#181

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 14.03.2013 23:11
von DoreHolm | 7.710 Beiträge

Beiträge # 176 bis # 179: Alles soweit im Wesentlichen o.k. Versuche, nicht in irgendwelche Wunschszenarien zu verfallen und nehme die jetzige Gesellschaft auch so wie sie ist. Bei den Entscheidungen und Handlungen von Politikern rechne ich mit Allem, zu was Gehirne fähig sind, wenn man sie gewähren läßt und Politiker haben kein Problem damit, etwas Schlechtes in Korkenzieherart so zu verbiegen, daß es als etwas Gutes dargestellt werden kann und es scheint, daß sie es dann ihren Mist noch als Tatsachendarstellung ansehen.
Ich könnte mich nun auch zurücklehnen und sagen, Nimms hin, kümmere Dich nicht weiter drum, kannst sowieso nichts ändern und ich habe meine Rente.
Irgendwo habe ich mal eine Karikatur mit einem fetten Mann gesehen, darunter der Spruch: "Sauf Dich voll und fress Dich dick, doch halt Dein Maul von Politik". Ja, so hätten es viele Politiker gern. Einfach hinnehmen ? Was wäre aus unserem Forum ? Ein seichter Verein von sich gegenseitig beweihräuchernder älterer Herren, Friede, Freude, Eierkuchen. Da wäre Mancher hier nicht mehr drin. Ich auch nicht.
Das wir eben nicht alles hinnehmen, hat doch seine Ursache darin, daß jeder von den aktiven Usern immer noch ungelöste Sachen mit sich herumschleppt. Auch weil viele sehen, daß Entwicklungen in eine Richtung gehen, die nicht dem Wohle der eigenen Kinde rund Enkel dienlich sind.
Und das alles diskussionslos hinnehmen ? Die Meinungsbildung in den Medien der herrschenden Klasse, zu der wir nicht gehören und ihrer Politikvertreter überlassen ? Wir haben nicht die Medienpräsenz wie diese Klasse. Um so wichtiger ist es, uns weiterhin zu Wort zu melden und wenigstens dem Einen oder Anderen Interessierten einen Denkanstoß für eine andere Betrachtungsweise zu geben.
Vielleicht irre ich mich und nehme das Forum als zu wichtig, aber ich schließe nicht aus, daß die Stellungnahmen in diesem Forum, falls dann noch gespeichert, auch einen Fundus für Historiker darstellen können, aus dem diese bezüglich einer sog. "Opfer - Täter"- Aussprache und des DDR-Alltages wohl nirgendwoanders so viele Erfahrungsberichte in so konzentrierter Form vorfinden wie hier.



Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.03.2013 23:12 | nach oben springen

#182

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 14.03.2013 23:56
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Barbara im Beitrag #180


Was sagst du zu ihr (ich meine nicht ihre politischen Entscheidungen) sondern als Typus – mit Macht in den Händen?




Liebe Barbara,

zugegeben, Frau Merkel hatte 2005 bei vielen Frauen einen Bonus, doch nicht bei mir. Etwa gleich alt und auch in der DDR aufgewachsen, hatte ich meine eigene Meinung zu Frau Merkel. Sie war schon immer mehr als nur angepasst, denn mit Mitte 20 musste man keine FDJ-Bluse mehr tragen (als Bild für ihre Tätigkeit als Kulturfunktionärin in der Akademie für Wissenschaften), es sei denn man tat es aus Überzeugung oder versprach sich Vorteile davon. Erklären das mal einem Rheinländer.

Viele haben ihre Durchsetzungsfähigkeit in der CDU-Spendenaffäre bewundert. Auch da hatte ich eine andere Meinung. Die Kanonenkugel, die sie damals abgeschossen hat, haben andere gedreht und zwar Männer, die sie dann später nach und nach selbst abgeschossen hat. Ist das eine Leistung, die man Frauen als herausragendes Merkmal zuschreiben kann? Das Ergebnis ist eine alternativlose Merkel in der CDU. Noch nicht einmal die Männer in ihrer und der Schwesterpartei CSU fällt da nichts besseres ein, als sie despektierlich zur „Mutti“ auszurufen.Wenn ich mich recht erinnere war es 2009 Michael Glos, der grummelnde CSU-ler, der von Frau Merkel mehr oder weniger kalt gestellt wurde und von ihr aufgefordert wurde, sich einen Mantel anzuziehen, damit er sich keinen Schnupfen holt.

