#1

West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 05.03.2013 19:57
von GKUS64 | 1.609 Beiträge

Hallo erstmal,

es sind ja nun einige Wessis (Kein Schimpfwort) hier im Forum vertreten. Mich würden mal deren Gedankengänge, Beurteilungen und Einschätzungen über die DDR und ihre Menschen in der Zeit des kalten Krieges also ca. von 1958 bis 1989 interessieren. Für Menschen, die keinerlei verwandtschaftliche Bindung nach dem Osten hatten war das ja bestimmt kein wichtiges und interessantes Thema. Mir fiel immer auf, dass die Ossis sehr gut sowohl über westliche Politiker, wirtschaftliche Zusammenhänge, Angebot und Preise von Konsumgütern usw. vom westlichen Teil Bescheid wussten. Umgekehrt war das weniger der Fall.
Im Westen war man vielfach der Meinung, dass nicht nur der Staat sondern auch seine Bürger zum größten Teil kommunistisch geprägt waren. In Wirklichkeit waren es vielleicht aber nur 10 %!
Schreibt mal eure Meinung ( natürlich ist auch die Meinung der Ossis gefragt!).

MfG

GKUS64


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#2

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 06.03.2013 12:27
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von GKUS64 im Beitrag #1
Hallo erstmal,

es sind ja nun einige Wessis (Kein Schimpfwort) hier im Forum vertreten. Mich würden mal deren Gedankengänge, Beurteilungen und Einschätzungen über die DDR und ihre Menschen in der Zeit des kalten Krieges also ca. von 1958 bis 1989 interessieren. Für Menschen, die keinerlei verwandtschaftliche Bindung nach dem Osten hatten war das ja bestimmt kein wichtiges und interessantes Thema. Mir fiel immer auf, dass die Ossis sehr gut sowohl über westliche Politiker, wirtschaftliche Zusammenhänge, Angebot und Preise von Konsumgütern usw. vom westlichen Teil Bescheid wussten. Umgekehrt war das weniger der Fall.
Im Westen war man vielfach der Meinung, dass nicht nur der Staat sondern auch seine Bürger zum größten Teil kommunistisch geprägt waren. In Wirklichkeit waren es vielleicht aber nur 10 %!
Schreibt mal eure Meinung ( natürlich ist auch die Meinung der Ossis gefragt!).

MfG

GKUS64





Hallo lieber GKUS64,

ich habe ja schon einiges dazu in meinem Vorstellungsthema geschrieben - ich war einfach unwissend. Nicht im Sinne von Fakten (die allerdings "gefärbt" waren) sondern im Sinne von "Lebenswelt".
Die DDR war für mich spätestens ab der 70er Jahre "Ausland", in das ich nicht so ohne weiteres reisen konnte, weil es keinen familiären Grund gab. Gut, als kulturell interessierter Mensch hätte ich ja z.B. mal Weimar besuchen können - habe ich nicht getan.
Es gab in der BR keine sachliche Darstellung darüber "Guck mal, so leben unsere Nachbarn". Die Berichterstattung war immer politisch, entweder Grenzprobleme, später die Fortschritte der Entspannungspolitik - Sport, und ob die Berichterstattung darüber sachlich war, kann ich nicht beurteilen!
Ich war ja eher so ein "Mitgefühlmensch", sah immer die "Eingesperrten" vor Augen.
Ich habe Dissidenten-Literatur gelesen, die natur-gemäß eine bestimmte Sicht der Dinge darstellte.
An Politikern waren mir bekannt: die "üblichen Verdächtigen"...
Ich habe nicht DDR-Fernsehen gesehen, konnte das wahrscheinlich gar nicht empfangen.

Ich habe den Alltag in "meiner Welt" gelebt, der nicht unaufregend war!

Die Tatsache, dass wir alle aufgrund der ideologischen Teilung auch eine "menschliche" Abspaltung erfahren mussten, die ganz offensichtlich tiefe Spuren hinterlassen hat, davon zeugt dieses Forum. Darum ist mir jeder Beitrag den ich hier lese lieb! denn ich erfahre hier über ein mir "unbekanntes" Land etwas, von den Menschen, mit denen ich 100% viel mehr gemeinsam habe, als das, was uns vermeintlich trennt.

