, mache Bilder. Ist bei mir um die Ecke.



Um die Ecke? In welche Ecke bist Du? es gab ueberhaupt keine Bebauung oder Dorf dort, an der Stelle wo ich aufgefunden wurde. Nein, natuerlich passt es absolut nicht. Das ist eine Zeichnung aus meinem Kopf aus dem Jahre 1988, die Turtle hier einstellte. Und sicher hat es geschneit, auch dieses steht in den Vernehmungsberichten, die ich nicht hier in Moskau habe. Ich habe reichlich eingestellt hier. Seither, wie ich schrieb, rasen dort Schnellzuege und ICEs auf mehren Schienen in Richtung Ost und West und wer weiss wohin. Es gibt ein Foto dieser, dass mir ein BGS Beamter schickte, dass ich habe von der Schienenfuehrung und eine Biegung gab es sicher nach Osten Richtung Schwanheider Bahnhof. Und durch den dicht bewaldeten Strecke..... Dicht bewaldet war das Gebiet um die von mir gegangenen Bahngleise, DAMALS. Diese Schiene existiert lange nicht mehr. Vielleicht gab es auch mich nicht, und sie haben mich nicht in die Einzelhaft gesteckt. Der Prozess war fuer ein Geist! Wahrscheinlich waren die Temperaturen um angenehme 25 Grad plus. Ich muss nichts mehr beweisen Berlin, absolut nichts und nichts rechtfertigen. Ich erkannte nix wieder, weder auf dem Bahnhof, dem inzwischen ausgebauten, noch in der Umgebung. Aber Du wirst es sicher koennen. Es war das Fundament der BGS Huette zu sehen lange Zeit. Das ist ein Anhaltspunkt fuer Dich vielleicht. Aber, vielleicht existierte diese nicht und ich fiel in ein Haus wie Alice in Wonderland. Freue mich auf Deine Fotos.
Gruss, Larissa


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#33

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 15:06
von berlin3321 | 2.520 Beiträge

Hallo Larissa,

ich bestreite nicht, dass Du das alles erlebt hast, ganz und gar nicht. Nur evtl. nicht am 7.3.88, wobei mir das letztendlich auch egal ist.

Ist halt eine Biographie in Romanform, da muss es ja nicht alles zwingend 1:1 sein.

Die Wetterdaten des 7.3.88 sprechen von 60 km Wind (ist. m.E. nach kein Sturm), Tiefsttemperaur 0,4° Höchsttemp 2,7° in HH Fuhlsbüttel. (Die Wetterdaten hatte ich in einem Vorpost verlinkt)

Stimmt, dass Gleis gibt es nicht mehr, es ist jetzt 2 gleisig und die alten "Anforderungsübergänge" gibt es genausowenig wie den in Schwanheide am Bahnhof, dass ist jetzt eine Unterführung. Die Strecke an sich wurde jedoch nicht verändert, die ist im Grunde seit DDR Gründung unverändert, es wurde nur ein Gleis abgebaut und nach der Wende wieder zweigleisig ausgebaut.

Ich weiß auch den genauen Verlauf der Demarkationslinie von Punkt "A" Richtung Bahngleis nicht, nur das der Grenzaun I "zurück" sprang und dann ein ganzes Stück parallel zu den Gleisen lief.

Ich wohne da in der Nähe, in meiner Vorstellung hatte ich davon erzählt. Ich konnte aufgrund meines Wohnortes im kleinen Grenzverkehr einreisen, ins Sperrgebiet Schwanheide durfte ich logischerweise nicht.

Mfg Berlin

Edit: In der unmittelbaren Nähe von Punkt A gab es, wimre, einen B Turm Richtung Bahngleise. Der wurde allerdings abgerissen.

Es gibt allerdings eine Kurve im Bahngleis nach Lauenburg/ Lüneburg, der auch so in etwa den Bogen wie auf der Skizze hat.


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
zuletzt bearbeitet 13.03.2013 15:48 | nach oben springen

#34

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 15:36
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Schade, dass diese ganze Erbsenzählerei immer die interessanten Berichte konterkariert und damit den Fluss stört...!!


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#35

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 15:56
von exDieter1945 | 228 Beiträge

Zitat von Larissa im Beitrag #32
Zitat von berlin3321 im Beitrag #31
Guten Morgen,

ich zweifele nicht an dem Bericht, finde ihn sehr interessant. Ich zweifele vielleicht am Datum, an den Ort.

