#21

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 07.03.2013 16:34
von schnatterinchen (gelöscht)
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Die alte Wäscheschleuder war ein prima Entsafter für Beerenfrüchte.Danach ab in den Balon ,Hefe zu und jede Menge Zucker, gab prima lecker Wein.
Der hat schöööön gedreht.


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#22

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 07.03.2013 16:43
von der glatte | 1.356 Beiträge

Oder kennt Ihr noch die alten Kronenverschlüsse von den Brauseflaschen? Da war bei uns immer noch eine kleine durchsichtige Plastescheibe drin. Die haben manche rausgepopelt, gesammelt, dann mit Bast umstrickt und so entstanden Untersetzer, ja ganze Taschen. Der Bierkrug aus Wäscheklammern und die Klammern aus Holz schön mit Muster eingebrannt. Meine Frau hat damals als bescheidenes Mädchen für die halbe Straße Ponchos gestrickt oder gehäkelt. Auch das brachte Geld in die Kasse.

Und nun der Klassiker. Für mich waren das die Figuren Micky Maus oder Fuchs und Elster, gebastelt aus Bierflaschenkronen. Schön bemalt, sah doch gut aus!

Gruß vom Glatten


ACRITER ET FIDELITER


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#23

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 07.03.2013 17:32
von Gohrbi | 575 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #19
Zitat von Gohrbi im Beitrag #17
...man kann alles irgend wann einmal gebrauchen


Das zweite Foto ist Zinn oder Blei?? Ich tippe auf Stannum


1 mm Lötzinn. Muß auch noch wo die bessere Qualität haben, die Kombi aus Lötzinn mit drinnen Kolo

...und zum verwöhnen gab es "Bols" Made in GDR. Mit "Prima Sprit" angesetzter Orangenlikör.......


Eisenacher hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.03.2013 17:33 | nach oben springen

#24

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 07.03.2013 23:48
von der glatte | 1.356 Beiträge

Es gab aber auch Leute die waren zwar kreativ aber auch gleichzeitig Betrüger. Darüber sollte man auch berichten.

Ich hatte früher einmal in einer Aufkaufstelle für Obst und Gemüse ausgeholfen. Dort konnten die Kleingärtner das Obst, was sie nicht selbst verbrauchten, hinbringen. Dort wurde dann nach einer wöchentlichen Preisliste aufgekauft. Da in der DDR auch einige Sorten von Obst und Gemüse, welches man sonst im Ausland einkaufen musste, beim Verkauf vom Staat subventioniert wurde, kam es vor, dass dann der Gärtner mehr für seine Produkte ausgezahlt bekam, als es dann im Laden gekostet hat. So war es auch bei Nüssen. In den Gärten im Elbtal standen damals noch viele Walnuss-Bäume und einige Gärtner machten dann das Geschäft mit dem Staat. Die Nüsse geschlagen, getrocknet, in Säcke verpackt und ab damit in die Aufkaufstelle. Meist kamen dann die Gärtner mit ihren Walnüssen im Spätherbst oder in der ersten Dezemberwoche. Für ein Kilo Walnüsse zahlte man 10 Mark an den Gärtner aus.
Später im Laden wurden Walnüsse für 3,80 M an die Kunden verkauft, egal ob die Nüsse aus dem Garten oder aus der Türkei kamen.

Es lag praktisch auf der Hand, denn die Gärtner gaben bei uns ihre Ernte ab, kassierten die Kohle und spitzten darauf in Erfahrung zu bringen, wo den die Säcke mit den Walnüssen zum Verkauf kamen. Dann fuhren sie am anderen Tag in die umliegenden Dörfer und haben die Walnüsse wieder im Laden für 3,80 M pro Kilo in Massen eingekauft. Wenn man dort nachfragte warum eine einzelne Person soviel an Nüssen braucht, haben die dann nur etwas von Kinderweihnachtsfeier und Nikolaus-Vorbereitungen erzählt und damit war alles erklärt, wenn dann überhaupt gefragt wurde.

Na und dann ging alles wieder seinen Kreislauf. Am nächsten Tag die Nüsse ins Auto gepfeffert und an eine andere Aufkaufstelle gefahren und wieder 10 Mark für das Kilo eingestrichen. Kaum einer flog damit auf, wenn man es nicht übertrieben hatte, manche haben somit viel Geld verdient. Bertug war es doch!

Gruß vom Glatten


ACRITER ET FIDELITER


Gohrbi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 08.03.2013 00:32
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Das hat doch bestimmt auch ganz gut ohne Walnüsse funktioniert. Man brauchte, das doch bloß über die Bücher laufen lassen. Das war dann die ökologische Variante.
Wo es Subventionen gibt, ist der Subventionsbetrug immer der gute Freund. In jedem System und zu allen Zeiten. Deswegen gehören jegliche Subventionen in die Tonne.