Herzlicher Gruß!
Barbara


GKUS64 und bendix haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#3

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 06.03.2013 12:39
von Barbara (gelöscht)
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.... und was mir gerade noch eingefallen ist:
Wenn ein DDR-Sportler irgendwo eine Medaille oder so was geholt hat: bei den sportlich Interessierten hier konnte man "Stolz" darauf spüren - Nationalstolz! Auch interessant.....


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#4

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 06.03.2013 12:43
von Pit 59 | 10.142 Beiträge

Wenn ein DDR-Sportler irgendwo eine Medaille oder so was geholt hat: @barbara

Die haben aber nicht mehr alle Ihre Medaillen. Ich glaube 4x100 m Frauen hat eine Ihr Ding abgegeben . So wie eben alle,Doping.
Der Weltrekord ist glaube immer noch gültig.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#5

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 06.03.2013 12:50
von Barbara (gelöscht)
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.... man kann sich aber auch auf gar nix mehr verlassen:-))))

Aber du weißt, was ich sagen wollte:
Es gibt offenbar Sachen, da spielt plötzlich Ideologie keine Rolle mehr - der Sportler ist "deutsch" und darauf sind sie dann alle stolz!


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#6

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 06.03.2013 13:03
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #4
Wenn ein DDR-Sportler irgendwo eine Medaille oder so was geholt hat: @barbara

Die haben aber nicht mehr alle Ihre Medaillen. Ich glaube 4x100 m Frauen hat eine Ihr Ding abgegeben . So wie eben alle,Doping.
Der Weltrekord ist glaube immer noch gültig.


Da kann man ja fragen, wer von den westdeutschen Medaillengewinnern hat denn aus solchen Gründen schon mal seine Medaille abgegeben ? Gedopt wurde da ganz sicher auch, es wurde nur nicht so akribisch nachrecherchiert wie bei den DDR-Sportlern nach der Wende. Wenn das alles nur Doping war, damals, die DDR-Erfolge, dann hätten sie ja nach der Wende sang- und klanglos eingegangen sein müssen bei internationalen Vergleichen ?
Ich mußte immer darüber lachen, wenn ein DDR-Sportler beispielsweise den 3. Platz machte, ein Westdeutscher den 5., dann hieß es manchmal etwa so: Max Hinz aus XYZ-Dorf gewann Bronze, bester Deutscher war Egon Kunz aus ABC-Stadt. Da waren wir mit einemmal keine Deutschen mehr, für die man sich anmaßte zu sprechen.
Aber ich merke, ich bin schon wieder OT gerutscht, Verzeichnung.



zuletzt bearbeitet 06.03.2013 13:04 | nach oben springen

#7

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 06.03.2013 13:09
von Pit 59 | 10.142 Beiträge

Ich schrieb ALLE,musste also nicht verbessern.


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#8

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 06.03.2013 13:14
von Barbara (gelöscht)
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Liebe Mit-Wessis!

Sagt auch was zu den Ost-West-Gedanken, so oft werden wir doch nicht gefragt :-)


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#9

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 06.03.2013 13:39
von Moskwitschka (gelöscht)
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Liebe Barbara,

in meiner Erinnerung bin ich das erste mal auf diesen Gedanken durch das Radio gestossen wurden, wahrscheinlich Anfang der 60-iger Jahre. Da wetterte man gegen einen Politiker. Hängen geblieben ist nur Westdeutschland, Ostdeutschland und Grünrock. Den Zusammenhang kann ich nicht mehr erinnern. Jedenfalls seit dem weiß ich, dass es zwei Deutschländer gab. Und die Fragen begannen ... Aber das ist wieder eine andere Geschichte, dieses Mal meiner deutschen Großeltern

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 06.03.2013 14:02 | nach oben springen

#10

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 06.03.2013 14:24
von Damals87 | 503 Beiträge

Hallo,

@Barbara, wenn Du uns Wessis schon so freundlich aufforderst, will ich nicht hintanstehen.