Aber selbst mit der „Mutti“ kann sie sehr gut leben, nein sie nutzt es sogar aus, denn der Begriff Mutter ist ausnahmslos positiv besetzt. Sogar Meinungsforscher, die das alles tiefenpsychologisch untersucht haben, versuchen uns weiß zu machen, das der Wähler von „Mutter“ Kanzlerin und „Vater“ Kanzler träumt, die fehlerlos sind. Im Umkehrschluss heißt das also, gar nichts machen, denn Fehler macht man nur beim Tun.

Es hat sich nichts geändert seit 2005. Der Rheinländer von damals würde mich bestimmt heute fragen:“Sind sie nicht stolz, wie Frau Merkel das alles gemanagt hat?“. Heute würde ich klar und deutlich sagen:“Nein.“ Und würde sowas vom Leder ziehen.

Denn eins ist Fakt. Sie ist in der DDR sozialisiert worden. Ich habe mir wirklich mal ihre Biografie von 2005 "Mein Weg" angetan. Zwischen ihr und mir gibt es so viele Parallelen, mit einem Unterschied. Sie stammt aus der Familie eines Kirchenmannes und ich aus der eines "Staatsdieners".

Nun habe ich doch mehr über heute geschrieben. Weil mich das heute mehr berührt als das gestern von ihr. Aber auch sie wird von der Vergangenheit nicht losgelassen. Ihre mediengesteuerte Kampagne gegen Gysi, kann ihr früher oder später auch auf die Füße fallen. Noch wird sie von ihrem Frauen - Medien - Kränzchen geschützt.

Das schlimme ist nur, dass wenn man gegen Frau Merkel was sagt, kann man entweder ganz schnell in die frauenfeindliche Ecke gestellt werden oder als stutenbissig abgetan werden.

Wenn Du möchtest hole ich mal ihre Biografie aus dem Bücherregal und suche mal ein paar markante Zitate raus.

LG von der grenzgaengerin


Eisenacher und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#183

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 15.03.2013 16:03
von Arnstädter | 266 Beiträge

Was mich am meisten stört ist ,das Frau Merkel nicht zu ihrer Herkunft steht. bsp.gefälligWenn zu einen Staatstreffen Deutschland(dieses Wort fällt mir schwer)-USA der Präsident sagt ,die Ostdeutschen dürfen nun ja Englisch lernen,und Frau Merkel schweigt ,dann ist das nicht in Ordnung.
Selbstverständlich durften wir Englich lernen ,aber es mussten schulische Vorausetzungen vorhanden sein.(EOS)Persönlich fande ich diese Methode io.
Heute wollen die meisten Eltern ihre Kinder zur Realschule bzw. Gymnasium schicken,obwohl die schulischen Voraussetzungen fehlen.
Hartz 4 lässt uns dann grüßen.


das System funktioniert weil du funktionierst
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#184

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 15.03.2013 16:19
von DoreHolm | 7.710 Beiträge

Zitat von Arnstädter im Beitrag #183
Was mich am meisten stört ist ,das Frau Merkel nicht zu ihrer Herkunft steht. bsp.gefälligWenn zu einen Staatstreffen Deutschland(dieses Wort fällt mir schwer)-USA der Präsident sagt ,die Ostdeutschen dürfen nun ja Englisch lernen,und Frau Merkel schweigt ,dann ist das nicht in Ordnung.
Selbstverständlich durften wir Englich lernen ,aber es mussten schulische Vorausetzungen vorhanden sein.(EOS)Persönlich fande ich diese Methode io.
Heute wollen die meisten Eltern ihre Kinder zur Realschule bzw. Gymnasium schicken,obwohl die schulischen Voraussetzungen fehlen.
Hartz 4 lässt uns dann grüßen.


