#121

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 08:46
von Grenzverletzerin | 1.180 Beiträge

Zitat
Mich stört am meisten heute, wenn über Opfer der KZ geredet wird, so sind das immer die Juden, wo bleibt die Gerechtigkeit für Kommunisten, das waren genauso Opfer?



Da kann ich dir nur zustimmen. Ich sah Buchenwald das erste Mal auch mit 14 im Rahmen der Aufnahme in die FDJ. Wir bekamen vor dem Mahnmal unsere FDJ-Ausweise *verpasst*. Als ich Buchenwald dann im Jahre 2000 erneut besuchte...war ich schonmal über die Würstchenbude vor den Toren des KZs das 1. Mal konstaniert aber der Gipfel der Enttäuschung kam, als ich die neue *Gedenktafel* für/ über Teddy las, so sinngemäß: Hier soll auch Ernst Thälmann der 1925 bis 1933 Vorsitzender der Kommunistischen Partei Deutschlands war und in der DDR hochstilisiert wurde, ermordet worden sein.

Nun, der DDR-Personenkult tendierte auch in eine Richtung...wann begreifen die Menschen endlich, dass es nicht Opfer 1. und 2. Klasse gibt.


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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zuletzt bearbeitet 12.03.2013 08:57 | nach oben springen

#122

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 08:48
von Gelöschtes Mitglied
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Kleine Anmerkung. Die Häftlinge des KZ Buchenwald befreiten sich am 11. April 1945 unter Führung des ILK (Internationale Lagerkomitee) und der IMO (Internationale Militärorganisation) selbst. Am 11. April 1945 um 15.15 Uhr wehte auf Turm 1 des Lagers die weiße Fahne.
Der Lagerälteste Hans Eiden schickt den ersten legendären Aufruf durch das Mikrophon: "Kameraden, die Faschisten sind geflohen. Das ILK hat die Macht übernommen. Wir fordern Euch auf, Ruhe und Ordnung zu bewahren."
Das Lager wurde gesichert und am 13. April 1945 an die Amerikaner übergeben. Die Schlacht um das Konzentrationslager Buchenwald war geschlagen und von den Häftlingen gewonnen. Unter Führung der Kommunisten und den aufrichtigen Antifaschisten haben sich
21 000 Häftlinge des Lagers Buchenwald selbst befreit. Alle 120 Gefangenen (Lagerpersonal) wurden den Amerikanern am 13. April 1945 wohlbehalten übergeben. Leiter des Internationalen Lagerkomitee war Walter Bartel, der u.a. viele Jahre als Sekretär des späteren Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck gewirkt hat. Ich habe Professor Walter Bartel dann 1974 an der JHS kennen gelernt, er war der Pate für unser Seminar.
Mein Abteilungsleiter in der BV, war der Stellvertreter des Leiters der IMO des KZ Buchenwald, ein Kommunist, den ich in ehrender Erinnerung behalten werde.

Vierkrug


zuletzt bearbeitet 12.03.2013 09:04 | nach oben springen

#123

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 08:52
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von ddr-bürger im Beitrag #120

Mich stört am meisten heute, wenn über Opfer der KZ geredet wird, so sind das immer die Juden, wo bleibt die Gerechtigkeit für Kommunisten, das waren genauso Opfer?


Hallo ddr-bürger,

da gebe ich Dir recht. Neben den Juden und Kommunisten sind auch Sozialdemokraten, Homosexuelle, Sinti und Roma Opfer geworden. Auch wenn ich jetzt jemanden vergessen sollte fasse ich einfach mal zusammen: "politische Gegner oder aus Gründen der Rasse, des Glaubens oder der Weltanschauung".

Bei KZ Buchenwald fällt mir spontan der Vorsitzende der KPD Ernst Thälmann ein: http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Th%C3%A4lmann

Heinrich George ist jedoch im sowjetischen Speziallager Nr. 7 Sachsenhausen umgekommen. http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_George

Buchenwald war nach 1945 kein Einzelfall.