@GKUS64, richtig ist, daß Wissen über die DDR oder die RGW- bzw. Warschauer Vertragsstaaten in der BRD äußerst schwach vertreten und hauptsächlich von heimischer AgitProp geprägt war. Ausgenommen hiervon mögen diejenigen mit Ost-Verwandtschaft oder einem sonstigen besonderen persönlichen Interesse sein.
Die übliche Meinung war, das sind alles ganz arme Schweine in einem riesigen Knast, die kaum das nötigste zu fressen kriegen.
Zitat GKUS64: "Im Westen war man vielfach der Meinung, dass nicht nur der Staat sondern auch seine Bürger zum größten Teil kommunistisch geprägt waren. In Wirklichkeit waren es vielleicht aber nur 10 %!
Dem muß ich widersprechen: Das Bild war eher so, daß die Zustimmung zu Staat und Partei nahezu Null gewesen sei und die Ordnung nur durch brutalste Repression aufrechterhalten werden konnte, schon allein wegen der menschenunwürdigen Überlebensbedingungen. Der gemeine Wessi wäre lieber als Legehenne in einen Pohlmann-Betrieb gegangen, als freiwillig in den Höllenstaat.
Daher auch die unter uns Wessis weit verbreitete Trennung zwischen "Volk" und "Regime" der DDR.
Auf der einen Seite das geknechtete erstere, entweder in offenem Widerstand (und somit in Bautzen im Bau) oder in "innerer Emigration" oder "arrangiert", auf der anderen Seite die bösen alten Männer und ihr "Unterdrückungsapparat". Kriminalität wurde von der Partei geleugnet, somit gab es auch keine Kriminellen im Knast. Jeder, der im Unrechtsstaat einsaß, konnte nur ein politischer Gefangener sein, dem man helfen mußte.

Persönlich sah ich die DDR als deutschsprachiges Ausland mit interessanten Briefmarken, vergleichbar mit Österreich oder der Schweiz.
Aus einem mir unbekannten Grund hatte ich allerdings früh einen Widerwillen gegen die offizielle Propaganda ääääh objektive und wertfreie Information von Schule und Qualitätsmedien und stattdessen eine gewisse Faszination für das Reich des Bösen entwickelt. Auch hatte ich Verwandtschaft in der DDR.
Zitat Barbara: "Es gab in der BR keine sachliche Darstellung darüber "Guck mal, so leben unsere Nachbarn". Die Berichterstattung war immer politisch, entweder Grenzprobleme, später die Fortschritte der Entspannungspolitik - Sport, und ob die Berichterstattung darüber sachlich war, kann ich nicht beurteilen!"
Kann ich nur bestätigen, sie hätte auch nicht in das gewünschte Bild gepaßt.

Grüße aus Hessen


„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“ Sören Kierkegaard


Rainman2 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 06.03.2013 14:48
von Gert | 12.354 Beiträge

Ich weiß gar nicht was ich bin, ein Jahr reichsdeutscher, 4 Jahre sowjetische Besatzungszone , 16 Jahre OSsi(DDR) 48 Jahre Wessi.
Also deutsches Reich und russische Zone kann man abhaken, Kind gewesen, OSsi in der DDR war prägend fürs leben! Sie wollten mich nicht mitnehmen bei ihrem sozialistischenAufbauprogramm.Also Ablehnung fördert umgekehrt das gleiche Gefühl , zuerst Desertion im geistigen zum Klassenfeind ( meine Freunde )dann auch körperliche Desertion auf die andere Seite . Dort die Szene aus der Ferne beobachtet! Bei jedem Misserfolg der Genossen große Schadenfreude empfunden , weil immer Gefühl entstand, Bin auf der richtigen Seite.
Das hat sich zwar über die Jahre entspannt, bin aber heute noch der Meinung im besseren Gesellschaftsmodell zu leben. DDR war ein Fake um es mal in der Computer Sprache auszudrücken. Was dort geschah konnte ich interpretieren, weil ich dort aufgewachsen bin und ihr hässliches parteichinesisch verstand. Sie haben ja mitunter unsere schöne Sprache verhunzt. Als alles zusammenbrach wunderte ich mich nicht weil ich es vorausgesehen habe( nicht den Termin, aber die Tatsache ). Ich bedauere die Fehlentwicklungen in der Nachwendezeit( Treuhand) aber sonst nichts. Die Klugsch..... die die Fehler der Treuhand anprangern, sollen bitteschön sagen wie man es besser machen kann, andernfalls nicht überzeugend.