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#26

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 08.03.2013 07:36
von GeMi | 556 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #15
Ganz wichtig waren die selbstgebauten Drechselbänke, ein ordentliches Spannfutter zu organisieren war allerdings nicht so einfach.
Und dann ran ans privatwirtschaftliche Erzgebirgische Volkskunstschaffen, Lichter-Bergmänner und Räuchermänneln waren begehrt in Ost und West



Guten Morgen,

zu den Drechselbänken kann ich auch noch etwas beitragen.
Unsere Dreher waren im Schichtbetrieb und in der Nachtschicht eigentlich schwer zu kontrollieren. Einer hat mich mal gebeten, ihm eine Drechselbank zu konstruieren. Also habe ich meinen ganzen Ehrgeiz in das Projekt gelegt und eine wirklich feine Drechselbank aufs Transparent gezaubert.
Da man in unserem großen Leuna-Werk recht preiswert Privatarbeit abrechnen konnte, war ich davon ausgegangen, dass die Drechselbank über die Bücher geht. Denkste!
Die Bank wurde gebaut, über die Werksmauer gehoben und im PKW verstaut. Da bog sich die Achse ganz schön durch. Dem Werkschutz fiel das auch auf und ruck zuck war der Fahrzeughalter ermittelt. Noch in derselben Nach war die Kripo in der Firma und dann ging es seinen sozialistischen Gang.
Da Ende vom Lied war:
Der Kollege wurde aus dem Schichtbetrieb in die Normalschicht versetzt und war ab sofort vorbestraft.Viel Geld war damit futsch.
Ich bekam einen ordentlichen Rüffel vom Chef. Chef wurde von noch mehr Chefs gerügt.
Und alle haben sich über den Kollegen geärgert - man klaut nicht in solch einem Stil. Für 500 Ostmark hätte er die Drechselbank samt Futter kaufen können.

Meine Drechselbank bestand aus einer Bohrmaschine aus Schmalkalden, einem Drechselständer (Antriebsteil mit Mitnehmer, Verbindungsstange und Gegenlager) und diversen abgeschliffenen Feilen. Damit habe ich so manchen Kerzenständer gezaubert.

Noch etwas zum Einfallsreichtum der DDR-Bürger.
Im Leuna-Werk konnte man Harnstoff kaufen. Pro Person einen Sack. Also haben wir uns XXL-Säcke in der Sattlerei nähen lassen. So einen Sack konnten nur 4 ausgewachsene Männer heben und er sah auf dem Hänger wie ein gestrandeter Pottwal aus.
Sack ist eben nicht gleich Sack!!!


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
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#27

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 08.03.2013 07:47
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zur Neben-Plan-Marktwirtschaft, hatten eine Bekannte die baute aus Wachstuchtischdecken und Schlüpfergummi Verschlüsse für Gläser und Schüsseln, Quasi DDR-Tupperware und verkaufte die auf dem Wochenmarkt.
Eisenacher, die kam vor Lachen nicht in den Schlaf


Eisenacher hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.03.2013 07:48 | nach oben springen

#28

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 08.03.2013 10:38
von Lutze | 8.034 Beiträge

mein Vater hatte damals einen Quelle-Katalog in die Finger bekommen,da war so ein
Holzkohlegrill abgebildet,dass hat ihn nicht mehr losgelassen,als Bauschlosser hat er
diesen nachgebaut,hat er heute noch, seine Kollegen fanden diesen Grill auch sehr gut,
so das von diesen mehrere gebaut wurden
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#29

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 08.03.2013 13:46
von Gohrbi | 575 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #25
Das hat doch bestimmt auch ganz gut ohne Walnüsse funktioniert. Man brauchte, das doch bloß über die Bücher laufen lassen. Das war dann die ökologische Variante.
Wo es Subventionen gibt, ist der Subventionsbetrug immer der gute Freund. In jedem System und zu allen Zeiten. Deswegen gehören jegliche Subventionen in die Tonne.


...ja auch mit Kirschen...Äpfeln....Gurken....meine Frau hat am Gemüsestand der Kaufhalle gearbeitet....die Praxis war bekannt und wurde meist vereitelt......oder Bananenkauf, wer wollte schon Bananen, Vater, Mutter, 1.Kind, 2.Kind, 3.Kind, 4.Kind alle in der sozialistischen Wartegemeinschaft und jeweils 4 Bananen gekauft..aber wie gesagt, da war meine Frau knallhart....habe sie ja auch trainiert.