LG von der grenzgaengerin


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#124

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 08:53
von ddr-bürger (gelöscht)
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Danke Vierkrug, das stimmt. kann mich jetzt auch an die Geschichte erinnern, daß die Häftlinge ein Funkgerät gebaut haben um Kontakt mit den Allierten aufzunehmen, hoffe verwechsel da nichts...


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#125

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 09:49
von schnatterinchen (gelöscht)
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Nach dem Abzug der amerikaner übernahmen die Russen das Lager Buchenwald und inhaftierten hier neben ehemaligen Nazis auch ehemalige Insassen des KZ Buchenwalds sowie Denunzierte , Andersdenkende und Sozialdemokraten.
Hier mal der Link von wikipedia :

http://de.wikipedia.org/wiki/Speziallage...2_in_Buchenwald

Noch was zu den Opfern des Nazismus.Als Schüler der DDR wurde uns beigebracht die Kommunisten waren die einzigen wirksamen Widerständler und eben auch die einzigen nennenswerten Opfer, der Rest hieß da nur andere Antifaschisten oder demokratische Kräfte.
Oder stimmts nicht Herr Vierkrug?


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#126

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 09:58
von Gelöschtes Mitglied
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Wie es scheint, machst Du Deinem Nicknamen alle Ehre.


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#127

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 10:02
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #125

Noch was zu den Opfern des Nazismus.Als Schüler der DDR wurde uns beigebracht die Kommunisten waren die einzigen wirksamen Widerständler und eben auch die einzigen nennenswerten Opfer, der Rest hieß da nur andere Antifaschisten oder demokratische Kräfte.
Oder stimmts nicht Herr Vierkrug?


Hallo Schnatterinchen,

ich darf Dir hoffentlich antworten, auch wenn ich nicht Vierkrug bin.

Ich war in der DDR nicht nur Schüler, sondern auch Mensch, der mit offenen Augen durch die Gedenkstätte gegangen ist. Und wenn man zusätzlich die Ohren aufgesperrt hat und den Mund zum Fragen benutzt hat, hat man über die Kennzeichnung der Häftlinge sehr viel erfahren und damit auch über den Hintergrund der Inhaftierung.

An dieser Stelle möchte ich auch eins erwähnen. Es gab nicht wenige Schüler in der DDR, die die Besuche als reines Pflichtprogramm gesehen haben und wenig Interesse gezeigt haben.

LG von der grenzgaengerin


Grenzverletzerin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.03.2013 10:03 | nach oben springen

#128

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 10:03
von Grenzverletzerin | 1.180 Beiträge

Schade, nun geht das gegenseitige Angepi*** wieder los...und dann noch bei solch sensiblen Themen *Augen roll*. Wir müssen uns nicht lieben aber wir können von einander lernen...mit bissl guten Willen.


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.03.2013 10:04 | nach oben springen

#129

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 10:14
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #127
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #125

Noch was zu den Opfern des Nazismus.Als Schüler der DDR wurde uns beigebracht die Kommunisten waren die einzigen wirksamen Widerständler und eben auch die einzigen nennenswerten Opfer, der Rest hieß da nur andere Antifaschisten oder demokratische Kräfte.
Oder stimmts nicht Herr Vierkrug?


Hallo Schnatterinchen,

ich darf Dir hoffentlich antworten, auch wenn ich nicht Vierkrug bin.

Ich war in der DDR nicht nur Schüler, sondern auch Mensch, der mit offenen Augen durch die Gedenkstätte gegangen ist. Und wenn man zusätzlich die Ohren aufgesperrt hat und den Mund zum Fragen benutzt hat, hat man über die Kennzeichnung der Häftlinge sehr viel erfahren und damit auch über den Hintergrund der Inhaftierung.

An dieser Stelle möchte ich auch eins erwähnen. Es gab nicht wenige Schüler in der DDR, die die Besuche als reines Pflichtprogramm gesehen haben und wenig Interesse gezeigt haben.