.
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#12

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 06.03.2013 15:47
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von Damals87 im Beitrag #10
Hallo,


@GKUS64, richtig ist, daß Wissen über die DDR oder die RGW- bzw. Warschauer Vertragsstaaten in der BRD äußerst schwach vertreten und hauptsächlich von heimischer AgitProp geprägt war. Ausgenommen hiervon mögen diejenigen mit Ost-Verwandtschaft oder einem sonstigen besonderen persönlichen Interesse sein.
Die übliche Meinung war, das sind alles ganz arme Schweine in einem riesigen Knast, die kaum das nötigste zu fressen kriegen.
Zitat GKUS64: "Im Westen war man vielfach der Meinung, dass nicht nur der Staat sondern auch seine Bürger zum größten Teil kommunistisch geprägt waren. In Wirklichkeit waren es vielleicht aber nur 10 %!
Dem muß ich widersprechen: Das Bild war eher so, daß die Zustimmung zu Staat und Partei nahezu Null gewesen sei und die Ordnung nur durch brutalste Repression aufrechterhalten werden konnte, schon allein wegen der menschenunwürdigen Überlebensbedingungen. Der gemeine Wessi wäre lieber als Legehenne in einen Pohlmann-Betrieb gegangen, als freiwillig in den Höllenstaat.
Daher auch die unter uns Wessis weit verbreitete Trennung zwischen "Volk" und "Regime" der DDR.
Auf der einen Seite das geknechtete erstere, entweder in offenem Widerstand (und somit in Bautzen im Bau) oder in "innerer Emigration" oder "arrangiert", auf der anderen Seite die bösen alten Männer und ihr "Unterdrückungsapparat". Kriminalität wurde von der Partei geleugnet, somit gab es auch keine Kriminellen im Knast. Jeder, der im Unrechtsstaat einsaß, konnte nur ein politischer Gefangener sein, dem man helfen mußte.

Persönlich sah ich die DDR als deutschsprachiges Ausland mit interessanten Briefmarken, vergleichbar mit Österreich oder der Schweiz.
Aus einem mir unbekannten Grund hatte ich allerdings früh einen Widerwillen gegen die offizielle Propaganda ääääh objektive und wertfreie Information von Schule und Qualitätsmedien und stattdessen eine gewisse Faszination für das Reich des Bösen entwickelt. Auch hatte ich Verwandtschaft in der DDR.
Zitat Barbara: "Es gab in der BR keine sachliche Darstellung darüber "Guck mal, so leben unsere Nachbarn". Die Berichterstattung war immer politisch, entweder Grenzprobleme, später die Fortschritte der Entspannungspolitik - Sport, und ob die Berichterstattung darüber sachlich war, kann ich nicht beurteilen!"
Kann ich nur bestätigen, sie hätte auch nicht in das gewünschte Bild gepaßt.

Grüße aus Hessen


Hm, Damals87@ Dein Beitrag verwirrt mich etwas. Ich lese, dass Du die DDR als deutschsprachiges Ausland gesehen hast.
Gleichzeitig bist Du Dir offensichtlich aber sicher, dass die Zustimmung zu Staat und Partei in der DDR gegen Null ging und ich als DDR-Bürger brutalsten Repressionen ausgesetzt war. Ich kann mich daran jedenfalls nicht erinnern.

Gleichzeitig bestätigst Du Babara's Meinung, dass es in den "gebrauchten Bundesländern keine sachliche Berichterstattung über die DDR gab.