Ungeachtet dessen ist es eine Biographie in Romanform. Man möge mir das nachsehen, ich kenne die Ecke da wirklich gut, auch wenn ich dort nicht aufgewachsen bin.

Ich kann anhand der von Turtle eingestellten Skizze wenig bis keine Übereinstimmung erkennen, es gibt dort nicht den Wald, keine Kurve der Bahngleise. Ebenso beim Wetter, einfach zu viele Unstimmigkeiten.

Leider muss ich das in die Richtung Roman schieben, denn das passt einfach nicht.

Mfg Berlin

Edit: Ich fahre am WE mal hin, mache Bilder. Ist bei mir um die Ecke.



Um die Ecke? In welche Ecke bist Du? es gab ueberhaupt keine Bebauung oder Dorf dort, an der Stelle wo ich aufgefunden wurde. Nein, natuerlich passt es absolut nicht. Das ist eine Zeichnung aus meinem Kopf aus dem Jahre 1988, die Turtle hier einstellte. Und sicher hat es geschneit, auch dieses steht in den Vernehmungsberichten, die ich nicht hier in Moskau habe. Ich habe reichlich eingestellt hier. Seither, wie ich schrieb, rasen dort Schnellzuege und ICEs auf mehren Schienen in Richtung Ost und West und wer weiss wohin. Es gibt ein Foto dieser, dass mir ein BGS Beamter schickte, dass ich habe von der Schienenfuehrung und eine Biegung gab es sicher nach Osten Richtung Schwanheider Bahnhof. Und durch den dicht bewaldeten Strecke..... Dicht bewaldet war das Gebiet um die von mir gegangenen Bahngleise, DAMALS. Diese Schiene existiert lange nicht mehr. Vielleicht gab es auch mich nicht, und sie haben mich nicht in die Einzelhaft gesteckt. Der Prozess war fuer ein Geist! Wahrscheinlich waren die Temperaturen um angenehme 25 Grad plus. Ich muss nichts mehr beweisen Berlin, absolut nichts und nichts rechtfertigen. Ich erkannte nix wieder, weder auf dem Bahnhof, dem inzwischen ausgebauten, noch in der Umgebung. Aber Du wirst es sicher koennen. Es war das Fundament der BGS Huette zu sehen lange Zeit. Das ist ein Anhaltspunkt fuer Dich vielleicht. Aber, vielleicht existierte diese nicht und ich fiel in ein Haus wie Alice in Wonderland. Freue mich auf Deine Fotos.
Gruss, Larissa


Hallo Larissa,
von 1968 bis 1990 habe ich als Bundeszollbeamter im Raum Büchen Grenzdienst gemacht. Von "Deiner Flucht" habe ich damals nichts gehört. Vorgestern habe ich mit dem damals zuständigen Sicherheitsoffizier des Bundesgrenzschutzes gesprochen. Er konnte sich auch nicht daran erinnern.
Heute habe ich mit einem Kollegen telefoniert und er konnte sich erinnern, dass er 1988 von einer verwirrten Frau gehört zu haben, die in einer Zollhütte am Schlagbaum Bröthen/Schwanheide aufgefunden wurde. Gegenüber von der Hütte stand ein BTv (Beobachtungsturm der Grenztruppen). Den Abbau dieses Turm kannst Du im Film sehen und am Anfang ist die Stelle zu sehen, an dem der Schlagbaum stand.
Hütten vom BGS gab es nicht, nur vom Zoll wurden sie aufgestellt. Ein Fundament ist auch nicht mehr vorhanden
Gruß Dieter



.


hardi24a hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 16:02
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Zitat von exDieter1945 im Beitrag #35
Zitat von Larissa im Beitrag #32
Zitat von berlin3321 im Beitrag #31
Guten Morgen,

ich zweifele nicht an dem Bericht, finde ihn sehr interessant. Ich zweifele vielleicht am Datum, an den Ort.

Ungeachtet dessen ist es eine Biographie in Romanform. Man möge mir das nachsehen, ich kenne die Ecke da wirklich gut, auch wenn ich dort nicht aufgewachsen bin.

Ich kann anhand der von Turtle eingestellten Skizze wenig bis keine Übereinstimmung erkennen, es gibt dort nicht den Wald, keine Kurve der Bahngleise. Ebenso beim Wetter, einfach zu viele Unstimmigkeiten.