LG von der grenzgaengerin





@Grenzgaengerin,

das habe ich genau so erlebt.Trotz meines jugendlichen Alters war ich entsetz als einige aus meiner Klasse bei diesem Besuch in Buchenwald die Stullen rausgeholt haben und anfingen zu Frühstücken.
Unsere Klassenlehrerin ist das gar nicht aufgefallen und wollte sich auch nicht mit den "Hungrigen" auseinandersetzen.Im Nachhinein muß ich mich jedoch fragen wie ernsthaft war den die antifaschistische Erziehung in der DDR? Das wurde doch eher lieblos eingebläut.Zeitzeugen ? Fehlanzeige.
Viel Fragen war ja immer nicht so erwünscht in der DDR.


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#130

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 10:16
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #126
Wie es scheint, machst Du Deinem Nicknamen alle Ehre.



ja besser so als einem Nicknamen als Nazifanatiker oder Schreibtischmassenmörder gerecht zu werden. Oder?


zuletzt bearbeitet 12.03.2013 10:19 | nach oben springen

#131

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 10:21
von Lutze | 8.027 Beiträge

wir waren damals mit der Schulklasse in Ravensbrück,ich war schockiert
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#132

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 10:25
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #121

Zitat
Mich stört am meisten heute, wenn über Opfer der KZ geredet wird, so sind das immer die Juden, wo bleibt die Gerechtigkeit für Kommunisten, das waren genauso Opfer?


Da kann ich dir nur zustimmen. Ich sah Buchenwald das erste Mal auch mit 14 im Rahmen der Aufnahme in die FDJ. Wir bekamen vor dem Mahnmal unsere FDJ-Ausweise *verpasst*. Als ich Buchenwald dann im Jahre 2000 erneut besuchte...war ich schonmal über die Würstchenbude vor den Toren des KZs das 1. Mal konstaniert aber der Gipfel der Enttäuschung kam, als ich die neue *Gedenktafel* für/ über Teddy las, so sinngemäß: Hier soll auch Ernst Thälmann der 1925 bis 1933 Vorsitzender der Kommunistischen Partei Deutschlands war und in der DDR hochstilisiert wurde, ermordet worden sein.

Nun, der DDR-Personenkult tendierte auch in eine Richtung...wann begreifen die Menschen endlich, dass es nicht Opfer 1. und 2. Klasse gibt.



OT: Wenn´s in HH keine Thälmannstrasse geben würde wäre wohl 1989/1990 bei uns nicht nur sein Kopf vor´m ehem. AWE-Clubhaus verschwunden sondern die zugehörige Straße hieße evtl. Kohl-Allee oder Theo-Waigel-Strasse..........

Aufarbeitung von Zeitgeschichte liegt immer im Auge des Betrachters.



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#133

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 10:31
von ddr-bürger (gelöscht)
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@grenzverletzerin

bei so einem Thema sollte man das wirklich lassen, es waren alles Opfer und ich glaube damals haben diese menschen zusammen gehalten um zu überleben. Warum das heute auseinander bringen?

Alle Opfer sollten die gleiche Würdigung bekommen!


Grenzverletzerin und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#134

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 10:35
von Lutze | 8.027 Beiträge

Zitat von uffz_nachrichten im Beitrag #132
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #121

Zitat
Mich stört am meisten heute, wenn über Opfer der KZ geredet wird, so sind das immer die Juden, wo bleibt die Gerechtigkeit für Kommunisten, das waren genauso Opfer?


Da kann ich dir nur zustimmen. Ich sah Buchenwald das erste Mal auch mit 14 im Rahmen der Aufnahme in die FDJ. Wir bekamen vor dem Mahnmal unsere FDJ-Ausweise *verpasst*. Als ich Buchenwald dann im Jahre 2000 erneut besuchte...war ich schonmal über die Würstchenbude vor den Toren des KZs das 1. Mal konstaniert aber der Gipfel der Enttäuschung kam, als ich die neue *Gedenktafel* für/ über Teddy las, so sinngemäß: Hier soll auch Ernst Thälmann der 1925 bis 1933 Vorsitzender der Kommunistischen Partei Deutschlands war und in der DDR hochstilisiert wurde, ermordet worden sein.