Woher stammt Dein Wissen über die Zustimmung zu Staat und Partei in der DDR sowie der brutalen Repression?

andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#13

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 06.03.2013 16:06
von Damals87 | 503 Beiträge

Hallo,

@andy, sorry, ich wollte Dich nicht verwirren. Womöglich habe ich mich nicht ganz eindeutig ausgedrückt. Der Absatz mit dem ersten Rotmarkierten soll die Wahrnehmung in der BRD-Öffentlichkeit wiedergeben, so wie sie weit verbreitet war und in Altbund noch ist.

Der Absatz mit dem zweiten rot markierten Teil gibt, vor allem bis zu Barbaras Zitat, meine persönliche Sicht (damals) wieder.

Ich hoffe, jetzt wird es klarer. Danke für Deine Nachfrage!

Grüße aus Hessen


„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“ Sören Kierkegaard


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#14

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 06.03.2013 17:14
von utkieker | 2.920 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #4
Wenn ein DDR-Sportler irgendwo eine Medaille oder so was geholt hat: @barbara

Die haben aber nicht mehr alle Ihre Medaillen. Ich glaube 4x100 m Frauen hat eine Ihr Ding abgegeben . So wie eben alle,Doping.
Der Weltrekord ist glaube immer noch gültig.

Hallo Pit,

die letzte Medaille errang die DDR bei einer Sportart, die außerhalb aller Dopingvorwürfe zu finden ist. Bei der X. Fernschacholympiade errang die DDR 1995 die Bronzemedaille. Näheres: http://www.berliner-zeitung.de/newsticke...74,9725582.html

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#15

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 06.03.2013 17:24
von Lutze | 8.034 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #14
Zitat von Pit 59 im Beitrag #4
Wenn ein DDR-Sportler irgendwo eine Medaille oder so was geholt hat: @barbara

Die haben aber nicht mehr alle Ihre Medaillen. Ich glaube 4x100 m Frauen hat eine Ihr Ding abgegeben . So wie eben alle,Doping.
Der Weltrekord ist glaube immer noch gültig.

Hallo Pit,

die letzte Medaille errang die DDR bei einer Sportart, die außerhalb aller Dopingvorwürfe zu finden ist. Bei der X. Fernschacholympiade errang die DDR 1995 die Bronzemedaille. Näheres: http://www.berliner-zeitung.de/newsticke...74,9725582.html

Gruß Hartmut!


die DDR gab es 1995 noch?jetzt komme ich ins grübeln
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#16

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 06.03.2013 17:30
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #11
Ich weiß gar nicht was ich bin, ein Jahr reichsdeutscher, 4 Jahre sowjetische Besatzungszone , 16 Jahre OSsi(DDR) 48 Jahre Wessi.
Also deutsches Reich und russische Zone kann man abhaken, Kind gewesen, OSsi in der DDR war prägend fürs leben! Sie wollten mich nicht mitnehmen bei ihrem sozialistischenAufbauprogramm.Also Ablehnung fördert umgekehrt das gleiche Gefühl , zuerst Desertion im geistigen zum Klassenfeind ( meine Freunde )dann auch körperliche Desertion auf die andere Seite . Dort die Szene aus der Ferne beobachtet! Bei jedem Misserfolg der Genossen große Schadenfreude empfunden , weil immer Gefühl entstand, Bin auf der richtigen Seite.
Das hat sich zwar über die Jahre entspannt, bin aber heute noch der Meinung im besseren Gesellschaftsmodell zu leben. DDR war ein Fake um es mal in der Computer Sprache auszudrücken. Was dort geschah konnte ich interpretieren, weil ich dort aufgewachsen bin und ihr hässliches parteichinesisch verstand. Sie haben ja mitunter unsere schöne Sprache verhunzt. Als alles zusammenbrach wunderte ich mich nicht weil ich es vorausgesehen habe( nicht den Termin, aber die Tatsache ). Ich bedauere die Fehlentwicklungen in der Nachwendezeit( Treuhand) aber sonst nichts. Die Klugsch..... die die Fehler der Treuhand anprangern, sollen bitteschön sagen wie man es besser machen kann, andernfalls nicht überzeugend.