Eisenacher hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#30

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 08.03.2013 20:31
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #3
Glühlampe defekt? Kein Problem. Vorsichtig herausschrauben. Dann solange bewegen bis das Wendel wieder Kontakt hatte. Kurz unter Strom ,dann schweißt sich der Wolframdraht wieder fest und dann vorsichtig wieder einschrauben. Funktioniert natürlich nur bei Klarsichtlampen. Aber damals gab es auch nur die. Hat bei 80% aller Glühlampen funktioniert.


dieser Beitrag ist gut@Eisenacher, als ich nach der Wende in den Westen bin habe ich natürlich alles mitgenommen. Ich habe heute noch in der Küche eine Glühbirne die täglich im Gebrauch ist, auf der Glühbirne steht drauf "Made in USSR". Also rund 23 Jahre, ich betone sie ist täglich im Gebrauch. Wer es wieder nicht glauben sollte ich bin auch gerne bereit ein Foto zu machen.
Harra


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#31

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 08.03.2013 20:49
von 94 | 10.792 Beiträge

Mach!

Und es ging auch mit opaken Leuchtmitteln, dieses 'Reparieren'. Da im Osten selten Milchglas zur Anwendung kam, sondern die Variante mit dem innen angerauhten Glaskolben präferiert wurde, konnte man ja an den so zwei drei Millimetern Klarsicht über dem Sockel 'hineinschmulen'. Wie neu hielten diese Reparaturen aber nimmer, wird doch die Doppelwendel bissel dünner im Laufe ihres Lebens und irgendwann brichtse mal an zwei oder mehr Stellen, dann war das.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#32

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 08.03.2013 20:55
von Mike59 | 7.963 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #31
Mach!

Und es ging auch mit opaken Leuchtmitteln, dieses 'Reparieren'. Da im Osten selten Milchglas zur Anwendung kam, sondern die Variante mit dem innen angerauhten Glaskolben präferiert wurde, konnte man ja an den so zwei drei Millimetern Klarsicht über dem Sockel 'hineinschmulen'. Wie neu hielten diese Reparaturen aber nimmer, wird doch die Doppelwendel bissel dünner im Laufe ihres Lebens und irgendwann brichtse mal an zwei oder mehr Stellen, dann war das.



Ich sehe das auch eher als ein MacGyver versuch. War wohl in der Zeit vor 1950. Kann mich nicht erinnern das ich mal einen Engpass an Glühbirnen erlebte.


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#33

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 09.03.2013 11:32
von Arnstädter | 266 Beiträge

auch heute noch ist ein gelernter DDR-Bürger kreativ.Er fährt 150 km zur Arbeit(Reisefreiheit),arbeitet wie ein Pferd,wird aber bezahlt wie ein Ponny.


das System funktioniert weil du funktionierst
Schmiernippel hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 09.03.2013 14:23
von schulzi | 1.759 Beiträge

es klingt zur hart und ist ein ochse weil er das macht ,war auch einer der als leiharbeiter fürn appel un eh ei überall in deutschland gearbeitet hat


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#35

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 09.03.2013 19:45
von SEG15D | 1.119 Beiträge

Ich würde gern die Threadüberschrift erweitern in: Der gelernte DDR-Bürger wirft nicht einfach weg-er repariert.

Meine Buderus Heizung gab Ende 2005 nach 15 Jahren den Geist auf.
Keine Anzeige mehr von Uhrzeit und Programm, null Funktion.
Nach Sichtprüfung der einzelnen Platinen des Steuerteils keine Auffälligkeiten.
Es wurde kalt, also Heizungsfirma alarmiert.
Der Chef kam mit allen Ersatzmodulen und steckte sie hinein.....alles wieder schön!
Kostenfaktor ca. 670 Euro.

Mmmhhmm, konnte Ihn dann überzeugen, daß es wohl Unsinn ist, alle Module als defekt zu deklarieren.
Also Einzeltausch der Module gegen die Originale und siehe da, nur eins war tatsächlich defekt.
So zog er dann für diesen Tag ab.
Mir ließ die Sache aber keine Ruhe und ich begann, das Modul durchzumessen.
Schnell fand ich einen vollen Kurzschluß der Spannungsversorgung heraus.
Nach Verfolgung der Leiterbahnen konnte ich so einen defekten IC ausmachen, den ich auslötete.
Danach war der Kurzschluß verschwunden. Für 2,35 € bestellte ich Ersatz beim blauen C und hatte die Platine nach 5 Tagen wieder
in Funktion. Mein Heizungsmensch war überaus kulant und nahm mir "sein" neues Modul nach knapp einer Woche gegen eine Nutzungs-
pauschale wieder zurück.