Leider muss ich das in die Richtung Roman schieben, denn das passt einfach nicht.

Mfg Berlin

Edit: Ich fahre am WE mal hin, mache Bilder. Ist bei mir um die Ecke.



Um die Ecke? In welche Ecke bist Du? es gab ueberhaupt keine Bebauung oder Dorf dort, an der Stelle wo ich aufgefunden wurde. Nein, natuerlich passt es absolut nicht. Das ist eine Zeichnung aus meinem Kopf aus dem Jahre 1988, die Turtle hier einstellte. Und sicher hat es geschneit, auch dieses steht in den Vernehmungsberichten, die ich nicht hier in Moskau habe. Ich habe reichlich eingestellt hier. Seither, wie ich schrieb, rasen dort Schnellzuege und ICEs auf mehren Schienen in Richtung Ost und West und wer weiss wohin. Es gibt ein Foto dieser, dass mir ein BGS Beamter schickte, dass ich habe von der Schienenfuehrung und eine Biegung gab es sicher nach Osten Richtung Schwanheider Bahnhof. Und durch den dicht bewaldeten Strecke..... Dicht bewaldet war das Gebiet um die von mir gegangenen Bahngleise, DAMALS. Diese Schiene existiert lange nicht mehr. Vielleicht gab es auch mich nicht, und sie haben mich nicht in die Einzelhaft gesteckt. Der Prozess war fuer ein Geist! Wahrscheinlich waren die Temperaturen um angenehme 25 Grad plus. Ich muss nichts mehr beweisen Berlin, absolut nichts und nichts rechtfertigen. Ich erkannte nix wieder, weder auf dem Bahnhof, dem inzwischen ausgebauten, noch in der Umgebung. Aber Du wirst es sicher koennen. Es war das Fundament der BGS Huette zu sehen lange Zeit. Das ist ein Anhaltspunkt fuer Dich vielleicht. Aber, vielleicht existierte diese nicht und ich fiel in ein Haus wie Alice in Wonderland. Freue mich auf Deine Fotos.
Gruss, Larissa


Hallo Larissa,
von 1968 bis 1990 habe ich als Bundeszollbeamter im Raum Büchen Grenzdienst gemacht. Von "Deiner Flucht" habe ich damals nichts gehört. Vorgestern habe ich mit dem damals zuständigen Sicherheitsoffizier des Bundesgrenzschutzes gesprochen. Er konnte sich auch nicht daran erinnern.
Heute habe ich mit einem Kollegen telefoniert und er konnte sich erinnern, dass er 1988 von einer verwirrten Frau gehört zu haben, die in einer Zollhütte am Schlagbaum Bröthen/Schwanheide aufgefunden wurde. Gegenüber von der Hütte stand ein BTv (Beobachtungsturm der Grenztruppen). Den Abbau dieses Turm kannst Du im Film sehen und am Anfang ist die Stelle zu sehen, an dem der Schlagbaum stand.
Hütten vom BGS gab es nicht, nur vom Zoll wurden sie aufgestellt. Ein Fundament ist auch nicht mehr vorhanden
Gruß Dieter



.




Es geht eben nichts über Infos von Insidern und ZeitZEUGEN.


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#37

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 16:07
von suentaler | 1.923 Beiträge

Schade dass das Video privat ist und bei mir nicht läuft.


[rot]Vielen Dank für die Sperrung.
Noch nicht einmal einen Grund konntet ihr angeben.
Andersdenkende mundtot machen - wie erbärmlich - selbst für euch ![/rot]
.
MfG Suentaler
.
[gruen]Leider kann ich nicht auf die mich erreichenden PN's antworten.
Man kann mich aber direkt unter suentaler@emailn.de anschreiben.[/gruen]
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#38

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 16:07
von icke46 | 2.593 Beiträge

Warum kann ich mich nur nicht des Eindrucks erwehren, dass es Zeit wird, das Popcorn bereitzustellen?

Irgendwie bin ich der Meinung, wir hatten das schon mal - ist aber immer wieder unterhaltsam....

Gruss

icke



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#39

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 16:19
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Zitat von suentaler im Beitrag #37
Schade dass das Video privat ist und bei mir nicht läuft.


Ich sehe leider auch nichts...:-(..


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#40

RE: Flucht in den Osten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2013 16:28
von Eisenacher | 2.069 Beiträge
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