Nun, der DDR-Personenkult tendierte auch in eine Richtung...wann begreifen die Menschen endlich, dass es nicht Opfer 1. und 2. Klasse gibt.


OT: Wenn´s in HH keine Thälmannstrasse geben würde wäre wohl 1989/1990 bei uns nicht nur sein Kopf vor´m ehem. AWE-Clubhaus verschwunden sondern die zugehörige Straße hieße evtl. Kohl-Allee oder Theo-Waigel-Strasse..........

Aufarbeitung von Zeitgeschichte liegt immer im Auge des Betrachters.


wo ist denn in Hamburg die Thälmannstrasse?,ich kenne nur
sein Geburtshaus mit Gedenkstätte in Hoheluft
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#135

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 10:35
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #129

Im Nachhinein muß ich mich jedoch fragen wie ernsthaft war den die antifaschistische Erziehung in der DDR? Das wurde doch eher lieblos eingebläut.Zeitzeugen ? Fehlanzeige.
Viel Fragen war ja immer nicht so erwünscht in der DDR.



Hallo Schnatterinchen,

Fragen konnte man. Doch ob man immer Antworten bekommen hat oder die richtigen, dafür lege ich meine Hand nicht ins Feuer.

Was aber den Nationalsozialismus betrifft, da konnte man Fragen ohne Ende. Und ich habe während meiner Schulzeit einige Zeitzeugen kennen gelernt. Und das waren nicht alles nur ehemalige inhaftierte Kommunisten. Und ich kann mich nicht erinnern, dass es in diesem Zusammenhang ein liebloses eingebläue war.

Und wenn man nicht das "Glück" hatte persönlich Zeitzeugen zu treffen, dann gab es ein breite Palette von Informationsmöglichkeiten. Doch wenn man von vornherein die Glaubwürdigkeit von Publikationen sozialistischer Verlage anzweifelte, dann hat man auch keine Denkanstösse erhalten.

LG von der grenzgaengerin


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#136

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 10:40
von Grenzverletzerin | 1.180 Beiträge

Zitat
das habe ich genau so erlebt.Trotz meines jugendlichen Alters war ich entsetz als einige aus meiner Klasse bei diesem Besuch in Buchenwald die Stullen rausgeholt haben und anfingen zu Frühstücken.
Unsere Klassenlehrerin ist das gar nicht aufgefallen und wollte sich auch nicht mit den "Hungrigen" auseinandersetzen.Im Nachhinein muß ich mich jedoch fragen wie ernsthaft war den die antifaschistische Erziehung in der DDR? Das wurde doch eher lieblos eingebläut.Zeitzeugen ? Fehlanzeige.
Viel Fragen war ja immer nicht so erwünscht in der DDR.



@Schnattchen, da hab ich ähnliche Erinnerungen...unser Klassenheinz der FDJ...wie hieß das Amt gleich...war der EINZIGE, welcher seine Schnittchen auspackte...da gabs verbale Klassenhiebe...

Mit den Zeitzeugen, das kann ich nicht bestätigen. In meiner Ausbildung gab es eine Woche Zivilverteidigung...kennste bestimmt...in diesem Rahmen hatten wir eine Diskussionsrunde mit einem ehemaligen KZ-Insassen aus Mauthausen, welcher auch aus Österreich stammte. Das war wirklich sehr interessant und wir durften alles fragen...ich habe den Klassenraum selten so ruhig erlebt.


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

zuletzt bearbeitet 12.03.2013 10:42 | nach oben springen

#137

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 10:44
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Lutze im Beitrag #134
wo ist denn in Hamburg die Thälmannstrasse?,ich kenne nur
sein Geburtshaus mit Gedenkstätte in Hoheluft
Lutze


OT:

In HH gibt es den Thälmann-Platz - Kreuzung Tarpenbekstraße / Lokstedter Weg.

Vierkrug


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#138

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 10:46
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat:

Hallo Schnatterinchen,

Fragen konnte man. Doch ob man immer Antworten bekommen hat oder die richtigen, dafür lege ich meine Hand nicht ins Feuer.