Lila: Jetzt bin ich etwas überrascht. Hat das der Obama wirklich gesagt ? Ist er so wenig bewandert mit der Kultur des Landes, welches er besucht ? Ist er durch seine Berater so schlecht darauf vorbereitet gewesen ? Und hat Frau Merkel dazu tatsächlich geschwiegen ? Wenn das stimmt, halte ich solches Verhalten und Äußerungen bei Persönlichkeiten dieses Formates schon ziemlich krass, um nicht sagen etwas skandalös.
Wenn mir sowas "Sie durften doch in der DDR keine Englisch lernen" ein Kunde im Saarland sagt, wie mir passiert, dann lache ich darüber und kläre ihn auf, er weiß es eben hinter den sieben Bergen nicht besser. Aber Obama und Merkel ? Keine Rückgrat, diese Frau, oder ist sie schon so abgehoben, daß sie es nicht mehr weiß ?
Übrigens, Arnstädter, in einem Punkt irrst Du. Nicht nur auf den EOS, auch auf den POS konnte ab 7.Klasse eine zweite Fremdsprache fakultativ gelernt werden. Es standen zumeist englisch oder französische zur Auswahl, je nachdem welche Fachlehrer vorhanden waren. Das war 1960. Ich war, aus heutiger Sicht leider, zu faul und wollte lieber spielen. Habe es dann später mit der VHS gemacht und sehr viel Autodidaktik.



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#185

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 15.03.2013 16:35
von Arnstädter | 266 Beiträge

Ja, es war Obama .Wann war Frau Merkel in den USA?Glaube zum Antrittsbesuch bei der 1.Vereidigung des Präsidenten der USA vor 4 Jahren.
Habe mich schon damals über diese Äußerung geärgert.(lief ja auch über die Nachrichten)

Und mit den Englisch ,ab der 7. Klasse. Wie ich schon geschrieben habe .Es mußten immer aber die schulischen Voraussetzungen vorhanden sein
Richtig istdas wir jungens damals zu dieser Zeit andere interessen hatten.spass haben


das System funktioniert weil du funktionierst
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#186

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 15.03.2013 16:40
von Diskus303 | 485 Beiträge

Hallo (@Arnstädter),

Zitat von Arnstädter im Beitrag #183
Was mich am meisten stört ist ,das Frau Merkel nicht zu ihrer Herkunft steht. bsp.gefälligWenn zu einen Staatstreffen Deutschland(dieses Wort fällt mir schwer)-USA der Präsident sagt ,die Ostdeutschen dürfen nun ja Englisch lernen,und Frau Merkel schweigt ,dann ist das nicht in Ordnung.
Selbstverständlich durften wir Englich lernen ,aber es mussten schulische Vorausetzungen vorhanden sein.(EOS)Persönlich fande ich diese Methode io.
Heute wollen die meisten Eltern ihre Kinder zur Realschule bzw. Gymnasium schicken,obwohl die schulischen Voraussetzungen fehlen.
Hartz 4 lässt uns dann grüßen.


Rot, Fett, Unterstrichen: hier irrst Du: sowohl Unterricht in englisch, als auch französisch konnte bereits auf der POS (entspricht heutiger Realschule) wahrgenommen werden.
Wenn ich mal Muße habe (bzw. mir einfällt, wo meine Schulunterlagen/ Zeugnisheft eingemottet sind ;o) ) werde ich mal nachschauen ab wann (also ab welchem Schuljahr).

Edith: naja, in Deinem #185 hast Du Dich ja selbst berichtigt: englisch ab 7. Klasse (also definitiv noch keine EOS!). Aber das da Bedingungen dran geknüpft waren - Allenfalls mußten die schulischen Gesamtleistungen stimmig und Interresse da sein, aber sonst?
Englisch und / oder französisch waren ja sog. fakultative Fächer (zumindest auf der POS)


Gruß Axel
zuletzt bearbeitet 15.03.2013 16:50 | nach oben springen

#187

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 15.03.2013 17:17
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Englisch oder Französisch ab 7. Klasse POS, so habe ich es in Erinnerung.
Was die schulischen Bedingungen betrifft, auch hier meiner Erinnerung geschuldet durfte der Interessent weder in Deutsch noch in Russisch schlechter als 3 stehen ....
Der Unterricht war fakultativ, meist Nachmittags und die Schüler eines Jahrganges waren in dafür in einer Klasse zusammengefasst.

Überspitzt, nur eine Mathe oder Physik 4 schloß einem vom erlernen der zweiten Fremdsprache nicht aus .....
In der EOS und der Berufsausbildung mit Abitur war die zweite Fremdsprache obligatorisch. Ebenso im Studium, jedenfalls bei mir. Je nach dem welche zweite Fremdsprache man zum Abitur hatte wurde diese über die gesamte Studienzeit weitergeführt .....