Fazit: viel Geld gespart und Ressourcen geschont, System läuft seitdem wieder einwandfrei!

mfG SEG15D



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#36

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 09.03.2013 19:56
von grenzergold | 187 Beiträge

So funktioniert das heute , kein Mensch mißt noch eine Platine durch .
gg


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#37

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 09.03.2013 19:59
von SEG15D | 1.119 Beiträge

Ja, leider hast Du recht. Deswegen kommt es auch nicht mehr auf Bildung an und auf Menschen, die Ihren Kopf nicht nur dafür haben
das viele Stroh nicht mehr unterm Arm tragen zu müssen.

Wegwerfgesellschaft, nicht nur lebloses Material betreffend....traurig.

SEG15D



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#38

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 09.03.2013 20:30
von Mike59 | 7.963 Beiträge

Zitat von SEG15D im Beitrag #35
Ich würde gern die Threadüberschrift erweitern in: Der gelernte DDR-Bürger wirft nicht einfach weg-er repariert.

Meine Buderus Heizung gab Ende 2005 nach 15 Jahren den Geist auf.
Keine Anzeige mehr von Uhrzeit und Programm, null Funktion.
Nach Sichtprüfung der einzelnen Platinen des Steuerteils keine Auffälligkeiten.
Es wurde kalt, also Heizungsfirma alarmiert.
Der Chef kam mit allen Ersatzmodulen und steckte sie hinein.....alles wieder schön!
Kostenfaktor ca. 670 Euro.

Mmmhhmm, konnte Ihn dann überzeugen, daß es wohl Unsinn ist, alle Module als defekt zu deklarieren.
Also Einzeltausch der Module gegen die Originale und siehe da, nur eins war tatsächlich defekt.
So zog er dann für diesen Tag ab.
Mir ließ die Sache aber keine Ruhe und ich begann, das Modul durchzumessen.
Schnell fand ich einen vollen Kurzschluß der Spannungsversorgung heraus.
Nach Verfolgung der Leiterbahnen konnte ich so einen defekten IC ausmachen, den ich auslötete.
Danach war der Kurzschluß verschwunden. Für 2,35 € bestellte ich Ersatz beim blauen C und hatte die Platine nach 5 Tagen wieder
in Funktion. Mein Heizungsmensch war überaus kulant und nahm mir "sein" neues Modul nach knapp einer Woche gegen eine Nutzungs-
pauschale wieder zurück.

Fazit: viel Geld gespart und Ressourcen geschont, System läuft seitdem wieder einwandfrei!

mfG SEG15D


Allen Respekt von meiner Seite. Weswegen hast du den Heizungsmonteur gerufen?


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#39

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 09.03.2013 21:44
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Wisst Ihr das es zu DDR-Zeiten schon Fussbodenheizung gab? Nein, glaubt ihr nicht ? Also unser Übermann(die Familie) im ersten Stock (Gründerzeithaus) die waren immer sauer, wenn wir im Februar in den Schulferien regelmäßig ne Woche in den Winterurlaub kurvten . Dann kühlte nämlich unsere Hochparterrewohnung auf gut fünf Grad herunter.

Vorher hatten wir jeden Wintertag im Schnitt gute 28 Grad in der Hütte, unter der Decke wohl um die 40 Grad. und die Oben warme Füsse, halt "Fussbodenheizung. " Zustande brachte diese wolligen Temperaturen eine Kachelofenluftheizung, illegal eingebaut vom Vormieter(Ofensetzer). Ich habe mal ne alte Kohlenrechnung gefunden um die Einhundert Zentner, habe sie leider verlegt.

Nagelt mich jetzt nicht fest aber das waren so glaube ich 259,-Mark der DDR.(Winterpreis) Eine Heizperiode brauchte ich gute 150 Zentner oder auch mehr.Hatte auch zwei drei Keller, war ja "Blockwart"...ach Quatsch natürlich hieß das im Sozialismus Hausmeister/Hausbuchbeauftragter

Lebensläufer


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#40

RE: Der gelernte DDR-Bürger war und ist kreativ- was fällt euch dazu ein...

in Leben in der DDR 10.03.2013 11:56
von SEG15D | 1.119 Beiträge

Zitat Mike59
"Allen Respekt von meiner Seite. Weswegen hast du den Heizungsmonteur gerufen?"


Na weil die Hütte kalt werden wollte. Schließlich hat das Reparieren mit Beschaffung eine Woche gedauert.
Und das ist im Winter wahrlich kein Spaß....

mfG SEG15D



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