Rot: Na, Gert, dann wäre es gut gewesen, wenn Du in die "Thüringer Allgemeine" reingeschaut hättest. Da kam in den letzten Monaten eine lose Folge von Fallbeispielen, ganzseitig, mit Beteiligten aller Seiten. Da war einiges z.T. auch absichtlich schiefgelaufen. Da ging es um ganz hohe Beträge und wo sowas im Spiel ist, da ist die Wirtschaftskriminalität nicht weit und die da falsches Spiel gespielt haben, waren nicht nur "alte Seilschaften". Was meinst Du, was ein Konzern alles unternimmt, um seine lästige Konkurrenz loszuwerden oder ihn statt für z.B. 30 Mio DM für nur 2 Mio zu bekommen ? Es war m.E. kein Zufall und auch kein Einzeltäter, daß Rohwedder umgebracht wurde. Der wollte noch vorrangig sanieren, die Breuel hat es den anderen zum Fraß vorgeworfen. Und nun komme mir bitte nicht, die DDR-Industrie wäre so marode gewesen, da hätte ja nur noch Immobilie was wert gehabt und der Rest wäre für die Planierraupe.



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#17

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 06.03.2013 17:35
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Wir hatten Verwandtschaft in der DDR. Als ich aufwuchs hat meine Mutter denen immer meine abgelegten Kleider geschickt und auch noch Kaffee und Schokolade mit in die Pakete gepackt. Die haben sich dann immer riesig gefreut, denn in der Zone konnte man sowas damals gar nicht kaufen. Das sind eben die Haupterinnerungen fuer mich als "Wessie" and die DDR.


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#18

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 06.03.2013 17:39
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #17
Wir hatten Verwandtschaft in der DDR. Als ich aufwuchs hat meine Mutter denen immer meine abgelegten Kleider geschickt und auch noch Kaffee und Schokolade mit in die Pakete gepackt. Die haben sich dann immer riesig gefreut, denn in der Zone konnte man sowas damals gar nicht kaufen. Das sind eben die Haupterinnerungen fuer mich als "Wessie" and die DDR.



Glaubst Du den ganzen Mist selbst ?


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#19

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 06.03.2013 17:47
von utkieker | 2.920 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #15
Zitat von utkieker im Beitrag #14
Zitat von Pit 59 im Beitrag #4
Wenn ein DDR-Sportler irgendwo eine Medaille oder so was geholt hat: @barbara

Die haben aber nicht mehr alle Ihre Medaillen. Ich glaube 4x100 m Frauen hat eine Ihr Ding abgegeben . So wie eben alle,Doping.
Der Weltrekord ist glaube immer noch gültig.

Hallo Pit,

die letzte Medaille errang die DDR bei einer Sportart, die außerhalb aller Dopingvorwürfe zu finden ist. Bei der X. Fernschacholympiade errang die DDR 1995 die Bronzemedaille. Näheres: http://www.berliner-zeitung.de/newsticke...74,9725582.html

Gruß Hartmut!


die DDR gab es 1995 noch?jetzt komme ich ins grübeln
Lutze

Hallo Lutze,

Beim Fernschach geht es gemächlich zu die X. Fernschacholympiade begann 1987 und endete 1995! Es gab so gar bei dieser Fernschacholympiade 1991 (!) das deutsch/ deutsche Duell. Die BRD wurde übrigens bei diesen Turnier sechster.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#20

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 06.03.2013 17:48
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #18
Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #17
Wir hatten Verwandtschaft in der DDR. Als ich aufwuchs hat meine Mutter denen immer meine abgelegten Kleider geschickt und auch noch Kaffee und Schokolade mit in die Pakete gepackt. Die haben sich dann immer riesig gefreut, denn in der Zone konnte man sowas damals gar nicht kaufen. Das sind eben die Haupterinnerungen fuer mich als "Wessie" and die DDR.



Glaubst Du den ganzen Mist selbst ?



Alfred, Deine Mitbuerger mussten Hilfe von Westverwandtschaft in Anspruch nehmen da Euer eigenes Wirtschaftssystem von vorne herein untauglich war und die DDR Regierung zu feige war das auch zuzugeben.


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