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

zuletzt bearbeitet 15.03.2013 17:18 | nach oben springen

#188

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 16.03.2013 12:52
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #182
Zitat von Barbara im Beitrag #180


Was sagst du zu ihr (ich meine nicht ihre politischen Entscheidungen) sondern als Typus – mit Macht in den Händen?




Liebe Barbara,

zugegeben, Frau Merkel hatte 2005 bei vielen Frauen einen Bonus, doch nicht bei mir. Etwa gleich alt und auch in der DDR aufgewachsen, hatte ich meine eigene Meinung zu Frau Merkel. Sie war schon immer mehr als nur angepasst, denn mit Mitte 20 musste man keine FDJ-Bluse mehr tragen (als Bild für ihre Tätigkeit als Kulturfunktionärin in der Akademie für Wissenschaften), es sei denn man tat es aus Überzeugung oder versprach sich Vorteile davon. Erklären das mal einem Rheinländer.

Viele haben ihre Durchsetzungsfähigkeit in der CDU-Spendenaffäre bewundert. Auch da hatte ich eine andere Meinung. Die Kanonenkugel, die sie damals abgeschossen hat, haben andere gedreht und zwar Männer, die sie dann später nach und nach selbst abgeschossen hat. Ist das eine Leistung, die man Frauen als herausragendes Merkmal zuschreiben kann? Das Ergebnis ist eine alternativlose Merkel in der CDU. Noch nicht einmal die Männer in ihrer und der Schwesterpartei CSU fällt da nichts besseres ein, als sie despektierlich zur „Mutti“ auszurufen.Wenn ich mich recht erinnere war es 2009 Michael Glos, der grummelnde CSU-ler, der von Frau Merkel mehr oder weniger kalt gestellt wurde und von ihr aufgefordert wurde, sich einen Mantel anzuziehen, damit er sich keinen Schnupfen holt.

Aber selbst mit der „Mutti“ kann sie sehr gut leben, nein sie nutzt es sogar aus, denn der Begriff Mutter ist ausnahmslos positiv besetzt. Sogar Meinungsforscher, die das alles tiefenpsychologisch untersucht haben, versuchen uns weiß zu machen, das der Wähler von „Mutter“ Kanzlerin und „Vater“ Kanzler träumt, die fehlerlos sind. Im Umkehrschluss heißt das also, gar nichts machen, denn Fehler macht man nur beim Tun.

Es hat sich nichts geändert seit 2005. Der Rheinländer von damals würde mich bestimmt heute fragen:“Sind sie nicht stolz, wie Frau Merkel das alles gemanagt hat?“. Heute würde ich klar und deutlich sagen:“Nein.“ Und würde sowas vom Leder ziehen.

Denn eins ist Fakt. Sie ist in der DDR sozialisiert worden. Ich habe mir wirklich mal ihre Biografie von 2005 "Mein Weg" angetan. Zwischen ihr und mir gibt es so viele Parallelen, mit einem Unterschied. Sie stammt aus der Familie eines Kirchenmannes und ich aus der eines "Staatsdieners".

Nun habe ich doch mehr über heute geschrieben. Weil mich das heute mehr berührt als das gestern von ihr. Aber auch sie wird von der Vergangenheit nicht losgelassen. Ihre mediengesteuerte Kampagne gegen Gysi, kann ihr früher oder später auch auf die Füße fallen. Noch wird sie von ihrem Frauen - Medien - Kränzchen geschützt.

Das schlimme ist nur, dass wenn man gegen Frau Merkel was sagt, kann man entweder ganz schnell in die frauenfeindliche Ecke gestellt werden oder als stutenbissig abgetan werden.

Wenn Du möchtest hole ich mal ihre Biografie aus dem Bücherregal und suche mal ein paar markante Zitate raus.

LG von der grenzgaengerin








Liebe Grenzgängerin,

auf jeden Fall darf man Frauen kritisieren. denn wenn man das nicht tut - wegen Merkmal "Frau" - ist das auch eine Diskriminierung, das hat sich noch nicht ganz rumgesprochen .:-)
Sehr interessant was du über Merkel schreibst, da weißt du viel mehr als ich, ihre ost-deutschen Hintergrund kann ich z.B. überhaupt nicht beurteilen. Sehr gerne mit Zitaten von ihr, wenn du dir die Arbeit machen möchtest! Dann könnten wir mal konkret über die ein oder andere Aussage diskutieren.