Was aber den Nationalsozialismus betrifft, da konnte man Fragen ohne Ende. Und ich habe während meiner Schulzeit einige Zeitzeugen kennen gelernt. Und das waren nicht alles nur ehemalige inhaftierte Kommunisten. Und ich kann mich nicht erinnern, dass es in diesem Zusammenhang ein liebloses eingebläue war.

Und wenn man nicht das "Glück" hatte persönlich Zeitzeugen zu treffen, dann gab es ein breite Palette von Informationsmöglichkeiten. Doch wenn man von vornherein die Glaubwürdigkeit von Publikationen sozialistischer Verlage anzweifelte, dann hat man auch keine Denkanstösse erhalten.

LG von der grenzgaengerin

Zitat Ende


Ja man konnte Fragen ohne Ende über die Greuel in der Naziherrschaft stellen. Das stimmt. Nur außer den Kommunisten und vielleicht noch Weiße Rose und Staufenberg gabs nichts mehr.Der leider recht schwache Wiederstand in Deutschland wurde einseitig betrachtet.
Schlußendlich hat das Verhalten der KPD damals auch dazu beigetragen das die Nazis an die Macht kamen.Davon sowieso kein Wort.


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#139

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 10:51
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #129
.........



@Grenzgaengerin,

das habe ich genau so erlebt.Trotz meines jugendlichen Alters war ich entsetz als einige aus meiner Klasse bei diesem Besuch in Buchenwald die Stullen rausgeholt haben und anfingen zu Frühstücken.
Unsere Klassenlehrerin ist das gar nicht aufgefallen und wollte sich auch nicht mit den "Hungrigen" auseinandersetzen.Im Nachhinein muß ich mich jedoch fragen wie ernsthaft war den die antifaschistische Erziehung in der DDR? Das wurde doch eher lieblos eingebläut.Zeitzeugen ? Fehlanzeige.
Viel Fragen war ja immer nicht so erwünscht in der DDR.



Kaum. Zu meiner Einschulung z.B. war die Tochter des Namenspatrons der Schule persönlich da, auch später wurden Pionier- btw. FDJ-Nachmittage mit Zeitzeugen organisiert.
Was das "viele Fragen" anbelangt, vllt. sollte man die Kirche mal im sprichwörtlichen Dorf lassen.
Wenn meinereiner heutzutage einen Satz mit "früher, zu DDR-Zeiten.." beginnt rollt der Nachwuchs gemeinschaftlich mit den Augen!
Und der Nachwuchs ist über 20!
Es müssen nicht unbedingt Aufarbeitungsverweigerer oder Nicht-Antifaschisten sein, die mit 14 Jahren recht wenig mit Stacheldraht oder Schuld des Deutschen an allem und jedem anfangen können oder wollen und lieber ins Brot beißen. Von der Pietät mal abgesehen. Aber das ist heute nicht anders.
Mir persönlich war im Alter von 14-15 die Oberweite meiner Freundin auch wichtiger als Nackt unter Wölfen und ein schönes Fußballspiel im Matsch weitaus lieber als 2h mit Blauhemd im Klassenzimmer. Und ich bin der Meinung, daß ich mit meinen Prioritäten ein Teil der großen Masse war.
Es mag auch die "Entsetzten" gegeben haben, mir pers. fällt aus meiner damaligen Klasse grad keiner ein. Vermutlich hat da schon die antifaschistische Erziehung versagt......



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#140

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 12.03.2013 10:53
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #137
Zitat von Lutze im Beitrag #134
wo ist denn in Hamburg die Thälmannstrasse?,ich kenne nur
sein Geburtshaus mit Gedenkstätte in Hoheluft
Lutze


OT:

In HH gibt es den Thälmann-Platz - Kreuzung Tarpenbekstraße / Lokstedter Weg.

Vierkrug


Is ja nu egal, ob Platz oder Straße. Was ich mit meinem ersten Posting sagen wollte ist euch doch klar. Nee?



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