Ist sie trotzdem eine deutsche Persönlichkeit? Die Betrachtung des Faktums, dass Frauen im 20. Jhd. es zum ersten mal an die politische Spitze in Europa geschafft haben (die Königinnen lassen wir mal weg): Thatcher, die Skandinavierinnen, Cilla in der Türkei.... gab es eigentlich Politikerinnen in der DDR mit echtem Einfluss, echter "Macht"? Ich weiß, dass es keine Staatsratsvorsitzende gab, aber mehr weiß ich auch nicht.
Es immer so schwierig mit dem "Geschlechtsmerkmal", wann ist es wichtig, es aufzugreifen? Hast du dazu eine Position? Ich bin da immer hin und her gerissen......


"Mutti": ich halte diesen psychologischen Aspekt tatsächlich für relevant . Sich kollektiv aufgehoben fühlen ist ein nicht zu unterschätzendes Bedürfnis einer Volkes. Im "Freudschen Sinne einen "guten Vater, eine gute Mutter haben", die in Persona identitässtiftend sind.....
Bei "gesellschaftlicher" Desorientierung/Verwaisung kommt ? der Ruf nach dem Führer oder dem starken Mann, jedenfalls einem der es "richten soll", all die Probleme, von denen der Einzelne sich überfordert fühlt. <<<< das ist jetzt seeeeeehr verkürzt dargestellt, ich weiß.

Spannend ist, dass so gestandene Demokratien wie England, die Niederlande, die Skandinavier usw. sich so etwas altmodisches wie ein Königshaus "halten" - und bei aller kritischen Debatte - diese Personen geliebt werden! Siehe Beatrix! Das ist ein Phänomen. Ich glaube hier drückt sich dieses ein wenig unbestimmbare Bedürfnis nach Identität aus und der Wunsch nach der "guten Mutter"........

Auch in der immer wiederkehrenden Debatte um das Repräsentativamt Bundespräsident ist dieser Aspekt ein wichtiger glaube ich.....

Was meinst du? (und "ihr" natürlich)


Mit lieben und herzlichen Grüßen!
Barbara

heute ein wenig laienpsychologisch :-)


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#189

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 16.03.2013 12:58
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Hallo Barbara,

Zitat
.... gab es eigentlich Politikerinnen in der DDR mit echtem Einfluss, echter "Macht"? Ich weiß, dass es keine Staatsratsvorsitzende gab, aber mehr weiß ich auch nicht.



- Margot Honecker,
Ehefrau vom Erich, und ihm m.E., intellektuell haushoch überlegen.
- 1963 bis 1989 Ministerin für Volksbildung der DDR

http://de.wikipedia.org/wiki/Margot_Honecker


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

zuletzt bearbeitet 16.03.2013 13:01 | nach oben springen

#190

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 16.03.2013 13:04
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #189
Hallo Barbara,

Zitat
.... gab es eigentlich Politikerinnen in der DDR mit echtem Einfluss, echter "Macht"? Ich weiß, dass es keine Staatsratsvorsitzende gab, aber mehr weiß ich auch nicht.


- Margot Honecker,
Ehefrau vom Erich und ihm, m.E., intellektuell haushoch überlegen.
- 1963 bis 1989 Ministerin für Volksbildung der DDR

http://de.wikipedia.org/wiki/Margot_Honecker



das wars dann aber auch mit Gleichberechtigung in der DDR. Und die ist auch nur Ministerin geworden weil sie Honeckers Frau war.
Und was Frau Merkel anbetrifft ist sie eine Typische DDR Produktion . Immer schön in Deckung bleiben bis sich die günstigste Gelegenheit bietet.
Dann den Finger in den Wind halten und die "eigene" Meinung massentauglich formulieren.


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#191

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 16.03.2013 13:07
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #189
Hallo Barbara,

Zitat
.... gab es eigentlich Politikerinnen in der DDR mit echtem Einfluss, echter "Macht"? Ich weiß, dass es keine Staatsratsvorsitzende gab, aber mehr weiß ich auch nicht.


- Margot Honecker,
Ehefrau vom Erich, und ihm m.E., intellektuell haushoch überlegen.
- 1963 bis 1989 Ministerin für Volksbildung der DDR

http://de.wikipedia.org/wiki/Margot_Honecker



Es ist vermutlich auch die Frage, ab welcher Ebene der Politik-Hierarchie die echte Macht anfängt? Wenn man dass bei ZK, Politbüro und Regierung ansiedelt, fällt mir so auf die Schnelle auch keine mehr ein.

Wenn man in die tieferen Politikstufen geht, möchte ich auf die ehemalige Oberbürgermeisterin von Potsdam, Brunhilde Hanke, verweisen. Ihre Biografie ist, wie ich finde, ausserordentlich interessant:

http://de.wikipedia.org/wiki/Brunhilde_Hanke

Gruss

icke



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#192

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 16.03.2013 13:13
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #189
Hallo Barbara,

Zitat
.... gab es eigentlich Politikerinnen in der DDR mit echtem Einfluss, echter "Macht"? Ich weiß, dass es keine Staatsratsvorsitzende gab, aber mehr weiß ich auch nicht.


- Margot Honecker,
Ehefrau vom Erich, und ihm m.E., intellektuell haushoch überlegen.
- 1963 bis 1989 Ministerin für Volksbildung der DDR

http://de.wikipedia.org/wiki/Margot_Honecker





Oh ja natürlich. Sie hatte wohl wirklich "Macht", ich habe das erst nach der Wende wahrgenommen....
War sie innerhalb des Polit-Büros "akzeptiert" oder war ihre Wahrnehmung ambivalent?
Neben ihrem Ministerposten war sie auch "die Frau von...."


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#193

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 16.03.2013 13:15
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #190
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #189
Hallo Barbara,

Zitat
.... gab es eigentlich Politikerinnen in der DDR mit echtem Einfluss, echter "Macht"? Ich weiß, dass es keine Staatsratsvorsitzende gab, aber mehr weiß ich auch nicht.


- Margot Honecker,
Ehefrau vom Erich und ihm, m.E., intellektuell haushoch überlegen.
- 1963 bis 1989 Ministerin für Volksbildung der DDR

http://de.wikipedia.org/wiki/Margot_Honecker


das wars dann aber auch mit Gleichberechtigung in der DDR. Und die ist auch nur Ministerin geworden weil sie Honeckers Frau war.
Und was Frau Merkel anbetrifft ist sie eine Typische DDR Produktion . Immer schön in Deckung bleiben bis sich die günstigste Gelegenheit bietet.
Dann den Finger in den Wind halten und die "eigene" Meinung massentauglich formulieren.



Tja, heute würde man das Vetternwirtschaft nennen...


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#194

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 16.03.2013 13:17
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von icke46 im Beitrag #191
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #189
Hallo Barbara,

Zitat
.... gab es eigentlich Politikerinnen in der DDR mit echtem Einfluss, echter "Macht"? Ich weiß, dass es keine Staatsratsvorsitzende gab, aber mehr weiß ich auch nicht.


- Margot Honecker,
Ehefrau vom Erich, und ihm m.E., intellektuell haushoch überlegen.
- 1963 bis 1989 Ministerin für Volksbildung der DDR

http://de.wikipedia.org/wiki/Margot_Honecker


Es ist vermutlich auch die Frage, ab welcher Ebene der Politik-Hierarchie die echte Macht anfängt? Wenn man dass bei ZK, Politbüro und Regierung ansiedelt, fällt mir so auf die Schnelle auch keine mehr ein.

Wenn man in die tieferen Politikstufen geht, möchte ich auf die ehemalige Oberbürgermeisterin von Potsdam, Brunhilde Hanke, verweisen. Ihre Biografie ist, wie ich finde, ausserordentlich interessant:

http://de.wikipedia.org/wiki/Brunhilde_Hanke

Gruss

icke






Was ist eigentlich mit Regine Hildebrand? Das ist DIE Politikerin mit DDR-Hintergrund, die nach der Wende wahrgenommen und der breiten Bevölkerung präsent war, sie war Sympathieträgerin. meine Mutter hat sie geliebt, sagte immer: "Die ist richtig, die haut mal richtig auf den Tisch" (Dabei bildete meine Mutter mit der Hand eine Faust, was sie immer tat, wenn sie etwas nachdrücklich sagen wollte :-)
War sie in der DDR ein politisches Amt?


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#195

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 16.03.2013 13:20
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #194
Zitat von icke46 im Beitrag #191
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #189
Hallo Barbara,

Zitat
.... gab es eigentlich Politikerinnen in der DDR mit echtem Einfluss, echter "Macht"? Ich weiß, dass es keine Staatsratsvorsitzende gab, aber mehr weiß ich auch nicht.


- Margot Honecker,
Ehefrau vom Erich, und ihm m.E., intellektuell haushoch überlegen.
- 1963 bis 1989 Ministerin für Volksbildung der DDR

http://de.wikipedia.org/wiki/Margot_Honecker


Es ist vermutlich auch die Frage, ab welcher Ebene der Politik-Hierarchie die echte Macht anfängt? Wenn man dass bei ZK, Politbüro und Regierung ansiedelt, fällt mir so auf die Schnelle auch keine mehr ein.

Wenn man in die tieferen Politikstufen geht, möchte ich auf die ehemalige Oberbürgermeisterin von Potsdam, Brunhilde Hanke, verweisen. Ihre Biografie ist, wie ich finde, ausserordentlich interessant:

http://de.wikipedia.org/wiki/Brunhilde_Hanke

Gruss

icke






Was ist eigentlich mit Regine Hildebrand? Das ist DIE Politikerin mit DDR-Hintergrund, die nach der Wende wahrgenommen und der breiten Bevölkerung präsent war, sie war Sympathieträgerin. meine Mutter hat sie geliebt, sagte immer: "Die ist richtig, die haut mal richtig auf den Tisch" (Dabei bildete meine Mutter mit der Hand eine Faust, was sie immer tat, wenn sie etwas nachdrücklich sagen wollte :-)
War sie in der DDR ein politisches Amt?



http://de.wikipedia.org/wiki/Regine_Hildebrandt

edit: Ich mochte sie auch, unkonventionell, eine für den *kleinen Mann* und das Herz auf der Zunge!!


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

zuletzt bearbeitet 16.03.2013 13:22 | nach oben springen

#196

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 16.03.2013 13:21
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Barbara im Beitrag #194


Was ist eigentlich mit Regine Hildebrand? Das ist DIE Politikerin mit DDR-Hintergrund, die nach der Wende wahrgenommen und der breiten Bevölkerung präsent war, sie war Sympathieträgerin. meine Mutter hat sie geliebt, sagte immer: "Die ist richtig, die haut mal richtig auf den Tisch" (Dabei bildete meine Mutter mit der Hand eine Faust, was sie immer tat, wenn sie etwas nachdrücklich sagen wollte :-)
War sie in der DDR ein politisches Amt?



Hallo Barbara,

Regine Hildebrandt war einfach authentisch.

LG von der grenzgaengerin


Arnstädter hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#197

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 16.03.2013 13:23
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #196

Regine Hildebrandt war einfach authentisch.

LG von der grenzgaengerin


Volle Zustimmung - nur passt sie irgendwie nicht zu der Fragestellung - denn dass sie zu DDR-Zeiten "Macht" hatte, kann man eigentlich nicht sagen.
Nichtsdestotrotz eine bewundernswerte Frau.

Gruss

icke



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#198

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 16.03.2013 13:35
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Hilde Benjamin als Justizministerin fällt mir noch ein! Für mich eine sehr ambivalente Person.

http://www.mariannebrentzel.de/benjamin-leseprobe.html
http://einestages.spiegel.de/static/entr...e_benjamin.html


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#199

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 16.03.2013 13:35
von schnatterinchen (gelöscht)
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Ja Regine Hildebrandt...... die Besten nimmt der Herr zu früh.


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#200

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 16.03.2013 13:35
von Moskwitschka (gelöscht)
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Volle Zustimmung - nur passt sie irgendwie nicht zu der Fragestellung - denn dass sie zu DDR-Zeiten "Macht" hatte, kann man eigentlich nicht sagen.
Nichtsdestotrotz eine bewundernswerte Frau.


Eigentlich schon, wenn man die Vergangenheit bzw. die Entwicklung von ihr und Merkel in der DDR beleuchtet. Erstaunlich

Wir sind immer noch bei den West - Ost Gedanken, wo die Vergangenheit oft in die Gegenwart springt...

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 16.03.2013 13:41 | nach oben springen



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